ASIEN/INDONESIEN - Tag der Menschenrechte: Präsident Widodo bittet um aktives Engagement für Religionsfreiheit

Donnerstag, 10 Dezember 2020 religionsfreiheit     menschenrechte   religiöse minderheiten  

csmonitor.com

Jakarta (Fides) - In Indonesien gebe es noch viele Probleme im Zusammenhang mit dem Schutz von Menschenrechten und eines davon sei die Frage der Religionsfreiheit, weshalb sozialen Kräfte der das Problem gemeinsam angehen sollten Dies betont der indonesische Präsident Joko Widodo anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte, der heute, am 10. Dezember, weltweit begangen wird. "Es gibt immer noch Probleme der Religionsfreiheit an verschiedenen Orten”, so der indonesische Präsident in seiner Ansprache zum Tag der Menschenrechte wörtlich,“Aus diesem Grund bitte ich die zentralen und regionalen Behörden, aktiv zu werden, um diese Probleme friedlich und weise anzugehen".
Widodo bekräftigte, dass die Regierung sich ebenfalls dazu verpflichte, denn "der Schutz und die Achtung der Menschenrechte sind wichtige Säulen für Indonesien, damit wir ein zivilisiertere, widerstandsfähigere und fortschrittlichere Nation werden". Aus diesem Grund fördere die Regierung die Bemühungen zum Schutz der Menschenrechte: Sie baue beispielsweise entsprechende Infrastrukturen auf, fördere Bildungsaktivitäten und sozioökonomische Initiativen, insbesondere in abgelegenen Gebieten und peripheren Inseln, ohne die schwächsten Menschen zu vernachlässigen. "Wir achten auch besonders auf unsere Brüder und Schwestern mit Behinderungen. Wir haben eine nationale Kommission für Menschen mit Behinderungen gebildet und orientieren uns an einem Ansatz, der die Menschenrechte auf allen Ebenen schützt", sagte der Präsident.
"Die Regierung”, fügte er hinzu, “hat sich den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Achtung der Menschenrechte immer mit Weisheit und Würde gestellt. Wir müssen zusammenarbeiten und unsere ganze Energie für den Fortschritt der Nation einsetzen", erläuterte er den besonderen Aktionsplan Nationale Menschenrechte 2020-2025. Der von der indonesischen Regieerung verabschiedete Plan zielt unter anderem darauf ab, die Religionsfreiheit zu fördern und Intoleranz und religiösen Extremismus zu bekämpfen.
Der Präsident unterstrich, wie er es in der Vergangenheit mehrfach getan hat, den Wert der Religions- und Religionsfreiheit für jeden indonesischen Bürger gemäß der Philosophie der "Pancasila", der Charta der fünf Prinzipien, die die Grundlage der Nation bilden.
Am Ende seiner Rede zum Tag der Menschenrechte forderte Widodo alle indonesischen Bürger auf, "eine aktive Rolle bei der Achtung der Rechte anderer Menschen zu spielen und den Respekt, den Schutz und die Gewährleistung der Menschenrechte in Indonesien zu fördern".
Von den rund 270 Millionen Einwohnern Indonesiens sind 230 Millionen Muslime sind. Es gibt 24 Millionen Christen im Land, darunter 7 Millionen Katholiken.
(ES-PA) (Fides 10/12/2020)


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