Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. EUROPA/ITALIEN - "Hiraya": Ein Beitrag der philippinischen Auslandsgemeinde in Rom zum Heiligen Jahrhttps://fides.org/de/news/77355-EUROPA_ITALIEN_Hiraya_Ein_Beitrag_der_philippinischen_Auslandsgemeinde_in_Rom_zum_Heiligen_Jahrhttps://fides.org/de/news/77355-EUROPA_ITALIEN_Hiraya_Ein_Beitrag_der_philippinischen_Auslandsgemeinde_in_Rom_zum_Heiligen_JahrRom – Der Beitrag der philippinische Priester, Ordensleute und Laien zum Jubiläum der Hoffnung lässt lassen sich in einem Wort der Tagalog-Sprache zusammenfassen: „Hiraya“. Es drückt Hoffnung aus, die man sich vorstellt, erlebt und bezeugt hat. Der Begriff „Hiraya“ stammt von einem alten Tagalog-Wort ab, das auf dem Ausdruck „hiraya ng isip“ zurückgeht und „was der Geist erschafft“ bedeutet. Ursprünglich bezeichnete „hiraya“ Bilder oder Vorstellungen, die noch nicht verwirklicht waren und im Inneren entstanden. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung über die reine Vorstellungskraft hinaus erweitert, und in der heutigen philippinischen Kultur hat „Hiraya“ eine tiefere Bedeutung angenommen: Sehnsucht und Zukunftsvision, getragen vom Glauben, eine Art „gewisse Hoffnung“.<br />Das Wort „Hiraya“ inspirierte deshalb auch ein Buch mit 25 ausgewählten Texten, die die Erfahrungen des Jubiläumsjahres widerspiegeln. Verfasst wurden sie von jungen Priestern, Ordensleuten und in Italien lebenden philippinischen Staatsbürgern, darunter auch Studierende und Seelsorger in Rom, eine geweihte Laiin sowie ein besonderer Beitrag des Kaplans des Gemeindezentrums „Sentro Pilipino“ der philippinischen Auslandsgemeinde in Rom.<br />Pfarrer Andrew Giménez Recepción, Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana und Herausgeber der von „Logos Publications“ herausgegebenen Veröffentlichtung, erklärt: „Die Reflexionen erhellen das Geheimnis von Christi Ruf in den mitunter entmutigenden Herausforderungen des Lebens, die zu Kanälen von Gottes grenzenloser Gnade werden.“ „Das Kaleidoskop der in diesen Reflexionen eingefangenen Erfahrungen und Perspektiven“, fährt er fort, „zeigt das Leben und Wirken von Priestern, Ordensleuten und Ordensfrauen in Italien. Einige studieren an päpstlichen und kirchlichen Universitäten; andere arbeiten im Vatikan oder in der Leitung von Ordensgemeinschaften. Diese Vielfalt zeugt vom Reichtum des Wirkens Gottes in der Kirche und den vielfältigen Wegen, auf denen der Heilige Geist Menschen zum Dienst beruft. Diese Sammlung ausgewählter Texte ist ein Zeugnis für die Fruchtbarkeit des Heiligen Geistes im Leben derer, die sich ganz Jesus Christus und der Kirche hingeben.“<br />Die Beiträge zeigen ein reiches Mosaik von Erfahrungen, geprägt von der täglichen Treue der Menschen, die mit ihrem Leben den „Kreislauf der Mission“ zum Ausdruck bringen und damit den besonderen Beitrag philippinischer Priester, Ordensleute und Laien zum Gefüge der Kirche in Italien verdeutlichen.<br />Insbesondere die philippinisch-katholische Auslandsgemeinde in Rom zählt mit über 40.000 Mitgliedern zu den größten und am besten organisierten und ist tief in das römische Seelsorgeleben eingebunden. Zu ihren wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Basilika „Santa Pudenziana“ , die Kirche „Sant’Alfonso“ und die Gemeinschaft der Garbatella , die Gottesdienste in Tagalog und soziale Aktivitäten anbietet. Seit den ersten Einwanderern in den 1970er Jahren hat die philippinische Gemeinde in Rom ihre tief verwurzelte religiöse Tradition genutzt. Die ersten philippinischen Einwanderer siedelten sich in der Nähe von Pfarreien an, und der Bedarf an Priestern und Ordensleuten zur Seelsorge entstand schnell. Als Auslandsgemeinde, die sich nach und nach in der Region etabliert hat, wurde 2006 die Philippinische Volkshochschule in Rom gegründet, um die philippinische Kultur, Traditionen und kulturelle Identität zu fördern. Im Jahr 2025 wurde das 40-jährige Bestehen der philippinischen Auslandsgemeinde in der Kirche „Sant’Alfonso“ der Redemptoristenpatres gefeiert: „Es ist nicht nur ein historisches Gedenken, sondern eine Feier des Lebens, der Widerstandsfähigkeit und der anhaltenden Stärke der in Christus vereinten Gemeinschaft“, bekräftigen die philippinischen Redemptoristen.<br /> <br /><br />Sat, 14 Feb 2026 14:31:52 +0100ASIEN/HONG KONG - Kirche Unserer Lieben Frau von Lourdes der Missions Étrangères de Paris feiert 130-jähriges Bestehenhttps://fides.org/de/news/77357-ASIEN_HONG_KONG_Kirche_Unserer_Lieben_Frau_von_Lourdes_der_Missions_Etrangeres_de_Paris_feiert_130_jaehriges_Bestehenhttps://fides.org/de/news/77357-ASIEN_HONG_KONG_Kirche_Unserer_Lieben_Frau_von_Lourdes_der_Missions_Etrangeres_de_Paris_feiert_130_jaehriges_BestehenHongkong – Mit einer Marienprozession und der Aussendung junger Missionare mit der Übergabe der Bibel als Zeichen der Kontinuität der Evangelisierungsarbeit der Pfarrgemeinde, die vor 130 Jahren von den Missionaren der der „Missions Étrangères de Paris“ begonnen wurde, feierte die Kirche Unserer Lieben Frau von Lourdes im Stadteil Pok Fu Lam in Hongkong am Samstag, dem 7. Februar, ihr Patronatsfest und erinnerte an den Beginn ihrer Geschichte, die dank der Leidenschaft der aus Frankreich gekommenen Missionare begann.<br /> Wie die Bistumszeitschrift „Kung Kao Po“ hervorgeht, wurde die liturgische Feier zum Fest der Muttergottes von Lourdes vom Bischof von Hongkong, Kardinal Stephen Chow Sau Yan, geleitet. In seiner Predigt ermutigte Kardinal Chow alle Pfarreien der Diözese, Vertrauen in die Jugendlichen zu haben und gemeinsam mit ihnen zu gehen: „Ich danke für die vielen Jugendlichen, die in der Kirche anwesend sind. Lassen wir uns von ihnen helfen, damit das Evangelium weitergegeben wird.“<br />In Anwesenheit des Gemeindepfarrers, Christopher Chor Yuk Wa, und des Provinzial der Gesellschaft für die Außenmissionen für die Provinz Hongkong, Pater Matthieu Masson, blickte die Gemeinde auf die Geschichte ihrer Pfarrei zurück, die mit der Arbeit der französischen Missionare begann.<br />Der Kardinal betonte, dass der lange Weg der Pfarrgemeinde von der Jungfrau Maria begleitet wurde, und hob hervor, wie wichtig es sei, den Weg in die Zukunft fortzusetzen, die Hilfe Unserer Lieben Frau von Lourdes zu erflehen und Zeugnis von der Liebe und Gemeinschaft des Heiligsten Herzens abzulegen. Der Bischof von Hongkong erinnerte an die dringenden Bedürfnisse der Pfarrei und der gesamten Diözese und ging insbesondere auf den Generationenwechsel im Gemeindeleben ein. Er ermutigte die Älteren, den Jüngeren Platz zu machen. Kardinal Chow zeigte sich überzeugt, dass die jungen Menschen der Pfarrei die Geschichte zu achten wissen und, den Herausforderungen der Zeit entsprechend, neue Wege finden, das Evangelium zu verkünden. Er ermutigte sie außerdem, den Erfahrungen vergangener Generationen zuzuhören und daraus zu lernen.<br />Im Jahr 1875 gründeten die „Missions Étrangères de Paris“ das Bethanien-Kloster . 1885 errichteten die Missionare das „Nazareth Printing House“ und die Kapelle Unserer Lieben Frau von Lourdes . 1982 zog die Pfarrei Unserer Lieben Frau von Lourdes an ihren heutigen Standort im „Chi Fu“-Park um. Die neue Kirche in Pok Fu Lam wurde 1983 geweiht.<br /><br />Fri, 13 Feb 2026 13:45:08 +0100AFRIKA/NIGERIA - Protestmarsch: Priester der Diözesen Wukari und Jalingo prangern Gewalt im Bundesstaat Taraba anhttps://fides.org/de/news/77353-AFRIKA_NIGERIA_Protestmarsch_Priester_der_Dioezesen_Wukari_und_Jalingo_prangern_Gewalt_im_Bundesstaat_Taraba_anhttps://fides.org/de/news/77353-AFRIKA_NIGERIA_Protestmarsch_Priester_der_Dioezesen_Wukari_und_Jalingo_prangern_Gewalt_im_Bundesstaat_Taraba_anAbuja – „Bislang wurden mehr als 80 Menschen getötet, viele weitere verletzt, über 200 Gemeinden und Kirchen zerstört und mehr als 90.000 Christen aus ihren Häusern vertrieben“, beklagte Pfarrer James Yaro, Apostolischer Vikar von Wukari, der gestern, am 12. Februar, in Jalingo, der Hauptstadt des Bundesstaates Taraba im Osten Nigerias, den Protestmarsch der Priester der Diözesen Wukari und Jalingo anführte.<br />Die Teilnehmer des Marsches forderten ein sofortiges Eingreifen der Regierung, um die Welle von Morden, Entführungen und Zerstörungen zu stoppen, von der christliche Landgemeinden betroffen sind, insbesondere die Tiv-Bevölkerung im Süden von Taraba, wo laut Pater Yaro „ein Völkermord an den Christen“ stattfindet.<br />Nach Angaben der Organisatoren der Protestkundgebung konzentrieren sich die Angriffe auf die lokalen Regierungsbezirke Takum, Donga und Ussa. Die Angriffe werden von Fulani-Milizen verübt, die in der Regel nachts zuschlagen, jeden töten, der ihnen in die Quere kommt, und Häuser und Kirchen plündern und in Brand stecken.<br />Auf diese Weise, so Pfarrer Yaro, „ist es den Fulani-Milizen gelungen, die Kontrolle über die Bauernhöfe christlicher Familien zu übernehmen, und nun haben sie begonnen, die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der vertriebenen Gemeinschaften zu ernten und an ihre Tiere zu verfüttern“. „Außerdem haben sie unzählige Gräueltaten begangen, darunter Vergewaltigungen, und manchmal blockieren sie Straßen und töten harmlose Bauern“, berichtet der Apostolische Vikar.<br />Pfarrer Yaro fordert, „dass dringend eine angemessene Anzahl von Sicherheitskräften mobilisiert und im Landesinneren eingesetzt wird, wo dieses Gemetzel unaufhörlich weitergeht“. „Die Regierung muss sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, die Sicherheit zu gewährleisten und die Komplizen und Täter dieser grausamen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu stellen, unabhängig von ihrer ethnischen, politischen und religiösen Zugehörigkeit“.<br />Der Apostolische Vikar von Wukari geht auch auf die schwierige Lage der Binnenflüchtlinge ein, die „ein sofortiges Eingreifen der Regierung, der humanitären Organisationen, der Nichtregierungsorganisationen und der Menschen guten Willens erfordert“. <br />„Zu den dringendsten Bedürfnissen der Vertriebenen gehören unter anderem Lebensmittel, Bettwäsche, Hygieneartikel, medizinische Versorgung und provisorische Zelte, um eine schwere humanitäre Katastrophe zu vermeiden“, so der Apostolische Vikar.<br />Pfarrer Yaro schließt mit einem Aufruf zum Dialog, um der Gewalt ein Ende zu setzen. „Es ist angebracht“, sagt er, „dass sich die wichtigsten Akteure, wie traditionelle Häuptlinge, religiöse Führer, Sicherheitsbehörden, lokale Regierungsvertreter und Politiker der betroffenen Region, treffen und sich aufrichtig zu einem konstruktiven Dialog verpflichten, um dauerhaften Frieden und Stabilität in der südlichen Region von Taraba zu fördern.“<br /> Fri, 13 Feb 2026 13:26:24 +0100AFRIKA/KAMERUN - Weihbischof für die Erzdiözese Bamenda ernannthttps://fides.org/de/news/77356-AFRIKA_KAMERUN_Weihbischof_fuer_die_Erzdioezese_Bamenda_ernannthttps://fides.org/de/news/77356-AFRIKA_KAMERUN_Weihbischof_fuer_die_Erzdioezese_Bamenda_ernanntBischof John Berinyuy Tata wurde am 18. Dezember 1975 in Mbuluf-Shisong in der Diözese Kumbo geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am Interdiözesanen Priesterseminar „St. Thomas Aquinas“ in Bambui . Am 30. März 2005 wurde er zum Priester geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Vikar der Pfarrei „St. Joseph“ in Bafut und Pfarrer der Pfarrei „St. Patrick“ in Babanki-Tungo ; Studium der Spiritualität am Dominikanerkloster in Bambui; Doktorat in Theologie mit Spezialisierung in christlicher Anthropologie an der Päpstlichen Theologischen Fakultät „Teresianum“ in Rom; Spiritual und Dozent am Priesterseminar „St. Thomas Aquinas“ in Bambui; Kaplan der Diözesanen Charismatischen Bewegung; bis zu seiner Ernennung Rektor der “Catholic University of Cameroon“ in Bamenda.<br /> <br />Fri, 13 Feb 2026 13:14:42 +0100AFRIKA/UGANDA - Unter verfassungswidrigen Umständen festgenommener Priester gegen Kaution freigelassenhttps://fides.org/de/news/77354-AFRIKA_UGANDA_Unter_verfassungswidrigen_Umstaenden_festgenommener_Priester_gegen_Kaution_freigelassenhttps://fides.org/de/news/77354-AFRIKA_UGANDA_Unter_verfassungswidrigen_Umstaenden_festgenommener_Priester_gegen_Kaution_freigelassenKampala – Der Oberste Gerichtshof von Masaka hat Pfarrer Deusdedit Ssekabira, der seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft sitzt, gegen Kaution freigelassen.<br />Pfarrer Ssekabira wurde am 3. Dezember als vermisst gemeldet. Fast zwei Wochen nach seinem Verschwinden gab das ugandische Verteidigungsministerium am 14. Dezember bekannt, dass der Priester von den Sicherheitskräften unter dem Vorwurf der Beteiligung an „gewalttätigen subversiven Aktivitäten gegen den Staat” festgenommen worden war . Die Umstände seiner Verhaftung wurden von der Vereinigung katholischer Anwälte Ugandas als verfassungswidrig bezeichnet.<br />Am 23. Dezember wurde der Priester, der Pfarrer der Gemeinde Bumangi in der Diözese Masaka ist, wegen Geldwäsche angeklagt und anschließend zur Eröffnung des Hauptverfahrens an das Gericht von Masaka überstellt .<br />Am 10. Februar entschied die Richterin Victoria Nakintu Katamba, dass Pfarrer Ssekabira gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 15 Millionen Schilling sowie einer Bürgschaft in Höhe von 50 Millionen Schilling freigelassen wird. Das Urteil beendet eine mehr als zweimonatige Haft, nachdem frühere Versuche, seine Freilassung zu erwirken, gescheitert waren.<br /> <br />Fri, 13 Feb 2026 13:05:42 +0100ASIEN/BANGLADESCH - Bischof Gomes zur Parlamentswahl: "Christen hegen große Hoffnung für die Zukunft”https://fides.org/de/news/77351-ASIEN_BANGLADESCH_Bischof_Gomes_zur_Parlamentswahl_Christen_hegen_grosse_Hoffnung_fuer_die_Zukunfthttps://fides.org/de/news/77351-ASIEN_BANGLADESCH_Bischof_Gomes_zur_Parlamentswahl_Christen_hegen_grosse_Hoffnung_fuer_die_ZukunftDhaka – „Wir waren positiv beeindruckt davon, dass die Wahlen völlig friedlich verliefen. Es gab keine Opfer und keine Gewalt im Zusammenhang mit den Wahlen: Das ist in der Geschichte Bangladeschs beispiellos. Die allgemeine Stimmung war sehr gut, von großer Begeisterung geprägt”, so der Weihbischof der Erzdiözese Dhaka, Subroto Boniface Gomes, gegenüber Fides in einem Kommentar zu den Parlamentswahlen vom 12. Februar. „Wir haben beeindruckende Sicherheitsmaßnahmen gesehen und Soldaten, die das Gebiet und die Wahllokale bewachten. Die Menschen konnten ihr demokratisches Wahlrecht in aller Ruhe ausüben“, bemerkt der Bischof. <br />Die Wahl brachte den Sieg der „Bangladesh Nationalist Party“ : „Soweit ich das beurteilen kann“, so Bischof Gomes, „ist dies eine Partei, die von den Minderheiten in Bangladesch im Allgemeinen wegen ihrer gemäßigten Haltung gegenüber den islamistischen Parteien geschätzt wird. Ich stelle fest, dass die bangladeschischen Christen im Großen und Ganzen mit der Geschichte der BNP zufrieden sind und große Hoffnungen für die Zukunft hegen“.<br />Der Vorsitzende der BNP, Tarique Rahman, hat für den heutigen 13. Februar einen Gebetstag in ganz Bangladesch ausgerufen. „Wir haben diese Aufforderung als ein sehr wichtiges Zeichen verstanden: Es bedeutet, auch das öffentliche Leben wieder auf eine spirituelle Ebene zu bringen. Wir hoffen, dass der Vorsitzende der BNP, der seit 17 Jahren in England lebt, aus dieser Erfahrung etwas Gutes für unser Land mitbringen kann. Er hat deutlich gemacht, dass die Nation Frieden und Stabilität braucht und dass wir alle gemeinsam dafür arbeiten müssen. Als Christen teilen wir diesen Ansatz“, so der Weihbischof.<br />Die Wahlkommission gab unterdessen bekannt, dass die Wahlbeteiligung bei 60 % lag. Die „Bangladesh Nationalist Part“ hat die Mehrheit bei den ersten Wahlen im Land gewonnen, seit studentische Proteste im August 2024 die 15-jährige Herrschaft der ins Ausland geflohenen Politikerin Sheikh Hasina beendet hatten. Hasinas Partei, die „Awami League“, durfte nicht an diesen Wahlen teilnehmen.<br />Nach den noch nicht endgültigen Ergebnissen hat die BNP über 212 der 300 Sitze im Parlament errungen, was einer Mehrheit von mehr als zwei Dritteln entspricht, während das Bündnis islamistischer Gruppen unter Führung der „Jamaat-e-Islami“ etwa 76 Sitze erhalten haben soll.<br />Die BNP wird von Tarique Rahman angeführt, der nach siebzehnjährigem Exil in Großbritannien in sein Land zurückgekehrt ist, ist der Sohn der dreimalige Premierministerin Khaleda Zia, die am 30. Dezember verstorben ist. Rahman wird als Premierminister die neue Regierung führen. Die bangladeschischen Wähler haben in einem Referendum mit großer Mehrheit auch einige institutionelle Reformen gebilligt, um die Rückkehr eines autoritären Regimes zu verhindern.<br />Pater Peter Chanel Gomes, Priester in Dhaka und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Land, fügt gegenüber Fides hinzu: „Die Wahl hat gezeigt, dass die Demokratie in Bangladesch lebendig und stark ist. Für viele Bürger waren diese Wahlen eine Erleichterung angesichts von Korruption, Unruhen und Unsicherheit. Die Menschen haben frei und sicher gewählt. Der von Freiheit und Optimismus geprägte Wahltag hat gezeigt, dass das Volk wirklich zur Zukunft des Landes beitragen kann, wenn es die Möglichkeit dazu hat.“<br /> Fri, 13 Feb 2026 12:31:01 +0100ASIEN/SÜDKOREA - 1500. Messe für Versöhnung und Einheit: Gläubige aus Süd und Nord beten in geistlicher Gemeinschafthttps://fides.org/de/news/77350-ASIEN_SUeDKOREA_1500_Messe_fuer_Versoehnung_und_Einheit_Glaeubige_aus_Sued_und_Nord_beten_in_geistlicher_Gemeinschafthttps://fides.org/de/news/77350-ASIEN_SUeDKOREA_1500_Messe_fuer_Versoehnung_und_Einheit_Glaeubige_aus_Sued_und_Nord_beten_in_geistlicher_GemeinschaftSeoul – „Seit fast 31 Jahren mit unerschütterlicher Hingabe regelmäßig Messen für ein einziges Anliegen zu feiern, ist ein in der gesamten Geschichte der katholischen Kirche in Korea beispielloses Unterfangen. Dies zeigt, wie wichtig die Aufgabe des Friedens auf der koreanischen Halbinsel und der Versöhnung und Einheit zwischen Nord- und Südkorea für unser Volk ist“, betonte Erzbischof Peter Chung Soon-taick , Erzbischof von Seoul und Apostolischer Administrator von Pjöngjang sowie Vorsitzender des Komitees für Versöhnung in Korea, als er am 10. Februar in der Kathedrale der koreanischen Hauptstadt die 1500. Messe für die Versöhnung und Einheit Koreas feierte. Die besondere Eucharistiefeier findet in der Erzdiözese Seoul jeden Dienstag um 19:00 Uhr in der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis statt, wo die Gläubigen für echten Frieden und Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel beten.<br />An dem Gottesdienst, der vom Komitee für die Versöhnung Koreas in der Erzdiözese Seoul organisiert wurde, nahmen über 400 Personen teil, darunter der Apostolische Nuntius, Erzbischof Giovanni Gaspari, der ehemalige und erste Vorsitzende des Komitees für die Versöhnung Koreas, Erzbischof Choi Chang-mou, sowie einige Politiker, darunter der Minister für Vereinigung David Chung Dong-young, neben Priestern, Ordensleuten und Gläubigen.<br />Wie aus einer Mitteilung der Pressestelle der Erzdiözese Seoul hervorgeht, betonte Erzbischof Chung in seiner Predigt: „In den letzten 30 Jahren gab es Momente, in denen der Frieden auf der koreanischen Halbinsel zum Greifen nah schien, und Zeiten, in denen der Dialog vollständig abgebrochen war und die Spannungen ihren Höhepunkt erreichten“. Heute sei „unklar, wo und wie der Dialog wieder aufgenommen werden kann“. Dennoch bekräftigte er: „Die Bemühungen, die andere Seite zu verstehen und Versöhnung anzustreben, zeugen keineswegs von Schwäche oder Realitätsverlust, sondern sind vielmehr die mutigste Entscheidung.“<br />In Bezug auf die innerkoreanischen Beziehungen wies Erzbischof Chung darauf hin, dass man sich von der Haltung lösen müsse, „sich besser als andere zu fühlen“, um sich „als Geschwister und Nachbarn“ zu betrachten.<br />Im Hinblick auf die Bedeutung der Versöhnungsmesse bemerkte er: „Diese Messe hat den Frieden auf der koreanischen Halbinsel bewahrt, sie ist eine Eucharistiefeier der Selbstreflexion und der Vorbereitung auf eine neue Zukunft.“<br />Bei der Feier der 1500. Messe berichtete Pater Jung Soo Yong, Vizepräsident des Komitees für Versöhnung in Korea, über die bisherigen Fortschritte und erklärte: „Diese Messe wird gemeinsam mit den neuen Priestern und Seelsorgern des Jahres im Rahmen der Kampagne ‚Die nordkoreanische Kirche in meinem Herzen‘ gefeiert. Jede Woche gedenken wir in unseren Gebeten einer der 57 Pfarrkirchen, die unmittelbar nach der Befreiung im Norden existierten.“ Und er versprach: „Wir werden weiterhin den Wunsch nach Frieden auf der koreanischen Halbinsel und nach besseren innerkoreanischen Beziehungen in unseren Herzen tragen. Wir werden weiterhin gemeinsam beten.“<br />Minister David Chung Dong-young erklärte: „Ich hoffe, dass die heutige Messe eine Gelegenheit sein wird, damit Gottes Wille auf dieser Erde verwirklicht wird und Hass in Liebe, Zwietracht in Versöhnung und Spaltung in Einheit verwandelt werden.”<br />Die Messe, die seit der Gründung des Komitees für Versöhnung in Korea im Jahr 1995 jeden Dienstag gefeiert wird, zeugt vom Glauben, der Hingabe und der Beharrlichkeit der Gläubigen, die vor 31 Jahren damit begonnen haben. Sie wurde zum ersten Mal am 7. März 1995 vom verstorbenen Kardinal Kim Sou-hwan gefeiert und vom Komitee für Versöhnung fortgesetzt, das am 1. März 1995 gegründet worden war, dem Jahr, in dem der 50. Jahrestag der Befreiung und Teilung der Halbinsel begangen wurde. <br />Am Ende der Feier sprechen die anwesenden Gläubigen das „Friedensgebet” des heiligen Franz von Assisi, „Gott, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens”, das gleichzeitig in der Kathedrale von Myeong-dong in Seoul und in der Changchung-Kirche in Pjöngjang, der einzigen katholischen Kirche auf nordkoreanischem Gebiet, gesprochen wird. Diese Praxis geht auf eine Vereinbarung zurück, die am 15. August 1995 zwischen dem Komitee für die Versöhnung in Korea und der offiziellen katholischen Organisation Nordkoreas, der „Korean Catholic Association“ in Nordkorea, getroffen wurde. Seitdem sind die Gläubigen in Südkorea und Nordkorea einmal pro Woche in geistlicher Gemeinschaft vereint und beten am selben Tag und zur selben Stunde für den Frieden.<br />In Seoul wird seit etwa neun Jahren nach der Messe zusätzlich ein Rosenkranz gebetet, in dem um die Fürsprache der Muttergottes von Fatima für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel und in der Welt gebeten wird.<br /> <br />Fri, 13 Feb 2026 10:12:50 +0100ASIEN/CHINA - Katholische Gemeinden besuchen Familien von Priestern und Ordensfrauen vor dem chinesischen Neujahrsfesthttps://fides.org/de/news/77349-ASIEN_CHINA_Katholische_Gemeinden_besuchen_Familien_von_Priestern_und_Ordensfrauen_vor_dem_chinesischen_Neujahrsfesthttps://fides.org/de/news/77349-ASIEN_CHINA_Katholische_Gemeinden_besuchen_Familien_von_Priestern_und_Ordensfrauen_vor_dem_chinesischen_NeujahrsfestShijiazhuang – Berufungen entstehen in der Regel auf dem fruchtbaren Boden des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe, den die Familien der Priester und Ordensschwestern darstellen. Im Hinblick auf das chinesische Neujahrsfest, das am kommenden Dienstag, dem 17. Februar, begangen wird, haben die verschiedenen katholischen Gemeinden auf dem chinesischen Festland mit den traditionell mit diesem Fest verbundenen Initiativen begonnen, wie den üblichen Besuchen bei den Familien von Ordensschwestern und Priestern. Diese Besuche, die oft von den Diözesanbischöfen begleitet werden, sind Ausdruck der Sorge um den Schatz, den katholische Familien darstellen. <br />Oft sind die Eltern oder Familienangehörigen der jungen Männer und Frauen, die eine Berufung zum Priestertum oder zum Ordensleben verspüren, auch sehr aktive Mitglieder im Leben ihrer Pfarrgemeinden. Die Besuche werden auch zu einer Gelegenheit der gegenseitigen Erbauung und des Beistands auf dem Weg des Glaubens.<br />Nach Angaben des kirchlichen Informationsportals „xinde.org“ haben drei Gruppen der Erzdiözese Taiyuan, der Hauptstadt der Provinz Changzhi, den Eltern der Priester und Ordensschwestern Glückwünsche überbracht. Die Besuche boten auch Gelegenheit, daran zu erinnern, wie die Familie die ersten Anzeichen der Berufung ihrer Söhne und Töchter gefördert und begleitet hat. Der Bischof von Taiyuan, Paul Meng Ningyou, ermutigte die Eltern, ihren Kindern weiterhin Unterstützung und spirituelle Anregung zu geben, damit sie in der Diözese der Kirche dienen können, und versicherte ihnen, dass die Kirche sich weiterhin um ihre Familien kümmern werde. <br />Die von Pfarrer Meng Tongbao geleitete Gruppe besuchte auch die Eltern der vor 7 Jahren verstorben verstorbenen Ordensschwester Yan Youmin. Die kirchliche Gemeinschaft wollte den Eltern Trost spenden und ihnen zeigen, dass sie die Erinnerung an ihre Tochter in Dankbarkeit bewahrt und sich um ihre ganze Familie kümmert.<br />In der Diözese Changzhi überbrachte Bischof Peter Ding Lingbin zusammen mit dem Kanzler und den Ordensschwestern den 78 Familien der jungen Menschen, die in den letzten Jahren den Berufungsweg angetreten haben und in allen 30 Pfarreien vertreten sind, Neujahrsgrüße. <br />In der Provinz Fujian sandte der Bischof von Fuzhou, Joseph Cai Bingrui, Glückwünsche und Geschenke an Dutzende von Priestern und Ordensschwestern der Diözese Xiamen, der derzeit vakanten Diözese, deren Bischof er war.<br />Der Bischof von Linfen , Peter Liu Genzhu, wollte Priester und Ordensschwestern persönlich besuchen, die an vorderster Front bei der Verkündigung des Evangeliums tätig sind, auch um sich ihre Schwierigkeiten und dringenden Anliegen schildern zu lassen und sich mit ihnen auszutauschen, wobei man vom Lehramt Papst Leos XIV. über das Priestertum und das geweihte Leben ausging. Die Ordensgemeinschaften der Schwestern erinnerte der Bischof daran, dass „die Diözese und die Ordensgemeinschaften untrennbar miteinander verbunden sind und gemeinsam für das Reich Gottes arbeiten“. <br />Auch die Gemeinden der Diözese Tangshan haben die traditionell zum chinesischen Neujahrsfest organisierten Besuche bei den Familien der Priester und Ordensleute durchgeführt und setzen diese fort.<br />Thu, 12 Feb 2026 13:42:13 +0100EUROPA/POLEN - Kamillianer-Missionare unterstützen geflüchtete Frauen aus der Ukraine: “Wir wollen die Widerstandskraft stärken“https://fides.org/de/news/77348-EUROPA_POLEN_Kamillianer_Missionare_unterstuetzen_gefluechtete_Frauen_aus_der_Ukraine_Wir_wollen_die_Widerstandskraft_staerkenhttps://fides.org/de/news/77348-EUROPA_POLEN_Kamillianer_Missionare_unterstuetzen_gefluechtete_Frauen_aus_der_Ukraine_Wir_wollen_die_Widerstandskraft_staerkenUrsus – Klare Kommunikation und abgestimmte Ziele sind die Eckpfeiler der Zusammenarbeit zwischen dem „Camillian Disaster Service International“ und der Kamillianerprovinz Polen im Rahmen des Projekts „Stärkung der Resilienz ukrainischer Flüchtlinge”, das von der Hilfsorganisation des Ordens der Krankenpfleger ins Leben gerufen wurde, um aus der Ukraine geflüchteten Frauen in Polen zu unterstützen.<br />Als am 24. Februar 2022 der Krieg zwischen Russland der Ukraine ausbrach, mobilisierte CADIS in Zusammenarbeit mit der „Buddhist Tzu Chi Charity Foundation“ und den Kamillianern in Polen die Nothilfe in Polen. Das Projekt wurde konzipiert, um ukrainischen Geflüchteten zu helfen, sich schrittweise anzupassen und in die polnische Gesellschaft zu integrieren. Schätzungen zufolge leben in Polen zwischen 1,5 und 2 Millionen ukrainische Flüchtlinge, von denen sich etwa 1,2 Millionen registriert haben, um Schutz zu erhalten. Etwa 90 % der ukrainischen Geflüchteten sind Frauen und Kinder.<br />Der Direktor von CADIS, Pater Aris Miranda , reiste kürzlich nach Polen, um die vierte Phase des Programms zum Aufbau von Resilienz nach dem Krieg zu evaluieren. In einer Mitteilung, die Fides vorliegt, betont das Hilfswerk der Kamillianer die entscheidende Rolle des Programms bei der Unterstützung von aus der aus der Ukraine geflüchteten Frauen in Polen, beim Wiedereinstieg in das Berufsleben, beim Erreichen wirtschaftlicher Unabhängigkeit und bei der Stärkung ihrer sozialen Integration. Gemeinschaftsveranstaltungen, gemeinsame Feiern und außerschulische Aktivitäten trugen dazu bei, Vorurteile abzubauen und persönliche Bindungen zwischen Geflüchteten und Einheimischen aufzubauen. Kinder entwickelten ein Zugehörigkeitsgefühl zu den polnischen Schulen, und es entstanden individuelle Freundschaften, was die menschliche Wirkung des direkten Kontakts und der gemeinsamen Erfahrungen verdeutlicht.<br />Konkret haben die Kamillianer in den Bezirken Ursus und Łomianki Notunterkünfte eingerichtet und das Wohnhaus des Seminars in ein Aufnahmezentrum umgewandelt. In Ursus haben sie die Betreuung und Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in das Sozialhilfeprogramm für Obdachlose integriert.<br />Arbeitsmöglichkeiten, sichere Unterkünfte, Gesundheitsversorgung und Bildung waren die Hauptanliegen der Flüchtlinge. Laut Pater Aris hat das Projekt im Laufe des letzten Jahres „eine entscheidende Rolle gespielt, dank der nun alle Teilnehmer ein legales Beschäftigungsverhältnis haben und 25 Personen eine feste Arbeit in Bereichen wie Gastronomie, Logistik, Reinigung und insbesondere Schönheits- und Hygienedienstleistungen gefunden haben“. Mehrere Frauen kehrten sogar zum Projekt zurück, nachdem sie bereits zuvor daran teilgenommen hatten, um Unterstützung bei der Arbeitssuche und der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen zu erhalten. Neben der Beschäftigung hat das Projekt auch das Unternehmertum stark gefördert. „Für diese Frauen bedeutete die Selbstständigkeit einen Wendepunkt“, betont Direktor Cadis, „weg von Unsicherheit und Abhängigkeit hin zu Selbstvertrauen, Stabilität und Integration in den polnischen Arbeitsmarkt. Das Erreichen dieses Ziels in einem neuen Land, oft mit Sprachbarrieren und begrenzter Vorerfahrung, hat sowohl die Entschlossenheit der Frauen als auch die Wirksamkeit einer umfassenden und praktischen Unterstützung gezeigt“.<br />“Über die Einhaltung von Vorschriften hinaus hat dieser Prozess ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Finanzkompetenz und ihr Selbstwertgefühl gestärkt. Die Frauen begannen, sich nicht nur als Arbeitnehmerinnen, sondern auch als Unternehmerinnen zu sehen, die in der Lage sind, zu wachsen und langfristig zu planen. Die Sprache war nun keine Barriere mehr, sondern wurde zu einem Instrument der sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe“, betont er abschließend.<br /> Thu, 12 Feb 2026 13:22:35 +0100ASIEN/MYANAMR - Kardinal Bo: "Im vom Krieg zerstörten und von der Welt verlassenen Myanmar gibt es noch Hoffnung“https://fides.org/de/news/77346-ASIEN_MYANAMR_Kardinal_Bo_Im_vom_Krieg_zerstoerten_und_von_der_Welt_verlassenen_Myanmar_gibt_es_noch_Hoffnunghttps://fides.org/de/news/77346-ASIEN_MYANAMR_Kardinal_Bo_Im_vom_Krieg_zerstoerten_und_von_der_Welt_verlassenen_Myanmar_gibt_es_noch_HoffnungYangon – „Inmitten des kollektiven Dramas, das von Unsicherheit und Ungewissheit über die Zukunft geprägt ist, ist es dennoch möglich, die Hoffnung in Myanmar aufrechtzuerhalten, selbst inmitten von Konflikten, Armut und dem schmerzhaften Gefühl, von der internationalen Gemeinschaft im Stich gelassen worden zu sein. Diese Hoffnung ist jedoch kein naiver Optimismus, sondern eine christliche Hoffnung, die aus dem Kreuz und der Auferstehung hervorgeht. Die Hoffnung in Myanmar ist heute eine gekreuzigte Hoffnung, doch sie ist nicht tot“, sagt der Erzbischof von Yangon, Kardinal Charles Maung Bo, in einer Botschaft, die Fides vorliegt, in der er ein Bild der Lage in Myanmar fünf Jahre nach dem Staatsstreich zeichnet. <br />„Zunächst einmal“, so Kardinal Bo, „setzen wir unsere Hoffnung auf Gott, nicht auf die Umstände. Das Volk von Myanmar hat viele Sicherheiten verloren – Frieden, Lebensgrundlagen, Stabilität, sogar die internationale Aufmerksamkeit –, aber es hat die Gegenwart Gottes nicht verloren. Wie uns die Psalmen erinnern: ‚Nahe ist der Herr den gebrochenen Herzen‘. In den durch den Krieg entvölkerten Dörfern, in den Lagern für Binnenflüchtlinge, zwischen den stillen Tränen der Mütter und der Beharrlichkeit der Katecheten und Ordensleute geht Gott weiterhin mit seinem Volk.“<br />„Zweitens“, erklärt er, „sind die Armen selbst zu Zeichen der Hoffnung geworden. In Myanmar teilen die Armen weiterhin das Wenige, das sie haben; die Familien beten weiterhin gemeinsam; die jungen Menschen engagieren sich weiterhin ehrenamtlich und träumen von einer besseren Zukunft. Die Kirche bleibt den Leidenden durch Bildung, Gesundheitsversorgung, humanitäre Hilfe und stille Vermittlung nahe. Das sind keine spektakulären Zeichen, aber es sind Zeichen des Evangeliums, wie das Senfkorn.“<br />Drittens betont Kardinal Bo, dass „der Glaube der Kirche selbst Hoffnung ist. Wenn die Kirche Hass ablehnt, Gewalt zurückweist und weiterhin die Sprache der Versöhnung und der Menschenwürde spricht, wird sie zu einem Sakrament der Hoffnung. Auch wenn die Welt gleichgültig zu sein scheint, glaubt die Kirche in Myanmar weiterhin daran, dass Gewalt nicht das letzte Wort haben wird“.<br />Auch wenn es so scheint, als sei die internationale Gemeinschaft gleichgültig, „bedeutet dies nicht, dass Gott, der oft an vergessenen Orten wirkt, die Kirche im Stich lässt. Myanmar mag sich vernachlässigt fühlen, aber es ist in Gottes Plan nicht vergessen. Das Blut der Unschuldigen, die Gebete der Leidenden und die Resilienz der Gläubigen sind nicht umsonst.“<br />Der Erzbischof von Yangon bemerkt weiter: „Hoffnung in Myanmar ist eine moralische Pflicht. Die Hoffnung zu verlieren würde bedeuten, die Zukunft der Gewalt und Verzweiflung zu überlassen. Die christliche Hoffnung gibt uns die Kraft, Gewaltlosigkeit gegenüber Ungerechtigkeit zu üben, Leben zu schützen, Kinder auch im Exil zu erziehen und den Boden für Versöhnung zu bereiten, lange bevor Friedensabkommen unterzeichnet werden.“ „Myanmar hofft“, betont er, „nicht weil die Situation einfach ist, sondern weil Gott treu ist. Und solange es Menschen gibt, die beten, vergeben und sich weigern zu hassen, lebt die Hoffnung in Myanmar weiter.“<br />Insbesondere in der Situation weit verbreiteter Gewalt, Leid und Vertreibung, so Kardinal Bo, „kümmern sich die Gemeinschaften weiterhin umeinander. Und die religiösen Führer, insbesondere Christen, Buddhisten und Muslime, sprechen sich weiterhin für den Frieden aus.“ <br />Die christlichen Gemeinschaften in Myanmar, sowohl katholische als auch protestantische, werden von ökumenischen Organisationen unterstützt und „engagieren sich aktiv für Frieden und Versöhnung auf verschiedenen Ebenen“, schließt der Kardinal. Die Verantwortlichen rufen weiterhin zum Ende der Gewalt auf und laden die Bürger ein, sich für Versöhnung und Vergebung einzusetzen. Im ganzen Land organisieren die Kirchen interreligiöse Gebetstreffen für den Frieden, und solche interreligiösen Initiativen „schaffen und fördern einen Rahmen für das Zusammenleben“.<br /> Thu, 12 Feb 2026 12:50:35 +0100AFRIKA/NIGERIA - Im Bundesstaat Kaduna wurden 30 Personen entführt: Unter ihnen befinden sich ein Katechet und seine schwangere Frauhttps://fides.org/de/news/77347-AFRIKA_NIGERIA_Im_Bundesstaat_Kaduna_wurden_30_Personen_entfuehrt_Unter_ihnen_befinden_sich_ein_Katechet_und_seine_schwangere_Frauhttps://fides.org/de/news/77347-AFRIKA_NIGERIA_Im_Bundesstaat_Kaduna_wurden_30_Personen_entfuehrt_Unter_ihnen_befinden_sich_ein_Katechet_und_seine_schwangere_FrauAbuja – Ein Katechet wurde zusammen mit seiner schwangeren Frau und 30 weiteren Personen in Kadarko im Verwaltungsbezirk Kagarko im Bundesstaat Kaduna entführt. Der Katechet ist in der örtlichen Pfarrei „St. Joseph“ tätig. Die Massenentführung ereignete sich am 10. Februar gegen zwei Uhr morgens, als eine Gruppe bewaffneter Banditen in zwei Siedlungen in der Nähe des Dorfes eindrang.<br />Der Pfarrer der Gemeinde „St. Joseph“, Linus Matthew Bobai, berichtete dem lokalen Fernsehsender „Arise TV“, dass „die Banditen vor dem Angriff einen meiner Gemeindemitglieder angerufen und 10 Millionen Naira von ihm verlangt hatten, wobei sie ihm mit Entführung drohten, falls er sich weigern sollte“.<br />Nach Angaben des Priesters entführten die Angreifer 16 Personen in Kutaho, darunter den Katecheten, seine schwangere Frau und ihr Kind, sowie weitere 16 Personen aus Kugir, insgesamt also 32 Personen.<br />Pfarrer Bobai erklärte, dass die Banditen zunächst 20 Einwohner von Kutaho entführt hatten, bevor sie ältere Menschen und Personen mit Gesundheitsproblemen freiließen.<br />Anschließend drangen die Banditen in das Wohnhaus der Missionsstation in Kugir ein, wo sie mehrere Bewohner, darunter auch mehrere Kinder, entführten. Einigen der Entführten gelang jedoch die Flucht. Laut Pfarrer Bobai wurde der Dorfvorsteher mit einer Machete niedergeschlagen und überlebte nur knapp.<br />Der Priester betont, dass die Lage in Kadarko weiterhin sehr angespannt ist und dass die Einwohner fliehen, weil sie von den Behörden keinen Schutz erhalten. „Nach dem Vorfall kamen zunächst einige Soldaten aus dem Nachbardorf. Nach ihrer Ankunft patrouillierten sie einige Minuten lang. Wir haben sie gesehen, dann sind sie wieder gegangen, und das war's“, berichtet er.<br />„Wir sind benachteiligt. Die Lage in der Gemeinde ist angespannt. Und über 98 % der Einwohner sind in ein Nachbardorf geflohen, wo sie gestern und heute die Nacht verbracht haben“, fügte Pfarrer Bobai hinzu.<br />Trotz der Gefahr weiterer Angriffe haben sich einige Einwohner, insbesondere die Hirten, entschieden, zu bleiben und die Gemeinde zu unterstützen.<br />„Einige von uns haben Angst, aber wir können nicht fliehen, weil wir Hirten sind. Und wir ermutigen die anderen, zu bleiben, sich um die Gemeinde zu kümmern und auf Gottes Beistand zu vertrauen“, schloss Pfarrer Bobai.<br />In der vergangenen Woche gab es mindestens zwei weitere Massenentführungen von katholischen Gläubigen. Die erste ereignete sich am 6. Februar in der Missionsstation „Saint John oft he Cross“ in Ojije - Utonkon, die zur Pfarrei „St. Paul“ im Verwaltungsbezirk Ado gehört, wo neun katholische Gläubige entführt wurden .<br />Die zweite Entführung ereignete sich ebenfalls im Bundesstaat Kaduna am 7. Februar, als drei Menschen getötet und elf bei einem Überfall auf die Pfarrkirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Karku im Verwaltungsbezirk Kauru im Bundesstaat Kaduna entführt wurden . Unter den Entführten befindet sich auch der Pfarrer Nathaniel Asuwaye.<br />Unterdessen befinden sich mindestens drei nigerianische Priester weiterhin in den Händen der Entführer. Neben Pfarrer Nathaniel Asuwaye sind dies Pfarrer Joseph Igweagu aus der Diözese Aguleri im Bundesstaat Anambra, der am 12. Oktober 2022 entführt wurde , und Pfarrer Emmanuel Ezema aus der Diözese Zaria im Bundesstaat Kaduna, der am 2. Dezember 2025 entführt wurde .<br /> <br />Thu, 12 Feb 2026 12:22:12 +0100ASIEN/PAKISTAN - Erzbischof Arshad: „Anschläge auf Kultstätten stärken die Einheit unter den Gläubigen in Pakistan“https://fides.org/de/news/77345-ASIEN_PAKISTAN_Erzbischof_Arshad_Anschlaege_auf_Kultstaetten_staerken_die_Einheit_unter_den_Glaeubigen_in_Pakistanhttps://fides.org/de/news/77345-ASIEN_PAKISTAN_Erzbischof_Arshad_Anschlaege_auf_Kultstaetten_staerken_die_Einheit_unter_den_Glaeubigen_in_PakistanIslamabad – „Anschläge auf Kultstätten sind ein Angriff auf die interreligiöse Harmonie und die Bemühungen um Frieden: Das kann unter keinen Umständen toleriert werden. Terrorismus hat keine Religion, und man muss solche Elemente, die darauf abzielen, die Gesellschaft zu spalten, stoppen“, so der Erzbischof von Rawalpindi-Islamabad, Joseph Arshad, in einer Botschaft die Fides vorliegt, in der er seine Empörung zum Ausdruck bringt und den Selbstmordanschlag verurteilt, der vor einigen Tagen auf eine schiitische Moschee in Islamabad verübt wurde. <br />Am Morgen des 6. Februar griff ein Selbstmordattentäter eine schiitische Moschee in Islamabad an, indem er zunächst das Sicherheitspersonal beschoss, dann die Moschee betrat und sich mit einer Sprengstoffweste in die Luft sprengte. Mindestens 31 Menschen wurden getötet und weitere 169 ins Krankenhaus eingeliefert, die Zahl der Opfer steigt weiter. Zu dem Anschlag bekannte sich der Islamische Staat – Provinz Khorasan , der in Afghanistan und Pakistan aktiv ist und an einer Reihe von Anschlägen in jüngster Zeit beteiligt war.<br />Während die Familien noch um ihre Angehörigen trauern, wollte der Erzbischof seine Verbundenheit mit der schiitischen Gemeinschaft zum Ausdruck bringen und daran erinnern, dass „der Anschlag auf unschuldige Zivilisten ein grausames Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist“ und dass „alle Gläubigen in Pakistan, unabhängig von ihrer Religion, vereint bleiben müssen, um religiöse Werte und soziale Harmonie zu schützen“. Der Erzbischof von Rawalpindi-Islamabad bekundete seine Solidarität mit den Verletzten des Anschlags, sprach den Familien der Opfer sein Beileid und seine Gebete aus und versicherte ihnen, dass „die christliche Gemeinschaft in Pakistan an ihrer Seite steht“.<br />Der Erzbischof bekundet sein Vertrauen in die Bundesregierung und die Institutionen und fordert dazu auf, „die Verantwortlichen für den Anschlag so schnell wie möglich vor Gericht zu stellen“. Und er wendet sich an die gesamte Bevölkerung: „Lasst uns Geduld, Einheit und gegenseitigen Respekt zeigen und die Botschaft des Friedens und der Toleranz statt des Hasses verbreiten, damit sich solche tragischen Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen.“<br />Der Sprecher der Pakistanischen Bischofskonferenz, Pater Qaisar Feroz , betont gegenüber Fides: „Der Anschlag auf die Kultstätte erfüllt uns alle mit großer Sorge. Er wurde aus Rache verübt und soll dem Establishment eine Botschaft vermitteln: Die Taliban und Terroristen sind nach wie vor mächtig und einflussreich. Wir Christen bekräftigen klar und deutlich, dass der Verlust unschuldiger Menschenleben durch keine religiöse Ideologie gerechtfertigt werden kann. Diese Anschläge, egal welche Gemeinschaft sie treffen, führen dazu, dass wir enger zusammenrücken und uns gegenseitig unterstützen, um Extremismus und Gewalt zu bekämpfen und unserer wichtigen Verantwortung nachzukommen, Frieden und Geschwisterlichkeit in Pakistan zu fördern.“<br /> Thu, 12 Feb 2026 11:51:11 +0100„Damit niemand allein gehen muss“: Pfarrer Proserpio und Erzbischof Sangalli sprechen über die Nähe zu Menschen am Ende ihres Lebenshttps://fides.org/de/news/77344-Damit_niemand_allein_gehen_muss_Pfarrer_Proserpio_und_Erzbischof_Sangalli_sprechen_ueber_die_Naehe_zu_Menschen_am_Ende_ihres_Lebenshttps://fides.org/de/news/77344-Damit_niemand_allein_gehen_muss_Pfarrer_Proserpio_und_Erzbischof_Sangalli_sprechen_ueber_die_Naehe_zu_Menschen_am_Ende_ihres_LebensRom – „In der heutigen Gesellschaft scheint es fast ein Tabu zu sein, über das Lebensende zu sprechen, als würde es dadurch näher rücken, wenn man es beim Namen nennt. Doch es zu ignorieren, macht es nicht weniger real“, schrieb Pfarrer Tullio Proserpio in einem kürzlich erschienenen Artikel über die – bewussten oder unbewussten – Prozesse, die in vielen Gesellschaften darauf abzielen, dieses unvermeidliche Ereignis aus dem Alltag zu verdrängen.<br />Pfarrer Tullio, der als Krankenhausseelsorger am Nationalen Krebsinstitut in Mailand tätig ist, erlebt jeden Tag, dass angesichts von Krankheit, Gebrechlichkeit und den tiefgründigen Fragen, mit denen sich Sterbende auseinandersetzen müssen, Hoffnung nicht aus abstrakten Formeln entsteht, sondern sich in konkreten Gesten der Nähe und Begleitung verwirklichen lässt. <br />Die Erfahrung Erfahrungen von Pfarrer Tullio Proserpio schildert ein Buch mit dem Titel „Perché nessuno cammini solo. Venti riflessioni sulla morte” . Die Kapitel des Buches basieren auf zwanzig Fragen, die sich aus der täglichen Erfahrung der Begleitung kranker Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebens ergeben. Fragen, die beispielsweise durch die Schwierigkeit aufgeworfen werden, den kranken Körper eines geliebten Menschen über einen längeren Zeitraum zu pflegen. Oder durch die Unsicherheit derer, die sich fragen, ob es wirklich hilfreiche Worte gibt, die man sagen kann, wenn man einem Kranken in Momenten der Dunkelheit und Verzweiflung beisteht.<br />Das Buch wird durch ein Vorwort des Erzbischofs von Mailand, Mario Delpini, und ein Nachwort von Erzbischof Samuele Sangalli, beigeordneter Sekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung, ergänzt. <br />Pfarrer Proserpio und Erzbischof Sangalli werden sich am Freitag, 13. Februar, um 18 Uhr in Rom in der „Libreria San Paolo“ in der Via della Conciliazione 16/20 über die im Buch behandelten Themen und Fragen austauschen. <br />Eine Gelegenheit, Zeugnis abzulegen und die mögliche Fruchtbarkeit einer Nähe zu Menschen am Ende ihres Lebens anzuerkennen, die aus Gesten und nicht nur aus Worten besteht. Eine stille Nähe, die diejenigen, die leiden, mit Demut begleitet, ohne zu urteilen, ohne zu versuchen, alles „zu erklären”. In der Erkenntnis, dass niemand die Stunde der Angst allein bewältigen kann. <br />So kann sich in der einfachen, stillen Nähe zu denen, die dem Tod entgegengehen, der ein Geheimnis des Schmerzes bleibt, ein Fenster zur Begegnung mit demjenigen öffnen, der den Tod besiegt hat. <br /> Wed, 11 Feb 2026 10:00:52 +0100ASIEN/CHINA - Die katholische Gemeinde Pushanghui restauriert ihre Pfarrkirche mit eigenen Händenhttps://fides.org/de/news/77336-ASIEN_CHINA_Die_katholische_Gemeinde_Pushanghui_restauriert_ihre_Pfarrkirche_mit_eigenen_Haendenhttps://fides.org/de/news/77336-ASIEN_CHINA_Die_katholische_Gemeinde_Pushanghui_restauriert_ihre_Pfarrkirche_mit_eigenen_HaendenZhouzhi – Sie wollten den dankbaren Glauben an den Herrn durch konkrete Gesten kirchlicher Nächstenliebe zum Ausdruck bringen und in diesem Geist haben die Katholiken von Pushanghui in der Diözese Zhouzhi ihre Pfarrkirche in 63 Tagen mit eigenen Händen und auf eigene Kosten restauriert und dem Gotteshaus so wieder zu neuem Glanz verholfen. <br /><br />Wie das kirchliche Informationsportal „xinde.org“ berichtet haben die jungen, erwachsenen und auch älteren Gemeindemitglieder unter der Leitung von Pfarrer Ma Junxiao ehrenamtlich ihre Zeit und Energie zur Verfügung gestellt, um die Restaurierung gemeinschaftlich durchzuführen. Einige haben ihre alltägliche Arbeit unterbrochen, um mitzuhelfen, andere haben Baumaterialien gespendet, wieder andere sind auf der Baustelle geblieben, um Nachtwache zu halten. Weitere Gemeindemitglieder haben Mahlzeiten zubereitet und logistische Unterstützung geleistet.<br /><br />Von der Vorbereitung der Materialien bis zum Bau vor Ort zeigte jede Phase das Engagement der Gemeindemitglieder und das Gemeinschaftsgefühl, die die gesamte Gemeinde verbindet. <br /><br />Im Rahmen der Restaurierung ihrer Kirche, die als Gelegenheit und Zeugnis der Gemeinschaft durchgeführt wurde, feierten die Gemeindemitglieder am 4. Februar auch das 30-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Ma Junxiao, einem Priester, der wegen seiner besonderen Fürsorge als Seelsorger und seines missionarischen Elans von allen geschätzt wird.<br />Tue, 10 Feb 2026 14:56:09 +0100AMERIKA/USA - Die Seligsprechung von Erzbischof Fulton Sheen rückt näherhttps://fides.org/de/news/77343-AMERIKA_USA_Die_Seligsprechung_von_Erzbischof_Fulton_Sheen_rueckt_naeherhttps://fides.org/de/news/77343-AMERIKA_USA_Die_Seligsprechung_von_Erzbischof_Fulton_Sheen_rueckt_naeherPeoria – Die Seligsprechung des US-amerikanischen Erzbischofs Fulton Sheen rückt näher. <br />Der Bischof von Peoria, Louis Tylka, gab in einer schriftlichen Erklärung und einem Video, die am Montag, dem 9. Februar, auf den Websites der Diözese und der Sheen-Stiftung veröffentlicht wurden, bekannt, dass das Seligsprechungsverfahren des Erzbischofs fortgesetzt werden kann. <br />„Der Heilige Stuhl“, so Bischof Tylka, „hat mich darüber informiert, dass der Seligsprechungsprozess des ehrwürdigen Dieners Gottes, Erzbischof Fulton J. Sheen, fortgesetzt werden kann“, und fügte hinzu: „Wir arbeiten mit dem Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Vatikan zusammen, um die Details der bevorstehenden Seligsprechung festzulegen.“ <br />Die Päpstlichen Missionswerke in den Vereinigten Staaten veröffentlichten umgehend eine Erklärung, in der sie ihre Freude über die Ankündigung aus Peoria zum Ausdruck brachten. „Erzbischof Sheen“, so heißt es in der Erklärung der Päpstlichen Missionswerke der Vereinigten Staaten, „war von 1950 bis 1966 Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in den USA“. Seine Predigten, seine Schriften und seine wegweisende Präsenz in Radio und Fernsehen „haben bei unzähligen amerikanischen Katholiken eine tiefe Liebe für die Mission ‚ad gentes‘ der Kirche entfacht“.<br />Es wird auch daran erinnert, dass der zukünftige Selige „einen Großteil seines Erbes den Päpstlichen Missionswerken anvertraut hat, darunter seine Schriften, Tonaufnahmen und andere Güter“. <br />„Es ist zutiefst bewegend, dass durch Gottes Vorsehung der erste in den Vereinigten Staaten geborene Papst in der Lage ist, die Sache seines Landsmannes aus Illinois, des ikonischsten Verkünders des Evangeliums, den die amerikanische Kirche je hervorgebracht hat, zu fördern“, bekräftigt Monsignore Roger J. Landry, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in den Vereinigten Staaten. „Erzbischof Sheen“, so Landry weiter, „erinnerte die Amerikaner daran, dass das letzte Gebot des Herrn – ‚Geht hin und lehrt alle Völker‘ – keine Empfehlung, sondern ein Auftrag war. Seine Leidenschaft für die Mission bleibt ein ansteckendes Beispiel und ein leuchtendes Vorbild für die Kirche von heute.“<br />Kurz vor seinem Tod im Jahr 1979 erklärte Fulton Sheen: „Meine größte Liebe galt immer den Missionen der Kirche.“<br />Von 1930 bis 1950 Fulton Sheen er die abendliche Radiosendung „The Catholic Hour” auf NBC. 1950 wurde er zum Nationaldirektor des Päpstlichen Werkes für die Verbreitung des Glaubens in den Vereinigten Staaten von Amerika ernannt, ein Amt, das er bis 1966 innehatte. In dieser Zeit war seine Fernsehsendung „Life is Worth Living” mit durchschnittlich über 30 Millionen Zuschauern sehr beliebt und brachte ihm aufgrund seiner Kommunikationsfähigkeiten zwei Emmy Awards ein. Von 1961 bis 1967 moderierte er „The Fulton Sheen Show”.<br />Am 28. Mai 1951 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Weihbischof von New York. Er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, und am 21. Oktober 1966 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Bischof von Rochester. Fulton Sheen war Dozent für Philosophie an der Katholischen Universität von Washington, Gründer der Zeitschrift „Christ to the World” und verfasste etwa 300 Bücher und Artikel.<br />Sein Seligsprechungsprozess wurde 2002 auf Diözesanebene eröffnet, und am 15. April 2008 begann die Fortführung bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse. Am 28. Juni 2012 erkannte Papst Benedikt XVI. seine heroischen Tugenden an. Am 5. Juli 2019 genehmigte Papst Franziskus die Verkündung des Dekrets über das Wunder, das seiner Fürsprache zugeschrieben wird. Anfang Dezember 2019 gab Daniel Jenky, damals Bischof von Peoria, in einer Erklärung „mit tiefem Bedauern” bekannt, dass die Liturgie für ihre Seligsprechung, die bereits für den 21. Dezember geplant war, auf einen noch zu bestimmenden Termin verschoben worden sei. Eine Verschiebung, so hieß es in der Erklärung, die „auf Wunsch einiger Mitglieder der Bischofskonferenz erfolgte, die weitere Untersuchungen beantragt hatten“. „In der gegenwärtigen Situation”, so der Text, „ist es wichtig, dass die Gläubigen wissen, dass es nie eine Anschuldigung gegen Sheen im Zusammenhang mit dem Missbrauch eines Minderjährigen gegeben hat und auch jetzt keine gibt”.<br /> Tue, 10 Feb 2026 11:18:34 +0100ASIEN/SYRIEN - Justizministerium veröffentlicht Bericht über den Anschlag auf die Kirche Mar Eliashttps://fides.org/de/news/77334-ASIEN_SYRIEN_Justizministerium_veroeffentlicht_Bericht_ueber_den_Anschlag_auf_die_Kirche_Mar_Eliashttps://fides.org/de/news/77334-ASIEN_SYRIEN_Justizministerium_veroeffentlicht_Bericht_ueber_den_Anschlag_auf_die_Kirche_Mar_EliasDamaskus – Das syrische Justizministerium veröffentlichte eine lange Erklärung, die durch Filmaufnahmen untermauert wird und Details zu dem Massaker in der griechisch-orthodoxen Kirche Mar Elias in Damaskus am 22. Juni 2025 enthält. <br />Der Selbstmordanschlag dschihadistischer Prägung forderte unter den Gläubigen, die sich in der Kirche versammelt hatten, um an der Göttlichen Liturgie teilzunehmen, mindestens 25 Opfer. <br />Unmittelbar nach dem Massaker machten Vertreter der Regierung unter Ahmed al Sharaa nicht näher bezeichnete Zellen des sogenannten „Islamischen Staates” dafür verantwortlich, der jedoch keine Verantwortung für den Anschlag übernahm. Zu dem Massaker an den Christen bekannte sich stattdessen die „Saraya Ansar al-Sunna“, einer neuen Organisation, die kurz nach dem Sturz des Assad-Regimes gegründet wurde und das Massaker als „Strafe” für eine „Provokation” der Christen von Damaskus gegen „Menschen des Glaubens” begründete.<br />Nach fast acht Monaten behaupten die Verantwortlichen des Ministeriums in dem nun veröffentlichten Bericht, dass sie die Organisatoren und Täter des Selbstmordanschlags frühzeitig identifiziert hätten und bekräftigen deren Zugehörigkeit zum Islamischen Staat seit 2017. <br />Der Bericht des Ministeriums beschreibt auch ihre Bewegungen in Syrien. Er behauptet, dass das Kommando genaue Anweisungen erhalten habe, eine koordinierte Operation durchzuführen und sowohl die Kirche „Mar Elias“ als auch das islamische Mausoleum von Sayyida Zainab mit Bomben und Sprengstoffgürteln anzugreifen. <br />Auf der Grundlage von Verhören festgenommener Verdächtigter enthält der Bericht auch sehr detaillierte Angaben zur Aufgabenteilung bei der Durchführung des Anschlags sowie zum Prozess der Vorbereitung, Montage und Beförderung der für das Massaker verwendeten Sprengstoffe. <br />Die Veröffentlichung detaillierter Informationen durch das Justizministerium, die als Beweis für das Engagement der neuen syrischen Führung bei der Verfolgung derjenigen präsentiert wird, die christliche Bürger angreifen, wirft bei Beobachtern Fragen und Zweifel auf.<br />„Aus Sicht des Justizministeriums“, heißt es in einer Mitteilung, die in der Online-Zeitung „SyriacPress“ veröffentlicht wurde, „dient diese schnelle Abfolge von Ereignissen als Beweis für die ‚Bereitschaft des Staates und seine Fähigkeit, die tatsächlich Verantwortlichen zu finden‘ und dafür, dass extremistische Organisationen weiterhin überwacht und streng kontrolliert werden“. „In einem Land, in dem die Öffentlichkeit seit langem an langwierige und vertrauliche Sicherheitsuntersuchungen gewöhnt ist, erschien das schnelle Vorliegen derart vollständiger Ergebnisse vielen jedoch eher wie eine hastig zusammengestellte Akte als wie die vollständige Zerschlagung eines Netzwerks.“ Die offizielle Version – so die kritische Anmerkung weiter – „bezieht sich auf ‚Führungskräfte innerhalb der Organisation‘, ohne sie namentlich zu nennen, auf Gelder, die ohne Angabe ihrer Herkunft gezahlt wurden, und auf Sprengstoff, der in Privathäusern gelagert wurde, ohne zu erklären, wie all diese Schritte unbemerkt bleiben konnten“. Darüber hinaus erklärte das Ministerium, dass die Ermittlungen noch andauern und die Verdächtigen der Justiz überstellt werden. Die Ausstrahlung der Geständnisse „ersetzt jedoch weder ein öffentliches Verfahren noch entbindet sie die Behörden von der Verpflichtung, die Verantwortungskette, einschließlich der administrativen und sicherheitsrelevanten Verantwortung, umfassender offenzulegen“.<br /> <br />Mon, 09 Feb 2026 15:12:17 +0100AFRIKA/NIGERIA - Papst Leo XIV. erinnert an jüngste Angriffe auf verschiedene Gemeinden und appelliert an die „zuständigen Behörden“https://fides.org/de/news/77330-AFRIKA_NIGERIA_Papst_Leo_XIV_erinnert_an_juengste_Angriffe_auf_verschiedene_Gemeinden_und_appelliert_an_die_zustaendigen_Behoerdenhttps://fides.org/de/news/77330-AFRIKA_NIGERIA_Papst_Leo_XIV_erinnert_an_juengste_Angriffe_auf_verschiedene_Gemeinden_und_appelliert_an_die_zustaendigen_BehoerdenKafanchan – „Mit Schmerz und Besorgnis habe ich von den jüngsten Angriffen auf verschiedene Gemeinschaften in Nigeria erfahren, die einen hohen Verlust an Menschenleben verursacht haben“, so Papst Leo XIV. zu den jüngsten Ereignissen in der Spirale der Gewalt, die mit Massakern und Entführungen weiterhin Leid und Terror unter der Bevölkerung in weiten Teilen Nigerias verbreitet. <br /><br />Mit den Worten, die der Papst heute, am Sonntag, dem 8. Februar, im Anschluss an das Angelusgebet gesprochen hatte, wollte der Papst „alle Opfer von Gewalt und Terrorismus meiner Verbundenheit im Gebet“ versichern. „Ich hoffe, dass die zuständigen Behörden sich weiterhin entschlossen dafür einsetzen, die Sicherheit und den Schutz des Lebens eines jeden Bürgers zu gewährleisten“, betonte er.<br /><br />Zu den jüngsten tragischen Gewalttaten, auf die Leo XIV. Bezug nahm, gehört auch der Angriff auf die katholische Gemeinde von Karku im Verwaltungsbezirk Kajuru im Bundesstaat Kaduna, bei dem drei Menschen getötet und zehn weitere entführt wurden, darunter der Priester Nathaniel Asuwaye .<br /><br />In der Nacht vom Freitag, dem 6. Februar, auf Samstag, den 7. Februar, gegen 3:20 Uhr, heißt es in einer Erklärung des Kanzlers der katholischen Diözese Kafanchan, Jacob Shanet, „griff eine Gruppe bewaffneter Männer, die von den Dorfbewohnern als „Terroristen” bezeichnet werden, Karku an und entführte Pfarrer Nathaniel, den Priester der katholischen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, zusammen mit zehn weiteren Personen“. Bei Angriff wurden drei Männer getötet, deren Namen – Jacob Dan'azumi, Maitala Kaura und Alhaji Kusari – in dem kurzen Bericht des Kanzlers genannt werden, der alle dazu aufrief, „für Pfarrer Nathaniel, die anderen zehn Entführten und die ewige Ruhe derjenigen, die bei dem Angriff getötet wurden”, zu beten.<br /><br />In den letzten Tagen sollen laut Informationen, die von nigerianischen Geheimdiensten durchgesickert sind und von internationalen Agenturen veröffentlicht wurden, weitere Angriffe bewaffneter Gruppen auf Dörfer in derselben Gegend zur Ermordung von drei Menschen und zur Entführung von weiteren 40 geführt haben.<br /> Sun, 08 Feb 2026 15:37:49 +0100AFRIKA/D.R. KONGO - Kupfer und Kobalt aus dem Kongo bald in amerikanischer Handhttps://fides.org/de/news/77326-AFRIKA_D_R_KONGO_Kupfer_und_Kobalt_aus_dem_Kongo_bald_in_amerikanischer_Handhttps://fides.org/de/news/77326-AFRIKA_D_R_KONGO_Kupfer_und_Kobalt_aus_dem_Kongo_bald_in_amerikanischer_HandKinshasa – Sicherheit im Austausch gegen Mineralien. Das ist der „Deal” zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten und der Demokratischen Republik Kongo, der die Grundlage des am 4. Dezember in Washington unterzeichneten „U.S.-DRC Strategic Partnership Agreement“ bildet .<br />Ein erster konkreter Schritt zur Umsetzung der Partnerschaft ist die am 3. Februar angekündigte Vorvereinbarung zwischen dem „Orion Critical Mineral Consortium“ und dem Unternehmen „Glencore“ über den möglichen Erwerb von 40 % zweier kongolesischer Bergbauunternehmen, die sich im Besitz von „Glencore“ befinden, durch das „Orion Critical Mineral Consortium“. Es handelt sich dabei um „Mutanda Mining“ und die „Kamoto Copper Company“ .<br />Das „Orion Critical Mineral Consortium“ hat sich zum Ziel gesetzt, „die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten und Partner bei der Entwicklung sicherer, verantwortungsbewusster und widerstandsfähiger Lieferketten für wichtige Mineralien zu unterstützen, die das künftige Wirtschaftswachstum und die Sicherheit fördern“ . Das Konsortium wurde 2025 von einem privaten Unternehmen, „Orion Resource Partners LP“, und einer amerikanischen öffentlichen Einrichtung, der „U.S. International Development Finance Corporation“ , auf den Weg gebracht. Letztere wurde 2019 gegründet und ist der internationale Investitionsbehörde der US-Regierung. „Die DFC arbeitet mit dem privaten Sektor zusammen, um die Außenpolitik der Vereinigten Staaten zu fördern und die nationale Sicherheit zu stärken, indem sie weltweit privates Kapital mobilisiert. Die DFC investiert in strategische Sektoren, darunter essentielle Mineralien, moderne Infrastruktur und fortschrittliche Technologien, fördert die wirtschaftliche Entwicklung, unterstützt die Interessen der Vereinigten Staaten und erzielt Gewinne für die amerikanischen Steuerzahler“ .<br />Das derzeit in der Endphase befindliche Abkommen hat einen Umfang von 9 Milliarden Dollar und wird es den USA ermöglichen, zwei wichtige Produzenten von Kupfer und Kobalt aus dem Kongo unter ihre Kontrolle zu bringen.<br />Der Sicherheitsaspekt des kongolesisch-amerikanischen Abkommens wird ebenfalls in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft umgesetzt. Der bekannte US-Unternehmer Erik Prince hat der kongolesischen Armee dabei geholfen, Uvira, die zweitwichtigste Stadt in der Provinz Südkivu aus den Händen der von Ruanda unterstützten Rebellen der M23 zurückzuerobern . Nord- und Südkivu sind die beiden Provinzen im Osten, die reich an strategischen Ressourcen wie Coltan sind. <br />Prince, der heute an der Spitze eines anderen Unternehmens, „Vectus Global“, steht, hat kürzlich ein Abkommen mit der Regierung in Kinshasa geschlossen, um „Steuerbrigaden” einzurichten. Diese Einheiten haben die Aufgabe, den Mineralien-Schmuggel zu bekämpfen und die Steuererhebung zu verbessern, vor allem in den kupfer- und kobaltreichen Gebieten im Süden. Genau dort, wo sich die Minen befinden, die Gegenstand der Vereinbarung zwischen „Glencore“ und dem „Orion Critical Mineral Consortium“ sind.<br /> Sat, 07 Feb 2026 08:35:29 +0100ASIEN/JAPAN - Botschafter beim Heiligen Stuhl: „Wir unterstützen das Engagement für eine atomwaffenfreie Welt“https://fides.org/de/news/77327-ASIEN_JAPAN_Botschafter_beim_Heiligen_Stuhl_Wir_unterstuetzen_das_Engagement_fuer_eine_atomwaffenfreie_Welthttps://fides.org/de/news/77327-ASIEN_JAPAN_Botschafter_beim_Heiligen_Stuhl_Wir_unterstuetzen_das_Engagement_fuer_eine_atomwaffenfreie_WeltVon Paolo Affatato<br /><br /><br />Vatikanstadt - Japan und die anderen „mittleren Mächte“ sollten zusammenarbeiten, um eine atomwaffenfreie Welt auf der Grundlage des Rechts zu schaffen und Frieden und Wohlstand in Ostasien und auf der Weltbühne zu fördern. Dieses Engagement teile auch der Heilige Stuhl, bekräftigt Koji Abe, der neue Botschafter Japans beim Heiligen Stuhl, der sein Amt im Dezember 2025 angetreten hat. Abe ist seit 1987 Berufsdiplomat und war in Kanada, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Madagaskar und den Komoren tätig. <br /><br />Botschafter Abe, die Wahlen in Japan sind für den 8. Februar angesetzt. Wie steht die Öffentlichkeit zu dieser Wahl? Was sind die langfristigen Ziele?<br /><br />Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi ist die erste Frau in der Geschichte Japans, die dieses Amt bekleidet. Sie wurde im Oktober letzten Jahres zur Regierungschefin gewählt. Nach diesem Wechsel beschloss die Koalitionspartei „Komeito“, in die Opposition zu gehen, woraufhin Premierministerin Takaichi vorgezogene Neuwahlen anberaumte, um ein stärkeres Mandat des Volkes zu erhalten. Natürlich will ihre Regierung neue politische Maßnahmen auf den Weg bringen, wobei der Schwerpunkt vor allem auf der Wirtschaft liegt: Seit zwei Jahren hat das japanische Volk wie viele andere Länder mit steigender Inflation zu kämpfen. Vor allem Lebensmittel wie Reis, das Grundnahrungsmittel der Japaner, sind stark von der Inflation betroffen. Ihr Preis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, was viele Menschen in Schwierigkeiten bringt. Ich glaube, dass das Hauptziel von Premierministerin Takaichi darin besteht, die japanische Wirtschaft zu stärken. Es besteht das Bewusstsein, dass es ohne eine starke Wirtschaft weder eine starke Diplomatie noch eine starke Verteidigung geben kann.<br /><br />Wie will Japan zu Stabilität, Frieden und Wohlstand in Ostasien und weltweit beitragen?<br /><br />Am Ende des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1945, wurde Japan von den Alliierten, allen voran die Vereinigten Staaten, besiegt. Japan verabschiedete eine neue Verfassung, zu deren Grundpfeilern der Artikel 9 über den Frieden gehörf. Dieser Artikel war fast „revolutionär“, da er nach wörtlicher Auslegung jede Art von militärischer Gewalt oder militärischem Engagement verbietet. Natürlich haben die aufeinanderfolgenden japanischen Regierungen diesen Artikel so ausgelegt, dass er Japan nicht verbietet, „Selbstverteidigungskräfte” zu rein defensiven Zwecken zu unterhalten. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Japan nie wieder Krieg geführt. Es hat nie einen Soldaten im Kampf verloren. Es hat nie einen einzigen Schuss abgefeuert. Es hat also nie jemanden getötet. Das ist das Nachkriegsjapan. Japan ist nach wie vor das einzige Land der Welt, das Atomangriffe erlebt hat, in Hiroshima und Nagasaki, ein äußerst tragisches Ereignis. Und ich glaube, dass das japanische Volk ein sehr starkes Engagement für den Frieden tief in seiner Kultur und seinem Leben verankert hat. Aus diesem Grund gibt es auch heute noch ein sehr starkes Gefühl, dass „wir alles tun müssen, um den Frieden zu bewahren”.<br /><br />Gibt es auch ein direktes Engagement, nicht nur um Krieg zu vermeiden, sondern auch um Frieden in den internationalen Beziehungen zu fördern?<br /><br />Rückblickend erinnere ich mich, dass in den 90er Jahren Länder aus aller Welt über die Blauhelme an Friedensmissionen der Vereinten Nationen teilgenommen haben. Das war sicherlich ein Beitrag zum Frieden. Aber in Japan behaupteten damals einige Politiker, dass „die Teilnahme am Einsatz von Truppen auch bei einer Friedensmission gefährlich sein und Japan in einen Konflikt verwickeln könnte”. Ich glaubte nicht, dass dies der Fall war, aber damals gab es sogar Stimmen, die sich gegen die Entsendung von Blauhelmen zu Missionen der Vereinten Nationen aussprachen. Jetzt hat sich die Lage weiterentwickelt. Japan hat sein Engagement in dieser Hinsicht erneuert, auch innerhalb der Vereinten Nationen. Obwohl wir keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat haben, war Japan ein engagiertes Mitglied mit Blick auf den Frieden: In einem sich schnell verändernden internationalen Umfeld war und ist Japan weiterhin sehr engagiert im Multilateralismus und in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Süden der Welt. Die Zusammenarbeit und der Beitrag zum System der Vereinten Nationen sind für den Weltfrieden sehr wichtig.<br /><br />Wie beurteilen Sie die heutigen Beziehungen Japans zu China und Korea? Wie sehen nach den Wunden der Vergangenheit die Aussichten für diese Beziehungen aus?<br /><br />Stabile Beziehungen zu den Nachbarländern stehen ganz oben auf der politischen Agenda. China ist eine Großmacht, und es ist für alle Länder, einschließlich Japan, wichtig, stabile und produktive Beziehungen zu diesem Land aufzubauen. Aus diesem Grund ist die Premierministerin bestrebt, mit China eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung aufzubauen, die auf gemeinsamen strategischen Interessen basiert. Gleichzeitig wird Japan eng mit Freunden und Verbündeten, darunter auch den Vereinigten Staaten, zusammenarbeiten, um Frieden und Stabilität in Ostasien zu gewährleisten. <br />Was Korea betrifft, so müssen wir sowohl mit dem Norden als auch mit dem Süden in Dialog treten. Südkorea ist ein freies und demokratisches Land und wie Japan ein Verbündeter der Vereinigten Staaten: Wir arbeiten daher eng zusammen, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen. Die Premierministerin Takaichi unterhält enge Beziehungen zu Präsident Lee.<br />Was Nordkorea betrifft, so ist die Frage komplexer: Wir müssen zusammenarbeiten, um Nordkorea zu entnuklearisieren und seine Langstreckenraketen abzubauen. Ein weiteres besonderes Thema zwischen Japan und Nordkorea sind die Entführungen, ein Thema, das ich auch bei unseren kurzen Treffen mit dem Heiligen Stuhl angesprochen habe. In Japan wurden bereits in den 70er Jahren mindestens 12 japanische Staatsbürger von nordkoreanischen Agenten entführt. Der ehemalige Premierminister Koizumi konnte fünf von ihnen nach Hause zurückholen, aber es gibt Familien, die noch immer auf die Rückkehr der anderen sieben warten.<br /><br />Im Jahr 2025 jährte sich das Ende des Krieges und der Atombombenabwürfe zum 80. Mal. Wird Japan im Jahr 2026 das Engagement von Papst Leo XIV. für Frieden und globale Abrüstung, einschließlich des Engagements für eine atomwaffenfreie Welt, teilen und unterstützen?<br /><br />Jedes Jahr bringt Japan eine Resolution der Vereinten Nationen für eine atomwaffenfreie Welt ein. Das tun wir auch heute noch. Wir wünschen uns natürlich eine atomwaffenfreie Welt, und dieser Appell und diese Hoffnung gelten für alle Großmächte. Es handelt sich um ein ehrgeiziges und langfristiges Ziel, an dem festgehalten werden muss, das aber auch Realismus erfordert. Die Welt wird aufgrund sozialer Spannungen und ausbrechender Kriege immer gefährlicher. Japan hat seit 1952 ein Bündnis mit den Vereinigten Staaten und kombiniert heute Verteidigungsbemühungen mit Diplomatie, der sogenannten „Soft Power“.<br />Ich möchte betonen, dass insbesondere für Japan die Kultur der Manga-Comics und Animationsfilme eine besondere Form der „Soft Power“ darstellt, da junge Menschen auf der ganzen Welt sie lieben. Ich glaube daher, dass diese Kultur wirklich zum gegenseitigen Verständnis zwischen verschiedenen Völkern beitragen kann. Mit allen Instrumenten und Kanälen, die sich an die junge Generation richten, ist es möglich, Einfluss auf die Mentalität im Sinne von Frieden und Abrüstung zu nehmen. Dies kann eine spezifische und originelle Aufgabe der heutigen japanischen Diplomatie sein. Manga und Animationsfilme sind in den Vereinigten Staaten und anderen Teilen Europas beliebt, aber auch in Afrika, zum Beispiel sogar in Madagaskar, wo ich in den letzten drei Jahren tätig war. Ich glaube, dass sie ein interessantes Instrument sein können, um das gegenseitige Verständnis zwischen verschiedenen Menschen zu verbessern und eine Brücke zwischen weit entfernten Kulturen zu schlagen.<br /><br />Das Christentum hat in Japan eine lange Geschichte, die von Martyrium und außergewöhnlichen Erfahrungen wie denen der „verborgenen Christen” geprägt ist. Werden diese in der heutigen japanischen Kultur anerkannt? Welchen Beitrag können Christen Ihrer Meinung nach im Land leisten?<br /><br />Ich denke, dass alle Japaner, angefangen bei den Schülern in den Schulen, diese Geschichte lernen. Die Ankunft des Christentums in Japan im Jahr 1549 mit dem heiligen Franz Xaver, wird in den Geschichtsbüchern aller staatlichen Schulen behandelt. Die Geschichte der verborgenen Christen ist Teil unserer Geschichte und ein außergewöhnliches Kapitel. In meiner Rolle als Botschafter glaube ich, dass ich Künstler einbeziehen oder kulturelle Veranstaltungen organisieren kann, um den Beitrag des Christentums in Japan hervorzuheben und Brücken zum Heiligen Stuhl zu bauen. Ich möchte daran erinnern, dass es in Italien Kirchen gibt, die die Geschichte der japanischen Märtyrer hervorheben, wie die den japanischen Märtyrern gewidmete Kirche in Civitavecchia oder die Kirche „Santa Maria dell'Orto“ in Rom, die die Kirche der Japaner in Rom ist. Wenn ich auf die Vergangenheit, auf die Geschichte der Christen zurückblicke, glaube ich, dass das Ziel für heute der Frieden ist, dass alles zu Frieden und Religionsfreiheit führt. In Japan ist die Religionsfreiheit absolut garantiert; niemand fühlt sich wegen seines Glaubens bedroht. In der Vergangenheit war das nicht so, und das erinnert uns daran, wie wichtig Religionsfreiheit, wie Gewissens- und Meinungsfreiheit, auf der ganzen Welt ist.<br /><br />Was werden die Leitprinzipien Ihrer Tätigkeit als Botschafter beim Heiligen Stuhl sein? In welchen Bereichen sehen Sie Möglichkeiten für eine wirksame Zusammenarbeit? Was hat Ihnen in der jüngsten Ansprache von Papst Leo XVI. vor dem beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps besonders gefallen?<br /><br />In einer sich schnell verändernden Welt, in der sich die gesamte Weltordnung im Wandel befindet, fördert und unterstützt Japan durch seine Diplomatie die Bedeutung universeller Werte wie Freiheit und Demokratie, Frieden und Schutz der Menschenrechte. Leider werden diese universellen Werte zunehmend in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund habe ich es sehr geschätzt und halte es für sehr wichtig, dass Papst Leo XIV. in seiner Ansprache vor dem Diplomatischen Corps eine Erklärung zur Weltlage abgegeben hat. Er stellte fest, dass Frieden eher mit Gewalt als mit Dialog angestrebt wird. Er war offensichtlich sehr besorgt, und das sind wir auch. Ich glaube, dass in diesem Sinne der Heilige Stuhl und Länder wie Japan zusammenarbeiten können, um diese Werte zu fördern, denn wir wollen in einer Welt leben, in der gemeinsame Werte von allen respektiert werden. In diesem Bereich ist es möglich, mit dem Heiligen Stuhl bei der Förderung dieser universellen Werte zusammenzuarbeiten. Wie der kanadische Premierminister kürzlich sagte, glaube ich, dass „mittlere Mächte“ wie Kanada und Japan zusammenarbeiten können und müssen, um diese Werte zu fördern. Ich glaube, dass der Heilige Stuhl damit einverstanden ist, denn dies sind auch christliche Werte.<br />Bei meiner Begegnung mit dem Papst, empfand ich ihn als einen Menschen, der gerne zuhört, was andere zu sagen haben, als einen ruhigen, aber entschlossenen Menschen. Ich denke, dass das, was der Heilige Stuhl für eine gerechte und friedliche Welt tun kann, wirklich wichtig ist. Wenn der Papst spricht, hört die ganze Welt zu: nicht nur Katholiken, nicht nur Christen, sondern alle. Das ist sozusagen die „Soft Power“ des Papstes, und seine Rolle ist heute auf der Weltbühne sehr wichtig.<br /><br />Fri, 06 Feb 2026 09:53:17 +0100ASIEN/NEPAL - Apostolischer Administrator des Vikariats Nepal: "Jugendliche übernehmen Protagonistenrolle in der Politik“https://fides.org/de/news/77325-ASIEN_NEPAL_Apostolischer_Administrator_des_Vikariats_Nepal_Jugendliche_uebernehmen_Protagonistenrolle_in_der_Politikhttps://fides.org/de/news/77325-ASIEN_NEPAL_Apostolischer_Administrator_des_Vikariats_Nepal_Jugendliche_uebernehmen_Protagonistenrolle_in_der_PolitikKathmandu – Die Bevölkerung Nepals ist am 5. März, fünf Monate nach den Straßenprotesten, die eine politische Krise auslösten und zum Rücktritt von Premierminister Sharma Oli und zum Sturz der Regierung führten, zu den Parlamentswahlen aufgerufen. Die Proteste, bei denen es zu Gewalt kam, darunter das Eindringen in das Parlamentsgebäude und die Brandstiftung, wurden von Jugendlichen der „Generation Z” angeführt und hatten die Kraft, neuen politischen Kräften Raum zu geben, um die alten Parteien und die politische Klasse, die das Land lange Zeit dominiert hatte, herauszufordern.<br />Auf Anfrage von Fides berichtet Pfarrer Silas Bogati, Apostolischer Administrator des Vikariats Nepal: „Derzeit scheint die Lage stabil zu sein, wir befinden uns in einer Phase des Abwartens, während die Übergangsregierung die Wahlen vorbereitet.” „Im Wahlkampf gibt es viele Spekulationen, es gibt die üblichen Wahlkampagnen der verschiedenen Parteien und Kandidaten. Eine Neuerung sind die Parteien, die Ausdruck der Studentenbewegungen sind, und die Präsenz neuer Kandidaten auf der politischen Bühne, die sich im Zuge der Jugendproteste auf gute Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung konzentrieren”, fährt er fort.<br /> „Die Protagonistenrolle der Jugendlichen ist heute im Vergleich zur Vergangenheit ein auffälliges Element“ bemerkt Pater Bogati. „Die jungen Nepalesen zeigen Selbstbewusstsein und wollen, Einfluss auf das politische, soziale und wirtschaftliche Leben des Landes nehmen. Sie wollen ein neues Nepal, sie bringen Hoffnung und Verantwortungsbewusstsein zum Ausdruck“. „Dieses Phänomen ist eine gute Sache, wichtig ist nur, dass sie Gewaltlosigkeit als Weg zur Verwirklichung ihrer Ideale wählen“, betont er. „Die Wahlen werden die Messlatte für die tatsächliche Stärke der von jungen Menschen angeführten aufstrebenden Bewegungen sein“, erklärt er.<br />„Als Katholiken in Nepal unterstützen wir eine gute Regierungsführung und fördern Werte wie Integrität, Frieden und Geschwisterlichkeit. Wir beten dafür, dass die Wahlen friedlich und innerhalb der Grenzen stattfinden und dass der politische Prozess im Zeichen des Gemeinwohls des Landes steht“, schließt Pfarrer Bogati.<br />Nach dem Rücktritt des ehemaligen Premierministers Sharma Oli ernannte Präsident Ramchandra Paudel am 12. September 2025 die Richterin Sushila Karki, ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, zur Interim-Premierministerin. Seit ihrem Amtsantritt hat Karki den politischen Übergang gesteuert, die Gewalt beendet und Neuwahlen angekündigt, die nach Ablauf ihrer Amtszeit stattfinden sollen.<br />Angesichts der Unruhen im September hat sich die politische Landschaft Nepals unterdessen radikal verändert. Eine Rekordzahl von 120 Parteien tritt zur Wahl an, darunter neben den traditionellen Parteien auch Listen mit jungen Kandidaten und Kandidatinnen . Die historisch dominierende nepalesische Kongresspartei ist zersplittert, hat aber versucht, ihre Kandidaten zu erneuern und jüngere Vertreter aufzunehmen, während das „Maoistisches Zentrum“ und die „Vereinigten Sozialisten“ zu einem einzigen Block fusioniert sind. In der 2022 gegründeten Nationalen Unabhängigkeitspartei kandidiert Sudan Gurung, Studentenführer und Koordinator der Proteste von 2025. <br />Vor dem Hintergrund sozialer Spannungen hat die Übergangsregierung 340.000 Polizisten und Soldaten eingesetzt, „um freie, faire und angstfreie Wahlen zu gewährleisten”. Die Sicherheitskräfte werden etwa 10.800 Wahllokale in 165 Wahlkreisen überwachen. Damit soll auch dem Risiko von Unruhen nach den Wahlen vorgebeugt werden, insbesondere wenn die Wahlergebnisse als Fortsetzung des Status quo vor den Protesten wahrgenommen werden.<br /> Thu, 05 Feb 2026 15:09:55 +0100