Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/CHINA - Francis Xavier Duan Yongkun zum Bischofskoadjutor von Bameng geweihthttps://fides.org/de/news/77994-ASIEN_CHINA_Francis_Xavier_Duan_Yongkun_zum_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihthttps://fides.org/de/news/77994-ASIEN_CHINA_Francis_Xavier_Duan_Yongkun_zum_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihtVon Marta Zhao<br /><br />Bayannur – „Heute darf ich Priester sein, dank der unverdienten Gnade des Herrn… Ich möchte mein ganzes Leben und all meine Kraft dem Dank für dieses Geschenk widmen, indem ich unserem Herrn und meinen Mitmenschen treu und liebevoll diene“, so Francis Xavier Duan Yongkun am Tag seiner Priesterweihe, dem 1. Januar 2011.<br />Mehr als 15 Jahre später, am 15. Juni 2026, ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Bischofskoadjutor des Bistums Bameng in der Autonomen Region Innere Mongolei, „nachdem er seine Kandidatur im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China genehmigt hatte“, wie das Presseamt des Heiligen Stuhls heute mitteilte. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass Francis Xavier Duan am Mittwoch, dem 29. Juli, in der Kirche St. Dominikus in Shanba bei Bayannur die Bischofsweihe empfing.<br />Die Bischofsweihe wurde von Paul Meng Qinglu, Bischof der Diözese Hohhot, geleitet. Mitkonsekranten waren die Bischöfe Joseph Yang Xiaoting , Matthias Du Jiang , Anthony Yao Shun und Joseph Chang Yanfeng, der am 22. Juli zum Bischof der Diözese Chifeng geweiht wurde.<br />An der Bischofsweihe nahmen etwa 350 Personen teil, darunter Priester, Ordensfrauen und Laien.<br />Mit der Ernennung durch Leo XIV. und der heutigen Bischofsweihe ist die Zahl der neu in voller Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom geweihten chinesischen katholischen Bischöfe auf 16 gestiegen. Dies entspricht dem vorläufigen Abkommen über neue Bischofsernennungen, das unter dem Pontifikat von Papst Franziskus am 22. September 2018 vom Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen wurde 2020 und 2022 für jeweils zwei Jahre erneuert und im Oktober 2024 um weitere vier Jahre verlängert. Auch der gesamte Prozess, der zur Ernennung und Bischofsweihe von Fancis Xavier Duan führte, fand unter dem Pontifikat von Papst Leo XIV. statt.<br /><br />Der Werdegang des neuen Bischofskoadjutors <br /><br />Francis Xavier Duan Yongkun wurde am 6. Dezember 1980 in Hangjin Houqi geboren. Von 2000 bis 2007 besuchte er das Theologische Seminar in Hebei. Von 2008 bis 2013 studierte er an der Beijing University und an der Beijing Foreign Studies University. Am 1. Januar 2011 empfing er die Priesterweihe und wurde in das Bistum Bameng inkardiniert. Von 2013 bis 2016 setzte er sein Studium an der Katholischen Universität „Fujen2 in Taiwan fort. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat war er von 2016 bis 2020 als Direktor des örtlichen Bildungszentrums tätig. Anschließend wurde er zum Generalvikar der Diözese Bameng und zum Pfarrer der Kathedrale ernannt.<br />Mit der Unterstützung und Ermutigung von Matthew Du Jiang, dem Bischof der Diözese Bameng, hat Francis Xavier Duan Yongkun sich als Generalvikar der Diözese engagiert den pastoralen Bedürfnissen seiner Diözese und anderer Schwesterdiözesen gewidmet. Im Jahr 2024 wurde er berufen, die jährliche Exerzitienwoche für die Priester Shanghais und der Autonomen Region Innere Mongolei zu leiten, die unter dem Motto „Spiritualität der Gemeinschaft“ stand. Anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes 2026 besuchte er die vier Pfarreien und vier Gebetszentren im Kreis Hangjinhouqi und rief die Gemeinden dazu auf, die Gemeinschaft zwischen Priestern und Laien zu bewahren, die Seelsorge in den Pfarreien zu fördern, ihren Glauben durch karitative Werke zu bezeugen und als Gläubige zum Gemeinwohl und zum harmonischen Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Gruppen beizutragen.<br />Eine bestimmte Begebenheit gilt als Beispiel für das seelsorgerische Engagement des neuen Bischofs Francis Xavier Duan. An Weihnachten 2019 herrschte in Urad Houqi nach einem heftigen Schneesturm ein starker Temperatursturz. Trotz dieser widrigen Wetterbedingungen legte Duan eine lange Strecke zurück, um frühzeitig zur katholischen Kirche von Dongshengmiao zu gelangen und dort mit der Pfarrgemeinde die Geburt Jesu Christi zu feiern. Am 25. Dezember taufte er zwei Katechumenen, und am Nachmittag, trotz anhaltenden Schneefalls und noch kälterer Temperaturen, fuhr er weitere zwölf Kilometer mit dem Auto in die Stadt Qingshan, um dort mit der katholischen Gemeinde den Weihnachtsgottesdienst zu feiern.<br /> <br />Das apostolische Engagement der Kirche von Bameng<br /><br />In jüngerer Zeit erlebte die katholische Gemeinde in der Region Bameng dank des Wirkens der Kongregation der Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens , auch bekannt als die „Scheut-Missonare“, eine Blütezeit.<br />Das Bistum Bameng zählt heute etwa 40.000 Katholiken und rund dreißig Priester und zwanzig Ordensschwestern der Kongregation der Heiligen Mutter. <br />Trotz der Herausforderungen durch das raue Klima der Steppe der Inneren Mongoei zeigte sich der apostolische Eifer der Gemeinde in der Intensität und Kreativität, mit der sie selbst die alltäglichsten Praktiken des kirchlichen Lebens prägte: Katechismusunterricht, Exerzitien für Priester und Laien, karitative Werke, die Blüte von Jugend- und Berufungsgruppen sowie die Ausrufung von Pastoraljahren, die bestimmten Persönlichkeiten und Themen gewidmet sind, wie beispielsweise dem heiligen Paulus, dem heiligen Josef und der Verkündigung des Evangeliums. Bischöfe und Priester nutzen mit Hilfe Bildungszentrums in Bameng und der Bibelgruppe jede Gelegenheit, ihre Leidenschaft für die Verkündigung des Evangeliums mit allen getauften Katholiken zu teilen.<br />Bereits 2011 rief Bischof Mattia Du Jiang, anlässlich der Weihe einer neuen Kirche, alle dazu auf, „dieses Geschenk, die Frucht eines beschwerlichen Weges, dankbar zu bewahren und zu schätzen“. „Kümmert euch um den heiligen Tempel“, fügte der Bischof hinzu, „den der Herr uns anvertraut hat, macht ihn zu einem lebendigen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft, bezeugt Christus mit eurem Leben und sorgt dafür, dass die Heilige Kirche sich immer weiter ausbreitet.“<br />Die Gemeinde Bameng hat ohne großes Aufsehen stets Schnelligkeit und Dynamik bei der Förderung karitativer Werke und Initiativen bewiesen: Als 2008 ein verheerendes Erdbeben Wenchuan in der Provinz Sichuan erschütterte, sammelte allein die Gemeinde in Linhe umgehend 12.777,60 Yuan für die Betroffenen der Naturkatastrophe.<br />In der Diözese ist ein sehr aktiver Diözesaner Pastoralrat tätig. Seit 2010 veranstaltet der Rat jährlich ein Konzert mit geistlicher Musik, das sich als Gelegenheit versteht, die Schönheit glaubensinspirierter Kunst bekannt zu machen.<br />2011 organisierte der Rat das erste Treffen zum Austausch von Erfahrungen und Zeugnissen im Bereich der Evangelisierung. Dabei wurden auch Situationen thematisiert, in denen die Verkündigung des Evangeliums vor großen Herausforderungen stand.<br /><br />Die dankbare Erinnerung an die Missionare<br /> <br />In der Diözese Bameng werden die Seelsorge für Neugetaufte, Jugendliche, Ältere, Mütter und Bedürftige sowie die Bewältigung der dringenden Bedürfnisse der Gegenwart von der dankbaren Erinnerung an die Missionare begleitet, die ihr Leben für die Verbreitung des Evangeliums in diesem Land gaben. Am 28. Juli 2018, während die Weltkirche der heiligen chinesischen Märtyrer, darunter des heiligen Paul Chen Changpin und seiner vier Gefährten, gedachte, zelebrierte Bischof Matthew Du Jiang eine feierliche Eucharistiefeier und würdigte gemeinsam mit Priestern, Ordensschwestern und Laien die Reliquien der Scheut-Missionare. Die sterblichen Überreste der Missionare wurden in die Krypta der Sanshenggong-Kirche überführt, wo Katholiken bis heute dankbar dem stillen und selbstlosen Engagement chinesischer und ausländischer Missionare gedenken.<br /><br />Wed, 29 Jul 2026 13:26:32 +0200AFRIKA D.R. KONGO - Bischof von Kabinda ernannthttps://fides.org/de/news/77993-AFRIKA_D_R_KONGO_Bischof_von_Kabinda_ernannthttps://fides.org/de/news/77993-AFRIKA_D_R_KONGO_Bischof_von_Kabinda_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Rektor des propädeutischen Seminars “Saint Charles Borromée”, Pfarrer Eustache Ntamwe Makoyo aus dem Klerus der Diözese Kabinda, zum Bischof von Kabinda ernannt.<br />Bischof Eustache Ntambwe Makoyo wurde am 14. Februar 1974 in Musoshi geboren. Er studierte Philosophie am Priesterseminar „St. Paul VI“ in Kabinda und Theologie am Priesterseminar Christkönig in Kananga. Am 28. August 2005 wurde er zum Priester geweiht und in das Bistum Kabinda inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Vizerektor des propädeutischen Seminars „St. Charles Borromée“ in Kabinda; Geistlicher Leiter des Kleinen Seminars „St. Pius X.“ und Präsident der Diözesanen Liturgiekommission ; Bachelor-Abschluss in Musikwissenschaft und Lizenziat im Bereich Gesangspädagogik vom Päpstlichen Institut für Kirchenmusik in Rom. Master-Abschluss in Liturgischer Musik am Päpstlichen Institut für Liturgie „Sant'Anselmo“ in Rom ; Doktorat in Musik und Unterhaltung mit Schwerpunkt Ethnomusikologie an der Universität „Tor Vergata“ in Rom ; Pastoraler Mitarbeiter in der Pastoralgemeinschaft der Drei Erzengel in Livorno ; seit 2025 Rektor des propädeutischen Seminars „Saint Charles Borromée“ in Kabinda.<br /> <br />Wed, 29 Jul 2026 12:55:09 +0200ASIEN/CHINA - Bischofskoadjutor von Bameng geweihthttps://fides.org/de/news/77992-ASIEN_CHINA_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihthttps://fides.org/de/news/77992-ASIEN_CHINA_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihtVatikanstadt – Am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, fand die Bischofsweihe von Francis Xavier Duan Yongkun statt. Papst Leo XIV. hatte ihn am 15. Juni 2026 zum Koadjutorbischof von Bameng ernannt, nachdem er seine Kandidatur im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China genehmigt hatte.<br />Francis Xavier Duan Yongkun wurde am 6. Dezember 1980 in Hangjin Houqi geboren. Von 2000 bis 2007 besuchte er das Theologische Seminar in Hebei. Von 2008 bis 2013 studierte er an der Beijing University und an der Beijing Foreign Studies University. Am 1. Januar 2011 empfing er die Priesterweihe und wurde in das Bistum Bameng inkardiniert. Von 2013 bis 2016 setzte er sein Studium an der Katholischen Universität „Fujen2 in Taiwan fort. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat war er von 2016 bis 2020 als Direktor des örtlichen Bildungszentrums tätig. Anschließend wurde er zum Generalvikar der Diözese Bameng und zum Pfarrer der Kathedrale ernannt.<br /> <br />Wed, 29 Jul 2026 12:48:24 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Trauergottesdienst für Bischof Osorio Citora Alfonso: “Das letzte Wort gehört nicht der Gewalt oder dem Tod, sondern Gott, dem Herrn des Lebens“https://fides.org/de/news/77988-AFRIKA_MOSAMBIK_Trauergottesdienst_fuer_Bischof_Osorio_Citora_Alfonso_Das_letzte_Wort_gehoert_nicht_der_Gewalt_oder_dem_Tod_sondern_Gott_dem_Herrn_des_Lebenshttps://fides.org/de/news/77988-AFRIKA_MOSAMBIK_Trauergottesdienst_fuer_Bischof_Osorio_Citora_Alfonso_Das_letzte_Wort_gehoert_nicht_der_Gewalt_oder_dem_Tod_sondern_Gott_dem_Herrn_des_LebensNampula – Die katholische Gemeinde gedenkt weiterhin Bischof Osório Citora Afonso, Bischof von Quelimane und Apostolischer Administrator von Beira, der am 6. Juni dieses Jahres in seiner bischöflichen Residenz brutal ermordet wurde.<br />Am Freitag, dem 24. Juli, dem vierzigsten Tag nach seinem Tod, feierte das Erzbistum Nampula in der Kathedrale einen Trauergottesdienst im Beisein von Familienangehörigen, Gläubigen, Priestern und Ordensschwestern. Pfarrer Simone Adriano von der Pfarrei „São Francisco Xavier“ stand dem Gottesdienst vor. In seiner Predigt erinnerte er an das Zeugnis von Demut, seelsorgerischer Hingabe und der Nähe zu den Armen, das Pfarrer Osório hinterlassen hat, und rief die Christen dazu auf, den Schmerz in ein erneuertes Engagement für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit zu verwandeln. Er betonte zudem, dass christliche Vergebung die Notwendigkeit, die Verantwortlichen zu ermitteln und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, nicht ausschließt.<br /> „Das letzte Wort“, erklärte er, „gehört nicht der Gewalt oder dem Tod, sondern Gott, dem Herrn des Lebens.“<br />Die Feier endete mit einem Gebet für die ewige Ruhe von Bischof Osório, für den Trost seiner Familie und für alle Opfer von Gewalt. Die Kirche wartet weiterhin auf eine offizielle Aufklärung der Umstände des Mordes, während die Ermittlungen andauern.<br /> <br />Wed, 29 Jul 2026 12:43:29 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischöfe bitten Präsident Tinubu um Sicherheiten für Christen und Gewährleistung transparenter Wahlenhttps://fides.org/de/news/77991-AFRIKA_NIGERIA_Bischoefe_bitten_Praesident_Tinubu_um_Sicherheiten_fuer_Christen_und_Gewaehrleistung_transparenter_Wahlenhttps://fides.org/de/news/77991-AFRIKA_NIGERIA_Bischoefe_bitten_Praesident_Tinubu_um_Sicherheiten_fuer_Christen_und_Gewaehrleistung_transparenter_WahlenAbuja – „Herr Präsident, viele Christen haben derzeit berechtigte Bedenken hinsichtlich ihrer Rolle in Nigeria, insbesondere im Hinblick auf die Abschaffung der christlich-muslimischen Präsidentschaft. Wir hoffen, dass diese Bedenken durch gezielte Regierungsmaßnahmen ausgeräumt werden und Christen die Gewissheit ihrer Bürgerrechte erhalten“, so der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz Nigerias, Erzbischof Matthew Man-Oso Ndagoso von Kaduna, und einem Grußwort an den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu.<br />Präsident Tinubu empfing die nigerianischen Bischöfe an diesem Dienstag in seiner Residenz. Während des Treffens brachten die Bischöfe ihre Wertschätzung für die herzlichen Beziehungen zwischen Nigeria und dem Heiligen Stuhl zum Ausdruck, äußerten aber auch die berechtigten Bedenken vieler Christen hinsichtlich ihrer Einbindung in die aktuelle Regierung.<br />Die Bischöfe wiesen insbesondere auf das Ende der Praxis des konfessionellen Gleichgewichts in den höchsten Regierungsämtern hin, die den Wechsel zwischen einem christlichen Präsidenten und einem muslimischen Vizepräsidenten sowie einem muslimischen Präsidenten und einem christlichen Vizepräsidenten vorsah. Derzeit sind sowohl Präsident Tinubu als auch sein Stellvertreter Kashim Shettima Muslime.<br />Die Bishofskonferenz rief Tinubu daher auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gemüter zu beruhigen und den Christen zu versichern, dass ihre verfassungsmäßigen Rechte, insbesondere im Hinblick auf die Parlamentswahlen 2027, uneingeschränkt geachtet werden. In diesem Zusammenhang forderten die Bischöfe den Präsidenten auf, eine ausreichende Finanzierung der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission sicherzustellen und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um einen möglichst transparenten Wahlprozess zu gewährleisten, angefangen bei der Verteilung der Wählerkarten an alle Wahlberechtigten.<br />„Jedes andere Ergebnis, das nicht aus transparenten, freien, fairen und glaubwürdigen Wahlen im Jahr 2027 hervorgeht, wäre eine Einladung zu einer vermeidbaren Katastrophe“, betonten die Bischöfe.<br />Im Bereich der Sicherheit lobten die Bischöfe die Regierung für das Engagement bei der Freilassung entführter Schulkinder und Lehrer im Bundesstaat Oyo sowie für die Festnahme einiger mutmaßlicher Entführer.<br />Sie bezeichneten diese Erfolge jedoch als Einzelfälle und wiesen darauf hin, dass Terrorismus, Bandenkriminalität und Entführungen weiterhin das Leben der Bürger im ganzen Land bedrohen.<br />Die Bischöfe betonten, dass Schulen, Gotteshäuser, Wohnhäuser, landwirtschaftliche Betriebe und Straßen weiterhin unsicher seien, während kriminelle Gruppen in vielen Gebieten Nigerias ungehindert agieren könnten.<br />Abschließend rief die Bischofskonferenz Präsident Tinubu auf, Papst Leo XIV. zu einem Besuch nach Nigeria einzuladen, da der Papst Nigeria „in seinem Herzen trage“ und ein Besuch dazu beitragen würde, den Geist der nationalen Einheit zu stärken.<br /> Wed, 29 Jul 2026 12:32:30 +0200ASIEN/PAKISTAN - Lynchmord an christlichen Eheleuten: "Der Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Massengewalt”https://fides.org/de/news/77985-ASIEN_PAKISTAN_Lynchmord_an_christlichen_Eheleuten_Der_Fall_verdeutlicht_die_Schwierigkeiten_bei_der_Verfolgung_von_Massengewalthttps://fides.org/de/news/77985-ASIEN_PAKISTAN_Lynchmord_an_christlichen_Eheleuten_Der_Fall_verdeutlicht_die_Schwierigkeiten_bei_der_Verfolgung_von_MassengewaltLahore – Der Fall der Lynchjustiz an dem christlichen Ehepaar Shama und Shahzad Masih, der mit Gewalt nach Blasphemievorwürfen in Verbindung steht und vor Kurzem mit dem Freispruch der drei letzten Angeklagten endete, „stellt ein bedeutendes Kapitel in Pakistans Justizgeschichte dar“, erklärte die pakistanische Anwältin Aneeqa Maria Anthony, Direktorin der pakistanischen Nichtregierungsorganisation „The Voice“, gegenüber Fides. Sie begleitete den Fall über ein Jahrzehnt lang gemeinsam mit den Familien der Opfer.<br />Am 9. Juli hob der Oberste Gerichtshof Pakistans die gegen die drei letzten Angeklagten verhängten Todesurteile auf . Er begründete dies mit schwerwiegenden Widersprüchen in den Zeugenaussagen, Diskrepanzen zwischen den Aussagen der Zeugen und dem Polizeibericht sowie unzureichenden Beweisen. Die Richter bekräftigten, dass selbst in den schwerwiegendsten Fällen der Grundsatz des „ordnungsgemäßen Verfahrens“ erfordert, dass eine Verurteilung auf sicheren, verlässlichen und konsistenten Beweisen beruht.<br />Der Fall geht auf den 4. November 2014 zurück. Shama und Shahzad Masih, ein junges christliches Ehepaar, das in einer Ziegelei in Kot Radha Kishan im Distrikt Kasur arbeitete, wurden ohne Beweise beschuldigt, Seiten des Korans geschändet zu haben. Ein wütender Mob griff sie an, schlug auf sie ein und warf sie lebendig in den Brennofen. Shama war im fünften Monat schwanger. Der Doppelmord löste im Land und in der internationalen Gemeinschaft Empörung aus und wurde zum Symbol für die Gefährdung religiöser Minderheiten in Pakistan angesichts von Blasphemievorwürfen und Lynchjustiz.<br />Die Nichtregierungsorganisation „The Voice“ unterstützte Mukhtar Masih, Shamas Vater, im langwierigen Gerichtsverfahren gegen die Täter des Lynchmordes: „Wir haben die Familie während des gesamten Verfahrens vertreten, die Interessen der Kinder geschützt und die Anklage unterstützt“, erklärt Aneeqa Maria Anthony.<br />Im November 2016 fällte das Anti-Terror-Gericht ein wegweisendes Urteil: Fünf Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, acht weitere zu Haftstrafen, während über 90 Personen mangels Beweisen freigesprochen wurden. In den darauffolgenden Jahren schwächte sich die Anklage jedoch zunehmend ab: „Wir hatten keinen Einfluss auf die Zeugen der Anklage“, erinnert sich die Anwältin. „Viele der Hauptzeugen waren Angehörige der Opfer, und während des Prozesses änderten sie ihre Aussagen, wodurch die Beweislage beeinträchtigt wurde.“<br />Für Aneeqa Maria Anthony ändert das Urteil nichts an der Bedeutung des langen Rechtsstreits: „Der Fall bleibt ein wichtiges Kapitel in der pakistanischen Justizgeschichte und verdeutlicht die enormen Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Lynchjustiz“, erklärt sie. „Gleichzeitig“, fährt sie fort, „bekräftigt er einige grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats: das Recht auf ein faires Verfahren, die Unschuldsvermutung und die Notwendigkeit, dass jede Verurteilung auf glaubwürdigen und verlässlichen Beweisen beruht.“<br />Der Fall von Shama und Shahzad Masih wird von christlichen Kirchen und Menschenrechtsorganisationen weiterhin als „einer der beispielhaften Fälle von Missbrauch im Zusammenhang mit Blasphemievorwürfen“ hervorgehoben. In Pakistan beobachten christliche Religionsvertreter seit Jahren, dass selbst unbegründete Anschuldigungen schnell zu kollektiver Gewalt eskalieren können, angeheizt durch ein Klima der Straflosigkeit und des religiösen Extremismus. Daher, so Anthony abschließend, „bleibt der Fall Kot Radha Kishan, unabhängig vom Ausgang des Prozesses, eine offene Wunde im Gewissen des Landes und ein Prüfstand für den Schutz der Religionsfreiheit, der Gerechtigkeit und der Rechte von Minderheiten.“<br /> Wed, 29 Jul 2026 12:14:44 +0200Pfarrgemeinden und Caritas helfen von Waldbränden in Spanien Betroffenen: “Die Menschen haben sich umarmen lassen”https://fides.org/de/news/77983-Pfarrgemeinden_und_Caritas_helfen_von_Waldbraenden_in_Spanien_Betroffenen_Die_Menschen_haben_sich_umarmen_lassenhttps://fides.org/de/news/77983-Pfarrgemeinden_und_Caritas_helfen_von_Waldbraenden_in_Spanien_Betroffenen_Die_Menschen_haben_sich_umarmen_lassen<br />Von Laura Gómez Ruiz<br />Madrid – Über 150.000 Hektar Land wurden von Flammen verwüstet, und mehr als 79.000 Menschen mussten evakuiert werden oder in ihren Häusern bleiben. Dies verdeutlicht das Ausmaß der Notlage, die in den letzten Tagen mehrere Regionen Spaniens heimgesucht hat. Von den Bränden, die zu den schwersten der letzten Jahre zählen, sind insbesondere Madrid, Ávila, Toledo und Castellón betroffen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen, und lokale Gemeinschaften und Rettungsdienste wurden auf die Probe gestellt.<br />Das spanische Volk, das erst vor wenigen Wochen Papst Leo XIV. zu seinem Apostolischen Besuch empfangen hatte, zeigt nun eine breite Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber den Betroffenen. „Mit Blick auf die verheerenden Waldbrände, die in diesen Tagen mehrere Orte in Frankreich und Spanien heimgesucht haben, drücke ich meine Anteilnahme aus und rufe alle dazu auf, für die Betroffenen und für die Arbeit der Rettungskräfte zu beten“, sagte der Papst nach dem Angelusgebet am Sonntag, dem 26. Juli<br />Inmitten von Rauch und Evakuierungen erstreckt sich die kirchliche Hilfe über die verschiedenen vom Feuer betroffenen Gebiete: Die kirchliche Gemeinschaft ist überall dort präsent, wo Menschen sind, schafft Räume, feiert den Glauben und bietet ein offenes Ohr. <br />Von ländlichen Pfarreien bis hin zu provisorischen Notunterkünften haben Bischöfe, Priester, Caritas und Freiwillige die Nähe zu den Menschen zu ihrer wichtigsten Hilfe gemacht.<br /><br />Wenn die Pfarrgemeinde zum Zuhause wird<br /><br />In Navalagamella, einer der von den Bränden in der Umgebung von Madrid betroffenen Städte, blieb Pfarrer Alfonso Rodríguez während der Evakuierung bei seinen Mitbürgern. Der Aufbruch aus der Stadt, der von Sorge und Bestürzung geprägt war, hatte auch einen symbolischen Moment: Die Kirchenglocken läuteten als erste, um die Bewohner zur Evakuierung aufzurufen.<br />Anschließend begleitete der Pfarrer die Evakuierten in die provisorische Notunterkunft in Alcobendas, wo er mit ihnen die Eucharistie feierte. Dort bot die Kirche mehr als nur materielle Hilfe: eine Präsenz, die inmitten der traumatischen Situation etwas Ruhe und Gelassenheit spendete.<br />Ähnliches geschah in Las Rozas. In der Sporthalle „La Marazuela“, die für die 285 Evakuierten in eine Notunterkunft umgewandelt worden war, feierte Pfarrer José Antonio Buceta von der Pfarrei „San Miguel Arcángel“ die Messe mit den Anwesenden. „Die Menschen ließen sich umarmen“, erklärte der Pfarrer gegenüber „Alfa y Omega“, „Sie brauchten diese Umarmung der Kirche.“<br /><br />Bischöfe und Diözesen an der Seite der Betroffenen<br /><br />In Madrid rief Kardinal José Cobo, Erzbischof der Hauptstadt, alle Pfarrgemeinden zum gemeinsamen Gebet für die Betroffenen auf: die Familien, die ihre Häuser verlassen mussten, diejenigen, die ihr Hab und Gut verloren haben, sowie die Einsatzkräfte und Freiwilligen, die gegen die Brände kämpfen. Der Erzbischof besuchte persönlich einige der Vertriebenen, um mit sich mit ihnen auszutauschen und aus erster Hand von den dramatischsten Stunden zu erfahren, die sie aufgrund der Brände durchgemacht hatten. <br />Auch im Bistum Getafe boten Priester, Pfarreien und Freiwillige, den Betroffenen Unterstützung an. Angesichts der sich ausbreitenden Flammen ordnete das Bistum die vorsorgliche Evakuierung mehrerer Gemeinden und Kirchengebäude an, darunter auch des Priesterseminars, in dem sich etwa 250 Jugendliche aufhielten. Weihbischof José María Avendaño besuchte zudem mehrere der zu Notunterkünften umfunktionierten Sporthallen, um mit den Vertriebenen zu sprechen.<br />In Ávila bekundete Bischof Jesús Rico García die Verbundenheit des Bistums mit den betroffenen Gebieten und stellte kirchliche Ressourcen zur Verfügung, um deren Bedürfnisse zu decken. Pfarreien in der Provinz boten ihre Säle als mögliche Notunterkünfte an, während die Priester in der Stadt Ávila gebeten wurden, ihre Kirchen und Pfarrgebäude geöffnet zu halten. Darüber hinaus stehen das Priesterseminar und das Exerzitienhaus für Evakuierte sowie für Einsatzkräfte von Sicherheitskräften und Feuerwehr zur Verfügung, die Ruhe, Unterkunft oder andere Unterstützung benötigen.<br />Im Erzbistum Toledo besuchte Erzbischof Francisco Cerro Chaves die von den Bränden in der Sierra de San Vicente und der Umgebung von Ávila Vertriebenen. Sie wurden auf dem Messegelände von Talavera de la Reina untergebracht. Während des Treffens hörte er sich ihre Sorgen an und vermittelte ihnen Hoffnung und Zuversicht. Er versicherte ihnen die Gebete der gesamten Diözesangemeinde.<br />Im Bistum Segorbe-Castellón hat das Priesterseminar in Segorbe seine Pforten geöffnet und über hundert Menschen aufgenommen, die aufgrund des Brandes im Vall d'Uixó evakuiert wurden. Sie kommen aus Chóvar, Almedíjar, Azuébar, Eslida, Torralba del Pinar und anderen Ortschaften der Sierra de Espadán. Das Seminar bietet den Betroffenen Unterkunft und Unterstützung, solange der Notstand andauert. Gleichzeitig werden Arbeitsteams organisiert, um die notwendige Hilfe zu gewährleisten, sollte die Situation anhalten. Diese Initiative wurde in der Region Valencia auf den Weg gebracht, wo Brände bereits über 18.000 Menschen in mehr als 18 Gemeinden zur Evakuierung gezwungen haben.<br /><br />Caritas und die Hilfe nach dem Brand <br /><br />Neben der geistlichen Begleitung hat die spanische Kirche auch ihre sozialen Dienste aktiviert. Diözesane Caritas-Organisationen und kirchliche Freiwilligennetzwerke haben ihren Dienst in den Gebieten aufgenommen, in denen Binnenvertriebene leben. Sie begleiten Evakuierte und kümmern sich um deren dringendste Bedürfnisse. <br />Dazu gehört insbesondere die Begleitung von Familien mit Kindern. Für diese Familien haben Freiwillige Veranstaltungen und Initiativen organisiert, die die von Angst und Entwurzelung geprägte Situation erträglicher machen sollen. Zu den Hilfsmaßnahmen gehört auch die Zubereitung von Mahlzeiten und der Deckung des täglichen Bedarfs derjenigen, die gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen.<br />Die kirchliche Hilfsorganisation hat ihre Unterstützung für evakuierte ältere Menschen, insbesondere für jene in besonders schwierigen Lebenslagen, verstärkt. Freiwillige der Caritas boten im Wohnheim der Barmherzigen Schwestern den durch die Brände vertriebenen Senioren ein offenes Ohr, Gesellschaft und Unterstützung.<br />Der Notfall ist nicht mit dem Löschen der Flammen beendet. Es beginnt eine längere Phase des Wiederaufbaus: die Wiederherstellung von Häusern, die Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten und die Begleitung der betroffenen Gemeinschaften. Auf diesem Weg wird die örtliche Kirche die betroffenen Familien weiterhin unterstützen, in Zusammenarbeit mit den Institutionen und dem gesamten Solidaritätsnetzwerk.<br /><br />Tue, 28 Jul 2026 11:27:22 +0200ASIEN/ARABISCHE EMIRATE - Heiliger Stuhl genehmigt liturgische Texte zum Fest des heiligen Arethas und seiner Gefährten in den Apostolischen Vikariaten von Nord- und Südarabienhttps://fides.org/de/news/77982-ASIEN_ARABISCHE_EMIRATE_Heiliger_Stuhl_genehmigt_liturgische_Texte_zum_Fest_des_heiligen_Arethas_und_seiner_Gefaehrten_in_den_Apostolischen_Vikariaten_von_Nord_und_Suedarabienhttps://fides.org/de/news/77982-ASIEN_ARABISCHE_EMIRATE_Heiliger_Stuhl_genehmigt_liturgische_Texte_zum_Fest_des_heiligen_Arethas_und_seiner_Gefaehrten_in_den_Apostolischen_Vikariaten_von_Nord_und_SuedarabienAbu Dhabi – Die Bedeutung der Rückkehr zu den Wurzeln der Kirche in Arabien und die Erneuerung des Zeugnisses des christlichen Glaubens am Golf unterstrichen der Apostolische Vikar von Südarabien , Bischof Paolo Martinelli und der Apostolische Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi im Hinblick auf die kürzlich erfolgte Genehmigung der liturgischen Texte für die Feier des Gedenktages des Heiligen Aretas und seiner Gefährten, der Märtyrer von Nadschran, durch den Heiligen Stuhl in beiden Vikariaten.<br />Die gemeinsame Pressemitteilung, die Fides vorliegt, und die von beiden Vikariaten herausgegeben wurde, unterstreicht die Bedeutung dieser Genehmigung für die christliche Präsenz auf der Arabischen Halbinsel. Die Genehmigung wurde am 16. Juli 2026 vom Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an die beiden Apostolischen Vikariate übermittelt.<br />„Wir hoffen, dass diese spezifischen Texte zur Weiterentwicklung des liturgischen Lebens in beiden Vikariaten beitragen und die Verehrung dieser wichtigen Gruppe heiliger Märtyrer vertiefen werden“, heißt es in dem Schreiben des Heiligen Stuhls.<br />Die Genehmigung der liturgischen Texte folgt der Genehmigung des Sonderkalenders im Juni 2025. Zu den neu genehmigten Texten gehören das Tagesgebet für die Messe und die Texte für das Stundengebet, einschließlich der zweiten Lesung für das Leseoffizium sowie der Hymnen und Antiphonen für das Benedictus und das Magnificat.<br />„Wir haben diese liturgischen Texte mit großer Freude aufgenommen. Die Arabische Halbinsel hat ihre Wurzeln und eine lange Tradition der Märtyrerverehrung wiederentdeckt“, sagte Bischof Berardi, Apostolischer Vikar des Vikariats des nördlichen Arabien. „Wir wollen dem Weg unserer Vorfahren im Glauben folgen und mutig Zeugnis ablegen vom Kreuz Jesu und seiner Auferstehung. Möge die Herrlichkeit Gottes stets in unserem Leben, in unseren Gemeinden und in unseren Kirchen verkündet werden. Mögen unsere Gebete ewig widerhallen und die Gebete der Heiligen fortführen.“<br />„Die Genehmigung der liturgischen Texte für die Feier des Heiligen Arethas und seiner Gefährten durch den Heiligen Stuhl hilft unseren Gläubigen, die Wurzeln der Kirche in Arabien durch das leuchtende Zeugnis der Märtyrer von Nadschran neu zu entdecken“, bemerkte der Apostolische Vikar von Südarabien, Bischof Paolo Martinelli , „Möge das Andenken an diese Heiligen die Einheit des Volkes Gottes stärken und das Zeugnis des christlichen Glaubens in dieser Region erneuern.“<br />Die liturgischen Texte erinnern an die Geschichte und das geistliche Zeugnis der Märtyrer. Die zweite Lesung stammt aus einem Brief des Jakos von Sarug an die himjaritische Kirche, der über Verfolgung und das Geheimnis des Kreuzes reflektiert, das inmitten des Leidens voranschreitet und in der Beharrlichkeit der Märtyrer den Sieg Christi offenbart. Drei Lieder, die ursprünglich als eine einzige Hymne für das Fest der Märtyrer komponiert wurden ebenfalls zugelassen. Sie erinnern an Elemente der Märtyrererzählungen und spiegeln alte liturgische Texte zu Ehren der Märtyrer von Nadschran wider.<br />Das Fest des heiligen Arethas und seine Gefährten, Märtyrer von Nadschran, wird am 24. Oktober gemäß dem im vergangenen Jahr für beide Vikariate genehmigten Sonderkalender begangen.<br />Mit dieser Genehmigung sind die beiden Apostolischen Vikariate aufgerufen, ihre Verehrung des heiligen Arethas und seiner Gefährten zu vertiefen und das Vermächtnis dieser Märtyrer, deren Zeugnis für die christliche Präsenz auf der Arabischen Halbinsel von grundlegender Bedeutung ist, weiterhin umfassend zu pflegen.<br />Am 24. Oktober 2023 feierte die katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel das liturgische Fest des Martyriums des heiligen Arethas und seiner Gefährten mit der Eröffnung des Jubiläums in allen Pfarreien zum 1500. Jahrestag der Märtyrer von Arabien . Es war ein Gedenken an die Märtyrer, das gemeinsam vom Vikariat des nördlichen Arabien und dem Vikariat des südlichen Arabein begangen wurde.<br />Der heilige Arethas und seine Gefährten werden in allen katholischen und orthodoxen Kirchen verehrt. Historische Quellen berichten, dass sie arabische Christen aus der antiken Stadt Nadschran im südlichen Arabien waren und im Jahr 523 n. Chr. den Märtyrertod erlitten. Arethas, dessen arabischer Name Al-Harith ibn Ka'b lautete, wurde 427 n. Chr. geboren und war bis zu seinem Märtyrertod im hohen Alter von 95 Jahren Gouverneur der überwiegend christlichen Stadt. Im 6. Jahrhundert führte der König von Himjar , Dhu Nuwas, eine systematische Christenverfolgung im südlichen Arabien durch. Er ließ Kirchen niederbrennen, zwangskonvertierte Christen und ließ diejenigen hinrichten, die sich weigerten, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Nach der Einnahme von Nadschran befahl Dhu Nuwas die Verbrennung von Priestern, Diakonen, Ordensfrauen und Laien, gefolgt von Männern, Frauen und Kindern. Der heilige Arethas wurde zusammen mit hundert seiner Gefährten enthauptet. Man geht davon aus, dass bei dieser Verfolgung mehr als 4.000 Christen den Märtyrertod erlitten.<br /> <br />Tue, 28 Jul 2026 13:00:48 +0200Schlussdokument der AMECEA-Vollversammlung: Junge Menschen werden in den nächsten vier Jahren pastorale Priorität seinhttps://fides.org/de/news/77981-Schlussdokument_der_AMECEA_Vollversammlung_Junge_Menschen_werden_in_den_naechsten_vier_Jahren_pastorale_Prioritaet_seinhttps://fides.org/de/news/77981-Schlussdokument_der_AMECEA_Vollversammlung_Junge_Menschen_werden_in_den_naechsten_vier_Jahren_pastorale_Prioritaet_seinNairobi – Die 21. Vollversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas fand vom 19. bis 26. Juli in Nairobi in Kenia statt, wo Bischöfe, Priester, Ordensleute, Laien und junge Delegierte aus ostafrikanischen Ländern zusammengekommen waren .<br />Das von der Versammlung verabschiedete Schlussdokument bekräftigt die Bedeutung der Jugend für die pastorale Arbeit der AMECEA und erkennt an, dass die neuen Generationen nicht nur die Zukunft der Kirche sind, sondern bereits ihre Gegenwart prägen. Daher ist konkrete Begleitung von jungen Menschen erforderlich, die ihren Erwartungen, ihrem Leid und den tiefgreifenden kulturellen und sozialen Veränderungen in der Region gerecht wird. „Wir lieben euch, wir glauben an euch und wir laden euch ein, euch aktiv am Leben und an der Sendung der Kirche und am Leben eurer jeweiligen Länder zu beteiligen“, bekräftigen die Bischöfe in ihrem Schlussdokument.<br />Die Bischöfe verpflichten sich zur Stärkung der Jugendarbeit in den Bischofskonferenzen und zur Ausbildung digitaler Verkünder des Evangeliums sowie zur Förderung von Bildung, Unternehmertum und beruflicher Kompetenzentwicklung und der Festigung von Richtlinien zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen, insbesondere von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Schlussbotschaft betont zudem die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Kirche, zivilen Institutionen und regionalen Gremien, um die Teilhabe junger Menschen am öffentlichen Leben zu fördern, sichere Migration zu begleiten und die Ursachen von Konflikten anzugehen.<br />In diesem Zusammenhang zitieren die Bischöfe auch die Aussagen junger Menschen auf der Versammlung, die beklagten, sich oft „während Wahlkämpfen instrumentalisiert und nach der Wahl vergessen“ zu fühlen. Daher rufen sie in ihrem Schlussdokument die politischen Entscheidungsträger dazu auf, jegliche Form der Instrumentalisierung junger Generationen für parteipolitische Interessen zu beenden und stattdessen eine Politik zu fördern, die Hoffnung, Chancen und Teilhabe ermöglicht.<br />Die Bischöfe rufen junge Menschen dazu auf, sich aktiv an der Evangelisierung zu beteiligen und erinnern an Mahnung des Paulus an Timotheus: „Niemand soll dich wegen deiner Jugend gering schätzen“. Junge Menschen sind aufgerufen, sich von Christus begleiten zu lassen und glaubwürdige Zeugen des Evangeliums in der Gesellschaft und der digitalen Kultur zu werden. Gleichzeitig verpflichten sich die Bischöfe, ihnen aufmerksamer zuzuhören und sie in Entscheidungsprozesse und die Pastoral einzubeziehen.<br />Im Rahmen der Vollversammlung wählten die Bischöfe den neuen Präsidenten der AMECEA, Erzbischof Gervas John Nyaisonga von Mbeya . In seinen Schlussworten bekräftigte dieser, dass die Umsetzung der verabschiedeten Resolutionen nicht allein den Leitungsgremien des Verbandes anvertraut werden könne, sondern alle Bischofskonferenzen, Diözesen, Pfarreien und die Gläubigen Ostafrikas einbeziehen müsse.<br /> <br /><br />Tue, 28 Jul 2026 12:28:46 +0200“Hier bin ich, sende mich”: Priester- und Ordensberufungen in Vietnam mit ersten Anzeichen eines Rückgangs und neuen Wegenhttps://fides.org/de/news/77980-Hier_bin_ich_sende_mich_Priester_und_Ordensberufungen_in_Vietnam_mit_ersten_Anzeichen_eines_Rueckgangs_und_neuen_Wegenhttps://fides.org/de/news/77980-Hier_bin_ich_sende_mich_Priester_und_Ordensberufungen_in_Vietnam_mit_ersten_Anzeichen_eines_Rueckgangs_und_neuen_WegenHung Hoa – Im Pastoralzentrum in Huang Hoa kamen vor kurzem über 800 Jugendliche aus verschiedenen Pfarreien zum Tag der Berufungsfindung 2026 zusammen. Unter dem Motto „Hier bin ich, sende mich!“ wurde die Veranstaltung vom Bistum Hung Hoa in Nordvietnam organisiert.<br />Zur Eröffnung des Programms am 8. Juli 2026 ermutigte Bischof Dominic Hoang Minh Tien die Jugendlichen, ihre Herzen zu öffnen, um Gottes Stimme zu hören und sich mutig und mit Offenheit und Großzügigkeit auf die Suche nach ihrer Berufung zu begeben.<br />Die jungen Teilnehmernden durchlaufen dabei die grundlegenden Schritte der Einführung in die Berufung, der Entscheidungsfindung, der Auseinandersetzung mit der Berufung, der Beantwortung von Fragen und das Teilen der eigenen Gefühle. Jede Phase bietet unterschiedliche Inhalte, die den Teilnehmenden dieses Tages der Berufungsfindung helfen, ein tieferes Verständnis des Priestertums und des Ordenslebens zu erlangen. Gleichzeitig wird ihnen aber auch die Möglichkeit geboten, ihre tiefsten Sorgen, Fragen und Sehnsüchte bei der Suche nach dem Willen Gottes mitzuteilen.<br />In Vietnam gibt es derzeit elf Priesterseminare in den drei Erzdiözesen Hanoi, Hue und Saigon sowie fast 300 aktive Ordensgemeinschaften in 27 Diözesen. Die Zahl der Berufungen in der vietnamesischen Kirche ist weiterhin hoch, mit Hunderten von neuen Seminaristen und Aspiranten jährlich in jeder Diözese. In Großstädten wie Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt mehren sich jedoch die Anzeichen eines Rückgangs. Daher ist es wichtig, die jährlichen „Tage der Berufungsfindung“ in den Pfarreien des ganzen Landes – die in der Regel am Sonntag des Guten Hirten stattfinden – fortzuführen. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Katholiken Gottes Willen für das geweihte Leben erkennen und entdecken können. Gleichzeitig erhalten sie die notwendigen Informationen, geistliche Begleitung und praktische Erfahrung, um dem Ruf zum Ordensleben vertrauensvoll zu folgen.<br />Die Auswahl eines Kandidaten für das Seminar eines katholischen Ordens in Vietnam erfolgt mit großer Sorgfalt in mehreren Phasen: der Zeit als Aspiranten, der Probezeit und der Ablegung der Gelübde.<br />„Die Berufung ist ein Geheimnis, das allein von Gottes Initiative ausgeht und nicht von menschlichen Talenten oder Fähigkeiten. Es geht darum, Gottes Stimme zu hören, seinem Ruf großzügig zu folgen und unaufhörlich ein heiligmäßiges Leben zu führen“, betonte Bischof Dominic Hoang Minh Tien von Hung Hoa kürzlich bei einem Treffen für junge Menschen, die sich für das geweihte Leben interessieren.<br />Die meisten jungen Katholiken, die das Priestertum oder ein Ordensleben anstreben, sehen sich mit Fragen und Zeifeln konfrontiert.<br />„Gott beruft die, die er erwählt, die ihr Herz öffnen und sich nach Heiligkeit sehnen – und er beruft sie, das Evangelium zu verkünden“, erklärte Bischof Dominic in seiner Predigt. Er betonte außerdem, dass niemand ein wahrer Priester oder ein Ordensmitglied werden kann, ohne sich täglich dem Streben nach Heiligkeit zu widmen. Indem sie dieses Streben pflegen und sich von Gott führen lassen, können junge Menschen Gottes Willen leichter erkennen und mutig den Weg gehen, den er für sie bereitet hat.<br /> Tue, 28 Jul 2026 11:59:27 +0200ASIEN/BANGLADESCH - Nach Überschwemmungen: Katholische Kirche bietet “Klimaflüchtlingen” Aufnahmehttps://fides.org/de/news/77979-ASIEN_BANGLADESCH_Nach_Ueberschwemmungen_Katholische_Kirche_bietet_Klimafluechtlingen_Aufnahmehttps://fides.org/de/news/77979-ASIEN_BANGLADESCH_Nach_Ueberschwemmungen_Katholische_Kirche_bietet_Klimafluechtlingen_AufnahmeKhulna – Nach den jüngsten Überschwemmungen bieten die Gläubigen der Pfarreien der Diözese Khulna Vertriebenen Schutz in ihren Kirchen, bis das Wasser in den Straßen und Häusern von Khulna zurückgeht. Dies berichtete Bischof James Romen Boiragi von Khulna, einer Stadt im Südwesten Bangladeschs, gegenüber Fides. Er erklärte: „Unsere Solidarität zeigt sich darin, dass wir schutzbedürftigen und vertriebenen Menschen, zumeist Armen und Dalits, Zuflucht und Aufnahme bieten.“ <br />Tatsächlich, so der Bischof, sind die rund 37.000 Katholiken in der Diözese überwiegend Dalits. Obwohl Bangladesch ein Land mit einer großen muslimischen Mehrheit ist, hat das Gesellschaftssystem tiefgreifende hierarchische Strukturen und die Dynamik der Unberührbarkeit aus seiner hinduistischen Vergangenheit geerbt. Diese Dynamik trifft die Dalits, auch bekannt als „Kastenlose“ oder „Unberührbare“, besonders hart. Die hohe Konzentration von Dalit-Gemeinschaften im Verwaltungsbezirk Khulna und im südlichen Küstenbereich des Landes ist auf historische, wirtschaftliche und geografische Faktoren zurückzuführen.<br />Im Gebiet von Khulna hat die diözesane Caritasstelle unter der Leitung von Direktor Daud Jibon Das Soforthilfemaßnahmen auf den Weg gebracht, um insbesondere zwei gravierende Probleme anzugehen: die anhaltenden Überschwemmungen der städtischen Slums von Khulna und die Versalzung der Wasserreserven in den Küstengebieten. In den letzten Wochen wurden die Slums aufgrund dreier aufeinanderfolgender heftiger Überschwemmungen in der Stadt überflutet, woraufhin die Caritas in Khulna Soforthilfe für die Bewohner auf den Weg brachte. <br />Wie Bischof Boiragi gegenüber Fides erklärte, organisierten Freiwillige die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln, darunter Reis, Öl und Lebensmittel, an Familien, deren Häuser von der Außenwelt abgeschnitten oder durch Regenwasser überflutet waren. Die Caritas überwachte außerdem den Bau von Nottoiletten, um die Verunreinigung der Wasserversorgung zu verhindern. Parallel dazu läuft das Projekt „Stronger together“, das auch von der italienischen Caritas unterstützt wird. Dieses Programm zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit und die Wiederaufbaukapazitäten in vier großen Slums der Stadt Khulna zu stärken und konzentriert sich dabei insbesondere auf Katastrophenmanagement und Soforthilfe.<br />Ein weiteres gravierendes Problem, so der Bischof, sei die Trinkwasserversorgung im Kampf gegen die Versalzung der Küstenregionen: In Küstengebieten des Distrikts Khulna drücken starke Regenfälle und Überschwemmungen salziges Meerwasser ins Landesinnere und zerstören Süßwasserbrunnen. Lokale Caritas-Freiwillige verteilen Kanister und stellen isolierten Gemeinden Trinkwasser in Notfällen zur Verfügung. Sie helfen außerdem bei der Installation kostengünstiger Filtersysteme, um in überfluteten Dörfern Salzwasser in Süßwasser umzuwandeln. In Khulna besteht das Problem nach den Überschwemmungen in der Erosion der Flussufer , die buchstäblich Land und Häuser verschlingt. Dadurch entstehe ein Bedarf an Wohnraum für „Klimaflüchtlinge“, Familien, die durch die Überschwemmungen obdachlos geworden sind und die die örtliche katholische Gemeinde mit offenen Armen aufnehme, so der Bischof abschließend.<br /> Tue, 28 Jul 2026 11:35:48 +0200EUROPA/SLOWENIEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/77978-EUROPA_SLOWENIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/77978-EUROPA_SLOWENIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 25. Mai 2026 Pfarrer Gregor Bregar aus der Erzdiözese Ljubljana für die kommenden fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Slowenien ernannt.<br />Der neue Nationaldrektor der Päpstlichen Missionswerke ist 43 Jahre alt und schloss 2007 sein Physikstudium an der Universität Ljubljana ab. Im Oktober 2013 trat er in das Priesterseminar des Erzbistums Ljubljana ein und begann sein theologisches und philosophisches Studium. 2018 erwarb er einen Master in Theologie und war anschließend als Diakon in der Pfarrei Zagorje ob Savi tätig. Am 29. Juni 2019 wurde er zum Priester geweiht.<br />Seit 2019 ist er als Kaplan am diözesanen Gymnasium des St. Stanislaus-Instituts tätig, wo er „Glaube und Kultur“ unterrichtet, Exerzitien für Schüler leitet und für die Sakramentenvorbereitung sowie die persönliche spirituelle Begleitung zuständig ist. Er hat umfangreiche Erfahrung in der Jugendarbeit. Zu den verschiedenen Initiativen, an denen er teilgenommen hat, gehören Veranstaltungen der slowenischen katholischen Jugendorganisation „Katoliška mladina“, darunter das POTA-Programm . Im Jahr 2022 verbrachte er im Rahmen dieses Programms etwa einen Monat in Kasachstan und sammelte dort wertvolle Erfahrungen in der Mission.<br />Er war außerdem geistlicher Assistent der Pfarrei Brezovica bei Ljubljana und ist seit August 2020 geistlicher Assistent der Pfarrei Ljubljana-Črnuče in der Stadt Ljubljana.<br /> <br />Tue, 28 Jul 2026 10:35:10 +0200Erzdiözese Bogotá hilft Menschen in Kuba: „Das kubanische Volk braucht uns und bittet um unsere Unterstützung“https://fides.org/de/news/77977-Erzdioezese_Bogota_hilft_Menschen_in_Kuba_Das_kubanische_Volk_braucht_uns_und_bittet_um_unsere_Unterstuetzunghttps://fides.org/de/news/77977-Erzdioezese_Bogota_hilft_Menschen_in_Kuba_Das_kubanische_Volk_braucht_uns_und_bittet_um_unsere_UnterstuetzungBogotá – Die kolumbianische Erzdiözese Bogotá führte vor kurzem in Kuba eine humanitäre Mission durch, um die Gemeinden Guanabacoa und Regla in Havanna zu unterstützen und materielle Hilfe, spirituelle Nähe und eine Botschaft der Hoffnung zu bringen.<br />Nach Angaben der Pressestelle der Erzdiözese Bogotá wurde die Mission vom 17. bis 20. Juli von Rubén Darío Hernández, Territorialbischofsvikar von San Pedro, und PfarrerRicardo Pulido, Leiter der Diakonie für ganzheitliche menschliche Entwicklung der Erzdiözese Bogotá, zusammen mit dem Erzbischof von Havannal Kardinal Juan de la Caridad García Rodríguez, und dem Redemptoristen-Missionar José Manuel Araya und den Schwestern Bernardina Montero und Concha Torres von der Kongregation von der göttlichen Liebe geleitet.<br />Während des Besuchs wurden Medikamente, Brillen, Zahnhygienesets, Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs an bedürftige Einzelpersonen und Familien verteilt. Außerdem wurden Materialien für Gottesdienst und Liturgie an kubanische Gemeinden geliefert.<br />Kardinal Juan de la Caridad García Rodríguez dankte für besondere Form der missionarische Präsenz und bezeichnete sie als Zeichen der Verbundenheit der Kirchen. „Dies ist eine arme, zerbrechliche Kirche, wie viele andere, die unter einem Mangel an Missionaren und Priestern leiden. Doch es ist ein fruchtbarer Boden für das Evangelium.“<br />„Die Bedeutung dieser Mission liegt darin, die Arme, die offenen Hände Jesu Christi zu sein, um dieses verwundete und geprüfte Volk zu begleiten, zu trösten und ihm das Wort Gottes zu verkünden“, erklärte Pater José Manuel Araya, ein Redemptoristen-Missionar in Kuba. „Sie brauchen uns, um ihnen unseren Segen zu spenden und die Heilige Messe zu feiern.“ Der Priester betonte, dass man trotz der Schwierigkeiten „den Langmut der Menschen spüren kann, eine Geduld, die vom Glauben getragen wird.“<br />Schwester Bernardina Montero, die seit über 25 Jahren in Kuba als Missionarin tätig ist, betonte, wie „kubanische Familien heute in ständiger Anspannung leben und darum kämpfen, sich über Wasser zu halten und angesichts der vielen Schwierigkeiten, die sie täglich hart treffen, zu überleben.“ Aus diesem Grund hob sie die Bedeutung einer missionarischen Präsenz in der Nähe der Bevölkerung hervor: „Eine Haus-zu-Haus-Mission hilft enorm.“ „Wir sind nicht nur gekommen, um in Kirchen zu sein, sondern auch, um für die Menschen da zu sein.“ Für die Ordensschwester wird die christliche Botschaft heute durch eine grundlegende Gewissheit vermittelt: „Wir helfen ihnen zu verstehen, dass sie nicht allein sind, dass wir auch hier sind, um Christus in ihrem Leben gegenwärtig zu machen und sie zu begleiten, selbst wenn es schmerzt und manche Situationen, die wir erleben, schwer zu verstehen sind.“<br />Die Schwestern der Kongregation von der göttlichen Liebe erfüllen ihre Mission vor allem im Bildungs- und Sozialbereich. „Unsere Art der Verkündigung des Evangeliums führt über Bildung“, erklärt Schwester Concha Torres und hebt die aktuellen Herausforderungen in Bezug auf Ernährung und Medikamentenversorgung hervor. „Es gibt aber auch viel zu tun im Sozialwesen. Aufgrund der Lage im Land stehen wir derzeit vor vielen Schwierigkeiten, insbesondere im Bereich der Ernährung. Wir teilen so gut wie möglich die Hilfsgüter von Cáritas sowie Medikamente, die heute zu den dringendsten Bedürfnissen zählen“, sagt sie.<br />Am Ende der Mission erklärte Bischofsvikar Rubén Darío Hernández: „Wir haben auf dieser kurzen Mission alles mitgebracht, was wir konnten. Wir feierten die Eucharistie inmitten dieser Realität, in der es an Wasser, Strom, Brennstoff und vielen anderen Dingen mangelt, die für ein menschenwürdiges Leben notwendig sind.“ Er fügte jedoch hinzu: „Wir haben gesehen, dass das Wichtigste vorhanden ist: Hoffnung; wir haben Freude gesehen.“ <br />Der Bischofsvikar von San Pedro rief dazu auf, diesen Weg fortzusetzen: „Wir hoffen, dass wir 2027 eine noch größere Präsenz von Missionaren gewährleisten können, denn die Kubaner brauchen uns und bitten um unsere Unterstützung, sowohl materiell als auch spirituell.“<br /> Mon, 27 Jul 2026 13:14:28 +0200ASIEN/INDIEN - Nach dem Erfolg der “Kakerlaken” fordern indische Katholiken „Weißbuch zur Bildung“https://fides.org/de/news/77976-ASIEN_INDIEN_Nach_dem_Erfolg_der_Kakerlaken_fordern_indische_Katholiken_Weissbuch_zur_Bildunghttps://fides.org/de/news/77976-ASIEN_INDIEN_Nach_dem_Erfolg_der_Kakerlaken_fordern_indische_Katholiken_Weissbuch_zur_BildungNeu-Delhi – „Der politische Erfolg der jungen Leute der ‚Cockroach-Janta-Party‘ war bedeutsam. Ebenso wichtig war die Unterstützung der christlichen Gemeinschaft. Organisationen und Kirchen veröffentlichten prophetische Erklärungen, in denen sie Gewalt und Korruption verurteilten. Sie bekundeten ihre pastorale Solidarität mit den Studierenden und ihren Familien sowie mit dem Anführer Sonam Wangchuk, der in den Hungerstreik getreten war“, sagte John Dayal, ein indischer katholischer Journalist und Analyst, im Interview mit Fides nach dem Rücktritt des indischen Bildungsministers Dharmendra Pradhan. Dayal verfolgte die Proteste aus nächster Nähe und besuchte die Demonstrierenden in Delhi.<br />Nach zweimonatigen Straßendemonstrationen in Delhi hat die so genannte „Kakerlaken“-Bewegung die Proteste offiziell beendet, nachdem die Regierung von Narendra Modi alle ihre Hauptforderungen akzeptiert hatte. Pralhad Joshi löste den bisherigen Bildungsminister Pradhan ab. Die Bewegung löste ihre Hauptquartiere in Delhi und im ganzen Land auf, nachdem eine offizielle Vereinbarung mit der Regierung erzielt worden war. Zu den wichtigsten Errungenschaften der überwiegend jugen Anhänger der Bewegung zählen: eine umfassende Reform des Bildungssystems; die formelle Zusage zur Umstrukturierung öffentlicher Wettbewerbe; Entschädigungen für die Familien der mehr als ein Dutzend Schüler, die sich aufgrund des Skandals um Zulassungsverfahren das Leben nahmen; und die Zusage, die an den Protesten beteiligten Studierenden nicht zu verfolgen. Darüber hinaus wird die sofortige Entlassung von 47 Beamten der der für die Aufnahmeprüfungen, die die Proteste ausgelöst hatten, zuständigen „National Testing Agency“ , erwartet.<br />Im vergangenen Mai brach der „paper-leak“-Skandal aus, das illegale Durchsickern von Antworten auf die Tests des nationalen Auswahlverfahrens für die Zulassung zur medizinischen Fakultät. Die Absage der Prüfung untergrub die Bemühungen von über zwei Millionen Schülern und Schülerinnen, die sich jahrelang auf die Prüfung vorbereitet hatten, und löste eine Welle der Empörung im Zusammenhang mit Korruption und Jugendarbeitslosigkeit aus.<br />Dayal stellt in diesem Zusammenhang gegenüber Fides fest: „Mehrere wichtige katholische, protestantische, evangelische und orthodoxe Organisationen haben die Studierenden während der Proteste im Juni und Juli 2026 gegen unzureichende Prüfungsergebnisse, das Durchsickern von Informationen über die Tests und das Eingreifen der Polizei in Delhi öffentlich unterstützt. Einige Christen waren in der Gegend von Jantar Mantar physisch anwesend und organisierten als Freiwillige Gebetsmomente, die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser sowie medizinische Hilfe.“<br />„Ich möchte außerdem daran erinnern“, fährt Dayal fort, „dass die Indische Bischofskonferenz auf institutioneller Ebene das ihrer Ansicht nach unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei gegen friedlich protestierende Studierende scharf verurteilt hat. Sie betonte, dass diese mit legitimen Forderungen auf die Straße gegangen seien und bezeichnete dies als einen ‚herzzerreißenden Angriff‘ auf die Grundfesten unserer Demokratie.“<br />Bemerkenswert ist laut dem indischen Journalisten auch, dass die Indische Ordenskonferenz, in der sich die katholischen Ordensgemeinschaften mit ihren zahlreichen Bildungseinrichtungen zusammenschließen, sich mit den Studierenden solidarisiert hat, die öffentliche Prüfungen ablegen. Die Konferenz erklärte: „Ihr Leid ist auch unser Leid; wir stehen solidarisch an ihrer Seite.“ Sie forderte den Schutz des verfassungsmäßigen Rechts auf friedlichen Protest und unterstrich die dringende Notwendigkeit eines glaubwürdigen und korruptionsfreien Prüfungssystems.<br />Dieses Szenario, so Dayal, stelle eine Chance für das Land dar. In diesem Zusammenhang fordert die „All India Catholic Union“ , der größte Verband katholischer Laien in Asien, für den Dayal als Sprecher fungiert, ein „Weißbuch zur Bildung“. Elias Vaz, Präsident der 1919 gegründeten AICU, erinnert daran, dass „Lecks im Zusammenhang mit dem NEET und anderen Auswahl- und Aufnahmeprüfungen fast schon zur Normalität geworden sind. Hunderttausende ehrliche Schülerinnen und Schüler sehen sich mit abgesagten Prüfungen, verspäteten Ergebnissen und Karrieren konfrontiert, die durch Inkompetenz und mitunter sogar Komplizenschaft der Behörden gefährdet sind.“ „Die Nationale Bildungspolitik von 2020 versprach einen Wandel; stattdessen hat sie zum Niedergang staatlicher Schulen aufgrund von Vernachlässigung geführt, während verlassene Schulgebäude stillschweigend an ideologische Organisationen übergeben werden. Junge Inder und Inderinnen gehen auf die Straße, weil sie ein System nicht länger tolerieren können, das die Spielregeln für ihre Zukunft ständig ändert“, erinnert Vaz und fordert die indische Regierung dringend auf, eine grundlegende Reform des Bildungssystems zu erwägen.<br /> <br />Mon, 27 Jul 2026 12:38:14 +0200AFRIKA/SUDAN - Sudanesische Streitkräfte auf dem Vormarsch: Strategisch wichtige Verkehrsader nach El Obeid wieder offenhttps://fides.org/de/news/77974-AFRIKA_SUDAN_Sudanesische_Streitkraefte_auf_dem_Vormarsch_Strategisch_wichtige_Verkehrsader_nach_El_Obeid_wieder_offenhttps://fides.org/de/news/77974-AFRIKA_SUDAN_Sudanesische_Streitkraefte_auf_dem_Vormarsch_Strategisch_wichtige_Verkehrsader_nach_El_Obeid_wieder_offenKhartum – Die sudanesischen Streitkräfte gaben bekannt, die Kontrolle über die Autobahn zwischen der Hauptstadt Khartum und El Obeid, der Hauptstadt von Nordkordofan, zurückerlangt zu haben. Diese strategisch wichtige Verkehrsader ist für den Transport bedeutender Bodenschätze aus Zentral-Sudan von großer Bedeutung.<br />Die rund 350 Kilometer lange Autobahn stand seit April 2023 unter der Kontrolle der „Rapid Support Forces“ . Bis März 2025 kontrollierten die RSF auch die Stadt Omdurman am bei Khartum.<br />Seitdem haben die sudanesischen Streitkräfte gemeinsam mit den verbündeten Milizen der „Joint Force of Armed Struggle Movements“ schrittweise Gebietsgewinne erzielt, die RSF aus dem Gebiet um die Hauptstadt zurückgedrängt und zum Rückzug in die östlichen Landesteile gezwungen.<br />Nach Angaben des Kommandeurs der „Joint Force“ wurden mindestens vier Städte entlang der Autobahn Khartum–El Obeid von den RSF-Milizen zurückerobert: Bara, Umm Girfa, Umm Sayalla und Jabra al-Sheikh.<br />Die sudanesische Armee und ihre Verbündeten streben nun den Vormarsch auf El Obeid an, eine Stadt unter Regierungskontrolle, die seit Jahren von den RSF belagert wird. Ziel ist es, die Einkesselung zu beenden, die die Bevölkerung erschöpft und unter akutem Nahrungsmittel- und Gesundheitsmangel sowie den ständigen Bombenangriffen der Milizen leidet . In den letzten Tagen haben die RSF ihre Drohnenangriffe auf Ziele in und um die Stadt verstärkt, wobei nach Angaben der Behörden mindestens 15 Menschen ums Leben kamen.<br />Seit Beginn des Konflikts im April 2023 nutzen die RSF die Gebiete nördlich von El Obeid als vorgeschobene Basen, um Angriffe zu starten und den Druck auf die Stadt aufrechtzuerhalten sowie Operationen in der Nähe von Omdurman zu unterstützen. Für die sudanesischen Streitkräfte stellt die Sicherung der Autobahn einen wichtigen strategischen Vorteil dar: Sie ermöglicht es ihnen, die Distanz zwischen ihren Stellungen in Khartum und El Obeid zu verringern, die Logistikkette zu verkürzen und den Verteidigungsperimeter westlich der Hauptstadt zu erweitern.<br />Darüber hinaus könnte die Rückgewinnung der Kontrolle über den Al-Sadarat-Highway den zivilen Handel ankurbeln. Vor Kriegsausbruch wurde die Autobahn für den Transport von Agrarprodukten, Vieh, Lebensmitteln und anderen Gütern zwischen Kordofan und den Märkten Khartums genutzt.<br />Der interne Konflikt im Sudan nimmt weiterhin den Charakter eines Stellvertreterkrieges zwischen Regionalmächten an. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als Hauptunterstützer der RSF, während Ägypten und die Türkei die sudanesische Armee unterstützen. Insbesondere die Türkei hat den sudanesischen Streitkräften große Mengen an bewaffneten Drohnen geliefert.<br /> Mon, 27 Jul 2026 12:09:51 +0200AFRIKA/SIMBABWE - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Amt bestätigthttps://fides.org/de/news/77975-AFRIKA_SIMBABWE_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigthttps://fides.org/de/news/77975-AFRIKA_SIMBABWE_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung hat am 10. Juni 2026 Pfarrer Kizito Takaendesa Nhundu aus dem Klerus der Erzdiözese Harare für weiter fünf Jahre im Amt als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Simbabwe bestätigt .<br />EG <br /><br />Mon, 27 Jul 2026 11:57:21 +0200XII. FABC-Vollversammlung: Asiatische Bischöfe erneuern Engagement für eine synodale Mission und den Bau von Brückenhttps://fides.org/de/news/77973-XII_FABC_Vollversammlung_Asiatische_Bischoefe_erneuern_Engagement_fuer_eine_synodale_Mission_und_den_Bau_von_Brueckenhttps://fides.org/de/news/77973-XII_FABC_Vollversammlung_Asiatische_Bischoefe_erneuern_Engagement_fuer_eine_synodale_Mission_und_den_Bau_von_BrueckenVon Pfarrer John Mi Shen* <br /><br />Jakarta – Die XII. Vollversammlung der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen , die vom 20. bis 26. Juli 2026 in Jakarta, Indonesien, stattfand, brachte über 120 Teilnehmende zusammen, darunter Bischöfe aus ganz Asien, Vertreter des Heiligen Stuhls, Theologen und Theloginnen, Ordensleute und Laienmitarbeitende. Die Woche stand im Zeichen des Gebets, der Besinnung und des Dialogs über die Zukunft der Kirche in Asien.<br />Inspiriert vom Thema „Synodale Umkehr und die Mission, Brückenbauer und Brücken in Asien zu sein“, das dem Johannesevangelium entlehnt ist, bekräftigte die Versammlung das Engagement der Kirche, in Gemeinschaft, Teilhabe und Mission im Kontext der reichen kulturellen, religiösen und sozialen Vielfalt des Kontinents zusammen voranzugehen.<br />Während der Woche nahmen die Teilnehmer an Eucharistiefeiern, theologischen Reflexionen, Hauptvorträgen, regionalen Konsultationen und „Gesprächen im Geist“ teil, um zu ergründen, wie die Ortskirchen effektiver auf die aktuellen pastoralen Realitäten antworten können.<br />Besonderes Augenmerk lag auf der Stärkung der synodalen Führung, der Förderung des Dialogs mit anderen Religionen und Kulturen, der Begleitung junger Menschen, dem Schutz der Schöpfung, der Förderung von Gerechtigkeit und Frieden sowie der Annahme der Chancen und Herausforderungen des digitalen Zeitalters und der künstlichen Intelligenz.<br />Die Versammlung wurde durch die Anwesenheit von Kardinal Oswald Gracias als Sondergesandtem des Papstes, Kardinal Filipe Neri Ferrão, Präsident der FABC, Kardinal Luis Antonio Tagle, Kardinal Mario Greck, Pater Tomáš Halík, der Wissenschaftlerin Choong Pui Yee und zahlreichen profilierten Vertretern verschiedener kirchlicher Gemeinschaften bereichert, deren Reflexionen die gemeinsame Entscheidungsfindung der asiatischen Kirchen mitprägten. Eine Videobotschaft von Papst Leo XIV. ermutigte die Teilnehmer zudem, treue Zeugen der Hoffnung und der Gemeinschaft zu bleiben.<br />Ein bedeutendes Ergebnis der Synodalversammlung war die Annahme der gemeinsamen Schlussbotschaft und des „Vademecums“ zur Synodalität in Asien , das den asiatischen Kirchen pastorale Orientierung für ihre weitere synodale Ausrichtung und ihr missionarisches Engagement in den kommenden Jahren bietet. Die abschließende Eucharistiefeier in der Kathedrale Mariä Himmelfahrt, gefolgt von einem symbolischen Besuch durch den so genannten „Tunnel der Freundschaft“ in Jakartas zur Istiqlal-Moschee, spiegelte den Auftrag der Synodalversammlung wider, Brücken zu bauen – nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch zu Menschen anderer Religionen, Kulturen und Traditionen – und damit Asiens langjährige Berufung zum Dialog und friedlichen Zusammenleben zu verkörpern.<br />Im Rückblick auf die Synode würde ich sie als einen Moment beschreiben, in dem die Kirchen Asiens einander zuhörten, gemeinsam berieten und ihr gemeinsames missionarisches Engagement erneuerten. Pfarrer John Mi hob zudem hervor, dass dank der gemeinsamen Berichterstattung von „Radio Veritas Asia“ und seinen Medienpartnern die Stimmen und Hoffnungen der Synode zu Katholiken in ganz Asien gelangen konnten, wodurch die Gemeinschaft der Ortskirchen gestärkt und die Früchte des synodalen Prozesses dem gesamten Volk Gottes zugänglich gemacht wurden.<br /><br /><br />* Exekutivsekretär des Büros für soziale Kommunikation der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen <br />Mon, 27 Jul 2026 11:50:42 +0200Gewalt gegen Christen: Gesetzentwurf in den USA fordert einen Stopp der Hilfszahlungen an Nigeriahttps://fides.org/de/news/77972-Gewalt_gegen_Christen_Gesetzentwurf_in_den_USA_fordert_einen_Stopp_der_Hilfszahlungen_an_Nigeriahttps://fides.org/de/news/77972-Gewalt_gegen_Christen_Gesetzentwurf_in_den_USA_fordert_einen_Stopp_der_Hilfszahlungen_an_NigeriaVon Cosimo Graziani<br /><br />Washington – Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Entwicklungshilfe für Nigeria im kommenden Haushaltsjahr blockieren soll. Begründet wird diese Maßnahme mit der Gewalt gegen Christen in dem afrikanischen Land.<br />Der Gesetzentwurf wurde Mitte Juli mit 217 Ja-Stimmen und 209 Nein-Stimmen angenommen. Er fordert, ausländische Regierungen und „Akteure, die Gläubige verfolgen“, zur Rechenschaft zu ziehen und die Hilfe für Nigeria zu kürzen, „bis wirksame Maßnahmen zum Schutz christlicher Gemeinden, die unter religiöser Gewalt leiden, ergriffen werden“.<br /> Der Entwurf listet außerdem die Ziele der geplanten Maßnahmen auf, nämlich die „Unterstützung von Programmen zur Religionsfreiheit im Ausland und den Schutz der Religionsfreiheit für religiöse Organisationen, die an der Zusammenarbeit beteiligt sind“.<br />Der Vorschlag, die Finanzhilfe für Nigeria an die Lage der Christen im Land zu knüpfen, wurde von den beiden republikanischen Kongressabgeordneten Riley Moore und Jeff Steube eingebracht. Moore hatte sich schon lange für einen Entzug der Gelder für das afrikanische Land ausgesprochen und dies mit dem Schutz der Christen begründet. In den vergangenen Monaten hatte er wiederholt behauptet, in Nigeria fände ein Völkermord an Christen statt, und der nigerianischen Bundesregierung vorgeworfen, nicht ausreichend gegen Fulani-Extremisten vorzugehen. Er hatte zudem vorgeschlagen, dass die Vereinigten Staaten und Nigeria ein Sicherheitsabkommen zum Schutz der Christen unterzeichnen sollten.<br />Moore schlug zunächst eine Halbierung der Entwicklungshilfe für den afrikanischen Riesen vor, während Steube einen Änderungsantrag einbrachte, der die Hilfen für Abuja vollständig gestrichen hätte. Das Repräsentantenhaus stimmte dem Änderungsantrag zu. Steube verkündete die Verabschiedung des Gesetzes in einem Beitrag auf X: „Amerikanische Steuerzahler sollten niemals Regierungen finanzieren, die wegschauen, während Christen entführt, gefoltert und getötet werden.“<br />Es handelt sich unterdessen um die erste Verabschiedung eines Gesetzesentwurfs und noch nicht um ein rechtskräftiges Gesetz. Damit der Haushaltsplan für 2027 in Kraft treten kann, muss der Gesetzesentwurf auch vom Senat verabschiedet und von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.<br />Die derzeitige US-Regierung veröffentlichte bereits im Februar einen Bericht, in dem Nigeria als der gefährlichste Ort der Welt für Christen eingestuft wurde. Im Anschluss an diesen Bericht stufte Washington das afrikanische Land als „besonders besorgniserregendes Land“ ein – eine Einstufung, die von der Regierung in Abuja sowie von lokalen und internationalen Organisationen zurückgewiesen wurde. Diese betonten, dass die Gewalt in Nigeria Christen und Angehörige anderer Religionen gleichermaßen betrifft.<br />In den letzten Monaten haben die nigerianische und US-amerikanische Regierung zusammengearbeitet. Die USA entsandten Truppen nach Nigeria und begründeten den Einsatz mit der Unterstützung im Kampf gegen verschiedene Terrorgruppen. Diese Zusammenarbeit wurde von Trump gewürdigt, wie aus einem Brief hervorgeht, den der US-Präsident in den letzten Wochen an die nigerianische Regierung schickte. Laut Regierungsangaben in Abuja dankte Trump auch der Regierung Tinubu für ihre Bemühungen im Kampf gegen die Probleme, die christliche Gemeinden betreffen. Diese Aussagen scheinen im Widerspruch zum Abstimmungsergebnis des Repräsentantenhauses zu stehen, werden die endgültige Verabschiedung des Gesetzes aber voraussichtlich nicht verhindern.<br />Sun, 26 Jul 2026 09:37:58 +0200Papst Leo XIV. an die Vollversammlung der FABC: “Fördert weiterhin eine eucharistische Spiritualität in euren Ortskirchen“https://fides.org/de/news/77971-Papst_Leo_XIV_an_die_Vollversammlung_der_FABC_Foerdert_weiterhin_eine_eucharistische_Spiritualitaet_in_euren_Ortskirchenhttps://fides.org/de/news/77971-Papst_Leo_XIV_an_die_Vollversammlung_der_FABC_Foerdert_weiterhin_eine_eucharistische_Spiritualitaet_in_euren_OrtskirchenJakarta - Papst Leo XIV. erinnerte in einer Videobotschaft an die Bischöfe und Delegierten der XII. Vollversammlung der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen , die seit Montag, dem 20. Juli, in Jakarta zusammenkommt, daran, dass die kirchliche Gemeinschaft „ihren Ursprung im Geheimnis Christi hat“, und ermutigte sie, „weiterhin die eucharistische Spiritualität in euren Ortskirchen zu fördern“. Diese Appelle richtete er an die Teilnehmenden der Vollversammlung, die gemeinsam „wichtige Fragen zum Leben und zur Zukunft der katholischen Kirche in Asien“ erörtern, wie der Papst selbst betonte.<br />In seiner Videobotschaft, die am Samstagnachmittag, dem 25. Juli, im „Vanda-Room“ des „Hotel Mulia“ gezeigt wurde, ließ sich der Bischof von Rom von dem für die Versammlung gewählten Thema inspirieren, das wiederum auf Jesu Worte an Nathanael im Johannesevangelium zurückgeht: „Ihr werdet Größeres sehen!“. „Indem der Herr Philippus und Nathanael berief, ihm zu folgen und seine Jünger zu werden“, erinnerte der Papst, „bezeichnet sich der Herr als den einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen.“<br />„Als seine Jünger wissen wir heute“, fuhr der Nachfolger Petri in seiner Ansprache an die Teilnehmenden der asiatischen Kirchenversammlung fort, „dass Jesus nicht nur die Quelle unserer Gemeinschaft mit Gott ist, sondern auch unserer Gemeinschaft untereinander“. Die christliche Solidarität, betonte der Bischof von Rom unter Berufung auf die Enzyklika „Magnifica humanitas“, „findet ihren Ursprung im Geheimnis Christi und entsteht aus unserer Gemeinschaft in den Sakramenten, insbesondere der Eucharistie. Aus diesem Grund“, fuhr er fort, „möchte ich euch ermutigen, weiterhin eine eucharistische Spiritualität in euren Ortskirchen zu fördern, also eine Spiritualität der kirchlichen Einheit, die auf der Liebe gründet, die aus der Gabe des Herrn in der Eucharistie entspringt“.<br />Papst Leo XIV. äußerte daher seinen Wunsch, „dass sich die Bande der Gemeinschaft innerhalb der Ortskirchen und zwischen ihnen festigen und zu einem immer deutlicheren Zeichen der Gegenwart Gottes in euren verschiedenen Ländern werden, damit ihr so gemeinsam Brückenbauer in ganz Asien sein könnt.“<br />Zum Abschluss seiner Videobotschaft und vor der Segnung empfahl Leo XIV. „der Fürsprache der Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche“, und bat inständig um „die Gaben der Weisheit und Stärke des Herrn“.<br /> Sat, 25 Jul 2026 09:04:23 +0200AFRIKA/D.R. KONGO - Die Neutralisierung der FDLR als Schlüssel zum Frieden: Kinshasa setzt auf Diplomatiehttps://fides.org/de/news/77969-AFRIKA_D_R_KONGO_Die_Neutralisierung_der_FDLR_als_Schluessel_zum_Frieden_Kinshasa_setzt_auf_Diplomatiehttps://fides.org/de/news/77969-AFRIKA_D_R_KONGO_Die_Neutralisierung_der_FDLR_als_Schluessel_zum_Frieden_Kinshasa_setzt_auf_DiplomatieKinshasa – Im Rahmen des von Präsident Félix Tshisekedi initiierten nationalen Dialogs in der Demokratischen Republik Kongo bleibt die Unsicherheit im Osten des Kongo ein zentrales Thema. Besonders in den Provinzen Nord- und Südkivu sind zahlreiche bewaffnete Gruppen aktiv. Die bedeutendste ist die Rebellenbewegung M23, die weite Gebiete beider Provinzen erobert hat.<br />Die M23 wird von Ruanda unterstützt, das seine Präsenz in der Region als Verteidigungsmaßnahme gegen die Rebellen der FDLR rechtfertigt, eine ruandische bewaffnete Gruppe, die vor über dreißig Jahren von ehemaligen Hutu-Kämpfern gegründet wurde und mit dem Völkermord von 1994 in Verbindung steht.<br />Zur Lösung des Konflikts mit der FDLR hat sich die kongolesische Regierung im Rahmen des Luanda-Prozesses und anschließend der Washingtoner Abkommen zu deren „unwiderruflicher und überprüfbarer Neutralisierung“ verpflichtet, parallel zum Rückzug Ruandas und dem Beginn von Verhandlungen mit der M23.<br />Bis Ende Juli 2026 war die effektive Neutralisierung der FDLR jedoch noch nicht erreicht. Bis Mitte Juli, dem für wesentliche Fortschritte gesetzten Stichtag, hatten sich keine nennenswerten Entwicklungen ergeben. Angesichts dieser Pattsituation vor Ort scheint die Regierung von Félix Tshisekedi den Fokus zunehmend auf Diplomatie zu richten und einen alternativen Ansatz zu verfolgen: eine Absichtserklärung zur Demobilisierung der FDLR, die internationalen Partnern als praktikable Lösung präsentiert werden soll.<br />Diese Strategie wurde von dem Minister für regionale Integration, Floribert Anzuluni, vorgestellt, der Mitte Juli eine diplomatische Mission nach Uganda, Togo, Burundi und Tansania unternahm und anschließend am 20. Juli nach Brüssel sowie am 21. und 22. Juli nach Paris reiste, um das Demobilisierungsprotokoll vorzustellen und die notwendige Unterstützung für dessen Umsetzung zu gewinnen.<br />Im Hintergrund verfolgt die Trump-Administration weiterhin das Ziel, die Instabilität im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu beenden, um die großflächige Ausbeutung der dortigen strategischen Mineralienvorkommen zu ermöglichen, die für die US-amerikanische Hightech- und Verteidigungsindustrie als essenziell gelten. Vor diesem Hintergrund ist die US-amerikanische Regierung auch aufgefordert, Druck auf die ruandische Regierung auszuüben, die seit über dreißig Jahren starken Einfluss in den östlichen Provinzen des Kongo ausübt. In diesem Kontext erscheint die Ernennung des neuen US-Botschafters in Kigali von Bedeutung: kein Karrierediplomat, sondern ein ehemaliger CIA-Offizier mit umfassender Erfahrung in Krisengebieten, der als fähig gilt, die Dynamiken und Strategien der verschiedenen regionalen Akteure zu analysieren.<br /> Fri, 24 Jul 2026 13:39:51 +0200