Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. EUROPA/GRIECHENLAND - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/77908-EUROPA_GRIECHENLAND_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/77908-EUROPA_GRIECHENLAND_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Diksateriums für die Evangelisierung hat am 25. Mai 2026 Pfarrer Ioannis Varthalitis aus der Erzdiözese Athen für fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Griechenland ernannt.<br />Don Varthalitis è nato nel 1985, dal 2003 al 2009 ha studiato presso il Pontificio Seminario Regionale Pugliese, nella città di Molfetta. Ha completato gli studi presso la facoltà teologica pugliese conseguendo il baccellierato in teologia presso l’Istituto teologico “Regina Apuliae”.<br />Johannes Varthalitis wurde 1985 geboren. Von 2003 bis 2009 studierte er am regionalen Päpstlichen Priesterseminar von Apulien in Molfetta. Er schloss sein Studium an der Theologischen Fakultät von Apulien ab und erwarb am Theologischen Institut „Regina Apuliae“ einen Bachelor-Abschluss in Theologie.<br />Von September 2009 bis Oktober 2010 absolvierte er ein einjähriges pastorales Praktikum in den Pfarreien „Santa Maria Veterana“ in Triggiano und „Santa Teresa“ in Kypseli . 2012 wurde er zum Diakon geweiht und empfing noch im selben Jahr in der Kathedrale des Heiligen Dionysius in Athen die Priesterweihe. Von 2015 bis 2023 war er Pfarrer der Pfarrei Mariä Verkündigung in Kalithea und anschließend von 2012 bis 2015 sowie seit 2023 Kaplan an der Kathedrale des Heiligen Dionysius. Zu seinen weiteren Aufgaben gehören die Mitarbeit in der erzbischöflichen Kanzlei und im Diözesanarchiv, Zeremonienmeister bei liturgischen Feiern sowie der Vorsitz der Katechesekommission. Die Griechische Bischofskonferenz berief ihn zudem zum Mitglied der Kommission für Katechismus und der Kommission für den Gottesdienst. Er ist Präsident des Vereins „SKEKE“, einer Vereinigung, in der sich die Diözesanpriester Griechenlands zusammenschließen. Er wurde zum Zeremonienmeister während des Besuchs von Papst Franziskus in Griechenland im Jahr 2021 ernannt.<br /> <br /><br />Wed, 08 Jul 2026 13:05:19 +0200ASIEN/PAKISTAN - Erzbischof Arshad: “Jahr der Kinder” stellt den Schutz vor Missbrauch in den Mittelpunkthttps://fides.org/de/news/77906-ASIEN_PAKISTAN_Erzbischof_Arshad_Jahr_der_Kinder_stellt_den_Schutz_vor_Missbrauch_in_den_Mittelpunkthttps://fides.org/de/news/77906-ASIEN_PAKISTAN_Erzbischof_Arshad_Jahr_der_Kinder_stellt_den_Schutz_vor_Missbrauch_in_den_MittelpunktIslamabad – Ein „Jahr der Kinder“ im Zeichen von Treffen, Feierlichkeiten, Kundgebungen und Gebeten zum Schutz und zur Förderung von Kindern, soll diese in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen und seelsorgerischen Aufmerksamkeit rücken– in einem Kontext, in dem Kinder oft ausgebeutet und missbraucht werden. Erzbischof Joseph Arshad von Islamabad-Rawalpindi erläuterte gegenüber Fides die Zielesetzungen und Gründe für dieses besondere Aktionsjahr, das von der katholischen Gemeinde in Nordpakistan begangen wird.<br />„Kinderschutz ist von entscheidender Bedeutung“, sagte er und äußerte seine „tiefe Besorgnis über die steigende Zahl von Kindesmissbrauchsfällen in der Gesellschaft“. „Das Problem des sexuellen Kindesmissbrauchs in Pakistan ist weiterhin weit verbreitet und erfordert dringende Aufmerksamkeit, betont er unter Berufung auf Zahlen aus dem Bericht „Cruel Numbers“ der pakistanischen NGO „Sahil“, die das Phänomen landesweit dokumentiert, „Bis 2025 gab es einen alarmierenden Anstieg der Meldungen um 8 % geben, mit 3.630 bestätigten Fällen von Gewalt, was einem Durchschnitt von mehr als neun missbrauchten Kindern pro Tag entspricht.“ Den Daten zufolge sind Entführung und Vergewaltigung die häufigsten Verbrechen. Mädchen stellen 53 % der Opfer dar, wobei Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren am stärksten gefährdet sind.<br />Erzbischof Arshad verurteilte den in verschiedenen Teilen Pakistans gemeldeten Kindesmissbrauch aufs Schärfste: „Als katholische Glaubensgemeinschaft drücken wir tiefe Trauer, Bestürzung und Besorgnis aus und nehmen die wachsende Angst unter Eltern, Kindern und der gesamten Gemeinde zur Kenntnis“, sagte er. Er erinnerte an den tragischen Fall der siebenjährigen Muntaha Zahra, eines Mädchens aus einer muslimischen Familie, die ursprünglich aus Sargodha stammte und im vergangenen Juni entführt und nach grausamer Misshandlung und Folter getötet wurde – ein Fall, der die Gesellschaft zutiefst erschütterte. Arshad erklärte, dass „solche Brutalität gegen ein unschuldiges Kind ein Verbrechen ist, das das Gewissen der gesamten Nation verletzt“, und verwies auf ähnliche Fälle in Karatschi, Swat und anderen Teilen des Landes.<br /> „Verbrechen gegen Kinder zählen zu den beschämendsten und unerträglichsten Verletzungen der Menschenwürde. Keine Gesellschaft kann sich gerecht, friedlich oder zivilisiert nennen, solange ihre Kinder in Angst, Schrecken und Unsicherheit leben“, mahnt er. „Kinder sind ein Geschenk Gottes und müssen mit höchster moralischer, sozialer, rechtlicher und institutioneller Verantwortung geschützt werden“, erklärte er. Der Erzbischof fordert die pakistanische Regierung, die Strafverfolgungsbehörden, die Kinderschutzämter und alle relevanten Institutionen nachdrücklich auf, „unverzüglich, konsequent, transparent und beispielhaft gegen die Täter solcher Verbrechen vorzugehen“. Er verlangt, dass „die Verantwortlichen für Kindesmissbrauch unverzüglich vor Gericht gestellt werden und Schweigen, Nachlässigkeit oder die Nichtdurchsetzung des Gesetzes nicht toleriert werden“.<br />Vor diesem Hintergrund hat die katholische Gemeinde von Islamabad-Rawalpindi das Jahr 2026 den Kindern gewidmet und begeht das „Jahr der Kinder“. Dies unterstreicht das feierliche Engagement der Kirche für die Würde, den Schutz, die Bildung, die Erziehung und das ganzheitliche Wohlergehen der Kinder. Die Erzdiözese mit all ihren Einrichtungen wie Pfarreien, Schulen und Vereinen wird weiterhin das Bewusstsein schärfen und Familien, Schulen, Pfarreien und Gemeinden zur Zusammenarbeit für die Sicherheit und Entwicklung jedes einzelnen Kindes ermutigen. <br />Erzbischof Arshad appellierte an Eltern, Lehrkräfte, Geistliche, Medien, die Zivilgesellschaft und alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Verantwortung für den Schutz von Kindern wahrzunehmen. Er forderte Eltern auf, wachsam zu bleiben, ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kindern aufzubauen, ihnen aufmerksam zuzuhören und sie in Fragen der persönlichen Sicherheit zu begleiten. „Die Gesellschaft muss Schweigen, Angst, Stigmatisierung und Gleichgültigkeit ablehnen und jeden Verdachtsfall von Missbrauch den zuständigen Behörden melden“, betont er.<br /> „Alle Menschen guten Willens, unabhängig von ihrer Religion“, sagt er, „sind aufgerufen, Botschafter des Friedens, des Schutzes und der Hoffnung für Pakistan zu werden. Die Sicherheit von Kindern ist nicht nur eine Familienangelegenheit, sondern eine nationale moralische Verantwortung“. „Unsere geliebten Kinder verdienen eine Gesellschaft, in der sie ohne Angst leben, in Würde aufwachsen und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Wir alle müssen zusammenarbeiten und zum Wohlergehen unserer Kinder beitragen“, so der Erzbischof abschließend.<br />Kindesmissbrauch in Pakistan ist ein chronisches und stetig wachsendes soziales Problem, verschärft durch kulturelle Tabus, Armut und ein schwaches Justizsystem. UN-Experten und lokale NGOs sind sich einig, dass die Dunkelziffer erheblich ist, da die meisten Fälle von häuslicher oder gemeinschaftlicher Gewalt aus Angst vor sozialer Ächtung oder Bedrohungen nicht gemeldet werden.<br /> <br />Wed, 08 Jul 2026 12:53:32 +0200AFRIKA/SÜDSUDAN - Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen: 19 Tote und 14 Verletzte bei jüngsten Zusammenstößen im Staat Warraphttps://fides.org/de/news/77907-AFRIKA_SUeDSUDAN_Spannungen_zwischen_Bevoelkerungsgruppen_19_Tote_und_14_Verletzte_bei_juengsten_Zusammenstoessen_im_Staat_Warraphttps://fides.org/de/news/77907-AFRIKA_SUeDSUDAN_Spannungen_zwischen_Bevoelkerungsgruppen_19_Tote_und_14_Verletzte_bei_juengsten_Zusammenstoessen_im_Staat_WarrapJuba – Die Zahl der Todesopfer bei den Auseinandersetzungen im südlichen Teil des Landkreises Tonj, etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Juba entfernt, ist auf 19 Tote und 14 Verletzte gestiegen. Laut lokalen Medienberichten ist die Gewalt Teil wachsender Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen, die durch das politische Klima im Vorfeld der für Dezember 2026 geplanten Wahlen und die anhaltende humanitäre Krise im Land verschärft werden.<br />Die Behörden des Bundesstaates Warrap berichteten, dass die Auseinandersetzungen in den frühen Morgenstunden des Montags, dem 6. Juli, begannen. „Wir erhielten gegen 5 Uhr morgens eine Meldung von den Behörden im Landkreis Tonj Süd, wonach eine Gruppe von Kriminellen die Gemeinde Manyangok angegriffen und dabei die Dörfer Ajiwel und Manyin ins Visier genommen hatte. Bei dem Zusammenstoß gab es Opfer auf beiden Seiten“, sagte der Informationsminister des Bundesstaates Warrap gegenüber lokalen Medien. Laut dem Minister wurden bei den Angriffen zahlreiche Häuser vollständig zerstört, wodurch viele Familien obdachlos wurden.<br />Die Behörden bringen die erneute Gewalt mit dem seit Ende 2025 andauernden Kreislauf von Angriffen und Vergeltungsmaßnahmen in Verbindung. „Der Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen dauert seit Ende 2025 an und steht möglicherweise im Zusammenhang mit diesem andauernden Kreislauf. Der jüngste Vorfall erfordert jedoch eine unabhängige Untersuchung“, fügte der Minister hinzu. <br />Um die Eskalation der Gewalt einzudämmen, hat die Regierung des Bundesstaates Warrap die Streitkräfte – unterstützt von Polizei und anderen Sicherheitskräften – eingesetzt, um in dem von den Auseinandersetzungen betroffenen Gebiet die Ordnung wiederherzustellen.<br /> <br /><br />Wed, 08 Jul 2026 12:30:00 +0200Vollversammlung der FABC: Mehr als 120 Vertreter der asiatischen Kirchen erwartethttps://fides.org/de/news/77905-Vollversammlung_der_FABC_Mehr_als_120_Vertreter_der_asiatischen_Kirchen_erwartethttps://fides.org/de/news/77905-Vollversammlung_der_FABC_Mehr_als_120_Vertreter_der_asiatischen_Kirchen_erwartetVon Pfarrer John Mi Shen*<br /><br />Jakarta – Mehr als 120 Kirchenvertreter aus ganz Asien werden vom 20. bis 26. Juli 2026 in Jakarta zur XII. Vollversammlung der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen zusammenkommen.<br />Die von der Erzdiözese Jakarta im „Mulia Senayan Hotel“ ausgerichtete Versammlung steht unter dem Motto: „Synodale Umkehr und die Mission, Brücken und Brückenbauer in Asien zu sein“ und inspiriert sich sich an dem Evangeliumsvers: „Du wirst noch Größeres sehen als dieses“ . <br />Zu den Teilnehmern gehören Bischöfe aus ganz Asien, Vertreter des Heiligen Stuhls, Sekretäre der FABC-Büros, Theologen und Pastoralexperten. Während der gesamten Woche werden sie im Gebet, im Dialog und in der Besinnung vereint sein, um über die zukünftige Mission der Kirche in Asien zu erörtern.<br />Der Eröffnungsmesse am 21. Juli steht Kardinal Oswald Gracias als Sondergesandter von Papst Leo XIV. vor. Kardinal Filipe Neri Ferrão, Präsident der FABC, hält die Eröffnungsansprache, während Kardinal Luis Antonio Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung , einen Tag des Gebets und der Exerzitien zur synodalen Spiritualität leitet.<br />Die Versammlung umfasst außerdem Vorträge von Erzbischof Tomáš Halík und Dr. Choong Pui Yee sowie regionale Diskussionen und Gesprächsrunden im Rahmen der Reihe „Gespräche im Geist“ zu den drängendsten Herausforderungen und Möglichkeiten der Kirche in Asien.<br />Am 25. Juli wird sich Papst Leo XIV. in einer Botschaft an die die Teilnehmer wenden, bevor sie den Entwurf der Schlussbotschaft der Versammlung und den Rahmen für deren Umsetzung prüfen. Die Plenarversammlung endet am 26. Juli mit der Verabschiedung der Schlussbotschaft, gefolgt von der abschließenden Eucharistiefeier in der Kathedrale „Mariä Himmelfahrt“ in Jakarta und einem Besuch der nahegelegenen Istiqlal-Moschee durch den so genannten „Tunnel der Freundschaft“, einem Symbol für Indonesiens Engagement für interreligiöse Harmonie.<br />Als Exekutivsekretär des FABC-Büros für Soziale Kommunikation betrachte ich diese Vollversammlung als mehr als nur eine wichtige kirchliche Zusammenkunft. Sie bietet den Kirchen Asiens die Gelegenheit, einander zuzuhören, gemeinsam Entscheidungen zu finden und ihr gemeinsames missionarisches Engagement zu erneuern. Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit möchten wir diesen Glaubensweg begleiten und seine Erkenntnisse und Früchte den Katholiken auf dem Kontinent und darüber hinaus zugänglich machen, um so Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung zu fördern.<br /><br /><br />* Exekutivsekretär des Büros für soziale Kommunikation der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen <br />Wed, 08 Jul 2026 10:26:25 +0200Erzdiözese Kaduna bestätigt den Tod des im Februar entführten Katecheten Victor Paul in Geiselhaft aufgrund von Entbehrungen und Folterhttps://fides.org/de/news/77904-Erzdioezese_Kaduna_bestaetigt_den_Tod_des_im_Februar_entfuehrten_Katecheten_Victor_Paul_in_Geiselhaft_aufgrund_von_Entbehrungen_und_Folterhttps://fides.org/de/news/77904-Erzdioezese_Kaduna_bestaetigt_den_Tod_des_im_Februar_entfuehrten_Katecheten_Victor_Paul_in_Geiselhaft_aufgrund_von_Entbehrungen_und_FolterKaduna – Die Serie von Angriffen, Entführungen und Morden in Nigeria hält an und betrifft immer wieder auch christliche Gemeinden.<br />Vor Kurzem wurde bekannt, dass Victor Paul, ein katholischer Katechet, der aus seinem Haus im Distrikt Kagarko im Bundesstaat Kaduna entführt worden war, in Geiselhaft gestorben ist. Das Erzbistum Kaduna bestätigte dies in einer Pressemitteilung vom 2. Juli und gab darin bekannt, dass neben dem Katecheten vier weitere Personen ums Leben kamen.<br />Victor Paul war zusammen mit seiner schwangeren Frau, seinem Sohn, der später getötet wurde, und 30 weiteren Personen bei einem Anschlag auf die Gemeinden Kutaho und Kugur am 9. Februar 2026 entführt worden .<br />Pfarrer Christian Okewu Emmanuel, Kanzler des Erzbistums Kaduna, erklärte in einer Stellungnahme, der Katechet sei schwer gefoltert worden und man habe ihn verhungern lassen, während die anderen von ihren Entführern brutal ermordet wurden. Die Regierung des Bundesstaates Kaduna und die Polizei haben sich noch nicht offiziell zu den Todesfällen geäußert.<br />Von den 30 im Februar entführten Personen wurden elf Frauen und Kinder, darunter die Frau des Katecheten, am 5. April freigelassen, nachdem die Gemeinde ein Lösegeld von 30 Millionen Naira und vier Motorräder bereitgestellt hatte. Im Anschluss an ihre Freilassung forderten die Entführer weitere 15 Millionen Naira für die Freilassung der übrigen. Am Freitag, dem 1. Mai 2026, wurden neun weitere Männer freigelassen.<br />„Wir sind Gott zutiefst dankbar, dass auch die verbleibenden vier Männer am 30. Juni 2026 ihre Freiheit wiedererlangten. Wir freuen uns über ihre sichere Rückkehr, doch unsere Herzen sind weiterhin erfüllt von Trauer über den tragischen Verlust derer, die nicht lebend zurückkehrten“, sagte Pater Emmanuel.<br /> Tue, 07 Jul 2026 17:15:05 +0200AMERIKA/ARGENTINIEN - Bischof Braida im Gedenken an die Märtyrer von La Rioja: “Gemeinsam im Geiste der Mission zu gehen bedeutet, die Welt zu verbessern”https://fides.org/de/news/77903-AMERIKA_ARGENTINIEN_Bischof_Braida_im_Gedenken_an_die_Maertyrer_von_La_Rioja_Gemeinsam_im_Geiste_der_Mission_zu_gehen_bedeutet_die_Welt_zu_verbessernhttps://fides.org/de/news/77903-AMERIKA_ARGENTINIEN_Bischof_Braida_im_Gedenken_an_die_Maertyrer_von_La_Rioja_Gemeinsam_im_Geiste_der_Mission_zu_gehen_bedeutet_die_Welt_zu_verbessernLa Rioja – „In diesem Jahr gedenken wir der Ermordung von Bischof Enrique Angelelli, die Priester Carlos de Dios Murias und Gabriel Longueville sowie des Laien, Ehemann und Vater Wenceslao Pedernera. Dieses Andenken lässt uns die selbstlose Hingabe ihres Lebens erkennen. Heute dürfen wir aus der Quelle des Lebens und der Lehren schöpfen, die sie uns hinterlassen haben. Sie waren Zeugen der Barmherzigkeit, besonders nah und einfühlsam gegenüber denen, die sie am meisten brauchten“, bekräftigt Bischof Dante Braida von La Rioja in einer Mitteilung, die Fides vorliegt, zur Bedeutung des Gedenkens an die Märtyrer der argentinischen Diözese 50 Jahre nach ihrer Ermordung .<br />„So wie damals Märtyrer nötig waren, braucht unsere Zeit unser großzügiges Engagement“, betont Bischof Braida, der auch die bischöfliche Kommission für Sozialpastoral der Argentinischen Bischofskonferenz leitet, „um der Versuchung des Individualismus zu widerstehen und uns von gemeinsamen Träumen ermutigen zu lassen; um offenere und inklusivere Gemeinschaften zu fördern für all jene, die die Hoffnung verloren haben und Gottes Barmherzigkeit durch einfache und mitfühlende Beziehungen brauchen; um gemeinsam in einem Geist des größeren Verständnisses und der Geduld zu leben, einander in unseren Unterschieden anzunehmen und unsere Fähigkeiten wertzuschätzen; und ein Leben des Gebets in jedem Alter und in jeder Lebenslage zu fördern und den wahren Sinn unserer Existenz in der Begegnung mit dem Herrn zu finden.“<br />Anhand eines kurzen Porträts der vier Märtyrer von La Rioja hebt Braida deren Hauptmerkmale hervor. „Bischof Enrique Angelelli lädt uns ein, unseren Glauben in der Geschichte zu leben, die sich heute in unserem Leben entfaltet und das christliche Engagement unserer Zeit weiterhin erhellt“, so Bischof Braida. „Das Vermächtnis der Märtyrer fordert uns auf, die ‚soziale Dimension des Glaubens zu pflegen‘ und den Herausforderungen der Gegenwart verantwortungsvoll zu begegnen. Die Priester Carlos und Gabriele lebten das Wort, das sie gehört hatten, in ihrem Alltag, im einfachen und alltäglichen Dienst an anderen. Doch sie taten dies auch mit prophetischer Stimme, wenn es nötig war, Missstände und Bedrohungen anzuprangern, die die Menschenwürde verletzten“. Abschließend fügt Bischof Braida hinzu: „Ich möchte die eindrucksvolle Botschaft des Lebens des seligen Märtyrers Venceslao Pedernera hervorheben. Er wirkte unermüdlich für eine gerechtere Welt, durch die Förderung von Ehe und christlicher Familie, durch die Übernahme von Verantwortung für seine sozialen Verpflichtungen und insbesondere im Streben nach Gerechtigkeit in produktiven Bereichen, die die Arbeit der Arbeiter wertschätzten“. Am Ende seines Lebens habe sich sein Streben nach Gerechtigkeit in einen unermesslichen Ausdruck der Barmherzigkeit gegenüber jenen, die sie nicht erfahren hatten. „Vergebt, vergebt und hasst nicht“, lautete seine letzte Botschaft, „erfüllt von reiner Barmherzigkeit, einer Barmherzigkeit, die Ausdruck des Glaubens ist, den er sein Leben lang entwickelt hatte“. Sie alle „verkörpern unterschiedliche Berufungen, und jeder lehrt uns auf seinem eigenen Weg, uns ganz anderen hinzugeben; so wird das Gedenken, die wir heute feiern, aufrichtig sein“.<br /> „Sie gaben ihr Leben, nicht nur an dem Tag ihres Todes, sondern auch im täglichen Zeugnis des Evangeliums“, betont der Bischof, „Sie begegneten den vielfältigen Lebenssituationen mit seinem Licht und strebten durch konkretes Handeln in der Welt nach Veränderung. Ihr Leben war ein Zeugnis dafür, wie man das Evangelium inmitten von Not lebt und Gott und den Nächsten mit aller Kraft liebt. Sie suchten die Befreiung von jeder Form der Knechtschaft und führten andere zu einem erfüllten Leben als Mitglieder einer Gemeinschaft und in ihr“. „Hier in La Rioja, wirkten die Märtyrer für den Frieden als Frucht der Gerechtigkeit. Hier wurden sie verfolgt, weil sie ihre individuellen Missionen lebten, weil sie Gerechtigkeit praktizierten. Gemeinsam im Geiste der Mission zu leben bedeutet daher, die Welt zu verbessern, die frohe Botschaft allen Menschen und Familien, allen Teilen der Gesellschaft zu bringen. Es bedeutet, Kanäle der Befreiung von allem zu sein, was uns fesselt und unser Wachstum einschränkt“, bekräftigt er.<br /> „Welchen Herausforderungen stehen wir in dieser Zeit am meisten gegenüber? Welche menschlichen und sozialen Realitäten erfordern am dringendsten einen Befreiungsprozess? Wie wachsen wir als Gebetsgemeinschaft und wie leben wir unsere Gemeinschaft?“, fragt sich der Bischof von La Rioja an die Gemeinde seiner Diözese gewandt und lädt dazu ein, „gemeinsam nach Antworten zu suchen, einander zuzuhören, in Dialog zu treten, als Gemeinschaft zu unterscheiden und im Geiste der Mission zusammen unterwegs zu sein. Immer“.<br /> Tue, 07 Jul 2026 12:45:09 +0200ASIEN/MYANMAR - Im Epizentrum des Bürgerkriegs: Neue katholische Pfarrgemeinde im Bistum Kalay eingeweihthttps://fides.org/de/news/77902-ASIEN_MYANMAR_Im_Epizentrum_des_Buergerkriegs_Neue_katholische_Pfarrgemeinde_im_Bistum_Kalay_eingeweihthttps://fides.org/de/news/77902-ASIEN_MYANMAR_Im_Epizentrum_des_Buergerkriegs_Neue_katholische_Pfarrgemeinde_im_Bistum_Kalay_eingeweihtKalay – Die Eröffnung der neuen Pfarrei „St. Patrick“ im Bistum Kalay im Nordwesten Myanmars ist Anlass zur Freude für die notleidende Bevölkerung der Region. Das Bistum Kalay, zwischen der Sagaing-Region und dem Chin-Staat gelegen, gehört zu den am stärksten vom Bürgerkrieg betroffenen Gebieten, der nach dem Militärputsch im Februar 2021 ausbrach, und befindet sich in einer dramatischen sozialen und humanitären Lage.<br />Die katholische Bevölkerung der Region, die größtenteils aus Binnenvertriebenen besteht, kam in den vergangenen Tagen in der Stadt Khaikam Myo zusammen um die historische Einweihung zu feiern. Bischof Felix Lian Khen Thang zelebrierte die den feierlichen Gottesdienst, an dem zwölf Priester mitwirkten. Über 600 Gläubige nahmen daran teil. Bei seiner Ankunft wurde der Bischof herzlich empfangen: Die Gemeindemitglieder, in traditioneller Chin-Kleidung, begrüßten ihn mit traditionellen Tänzen und Liedern und einer Prozession. In die Kirche wurde er von Pfarrer Sylvester Pau Van Sang begrüßt, der als erster Pfarrer der Gemeinde eingesetzt worden war. Während der Eröffnungsmesse spendete Bischof Felix Lian Khen Thang insgesamt 60 Jugendlichen das Sakrament der Firmung und erklärte in seiner Predigt: „Die Gründung der Pfarrei ist ein Segen Gottes und ein Zeichen der Hoffnung für die Entwicklung der Diözese Kalay.“<br />Der Bischof berichtete, dass die neue Pfarrei sechs Dörfer mit 210 katholischen Familien umfasst. Ziel der neuen Gemeinde sei es, „eine engere und aufmerksamere Seelsorge anzubieten, die regelmäßige Feier der Sakramente zu gewährleisten und die tägliche Heilige Messe für die Gläubigen anzubieten“. Er erinnerte daran, dass „die Eucharistie in den schwierigen Lebenslagen der Menschen eine Quelle der Gnade, des Trostes und der Kraft ist“. „Darüber hinaus ist die Anwesenheit eines ständigen Priesters ein sichtbares Zeichen für die Gegenwart Christi unter seinem Volk“, betonte der Bischof, der auch daran erinnerte, dass die Firmlinge im Sakrament der Firmung „die Gaben des Heiligen Geistes empfangen, der ihnen Trost und Ermutigung spendet und ihre Familien und die gesamte Pfarrgemeinde stärkt“.<br />Das Bistum Kalay, ein Suffraganbistum des Erzbistums Mandalay, liegt im Nordwesten Myanmars, in der Sagaing-Region, wobei sich Teile seines Gebiets auch in den Chin-Staat erstrecken. Zentrum des Bistums ist die Stadt Kalay mit dem Bischofssitz und der Marien-Kathedrale. Die zählt etwa 60.000 katholische Gläubige. Das Bistum grenzt an Indien und umfasst eine ethnisch gemischte Bevölkerung in Grenznähe. Die Region Kalay wurde schwer von dem Bürgerkrieg getroffen, der nach dem Militärputsch von 2021 ausbrach, und befindet sich in einer vielschichtigen Krise: Das soziale Gefüge ist zerstört, junge Menschen sind vor der Zwangsrekrutierung geflohen, und die humanitäre Notlage ist katastrophal.<br />Sagaing ist das Epizentrum des bewaffneten Widerstands gegen die Militär-Junta. In der Gegend kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen burmesischen Armeeeinheiten, den lokalen Volksverteidigungskräften „People’s Defence Forces“ und Chin-Widerstandsgruppen. Die humanitäre Lage ist katastrophal: Es gibt eine hohe Zahl an Binnenvertriebenen, eine Nahrungsmittelkrise, anhaltende Stromausfälle, nur begrenzten Zugang zu medizinischer Versorgung und Hilfsgütern sowie extreme Armut, von der 80 % der Bevölkerung betroffen sind. <br />Die örtliche katholische Kirche und Gemeinden anderer christlicher Konfessionen unterstützen die betroffenen Gemeinschaften, arbeiten aber unter äußerst schwierigen Bedingungen. Aufgrund der Heftigkeit der Kämpfe musste die Ortskirche etwa die Hälfte ihrer Pfarreien schließen, während die meisten Katholiken der Diözese in die Wälder, die Berge des Chin-Staates oder an die Grenze zu Indien geflohen sind, um vor der Gewalt Schutz zu suchen. <br />In der Notsituation hat die Diözese viele der verbliebenen Gebäude in Notunterkünfte umgewandelt und beherbergt schätzungsweise 40.000 Binnenvertriebene verschiedener Ethnien und Glaubensrichtungen, die aus den Kriegsgebieten fliehen. Laut lokalen Quellen greifen reguläre Armeeangehörige gelegentlich Kirchen, Klöster und katholische Schulen an, da sie vermuteten, diese Gebäude würden Rebellen logistische Unterstützung oder Unterschlupf bieten. Zu den im Gebiet Kalay getroffenen und beschädigten Gebäuden gehören: die katholische Kirche in Lungtak, die im Mai 2024 zusammen mit einer nahegelegenen Baptistenkirche durch Luftangriffe der Armee getroffen wurde; die Baptistenkirche im Dorf Pyidaw, die im April 2023 durch Luftangriffe zerstört wurde; und die Baptistenkirche im Dorf Kanan, die während heftiger Kämpfe beschädigt wurde.<br /> <br />Tue, 07 Jul 2026 11:59:29 +0200AMERIKA/ECUADOR - Wichtiger Schritt für die Kirche in der Amazonasregion: Erste kirchliche Versammlung des ecuadorianischen Amazonasgebietshttps://fides.org/de/news/77901-AMERIKA_ECUADOR_Wichtiger_Schritt_fuer_die_Kirche_in_der_Amazonasregion_Erste_kirchliche_Versammlung_des_ecuadorianischen_Amazonasgebietshttps://fides.org/de/news/77901-AMERIKA_ECUADOR_Wichtiger_Schritt_fuer_die_Kirche_in_der_Amazonasregion_Erste_kirchliche_Versammlung_des_ecuadorianischen_AmazonasgebietsQuito – Es war ein wichtiges Ereignis mit potenziell positiven Entwicklungen für die gesamte kirchliche Gemeinschaft des ecuadorianischen Amazonasgebiets: im Rahmen der ersten kirchlichen Versammlung des ecuadorianischen Amazonasgebiets kamen erstmals die sechs Apostolischen Vikariate der Region zusammen und gingen damit einen bedeutenden Schritt auf ihrem gemeinsamen Weg.<br />An dem Treffen, das vom 29. Juni bis 1. Juli 2026 im Bildungshaus „Intipungo“ im Apostolischen Vikariat Puyo stattfand, nahmen Delegationen aus Aguarico, Méndez, Napo, Puyo, San Miguel de Sucumbíos und Zamora sowie Vertreter aus Esmeraldas teil. Laut der Kirchlichen Konferenz von Amazonien diente die Versammlung dem Austausch und der gemeinsamen Entscheidungsfindung nach dem Prinzip des „Gesprächs im Heiligen Geist“ im synodalen Stil.<br />Die Kirchliche Konferenz von Amazonien wurde 2020 in Fortführung der Amazonas-Synode und des Apostolischen Schreibens „Querida Amazonia“ von Papst Franziskus gegründet, das neue Formen der pastoralen Koordination in der Region forderte. In „Querida Amazonia“ rief der Papst die Kirche dazu auf, „die Neuheit des Geistes mutig anzunehmen, der fähig ist, mit dem unerschöpflichen Schatz Jesu Christi immer etwas Neues zu schaffen“ auch durch neue Formen der kirchlichen Organisation. Diese „Erste Kirchliche Versammlung des ecuadorianischen Amazonasgebiets“ ist somit die erste auf nationaler Ebene für die Amazonas-Vikariate Ecuadors, während CEAMA zuvor bereits eigene „panamazonische“ Versammlungen abgehalten hat. An der kirchlichen Versammlung nahmen nicht nur Bischöfe, sondern auch Ordensleute, Laien und Vertreter indigener Völker in einem gemeinsamen Prozess des Zuhörens teil.<br />Bei dem Treffen bekräftigten die Apostolischen Vikariate ihre Mitgliedschaft in der CEAMA und ihre Verpflichtung, die auf der sechsten Vollversammlung des kirchlichen Gremiums festgelegten pastoralen Leitlinien zu übernehmen und in ihre jeweiligen pastoralen Pläne zu integrieren.<br />Laut der offiziellen Website von CEAMA wurde das Treffen mit einer Eucharistiefeier eröffnet, der Bischof Rafael Cob García, Apostolischer Vikar von Puyo, vorstand. Er rief die Kirche dazu auf, die Verbundenheit mit den Völkern des Amazonasgebiets zu stärken und das Leben sowie das gemeinsame Haus zu schützen.<br />Besonderes Augenmerk lag auf dem kirchlichen Weg im Amazonasgebiet, der von den Erfahrungen des länderübergreifenden kirchlichen Netzwerks REPAM über die Amazonas-Synode bis hin zur Gründung von CEAMA reicht. CEAMA wurde während der Versammlung als Organisation vorgestellt, die die lokalen Kirchen der Region konkret unterstützen soll. „Die Versammlung widmete sich zudem der Stärkung der Kultur der Fürsorge durch die Auseinandersetzung mit der Prävention von Missbrauch und der Förderung sicherer Umgebungen im Kontext der Verkündigung des Evangeliums“, heißt es in einer Pressemitteilung der CEAMA.<br />Wie in den „Pastoralen Horizonten 2026–2030“ der CEAMA zusammengefasst, bekräftigten die Teilnehmenden mehrere gemeinsame Prioritäten, darunter „die Notwendigkeit, die Evangelisierung mit einer amazonischen Identität zu stärken, die Beteiligung der Gemeinden zu fördern, Bildungsprozesse zu festigen, die Führungsrolle indigener Völker zu stärken und die Bemühungen in den verschiedenen Gebieten weiterhin zu koordinieren“. Zu den konkreten Ergebnissen der Versammlung gehörte, dass jedes Vikariat einen Vertreter für ein nationales CEAMA-Koordinierungsteam ernannte, das mit der Überwachung der Umsetzung pastoraler Prioritäten und der Stärkung der Vernetzung beauftragt ist. Laut einer am Ende der Versammlung veröffentlichten Erklärung bekräftigte die Versammlung ihr Engagement für den Weg einer „synodalen, interkulturellen und missionarischen Kirche, die tief in der Realität der Völker Amazoniens verwurzelt ist“.<br />Wenige Monate nach seiner Wahl sandte Papst Leo XIV. ein ausführliches Telegramm an die Bischöfe, die vom 17. bis 20. August 2025 an der Amazonas-Konferenz in Bogotá teilnahmen . „Es ist von wesentlicher Bedeutung“ heißt es in dem vom Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, unterzeichneten Telegramm, „dass Jesus Christus den Bewohnern des Amazonasgebiets mit Klarheit und großer Liebe verkündet wird“. „In dieser Mission werden wir von der Gewissheit angetrieben, die durch die Geschichte der Kirche bestätigt wird, dass dort, wo der Name Christi verkündet wird, die Ungerechtigkeit proportional zurückgeht“, heißt es weiter. Papst Leo dankte den Bischöfen für „ihre Bemühungen, das Wohl der Kirche für die Gläubigen der geliebten Amazonasregion zu fördern“ und forderte sie auf, „auf der Grundlage der einem ‚bischöflichen Organismus‘ eigenen Einheit und Kollegialität Wege zu suchen, die Diözesanbischöfe und Apostolischen Vikare konkret und wirksam bei der Erfüllung ihrer Mission zu unterstützen.“<br /> <br />Tue, 07 Jul 2026 11:06:45 +0200AMERIKA/VENEZUELA - Zahl der Toten und Verletzten steigt: Hilfsmaßnahmen gehen weiterhttps://fides.org/de/news/77899-AMERIKA_VENEZUELA_Zahl_der_Toten_und_Verletzten_steigt_Hilfsmassnahmen_gehen_weiterhttps://fides.org/de/news/77899-AMERIKA_VENEZUELA_Zahl_der_Toten_und_Verletzten_steigt_Hilfsmassnahmen_gehen_weiterLa Guaira – In Venezuela gehen die Hilfsmaßnahmen weiter. Die Opferzahlen des doppelten Erdbebens, das das Land heimgesucht hat, sind weiterhin vorläufig; nach einer von der venezolanischen Regierung veröffentlichten Schätzung belaufen sich die Todesopfer auf 3.300 und die Verletzten auf 16.700. Die Krankenhäuser in Caracas und La Guaira nehmen weiterhin Verletzte auf und arbeiten unter hohem Druck. Auf dem Friedhof von La Esperanza in La Guaira wurden unterdessen über 150 nicht identifizierte Leichen beigesetzt.<br />Am Samstag, dem 4. Juli, begab sich eine Gruppe von sechs Ordensschwestern unter der Leitung von Schwester Maria Eugenia Ramos Rangel, der Provinzialoberen der Ordensprovinz Venezuela der Don-Bosco-Schwestern, den Bundesstaat La Guaira, eines der am stärksten betroffenen Gebiete . „In Naiguatá und Catia La Mar haben wir medizinische Hilfsgüter und Medikamente an verschiedene Gesundheitseinrichtungen geliefert; Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel, Windeln und Matratzen direkt an die Betroffenen. Nach Caraballeda haben wir Handschuhe, Masken und Schutzbrillen für die venezolanischen Freiwilligen gebracht, die trotz begrenzter Ressourcen unermüdlich im Einsatz sind“, heißt es dazu in einer Verlautbarung der Ordensgemeinschaft.<br /> „Wir sind Gott dankbar, dass er uns die Möglichkeit gegeben hat, eine Brücke zu bauen, damit Spenden des Multidisziplinären Forschungs- und Dienstleistungscampus der ‚Universidad de Los Andes‘, der Liefer- und Transportplattform ‚Yummy‘, unserer Alumni und anderer Spender in Venezuela und im Ausland die Bedürftigen direkt erreichen können“, heißt es in der Erklärung der Salesianerinnen in Venezuela. „Dadurch konnten wir auch den Schmerz derer teilen, die alles verloren haben, und die Hingabe und das Engagement der venezolanischen und ausländischen Rettungskräfte, der Freiwilligen aus anderen Landesteilen, der Ärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute, die vor Ort ihr Bestes geben, mit eigenen Augen sehen.“<br />„In meinen Gebeten denke ich stets an die Opfer des Erdbebens und an das gesamte venezolanische Volk: Der Herr stehe euch in dieser so schweren Zeit bei“, bekräftigte Papst Leo am Ende des Angelusgebets mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen am Sonntag, dem 5. Juli, in seinem Grußwort an den Chor der Universität Mérida in Venezuela.<br /> Mon, 06 Jul 2026 12:51:48 +0200Bischöfe rufen zu nationaler Aussöhnung auf: “Gemeinwohl muss über Eigeninteressen stehen“https://fides.org/de/news/77898-Bischoefe_rufen_zu_nationaler_Aussoehnung_auf_Gemeinwohl_muss_ueber_Eigeninteressen_stehenhttps://fides.org/de/news/77898-Bischoefe_rufen_zu_nationaler_Aussoehnung_auf_Gemeinwohl_muss_ueber_Eigeninteressen_stehenPanama-Stadt – Zum Abschluss der 225. Ordentlichen Vollversammlung, die vom 29. Juni bis 3. Juli stattfand, veröffentlichten die Bischöfe Panamas eine offizielle Verlautbarung mit dem Titel „Ein Wort des Glaubens und der Hoffnung für unser Volk – ‚Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen‘ “. Darin betrachten die panamaischen Bischöfe die gegenwärtige soziale, politische und institutionelle Krise des Landes im Lichte des Evangeliums und bringen einen dringenden nationalen „Appell zu einer neuen Begegnung“ auf den Weg, mit dem Ziel Versöhnung und Dialog zu fördern. <br />Die Bischofskonferenz hebt einen „entscheidenden“ Moment in der panamaischen Geschichte hervor, der von Polarisierung und einem schwächer werdenden Dialog, aber auch von wachsendem Misstrauen gegenüber Institutionen, wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Arbeitslosigkeit und Unsicherheit geprägt ist, die insbesondere Familien und junge Menschen belasten. Zu dieser internen Situation kommen Spannungen um den Panamakanal hinzu, der unter den Auswirkungen von klimabedingter Dürre und zunehmendem geopolitischem Druck auf die Verwaltung seiner Infrastruktur leidet.<br />In diesem Kontext, nach Tagen des Gebets, des Hörens auf das Wort Gottes, der Diskussion und der Besinnung, erinnern die Bischöfe an die Aufforderung von Papst Leo XIV., „die Zeichen der Zeit zu hören, zu erkennen und zu deuten“ , und rufen alle dazu auf, das Land als „eine nationale Familie“ neu zu entdecken. Ziel ist es, Vertrauen wiederherzustellen, die Logik der Konfrontation zu überwinden und das Gemeinwohl über Eigeninteressen und parteipolitische Kalkulationen zu stellen.<br />Die Bischöfe betonen die zentrale Bedeutung der Menschenwürde als Grundlage des nationalen Lebens: „Kein politisches, wirtschaftliches oder eigenes Interesse darf darüber stehen“. Daher der Aufruf, die Rechtsstaatlichkeit, die Unabhängigkeit der Gewalten und die Glaubwürdigkeit der Institutionen zu stärken – unerlässliche Voraussetzungen für eine versöhnte, gerechte und friedliche Gesellschaft in einem Land, in dem Proteste und unbefristete Streiks in den letzten Jahren Korruption, Gewalt und Ungleichheit offengelegt haben.<br />Besonderes Augenmerk gilt dem Strafvollzugssystem. Diejenigen, denen die Freiheit entzogen wurde, leben, wie die Bischöfe betonen, in einem überfüllten, gewalttätigen und verzweifelten Umfeld, das oft keine Zukunftsperspektive bietet. Die Kirche erkennt zwar das Recht der Gesellschaft auf Sicherheit an, bekräftigt aber, dass kein Verbrechen und kein Umstand die Würde der Inhaftierten auslöschen darf, und fordert eine Strafvollzugspolitik, die – ohne auf Gerechtigkeit zu verzichten – die umfassende Rehabilitation, die soziale Wiedereingliederung und die Achtung der Grundrechte fördert.<br />Ein weiterer Abschnitt des Textes befasst sich mit dem Thema Wasser, das sowohl im Alltag als auch in der nationalen Strategie zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Wir sind zutiefst besorgt“, schreiben die Bischöfe, „denn die Zahl der Bevölkerungsgruppen, die unter dem Mangel an ausreichendem und kontinuierlichem Zugang zu Trinkwasser leiden, wächst“. Wasser wird als „eine Gabe Gottes, ein grundlegendes Menschenrecht und ein Gemeingut, das geschützt und für alle gewährleistet werden muss“ definiert, unter Bezugnahme auf die Enzyklika“ Laudato si’“ erinnern die Bischöfe daran, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein „grundlegendes, fundamentales und allgemeines Menschenrecht“ ist.<br />In diesem Kontext hat die durch El Niño ausgelöste Dürre den Schiffsverkehr im Panamakanal bereits reduziert und die Debatte über große Wassereinzugsgebiete sowie die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Erweiterungsprojekten neu entfacht.<br />Genau aus diesem Grund hatten die Bischöfe „in einer Atmosphäre des Respekts, des Zuhörens und des Dialogs“ im Rahmen der Versammlung sowohl Vertreter der Panamakanalbehörde als auch der Gemeinden von Río Indio, Donoso und anderer Gebiete eingeladen, die vom strategischen Wasserprojekt für den Kanal betroffen sind und in denen es zu Spannungen und Protesten gekommen war. Die Bischofskonferenz dankt beiden Seiten für ihre Bereitschaft, ihre jeweiligen Anliegen vorzutragen, und bekräftigt, dass nur ein aufrichtiger und respektvoller Dialog die Schaffung dauerhafter Lösungen ermöglicht, die nationale Interessen mit den Rechten der lokalen Gemeinschaften, ihrer Beteiligung an Entscheidungsprozessen und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung in Einklang bringen.<br />Der Text drückt auch die Verbundenheit der Bischöfe mit dem venezolanischen Volk aus, das von einem verheerenden Erdbeben getroffen wurde, sowie mit den panamaischen Familien, die von den jüngsten Bränden in der Hauptstadt betroffen sind. Um diese Solidarität in konkrete Gesten umzusetzen, wird am Sonntag, dem 5. Juli, während aller Gottesdienste zu einer Spendenkollekte aufgerufen, deren Erlös den Brüdern und Schwestern in Venezuela zugutekommt. <br />Die Bischöfe vertrauen die Ergebnisse der Versammlung der mütterlichen Fürsprache der „Santa Maria la Antigua“, der Schutzpatronin des Landes, an und bekräftigen ihr Engagement für die Verkündigung des Evangeliums, den Schutz der Würde jedes Menschen, die Unterstützung von Familien, die Förderung der Versöhnung und den unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und das Gemeinwohl. In Anlehnung an Papst Leo XIV. rufen sie alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf sich zu fragen, welches Panama sie künftigen Generationen hinterlassen wollen, und erinnern dabei an die Seligpreisung aus dem Evangelium: „Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ .<br /> <br />Mon, 06 Jul 2026 12:29:20 +0200ASIEN/MALAYSIA - Erzbischof Leow über das Leben der Kirche in Malaysia: „Die Erneuerung muss bei uns beginnen, sonst sind wir wie ein leerer Gong“https://fides.org/de/news/77897-ASIEN_MALAYSIA_Erzbischof_Leow_ueber_das_Leben_der_Kirche_in_Malaysia_Die_Erneuerung_muss_bei_uns_beginnen_sonst_sind_wir_wie_ein_leerer_Gonghttps://fides.org/de/news/77897-ASIEN_MALAYSIA_Erzbischof_Leow_ueber_das_Leben_der_Kirche_in_Malaysia_Die_Erneuerung_muss_bei_uns_beginnen_sonst_sind_wir_wie_ein_leerer_GongVon Paolo Affatato<br /><br />Kuala Lumpur – Die katholische Gemeinde in Malaysia ist aufgerufen, „sich auf einen Weg der Erneuerung, der Mission und der prophetischen Taten zu begeben, und die Zeichen der Zeit zu erkennen, sonst droht sie, wie ein leerer Gong zu verhallen“, dies bekräftigt der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Malaysia, Singapur und Brunei, Erzbischof Julian Leow Beng Kim von Kuala Lumpur. Nach seiner Rückkehr vom „Ad-limina“-Besuch im Vatikan sprach der Erzbischof mit Fides über das kirchlichen Lebens im Land, das sich im Hinblick auf die große Nationale Pastorale Versammlung in Sibu im Bundesstaat Sarawak in einem Prozess der inneren Erneuerung befindet. Die Versammlung soll die vielfältigen kulturellen Identitäten des Landes vereinen. Erzbischof Leow zeichnet das Bild einer kleinen, aber dynamischen Gemeinde, die in einem multiethnischen und multireligiösen Kontext lebt und aufgerufen ist, inmitten des interreligiösen Dialogs, sozialer Herausforderungen und neuer kultureller Verletzlichkeiten zu wachsen.<br /> „Die katholische Gemeinde in Malaysia ist dynamisch und wächst stetig“, bemerkt der Erzbischof, merkt aber gleichzeitig an, dass sie in einem mehrheitlich muslimischen Land „innerhalb recht starrer politischer, rechtlicher und sozialer Grenzen“ existiert. Obwohl die Religionsfreiheit in der Verfassung garantiert ist, bestehen weiterhin einige praktische Einschränkungen: „Im Gegensatz zu Brunei können wir zwar noch neue Kirchen bauen, aber die Genehmigungsverfahren der Behörden sind recht streng“, erklärt er und weist darauf hin, dass die Behörden die Größe und Höhe der Gebäude im Verhältnis zur Anzahl der Gläubigen begrenzen. „Aber wir können bauen, und das ist gut so.“<br />Trotz dieser Einschränkungen wächst die Kirche weiter. Allein im Erzbistum Kuala Lumpur werden jährlich zwischen 600 und 700 neue Erwachsenentaufen im Rahmen des Ritus der christlichen Initiation Erwachsener gespendet, zusätzlich zu den Taufen von Kindern aus katholischen Familien. Diese neuen Katholiken kommen aus anderen Religionen oder verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes und Borneos. „Malaysia ist eine pluralistische Gesellschaft“, bemerkt der Erzbischof, erinnert aber daran, dass die Malaien, die Mehrheitsbevölkerung, Muslime sind und laut Verfassung nicht zum Christentum konvertieren können.<br />Etwa 3 % der malaysischen Bevölkerung ist katholisch, was etwa 1,3 Millionen Gläubigen entspricht, während Christen insgesamt etwa 9 % ausmachen. Die kirchliche Präsenz ist jedoch ungleich verteilt: Rund 70 % der Katholiken leben in den östlichen Bundesstaaten Sabah und Sarawak auf Borneo, wo das Christentum tief in der indigenen Bevölkerung verwurzelt ist. Auf der malaiischen Halbinsel hingegen bildet die katholische Gemeinde eine kleine Minderheit, die sich hauptsächlich in den Großstädten konzentriert. <br />Auch Migranten leisten einen wichtigen Beitrag zum Leben der Kirchengemeinden. „Viele junge Menschen kommen aus Myanmar, um dem Krieg zu entfliehen“, sagt Erzbischof Leow. Es gibt auch Flüchtlinge aus Pakistan, die oft vor Gewalt fliehen, sowie Menschen aus dem Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens. „Manche kommen, um zu arbeiten, andere sind echte Flüchtlinge. Malaysia erweist sich als ein gastfreundliches Land“, sagt er.<br />Die Lebendigkeit der Kirche lasse sich auch an der Beständigkeit der neuen Bekehrungen zum katholischen Glauben messen. „Wir verzeichnen weiterhin viele Konversionen, sowohl Erwachsenen- als auch Kindertaufen“, bemerkt der Erzbischof. „In Malaysia, Singapur und Brunei zusammen spenden wir jedes Jahr Tausende von Taufen. Deshalb blicken wir hoffnungsvoll in die Zukunft unserer Gemeinschaft“, fügt er hinzu.<br />Als größte Herausforderung nennt Erzbischof Leow vor allem Säkularismus und religiöse Gleichgültigkeit. „Wir leben in einer hochtechnologisierten Gesellschaft, in der sich viele Menschen nicht mehr für das spirituelle Leben und Gott interessieren.“ Auch die Pandemie habe das kirchliche Leben geprägt. „Nach Covid blieben viele junge Menschen dem Gottesdienst fern, und einige Ältere gewöhnten sich daran, die Messe online zu verfolgen. Doch nun kehren sie langsam zurück.“ Hinzu komme die Verbreitung von Fehlinformationen in der digitalen Welt, die ebenfalls zur Verwirrung über das Leben der Kirche beiträgt.<br />In einem multireligiösen Kontext ist der interreligiöse Dialog einer der prägenden Aspekte der katholischen Präsenz im Land. Die Kirche beteiligt sich aktiv an Organisationen, in denen sich Christen, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Taoisten zusammenschließen, um gemeinsam Probleme von gemeinsamem Interesse anzugehen. „Wenn wir mit einer Stimme sprechen, hört die Regierung zu“, sagt Erzbischof Leow. Die Gespräche betreffen sensible Themen wie Religionsfreiheit, Konversionen oder Kontroversen um Gotteshäuser aus der Kolonialzeit, die heute von Landbesitzstreitigkeiten betroffen sind. Obwohl er die Existenz kleiner islamistischer Extremistengruppen bestätigt, stellt der Erzbischof fest: „Im Allgemeinen leben wir in Frieden und Harmonie“, und die Regierung ist bestrebt, das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften zu wahren.<br />Auch im Bereich der Priesterberufungen gibt es Lichtblicke und Schattenseiten. In ganz Malaysia gibt es etwa 85 Seminaristen in Kleinen und Großen Seminaren, aus den neun Diözesen des Landes; 17 davon gehören dem Erzbistum Kuala Lumpur an. „Das ist ein positives Zeichen, aber es reicht nicht aus“, kommentiert der Erzbischof. „Ich habe gerade zwei neue Priester geweiht, aber gleichzeitig gehen einige ältere Priester in den Ruhestand. Wir brauchen weiterhin Priesterberufungen.“ Und der Rückgang der Berufungen zum Ordensleben, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, ist noch deutlicher zu erkennen.<br />Zu den Ursachen für den Rückgang der Berufungen zählt Bischof Leow auch die Veränderungen an den katholischen Schulen. Obwohl diese weiterhin hohes Ansehen genießen und von Schülern aller Glaubensrichtungen besucht werden, werden sie heute überwiegend von Laien geleitet, da die Regierung die Trägerschaft durch Ordensgemeinschaften nicht gestattet. „Es gibt nicht mehr viele Ordensleute an den Schulen“, bemerkt er. „Darüber hinaus ist die Präsenz religiöser Symbole in Westmalaysia sehr gering, und viele Schulleiter sind nicht katholisch. So ist das tägliche Zeugnis, das über Generationen hinweg die Entstehung neuer Berufungen gefördert hat, verschwunden“, erklärt er. <br />Was den kirchlichen Weg betrifft, blickt die katholische Kirche in Malaysia mit einem Bewusstsein der Erneuerung und Mitverantwortung in die Zukunft: „Wir bereiten uns auf die Nationale Pastoraleversammlung Malaysias vor, die im kommenden September stattfinden wird“, erklärt Erzbischof Leow. Sie bietet der gesamten Kirche des Landes die Gelegenheit, darüber zu diskutieren, „wie wir unsere Mission authentisch und mutig leben können“. Erzbischof Leow fasst die Stimmung des Treffens zusammen: „Wir sind aufgerufen, prophetisch zu handeln. Die Erneuerung muss bei uns beginnen, sonst sind wir wie ein leerer Gong.“ Zu den zentralen Themen der Versammlung gehören die gemeinsame Verantwortung von Klerus und Laien sowie die Einbindung der jungen Generationen: „Wir sind aufgerufen, den jungen Menschen Priorität einzuräumen“, erklärt der Erzbischof und warnt, dass die Kirche „ihre Zukunft zu verlieren riskiert, wenn sie die Jugendlichen in den Herausforderungen unserer Zeit, die auch durch die Isolation der digitalen Kultur geprägt sind, nicht begleitet.“<br />Der starke Fokus auf junge Menschen wird im Vorfeld des nächsten Weltjugendtags im August in Südkorea deutlich: Der Erzbischof hofft, mindestens 500 Jugendliche aus seiner Diözese und etwa 2000 aus ganz Malaysia begleiten zu können. Doch das eigentliche Ziel reicht über diese eine Veranstaltung hinaus. „Junge Menschen suchen Antworten auf die großen Fragen des Lebens“, bemerkt er. „Unser Glaube kann sie uns geben, aber wir müssen lernen, sie in ihrer Sprache zu vermitteln.“ Deshalb betont er die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Begleitung: „Eine große Veranstaltung alle drei oder vier Jahre reicht nicht aus. Wenn die jungen Menschen in ihre Diözesen und Gemeinden zurückkehren, müssen wir sie weiterhin begleiten und ihnen eine Seelsorge anbieten, die ihre Sprache und Bedürfnisse anspricht, um ihnen zu sagen: Christus ist in jedem Augenblick und in jedem Bereich eures Lebens bei euch.“<br />Die malaysische Kirche setzt ihre Hoffnung auf ein Zeugnis in der Gesellschaft. „Ich hoffe, wir können unseren Glauben stärken, um ein authentisch Zeugnis vom Evangelium abzulegen und ein Leuchtfeuer für die ganze Nation zu sein“, sagt Erzbischof Leow. „Ich wünsche mir, dass die Kirche nicht nur Katholiken hilft, sondern allen Menschen, Sinn im Leben und Antworten auf ihre tiefsten Fragen zu finden“, sagt er.<br />Nach dem „Ad-limina“-Besuch, fügt er hinzu, bleibt ein Wunsch bestehen: „Wir hoffen, Papst Leo XIV. eines Tages in Malaysia begrüßen zu dürfen, damit er den Glauben der Katholiken stärkt und der gesamten Region ein Friedenszeugnis gibt“. Mit Blick auf den Papst betont der Erzbischof die große Wertschätzung, die er genießt, auch unter Muslimen: „Seine Worte gegen den Krieg und für die unschuldigen Opfer, insbesondere im Nahen Osten und im Gazastreifen, werden sehr geschätzt“, bemerkt er. „Ich erhalte Nachrichten von Menschen, die uns danken, nachdem sie die Reden des Papstes gehört haben“, schließt er und merkt an, dass dies auch zur Stärkung der Glaubwürdigkeit der Kirche in der malaysischen Gesellschaft beiträgt.<br /><br />Mon, 06 Jul 2026 11:41:15 +0200Erzbischof von Reims über die neuen Katechumenen und die frühen Christen: „Der Papst wird in Frankreich auf eine Kirche treffen, die sich im Wandel befindet“https://fides.org/de/news/77888-Erzbischof_von_Reims_ueber_die_neuen_Katechumenen_und_die_fruehen_Christen_Der_Papst_wird_in_Frankreich_auf_eine_Kirche_treffen_die_sich_im_Wandel_befindethttps://fides.org/de/news/77888-Erzbischof_von_Reims_ueber_die_neuen_Katechumenen_und_die_fruehen_Christen_Der_Papst_wird_in_Frankreich_auf_eine_Kirche_treffen_die_sich_im_Wandel_befindetVon Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Reims – Am 30. Juni ernannte Papst Leo XIV. Éric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims, zum Mitglied des Dikasteriums für die Evangelisierung . <br />Der frühere Vorsitzender der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof De Moulins-Beaufort, brachte vor sechs Jahren in seiner Diözese ein Projekt zur missionarischen Erneuerung auf den Weg, das – wie viele andere auch – insbesondere mit dem dringenden Bedarf verbunden ist, der sinkenden Zahl von Priestern entgegenzuwirken.<br />Der Theologe und Spezialist für Henri de Lubac sprach mit Fides über seinen Ansatz zur Mission in einem Land, das nicht nur „säkularisiert“ sei, sondern, wie er selbst sagt, von dem „Wunsch geprägt ist, sich außerhalb Gottes und sogar außerhalb des Gottes Jesu Christi zu verankern“.<br /><br />Sie wurden kurz vor dem Frankreichbesuch von Papst Leo XIV. zum Mitglied des Dikasteriums für die Evangelisierung ernannt. Wenn Sie dem Papst die Kirche, die er in Frankreich treffen wird, kurz beschreiben müssten, wie würden Sie vorgehen?<br /><br />Er wird in Frankreich eine Kirche erleben, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Wir müssen uns daran gewöhnen, mit einer geringeren Anzahl von Priestern zu leben, auch wenn wir immer auf neue Priesteramtskandidaten hoffen können. Der Rückgang der Priesterzahlen ist aufgrund des Weggangs, der Pensionierung und des Versterbens, die zahlreiche Priestergenerationen geprägt haben, noch lange nicht abgeschlossen. Diese Kirche hat zudem die Folgen der Enthüllungen über sexuellen und spirituellen Missbrauch sowie der Betrug, der in einigen kirchlichen Stiftungen und Einrichtungen, die einst vielversprechend schienen, ans Licht kam, am stärksten zu spüren bekommen.<br />Dies ist also eine Kirche, die einen Wandel ihres pastoraler Strukturen durchläuft, eine Kirche, die seit einiger Zeit sucht und dabei vielfältige und, wie ich finde, interessante Erfahrungen gemacht hat: Es herrscht Eifer, Begeisterung und der Wunsch, das Evangelium zu verkünden. Sie wandelt sich, um klarer, weniger unbedarft und selbstkritischer zu werden und zu hinterfragen, was ihre Struktur bewirken kann. Dadurch wird sie besser in der Lage sein, diejenigen willkommen zu heißen, die neu kommen, und Christus wahrhaftig zu dienen. Schließlich befinden wir uns in einem Moment der Weltgeschichte, in dem die Ängste die Hoffnungen für die Zukunft überwiegen. Was sich in den letzten zwei, drei Jahren verändert hat, ist, dass das, was einst selbstverständlich schien, wie ein einfacher Akt des Glaubens – den Namen Christi auszusprechen, auf die Gestalt Christi zu schauen –, heute von vielen Katechumenen und Konfirmanden, insbesondere von den jüngeren Generationen, als besonders interessant und erhellend wahrgenommen und erlebt wird.<br /><br />Welche Früchte beginnen wir in dieser Zeit des Wandels in der Kirche zu sehen?<br /><br />Ich denke dabei gewiss an Katechumenen, aber auch an echtere geschwisterlichere Beziehungen in der Diözesen- und Pfarreiorganisation, an die Suche nach neuen Wegen und einem tieferen Glaubensverständnis.<br />Heute können wir uns nicht länger auf ein christliches „Gepäck“ verlassen, das wir wie die Luft zum Atmen empfangen. Christen müssen innerlich gestärkt werden, damit sie in der geistlichen Freiheit Christi wahrhaft frei sind. Viele Christen freuen sich zum Beispiel darüber, dass sie Gebete leiten können: nicht um den Platz der Priester einzunehmen, sondern um das gemeinsames Priestertum aller Gläubigen voll auszuüben.<br />Dies ermöglicht es uns auch, im Hinblick auf die Frage der Weiheämter deutlicher hervorzuheben, was dem geweihten Dienst – Bischof, Priester, Diakon – eigen ist. Das Taufpriestertum, dieses gemeinsame Priestertum, wird als der wahre Kern der Kirche wiederentdeckt. Ich spüre, dass es in den letzten zehn Jahren in dieser Frage einen großen Wandel gegeben hat, und das ist vielversprechend.<br /><br />Wie interpretieren Sie das Paradoxon eines Frankreichs, das als zutiefst säkularisiert beschrieben wird, aber gleichzeitig von Religion fasziniert ist, das immer wieder in der öffentlichen Debatte auftaucht?<br /><br />Es ist, wie Sie sagen, ein wahrhaft französisches Paradoxon. Frankreich ist säkularisiert, doch was es auszeichnet, ist, dass das moderne Frankreich sich auf ein stärkeres Streben nach Autonomie von Gott als die bloße Säkularisierung selbst gegründet hat. Es besteht der spezifische Wunsch, sich außerhalb Gottes, ja sogar ganz bewusst außerhalb des Gottes Jesu Christi, zu erschaffen.<br />Ich glaube, dies ist Teil der Offenbarung des Gottes Israels, die sich auch durch Widersprüche manifestiert: Es ist ein historischer Moment, nicht das letzte Wort. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dies großes Interesse und Aufmerksamkeit hervorruft. Wir haben es erst kürzlich gesehen: Der Tod von Papst Franziskus und die Wahl von Papst Leo haben in Frankreich außerordentliches Interesse geweckt.<br />Den Franzosen ist sehr wohl bewusst, dass der christliche Glaube eine Schule der Freiheit ist. Sie verstehen Freiheit spontan als Autonomie und Emanzipation, doch man kann auch erkennen, dass sie in Konsens, Akzeptanz, Gastfreundschaft und einer gewissen Abhängigkeit von Gott, der letztendlich mehr befreit, noch größer ist. In Frankreich prallen all diese Aspekte aufeinander: das Bedürfnis nach Emanzipation und das Bewusstsein für den Reichtum dessen, was der Glaube an Gott zu bieten hatte und immer noch bieten kann.<br /><br />Wie ist das Phänomen der Katechumenen zu bewerten: als Indikator für missionarische Lebendigkeit oder als Zeichen, das mit Vorsicht zu betrachten ist?<br /><br />Ich lese es in erster Linie als ein Geschenk Gottes, als eine Ermutigung. Es ist nicht das Ergebnis besonders erfolgreicher Seelsorge: Wir haben keine Wunderlösung gefunden. Ich glaube, diese Katechumenen sind ein Geschenk Gottes, um uns in der pastoralen Erneuerung und der Läuterung unserer Sichtweise zu bestärken.<br />Beim Lesen ihrer Briefe fallen mir zwei Dinge auf. Erstens: Die große Triebkraft ist die Entdeckung eines neuen Lebensweges in der Begegnung mit Christus: in Frieden, in Offenheit gegenüber anderen, jenseits von Groll und Wut, in Hoffnung. Nur wenige äußern den Wunsch, „das Frankreich von einst wiederzuentdecken“: Was ich sehe, ist die Entdeckung eines anderen Lebensweges, manchmal erahnen wir ihn in Menschen, die uns nahestehen, manchmal entdecken wir ihn in einer Prüfung oder einer unerwarteten Begegnung.<br />Das zweite Element ist, dass sie sich sehr selbstverständlich den theologischen Wortschatz der Heiligen Schrift und der Liturgie aneignen. Sie sprechen von Sünde nicht als bloßem moralischen Versagen, sondern als „Verfehlen des Ziels“, als innerer Ablehnung, deren Eitelkeit plötzlich enthüllt wird, mit Begriffen, die dem heiligen Paulus und der Liturgie entlehnt sind, beispielsweise „Sklaverei“. Die Kraft ihrer spirituellen Erfahrung führt sie dazu, die Sprache der frühen Christen wiederzuentdecken: einfach und sehr kraftvoll.<br /><br />Wie beeinflussen diese Briefe Ihre eigene Sichtweise auf die Mission und die Verkündigung des Evangeliums?<br /><br />Lange Zeit verstand ich unter Mission den Mut, unser „Produkt“ Menschen anzubieten, die es nicht kennen und kein Interesse daran haben. Nach und nach begriff ich, dass Mission auch bedeutet, dort gesandt zu sein, wo wir uns befinden, die Last auf sich zu nehmen und vor Gott das Schicksal der gesamten Menschheit zu tragen.<br />Die Wirksamkeit der Mission bemisst sich nicht allein an der Anzahl der Mitglieder in der Kirche. Sie gehört zum Geheimnis des Kreuzes: Wir nehmen die Einheit mit Christus an, um das Schicksal der Menschheit zu tragen, und der Vater antwortet, wie er will. Wir müssen uns überall, wo wir sind, als Christen verhalten – mit Hingabe und Wahrhaftigkeit –, im Vertrauen darauf, dass das Werk Gottes, der die Menschheit zur Fülle des Lebens führen will, vollendet wird.<br />Das Thema der Papstreise lautet „Damit die Welt das Leben habe“. Dies geschieht durch die Freiheit, auszudrücken, was die Quelle ist, die uns Leben schenkt, durch das Bedürfnis zu erkennen, was Jesus uns gibt – und was er allein uns geben kann – und Zeugnis abzulegen von dieser Gabe, die wir in den Sakramenten feiern und zu deren Leben wir in all unseren Begegnungen, auch im gesellschaftlichen Leben, aufgerufen sind.<br /><br />Wie hat sich die in Reims auf den Weg gebrachte missionarische Reform konkret gestaltet, und welche ersten Ergebnisse sind bereits zu verzeichnen?<br /><br />Konkret habe ich dieses Jahr eine Reihe von Pastoralbesuchen begonnen, die ich bisher aufgrund meiner Tätigkeit in der Bischofskonferenz und der damit verbundenen häufigen Abwesenheit von der Diözese nicht umfassend durchführen konnte.<br />Ich habe begonnen, Zeit in den verschiedenen Missionseinheiten zu verbringen: Zwei der elf habe ich bereits besucht, und ich bin noch lange nicht fertig, werde die Besuche aber im nächsten Jahr intensivieren. Wir möchten auch den synodalen Prozess nutzen, zu dem wir eingeladen sind, um unsere Erfahrungen auszudrücken, zu formulieren und zu evaluieren. Wir freuen uns sehr, dass die Saint-Martin-Gemeinschaft zugestimmt hat, eine neue Missionseinheit zu übernehmen, die aus einem zu großen Gebiet entstanden ist, und eigens zu kommen, um die tiefgreifenden Intuitionen unseres Pastoralprojekts zu erfahren. Dies wird unser Projekt neu beleben. Insgesamt denke ich, dass sich die grundlegenden Visionen bestätigt haben. Sie ermöglichen es uns, nicht übermäßig von der Größe des Gebiets und der geringen Priesterzahl im Vergleich zu unserem Wirkungsfeld belastet zu werden. Offenbar sind unsere Kräfte schwächer als wir angenommen hatten: Die Zahl der Priester und Diakone ist geringer als die, mit der wir gerechnet hatten, auch im Hinblick auf die Ziele, die wir uns selbst gesetzt hatten.<br /><br />Wie haben Sie in Reims sichergestellt, dass die vor sechs Jahren begonnene missionarische Transformation nicht auf eine einfache Strukturreform reduziert wurde? Und welche Früchte sehen Sie?<br /><br />Die Versuchung, zu glauben, dass sich Dinge durch Strukturreformen, Managementtechniken oder Kommunikationsstrategien verbessern lassen, ist ein weit verbreitetes menschliches Problem. Konkrete Erfolge sind notwendig, doch wir wollten die drei Aufgaben des Priesters neu ordnen: Lehre, Heiligung und Leitung.<br />Allzu oft wird viel Zeit mit Leitung – also Verwaltung – verbracht, die Heiligung erfolgt dann durch die Feier der Sakramente, und die Verkündigung geschieht oft „wenn Zeit dafür bleibt“. Nun ist die theologische Reihenfolge umgekehrt: zuerst ein Wort der Verheißung, des Lebens, der Befreiung, des Trostes; dann die Heiligung; schließlich die Leitung. Leitung besteht nicht in Verwaltung oder Anweisung, sondern darin, Christen zu unterstützen, damit sie Gottes Weg besser gehen können. Wir müssen unsere Finanz- und Organisationsstruktur weiter optimieren, um offener für das Wort, die Sakramente und die Begegnungen zu sein, in denen wir gemeinsam wachsen.<br /><br />Mon, 06 Jul 2026 10:11:07 +0200AMERIKA/KOLUMBIEN - Sinkende Priesterzahlen: Bischöfe beraten über die Ausbildung von Priesternhttps://fides.org/de/news/77900-AMERIKA_KOLUMBIEN_Sinkende_Priesterzahlen_Bischoefe_beraten_ueber_die_Ausbildung_von_Priesternhttps://fides.org/de/news/77900-AMERIKA_KOLUMBIEN_Sinkende_Priesterzahlen_Bischoefe_beraten_ueber_die_Ausbildung_von_PriesternBogotá – Wie kann man Priester heute so ausbilden, dass sie den Bedürfnissen der Kirche in Kolumbien gerecht werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 121. Vollversammlung der kolumbianischen Bischöfe, die vom 6. bis 10. Juli in Bogotá stattfindet.<br />Unter dem Motto „Priesterausbildung in synodaler und missionarischer Perspektive“ kommen zu der Vollversammlung insgesamt 90 kolumbianische Bischöfe zusammen, um über Leben und Sendung der Kirche zu beraten. An der Versammlung nehmen auch Seminarrektoren und Ausbilder, Seminaristen, Ordensleute sowie Laien des Verbandes der Seminare Kolumbiens teil.<br />Ihre Anwesenheit unterstreicht den Wunsch, die verschiedenen Stimmen der Priesterausbildung einzubeziehen und so den Bildungsweg zukünftiger Priester zu begleiten.<br />Für das kolumbianischen Bischöfe ist es in der Tat „unerlässlich, eine priesterliche Ausbildung zu fördern, die die menschliche, spirituelle, intellektuelle und pastorale Reife zukünftiger Priester begünstigt“, wie es in einer Erklärung der Bischofskonferenz heißt, die Fides vorliegt.<br />Die Bischöfe betonen, dass die Ausbildung vor der Priesterweihe beginnt und einen umfassenden, auf den Dienst am Volk Gottes ausgerichteten Prozess darstellt. Aus dieser Perspektive fordern soziale, kulturelle und digitale Veränderungen sowie neue pastorale Herausforderungen die Kirche auf, die Begleitung derer, die sich auf den priesterlichen Dienst vorbereiten, neu zu überdenken. <br />Während der Synode soll die „Ratio Nationalis Institutionis Sacerdotalis “, die nationale Rahmenordnung für die Priesterausbildung“, die die Standards und Inhalte der Priesterausbildung in einem jeweiligen Land regelt, im Einklang mit dem synodalen Weg der Weltkirche aktualisiert werden. Die Tage umfassen Gebet, Eucharistiefeiern, Konferenzen und Gruppenarbeit.<br />Darüber hinaus wird erneut betont, dass die Priesterausbildung nicht allein Aufgabe der Seminare ist, sondern eine gemeinsame Verantwortung der gesamten kirchlichen Gemeinschaft. Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien tragen, jeder gemäß seinem Charisma, zum Wachstum der kirchlichen Sendung bei. Die Qualität dieser Ausbildung wirkt sich unmittelbar auf das Gemeindeleben, die Fähigkeit zur Verkündigung des Evangeliums und die Begleitung von Familien, Jugendlichen und Menschen in schwierigen Lebenslagen aus.<br /> Daten aus dem Statistischen Jahrbuch der Kirche ermöglichen es, dieses Interesse an der Ausbildung zukünftiger Priester in einen breiteren Kontext zu stellen. Weltweit ist ein Rückgang der Priesterzahlen zu verzeichnen; in Amerika betrifft dieser Trend sowohl Diözesan- als auch Ordenspriester, wobei die pastorale Belastung und die Zahl der Gläubigen pro Priester zunimmt .<br />In Kolumbien, mit seinen rund 52 Millionen Einwohnern und etwa 48 Millionen Katholiken, spiegelt sich diese Realität in einer weitverzweigten kirchlichen Struktur wider – über 78 Kirchsprengel und rund 4.600 Pfarreien –, die von etwa 9.700 Priestern betreut werden. Dies entspricht einem Priester pro 5.000 Einwohner. Die Evangelisierung wird zudem von einem großen Netzwerk aus über 11.000 Ordensfrauen, 51.000 Katecheten und fast 73.000 Laienmissionaren unterstützt. Angesichts dieser Situation betont die Kirche die Mitverantwortung der gesamten Glaubensgemeinschaft bei der Begleitung von Berufungen und die Notwendigkeit einer Mission „im Aufbruch“, in der das Weiheamt als kirchlicher und gesellschaftlicher Dienst gelebt wird.<br /> Mon, 06 Jul 2026 13:35:30 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Gedenkgottesdienst für Bischof Osório Citora: Die Diözese Quelimane fordert Wahrung der Vertraulichkeit der Ermittlungen zum Todhttps://fides.org/de/news/77896-AFRIKA_MOSAMBIK_Gedenkgottesdienst_fuer_Bischof_Osorio_Citora_Die_Dioezese_Quelimane_fordert_Wahrung_der_Vertraulichkeit_der_Ermittlungen_zum_Todhttps://fides.org/de/news/77896-AFRIKA_MOSAMBIK_Gedenkgottesdienst_fuer_Bischof_Osorio_Citora_Die_Dioezese_Quelimane_fordert_Wahrung_der_Vertraulichkeit_der_Ermittlungen_zum_TodQuelimane – Die Diözese Quelimane bereitet sich darauf vor, einen Monat nach dessen Tod, eine Gedenkmesse für Bischof Osório Citora zu feiern, der am 6. Juni dieses Jahres ermordet wurde . In einer vom Leiter des Büros für Pastoral, Pfarrer Raciel Ualaque, veröffentlichten Mitteilung wurde die Einladung des Apostolischen Administrators Estevão Ângelo Fernando zur Teilnahme an der Feier bekräftigt, die um 18.00 Uhr Ortszeit in der Kathedrale von Quelimane stattfinden wird.<br />Der Apostolische Administrator hat zudem die weiter von der Stadt entfernten Pfarreien eingeladen, sich geistig der Initiative anzuschließen, indem sie in ihren jeweiligen Gemeinden eine Messe aus diesem Anlass feiern.<br />Am Samstag, dem 4. Juli, veröffentlichte das Bistum ein Schreiben, in dem es die Verbreitung von Nachrichten über den Mord an Bischof Osório durch bestimmte Medien und soziale Netzwerke anprangerte. Das von Bischof Estevão Ângelo Fernando und dem Konsultorenkollegium unterzeichnete Schreiben verurteilt Veröffentlichung von Informationen, die nach Ansicht des Bistums die Vertraulichkeit der Ermittlungen verletzen, noch vorläufige Ermittlungsergebnisse vorwegnehmen und Narrative befeuern, die die ordnungsgemäße Durchführung der Ermittlungen gefährden könnten.<br /> „Die katholische Kirche“, heißt es in der Erklärung, die Fides vorliegt, „verteidigt die Pressefreiheit, mahnt aber gleichzeitig, dass diese ethisch, gewissenhaft und verantwortungsvoll ausgeübt werden muss, ohne sich an die Stelle der Gerichte zu setzen oder vor einem rechtskräftigen Urteil öffentliche Verurteilungen auszusprechen.“<br />Abschließend appelliert die Diözese an die Behörden, jegliche Verstöße gegen die Vertraulichkeit der Ermittlungen zu verfolgen, und bittet die Medien und Nutzer sozialer Medien, Spekulationen zu vermeiden, während die die Gläubigen aufgefordert werden, der Justiz die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit ungestört und innerhalb der erforderlichen Fristen zu verrichten.<br /> <br /><br />Mon, 06 Jul 2026 10:08:23 +0200ANGELUS - Papst Leo XIV.: „Der neue vietnamesische Selige Truong Buu Diep gebe jenen Verkündern des Evangelums Halt, die auch heute unter Verfolgung leiden“https://fides.org/de/news/77895-ANGELUS_Papst_Leo_XIV_Der_neue_vietnamesische_Selige_Truong_Buu_Diep_gebe_jenen_Verkuendern_des_Evangelums_Halt_die_auch_heute_unter_Verfolgung_leidenhttps://fides.org/de/news/77895-ANGELUS_Papst_Leo_XIV_Der_neue_vietnamesische_Selige_Truong_Buu_Diep_gebe_jenen_Verkuendern_des_Evangelums_Halt_die_auch_heute_unter_Verfolgung_leidenVatikanstadt – Mögen die Fürsprache und das Gebet des neuen vietnamesischen Seligen Francis Xavier Truong Buu Diep „jenen Verkündern des Evangeliums Halt geben, die auch heute unter Verfolgung leiden“, so Papst Leo XIV. an diesem Sonntag nach dem Angelusgebet mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen. Der Papst, dessen Gedanken bei all jenen in aller Welt waren, die in Situationen der Verfolgung Zeugnis für das Evangelium Christi ablegen, bezog sich auf den vietnamesischen Priester, der am Donnerstag, dem 2. Juli, unter dem Vorsitz von Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle im Heiligtum von Tac Say in Vietnam seliggesprochen wurde . Der neue Selige – so der Papst – sei 1946 „aus Hass gegen den Glauben“ ermordet worden. „In einem Umfeld von Willkür und Gewalt trat er als Verteidiger der Rechte der Menschen auf und ließ seine Gemeindemitglieder nicht im Stich.“<br />Vor dem Angelusgebet bezog sich Papst Leo XIV. in seiner kurzen Ansprache „auf das Evangelium der heutigen Liturgie “, das dazu einlade, in den Lobpreis einzustimmen, den Jesus dem Vater entgegenbringt“, „der liebt sich den Unmündigen zu offenbaren, während er den Weisen und Klugen verborgen bleibt“. Der Papst betonte, dass diese „so sehr in ihren eigenen Ideen eingenommen“ seien, „dass sie die Gegenwart Christi, des Messias, der sein Volk besucht, nicht erkennen“. Menschliche Weisheit werde so zu Arroganz, und die Lehre verkomme zu Hochmut. Die wahre Weisheit Gottes offenbare sich in der Demut des Fleisches, und seine Unterweisung richte sich an jene, die sich am schwersten tun: „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“, sagt der Herr.<br />Im Evangelium sagt Jesus: „Wer einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Eben diese Selbsthingabe, sei das „Joch Jesu“. Doch „Wie kann die Last des Kreuzes ‚leicht‘ und ‚sanft‘ sein?“, fuhr Papst Leo fort, „nur aus einem einzigen Grund: weil der Herr sie als erster und gemeinsam mit uns allen trägt, ohne uns jemals mit dem alleinzulassen, was uns niederschlägt.“<br />Nur am Kreuz Jesu – so der Papst in seiner Ansprach – „wird das Böse erlöst: Nur in seinem Leiden findet unsere Todesmüdigkeit Trost und Erlösung. In der Knechtschaft ist Christus die Befreiung. Unter der Geißel des Krieges ist Christus Hoffnung. In der Stunde der Sünde ist Christus Vergebung. Das ist wahre Weisheit, das heißt der Weg, den wir als in seinem Namen vereinte Jünger gemeinsam gehen wollen.“<br />Nach dem Angelusgebet wandte sich Leo XIV., in einem Grußwort an den Chor der Universität von Mérida in Venezuela und bekräftigte, dass er in seinen Gebeten stets „an die Opfer des Erdbebens und an das gesamten venezolanischen Volkes denke. Der Herr stehe euch in dieser so schweren Zeit bei“.<br /> <br />Sun, 05 Jul 2026 09:57:06 +0200Kardinal Aveline und Erzbischof Moulins-Beaufort und die missionarische Erneuerung in Frankreichhttps://fides.org/de/news/77886-Kardinal_Aveline_und_Erzbischof_Moulins_Beaufort_und_die_missionarische_Erneuerung_in_Frankreichhttps://fides.org/de/news/77886-Kardinal_Aveline_und_Erzbischof_Moulins_Beaufort_und_die_missionarische_Erneuerung_in_FrankreichVon Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Rom – Ende Juni ernannte Papst Leo XIV. den Erzbischof von Marseille, Kardinal Jean-Marc Aveline, und Erzbischof Éric de Moulins-Beaufort von Reims zu Mitgliedern des Dikasteriums für die Evangelisierung. Kardinal Aveline gehört nun der „Sektion für Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen“ an, während Erzbischof de Moulins-Beaufort der „Sektion für die grundlegenden Fragen der Evangelisierung in der Welt“ angehört. Die beiden Ernennungen lenkten die Aufmerksamkeit auf zwei Persönlichkeiten der missionarischen Erneuerung in Frankreich, nur zwei Monate vor dem geplanten Papstbesuch in Frankreich. Beide entwickelten ihr Missionsverständnis weiter, indem sie sich drängenden Problemen und konkreten Phänomenen widmeten – Säkularisierung, Migration, religiöse Pluralität, Priestermangel, soziale Krisen und prekäre Arbeitsverhältnisse.<br />Jean-Marc Aveline und Éric de Moulins-Beaufort sind Theologen. Während der Erzbischof von Reims an der Päpstlichen Universität Gregoriana mit einer Dissertation über die Anthropologie Henri de Lubacs mit dem Titel „Anthropologie und Mystik nach Henri de Lubac: ‚Der Geist des Menschen‘ oder die Gegenwart Gottes im Menschen“ promovierte, gründete und leitete der Erzbischof von Marseille das Institut für Religionswissenschaften und Theologie in Marseille und förderte so die Entwicklung theologischer und pastoraler Reflexionen im Schmelztiegel des Mittelmeerraums, einem Ort des Austauschs par excellence.<br />In seinem Buch „Gott hat die Welt so sehr geliebt“ definiert Kardinal Aveline die Mission als die Antwort der Kirche auf den Aufruf, Christus in seiner Liebe zur Welt nachzufolgen, wie es das Johannesevangelium bekräftigt: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab nicht damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ . In der Überzeugung, dass Mission im säkularisierten Europa neu gedacht werden muss, schlägt der Kardinal drei Perspektiven zur Reflexion vor: Mission als Dialog des Heils, im Horizont der Verheißung und im Kontext der Dynamik der Katholizität. Diese Perspektiven gründen sich auf drei Erfahrungen: die Wunde des Exils der „Pieds-noirs“, die Härte der Migrationserfahrung und die Gründung und Leitung des Instituts für Religionswissenschaften und Theologie in Marseille.<br />Kardinal Aveline ist sich der Spannungen im Zusammenhang mit dem „Dialog“ mit anderen Religionen bewusst – zwischen denen, die ihn als relativistisches Zugeständnis sehen, und denen, die ihn auf eine missionarische oder heuchlerische Methode reduzieren, die darauf abzielt, Menschen zu „überzeugen“ oder sie zur Annahme gemeinsamer „Werte“ zu verleiten, ohne einen echten Austausch zu ermöglichen. Dennoch betont er, dass der Missionar von Natur aus im ständigen Dialog steht, denn Dialog ist Ausdruck der Nächstenliebe, einer liebevollen Neugierde im Hinblick auf das Fremde. Er warnt auch vor der Versuchung, missionarisches Handeln auf einen mechanischen Prozess zu reduzieren, der die Begegnung letztlich ausnutzen würde. Für ihn bedeutet Evangelisierung, das Evangelium, das lebendige Wort, anzuvertrauen und andere die Liebe Christi spüren zu lassen, im Wissen, dass im Dialog gegenseitige Bekehrung stattfindet. Der Kardinal zitiert gern Michel de Certeau: „Wir entdecken Gott in der Begegnung, die er hervorruft“. Diese Vision inspiriert seinen pastoralen Dienst in der Diözese Marseille, einer Diözese, die von einer starken Dynamik der Volksfrömmigkeit und von großen sozialen und migrationsbedingten Herausforderungen geprägt ist, die auch während des Besuchs von Papst Franziskus im Jahr 2023 zutage traten.<br />Die Laufbahn von Erzbischof Éric de Moulins-Beaufort verdeutlicht eine weitere Facette dieser missionarischen Erneuerung. Nachdem er 2018 nach mehreren Jahren in Paris zum Erzbischof von Reims ernannt wurde, fand er dort – wie viele andere in Frankreich – eine Diözese vor, die von einer geringen Anzahl an Priestern und tiefgreifenden Veränderungen geprägt war. Anstatt sich damit abzufinden, beschloss er, seine Perspektive zu ändern und die Gabe derer, die geblieben waren, wertzuschätzen, während er gleichzeitig die Diözese neu organisierte. Das diözesane Projekt trug den Titel „Auf dem Weg zur Mission“. Es wurden „Missionsräume“ eingerichtet, in denen gemischte Teams aus Priestern, Diakonen und Laien tätig waren. Die Orte für die sonntägliche Eucharistiefeier wurden nach der tatsächlichen Anzahl der Gläubigen festgelegt, und es wurde ein mobilerer Dienst etabliert: Teams blieben an einem Ort, boten entsprechende Aktivitäten an und besuchten Kranke, Einsame und Familien, die dies wünschten. Es geht darum, die Ausgegrenzten willkommen zu heißen und ihnen beizustehen, das christliche Leben zu fördern und eine enge brüderliche Gemeinschaft zu schaffen.<br />Der Erzbischof von Reims ist nicht der einzige französische Bischof, der eine echte missionarische Neuausrichtung eingeleitet hat, aber er zählt zu den Pionieren dieser Bewegung. Kürzlich kündigte das Bistum Arras einen pastoralen Transformationsplan an, der darauf abzielt, das Gemeindeleben in kleinen Gemeinschaften zu stärken und die vorhandenen Ressourcen neu zu bündeln und die Anzahl der Pfarreien von 89 auf 11 zu verringern.<br />Im französischen Kontext sind die Ernennungen von Kardinal Jean-Marc Aveline und Erzbischof Éric de Moulins-Beaufort zu Mitgliedern des Dikasteriums für die Evangelisierung ein interessantes Zeichen dafür, wie die Kirche Frankreichs versucht, die Herausforderungen zu Beginn des dritten Jahrtausends zu bewältigen. Frankreich, einst ein bedeutendes Herkunftsland von Missionaren weltweit, ist nun wieder ein Missionsgebiet. Ein säkularisiertes Land, in dem nur noch 2 % der Bevölkerung sonntags die Messe besuchen, aber dennoch jeder zweite Franzose sich als katholisch bezeichnet und in schwierigen Zeiten nicht zögert, in der Kirche eine Kerze anzuzünden. Ein Land mit einem reichen religiösen Erbe, in dem Religionssoziologen wie Danièle Hervieu-Léger von der „Exkulturation“ des Katholizismus sprechen, in dem aber weiterhin leidenschaftliche Debatten über den Säkularismus geführt werden und in dem in den letzten Jahren die Zahl der Taufanfragen von Jugendlichen und Erwachsenen wieder gestiegen ist. Ein Land, das Henri Godin und Yvan Daniel bereits 1943 in ihrem berühmten Essay „La France, pays de mission?“ als „Missionsland“ bezeichneten, das aber im Laufe der Jahre noch mehr zu einem solchen geworden ist.<br /><br />Sun, 05 Jul 2026 10:45:25 +0200Papst Leo XIV. zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA: “Die Kirche hat zur Entwicklung des Landes beigetragen”https://fides.org/de/news/77894-Papst_Leo_XIV_zum_250_Jahrestag_der_Unabhaengigkeit_der_USA_Die_Kirche_hat_zur_Entwicklung_des_Landes_beigetragenhttps://fides.org/de/news/77894-Papst_Leo_XIV_zum_250_Jahrestag_der_Unabhaengigkeit_der_USA_Die_Kirche_hat_zur_Entwicklung_des_Landes_beigetragenVatikanstadt – Anlässlich des 250. Jahrestages der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten vom 4. Juli 1776 würdigte der in Chicago geborene Papst Leo XIV. diesen „entscheidenden Moment“, der „den Idealen der Freiheit, der Gleichheit, des Strebens nach Glück, der Gerechtigkeit und der demokratischer Selbstverwaltung eine bleibende Stimme verlieh“. In einem an diesem Samstag von den vatikanischen Medien veröffentlichten Brief erinnert er an einige der Prinzipien, die das Wachstum der Nation, der er selbst angehört, „geleitet“ haben, und hebt den Beitrag der katholischen Kirche zur Entwicklung des Landes hervor.<br />In dem Schreiben vom 25. Juni 2026 stellt der Papst als eines der „wichtigsten Prinzipien“, die von Beginn an in den USA verkündet wurden, die Religionsfreiheit heraus: „das Recht jedes Menschen, seinem Gewissen entsprechend zu beten und seinen Glauben offen, ohne Zwang oder Angst, auszuüben“. Diese Freiheit, so betont der erste amerikanische Bischof von Rom, „hat es der katholischen Kirche ermöglicht, in den Vereinigten Staaten zum Wohle ihrer Mitglieder und der amerikanischen Nation zu wachsen und zu gedeihen“. <br />So habe die Kirche zur nationalen Entwicklung beigetragen insbesondere „in den Bereichen Bildung, Armenfürsorge, Gesundheitsfürsorge und sozialen Diensten“. In diesem Zusammenhang zitiert er die Enzyklika „Sapientiae christianae“, in der Papst Leo XIII. 1890 schrieb, dass es „keine besseren Bürger gibt […] als den Christen, der sich seiner Pflicht bewusst ist.“<br />Der christliche Glaube, so erklärt der jetzige Nachfolger Petri, „steht keineswegs im Widerspruch zu staatsbürgerlichen Pflichten, sondern verleiht dem Streben nach Gerechtigkeit, Frieden und Gemeinwohl neuen Schwung und trägt zur Vollendung jeder natürlichen Gabe bei, die der Schöpfer geschenkt hat.“ Schon der heilige Paulus, habe in seinem ersten Brief an Timotheus die frühen Christen ermutigt, „für die Regierenden zu beten, damit sie ein friedliches Leben im Einklang mit Gottes Willen führen könnten“. Und in diesem Sinne „sind Katholiken berufen, ihrer Pflicht gegenüber Gott und dem Vaterland treu nachzukommen und der Nation weiterhin „als Sauerteig für das Wachstum einer Zivilisation der Liebe“ zu dienen.<br />Zu den Prinzipien, die das Wachstum der Vereinigten Staaten von Amerika geprägt haben, zählt der Papst auch an die „von Gott gegebene Würde jedes menschlichen Lebens“. Ein umfassendes Verständnis dieser Würde führe dazu, „die Bedeutung des Schutzes menschlichen Lebens von seinem Beginn bei der Empfängnis bis zum natürlichen Tod anzuerkennen und eine Gesellschaft aufzubauen, in der die Schwachen, die Leidenden und die Vergessenen stets mit Mitgefühl, Solidarität und Liebe willkommen geheißen werden“. Papst Leo, der an diesem Sammstag die Insel Lampedusa besuchte – ein Ort, der symbolisch für die Tragödien und Hoffnungen der Migration steht –, fügte hinzu, dass dieses Anliegen auch die Aufnahme, den Schutz und die Unterstützung von Einwanderern umfasse, deren Hoffnungen, Opfer und Beiträge von Anfang an Teil der Geschichte dieses Landes waren. In jeder Generation, so Leo XIV. weiter, „haben diejenigen, die auf der Suche nach Freiheit, Chancen und einem Ort der Zugehörigkeit hierhergekommen sind, den Charakter der Nation mitgeprägt“. Sie willkommen zu heißen, „ist nicht nur ein Akt der Nächstenliebe, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung der Würde jedes Menschen.“<br />Der Brief schließt mit der Hoffnung, dass der „Geist von 1776“ weiterhin „Hoffnung und Einheit“ wecken möge, „während die Vereinigten Staaten von Amerika in die Zukunft schreiten“. Er vertraue seine Gebete für die Stärkung der Prinzipien, von denen sich die Gründerväter leiten ließen der Unbefleckten Empfängnis an, der Patronin dieses Landes. <br /> Sat, 04 Jul 2026 09:21:10 +0200ASIEN/THAILAND - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke: "Wir wollen die Herzen entwaffnen“https://fides.org/de/news/77882-ASIEN_THAILAND_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_Wir_wollen_die_Herzen_entwaffnenhttps://fides.org/de/news/77882-ASIEN_THAILAND_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_Wir_wollen_die_Herzen_entwaffnen Bangkok – „Unsere Mission heute ist es, die Herzen zu entwaffnen. Im Geiste der Worte des Papstes und unserer Bischöfe beten wir dafür, dass wir Samen des Friedens und der Versöhnung säen und die Feindseligkeit gegenüber unseren kambodschanischen Nachbarn aus der thailändischen Gesellschaft ausmerzen können. Während der Sonntagsmessen in Bangkok und im Rest des Landes werden spezielle Gebetsanliegen verlesen, um ‚die Herzen zu entwaffnen‘. Wir wollen dem Hass nicht nachgeben, sondern Brücken der Versöhnung zwischen Thailand und Kambodscha bauen“, erklärt Pfarrer Peter Piyachart Makornkhanp, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Thailand und Pfarrer der Rosenkranzkirche in Bangkok, gegenüber Fides. Der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke bemerkt: „Im Grenzkonflikt mit Kambodscha herrscht nun ein Waffenstillstand, der ein erster Schritt zu einem dauerhaften Frieden sein kann. Als thailändische Katholiken sind wir berufen, Friedensapostel zu sein, und die Gläubigen setzen sich auf allen Ebenen und in allen Gemeinden für die Versöhnung ein. Gemeinsam mit unseren Bischöfen beten wir in vielen katholischen Gemeinden im ganzen Land für den Frieden.“<br /> „Wir predigen unter Berufung auf die Worte von Papst Leo XIV.: Wir wünschen uns einen unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“, so Pfarrer Peter Piyachart, „In unseren Kirchen hallen seine Worte wider, und man erinnert an die ständigen Aufrufe zum Frieden. Wir laden die Gläubigen ein, unserem Hirten, dem Heiligen Vater, zu folgen, der uns den Weg in den Fußstapfen Christi weist, der sagt: Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ .<br />Dieser Wunsch, betont Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, finde Widerhall in den katholischen Gemeinden, die auf pastoraler Ebene im Jahr 2026 ein besonderes „Jahr der Synodalität“ begehen. Die Ortskirche, berichtet er, veranstalte im Laufe des Jahres 2026 eine Reihe von Begegnungen, die von der Methode der „Gespräche im Geist“ geprägt sind. Dieser Weg diene als Vorbereitung auf die Vollversammlung der FABC , die in Indonesien stattfinden wird. Man baue dabei auf das „Bangkok-Dokument“ auf, das anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der FABC im Jahr 2023 veröffentlicht wurde und eng mit dem globalen synodalen Prozess verbunden ist.<br />Pfarrer Pichayart erläutert den Weg der thailändischen katholischen Gemeinde, einer kleinen Minderheit in einem überwiegend buddhistischen Land: „Das Jahr der Synodalität hat drei Kernpunkte, die alle einen starken Aufruf zu Geschwisterlichkeit und Frieden beinhalten: Der erste ist das ‚gemeinsame Gehen‘, was bedeutet, den Klerikalismus zu überwinden und den Laien, insbesondere Frauen und Jugendlichen, gleiche Würde und Mitverantwortung zuzuerkennen.“ Das zweite Ziel, so der Geistliche, sei, „als Christen wie Sauerteig in der Nation zu leben, das heißt, die Situation einer zahlenmäßigen Minderheit anzunehmen und durch karitative Arbeit und Bildung in der Gesellschaft zu wirken, indem wir das Evangelium verkünden.“ Der dritte Punkt betrifft den Bereich der Ökumene und des interreligiösen Dialogs: „In Thailand“, bekräftigt er abschließend, „arbeiten Gemeindeleiter und alle Getauften zusammen und bauen harmonische Beziehungen mit buddhistischen Mönchen und Einzelpersonen sowie mit muslimischen Bürgern auf, um Frieden, den Schutz der Menschenwürde, die Entwicklung der Armen und den Schutz der Umwelt zu fördern.“<br /> Sat, 04 Jul 2026 10:49:21 +0200“Der Herr ist mein Hirt”: Autobiografie von Kardinal John Tong Hon im Zeichen der Dankbarkeit für den Weg der Freude und Hoffnunghttps://fides.org/de/news/77892-Der_Herr_ist_mein_Hirt_Autobiografie_von_Kardinal_John_Tong_Hon_im_Zeichen_der_Dankbarkeit_fuer_den_Weg_der_Freude_und_Hoffnunghttps://fides.org/de/news/77892-Der_Herr_ist_mein_Hirt_Autobiografie_von_Kardinal_John_Tong_Hon_im_Zeichen_der_Dankbarkeit_fuer_den_Weg_der_Freude_und_HoffnungHongkong – „Jeden Tag gehe ich meinen Weg mit Hoffnung; diese Freude und Hoffnung schenken meinem Leben tiefe Gelassenheit und inneren Frieden“. Mit Dankbarkeit, blickt Kardinal John Tong auch auf die schwierigsten Momente, wie etwa die Zeit seiner Ernennung zum Apostolischen Administrator, als Hongkong „sich in einer äußerst komplexen Lage befand: die Covid-19-Pandemie, soziale Spannungen, das bevorstehende Inkrafttreten des Nationalen Sicherheitsgesetzes und die große Erwartung der Ernennung eines neuen Bischofs…“.<br />Dies sind einige der „Bekenntnisse“, die Kardinal John Tong Hon in seiner Autobiografie mit dem Titel „Der Herr ist mein Hirt“ zusammengetragen hat. Das Werk zählt zu den Neuerscheinungen, die auf der kommenden Hongkonger Buchmesse , vorgestellt werden und wird mit Spannung erwartet.<br />Selbst die vielen Prüfungen, die er in seinem langen Leben durchstehen musste – so der Kardinal an, der siebte Bischof der Diözese Hongkong, „ließen mich verstehen, wie wichtig es ist, auf den Herrn zu vertrauen.“<br />John Tong Hon, so berichtet die Hongkonger Bistumszeitung „KungKaoPo“ in der Präsentation zu seinem Buch, schildert in sieben Kapiteln seinen Lebensweg „voller Freude und Hoffnung“ und zeichnet die wichtigsten Stationen seines Lebens nach: von seiner Kindheit während des Krieges bis zu seiner Berufung; von seiner Priesterweihe bis zu seiner Bischofsweihe, seinem Dienst in der Diözese Hongkong und seinem Engagement für die Stärkung der Beziehungen zur Weltkirche. <br />Schon die Titel der sieben Kapitel lassen die Intensität seines Lebens erahnen, das eng mit der Geschichte des chinesischen Katholizismus der letzten Jahrzehnte verbunden ist. Der Kardinal erzählt von seiner Kindheit „inmitten der Schrecken des Krieges“, konzentriert sich auf die „Entstehung seiner Berufung“, erinnert sich an die „Gründung des Holy Spirit Center“ und bekräftigt, dass er sein Leben „mit dem Herzen der Kirche in China zugewandt“ lebte. Schließlich erinnert er sich an seine Zeit als „siebter Bischof der Diözese Hongkong“, sammelt „Fragmente aus dem Leben eines emeritierten Bischofs“ und schließt mit dem Ausdruck „Dankbarkeit auf meinem Weg“, als prägendes Merkmal seines Lebens. Der Band enthält außerdem eine Auswahl der Hirtenbriefe, Botschaften an die Gläubigen und Predigten des Kardinals.<br />John Tong Hon, Basketballspieler, Experte für taoistisches und konfuzianisches Gedankengut und Christ „der zweiten Generation“, blickt offen auf seinen langen Lebensweg zurück. Bezüglich seines pastoralen Amtes betont er, dass sich ihm vor allem die Migrationswelle vor der Übergabe Hongkongs, die SARS-Epidemie, die die Stadt 2003 heimsuchte, und die Ereignisse um die Forderung nach allgemeinem Wahlrecht tief eingeprägt haben. Der Kardinal erinnert an die Worte aus Psalm 23, die dem Buch seinen Titel geben und wiederholt, dass sie den „sicheren Anker“ seines Lebens darstellen: „Während ich von meinen konfusen Gedanken und dem Lärm der Außenwelt überwältigt war, berührten mich diese Worte tief. Sie waren wie ein sicherer Anker, der mein Herz fest hielt, sodass ich selbst angesichts der stürmischen Wellen des Lebens nicht überwältigt wurde, sondern den Mittelpunkt und den Sinn meines Daseins wiederfinden konnte.“<br />Nach dem plötzlichen Tod von Bischof Michael Yeung Ming-cheung erinnert sich Kardinal Tong: „Der Heilige Vater ernannte mich zum Apostolischen Administrator und übertrug mir damit erneut die Verantwortung für die Leitung der Diözese. Ich schätze mich glücklich, auf die unschätzbare Unterstützung von sechs Mitbrüdern zählen zu können, die in der Diözesankurie in der Seelsorge tätig waren. Gestärkt durch unseren Glauben und erleuchtet vom Heiligen Geist, widmeten wir uns gemeinsam den wichtigsten Fragen der Diözese und bündelten unsere Kräfte, um Schwierigkeiten zu überwinden und Krisen zu bewältigen.“ „Dank des Segens des Herrn blieb die gesamte Diözese geeint, vereint im Gebet. Schließlich durften wir am 4. Dezember 2021 Pater Stephen Chow Sau-yan als neuen Bischof der Diözese Hongkong begrüßen, der unsere Ortskirche in ein neues Kapitel ihrer Geschichte geführt hat“, betont er.<br />John Tong Hon wird auch für seine diskrete und ausgeglichene Art in allen Lebenslagen geschätzt. Er war zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Peking eingeladen; die Ausbildung von Seminaristen und Priestern liegt ihm sehr am Herzen, weshalb er auch mit dem Bischof von Shanghai, Aloysius Jin Luxian, eng zusammenarbeitete. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Gründung des „Holy Spirit Study Center“ in Hongkong, das Generationen von Priestern und Ordensschwestern vom chinesischen Festland in ihrem Studium unterstützt hat.<br />Nachdem er 2012 von Benedikt XVI. zum Kardinal kreiert worden war, erinnerte sich John Tong Hon in einem Interview mit der Monatszeitschrift „30Giorni“ an sein Studium in Rom während des Zweiten Vatikanischen Konzils und sprach dankbar über die ihm zuteilgewordene Priesterweihe: „Das Konzil“, sagte der damals neu kreierte Kardinal, „hat mir sehr geholfen, meinen Horizont zu erweitern. Ich wurde einige Wochen nach dem Ende des Konzils zum Priester geweiht. Die Klasse der Diakone der Päpstlichen Universität Urbaniana, der auch ich angehörte, wurde ausgewählt, am Dreikönigstag 1966 von Papst Paul VI. die Priesterweihe zu empfangen.“<br />Im selben Interview antwortete Kardinal Tong Hon auf die Frage, ob die Rolle der Diözese Hongkong darin bestehe, den Grad der Katholizität der Kirche in China zu „messen“: „Der Glaube kommt nicht von uns. Er kommt immer von Jesus. Und wir sind nicht die Kontrollierenden und Richter über den Glauben unserer Brüder und Schwestern. Wir sind lediglich eine Schwesterdiözese der Diözesen auf dem Festland. Wenn sie es wünschen, teilen wir gerne unseren Weg und unsere pastorale Arbeit mit ihnen.“<br /> Fri, 03 Jul 2026 13:38:10 +0200AMERIKA/VENEZUELA - Provinzialobere der Don-Bosco-Schwestern: “Wir sind beeindruckt von der immensen Solidarität der Venezolaner“https://fides.org/de/news/77891-AMERIKA_VENEZUELA_Provinzialobere_der_Don_Bosco_Schwestern_Wir_sind_beeindruckt_von_der_immensen_Solidaritaet_der_Venezolanerhttps://fides.org/de/news/77891-AMERIKA_VENEZUELA_Provinzialobere_der_Don_Bosco_Schwestern_Wir_sind_beeindruckt_von_der_immensen_Solidaritaet_der_VenezolanerVon Antonella Prenna<br /><br />Caracas – Schwester Maria Eugenia Ramos Rangel ist die Provinzialobere der Ordensprovinz Venezuela der Don-Bosco-Schwestern. Inmitten dieses tiefen Schmerzes und der Verzweiflung, die das schwere Erdbeben am Abend des 24. Juni im Norden des Landes, insbesondere in den Gebieten um La Guaira und Caracas, verursacht hat , schildert sie in diesem tragischen Kontext gegenüber Fides das Engagement der Mitglieder der Ordensfamilie der Salesianer Don Boscos.<br />„Es fällt mir schwer, über die Situation in Venezuela zu sprechen, denn diese Realität ist nicht neu; wir erleben einen Notstand, der sich leider schon in unserem Land abzeichnete“, so Schwester Eugenia sichtlich bewegt.<br />„Wir, die Töchter Mariä Hilfe der Christen im Großraum Caracas, konnten nicht einfach zusehen, während wir das Nötigste sammelten“, fährt sie fort, „Wir gingen zu den Bedürftigsten, um ihnen unsere Anwesenheit, unser offenes Ohr und konkrete Hilfe anzubieten. Unser Hauptziel ist es nicht, einfach nur eine Sammelstelle zu sein, die Waren verteilt und wieder geht; wir wollen mit den Menschen, mit den Kindern, in Kontakt treten und sie in ihren Nöten begleiten.“<br />„In diesem Sinne besuchten wir verschiedene Viertel und Notunterkünfte, darunter Parque del Este, San Martín, La Pastora, Maripérez und die Sporthalle San Bernardino. Wir begannen den Tag mit einem gemeinsamen Gebet vor Jesus in der Eucharistie, der uns sendet und uns die Kraft gibt, für die Bedürftigen da zu sein und sie zu begleiten. Unter anderem schlossen wir uns auch der Jugendbewegung der Salesianer Don Boscos an, um weiterhin Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten. Wir boten Kindern Spielzeit an und verbrachten Zeit mit Familien, die diese Initiative sehr schätzten. An manchen Orten war die Hilfe bereits organisiert, sodass wir uns in dringendere Gebiete wie die Plaza Panteón begeben konnten. Dort war die Lage katastrophal: Viele Familien waren tagelang Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert. Wir verteilten Matratzen, Decken und andere lebensnotwendige Dinge. Wir brachten die Spenden persönlich direkt in die betroffenen Gebiete, um sicherzustellen, dass sie diejenigen erreichten, die sie wirklich brauchten“, so die Ordensfrau.<br /> „Es hat uns vor allem die immense Solidarität der Venezolaner beeindruckt“, betont sie. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Sammelstellen dank der Spenden von Unternehmen und Privatpersonen, die sich mobilisiert haben, um den Flutopfern zu helfen, mit Medikamenten, Kleidung und Lebensmitteln überfüllt sind. Unser nächster Besuch wird uns direkt nach La Guaira führen, um uns ein Bild von der Lage zu machen und dringend benötigte Hilfsgüter zu liefern. Wir haben uns bereits mit Ansprechpartnern abgestimmt, die die Betroffenen vor Ort besuchen, ihnen Trost spenden, ihren Problemen und Nöten zuhören und Lebensmittel und andere Hilfsgüter bringen werden, damit sie Trost finden. Wir sind zutiefst berührt und glauben, dass dies das Wunder der Solidarität in Venezuela ist. Es ist bewegend zu sehen, dass die Ärmsten als Erste geben. Vor Kurzem haben wir zwei große Lkw aus dem brasilianischen Bundesstaat Amazonas erhalten, die von Menschen geschickt wurden, die selbst unter den Folgen der jüngsten Überschwemmungen gelitten haben, und heute ist ein weiterer Lkw aus San Cristóbal angekommen. Jede Schulgemeinschaft im Land organisiert sich, um die Hilfe über uns zu verteilen“.<br />Schwester Maria Eugenia schließt mit einem Dank an alle, die sich für die Unterstützung die von dieser Tragödie betroffenen Menschen einsetzen. „Wir sind zutiefst dankbar für das Vertrauen, das uns unsere Unterstützung schenkt und uns diese ermöglicht. Wir werden weiterhin die am stärksten betroffenen Gebiete besuchen und Sie über unsere Fortschritte informieren. Herzlichen Dank an alle! Möge Gott Sie segnen und all das Gute, das Sie tun und noch tun werden, mehren, damit wir unsere Hilfe fortsetzen können“, bekräftigt sie. <br />Obwohl die Erschütterungen schwächer geworden sind, dauern sie an und erschweren die ohnehin schon prekären Hilfsmaßnahmen zusätzlich. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter. Die jüngsten Schätzungen von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, die sie in ihrer ersten Pressekonferenz seit dem Erdbeben veröffentlichte, sprechen von 2.595 Toten und etwa 12.400 Verletzten. Schätzungsweise wurden Zehntausende Gebäude beschädigt oder zerstört. Die Krankenhäuser sind überlastet, und in vielen Gebieten herrscht Mangel an medizinischer Versorgung. Teams aus Mexiko, Jordanien und anderen Ländern sind vor Ort im Einsatz. <br />Fri, 03 Jul 2026 12:48:40 +0200