Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/ÄQUATORIALGUINEA - Besuch von Papst Leo XIV.: Das Land im Zentrum der weltweiten Berichterstattunghttps://fides.org/de/news/77444-AFRIKA_AeQUATORIALGUINEA_Besuch_von_Papst_Leo_XIV_Das_Land_im_Zentrum_der_weltweiten_Berichterstattunghttps://fides.org/de/news/77444-AFRIKA_AeQUATORIALGUINEA_Besuch_von_Papst_Leo_XIV_Das_Land_im_Zentrum_der_weltweiten_BerichterstattungMalabo – Der für den 21. bis 23. April 2026 geplante Besuch von Papst Leo XIV. in Äquatorialguinea wird ein historisches Ereignis sein, weshalb auch die Vorbereitungen in dem Land, das die Aufmerksamkeit der Welt auf sich ziehen wird, bereits auf Hochtouren laufen.<br />Wie aus einer Mitteilung der Pressestelle des Amtes des Vizepräsidenten hervorgeht, die der Fides vorliegt, geht hervor, dass die Regierung die Organisation, die angesichts der Bedeutung des Ereignisses eine perfekte Koordination erfordert, bestmöglich vorbereitet. In diesem Zusammenhang traf sich der Vizepräsident, Teodoro Nguema Obiang Mangue, am vergangenen 3. März mit dem Minister für Information, Presse und Kultur, Jerónimo Osa Osa Ekoro, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Unterausschusses für Presse und Bild, um den Arbeitsplan für die Medienberichterstattung zu erörtern.<br />Der Plan umfasst eine umfassende Berichterstattung vor, während und nach dem Besuch unter Einsatz von fest installierten und mobilen Kameras, Drohnen, Übertragungswagen und Pressezentren an strategisch wichtigen Punkten im Land. Dabei wird die Presse- und Bildkommission für die offizielle audiovisuelle Produktion der Veranstaltung zuständig sein und gemäß den Empfehlungen des Heiligen Stuhls auch ein Schulungsseminar für Journalisten aus verschiedenen Ländern organisieren, in dessen Mittelpunkt die Verwendung der Terminologie der katholischen Kirche und die korrekte Einordnung liturgischer Handlungen steht. <br /> <br />Sat, 07 Mar 2026 13:24:43 +0100ASIEN/KAMBODSCHA - Pläne für 2026: Katholische Kirche wird im Bildungsbereich zunehmend präsenter seinhttps://fides.org/de/news/77440-ASIEN_KAMBODSCHA_Plaene_fuer_2026_Katholische_Kirche_wird_im_Bildungsbereich_zunehmend_praesenter_seinhttps://fides.org/de/news/77440-ASIEN_KAMBODSCHA_Plaene_fuer_2026_Katholische_Kirche_wird_im_Bildungsbereich_zunehmend_praesenter_seinPhnom Penh – „Das Jahr 2026 ist ein Jahr voller Hoffnung für den Bildungssektor des Vikariats Phnom Penh“, erklärt der Apostolischer Vikar von Phnom Penh, Bischof Olivier Schmitthauesler , gegenüber Fides und erläutert die verschiedenen Initiativen, in deren Rahmen die kambodschanische Kirche im Bildungsbereich zunehmend präsenter sein wird. <br />„Am Technischen Institut ‚Saint Francis‘ bereiten wir einen neuen dreijährigen Studiengang vor. Wir bieten bereits Studiengänge in Landwirtschaft und Tourismus an. Dank der Partnerschaft mit den Ministerien für Bildung, Kultur sowie Post und Telekommunikation werden wir nun für den Zeitraum 2026-2027 Studiengänge in Geisteswissenschaften, Informatik und Künstlicher Intelligenz einrichten“, die, wie er anmerkt, das Interesse zahlreicher junger Menschen wecken werden. <br /> „Wir arbeiten mit der Katholischen Universität von Macao zusammen“, berichtet er §um einen neuen ‚Saint-Paul‘-Campus in Phnom Penh zu schaffen, und bemühen uns dabei um den Übergang vom Institut ‚Saint Paul‘ zur Universität ‚Saint Paul‘. Die Architekturfakultät der Katholischen Universität von Macao arbeitet derzeit an der Planung eines modernen, integrierten und ökologischen Campus.“<br />Was das Studium betrifft, so ist man vollständig in internationale Kreise integriert: „Zusätzlich zu den Erasmus-Stipendien, die bereits am Institut ‚Saint Paul‘ angeboten werden, werden wir unseren Austausch mit den Professoren der ‚Sophia University‘ in Japan intensivieren“, um ein immer qualifizierteres Bildungsangebot zu schaffen und zu gewährleisten. <br />Das „Saint Paul Institute“ hat bereits eine Vereinbarung mit der ‚Australian Catholic University‘ getroffen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den beiden Instituten zu schaffen, die beide Mitglieder der Vereinigung katholischer Hochschulen und Universitäten Südostasiens und Ostasiens sind, mit dem Ziel, bei akademischen Aktivitäten, Forschungsprogrammen und der Mobilität von Personal und Studierenden zusammenzuarbeiten. Mit einem Ansatz, der auf „Glauben, Vernunft, Achtung der Menschenwürde und Streben nach Wissen“ basiert, verpflichten sich die ACU und das „Saint Paul Institute“, „Hoffnung zu wecken, Wachstum zu fördern und Studierende zu ermutigen, verantwortungsbewusste Bürger zu werden“, heißt es in der bereits unterzeichneten Vereinbarung.<br />Wie Bischof Olivier Schmitthauesler betont, ist der Wiederaufbau des Bildungssystems in Kambodscha, das durch das Regime der 1970er Jahre und zwanzig Jahre Bürgerkrieg zerstört wurde, eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche in diesem Land. Der Bildungssektor hat deshalb für die Kirche in Kambodscha Priorität, wobei man sich um eine Verbesserung ihrer Bildungsstrategien auf allen Ebenen bemüht.<br />Seit Anfang der 90er Jahre arbeitet die Kirche mit der Regierung und der Zivilgesellschaft zusammen, um neue Schulen zu eröffnen, die nicht nur eine Grundausbildung bieten, sondern auch Werte in der Gesellschaft verbreiten und den Schülern vermitteln.<br />Die katholische Gemeinschaft engagiert sich seit Jahren insbesondere auch für die Bildung der Ärmsten. In vielen Städten wurden „Studentenwohnheime” eröffnet, die Kindern aus ländlichen Gebieten einen Ort bieten, an dem sie ihre Ausbildung fortsetzen können. <br /> <br />Sat, 07 Mar 2026 10:42:09 +0100ASIEN/INDONESIEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke: „Wir leben in einer Zeit des interreligiösen Dialogs und beten gemeinsam für den Frieden“https://fides.org/de/news/77446-ASIEN_INDONESIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_Wir_leben_in_einer_Zeit_des_interreligioesen_Dialogs_und_beten_gemeinsam_fuer_den_Friedenhttps://fides.org/de/news/77446-ASIEN_INDONESIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_Wir_leben_in_einer_Zeit_des_interreligioesen_Dialogs_und_beten_gemeinsam_fuer_den_FriedenJakarta – „Wir erleben eine Zeit des reichen interreligiösen Dialogs zwischen Christen und Muslimen, der im Alltag der Menschen stattfindet, beispielsweise in den Pfarreien und lokalen Gemeinschaften. In Indonesien leben wir einen echten Dialog des Alltags, der sich in der Fastenzeit und im Ramadan deutlich zeigt“, so Pater Alfonsus Widhiwiryawan, Xaverianer-Missionar und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt mit 275 Millionen Einwohnern, von denen 90 % dem Islam angehören und etwas mehr als 10 Millionen Katholiken sind.<br /> „Es ist eine Zeit, die geprägt ist von Begegnungen, bei denen gemeinsam das Fasten gebrochen wird, und in einer Phase schwerer internationaler Spannungen, in der sich Muslime und Christen in Indonesien im Gebet für den Frieden vereinen“, so Pater Widhiwiryawan, „Der Frieden beginnt hier unter uns, in unserem Leben, und wir beten und engagieren uns dafür, dass er sich auf die ganze Welt ausbreitet, die von neuen Kriegen heimgesucht wird.“<br />Dieser Geist des Dialogs, des Gebets und des gemeinsamen Engagements für den Frieden wird am kommenden Freitag, dem 13. März, auch bei einem Treffen in Jakarta zum Ausdruck kommen, das vom Ausschuss für interreligiöse Beziehungen der indonesischen Bischöfe im Sitz der Bischofskonferenz in Jakarta organisiert wird. An dem Treffen nehmen der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Antonius Subianto Bunyamin von Bandung weitere Bischöfe und Priester sowie islamische Religionsführer und Vertreter des Netzwerks „Gusdurian” teilnehmen, das von Abdurrahman Wahid inspiriert ist, dem historischen indonesischen Präsidenten , einem großen Förderer des Dialogs und der Harmonie zwischen den Religionen. Das Netzwerk ist in 130 indonesischen Städten aktiv und setzt sich für die Förderung der interreligiösen Zusammenarbeit auf allen Ebenen ein.<br />Unter den interreligiösen Initiativen, an denen nicht nur Christen und Muslime, sondern auch Hindus beteiligt sind, nennt Pater Alfonsus den bevorstehenden „Tag der Stille“, des Fastens und der Meditation, das hinduistische „Nyepi“-Fest, das 2026 auf den 19. März fällt. Auf Bali, einer indonesischen Insel mit hinduistischer Mehrheit, wird der Tag auf Anordnung der Zivilbehörden von einer 24-stündigen totalen Sperre geprägt sein: keine Lichter, kein Verkehr, kein Internet, kein Lärm und keine Reisen .<br />„Man lebt Introspektion und Reinigung”, erklärt der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, „aber diese Initiative bezieht auch muslimische und christliche Gläubige in einen Moment der Stille ein, der Besinnung und des Gebets”, betont er. „Und der gemeinsame Gedanke wird Frieden sein, Frieden im Herzen eines jeden und Frieden in der Welt”, bemerkt er.<br /> Fri, 06 Mar 2026 13:11:03 +0100AFRIKA/NIGERIA - Kathedrale von Wukari durch Brand schwer beschädigt: Brandursache war ein Kurzschlusshttps://fides.org/de/news/77445-AFRIKA_NIGERIA_Kathedrale_von_Wukari_durch_Brand_schwer_beschaedigt_Brandursache_war_ein_Kurzschlusshttps://fides.org/de/news/77445-AFRIKA_NIGERIA_Kathedrale_von_Wukari_durch_Brand_schwer_beschaedigt_Brandursache_war_ein_KurzschlussAbuja – Der Brand, der am 4. März die Marienkathedrale in Wukari schwer beschädigte, war ein Unfall. Dies erklärte die Diözese Wukari in einer von deren Kanzler, Pfarrer Simon Akuraga, unterzeichneten Mitteilung, die Fides vorliegt.<br />Nach der Rekonstruktion des Vorfalls durch die Diözese brach das Feuer aus, als die Mitglieder des Domchors gerade ihre Proben beendet hatten und die Kirche verlassen hatten, in der nur noch ein Priester und zwei Personen zum Gebet versammelt waren. Der Priester bemerkte einen elektrischen Funken an der Decke, und unmittelbar darauf brachen die Flammen aus. Trotz des Rauchs, der sich sofort im Raum ausbreitete, gelang es dem Priester, das Allerheiligste Sakrament aus dem Tabernakel zu holen und dann nach draußen zu eilen, um Hilfe zu holen.<br /> „Leider waren alle Bemühungen der Gemeindemitglieder und anderer Personen, die zur Brandbekämpfung herbeigeeilt waren, vergeblich“, heißt es in der Erklärung. „Mit Ausnahme des Allerheiligsten Sakraments konnten nur wenige Altarsitze, einige Musikinstrumente, wenige Gewänder und liturgische Gegenstände gerettet werden; alles andere wurde durch das Feuer vollständig zerstört, sodass nur noch die Mauern stehen geblieben sind.“<br />„Wir schätzen die schnelle Reaktion und die Unterstützung all jener, die während des Notfalls Hilfe geleistet haben, sehr. Ebenso schätzen wir all jene, die der Diözese durch ihre Gebete und Worte der Ermutigung ihre Solidarität bekundet haben“, heißt es in der Erklärung abschließend.<br /> Fri, 06 Mar 2026 12:45:44 +0100ASIEN/VIETNAM - Die Arbeit der vietnamesischen Ordensschwestern mit Leprakranken: Ein verborgener Schatz des Glaubens und der Liebehttps://fides.org/de/news/77443-ASIEN_VIETNAM_Die_Arbeit_der_vietnamesischen_Ordensschwestern_mit_Leprakranken_Ein_verborgener_Schatz_des_Glaubens_und_der_Liebehttps://fides.org/de/news/77443-ASIEN_VIETNAM_Die_Arbeit_der_vietnamesischen_Ordensschwestern_mit_Leprakranken_Ein_verborgener_Schatz_des_Glaubens_und_der_LiebeVon Andrew Doan Thanh Phong<br /><br />Im Jahr 2025 wurden in Vietnam offziell insgesamt 38 Leprafälle registrierten. Dies ist die niedrigste im Laufe der Jahre jemals verzeichnete Zahl. <br />Die Zahl der Fälle ist bereits in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Zwischen 2012 und 2016 wurden landesweit über 1.000 Fälle registriert. In den letzten fünf Jahren wurden nur noch wenige Dutzend Fälle pro Jahr festgestellt. Derzeit gelten alle Provinzen und Städte mit nur vereinzelten Fällen als leprafrei. <br />Laut vietnamesischen Gesundheitsexperten ist dieser starke Rückgang auf wirksame Behandlungsprotokolle und die rechtzeitige Behandlung von Leprafällen in der Bevölkerung zurückzuführen. Derzeit gibt es jedoch immer noch etwa 6.000 Leprapatienten im ganzen Land. Dort sind meist Menschen untergebracht, die in der Vergangenheit an der Krankheit litten und von der bakteriellen Infektion geheilt wurden, aber weiterhin unter schweren Spätfolgen leiden.<br />Die meisten Patienten werden von katholischen Ordensfrauen aus Kongregationen verschiedenen Kongregationen, darunter die Kreuzliebenden Schwestern und die Franziskaner Missionsschwestern, in über 10 Einrichtungen im ganzen Land betreut, die als „Leprakolonien” bekannt sind. Die Ordensfrauen kümmern sich nicht nur um Leprakranke, sondern auch um ältere Menschen und Waisenkinder, die an den Folgen der Krankheit leiden.<br /> Die meisten Leprakolonien in Vietnam wurden zwischen dem Beginn des 20. Jahrhunderts und den 1960er und 1970er Jahren in abgelegenen und isolierten Gebieten gegründet, aus Angst vor einer Ausbreitung der Krankheit in der Bevölkerung. Daher verfügen sie oft nicht über grundlegende Einrichtungen und bieten sowohl in materieller als auch in psychologischer Hinsicht prekäre Lebensbedingungen. <br />Lepra quält die Patienten nicht nur körperlich, sondern hinterlässt auch tiefe psychische Narben. Sie fühlen sich nicht nur wegen ihres Aussehens unwohl, sondern werden auch vielerorts ausgegrenzt und gemieden. Einige ältere Menschen, die sich in jungen Jahren mit der Krankheit angesteckt haben, leben seit 50 bis 60 Jahren in so genannten Leprakolonien, weil sie kein Zuhause haben, in das sie zurückkehren können.<br />Lo Thi Coc wurde zwar von Lepra geheilt, aber sie hat immer noch schlechtes Sehvermögen und leidet aufgrund von Deformitäten unter starken Schmerzen in den Beinen, insbesondere bei Wetterumschwüngen. Sie vergisst nie die schrecklichen Erfahrungen der Angst und Diskriminierung durch ihre Nachbarn, die sie in der Vergangenheit gemacht hat und erzählt: „Damals hatten meine Familie und ich es wirklich schwer, wir waren sehr arm und niemand wollte in unserer Nähe sein, aus Angst, sich anzustecken. In dieser Zeit dachte ich daran, in den Wald zu fliehen, um dort den Rest meines Lebens zu verbringen, aber dank der bedingungslosen Unterstützung und der Gesellschaft meines Sohnes habe ich meine Meinung geändert.“<br />Die Ordensfrauen, die sich der Pflege der Leprakranken gewidmet haben, haben das immense Leid der Patienten verstanden, weshalb sie vielen von ihnen geholfen haben, ihre Lebensfreude wiederzufinden. „Ich habe hier keine Familie, aber die katholischen Schwestern und verschiedene Organisationen helfen mir, sodass das Leben etwas leichter ist“, erzählt Joseph That , Patient der Leprakolonie von Ben San im Dorf Long Binh in der Provinz Binh Duong in Südvietnam. Er war verheiratet, aber seine Frau verließ ihn, nachdem diagnostiziert wurde, dass er an Lepra litt, und hat seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm aufgenommen. Heute sind seine Beine amputiert und er trägt Prothesen, seine Hände sind durch die Lepra verkrüppelt und er humpelt beim Gehen.<br />Ein Patient der Leprakolonie von Quy Hoa, die von den Franziskaner Missionsschwestern in Quy Nhon in Zentralvietnam geleitet wird, berichtete: „Die Schwestern kämpfen für unsere Rechte, deshalb respektieren wir sie alle und betrachten sie als Mitglieder unserer Familie.“ Ein anderer Patient, der seit 1960 im Lepradorf lebt, dessen Vater Mitglied der Kommunistischen Partei war und dessen Brüder Buddhisten sind, erzählte, dass er katholisch geworden sei, weil die Schwestern sich um ihn kümmerten, als wäre er ihr eigener Sohn. Dem Beispiel der Schwestern folgend, blieb er auch nach seiner Genesung in der Leprakolonie, um älteren Patienten die Haare zu schneiden, sie zu besuchen und ihnen Trost zu spenden.<br />Die vielen Beispiele für den engagierten Dienst der katholischen Schwestern in den Leprakolonien werden von der Gemeinschaft geschätzt und auch von der staatlichen Presse gelobt. Eine besondere Ehre wurde der 1957 geboreenn Schwester Anna Nguyen Thi Xuan zuteil, die sich seit fast 40 Jahren um die Patienten in der Leprakolonie Qua Cam in der Diözese Bac Ninh im Norden Vietnams kümmert. Sie wurde vom vietnamesischen Präsidenten mit der Arbeitsmedaille dritter Klasse ausgezeichnet und gehört zu den 50 Personen, die vom Premierminister für ihre Leistungen im Bereich der Sozialfürsorge eine Auszeichnung erhalten haben.<br />Bedeutende Aktivitäten, die die Fürsorge und Verbundenheit der gesamten vietnamesischen katholischen Kirche gegenüber Leprakranken zum Ausdruck bringen, wie Besuche und Sammlungen von Geschenken für Leprakolonien, werden regelmäßig von katholischen Gemeinden im ganzen Land durchgeführt. Zuletzt organisierte die Diözese Thai Binh anlässlich des chinesischen Neujahrsfest im Zeichen des Pferdes am 5. Februar ein Treffen und ein besonderes Neujahrsfest mit Leprakranken in der Kapelle von Dong Tho in der Pfarrei Thai Sa. Bei dieser Gelegenheit lud Bischof Dominic Dang Van Cau, Bischof der Diözese, die Gläubigen ein, diejenigen, die an Lepra leiden, zu lieben und zu begleiten. Er betonte: „Dies ist ein Akt der Barmherzigkeit und auch eine konkrete Möglichkeit, das Geheimnis der Gemeinschaft in der Kirche zu leben. Derzeit baut die Diözese Thai Binh eine neue Einrichtung, ein Haus für Leprakranke, das hoffentlich einen stabilen, sicheren und einladenden Lebensraum schaffen und den Kranken eine langfristige Zuflucht bieten wird.“<br /><br />Fri, 06 Mar 2026 12:32:57 +0100AFRIKA/D.R. KONGO RD - “Neben Ruanda müssen auch die M23 und ihre kongolesische Führung sanktioniert werden”https://fides.org/de/news/77442-AFRIKA_D_R_KONGO_RD_Neben_Ruanda_muessen_auch_die_M23_und_ihre_kongolesische_Fuehrung_sanktioniert_werdenhttps://fides.org/de/news/77442-AFRIKA_D_R_KONGO_RD_Neben_Ruanda_muessen_auch_die_M23_und_ihre_kongolesische_Fuehrung_sanktioniert_werdenKinshasa – „Die US-Sanktionen gegen Ruanda haben keine Auswirkungen auf Kongolesen, die von der M23 rekrutiert werden“, so lokale Quellen aus der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die von den mit Ruanda verbündeten Guerillakämpfern der M23 besetzt ist, gegenüber Fides.<br />Am 2. März verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen die ruandische Armee und vier hochrangige Militärs aus Kigali unter dem Vorwurf, die M23-Rebellen im Osten der DR Kongo zu unterstützen . <br />Auf die Frage, ob diese Maßnahme dazu beitragen kann, die Besetzung großer Teile des Ostens der DR Kongo durch die Rebellenbewegung zu beenden, antworten die lokalen Quellen, die aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden möchten: „ Wir alle wissen, dass die M23-Bewegung seit ihrer Gründung in Ruanda ihre Stützpunkte hat und zuvor auch in Uganda hatte. Aber wir wissen: Die M23 befindet sich heute hier im Kongo, und in den Reihen der M23 gibt es mehr als 20.000 Soldaten, die keine Ruander sind und die von den Sanktionen nicht betroffen sind. Und sie sagen es offen: ‚Die Sanktionen betreffen uns nicht‘.“<br />„Tatsächlich zeigten die Führer der M23-Bewegung wenige Tage nach Verhängung der Sanktionen gegen Ruanda im Fernsehen anlässlich einer Rede von Sultani Makenga insgesamt 1.500 neue Kommandosoldaten, wie die Mitglieder ihrer Spezialeinheiten genannt werden. Die Zeremonie wurde als Affront gegenüber der amerikanischen Maßnahme wahrgenommen“, so die Beobachter weiter.<br /> „Bislang wurden noch keine direkten Sanktionen gegen die Guerillakämpfer verhängt, die Nord- und Süd-Kivu besetzt halten“, bekräftigen die Beobachter. „Angesichts der gegen Ruanda verhängt Sanktionen, erklärt die M23, nichts mit diesem Land zu tun zu haben. Auch der Chef des politischen Flügels der Bewegung , Corneille Nangaa, erklärt, er sei Kongolese und die Sanktionen beträfen ihn nicht“.<br />„Wir sind der Meinung, dass die Sanktionen gegen die Anführer der Armee, die Goma und Bukavu besetzt hält, verhängt werden müssen“, so die Quellen weiter, „Ob Zivilisten oder Militärs, die Führung ist hier, weil die von der M23 eingesetzte Verwaltung aus Kongolesen besteht, auch wenn es in Goma etwas weniger sind. Wenn man also die M23 zwingen will, die besetzten Gebiete an die kongolesischen Behörden zurückzugeben, muss man Sanktionen gegen deren Führung verhängen, die sich hier im Osten des Kongo befindet. Es stimmt, dass Ruanda die Basis ist, von der aus die Männer der M23 aufgebrochen sind, aber nur dieses Land mit Sanktionen zu belegen, reicht nicht aus, denn die Kämpfe gehen sowohl in Nord-Kivu als auch in den Bergen von Süd-Kivu weiter“.<br /> <br />Fri, 06 Mar 2026 12:00:45 +0100ASIEN/PAKISTAN - Interreligiöses Treffen: “Wir beten mit dem Papst für den Frieden im Nahen Osten und in Pakistan"https://fides.org/de/news/77441-ASIEN_PAKISTAN_Interreligioeses_Treffen_Wir_beten_mit_dem_Papst_fuer_den_Frieden_im_Nahen_Osten_und_in_Pakistanhttps://fides.org/de/news/77441-ASIEN_PAKISTAN_Interreligioeses_Treffen_Wir_beten_mit_dem_Papst_fuer_den_Frieden_im_Nahen_Osten_und_in_PakistanLahore – Ein am 5. März in Lahore organisiertes interreligiöse Treffen zum Fastenbrechen war von einer Atmosphäre interreligiöser Harmonie geprägt. Eingeladen hatte Sardar Ramesh Singh Arora, Minister für Minderheiten in der Provinzregierung von Punjab. „Dieses interreligiöse Fastenbrechen hat Christen und Muslime zusammengebracht, die jeweils eine heilige Zeit durchleben, die Fastenzeit und den Ramadan. Es war ein großartiger Ausdruck der Harmonie und des Respekts zwischen Gläubigen verschiedener Religionen und zugleich ein Moment, um gemeinsam um Frieden und Versöhnung zu bitten“, berichtet der Dominikanerpater James Channan, Direktor des „Peace Center“ in Lahore, gegenüber Fides. Pater Channan war neben Erzbischof Benny Travas unter den Anwesenden. Ebenfalls unter den Teilnehmern waren anderen führende Religionsvertreter, darunter Allama Raghab Naeemi, Präsident des pakistanischen Rates für islamische Ideologie, der Mufti Adhiq Hussain und der muslimische Gelehrte Badar Munir sowie hohe zivile Autoritäten und Vertreter der Sikh- und Hindu-Gemeinden.<br /> „Es war ein wertvoller Ausdruck des Dialogs im Alltag. Es ist bewegend zu sehen, wie Gläubige verschiedener Religionen, insbesondere Christen und Muslime, die Werte des interreligiösen Dialogs im Lichte und in Umsetzung des Konzilsdokuments ‚Nostra Aetate‘ in die Praxis umsetzen“, betont Pater Channan gegenüber Fides. „Wir haben Gebete für den Frieden in der ganzen Welt gesprochen, insbesondere für den Nahen Osten und für die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan“, betont er. <br />„Ich wollte betonen, dass die Fastenzeit und der Ramadan eine Zeit des Fastens, des Gebets und der Almosen sind. Diese Tage erinnern uns daran, mit Gott vereint zu sein und seine Barmherzigkeit und Vergebung zu suchen und uns gleichzeitig mit unseren Brüdern und Schwestern zu versöhnen“, berichtet der Dominikaner und merkt an, dass „diese interreligiösen Begegnungen wunderbare Gelegenheiten bieten, gegenseitigen Respekt und Unterstützung zum Ausdruck zu bringen“.<br />Die Anwesenden erinnerten im Rahmen des Treffens auch an die Worte von Papst Leo und teilten sein Engagement für den Frieden: „Wir danken Papst Leo XIV. für seine tiefe Sorge um Pakistan und Afghanistan sowie um die Völker, die unter der Gewalt im Nahen Osten leiden. Papst Leo XIV. fordert uns auf, für den Frieden zu beten, die Türen unserer Kirchen weit zu öffnen und den Allmächtigen anzurufen. Wir teilen seine Sorge um den Weltfrieden und beten mit ihm“, schließt Pater Channan.<br /> Fri, 06 Mar 2026 11:03:08 +0100ASIEN/BAHRAIN - Botschaft des Apostolischen Vikariats des Nördlichen Arabien: “Möge der Weg des Ramadan und der Fastenzeit uns in diesen schwierigen Zeiten vereinen”https://fides.org/de/news/77439-ASIEN_BAHRAIN_Botschaft_des_Apostolischen_Vikariats_des_Noerdlichen_Arabien_Moege_der_Weg_des_Ramadan_und_der_Fastenzeit_uns_in_diesen_schwierigen_Zeiten_vereinenhttps://fides.org/de/news/77439-ASIEN_BAHRAIN_Botschaft_des_Apostolischen_Vikariats_des_Noerdlichen_Arabien_Moege_der_Weg_des_Ramadan_und_der_Fastenzeit_uns_in_diesen_schwierigen_Zeiten_vereinenAwali – „Als Oberhaupt der katholischen Kirche des Apostolischen Vikariats Nördliches Arabien und als Bischof des Königreichs Bahrain möchte ich mich in diesen schwierigen Tagen, die aufgrund des Krieges von Schmerz und Unsicherheit geprägt sind, im Namen der gesamten katholischen Gemeinschaft – Priester, Ordensleute und Gläubige –, die ich vertrete, mit Worten der Ermutigung und Hoffnung an Sie wenden.“ <br />Fast eine Woche nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Golfregion wendet sich der Apostolische Vikar, Bischof Aldo Berardi , an König Hamad bin Isa bin Salman Al Chalifa, Prinz Salman bin Hamad bin Isa Al Chalifa, die Mitglieder der Regierung, die Bürger Bahrains und alle Einwohner des Landes und wünschte allen Frieden und innere Ruhe.<br />„Der Ausbruch dieses Krieges hat uns alle, sowohl die muslimische als auch die christliche Gemeinschaft, in einer für beide Religionen besonders wichtigen religiösen Zeit überrascht: dem heiligen Fastenmonat Ramadan bzw. der vierzigtägigen christlichen Fastenzeit“, fährt der Bischof fort. „Ich glaube, dass diese beiden besonderen Zeiten dieses Jahr nicht zufällig, sondern durch göttliche Vorsehung am selben Tag, dem 18. Februar begannen. Muslime und Christen haben diesen Weg gemeinsam begonnen und wir wurden dabei – was durch den Krieg noch deutlicher wird – an die Zerbrechlichkeit unseres Lebens, an die Vergänglichkeit unserer Existenz auf dieser Erde und damit an die Notwendigkeit erinnert, uns von ganzem Herzen an Gott zu wenden, zu fasten und für unsere Fehler und die Sünden der Welt Buße zu tun.“<br /> „Möge dieser Weg des Ramadan und der Fastenzeit, den wir gemeinsam begonnen haben, uns auch in diesen schwierigen Zeiten des Konflikts vereinen“, heißt es in der Erklärung weiter, „indem wir unermüdlich nach Wegen zum Frieden suchen, mit dem Wunsch, zu Zeiten der Ruhe zurückzukehren, sowohl für das Volk des Königreichs Bahrain im Besonderen als auch für die gesamte Region des Nahen Ostens. Durch Fasten und beständiges, aufrichtiges Gebet, das aus Herzen kommt, die des Trost und der Hilfe bedürfen, können wir beim einzigen Gott, dem Gott unseres Patriarchen Abraham, für die Wiederherstellung des Friedens Fürsprache einlegen.“<br />„Ich bitte Gott ganz besonders, alle Familien zu trösten, die ihre Angehörigen verloren haben; ich bete auch für die Seelen derer, die in diesem Krieg ums Leben gekommen sind, und für alle, die auf die eine oder andere Weise physisch, psychisch, spirituell und materiell von diesem Konflikt betroffen sind. Lasst uns Friedensstifter sein, wie Jesus Christus in der Bergpredigt betont, und Gott darum bitten, Wege der Einheit aurzuzeigen, damit das Donnern der Raketen aufhört und wir ein für alle Mal in Gemeinschaft in einer Region leben können – dem Nahen Osten –, die leider so oft von Spaltung geprägt ist. Ich möchte auch all jenen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die mit Verantwortung und Engagement unsere Grenzen verteidigen und die Sicherheit des Königreichs schützen“, so der Apostolische Vikar.<br /> „Möge das Königreich Bahrain, das sich stets als Nation ausgezeichnet hat, in der Harmonie, gegenseitiger Respekt und Toleranz vorherrschen, weiterhin als Leuchtturm der Koexistenz und Hoffnung in dieser Region strahlen; und möge Gott der Allmächtige sein Volk segnen, seine Stabilität bewahren und ihm das dauerhafte und kostbare Geschenk des Friedens gewähren“, so Bischof Berardi abschließend.<br /> <br />Fri, 06 Mar 2026 08:34:02 +0100ASIEN/LIBANON - Katholische Patriarchen fordern Ende der Gewalt und Rückkehr zu einem konstruktiven Dialoghttps://fides.org/de/news/77438-ASIEN_LIBANON_Katholische_Patriarchen_fordern_Ende_der_Gewalt_und_Rueckkehr_zu_einem_konstruktiven_Dialoghttps://fides.org/de/news/77438-ASIEN_LIBANON_Katholische_Patriarchen_fordern_Ende_der_Gewalt_und_Rueckkehr_zu_einem_konstruktiven_DialogBeirut – Angesichts der „gefährlichen Verschärfung der bewaffneten Konflikte im Libanon und im Nahen Osten“, die durch die Tötung vieler „unschuldiger Opfer, die Vertreibung zahlreicher Familien und die Verschärfung der humanitären Notlage“ gekennzeichnet ist, fordern die Patriarchen und Bischöfe der katholischen Kirche im Libanon „die sofortige Beendigung der Gewaltspirale und die Rückkehr zu einem konstruktiven Dialog und verantwortungsvollen diplomatischen Maßnahmen, die auf das Wohl der Völker ausgerichtet sind, die ein friedliches Leben auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Würde anstreben”.<br />In einer Botschaft der Versammlung der Patriarchen und Bischöfe des Libanon schließen sich die Oberhäupter der katholischen Kirchen des Landes der Zedern den Worten von Papst Leo XIV. an und wiederholen seine Worte: „Gewalt ist niemals die richtige Wahl, und wir müssen uns immer für das Gute entscheiden“.<br />In Bezug auf die Lage im Libanon fordern die katholischen Patriarchen und Bischöfe die Behörden auf, „ihre Verantwortung voll und ganz wahrzunehmen, sich für den Schutz unseres Landes vor regionalen Konflikten einzusetzen, seine innere Einheit zu bewahren und den inneren Frieden zu stärken“. Sie fordern auch „die verschiedenen spirituellen Familien, Einzelpersonen und Parteien auf, sich hinter die libanesische Regierung und ihre Entscheidungen zu stellen, insbesondere hinter die Entscheidung, den Einsatz von Waffen der Staatsgewalt vorzubehalten, um die Souveränität des Landes zu bewahren, die nationale Stabilität zu stärken und das Schicksal der Nation nicht zu gefährden“. Dies sind offensichtliche Anspielungen auf die Operationen der Hisbollah-Milizen.<br />Die Patriarchen und Bischöfe des Libanon fordern „die internationale Gemeinschaft und die zuständigen Institutionen auf, alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen, um eine weitere Eskalation zu verhindern und gerechte Lösungen zu finden, die die Rechte der Völker gewährleisten und die Menschenwürde schützen“. Sie fordern auch die libanesischen Katholiken und „alle Menschen guten Willens auf, ihren Brüdern und Schwestern, die in ihren Dörfern leben, zu helfen“ und „für den Frieden im Libanon und im Nahen Osten“ zu beten. Außerdem erneuern sie ihren Appell, „die vertriebenen Brüder und Schwestern aufzunehmen und ihnen im Geiste des Evangeliums beizustehen“.<br />Die Erklärung wurde von den vier katholischen Patriarchen unterzeichnet, die ihren Sitz im Libanon haben: dem armenisch-katholischen Raphaël Bedros XXI. Minassian, dem melkitisch-griechischen Patriarchen Youssef Absi, dem syrisch-katholischen Patriarchen Ignace Youssef III. Younan und dem maronitischen Kardinal Bechara Boutros Raï. <br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/de/attachments/view/file/21.1.26.038_-_Eng.pdf.pdf">Erklärung der katholischen Patriarchen im Wortlaut (Englisch)</a>Thu, 05 Mar 2026 15:28:50 +0100ASIEN/LIBANON - Trotz Evakuierungsbefehl der israelischen Armee: Christen bleiben in ihren Dörfern im Süden des Libanonhttps://fides.org/de/news/77437-ASIEN_LIBANON_Trotz_Evakuierungsbefehl_der_israelischen_Armee_Christen_bleiben_in_ihren_Doerfern_im_Sueden_des_Libanonhttps://fides.org/de/news/77437-ASIEN_LIBANON_Trotz_Evakuierungsbefehl_der_israelischen_Armee_Christen_bleiben_in_ihren_Doerfern_im_Sueden_des_LibanonRmeich – „Was hier gerade geschieht, ist klar. Die Operation der israelischen Armee auf libanesischem Gebiet ist bereits im Gange. Und in den Dörfern, in denen Christen leben, zumindest in denen, mit denen wir in Kontakt stehen, haben wir beschlossen, unsere Häuser nicht zu verlassen, denn wenn wir unsere Dörfer verlassen, könnten wir sicherlich nie wieder zurückkehren“, so Pfarrer Toni Elias, ein maronitischer Priester aus dem Dorf Rmeich, der mit wenigen Worten beschreibt, wie die christlichen Gemeinden im Südlibanon die Zeit seit Beginn der neuen Militäroperation Israels im Land der Zedern erleben. <br />Rmeich liegt weniger als zwei Kilometer Luftlinie von der Grenze zu Israel entfernt. Und bereits im Oktober 2024 schwebte das Dorf zwischen dem Leben und dem Untergang, der es umgab, als die Armee des jüdischen Staates zuletzt in den Südlibanon einmarschierte. <br />Das erklärte Ziel der neuen israelischen Intervention ist nun, das Gebiet von den Überresten der Stellungen der Hisbollah zu „säubern“, nachdem die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz im Zusammenhang mit den neuen Unruhen, die durch den Angriff der USA und Israels auf den Iran ausgelöst wurden, Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert hat. In den letzten Tagen haben israelische Bombenangriffe neben dem Südlibanon auch die mehrheitlich schiitischen Viertel von Beirut und das Bekaa-Tal getroffen. <br />Die Aufforderung zur Evakuierung, die der arabischsprachigen Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, ausgesprochen hatte, erreichte in der Nacht zum Montag auch an die christlichen Dörfer im Südlibanon. Die Glocken einiger Kirchen hatten in der Nacht zu läuten begonnen, um die umliegenden Dörfer zu warnen. <br />„In Rmeich und den benachbarten Dörfern Debel und Ain Ebel“, berichtet Pfarrer Toni Elias im Gespräch mit Fides, „sind wir alle in unseren Häusern geblieben, ebenso wie die Menschen in Alma el Shaab und den weiter westlich gelegenen Dörfern. Auch die Drusen sind in ihren Häusern geblieben.“<br />Die Entscheidung, zu bleiben und der Evakuierungsaufforderung nicht zu folgen, basiert paradoxerweise auf der Erkenntnis der eigenen Wehrlosigkeit: „Wir haben keine Waffen, wir haben keine Raketen, wir sind für niemanden eine Gefahr“, fügt Pfarrer Toni hinzu, „Wir bleiben hier und bitten Gott um seinen Schutz. Wir sind unserem Bischof Charbel Abdallah, dem Apostolischen Nuntius Paolo Borgia und General Diodato Abagnara dankbar, mit denen wir in ständigem Kontakt stehen und die uns ihre Unterstützung zugesichert haben.“ <br />Angesichts der erneuten Flucht von Zehntausenden von Familien, die durch die Wiederaufnahme der Militäroperationen ausgelöst wurde, gibt es in Rmeich zahlreiche Beispiele für die Solidarität in der Bevölkerung, auch zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften. „Bei uns“, berichtet Pfarrer Toni Elias gegenüber Fides, „gibt es derzeit 1350 christliche Familien, zu denen noch weitere 100 christliche und schiitische Familien aus anderen Dörfern sowie 250 syrische Familien hinzukommen, die wir derzeit beherbergen und die zuvor in einem nahe gelegenen schiitischen Dorf Aufnahme gefunden hatten“. „Möge der Herr der ganzen Welt Frieden schenken“, schließt Pfarrer Toni Elias.<br /> Thu, 05 Mar 2026 13:22:42 +0100AFRIKA/D. R. KONGO - US-Regierung verhängt Sanktionen gegen ruandisches Militär: “Beweis für die Präsenz im Osten der Demokratischen Republik Kongo“https://fides.org/de/news/77436-AFRIKA_D_R_KONGO_US_Regierung_verhaengt_Sanktionen_gegen_ruandisches_Militaer_Beweis_fuer_die_Praesenz_im_Osten_der_Demokratischen_Republik_Kongohttps://fides.org/de/news/77436-AFRIKA_D_R_KONGO_US_Regierung_verhaengt_Sanktionen_gegen_ruandisches_Militaer_Beweis_fuer_die_Praesenz_im_Osten_der_Demokratischen_Republik_KongoKinshasa – „Es handelt sich um eine bedeutende Sanktion, die die Präsenz Ruandas im Osten der Demokratischen Republik Kongo bestätigt“, kommentieren lokale Quellen aus der kongolesischen Provinz Südkivu gegenüber Fides, nachdem das US-Finanzministerium am 2. März Sanktionen gegen die hochrangige Militärs und die gesamte ruandische Armee verhängt hatte. Die Sanktionen wurden mit der Begründung verhängt, dass Ruanda die M23-Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo unterstützt. Die Aufnahme der ruandischen Armee in die Liste der US-Sanktionen hat das Einfrieren ihrer Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten und das Verbot jeglicher Transaktionen mit US-Personen oder -Unternehmen zur Folge. Allerdings ist eine vorübergehende Ausnahme für bereits laufende Verträge oder Transaktionen bis zum 1. April 2026 vorgesehen.<br />Außerdem wurden Sanktionen gegen vier hochrangige Offiziere der ruandischen Streitkräfte verhängt. Es handelt sich um General Mubarakh Muganga, Stabschef der ruandischen Streitkräfte, General Vincent Nyakarundi, Stabschef des Heers, General Ruki Karusisi, Kommandeur der 5. Infanteriedivision und ehemaliger Chef der ruandischen Spezialeinheiten, der bereits seit März 2025 von der Europäischen Union mit Sanktionen belegt ist, und schließlich General Stanislas Gashugi, der Karusisi am 15. März 2025 an der Spitze der Spezialeinheiten abgelöst hat.<br /> „Was hindert daran, denjenigen, der hinter diesen dreißig Jahren Krieg steht, einschließlich des letzten , der ruandische Präsident Paul Kagame, mit schweren Sanktionen zu belegen?“, so die Beobachter, „Was macht ihn so „unantastbar“, dass die ganze Welt Angst hat, seine Freundschaft zu verlieren? Die Antwort ist im Wesentlichen eine: wirtschaftliche Vorteile. Aber die Politik kennt keine Freunde, und wenn man nicht mehr gebraucht wird, wird man fallen gelassen“, schließen unsere Quellen.<br /> Die von der Trump-Regierung verhängten Sanktionen signalisieren Ruanda, dass seine Einmischung in den östlichen Provinzen des Kongo nicht länger toleriert wird, nachdem die Vereinigten Staaten die Friedensabkommen von Washington vom 27. Juni 2025 und von Doha vom 19. Juli 2025 unterstützt haben und vor allem eine vorläufige Vereinbarung mit der Regierung in Kinshasa getroffen haben, um die Ressourcen in den von Ruanda unterstützten Rebellengebieten zu nutzen .<br />Kagame wurde in den Vereinigten Staaten militärisch ausgebildet, wo er Kurse in Fort Leavenworth in Kansas besucht hatte. Der ruandische Präsident verfügt nach wie vor über wichtige Kontakte in Washington, sodass er Ende Februar, als er von der bevorstehenden Verhängung von Sanktionen gegen seine Streitkräfte erfuhr, laut einer Untersuchung des „Wall Street Journal“ einen wichtigen republikanischen Senator gebeten haben soll, bei Präsident Trump zu intervenieren, um diese zu verhindern. Ohne Erfolg.<br /> <br />Thu, 05 Mar 2026 12:23:13 +0100ASIEN/BAHRAIN - Ab Morgen sollen wieder öffentlichen Messen stattfindenhttps://fides.org/de/news/77435-ASIEN_BAHRAIN_Ab_Morgen_sollen_wieder_oeffentlichen_Messen_stattfindenhttps://fides.org/de/news/77435-ASIEN_BAHRAIN_Ab_Morgen_sollen_wieder_oeffentlichen_Messen_stattfindenAwali – „Hier in Bahrain geht es uns allen gut, wir hatten zwar letzte Nacht Alarm, doch im Moment ist es ruhig. Morgen, Freitag, 6. März, nehmen wir die öffentlichen Messen wieder auf. Im Gegensatz zu Katar, wo alles geschlossen bleibt, und Kuwait, wo die heiligen Messen nur online stattfinden, ist die Kirche geöffnet, aber Versammlungen jeglicher Art sind verboten“, so Bischof Aldo Berardi , Apostolischer Vikar des Nördlichen Arabien, aus Awali, wo sich der Sitz des Bischofshauses befindet.<br />Solidarität und Unterstützung für das Königreich Bahrain wurden unterdessen von zahlreichen arabischen und internationalen Außenministern zum Ausdruck gebracht, die die iranischen Raketenangriffe auf das Land verurteilten. Sie wünschten der Region, dass sie bald zu dauerhafter Sicherheit, Stabilität und Frieden zurückfinden möge.<br />Die lokale Presse berichtet außerdem, dass der Flugbetrieb am internationalen Flughafen von Manama aufgrund der anhaltenden Sperrung des Luftraums des Königreichs gemäß den Richtlinien des Ministeriums für Zivilluftfahrt weiterhin ausgesetzt bleibt. Die Aussetzung sei Teil der Vorsichtsmaßnahmen, um angesichts der aktuellen regionalen Entwicklungen ein Höchstmaß an Sicherheit für Reisende und Flughafenpersonal zu gewährleisten. Man stimme sich kontinuierliche mit den zuständigen Behörden ab, um die Situation genau zu beobachten.<br />Unterdessen ermöglicht die Freiwilligenplattform „National Voluteering Plattform“ zum weiteren Schutz der gesamten Bevölkerung die Anmeldungen für Freiwillige, die die nationalen Bemühungen zur Bekämpfung der feindlichen Angriffe des Iran gegen das Königreich Bahrain unterstützen wollen. Die Initiative versteht sich als Ausdruck des Gefühls der nationalen Verantwortung, die Solidarität der Gemeinschaft und die kollektive Reaktion in dieser Zeit zu stärken. Binnen weniger Stunden verzeichnete die Plattform bereits über 20.000 Anmeldungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Bahrains, etwa 1,5 Millionen Menschen, sind Ausländer. Die Freiwilligenkampagne steht sowohl Bürgern als auch Ausländern offen. Die Bereiche für Freiwilligenarbeit wurden entsprechend den nationalen Bedürfnissen festgelegt und umfassen auch das Gesundheitswesen, das Ingenieurwesen, die Logistik und die Verwaltung. Die registrierten Freiwilligen werden entsprechend den operativen Erfordernissen kontaktiert, um eine effektive Organisation und eine wirksame Beteiligung an den nationalen Bemühungen zu gewährleisten.<br /> Thu, 05 Mar 2026 11:52:41 +0100ASIEN/SRI LANKA - Priester aus Colombo fordert Rückkehr zum Dialog: „Wir kennen die Wunden des Krieges: es ist immer eine Niederlage“https://fides.org/de/news/77434-ASIEN_SRI_LANKA_Priester_aus_Colombo_fordert_Rueckkehr_zum_Dialog_Wir_kennen_die_Wunden_des_Krieges_es_ist_immer_eine_Niederlagehttps://fides.org/de/news/77434-ASIEN_SRI_LANKA_Priester_aus_Colombo_fordert_Rueckkehr_zum_Dialog_Wir_kennen_die_Wunden_des_Krieges_es_ist_immer_eine_NiederlageColombo – „Jeder Krieg trifft und betrifft die ganze Welt. Unschuldige Menschen verlieren ihr Leben, unbeschreibliches Leid entsteht. Heute fordern wir ein Ende dieses neuen Krieges, der den Nahen Osten entflammt und die gesamte Menschheit erschüttert. Krieg ist niemals die Lösung, er schafft nur eine neue Spirale aus Hass und Vergeltung. Kehren wir zum Dialog und zu Verhandlungen zurück“, fordert der Sprecher der Erzdiözese Colombo und Direktor der singhalesischsprachigen katholischen Wochenzeitung „Gnartha Pradeepaya“, Pfarrer Cyril Gamini Fernando, im Gespräch mit Fides. <br />Vor der Küste der Insel Sri Lanka wurde durch einen von einem US-U-Boot abgefeuerten Torpedo ein iranisches Kriegsschiff versenkt. Die srilankische Marine entsandte Schiffe und Flugzeuge zu einer Rettungsmission, barg 87 Leichen und rettete 32 Menschen.<br /> „Wir sind von dieser Angelegenheit betroffen“, merkt Pfarrer Fernando an. „Die iranischen Seeleute werden im Krankenhaus behandelt. Die Öffentlichkeit ist erschüttert. Wir erinnern uns an den Bürgerkrieg, den wir über dreißig Jahre lang in unserem eigenen Land erlebt haben, einen Konflikt, der tiefe Wunden hinterlassen und Tausenden von Menschen Leid zugefügt hat. Deshalb können wir heute nur zu Gott flehen und die Regierenden bitten, den Krieg zu beenden.“<br />„ Krieg“, so der Sprecher der Erzdiözese Colombo abschließend, „ist niemals zu rechtfertigen, in keiner Weise. Er ist immer eine Niederlage für die Menschheit, wie die Päpste wiederholt betont haben. Die Bischöfe von Sri Lanka haben heute die Gläubigen aufgefordert, intensiv für den Frieden zu beten. Wir unterstützen alle Friedensbemühungen und vertrauen den Nahen Osten dem Herrn an, damit Frieden und Versöhnung über die Gewalt siegen mögen.“<br /> Thu, 05 Mar 2026 11:30:42 +0100NAHER UND MITTLERER OSTEN - "Religions for peace" fordert umgehende Einstellung der Feindseligkeiten und Achtung von Menschenwürde und Völkerrechthttps://fides.org/de/news/77433-NAHER_UND_MITTLERER_OSTEN_Religions_for_peace_fordert_umgehende_Einstellung_der_Feindseligkeiten_und_Achtung_von_Menschenwuerde_und_Voelkerrechthttps://fides.org/de/news/77433-NAHER_UND_MITTLERER_OSTEN_Religions_for_peace_fordert_umgehende_Einstellung_der_Feindseligkeiten_und_Achtung_von_Menschenwuerde_und_VoelkerrechtNew York – „Möge dieser Moment einen Wendepunkt darstellen: vom anhaltenden Leiden zur Heilung, von der Angst zur Hoffnung, von der Straflosigkeit zur Verantwortung, die auf Gerechtigkeit und Recht basiert“, heißt es in einem Appell der internationale Organisation „Religions for Peace“, die angesichts des Krieges im Nahen Osten „die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Rückkehr zu einer Verhandlungslösung aller Streitigkeiten“ fordert. „Die anhaltenden Vergeltungsmaßnahmen“, so die Organisation, „werden das Leiden der Zivilbevölkerung nur noch verschlimmern und die Region weiter destabilisieren. Dauerhafte Sicherheit kann nicht durch eine militärische Eskalation erreicht werden, sondern erfordert kontinuierliche diplomatische Bemühungen auf der Grundlage des Völkerrechts.“<br />Im Namen der Gläubigen verschiedener Religionen weltweit, vereint durch ihr Streben nach Frieden, äußert sich „Religions for Peace“ vom Hauptsitz in New York aus zum dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und der Ausweitung des Krieges auf die Region. „Schweigen ist angesichts dieses Leids keine Option. Als religiöse Führer und gläubige Menschen bekräftigen wir den heiligen Wert jedes menschlichen Lebens und unser unerschütterliches Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung”, heißt es in der Verlautbarung.<br />„Mit großer Trauer und tiefer Besorgnis beobachten wir die Wiederaufnahme des Konflikts im Nahen Osten. Wir bekunden unsere Solidarität mit den Menschen in der Region, die unter den aktuellen Feindseligkeiten leiden: Die Welt muss vor allem ihrem Wohlergehen und der Achtung der Menschenrechte, der Souveränität und der Rechtsstaatlichkeit Vorrang einräumen“, heißt es in einer von Generalsekretär Francis Kuria unterzeichneten Erklärung.<br /> „Die Achtung der Menschenwürde und des Rechts auf Leben muss das wichtigste Kriterium sein, anhand dessen jedes internationale Engagement bewertet wird“, so die Nichtregierungsorganisation, „Es handelt sich dabei nicht um Zugeständnisse, sondern um grundlegende Säulen, die nicht zugunsten strategischer oder militärischer Vorteile kompromittiert werden dürfen. Wenn wir die Würde des Einzelnen nicht in den Mittelpunkt stellen, untergraben wir die moralische Autorität der Gesetze, die uns alle schützen sollten, und lassen die Schwächsten die unvorstellbaren Kosten des Krieges tragen.“<br />Die Organisation bekräftigt die Dringlichkeit der Einhaltung des Völkerrechts: „Die Achtung der Souveränität und der Rechtsstaatlichkeit muss mit glaubwürdigen und unparteiischen Prozessen einhergehen, die sich mit den gravierenden Herausforderungen befassen, die Fragen wie den Frieden und die Sicherheit aller sowie die legitimen Bedürfnisse aller Gemeinschaften in der Region betreffen.“ „Die jüngsten Maßnahmen außerhalb multilateraler Rahmenwerke schwächen die internationale Ordnung, die auf Regeln zum Schutz der Souveränität und Sicherheit aller Nationen basiert“, stellt sie fest.<br />Darüber hinaus sei es unerlässlich, „einen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten“. „Alle am aktuellen Konflikt beteiligten Parteien müssen außerdem sicherstellen, dass sich die humanitäre Lage im Nahen Osten nicht verschlechtert. Wir fordern alle Parteien, unabhängig von ihrem politischen oder militärischen Status, auf, einen ungehinderten, sicheren und dauerhaften Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Wir bekräftigen, dass der Schutz des Lebens von Zivilisten und der Menschenwürde für alle derzeit in der Region tätigen Akteure weiterhin Priorität haben muss“, heißt es in dem Appell abschließend.<br /> <br />Thu, 05 Mar 2026 10:22:36 +0100ASIEN/JEMEN - Bischof Martinelli zum 10. Jahrestag des Anschlags auf Missionarinnen der Nächstenliebe “Zeuginnen der Liebe Christi“https://fides.org/de/news/77432-ASIEN_JEMEN_Bischof_Martinelli_zum_10_Jahrestag_des_Anschlags_auf_Missionarinnen_der_Naechstenliebe_Zeuginnen_der_Liebe_Christihttps://fides.org/de/news/77432-ASIEN_JEMEN_Bischof_Martinelli_zum_10_Jahrestag_des_Anschlags_auf_Missionarinnen_der_Naechstenliebe_Zeuginnen_der_Liebe_ChristiVon Gianni Valente<br /><br />Aden – Schwester Reginette und Schwester Margarita kamen aus Ruanda, Schwester Anselma aus Indien und Schwester Judith aus Kenia. Die vier Missionarinnen der Nächstenliebe wurden am 4. März 2016 von einer Gruppe Dschihadisten ermordet, die das von den Schwestern von Mutter Teresa geführte Altenheim in Aden überfielen und dabei auch zwölf Mitarbeitende verschiedener Nationalitäten und Religionen töteten. Pater Tom Uzhunnalil von den Salesianern Don Boscos wurde von den Terroristen entführt und nach langer Gefangenschaft im September 2017 freigelassen. <br />Das Apostolische Vikariat Südarabien gedenkt heute des 10. Jahrestages des Märtyrertodes der vier Ordensfrauen mit einer Gedenkfeier unter Vorsitz von Bischof Paolo Martinelli, Apostolischer Vikar von Südarabien, in der Kathedrale St. Joseph in Abu Dhabi vor.<br /> „Das Gedenken an diesen Jahrestag ist in einer Zeit, in der die gesamte Golfregion einen schweren Konflikt durchlebt, eine Quelle der Hoffnung“, betont Bischof Martinelli in einer Verlautbarung mit Blick auf den Jahrestag. „Die Missionarinnen der Nächstenliebe“, fügt er hinzu, „haben ihr Leben hingegeben, und einige von ihnen sind noch heute im Jemen präsent, wo sie sich ohne Unterschied um die Ärmsten kümmern und so die Liebe Christi bezeugen, die alle Barrieren überwindet. Wenn wir auf sie schauen, fühlen wir uns ermutigt, in diesem Land Friedensstifter zu sein.“<br />Die vier vor zehn Jahren ermordeten Ordensschwestern kümmerten sich in ihrer Einrichtung vorwiegend um alte und kranke Muslimen. Die lokale Bevölkerung liebte sie und „bewunderte ihre Art, anderen zu dienen, ohne auf die Religionszugehörigkeit zu achten, sondern nur auf die Entscheidung, denen den Vorzug zu geben, die es am meisten brauchen“, hatte ihr damaliger Bischof und Apostolischer Vikar des Südlichen Arabien, der Kapuziner Paul Hinder, kurz nach dem Massaker betont.<br />„Das Zeugnis der in Aden ermordeten Missionarinnen der Nächstenliebe“, so Bischof Martinelli, der ebenfalls dem Kapuzinerorden angehört, heute, „nährt weiterhin das Leben unserer Kirche und spornt uns an, unseren Glauben jeden Tag mit Freude und Engagement zu leben. Wie Bischof Paul Hinder damals kurz nach den Ereignissen von 2016 schrieb: ‚Wir bitten die vier Märtyrerinnen, für den Jemen und den gesamten Nahen Osten Fürsprache zu halten, damit Frieden einkehrt und die Gewalt aufhört‘.“<br />Die kurz nach dem Massaker verbreiteten Fotos zeigten auch Leichen der Ordensfrauen. Man konnte deutlich sehen, dass zwei von ihnen zum Zeitpunkt ihres Martyriums über ihrer Ordenskleidung Küchenschürzen trugen. Solche, die man bei Arbeiten trägt, bei denen man sich die Hände schmutzig macht, um die Ordenskleidung nicht zu beschmutzen. <br />Bischof Tonino Bello, der 1993 verstorbene Bischof aus Apulien, flehte den Herrn regelmäßig an, „für einige Jahre die Theologen und alle Redner” zum Schweigen zu bringen, die in der kirchlichen Gemeinschaft nur Reden halten. Seiner Meinung nach brauchte die Mission der Kirche genau das Bild dieser Schürze: „Es ist die Schürze”, wiederholte er immer wieder, „die wir als Kirche anlegen müssen. Wir müssen uns wirklich die Schürze umbinden.” Ein eindrucksvolles Bild, gewählt in Anlehnung an das Tuch, das Christus sich um die Hüften band, bevor er seinen Jüngern vor seiner Passion die Füße wusch. „Die Kirche mit der Schürze”, fügte Tonino Bello hinzu, „ist die Kirche, die Jesus bevorzugt, weil er selbst es so gemacht hat.”<br />Die Ordensschwestern im Jemen wurden getötet, während sie die Schürzen trugen, mit denen sie jeden Tag aus Liebe zu Christus arme, alte und kranke Muslime versorgten. Sie missionierten nicht. Sie desinfizierten Wunden und spendeten müden Menschen Trost. Der Hass, der ihre wehrlosen Körper tötete, war grundlos, wie der Hass, der Christus ans Kreuz brachte. <br />„Je näher die Kirche Jesus Christus ist, desto mehr hat sie Anteil an seinem Leiden“, sagte damals der inzwischen verstorbene Comboni-Missionar und Bischof Camillo Ballin, damals Apostolischer Vikar des Nördlichen Arabien, gegenüber der Fides, als er über die vier in Aden ermordeten Ordensfrauen sprach. Und wer sich Christus nähert, fügte Bischof Ballin hinzu, „ist an seinem Leiden und seinem Tod beteiligt, um auch an der Herrlichkeit seines Sieges teilzuhaben“.<br />Die Schwestern der von der Heiligen Teresa von Kalkutta gegründeten Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe, sind seit 1973 auf Einladung der damaligen Regierung Nordjemens im Jemen präsent. Auch das „Altenheim” der Schwestern in Aden wurde am 25. März 1992 auf Wunsch der Regierung eröffnet.<br />Noch heute – heißt es in einer Mitteilung des Apostolischen Vikariats Südarabien – „bleibt die Präsenz der Missionarinnen der Nächstenliebe im Jemen durch ihren Dienst an den Schwächsten und Ärmsten ein bescheidenes, aber starkes Zeichen der Hoffnung. Zwei Gemeinschaften der Missionarinnen der Nächstenliebe setzen ihren Dienst in Hodeidah und Sana'a fort”.<br />Wed, 04 Mar 2026 13:18:46 +0100AFRIKA/ÄQUTORIALGUINEA - Im Vorfeld des geplanten Papstbesuchs: “Die kirchliche Mission ist ein lebendiger Teil der Gemeinschaft”https://fides.org/de/news/77430-AFRIKA_AeQUTORIALGUINEA_Im_Vorfeld_des_geplanten_Papstbesuchs_Die_kirchliche_Mission_ist_ein_lebendiger_Teil_der_Gemeinschafthttps://fides.org/de/news/77430-AFRIKA_AeQUTORIALGUINEA_Im_Vorfeld_des_geplanten_Papstbesuchs_Die_kirchliche_Mission_ist_ein_lebendiger_Teil_der_GemeinschaftMalabo – Mit großer Spannung wird der Besuch von Papst Leo XIV. in Zentralafrika erwartet, der vom 21. bis 23. April stattfinden soll. Papst Johannes Paul II. hatte Äquatorialguinea im Jahr 1982 besucht und war dort mit Präsident Teodoro Obiang Nguema zusammengetroffen, was den Beginn einer neuen Ära in den Beziehungen zwischen Kirche und Staat markierte.<br />Fides bat Schwester Giusy Becchera von den Don Bosco Schwestern, die in der Erzdiözese Malabo lebt und arbeitet, um einen Kommentar zur Lage vor Ort im Vorfeld des Papstbesuchs. „Die Kirche ist missionarisch und die Menschen sind sehr dankbar für die Rolle der Missionare und Missionarinnen in unserem Land, weil sie einzigartige Charismen und Erfahrungen mitbringen“, so Schwester Giusy. „Die Kirche hat ihre Türen weit geöffnet“, betont die Ordensschwester und hebt die Zusammenarbeit zwischen den Missionaren und Missionarinnen und der Regierung des Landes hervor. „Der Staat arbeitet mit den Bischöfen der Bischofskonferenz zusammen, um Schlüsselbereiche wie Bildung, Gesundheit und ethische Werte zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Zahlreiche Vereinigungen, insbesondere der Verband der katholischen Schulen, arbeiten aktiv mit und tragen zum Erfolg der Bildungs- und Sozialaktivitäten bei. Es ist eine Art der Zusammenarbeit, die die kirchliche Mission zu einem lebendigen Teil der Gemeinschaft macht. Es handelt sich um eine echte Zusammenarbeit, die auf Vereinbarungen mit dem Heiligen Stuhl basiert, die die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und sozialer Zusammenhalt regeln“, betont Schwester Giusy.<br />Die Ordensschwester blickt auch zurück in die Geschichte und bestätigt die Lebendigkeit der Ortskirche, die trotz der Schließung der Kirchen von 1968 bis 1979 durch ihre Priester und Laien präsent und aktiv geblieben ist.<br />„Hier sind etwa 80-87 % der Bevölkerung katholisch“, erklärt Schwester Giusy, „Seit der ersten Verkündigung des Evangeliums in diesem Land gilt der Katechet als die ‚rechte Hand‘ des Priesters. Heute sind sie ‚Leiter‘, d. h. verantwortlich für die verschiedenen Gruppen in den Pfarreien, daher ist die Rolle der Laien und Laiinnen in unserer Kirche sehr wichtig und präsent. In der Region ist die Präsenz der Claretiner Missionare nach wie vor bedeutend, die seit ihrer Ankunft im Jahr 1883 als erste Verkünder des Evangeliums im Land gelten. Zwar waren vor ihnen bereits andere Missionsorden in der Region tätig, doch mussten sie aufgrund von Epidemien wieder abreisen. Die Claretiner Missionare überwanden diese Hindernisse, blieben im Land und sind bis heute aktiv“.<br /> „Wir sind als Don Bosco Schwestern derzeit an drei Standorten vertreten, zwei in Malabo und einer in Mongomo“, so die Ordensfrau weiter. „An beiden Orten haben wir einen Kindergarten und eine Grundschule, ein Berufsbildungszentrum, ein Oratorium und in Malabo auch ein Gymnasium“. „Unser Engagement geht über die Schule hinaus“, bekräftigt sie, „Es reicht bis in die Vororte, zu benachteiligten Familien und Jugendlichen ohne Chancen, um ihnen eine Bildung zu ermöglichen, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Würde, Selbstständigkeit und Zukunftsperspektiven. Jede Kompetenz, die im Leben junger Menschen wächst, ist ein Samenkorn, das nicht nur in ihrem Leben, sondern auch in ihren Familien und in der Gesellschaft wächst. Aus diesem Grund gibt es viele ehemalige Schüler, die sich in der Gesellschaft Äquatorialguineas engagieren und uns dabei unterstützen, den Traum von Don Bosco zu verwirklichen: wir brauchen ‚Gute Christen und ehrliche Bürger‘“.<br />„Bei unseren Aktivitäten werden wir auch immer von unseren Mitarbeitenden und Gruppenbetreuern unterstützt, die wir im Laufe der Jahre nach dem Charisma der Salesianer Don Boscos ausgebildet haben“, betont die Missionarin abschließend, „Wir arbeiten zudem mit verschiedenen Gruppen der Ordensfamilie der Salesianer Don Boscos zusammen, die uns bei den verschiedenen Aktivitäten helfen, das Charisma unseres Gründers bekannt zu machen“.<br />Die Don Bosco Schwestern in Äquatorialguinea gehören zur Ordensprovinz „Maria Domenica Mazzarello”, zu der auch Kamerun, Gabun, die Republik Kongo und der Tschad gehören. Sie widmen sich der Erziehung, Bildung und der Arbeit mit Jugendlichen und folgen dabei dem Charisma des Heiligen Johannes Bosco und der Heiligen Maria Domenica Mazzarello.<br /> Wed, 04 Mar 2026 12:27:59 +0100ASIEN/INDIEN - Bischofskonferenz lädt zum Tag des Gebets für den Frieden im Nahen Osten einhttps://fides.org/de/news/77431-ASIEN_INDIEN_Bischofskonferenz_laedt_zum_Tag_des_Gebets_fuer_den_Frieden_im_Nahen_Osten_einhttps://fides.org/de/news/77431-ASIEN_INDIEN_Bischofskonferenz_laedt_zum_Tag_des_Gebets_fuer_den_Frieden_im_Nahen_Osten_einNeu-Delhi – Am 8. März lädt die Lateinische Bischofskonferenz Indiens zu einem besonderen Gebetstag für den Frieden im Nahen Osten ein und ruft alle Gläubigen dazu auf, vom 8. bis 14. März täglich den Rosenkranz zu beten, um die Fürsprache der Jungfrau Maria zu erbitten. Die indischen Bischöfe fordern die Gläubigen außerdem auf, am 13. März, dem Freitag in der Fastenzeit, im Geiste des Verzichts und des Gebets für den Frieden zu fasten, wie es in einer von Kardinal Filipe Neri Ferrão, Erzbischof von Goa und Daman und Vorsitzender der Bischofskonferenz, unterzeichneten Mitteilung heißt, die Fides vorliegt.<br />„In diesen Tagen, die von zunehmenden Unruhen und Gewalttaten im Nahen Osten geprägt sind“, heißt es in der Verlautbarung, „laden wir die gesamte lateinische Kirche in Indien ein, sich im Gebet und in der Bitte um Frieden zu vereinen“, während „das Leid, das durch Krieg und Instabilität verursacht wird, die gesamte Menschheitsfamilie betrifft“.<br />Kardinal Ferrão erinnert daran, dass viele Inder im Nahen Osten leben, „ihre Familien aus der Ferne unterstützen und großzügig sowohl zum Leben der Kirche als auch zu unserer Nation beitragen“. „In dieser Zeit der Unsicherheit vertrauen wir sie in besonderer Weise dem Schutz des Herrn an und beten für ihre Sicherheit, Unversehrtheit und ihr Wohlergehen“, bekräftigt er.<br />In der Mitteilung wird darum gebeten, dass die heiligen Messen am 8. März in allen Kirchen für das Anliegen des Friedens im Nahen Osten gefeiert werden. Die Pfarrgemeinden werden ermutigt, in die Fürbitten Anliegen für die Beendigung der Feindseligkeiten, den Schutz unschuldiger Leben und Weisheit und Mäßigung unter den Weltführern aufzunehmen.<br />„Mögen unser gemeinsames Gebet, unsere Buße und unsere Solidarität zu einer demütigen Bitte vor dem allmächtigen Gott werden, damit die Herzen sich bekehren, die Feindseligkeiten aufhören und der Frieden siegt“, heißt es in der Verlautbarung der indischen Bischöfe abschließend.<br /> Wed, 04 Mar 2026 11:59:32 +0100ASIEN - Asiatische Bischöfe fordern Waffenstillstand im Nahostkonflikt und warnen vor “unabsehbaren Folgen”https://fides.org/de/news/77429-ASIEN_Asiatische_Bischoefe_fordern_Waffenstillstand_im_Nahostkonflikt_und_warnen_vor_unabsehbaren_Folgenhttps://fides.org/de/news/77429-ASIEN_Asiatische_Bischoefe_fordern_Waffenstillstand_im_Nahostkonflikt_und_warnen_vor_unabsehbaren_FolgenBangkok – Zu einem sofortigen Waffenstillstand im Nahostkonflikt, der weltweit „unabsehbare menschliche und wirtschaftliche Folgen“ haben könnte, ruft die Föderation der asiatischen Bischofskonferenzen auf. In einer Erklärung des Zentralkomitees der FABC mit Sitz in Bangkok bringen die asiatischen Bischöfe ihre „große Besorgnis über die erneute Eskalation der Gewalt im Nahen Osten” zum Ausdruck und verweisen dabei auf die Militärangriffe Israels und der USA auf den Iran und die Gegenschläge, die zahlreiche Länder der Region erfasst haben.<br />Die von Kardinal Filipe Neri Ferrao, Präsident der FABC, Kardinal Pablo Virgilio David, Vizepräsident, und Kardinal Isao Kikuchi Generalsekretär der FABC unterzeichnete Erklärung, die Fides vorliegt, beginnt mit einem Zitat aus der Bergpredigt: „Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ .<br /> „Wir schließen uns dem dringenden Appell von Papst Leo XIV. an“, so die asiatischen Bischöfe, „der uns daran erinnert, dass Frieden nicht auf Drohungen oder Waffen aufgebaut werden kann, die Zerstörung, Leid und Tod säen.“ Und sie bekräftigen: „Stabilität kann nicht aus Angst entstehen, noch kann Gerechtigkeit durch Gewalt gewährleistet werden. Nur ein aufrichtiger, verantwortungsvoller und beständiger Dialog kann den Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden ebnen.“<br />Aus der Perspektive der Länder und Völker Asiens heißt es in der Erklärung der FABC: „Aus unserem asiatischen Kontext heraus, der durch eine reiche religiöse Vielfalt, tief verwurzelte kulturelle Traditionen und die täglichen Kämpfe der Armen geprägt ist, bekräftigen wir, dass Frieden nicht einfach die Abwesenheit von Krieg ist. Er ist das Ergebnis von Gerechtigkeit, Dialog und geduldiger Vertrauensbildung zwischen den Völkern. Krieg hingegen trifft die Schwächsten unverhältnismäßig hart: die Armen, die Vertriebenen, die Kinder und die zukünftigen Generationen.“<br />Die Erklärung der Bischöfe enthält drei konkrete Appelle: „Wir fordern die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und dass alle Parteien ihrer moralischen Verantwortung nachkommen und der Eskalationsspirale widerstehen, die nur zu noch größerem Leid und irreversiblen Verlusten führt.“ „Wir fordern die Wiederherstellung der Diplomatie als primäres Instrument zur Konfliktlösung“, heißt es weiter, „Der Dialog, so schwierig er auch sein mag, bleibt der einzige Weg, der die Würde der Völker und die Souveränität der Nationen achtet.“ Schließlich ermutigen die Bischöfe Asiens „zur interreligiösen Solidarität, insbesondere zwischen den Führern der großen religiösen Traditionen in der Region, um gemeinsam die Heiligkeit des Lebens zu bezeugen.“<br />„Wir stehen den Armen und Kriegsopfern zur Seite, deren Schreie aufgrund geopolitischer Kalküle oft ungehört bleiben“, bekräftigen sie, „Ihr Leiden muss im Mittelpunkt aller Friedensbemühungen stehen“.<br />Alle Ortskirchen in ganz Asien sind eingeladen, während der Fastenzeit „das Gebet, das Fasten und konkrete Taten der Solidarität für den Frieden zu intensivieren“. „Auf unserem Pilgerweg der Hoffnung“, so die Bischöfe, die die asiatischen Völker der Fürsprache der Gottesmutter Maria, Königin des Friedens, anvertrauen, abschließend, „weigern wir uns, der Verzweiflung nachzugeben. Wir glauben, dass der Heilige Geist auch in den dunkelsten Stunden weiterhin Wege zur Versöhnung eröffnet“.<br /> Wed, 04 Mar 2026 11:48:13 +0100AFRIKA/SÜDSUDAN - Bischöfe beklagen nach jüngsten Massakern eine „Kultur der Rache“: “Rache ist keine Gerchtigkeit”https://fides.org/de/news/77428-AFRIKA_SUeDSUDAN_Bischoefe_beklagen_nach_juengsten_Massakern_eine_Kultur_der_Rache_Rache_ist_keine_Gerchtigkeithttps://fides.org/de/news/77428-AFRIKA_SUeDSUDAN_Bischoefe_beklagen_nach_juengsten_Massakern_eine_Kultur_der_Rache_Rache_ist_keine_GerchtigkeitJuba – „Ein neuer Abstieg in den Abgrund menschlicher Verderbtheit, wo die Heiligkeit des Lebens, dieses heilige Geschenk Gottes, mit alarmierender Straffreiheit mit Füßen getreten wird“, so umschreiben die Bischöfe des Sudan und des Südsudan die Massaker an Zivilisten und Soldaten, die sich am Sonntag, dem 1. März, im Bezirk Abiemnhom im Verwaltungsgebiet Ruweng im Südsudan und zuvor im Bezirk Ayod im Bundesstaat Jonglei ereignet haben, wo am 22. Februar 25 Menschen auf barbarische Weise getötet wurden <br />„Das Blut unserer Brüder und Schwestern, Mütter und Väter, Söhne und Töchter, das nicht auf einem Schlachtfeld, sondern in ihrer Gemeinschaften vergossen wurde, schreit zum Himmel. Wir sind zutiefst erschüttert, nicht nur über das Ausmaß des Leids, sondern auch über die offensichtliche Missachtung der Menschenwürde, die solche Taten darstellen“, heißt es in der von den Mitgliedern der Bischofskonferenz des Sudan und des Südsudan unterzeichneten Botschaft, die Agentur Fides vorliegt.<br />Nachdem sie ihre Solidarität mit der von Gewalt betroffenen Bevölkerung zum Ausdruck gebracht haben, rufen die Bischöfe dazu auf, die „Kultur der tödlichen Rache“ aufzugeben. „Mit pastoraler Ehrlichkeit müssen wir uns einer schmerzhaften Wahrheit stellen: Die Kultur der tödlichen Rache hat in einigen Teilen unserer Gesellschaft tiefe Wurzeln geschlagen”, betonen sie. „Rachegefühle, angeheizt durch Wut, kollektive Schuld und historische Ungerechtigkeiten, zerstören weiterhin Familien, schwächen Gemeinschaften und berauben unsere Kinder ihrer Zukunft. Rache ist keine Gerechtigkeit”, so die Bischöfe.<br />In ihrer Botschaft richten die Bischöfe einen „dringenden Appell an die Behörden“, „gründliche und unabhängige Ermittlungen“ durchzuführen, um die Verantwortlichen für die Massaker von Ayod und Abiemnhom zu identifizieren und vor Gericht zu stellen. Denn „Straflosigkeit begünstigt die Wiederholung von Verbrechen“, „Gerechtigkeit hingegen stellt das Vertrauen der Bevölkerung wieder her“, bekräftigen sie.<br />Die Bischöfe schließen mit einem Appell an die Opfer und ihre Familien: „Die Kirche ist eure Familie. Wir trauern mit euch. Wir beten mit euch. Wir tragen euch in unseren Herzen. Wir beten für die ewige Ruhe der Seelen der Verstorbenen. Mögen die Engel sie in den Himmel führen”.<br /> Wed, 04 Mar 2026 11:30:09 +0100EUROPA/SCHWEDEN - Nationaldirektorin der Päpstlichen Missionswerke der Nordischen Länder ernannthttps://fides.org/de/news/77427-EUROPA_SCHWEDEN_Nationaldirektorin_der_Paepstlichen_Missionswerke_der_Nordischen_Laender_ernannthttps://fides.org/de/news/77427-EUROPA_SCHWEDEN_Nationaldirektorin_der_Paepstlichen_Missionswerke_der_Nordischen_Laender_ernanntVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung hat am 23. Januar 2026, Anna Sandberg aus der Diözese Stockholm für die kommenden fünf Jahre zur Nationaldirektorin der Päpstlichen Missionswerke der Nordischen Länder ernannt. <br />Anna Sandberg wurde 1968 in Warschau geboren und lebt seit 1984 in Schweden. Die Katholikin is Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und Großmutter. Ihr persönliches und berufliches Leben wurde sowohl von ihrem polnisch-katholischen Erbe als auch von den pastoralen Gegebenheiten des nordischen Kontexts geprägt. <br />Sie hat einen Master-Abschluss in Rechtswissenschaften der Universität Stockholm und ein Diplom in Journalismus der „Poppius School of Journalism“ . Von 2000 bis 2002 arbeitete sie als Reporterin, Produzentin und Moderatorin beim Schwedischen Rundfunk, dem öffentlich-rechtlichen Radiosender Schwedens. Von 2005 bis 2020 arbeitete sie als Journalistin für die christliche Tageszeitung „Dagen“ und befasste sich mit kirchlichem Leben, Ökumene, Religion und Gesellschaft. Seit 2020 ist sie Kommunikationsbeauftragte der katholischen Diözese Stockholm, wo sie einen wichtigen Beitrag zu den Kommunikationsinitiativen der Diözese, zur Verwaltung der digitalen Plattformen und zur Förderung des Gemeindelebens, zur Vertiefung der katholischen Lehre und zu pastoralen Initiativen in einer stark säkularisierten Gesellschaft leistet. Parallel dazu arbeitete sie als Kommunikationsbeauftragte bei Caritas Schweden und stärkte durch Kampagnen und Spendenaktionen die Sichtbarkeit der karitativen und sozialen Arbeit der lokalen katholischen Gemeinde. <br />Im Jahr 2022 wurde sie zur Diözesandirektorin von Missio in Schweden ernannt. In dieser Funktion organisierte sie nationale Missionskampagnen wie den Weltmissionssonntag und den Weltmissionstag der Kinder, übersetzte und verbreitete die jährlichen Botschaften des Papstes zum Weltmissionssonntag und hielt Vorträge und förderte Bildungsinitiativen zur Theologie und Praxis der Mission. Seit 2023 ist sie auch Mitglied der Katholischen Kommission für interreligiösen Dialog der Diözese Stockholm.<br /> Wed, 04 Mar 2026 09:54:27 +0100