Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/KENIA - Widerstand gegen ein US-amerikanisches Behandlungszentrum für Ebola-Patienten in Keniahttps://fides.org/de/news/77745-AFRIKA_KENIA_Widerstand_gegen_ein_US_amerikanisches_Behandlungszentrum_fuer_Ebola_Patienten_in_Keniahttps://fides.org/de/news/77745-AFRIKA_KENIA_Widerstand_gegen_ein_US_amerikanisches_Behandlungszentrum_fuer_Ebola_Patienten_in_KeniaNairobi – Die „Law Society of Kenya“ lehnt einem US-amerikanischen Behandlungszentrum für Ebola-Patienten in Kenia ab.<br />„Wir fordern die kenianische Regierung auf, strenge Maßnahmen zu ergreifen, um die Einschleppung von Ebola-Fällen nach Kenia zu verhindern. Dazu gehört die Ablehnung des Antrags der US-Regierung auf Einrichtung eines Ebola-Behandlungszentrums in Kenia, in das Ebola-Patienten aus anderen Ländern eingeflogen würden“, so der Präsident der LSK, die 20.000 Mitglieder zählt.<br />Die US-Regierung hat angekündigt, die Einrichtung einer Quarantäne- und Behandlungszentrums in Kenia speziell für Amerikaner zu erwägen, die dem Ebola-Virus ausgesetzt waren , anstatt sie in die Vereinigten Staaten zurückzuholen. Der Vorschlag löst in Kenia eine intensive öffentliche Debatte aus, insbesondere aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Risiken für die lokale Bevölkerung und der Frage nach der Kapazität des kenianischen Gesundheitssystems, eine mögliche Pandemie zu bewältigen. Die kenianischen Behörden bestätigten den Beginn von Gesprächen, betonten aber, dass die endgültige Entscheidung der nationalen Sicherheit Priorität einräumen werde.<br />Der Präsident der LSK bestreitet nicht, dass die vom Virus Betroffenen angemessene Versorgung erhalten sollten, betont aber, dass diese dort erfolgen müsse, wo die Infektion auftritt. „Da alle Ebola-Patienten Zugang zu medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau verdienen und wir ihnen menschliche Solidarität schulden, während wir gleichzeitig die gesunde Bevölkerung schützen, schreiben die Gesundheitsprotokolle vor, dass Behandlungs- und Isolationseinrichtungen in der Nähe des Infektionsherdes eingerichtet werden“, bekräftigt er. <br />Bislang wurden in Kenia keine Ebola-Fälle gemeldet. Das Virus hat jedoch einige Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo und mit etwa zehn Fällen auch Uganda betroffen. Uganda hat die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo geschlossen und die für den 3. Juni geplante Wallfahrt zum Tag der ugandischen Märtyrer zum Nationalheiligtum von Namugongo abgesagt . Unter den erwarteten Pilgern befanden sich auch mehrere aus Kenia. Mindestens 500 kenianische Gläubige, die sich auf den Weg nach Namugongo gemacht hatten, wurden an der Grenze aufgehalten.<br /> Thu, 28 May 2026 13:44:07 +0200AFRIKA/NIGERIA - “Möge Gottes Gnade gegenüber Abraham unsere Gemeinschaften in diesen schwierigen Zeiten zum Zusammenleben inspirieren”https://fides.org/de/news/77744-AFRIKA_NIGERIA_Moege_Gottes_Gnade_gegenueber_Abraham_unsere_Gemeinschaften_in_diesen_schwierigen_Zeiten_zum_Zusammenleben_inspirierenhttps://fides.org/de/news/77744-AFRIKA_NIGERIA_Moege_Gottes_Gnade_gegenueber_Abraham_unsere_Gemeinschaften_in_diesen_schwierigen_Zeiten_zum_Zusammenleben_inspirieren Abuja – „Möge Gottes Gnade gegenüber Abraham unsere Gemeinschaften in diesen schwierigen Zeiten zum Zusammenleben inspirieren“, so die nigerianische Bischofskonferenz in einer Botschaft an die muslimischen Gläubigen des Landes anlässlich des Eid al-Adha-Festes, das an Gehorsam des Propheten Abraham gegenüber Gott erinnert.<br />„Gottes Gnade, an die wir uns bei diesem Fest erinnern, lädt Muslime, Christen und alle Nigerianer dazu ein, über die Erlösung Abrahams nachzudenken, als sein Sohn verschont wurde und zu ihm zurückkehrte“, betonen die nigerianischen Bischöfe. „Für diese Gnade sind wir alle aufgerufen, Gott zu danken, der uns trotz der dunklen Wolken der Ungewissheit und der schwierigen Umstände in diesem Moment unserer nationalen Geschichte beschützt“, heißt es weiter in der Botschaft.<br />Die CBCN ruft die Nigerianer dazu auf, diesem Beispiel zu folgen und so zum Wachstum unserer Gemeinschaften beizutragen.<br />An die an die Oberhäupter islamischer Gemeinden gewandt, erklären die katholischen Bischöfe: „Gemeinsam können wir als Führungskräfte dazu aufrufen, mehr Nächstenliebe zum Wohle aller zu üben.“ Dies sei ein Aufruf, „egoistische Strategien und Programme aufzugeben“, um sich „unseren Mitmenschen, die heute unter den Folgen jahrelanger ineffektiver Politik leiden, selbstlos zu widmen.“<br />Das Bistum Oyo im Südwesten Nigerias veröffentlichte eine von Bischof Emmanuel Adetoyese Badejo und Pfarrer Joseph Ogundipe, dem Leiter des Büros für interreligiösen Dialogs im Bistum, unterzeichnete Botschaft. Darin äußerten sie die Hoffnung, dass der Feiertag eine Gelegenheit bieten werde, den Dialog zwischen Christen und Muslimen zu vertiefen. Angesichts der Entführungswelle rief die Botschaft Christen und Muslime zur Einheit im Kampf gegen „alle Formen des Bösen, die unsere Identität und unser gemeinsames Streben als Gläubige an den einen Gott bedrohen“, auf.<br /> <br />Thu, 28 May 2026 12:24:40 +0200ASIEN/KAMBODSCHA - Kambodschanische Märtyrer: "Ein unschätzbares spirituelles Erbe für die Kirche und für die Welt“https://fides.org/de/news/77743-ASIEN_KAMBODSCHA_Kambodschanische_Maertyrer_Ein_unschaetzbares_spirituelles_Erbe_fuer_die_Kirche_und_fuer_die_Welthttps://fides.org/de/news/77743-ASIEN_KAMBODSCHA_Kambodschanische_Maertyrer_Ein_unschaetzbares_spirituelles_Erbe_fuer_die_Kirche_und_fuer_die_WeltRom – „Mit tiefer Freude übergaben wir Kardinal Semeraro, dem Präfekten des Dikasteriums für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, die versiegelten Dokumente, die in einer feierlichen Zeremonie in Phnom Penh unterzeichnet wurden. Sie beziehen sich auf die diözesane Untersuchung des Selig- und Heiligsprechungsverfahrens von Bischof Joseph Salas und seinen elf Gefährten, den Märtyrern Kambodschas. Diese versiegelten Dokumente enthalten ein kostbares Zeugnis des Glaubens, des Mutes und der Liebe: fast 2.500 Seiten, die den heldenhaften Weg dieser Männer und Frauen in den Jahren 1970–1977 in Kambodscha schildern“, erklärte der Apostolischer Vikar von Phnom Penh, Bischof Olivier Schmitthaeusler, gegenüber Fides, am Rande des Ad-limina-Besuchs der Bischöfe von Laos und Kambodscha in Rom.<br />Der Vikar erläutert: „Diese Akten dokumentieren nicht nur ihr Leben und ihr Opfer, sondern sie sind auch ein unschätzbares spirituelles Erbe für die Kirche und die Welt.“<br />Die Ortskirche eröffnete am 15. Mai 2015 offiziell die diözesane Untersuchung zu den kambodschanischen Märtyrern. Seitdem hat ein Team unter der Leitung des Postulators, Pfarrer Paul Chatserey, Zeugenaussagen und Dokumente aus aller Welt zusammengetragen. Dem Team gehörten weitere Priester an, die dem Diözesangericht angehören, Notare und eine Historische Kommission unter dem Vorsitz von Pfarrer Vincent Chrétienne.<br /> „Bischof Yves Ramousse, der diese zukünftigen Märtyrer so sehr liebte und kannte, spielte eine entscheidende Rolle bei der Erstellung der ersten Liste“ so Bischof Schmitthaeusler weiter, „Die Recherche- und Zusammenstellungsarbeit führte zur heutigen Vorstellung von zwölf Dienern Gottes: Bischof Joseph Chhmar Salas und seinen elf Gefährten – Priestern, Ordensleuten und Laien –, die den Reichtum des Volkes Gottes repräsentieren.“ Bei der Übergabe der Unterlagen an das Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungsprozesse, äußert der Vikar seine Hoffnung, dass „die Prüfung und Unterscheidung fortgesetzt werden mögen, damit diese Märtyrer der Weltkirche bald als Geschenk und leuchtendes Zeugnis übergeben werden können.“<br />Im Interview mit Fides erinnert sich der Postulator, Pfarrer Paul Chatserey, der auch Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Kambodscha und Laos ist: „Der Anstoß zur Erforschung der Geschichten der kambodschanischen Märtyrer kam von Papst Johannes Paul II., der im Jubiläumsjahr 2000 die asiatischen Kirchen in allen Ländern dazu aufrief, ihre Märtyrer anzuerkennen und ihrer zu gedenken.“ Papst Johannes Paul II. sagte: „Diese Diener Gottes […] bilden ein großes Fresko christlicher Menschlichkeit […] Es ist das Fresko der Seligpreisungen, gelebt bis zum Blutvergießen.“ „In diesem Sinne errichtete die kambodschanische Kirche eine Gedenkstätte für die Märtyrer; wir bauten ein Kreuz und ein kleines Heiligtum. Seitdem findet jährlich ein Gedenkfest für die Märtyrer statt, das Gläubige aus dem ganzen Land zusammenbringt“, erklärt er.<br /> „Allmählich wuchs das Bewusstsein, und wir begannen, Material, Dokumente und Zeugnisse zu sammeln. Das war sehr schwierig, denn während der dunklen Jahre des Krieges und der Roten Khmer wurden die Kirchen mitsamt all ihren Dokumenten zerstört“, erklärt der Postulator. „Wir wappneten uns mit Geduld und begannen, mündliche Zeugnisse zu sammeln. Dann erhielten wir große Hilfe und unschätzbare Unterstützung von den Archiven der Gesellschaft für Auslandsmissionen in Paris. So wuchs die Arbeit langsam und mühsam, und schließlich, nach Jahren der Arbeit, des Studiums und der Forschung, gelang es uns, genügend Material zusammenzutragen, um das Verfahren für Bischof Salas und elf Gefährten voranzubringen.“<br /> „Nun“, erklärt er, „freut sich unsere Kirche in Kambodscha. Die Spiritualität und Inspiration der Märtyrer ist von großer Bedeutung; sie ist uns eine große Ermutigung. Unsere Gemeinden werden sich nun im Gebet vereinen, damit die Sache, dank der Arbeit im Vatikan, nach Gottes Plan vorankommen kann.“<br />„Gleichzeitig werden wir weiterhin das Bewusstsein, insbesondere bei jungen Menschen, für die Geschichte unserer Märtyrer schärfen, indem wir Broschüren veröffentlichen und kulturelle, katechetische und Gebetsveranstaltungen organisieren. Wir hoffen und beten, dass ihr Beispiel fruchtbar sein und unserer kleinen Kirche Gnade und Heiligkeit für die Zukunft bringen möge“, schließt er.<br /> <br />Thu, 28 May 2026 12:11:37 +0200Kardinal Tagle bei der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke: Mission und Einheit entstehen aus der Taufehttps://fides.org/de/news/77742-Kardinal_Tagle_bei_der_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_Mission_und_Einheit_entstehen_aus_der_Taufehttps://fides.org/de/news/77742-Kardinal_Tagle_bei_der_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_Mission_und_Einheit_entstehen_aus_der_TaufeRom – In seiner Eröffnungsansprache bei der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke an diesem Mittwoch befasste sich Kardinal Luis Antonio Tagle mit der Botschaft von Papst Leo XIV. zum Weltmissionssonntag 2026. Er ließ sich bei seinen Auslegungen von Jesu Gebet um die Einheit und den Erfahrungen der ersten christlichen Gemeinden inspirieren.<br />Die Papstbotschaft wurde am 25. Januar veröffentlicht, dem Tag, an dem die Kirche der Bekehrung des Apostels Paulus gedenkt. Der Weltmissionssonntag wurde vor hundert Jahren, im Jahr 1926, von Papst Pius XI. eingeführt und wird in diesem Jahr am Sonntag, dem 18. Oktober, begangen.<br /><br /> „Eins in Christus und vereint in der Mission“<br /><br />Der Kardinal erinnerte daran, dass das Thema der Botschaft Papst Leos XIV., „Eins in Christus, vereint in der Mission“, an dessen augustinischen Wahlspruch „In Illo uno unum“ anknüpft.<br />Der Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung bezog sich in seiner Ansprache auf das 17. Kapitel des Johannesevangeliums, in dem auch die Betrachtung des Papstes wurzelt, insbesondere Jesu Gebet: „Ich bitte nicht nur für diese hier“- das heißt für die Jünger – „sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“. Er wolle diesen Teil von Jesu Gebet besonders hervorheben: „Alle sollen eins seien“, erklärte der Kardinal, „denn er umfasst alle Fäden der Theologie, der Spiritualität, der Trinität, der Ekklesiologie und der Mission. „Brüder und Schwestern, dies ist Jesu Gebet vor seinem Tod. Und wir glauben, dass er, zur Rechten des Vaters sitzend und für uns Fürsprache einlegend, weiterhin betet. Er richtet dieses Gebet weiterhin an den Vater: ‚Sie sollen alle eins‘.“<br />Die Einheit, für die Jesus betet, so der Kardinal weiter, sei nicht „einfach eine Frage der Organisation, Planung oder Strategie, sondern der göttlichen Gemeinschaft mit den Jüngern, zu der die Jünger durch die Gnade eingeladen sind, teilzuhaben.“ Einheit sei ein Geschenk: „Die Einheit, die Jesus sich wünscht, für die er für uns betet und die uns durch den Glauben im Sakrament der Taufe geschenkt wird. Es ist diese Art von geistlicher und kirchlicher Gemeinschaft, die uns zuteilwird.“ „Wenn wir also unsere Arbeitsmaterialien für den Weltmissionssonntag vorbereiten, um diesem Aufruf des Heiligen Vaters zu folgen, eins in Christus und somit eins in der Mission zu sein, hoffe ich, dass wir nicht vergessen, zu diesem grundlegenden Aspekt der christlichen Gemeinschaft zurückzukehren, der oft zugunsten anderer Formen sogenannter Einheit übersehen oder heruntergespielt wird“, fügte er hinzu.<br />Für den Kardinal ist dies das Fundament der Mission: „Wenn wir von der Taufe als Sakrament des Glaubens und zugleich als Sakrament der Mission sprechen, sollten wir zu diesem grundlegenden Element der Einheit, der Gemeinschaft mit der Dreifaltigkeit, zurückkehren.“<br /><br />Einheit als Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit der Mission<br /><br />In seiner Ausführung zum zweiten Teil der Botschaft von Papst Leo XIV., der der „Einheit in der Mission“ gewidmet ist, betont Kardinal Tagle: Einheit ist kein exklusives Gut, das nur kleinen, elitären Gruppen vorbehalten ist, sondern ein Zeugnis für die Welt. „In Jesu Gebet geht es nicht um die Einheit derer, die einander sagen: ‚Ich sehe dich an, du siehst mich an, ich lächle dich an, du lächelst mich an, wir sind vereint, es geht uns gemeinsam gut‘. Für Jesus ist Einheit – wahre geistliche Einheit und authentische kirchliche Gemeinschaft – nicht nach innen gerichtet.“<br />Christliche Einheit ist in Jesu Gebet vielmehr eine Voraussetzung der Mission: „Ein Zustand der Authentizität und Glaubwürdigkeit in der Mission. Die Einheit der Christen ist eine missionarische Verkündigung dessen, wer unser Gott ist. Wir sagen gewissermaßen: ‚Seht uns an, denn der Gott der Gemeinschaft wohnt in uns.‘ Das Leben der Christen sollte an sich ein lebendiges Wort für die Welt sein.“<br />Ausgehend von Paulus beschrieb der Kardinal, was er die „Mystik der missionarischen Einheit“ nennt: „Vielfalt der Gaben, Vielfalt der Sprachen, Vielfalt der Generationen, aber alle Glieder eines Leibes, füreinander sorgend, für das Gemeinwohl wirkend. Das ist missionarische Einheit, missionarische Lebendigkeit.“ <br />Der Kardinal sprach mit Bedauern die Situationen interner Spaltungen an, ja sogar gewaltsamer, die die Glaubwürdigkeit der Botschaft des Evangeliums untergraben, insbesondere in den Gebieten der Erstevangelisierung: „Es geht nicht um meinen Stamm, nicht um meine Region. Es geht darum: Werden die Menschen glauben, dass Jesus vom Vater gesandt wurde?“<br /><br />Die ersten christlichen Gemeinden als Paradigma der Mission<br /><br />Um den Appell von Papst Leo XIV. zu veranschaulichen, bezog sich der Kardinal auch auf die Apostelgeschichte, in der er das Vorbild für diese „Mystik der missionarischen Einheit“ sieht: „In der Apostelgeschichte, Kapitel 2, Verse 42–47, sehen wir, wie die ersten christlichen Gemeinden dies lebten. Sie hielten an der Lehre der Apostel fest, beteten, brachen das Brot und teilten die Güter. Die Qualität des Gemeinschaftslebens – die Einheit – wurde zu einer missionarischen Botschaft. Menschen, die sie sahen, vielleicht aus Neugier, begannen, sich der Gemeinschaft anzuschließen.“<br />Diese ersten Gemeinschaften, von denen Lukas schreibt, dass sie „ein Herz und eine Seele“ waren und alles miteinander teilten, können eine Perspektive für das heutige kirchliche Leben bilden: „Soweit ich es verstehe, fordert der Heilige Vater unsere Pfarreien, unsere Diözesen, unsere Ordensgemeinschaften, unsere Schulen auf, dies zu leben, es zu einer Lebensregel zu machen, damit diese Gemeinschaft auch zu einer missionarischen Verkündigung dessen wird, wer unser Herr ist.“<br />In einer Welt, die „zerrissen, verwundet und gespalten ist durch Wettbewerb, Ungleichheit, Diskriminierung, Ungerechtigkeit und Krieg“, so der Kardinal, bekräftigt die Papstbotschaft einen besonderen Auftrag der Kirche: „Der Welt zu zeigen, dass Einheit möglich ist, dass Einheit real ist. In unserer Einheit mit dem Herrn und in unserer Einheit untereinander – dank unserer Einheit mit dem Herrn – sollten wir der Welt mit unseren Worten und, so hoffen wir, mit unserem Gemeinschaftsleben sagen können: ‚Einheit ist möglich. Einheit ist real. Seht auf den Leib Christi.‘“<br /><br />Liebe als Grundlage der Mission<br /><br />Der dritte Teil der Botschaft von Papst Leo XIV., den der Kardinal mit dem Begriff der „Mission der Liebe“ zusammenfasste, benennt den Inhalt dieser Einheit: „Liebe ist der Inhalt der Einheit und zugleich das Wesen der Mission“, erklärte er. „Die Taufe bedeutet Wiedergeburt, Neuschöpfung durch den Gott der Liebe. Wir werden nach dem Bild des dreieinigen Gottes der Liebe neu geschaffen. Wenn wir taufen, tun wir dies nicht in unserem eigenen Namen: Das wäre der sicherste Weg, Spaltung zu säen“, bemerkte er humorvoll. „Wir taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und der Mensch wird ein Mensch der Gemeinschaft.“<br />Der Kardinal erinnerte an einen Besuch in einem Flüchtlingscamp im Libanon und bezeugte, wie diese „Mission der Liebe“ Christus so begehrenswert macht: Als ihn einige Flüchtlinge fragten, warum Christen aus verschiedenen Ländern da seien, um der lokalen Bevölkerung zu helfen, antwortete er: „Weil unser Meister und Herr Jesus Christus uns gelehrt hat, alle Menschen zu lieben. Deshalb sind wir hier.“ Daraufhin, so der Kardinal, habe ein junges Mädchen gesagt: „Ich möchte diesen Jesus kennenlernen. Er muss ein guter Freund sein.“<br />Diese Dynamik legte der Kardinal den über hundert nationalen Direktoren der Päpstlichen Missionswerke ans Herz: allen Menschen, beginnend bei den Kindern – auch durch die Arbeit des Kindermissionswerks –, zu helfen, „nein zu allen Zeichen der Spaltung in unserem Leben zu sagen und uns für die Einheit in Christus zu entscheiden“, um „von einer anderen Art der Gemeinschaft Zeugnis abzulegen“. Er schloss: „Angesichts all der schönen Jubiläen, die wir in diesem Jahr feiern, der Botschaft von Papst Leo und der aktuellen globalen Lage glaube ich, dass wir als Christen, einzeln und als Gemeinschaft, wahrhaftig berufen sind, dieses Geschenk der Gemeinschaft zu leben. Durch die Taufe gehören wir einander an. Und diese Zugehörigkeit wird in gegenseitiger Fürsorge, im Sorge füreinander zum Wohle aller, voll gelebt und wird so zum missionarischen Zeugnis für die heutige Welt.“<br /> <br />Thu, 28 May 2026 11:22:38 +0200AMERIKA/CHILE - „Magnifica Humanitas“ soll im Mittelpunkt des VII. Internationalen Seminars über Kommunikation der chilenischen Kirche stehenhttps://fides.org/de/news/77739-AMERIKA_CHILE_Magnifica_Humanitas_soll_im_Mittelpunkt_des_VII_Internationalen_Seminars_ueber_Kommunikation_der_chilenischen_Kirche_stehenhttps://fides.org/de/news/77739-AMERIKA_CHILE_Magnifica_Humanitas_soll_im_Mittelpunkt_des_VII_Internationalen_Seminars_ueber_Kommunikation_der_chilenischen_Kirche_stehenSantiago – Jugend, Bildung und Arbeit sind die Themen, die der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz , Erzbischof René Osvaldo Rebolledo Salinas von La Serena, in einer ersten Stellungnahme zur Enzyklika „Magnifica Humanitas“ anspricht.<br />„Papst Leo XIV. warnt uns in seiner Enzyklika vor den Gefahren, Kinder und Jugendliche mit Technologie allein zu lassen. Für uns bestätigt dies, dass die digitale Welt das natürliche Missionsgebiet für die neuen Generationen ist. Es genügt nicht, die Bildschirme auszuschalten; wir müssen sie begleiten, damit sie das Licht des Evangeliums in diese neue Welt tragen können“, erklärt Erzbischof Rebolledo in der Stellungnahme, die auf der offiziellen Website der CECh veröffentlicht wurde.<br />Erzbischof Rebolledo befasst sich anschließend mit den wirtschaftlichen und sozialen Fragen der künstlichen Intelligenz und betonte: „Der Heilige Vater hat es deutlich gemacht: Eine Technologie, die nur auf wirtschaftlichen Gewinn aus ist, schafft ein neues babylonisches Sprachgewirr zu Lasten der Schwächsten.“ „In Chile“, so der Vorsitzende der CECh, „stellt uns dies vor die direkte Herausforderung, auf der Seiter derjenigen zu stehen, die mit neuen Formen der Armut konfrontiert sind.“ „Künstliche Intelligenz muss im Lichte der Soziallehre der Kirche betrachtet werden, damit niemand von Algorithmen ausgeschlossen oder vernachlässigt wird“, bekräftigt er.<br /> „In einem Zeitalter, in dem Desinformation und künstliche Intelligenz Wahrheit und Lüge verwechseln können, muss die Wahrheit als Schlüsselelement für das Gemeinwohl geschützt werden“, fährt Erzbischof Rebolledo fort.<br />„Die Veröffentlichung von ‚Magnifica Humanitas‘ erfolgt zu einem glücklichen Zeitpunkt, da sich alle Bischöfe des Landes Ende Juli zum Seminar über Kommunikation im Bereich der Künstlichen Intelligenz versammeln werden“, betont er. „Es wird zweifellos ein grundlegender und aufschlussreicher Text für dieses Treffen sein. Wir werden uns gemeinsam und in Mitverantwortung bemühen, die damit verbundenen Herausforderungen zu erkennen und nach Lösungen zu suchen, damit die Technologie im Dienste der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung stehen kann“, so der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz abschließend.<br />Das VII. Internationale Seminar über Kommunikation findet am 27. und 28. Juli statt und steht unter dem Motto „Die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz“. Es wird von der Chilenischen Bischofskonferenz und der Päpstlichen Katholischen Universität sowie weiteren Institutionen organisiert. Insgesamt 35 chilenischen Bischöfen werden daran teilnehmen.<br /> <br />Wed, 27 May 2026 10:01:14 +0200Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke 2026 beginnthttps://fides.org/de/news/77738-Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_2026_beginnthttps://fides.org/de/news/77738-Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_2026_beginntRom – „Tatsächlich sind die Päpstlichen Missionswerke das „wichtigste Mittel“, um bei allen Getauften ein missionarisches Verantwortungsbewusstsein zu wecken und kirchliche Gemeinschaften in Gebieten zu unterstützen, in denen die Kirche noch jung ist“, so Papst Leo XIV. am 22. Mai 2026 zur Bedeutung der Päpstlichen Missionswerke, als er die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke anlässlich ihrer jährlichen Generalversammlung in Rom im Vatikan empfing.<br /><br />Ein Jahr später treffen sich über 100 Nationaldirektoren des weltweiten Netzwerks der Päpstlichen Missionswerke erneut in der Ewigen Stadt. Sie reisen von allen fünf Kontinenten zu ihrer jährlichen Versammlung an, die sich als wertvolle Gelegenheit versteht, die Berufung und den Beitrag der Päpstlichen Missionswerke im „neuen missionarischen Zeitalter“, das auch von Papst Leo XIV. hervorgehoben wird, gemeinsam zu bekräftigen.<br /> <br /> Globales Netzwerk im Dienste der Mission<br /><br />Im vergangenen Jahr dankte der Nachfolger Petri in seiner Ansprache an die Teilnehmer der Versammlung der Päpstlichen Missionswerke, für die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke „für Ihren engagierten Dienst, der für die Evangelisierungsmission der Kirche unverzichtbar ist, wie ich persönlich aus meiner eigenen pastoralen Erfahrung in den Jahren meines Dienstes in Peru bezeugen kann“. Papst Leo hob auch die spezifischen Aufgaben hervor, die jedes der vier Missionswerke übernimmt, die aus der missionarischen Kreativität und dem Glaubenssinn des Gottesvolkes hervorgegangen sind und die im Laufe der Zeit zu einem integralen Bestandteil des Dikasteriums der Mission geworden sind: das Päpstliche Werk für die Verbreitung des Glaubens , das – wie der Papst erinnerte – „Hilfe für pastorale und katechetische Programme, den Bau neuer Kirchen, die Gesundheitsversorgung und das Bildungswesen in Missionsgebieten leistet“; das Päpstliche Kindermissionswerk , das „ebenfalls christliche Bildungsprogramme für Kinder unterstützt und für deren Grundversorgung und Schutz sorgt“; das Päpstliche Werk des Heiligen Apostels Petrus , das „missionarische Berufungen, sowohl zum priesterlichen Dienst als auch zum Ordensleben fördert“; und die Päpstliche Missionsunion , die sich – wie der Bischof von Rom erinnerte – „der Ausbildung von Priestern, Ordensmännern und -frauen sowie des gesamten Volkes Gottes für das missionarische Wirken der Kirche widmet“.<br /><br />Intensives Programm<br /> <br />Die Arbeitssitzungen der Versammlung finden im „Collegio Internazionale San Lorenzo di Brindisi“ der Kapuzinerbrüder statt.<br />Der heutige Eröffnungstag der Versammlung beginnt mit einer Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für dieEvangelisierung . Im Anschluss an die Liturgie hält Kardinal Tagle die Eröffnungsansprache.<br />Das intensive Programm der Versammlung dauert bis Mittwoch, den 3. Juni. Zu den Höhepunkten für die Teilnehmer zählt auch dieses Jahr die Audienz bei Papst Leo XIV. am Montagmorgen, den 1. Juni.<br />Am Sonntag, den 31. Mai, pilgern die Teilnehmer zur Wallfahrtskirche der Heiligen Philomena und besuchen anschließend Neapel und den dortigen Dom, wo sie die Reliquien des Heiligen Januarius verehren.<br />Während der Arbeitssitzungen stellen die vier Generalsekretäre die Arbeit und Budgets der einzelnen Missionswerke vor. Außerdem werden neue, zu fördernde Projekte präsentiert und genehmigt. Eine separate Sitzung ist dem Thema Kommunikation und Fundraising gewidmet. Am Dienstagnachmittag, dem 2. Juni, spricht Erzbischof Samuele Sangalli, stellvertretender Sekretär für Verwaltung im Dikasterium für die Evangelisierung.<br />Das Programm der Versammlung schließt am Mittwoch, dem 3. Juni, mit der Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Erzbischof Fortunatus Nwachukwu, Sekretär des Missionsdikasteriums.<br /> <br />Einhundert Jahre Weltmissionssonntag<br /><br />Im Jahr 2026 jährt sich die Einführung des Weltmissionstages zum hundertsten Mal. Papst Pius XI. rief ihn ins Leben, um die Beteiligung aller Gläubigen am apostolischen Wirken durch Gebet und materielle Unterstützung zu fördern und zu bezeugen.<br /><br />Der Weltmissionssonntag wird weltweit am vorletzten Sonntag im Oktober begangen, in dessen Mittelpunkt die Weltmission steht.<br /><br />Im vergangenen Jahr wandte sich Papst Leo XIV. in einer Videobotschaft an alle katholischen Pfarreien weltweit und erinnerte sie daran, dass „die ganze Kirche jedes Jahr am Weltmissionssonntag für die Missionare und den Erfolg ihrer apostolischen Arbeit betet“.<br /><br />Der Papst erinnerte sich an seine persönlichen Erfahrungen als Priester und später als Missionsbischof: „Ich habe mit eigenen Augen gesehen“, sagte er, „wie Glaube, Gebet und Großzügigkeit an diesem Tag ganze Gemeinschaften verändern können.“<br /><br />In diesem Jahr wird der Weltmissionssonntag am 18. Oktober begengen. Alle an diesem Sonntag weltweit gesammelten Spenden werden den Päpstlichen Missionswerken anvertraut, um Projekte und Initiativen zur Verkündigung des Evangeliums zu unterstützen, insbesondere in Ländern Asiens, Afrikas sowie Mittel- und Südamerikas. Ein Netzwerk engagierter Missionare und leidenschaftlicher Mission macht die Päpstlichen Missionswerke zu einer dynamischen Organisation, die sich nicht nur dem Sammeln von Spenden widmet.<br /><br />„Die Päpstlichen Missionswerke“, erinnerte Papst Franziskus in seiner Botschaft an die Päpstlichen Missionswerke am 21. Mai 2020, „sind ein Werkzeug, das der Mission in den Teilkirchen dient, im Horizont der Mission der Kirche, die immer die ganze Welt umfasst, und sie müssen so gelebt werden. Darin besteht ihr stets wertvoller Beitrag zur Verkündigung des Evangeliums. Wir sind alle aufgerufen, aus Liebe und Dankbarkeit, auch mit euren Werken, die Keimzellen des theologischen Lebens, die der Geist Christi hervorsprießen und wachsen lässt, wo er will, auch in den Wüsten, zu bewahren. Bittet im Gebet in erster Linie darum, dass der Herr uns alle bereit machen möge, die Zeichen seines Wirkens zu erkennen, um sie dann der ganzen Welt zu zeigen“.<br /> <br />Wed, 27 May 2026 12:35:58 +0200AFRIKA/SÜDSUDAN - Ebola: Bistum Tombura-Yambio erhöht Allarmbereitschafthttps://fides.org/de/news/77737-AFRIKA_SUeDSUDAN_Ebola_Bistum_Tombura_Yambio_erhoeht_Allarmbereitschafthttps://fides.org/de/news/77737-AFRIKA_SUeDSUDAN_Ebola_Bistum_Tombura_Yambio_erhoeht_AllarmbereitschaftJuba – Das Bistum Tombura-Yambio im Südsudan steht nach der Ausbreitung des Ebola-Virus in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo unter erhöhter Epidemieüberwachung.<br />„Obwohl in unserem Gebiet noch keine bestätigten Fälle gemeldet wurden, bleibt das Risiko einer grenzüberschreitenden Übertragung aufgrund der häufigen Bevölkerungsbewegungen innerhalb der Region hoch. Daher können wir nicht untätig bleiben oder unvorbereitet sein“, schreibt Pfarrer Charles Mbikoyo, Direktor der diözesanen Caritas, in einer Erklärung, die Fides vorliegt.<br />Pfarrer Mbikoyo veranlasst, „dass die Abteilung für Gesundheit, Wohlbefinden und Integration über das St. Theresa Mission Hospital die Maßnahmen zur Alarmierung, Vorbeugung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit unverzüglich verstärkt, um unsere Gemeinden und Einrichtungen zu schützen“.<br />Die Abteilung ist daher beauftragt „die Überwachungs- und Früherkennungsmechanismen in allen Gesundheitseinrichtungen und Gemeinden zu stärken; das Bewusstsein und die Gesundheitsaufklärung über Ebola-Symptome, Präventionsmaßnahmen, Hygienepraktiken und die Bedeutung der rechtzeitigen Meldung zu intensivieren; Notfallteams vorzubereiten und in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden die Isolationsbereitschaft sicherzustellen; die Bevölkerung zu Ruhe und Wachsamkeit aufzurufen, unnötige Panik zu vermeiden und die Richtlinien des öffentlichen Gesundheitswesens strikt zu befolgen; mit dem Büro des Gesundheitsministers und allen relevanten staatlichen und humanitären Gesundheitspartnern zusammenzuarbeiten; Gemeindevorsteher, Kirchen, Schulen und lokale Organisationen zu mobilisieren, um Präventionskampagnen und verantwortungsvolles Verhalten in der Bevölkerung zu unterstützen“.<br />Pfarerr Mbikoyo schließt mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung, unnötigen Kontakt mit potenziell infizierten Personen oder Leichen zu vermeiden, auf gute Hygiene zu achten, ungewöhnliche Krankheitssymptome umgehend der nächstgelegenen Gesundheitseinrichtung zu melden und die Verbreitung von Gerüchten und Falschinformationen zu unterlassen.<br />Bislang haben die südsudanesischen Behörden keine Ebola-Fälle auf ihrem Gebiet gemeldet, jedoch Überwachungs-, Screening- und Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet.<br />In der Demokratischen Republik Kongo gibt es etwa 105 bestätigte Fälle und über 900 Verdachtsfälle . Schätzungen zufolge übersteigt die Gesamtzahl der Verdachts- und bestätigten Fälle 1.000, mit mindestens 241 gemeldeten Todesfällen. In Uganda gibt es etwa zehn bestätigte Fälle und einen Todesfall.<br /> <br />Wed, 27 May 2026 11:18:07 +0200ASIEN/INDIEN - Ethische Prinzipien für die Künstliche Intelligenz: Katholische Bischöfe begrüßen "Magnifica Humanitas" als „Kompass“ für die Gläubigenhttps://fides.org/de/news/77736-ASIEN_INDIEN_Ethische_Prinzipien_fuer_die_Kuenstliche_Intelligenz_Katholische_Bischoefe_begruessen_Magnifica_Humanitas_als_Kompass_fuer_die_Glaeubigenhttps://fides.org/de/news/77736-ASIEN_INDIEN_Ethische_Prinzipien_fuer_die_Kuenstliche_Intelligenz_Katholische_Bischoefe_begruessen_Magnifica_Humanitas_als_Kompass_fuer_die_GlaeubigenNeu-Delhi – Künstliche Intelligenz ethisch zu gestalten, sie zu entwaffnen und sie in den Dienst der Menschenwürde sowie des Schutzes der Armen und Schwachen zu stellen: Dies sind einige der Kernpunkte der Enzyklika „Magnifica Humanitas“, die die indischen Bischöfe begrüßten, wie sie in einer Erklärung nach der Veröffentlichung der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. mitteilten.<br />Die Indische Bischofskonferenz bezeichnete den Text als „wertvollen Beitrag zur Soziallehre der Kirche in Kontinuität mit Rerum Novarum“ und als „Leitfaden für den Umgang mit den Herausforderungen der KI“, die im indischen Kontext vielfältig sind: Arbeitslosigkeit, Ungleichheit, Überwachung und Machtkonzentration. Die Perspektive, aus der man sich diesen Problemen nähern sollte, betonte die CBCI – wie aus der Enzyklika deutlich hervorgeht –, ist die Bekräftigung der „zentralen Stellung des Menschen, geschaffen nach dem Bilde Gottes“ und das Bestreben, sicherzustellen, dass die technologische Entwicklung „von ethischen Prinzipien geleitet wird, die auf Menschenwürde, Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl gründen“.<br />Die indische Kirche – eine Gemeinschaft von rund 20 Millionen Gläubigen – beabsichtigt, die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ zur Aufklärung und Sensibilisierung in Gemeinden und Bildungseinrichtungen zu diesem Thema zu nutzen. Angesichts der rasanten Digitalisierung und der zunehmenden Verbreitung künstlicher Intelligenz in Indien, die Bildung, Arbeit und Gesellschaft grundlegend verändern, empfiehlt die CBCI die Enzyklika als wertvolle Orientierungshilfe für Seelsorger, Pädagogen, Politiker und Gläubige. Die Bischöfe setzen sich für die Vertiefung und Verbreitung der Enzyklika ein, insbesondere in Fortbildungsprogrammen, katholischen Bildungseinrichtungen und im sozialen Bereich.<br />Kardinal Anthony Poola, Vorsitzender der CBCI, betont, dass das Dokument „einen klaren moralischen Kompass in einer Zeit des rasanten technologischen Wandels“ biete und die Notwendigkeit unterstreiche, die Schwächsten, insbesondere Arme, Jugendliche und marginalisierte Gemeinschaften, vor den potenziell negativen Auswirkungen unkontrollierter künstlicher Intelligenz zu schützen. „Die CBCI ermutigt alle Katholiken und Menschen guten Willens, die Enzyklika im Geiste des Gebets zu lesen und eine Kultur zu fördern, in der die Technologie im Dienste der ganzheitlichen Entwicklung jedes Menschen steht.“<br />Eine der Sorgen der Kirche gilt insbesondere den Auswirkungen von KI auf Dalits: Einerseits besteht die Gefahr, dass historische Diskriminierung verstärkt wird; andererseits bietet KI, sofern sie nach ethischen und entwicklungspolitischen Kriterien eingesetzt wird, Potenzial für Inklusion. <br />In Indien, einem der aktivsten Länder in der KI-Entwicklung, auch durch staatliche Investitionen, erscheint „Magnifica Humanitas“ zu einem Zeitpunkt, an dem die Ethik und die Auswirkungen von KI auf die Gesellschaft, den Bildungssektor und die soziale Gerechtigkeit, insbesondere für die Ärmsten, intensiv diskutiert werden.<br />In diesem Kontext stieß der Text des Papstes auch in den indischen Medien auf Interesse: Die Zeitung „The Hindu“ hob beispielsweise den Aufruf des Papstes zur „Entwaffnung“ von KI hervor und ordnete die Enzyklika als „globales ethisches Manifest“ ein, das Indien auch zu angemessenen Regulierungsmaßnahmen aufruft. <br />Zu den interessantesten Aspekten im indischen Kontext, die in Analysen von Zeitungen wie der „Economic Times“ und der „Times of India“ untersucht wurden, zählt die Frage der Beschäftigung, angesichts der potenziell hohen Risiken für Arbeitsplätze aufgrund der großen Bedeutung des IT-Sektors im Land. Generell begrüßten die indischen Medien die Forderung nach einer notwendigen Regulierung von KI-Prozessen und das Beharren auf dem Vorrang des Individuums vor Profit und Innovation.<br /> <br />Wed, 27 May 2026 11:07:20 +0200ASIEN/MYANMAR - Bischofkoadjutor von Taungngu ernannthttps://fides.org/de/news/77732-ASIEN_MYANMAR_Bischofkoadjutor_von_Taungngu_ernannthttps://fides.org/de/news/77732-ASIEN_MYANMAR_Bischofkoadjutor_von_Taungngu_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Pfarrer der Gemeinde “Mother of God a Sondu” Bernardino Ne Ne aus dem Klerus der Diözese Loikaw zum Bischofskoadjutor von Taungngu ernannt.<br />Bischof Bernardino Ne Ne wurde am 20. Mai 1970 in Loikaw geboren. Nach dem Besuch des Kleinen Seminars „Saint Theresa“ in Taunggyi studierte er Philosophie am Priesterseminar „St. Joseph’s Major Seminary“ in Pyin Oo Lwin und Theologie am „St. Joseph’s Major Seminary“ in Yangon. Am 13. April 1995 wurde er zum Priester geweiht und in die Diözese Loikaw inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar von der Gemeinde „St. Joseph’s“ in Dimoso ; Pfarrer der Pfarrei Mary Immaculate Conception in Khabe ; Pfarrvikar der Gemeinde „Our Lady Queen of Peace“ in Doungankha ; Lizenziat in Moraltheologie von der Päpstlichen Universität „Alfonsiana“ in Rom ; Pfarrer Gemeinde "Mary Immaculate Conception“ in Khabe ; Rektor des „St. Peter’s Intermediate Seminary“ der Diözese Loikaw ; Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Myanmar ; Direktor der Residenz der Diözese Loikaw in Yangon ; Fortbildungskurs „East Asian Pastoral Institute“ in Manila auf den Philippinen ; Pfarrer der Gemeinde Mother of God“ in Sondu .<br /> <br />Tue, 26 May 2026 14:40:31 +0200ASIEN/KOREA - Erzbischof von Daegu ernannthttps://fides.org/de/news/77731-ASIEN_KOREA_Erzbischof_von_Daegu_ernannthttps://fides.org/de/news/77731-ASIEN_KOREA_Erzbischof_von_Daegu_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Bischof von Cheongju, Simon Jong-Gang Kim, zum Erzbischof von Daegu ernannt.<br />S.E. Mons. Simon Jong-Gang Kim è nato il 2 gennaio 1965 nella Diocesi di Cheongju. Dopo aver frequentato il Seminario Maggiore di Daegu, ha conseguito il Master’s degree in Teologia presso l’Università Cattolica di Daegu. Successivamente, ha ottenuto la Licenza in Storia della Chiesa presso la Pontificia Università Gregoriana di Roma. È stato ordinato sacerdote il 28 giugno 1996 per la Diocesi di Cheongju.<br />Bischof Simon Jong-Gang Kim wurde am 2. Januar 1965 im Bistum Cheongju geboren. Nach dem Besuch des Priesterseminars in Daegu erwarb er einen Master-Abschluss in Theologie an der Katholischen Universität Daegu. Anschließend erlangte er ein kanonisches Lizenziat in Kirchengeschichte an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 28. Juni 1996 wurde er zum Priester geweiht und in das Bistum Cheongju inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar von Seoundong in der Diözese Cheongju , von Heungdeok in der Diözese Cheongju ; Pfarrer von Haksan in der Diözese Cheongju ; Vizerektor des Päpstlichen Internationalen Missionskollegs „San Paolo Apostolo“ in Rom ; Leiter der Jugendseelsorge ; Pfarrer von Gyemyeong ; Dozent und Spiritual des Priesterseminars Daejeon ; Ökonom der Koreanischen Bischofskonferenz .<br />Am 19. März 2022 wurde er zum Bischof von Cheongju ernannt und empfing am 2. Mai die Bischofsweihe. Innerhalb der Koreanischen Bischofskonferenz war er Mitglied der Kommission für Glaubensfragen ; seit 2022 Mitglied und später Präsident der Sonderkommission für Selig- und Heiligsprechungen; seit 2023 Präsident der Kommission für Jugendpastoral und Mitglied der Kommission für Mission und Pastoral.<br /> <br />Tue, 26 May 2026 14:25:21 +0200ASIEN/MYANMAR - “Radio Veritas Asia” erweitert Sprachangebot in von Vertreibung und Unsicherheit geprägten Staatenhttps://fides.org/de/news/77734-ASIEN_MYANMAR_Radio_Veritas_Asia_erweitert_Sprachangebot_in_von_Vertreibung_und_Unsicherheit_gepraegten_Staatenhttps://fides.org/de/news/77734-ASIEN_MYANMAR_Radio_Veritas_Asia_erweitert_Sprachangebot_in_von_Vertreibung_und_Unsicherheit_gepraegten_StaatenYangon – „Radio Veritas Asia“ , der Radiosender der katholischen Gemeinden auf dem asiatischen Kontinent, erweitert sein Sprachangebot in Myanmar und startet Sendungen in Akha und Kayan. Damit will der Sender das Evangelium in den Staaten Shan und Karenni verbreiten und so die ethnischen Minderheiten erreichen. Dies wurde am Pfingstsonntag, dem 24. Mai, in der Marien-Kathedrale in Yangon bekannt gegeben. Kardinal Charles Bo, Vositzender der Katholischen Bischofskonferenz von Myanmar, nannte es einen „gesegneten Tag für die Kirche in Myanmar“.<br />Die neuen Programme sollen zwei ethnische Gemeinschaften in Myanmar erreichen: Das Akha-Programm richtet sich an rund 700.000 Angehörige der Volksgruppe der Akha, insbesondere im Staat Shan, sowie an viele Gläubige in der Diözese Kengtung. Das Programm in Kayan erreicht etwa 250.000 Menschen der Volksgrppe der Kayan im Staat Karenni, die hauptsächlich in den Diözesen Pekhon, Loikaw, Taungngu und Taunggyi leben.<br />Die Initiative sei von vielen begrüßt worden, wie der Leiter Dienstes in Akha-Sprache, Bischof John Saw Yaw Han von Kengtung, und der Leiter des Dienstes in Kayan, Bischofskoadjutor Felice Ba Htoo von Pekhon, bekräftigten.<br />Die Sendungen von „Radio Veritas Asia“ umfassen religiöse Inhalte, tägliche Andachten, Sonntagspredigten, Kirchennachrichten, Porträts von Heiligen, Programme für Jugendliche und Familien sowie Botschaften des Papstes. „Der Dienst von RVA ist auch eine Gelegenheit, um in ständiger Verbindung und Gemeinschaft mit dem Papst und der Weltkirche zu bleiben“, so die Bischöfe, „und stellt eine wichtige geistliche Begleitung durch das Wort Gottes für Bedürftige, Erschöpfte und Vertriebene dar.“<br />Bischof Celso Ba Shwe von Loikaw, bemerkte: „RVA bringt die Botschaft des Evangeliums bis an die Ränder der Gesellschaft; die Frohe Botschaft erreicht so Familien, Jugendliche, ältere Menschen und die gesamte Gesellschaft und berührt die Herzen der Menschen.“<br />Der nationale Koordinator von Radio Veritas in Myanmar, Pfarrer Patrick Soe Htun, beschrieb „Radio Veritas“ als „eine Brücke, die Menschen über Grenzen und Schwierigkeiten hinweg verbindet, insbesondere in den schwierigen Zeiten, die Myanmar durchmacht.“<br />Prälat Andrea Ferrante, Geschäftsträger des Heiligen Stuhls in Myanmar, begrüßte die Ausweitung des Dienstes und forderte dazu auf, inmitten von Leid und Unsicherheit zu „Stimmen der Hoffnung“ zu werden.<br />Die beiden neuen Dienste strahlen ihre Sendungen insbesondere in vom Bürgerkrieg betroffenen Gebieten aus: Die soziale Lage im Staat Shan ist weiterhin extrem instabil und geprägt von Zusammenstößen zwischen der Armee und lokalen Gruppen. Die Verschärfung der Wirtschaftsblockaden führt zu einer kritischen Ernährungsunsicherheit für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen und zu akuter Mangelernährung unter Binnenvertriebenen.<br />Die Situation im Staat Karenni, dem kleinsten Bundesstaat Myanmars, zählt zu den dramatischsten des gesamten burmesischen Bürgerkriegs. Dort finden heftige Kämpfe statt. Schätzungsweise mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Staates wurde zur Flucht gezwungen, und Zehntausende Binnenflüchtlinge haben im Dschungel oder entlang der thailändischen Grenze Zuflucht gefunden. Der Krieg hat den Staat in eine permanente humanitäre Notlage geführt, in der die Zivilbevölkerung zwischen Kämpfen und gravierenden Problemen ihrer täglichen Existenzsicherung gefangen ist.<br />Das aktuelle Sprachdienstleistungsangebot von RVA in Myanmar umfasst nun folgende Sprachen: Burmesisch, Sgaw Karen, Pwo Karen, Kachin Jinghpaw, Kachin Lisu, Kachin Rawang, Hakha Chin, Falam Chin, Tedim Chin, K'Cho, Akha und Kayan. Mit diesen beiden neuen Sprachdiensten deckt RVA in Myanmar nun 12 lokale Sprachen ab, wodurch sich die Gesamtzahl der von RVA angebotenen Sprachen auf 23 erhöht.<br /> <br />Tue, 26 May 2026 14:14:56 +0200ASIEN/LAOS UND KAMBODSCHA - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Amt bestätigthttps://fides.org/de/news/77735-ASIEN_LAOS_UND_KAMBODSCHA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigthttps://fides.org/de/news/77735-ASIEN_LAOS_UND_KAMBODSCHA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 4. Oktober 2025 Pfarrer Paul Chatsirey Roeung für weitere fünf Jahre im Amt als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Laos und Kabodscha bestätigt.<br />EG <br />Tue, 26 May 2026 13:49:10 +0200AFRIKA/TUNESIEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Amt bestätigthttps://fides.org/de/news/77733-AFRIKA_TUNESIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigthttps://fides.org/de/news/77733-AFRIKA_TUNESIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 1. August 2025 Erzbischof Nicolas Pierre Jean Lhernould von Tunis für weitere fünf Jahre im Amt als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Tunesien bestätitgt .<br />EG <br /><br />Tue, 26 May 2026 13:45:48 +0200ASIEN/INDIEN - Manipur von sozialen Spannungen geprägt: Geiselkrise dauert anhttps://fides.org/de/news/77730-ASIEN_INDIEN_Manipur_von_sozialen_Spannungen_gepraegt_Geiselkrise_dauert_anhttps://fides.org/de/news/77730-ASIEN_INDIEN_Manipur_von_sozialen_Spannungen_gepraegt_Geiselkrise_dauert_anImphal – Manipur kommt nicht zur Ruhe. Wie lokale Quellen berichten, eskaliert die Instabilität im Bundesstaat weiter. Bei Protesten wir die Freilassung von 14 Kuki- und 6 Naga-Geiseln gefordert, die von bewaffneten Gruppen entführt wurden. Die Situation ist von sozialen Spannungen geprägt. In mehreren Gebieten finden Straßenblockaden statt, und der Verkehr auf den Autobahnen in den Bergregionen ist unterbrochen.<br />Die Geiselkrise zwischen den Naga- und Kuki-Zo-Gemeinschaften dauert nun schon zwei Wochen an und ist trotz Verhandlungen, Vermittlungsversuchen von Religionsführern und Sicherheitskräften noch immer nicht beigelegt.<br />Die Krise begann nach einem Hinterhalt auf einen Konvoi von Baptistenpastoren, bei dem drei Pastoren – Vumthang Sitlhou, Reverend Kaigoulun Lhouvum und Pastor Paogoulen Sitlhou – getötet wurden . Die darauf folgenden Entführungen als Vergeltungsmaßnahme zeigen, wie schnell die Situation von allgemeiner Instabilität geprägt ist.<br />Trotz der Angriffe haben sich christliche Religionsvertreter direkt als Vermittler in die Krise eingeschaltet, in die zivile Geiseln beider Gemeinschaften sowie Stammesorganisationen, zivilgesellschaftliche Gruppen, lokale Behörden und Sicherheitskräfte verwickelt sind, um die Freilassung der Entführten zu erreichen.<br />Die Ermittlungen im Zusammenhang mit Mord an den drei Pastoren dauern an. Die Angreifer sind bisher nicht identifiziert, und die Gründe für das Massaker, das Menschen traf, die sich aktiv für Frieden und Versöhnung einsetzten, sind unklar. Fünf Verletzte des Hinterhalts befinden sich weiterhin im Krankenhaus von Imphal.<br />Der Angriff gibt Anlass zu ernster Besorgnis um die Sicherheit der Religionsvertreter in einem offenen Konfliktgebiet. „Christliche Gemeinden, die sich dem Frieden verschrieben haben, sind zunehmend gefährdet“, sagte ein örtlicher Priester gegenüber Fides. „Gerade jetzt“, betonte er, „müssen wir die Religionsvertreter schützen, die sich im interethnischen Konflikt zwischen den ethnischen Gruppen der Kuki, Meitei und Naga für Versöhnung einsetzen.“ <br />Manipur ist seit 2023 von einem Konflikt betroffen, der zunächst zwischen den Kuki und Meitei ausgetragen wurde und sich später auf die Naga ausweitete.<br /> Tue, 26 May 2026 13:38:01 +0200AFRIKA/NIGERIA - In drei Monaten wurden bei Angriffen auf Pfarrgemeinden im Bundesstaat Kaduna neun Menschen getötet und fünfundzwanzig entführthttps://fides.org/de/news/77729-AFRIKA_NIGERIA_In_drei_Monaten_wurden_bei_Angriffen_auf_Pfarrgemeinden_im_Bundesstaat_Kaduna_neun_Menschen_getoetet_und_fuenfundzwanzig_entfuehrthttps://fides.org/de/news/77729-AFRIKA_NIGERIA_In_drei_Monaten_wurden_bei_Angriffen_auf_Pfarrgemeinden_im_Bundesstaat_Kaduna_neun_Menschen_getoetet_und_fuenfundzwanzig_entfuehrtAbuja – In den vergangenen drei Monaten wurden bei mehreren Angriffen auf Pfarrgemeinden in Kurmin Dangana im Bundesstaat Kaduna im Norden Nigerias mindestens neun Menschen getötet und 25 weitere entführt. Dies teilte Pfarrer Christian Okewu Emmanuel, Kanzler des Erzbistums Kaduna, in einem Schreiben an das katholische Generalsekretariat in Abuja mit.<br />„Ich schreibe Ihnen, um Sie über die anhaltenden Terroranschläge auf einige Gemeinden und Pfarrstationen im Zuständigkeitsbereich der Pfarrei St. Peter und Paul im Distrikt Kurmin Dangana im Verwaltungsbezirk Kagarko des Bundesstaates Kaduna zu informieren“, heißt es in dem Schreiben. „Der letzte Angriff ereignete sich am Donnerstag, dem 21. Mai, auf die Pfarrstation Kurmin Bongo. Die Terroristen schlugen zwischen 22:00 und 1:00 Uhr während eines schweren Gewitters zu“. „Trotz der Bemühungen der Bürgerwehr“, fährt Pfarrer Emmanuel fort, „wurden fünf Menschen getötet und zehn weitere entführt, von denen zwei dank des Eingreifens der Wachpersonals befreit werden konnten.“<br />Der Kanzler des Erzbistums Kaduna berichtet von zwei vorangegangenen Angriffen auf die Bahnhöfe Kasaru-B am 2. März und Sabon Gari am 1. Mai. „Bei dem Angriff in Kasaru-B wurde eine Person erschossen, eine weitere erlitt mehrere Schussverletzungen, und acht weitere wurden entführt. Obwohl sie später wieder freikamen, wurden zwei von ihnen im Versteck der Terroristen getötet.“ „Der Angriff in Sabon Gari ereignete sich nur zwei Wochen nach der Freilassung der Opfer von Kasaru-B: Zwei Personen wurden angeschossen, zehn weitere entführt. Eine von ihnen wurde noch im Lager der Terroristen getötet.“ Die wiederholten Angriffe haben zur Vertreibung der Bewohner der betroffenen Gemeinden geführt. <br />Das Erzbistum fordert deshalb die Regierung auf, ihre Bemühungen zum Schutz von Leben und Eigentum in den belagerten Gebieten zu verstärken.<br />Die gravierende Sicherheitslage betrifft mehrere Bundesstaaten Nigerias und verschiedene Bevölkerungsgruppen, nicht nur Christen. Selbst ein Verband von Fulani-Hirten, der mutmaßlich zu den Angreifern auf Siedlungen gehört, hat die ernste Unsicherheit im Bundesstaat Kogi verurteilt. Die „Miyetti Allah Cattle Breeders Association of Nigeria“ , eine informelle Interessenvertretung der Fulani-Hirten, hat die Tötung von acht ihrer Mitglieder im Verwaltungsbezirk Ankpa im Bundesstaat Kogi verurteilt.<br />Aufgrund zunehmender Sicherheitsbedrohungen hat ein Mitarbeiter von Präsident Bola Tinubu die Bewohner der Bundesstaaten Kwara und Kogi dringend gebeten, religiöse Feiern in Berg- und Waldgebieten vorübergehend auszusetzen.<br />Unterdessen befinden sich die 37 Gläubigen, die am Ostersonntag, dem 5. April, in der Gemeinde Ariko im Verwaltungsbezirk Kachia entführt wurden, weiterhin in der Gewalt ihrer Entführer . Für ihre Freilassung fordern die Entführer eine Milliarde Naira und 35 Motorräder und drohen, die Geiseln zu töten, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.<br /> Tue, 26 May 2026 13:23:39 +0200"Warum bist du hier?": Das Vermächtnis eines koreanischen Missionars in der Mongoleihttps://fides.org/de/news/77728-Warum_bist_du_hier_Das_Vermaechtnis_eines_koreanischen_Missionars_in_der_Mongoleihttps://fides.org/de/news/77728-Warum_bist_du_hier_Das_Vermaechtnis_eines_koreanischen_Missionars_in_der_MongoleiVon Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Ulaanbaatar – Drei Jahre nach seinem Tod am 26. Mai 2023 lebt das Andenken an Pfarrer Stefan Kim SeongHueon in der mongolischen Kirche weiter.<br />Der koreanische Missionar und Generalvikar der Apostolischen Präfektur Ulaanbaatar fand in seinem Leben eine Antwort auf die Frage, die ihn seit seiner Kindheit begleitete: „Warum sind sie hierhergekommen?“<br />Wir trafen ihn einen Monat vor seinem Tod in einer Kapelle unter der Kathedrale, die Unserer Lieben Frau von Fatima geweiht ist, die er besonders verehrte. Er erzählte uns von seinem spirituellen Weg und seiner Berufung, insbesondere von der Erinnerung an das Grab eines französischen Missionars in seinem Heimatdorf.<br />Er wuchs in einer von Missionaren gegründeten Pfarrei in der Diözese Daejeon in Südkorea auf. „Ich wuchs mit der Frage auf: ‚Warum sind sie hierhergekommen?‘“, bekräftigte er, „Ich wunderte mich umso mehr, als mir damals ihre Herkunftsländer viel interessanter erschienen als das Land, in dem ich lebte…“. Eine Frage, die er für sich behielt, die niemand kannte, die ihn aber langsam ins Priesterseminar und schließlich zum Priesteramt führte.<br />Während seines Studiums markierte die Begegnung mit einem koreanischen Missionar einen Wendepunkt: „Ich erinnere mich nicht mehr genau an den Inhalt des Gesprächs, aber ich höre noch immer seine letzten Worte: ‚Einer von euch wird als Missionar ins Ausland gehen.‘“ Dieser Satz bewegte ihn tief. „Als ich ihn das sagen hörte, dachte ich: ‚Was wäre, wenn ich es wäre?‘“.<br />Von da an begann sich seine Sicht auf seine Berufung zu verändern. In seinem vierten Studienjahr schickte ihn der Bischof nach Rom, um Missionswissenschaft zu studieren: „So studierte ich plötzlich Missionswissenschaft, während ich mich auf meine Priesterweihe für mein Bistum vorbereitete …“.<br />Aus dieser Spannung erwuchs eine radikalere Frage: „Aber was ist meine priesterliche Identität? Wie kann ich meine Identität als Diözesanpriester mit der eines Missionars vereinen, die mir damals wie ein zu großes Gewand vorkam?“. Die Antwort fand er im Blick auf das Evangelium: „Ich fragte mich: Waren die zwölf Jünger Diözesanpriester oder Missionare? Und Jesus?“. Als er über ihr Leben nachdachte, erkannte er eine Gemeinsamkeit: „Sie waren die Vorläufer jener Diözesanpriester, die die Tür niemals schließen, selbst wenn sie müde sind, und sagen: ‚Lasst die Menschen zu mir kommen!‘“ In diesem Bild fand er eine Synthese: „Denn genau das ist die Spiritualität des Diözesanpriesters: die Tür offen zu halten“. Und in ihm „erklang ein lautes ‚Ja‘“, denn er verstand, dass der Diözesanpriester auch „Missionar sein konnte“.<br />Schon vor seiner Abreise hatte er beschlossen, seine Berufung so zu leben: „Da Koreanisch die Sprache war, die ich am besten beherrschte, beschloss ich, koreanischer Missionar in Korea zu werden, als wäre ich am Ende der Welt.“ Dieser Perspektivenwechsel, sagte er, habe ihn „zutiefst glücklich“ gemacht.<br />Doch dann kam die Mongolei. „Eines Tages erfuhr ich, dass der Bischof jemanden suchte, der bereit war, in die Mongolei zu gehen.“ In diesem Moment erinnerte er sich an einen der französischen Missionare seiner Kindheit, den ersten Pfarrer, den er nur durch ein Denkmal kannte: „Ich lernte diesen Pfarrer durch ein Denkmal kennen, auf dem sein Name eingraviert war.“ Da wurde ihm klar: „Warum bin ich hier? Für mich wird es immer deutlicher: wegen dieses Namens auf dem Denkmal. Eines Tages werde auch ich tot sein, und vielleicht werden sich einige Kinder, die meinen Namen sehen, fragen: ‚Warum war Pfarrer Kim hier?‘“.<br />In der Mongolei, wo er die katholische Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ im Bezirk Khan-Uul gründete, lebte Pfarrer Stefan in einer armen und jungen Gemeinde. „In der Mongolei stehen wir noch ganz am Anfang.“ Und doch, so bemerkte er, „werden Ultraliberalismus und Konsumdenken weltweit zu einer Herausforderung für alle Christen.“ Die Armut der mongolischen Kirche erschien ihm nicht als Einschränkung, sondern als Ressource: „Wir sind arm, und genau darin liegt unser Reichtum.“ Mit Blick auf den heiligen Franz von Assisi kehrte er die Perspektive um: „Der heilige Franz von Assisi war reich und musste all seinen Besitz aufgeben, um Jesus nachzufolgen. Der ‚heilige Franziskus‘ von Ulaanbaatar wurde arm geboren und muss nichts aufgeben, um Jesus nachzufolgen“. Wenn man „den Reichtum der Armut“ erkennt und entdeckt, dass Gott „die Gabe geschenkt hat, nichts aufgeben zu müssen, um ihm nachzufolgen“, dann „kann der ‚heilige Franziskus‘ von Ulaanbaatar glücklich sein.“<br />Er war sich jedoch der Ambivalenz jeder Diskussion über Armut bewusst: „Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, wie unanständig es ist, den Armen die Vorzüge der Armut zu preisen, wenn wir ihr Leid nicht teilen.“ Deshalb betonte er: „Es ist eine echte Herausforderung für Missionare“: „Wir müssen das vorleben, was wir predigen.“ „Was wir den Menschen anbieten können, ist ein Weg, mit dem Leid zu leben. Nicht indem wir es vermeiden, denn es ist da, auch wenn wir es nicht mögen und nicht suchen, sondern indem wir einen Weg hindurch finden, den Spuren Jesu folgen“.<br />Wenn er von seinem Leben erzählte, kehrte er oft mit einem Lächeln zu der Zeit zurück, als er „beschlossen hatte, sich von der Mission zurückzuziehen und für vier Jahre in einer Jurte auf dem Land zu leben“. Dort, in dem mongolischen Zelt, das ihm als Unterkunft diente, erlebte er „die Freude eines einfachen Lebens“. Er sammelte Pferdemist für den Ofen, holte Wasser und teilte den Alltag der Hirten. „Beim Vergleich der beiden Lebensstile – dem der hektischen Stadt mit ihrer riesigen Auswahl an Kaufmöglichkeiten und dem einfachen Leben auf dem Land – schien der den einen dem anderen entschieden vorzuziehen.“<br />Diese Erfahrung inspirierte ihn auch zu einem seiner eindrücklichsten Bilder: „In den Jurten, auf dem Land und selbst in Ulaanbaatar gibt es kein fließendes Wasser, man muss es holen gehen … Die Menschen wissen, was es heißt, frisches Wasser zu finden. Deshalb müssen wir da sein, damit sie in unseren Kirchen Quellen frischen Wassers finden können“. Man sei dort, sagte er, „um vom Reich Gottes und der Erlösung zu sprechen“, um „die Gute Nachricht zu verkünden, die sie befreit. Wovon? Von der Knechtschaft der Sünde und der Schuld.“ Diese Befreiung sei „sehr konkret, fast körperlich: Es ist, als würde man schwere Eimer mit Wasser auf den Boden stellen.“ „Wir folgen Jesus nicht, um ein Leben voller Erfolge anzubieten, sondern ein erfülltes Leben, wahrhaftig erfüllt, das uns innerlich mit diesem lebendigen Wasser erfüllt.“<br />Dies ist das wahre Glück, von dem er hoffte, dass die mongolischen Christen es eines Tages erkennen würden: „Der Tag wird kommen, an dem die mongolischen Christen genug Erfahrung gesammelt haben, um die ihnen zur Verfügung stehenden Lebensweisen zu vergleichen, und vielleicht werden sie dann dieses missionarische ‚Ah!‘ ausrufen: ‚Ah … diese Art von Glück gefällt mir besser‘“. „Der Wendepunkt wird kommen. Wann? Ich weiß es nicht. Aber eines Tages werden sie erkennen, wo wahres Glück liegt, und sagen: ‚Das ist es, wonach ich mein ganzes Leben gesucht habe‘.“ „Und wir werden da sein, um sie mit weit geöffneter Tür willkommen zu heißen. In Wirklichkeit sind wir schon da“.<br />Stefan Kims Vermächtnis in der Mongolei ist besonders unter jungen Menschen lebendig, die sich heute als Erwachsene an sein Engagement in der Jugendarbeit, seine Nähe zu den Menschen und seine Lebensfreude erinnern. 2024 produzierte das Bistum Daejeon gemeinsam mit der „Korea Catholic Times“ den Dokumentarfilm „Wind of the Prairie – The Last Lecture of a Mongolian Missionary” der dazu beitrug, die Erinnerung an ihn wach zu halten. 2025 veröffentlichte die „Korea Catholic Times“ in Koproduktion mit der „Korean Prado Pirests Association“ die Dokumentation „Who Is a Priest?“, die sein Leben und Wirken in der Mongolei nachzeichnet.<br />Während sich die Apostolische Präfektur Ulaanbaatar wie jedes Jahr auf die Messe an seinem Grab am 26. Mai vorbereitet, hallt die Frage, die Pfarrer Stefans Leben prägte, weiterhin nach und richtet sich an jeden von uns: „Warum bist du hier?“. „Missionare verkünden das Evangelium auf vielfältige Weise, doch am wirkungsvollsten ist das Zeugnis ihres eigenen Lebens: ‚Warum seid ihr hier?‘ Das ist eine gewichtige Frage“.<br /> <br />Tue, 26 May 2026 13:09:42 +0200ASIEN/KIRGISISTAN - Apostolischer Administrator von Kirgisistan zum Bischof ernannthttps://fides.org/de/news/77727-ASIEN_KIRGISISTAN_Apostolischer_Administrator_von_Kirgisistan_zum_Bischof_ernannthttps://fides.org/de/news/77727-ASIEN_KIRGISISTAN_Apostolischer_Administrator_von_Kirgisistan_zum_Bischof_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat Pater den Apostolischen Administrator von Kirgisistan, P. Anthony James Corcoran zum Bischof ernannt und ihm den Titularsitz Aeto verliehen.<br />Bischof Anthony James Corcoran wurde am 19. April 1963 in Tucson geboren. Er erwarb einen Bachelor of Arts in Politikwissenschaft an der „Marquette University“ in Milwaukee, einen Master of Arts in Internationaler Politischer Ökonomie der Entwicklung an der „Fordham University“ in New York und einen Bachelor of Divinity an der „Weston School of Theology“ in Cambridge .<br />Am 8. Juni 1996 wurde er zum Priester des Jesuitenordens geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Lizenziat in Spiritueller Theologie an der „Weston School of Theology“ ; Direktor des Interdiözesanen Vorseminars in Nowosibirsk ; Spiritual desselben Vorseminars ; Pfarrer von „St. Josef“ in Berdsk in der Diözese der Verklärung in Nowosibirsk ; Generalvikar der Diözese der Verklärung in Nowosibirsk ; Doktorgrad in Moraltheologie an der „Weston School of Theology“ ; Oberer des Russischen Autonomen Region der Gesellschaft Jesu . Am 29. August 2017 wurde er zum Apostolischen Administrator von Kirgisistan ernannt.<br /> <br />Mon, 25 May 2026 09:54:42 +0200AFRIKA/SAMBIA - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/77722-AFRIKA_SAMBIA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/77722-AFRIKA_SAMBIA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 27 April 2026, Pfarrer Alfredo Macheleta aus der Diözese Kabwe, für die kommenden fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Sambia ernannt.<br />Der neue Nationaldirektor wurde 2014 zum Priester geweiht. Er studierte in Rom, zunächst an der Päpstlichen Universität Antonianum , dann an der Päpstlichen Universität Urbaniana . Anschließend erwarb er 2019 einen Abschluss in Rechnungswesen und Finanzen an der Universität Mulungushi-Kabwe und 2021 einen Master of Science in Rechnungswesen und Finanzen. <br />Im pastoralen Bereich war er zunächst als Kaplan und dann als Pfarrer in der Pfarrei „St. Joseph“ tätig. Gleichzeitig fungierte er als stellvertretender Generalfinanzverwalter des Bistums Kabwe, wo er von 2017 bis 2020 als Projektleiter Projekte für das Bistum betreute. Er war außerdem Finanzverwalter des Priesterseminars St. Augustinus und seit 2022 Schatzmeister des nationalen Büros der „Association of Zambia Diocesan Catholic Clergy“ . Darüber hinaus war er als Verwaltungsbuchhalter für die Diözese und als Diözesandirektor der Päpstliche Missionswerke in Kabwe tätig. Seit 2024 ist er außerdem Administrator der Pfarrei „St. Monika“.<br /> <br />Mon, 25 May 2026 09:44:32 +0200REGINA CAELI - Papst Leo XIV. erinnert an den Gebetstag für die Kirche in Chinahttps://fides.org/de/news/77720-REGINA_CAELI_Papst_Leo_XIV_erinnert_an_den_Gebetstag_fuer_die_Kirche_in_Chinahttps://fides.org/de/news/77720-REGINA_CAELI_Papst_Leo_XIV_erinnert_an_den_Gebetstag_fuer_die_Kirche_in_ChinaVatikanstadt - Im Anschluss an das Regina-Caeli-Gebet am Pfingstsonntag erinnerte Papst Leo XIV. an den Gebetstages für die Kirche in China. “Heute ist der Gebetstag für die Kirche in China, am liturgischen Gedenktag der Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, die im Heiligtum von Sheshan in Shanghai mit großer Frömmigkeit verehrt wird. Vereinen wir unser Gebet mit jenem der chinesischen Katholiken als Zeichen unserer Zuneigung zu ihnen wie auch ihrer Gemeinschaft mit der Weltkirche und dem Nachfolger Petri“, so der Papst wörtlich, „Die Fürsprache der Königin des Himmels erwirke der gläubigen Gemeinschaft in China die Gnade der Einheit und schenke allen die Kraft, das Evangelium in den Mühen des Alltags zu bezeugen, um ein Same der Hoffnung und des Friedens zu sein“.<br />Der Gebetstag für die Kirche in China wurde 2007 von Benedikt XVI. ins Leben gerufen und wird jedes Jahr am 24. Mai, dem Fest Unserer Lieben Frau, Hilfe der Christen, begangen, die im Heiligtum von Sheshan bei Shanghai verehrt wird. Papst Leo XVI. bekundete anschließend seine Verbundenheit mit den Opfern des Unglücks, das sich in den vergangenen Tagen in einem Bergwerk im Norden Chinas ereignet hat und erbat für sie den ewigen Frieden. Er schloss zudem die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land, im Libanon und im gesamten Nahen Osten an, die unter Krieg leiden, in sein Gebet ein.<br />Vor dem Regina Caeli-Gebets lud Papst Leo XIV. die Gläubigen ein, über die Gabe des Heiligen Geistes nachzudenken, „der in Fülle über die entstehende Kirche ausgegossen wurde und heute erneut ihren Gliedern geschenkt wird, als Licht und Kraft, die sie in allen Lebenslagen begleiten“ und sprach dabei über das zentrale Bild des Heiligen Geistes, „der die Türen öffnet“.<br /> „Wir können bei einem Bild des Heiligen Geistes verweilen, das sich uns in der heutigen Liturgie bietet: Der Heilige Geist öffnet die Türen“, so der Papst wörtlich, „Das Evangelium besagt nämlich, dass »die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren« , und zugleich berichtet uns die Apostelgeschichte, dass der Heilige Geist wie ein heftiger Sturm kam , der jene Türen öffnete, der die Jünger dazu drängte, hinauszugehen und die Frohe Botschaft vom auferstandenen Christus zu verkünden“.<br /> „Die erste Tür ist die Tür zu Gott selbst, in dem Sinne, dass er uns den Zugang zum Geheimnis Gottes eröffnet, so wie es sich in Jesus Christus offenbart hat. Durch die Gabe seines Geistes schenkt Gott uns den wahren Glauben, lässt uns den Sinn der Heiligen Schrift verstehen, gibt sich uns als nah zu erkennen und ermöglicht es uns, an seinem Leben selbst teilzuhaben“, fuhr der Papst fort<br /> „Die zweite Tür ist jene des Abendmahlssaals, also der Kirche“, bekräftigte er, „Ohne das Feuer des Heiligen Geistes bleibt die Kirche eine Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten. Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben. Wie uns Papst Franziskus in Erinnerung rief, sind wir dazu berufen, »eine Kirche, die segnet und ermutigt, […] mit offenen Türen für alle« zu sein“<br />Schließlich „öffnet der Heilige Geist die Türen unserer Herzen, indem er uns hilft, Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden, und er uns befähigt, als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben. Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt“ und, „auch in unserer Zeit, besonders an diesem Pfingsttag, müssen wir den Heiligen Geist anrufen, damit er alle Türen öffne, die noch verschlossen sind. Wir müssen Gott wieder als Vater entdecken, der uns liebt, eine Kirche aufbauen, in der sich alle zu Hause fühlen, und eine geschwisterliche Welt zur Entfaltung bringen, in der unter allen Völkern Frieden herrscht“.<br />„Vertrauen wir wie die ersten Jünger auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Wohnstatt des Heiligen Geistes und der Mutter der Kirche“, so der Papst abschließend.<br /> Sun, 24 May 2026 10:25:34 +0200Künstliche Intelligenz: Die ökologischen Folgen des neuen technologischen Versprechenshttps://fides.org/de/news/77717-Kuenstliche_Intelligenz_Die_oekologischen_Folgen_des_neuen_technologischen_Versprechenshttps://fides.org/de/news/77717-Kuenstliche_Intelligenz_Die_oekologischen_Folgen_des_neuen_technologischen_VersprechensVon Luca Mainoldi<br /><br />Rom – Anlässlich der Veröffentlichung der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. zum Thema Künstliche Intelligenz am 25. Mai sollten in diesem Zusammenhang auch deren Auswirkungen auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen berücksichtigt werden.<br />Denn KI ist kein einfacher Algorithmus, sondern ein komplexes System aus Rechenzentren, Glasfaserkabeln, Strom- und Kühlsystemen und vielem mehr. Kurz gesagt: Künstliche Intelligenz besteht nicht nur aus Daten und Algorithmen, sondern aus einer bedeutenden physischen Infrastruktur – nicht nur aus Bits, sondern aus Atomen.<br />In den Vereinigten Staaten spüren die Kommunen bereits die Auswirkungen der zunehmenden Verbreitung von KI-Rechenzentren. Stand Januar 2026 waren in den USA über 3.900 Rechenzentren registriert, was 37 % des weltweiten Gesamtbestands entspricht. Diese Zahl verdeutlicht die Kluft zwischen denen, die die physische Infrastruktur kontrollieren, und denen, die sie lediglich nutzen. Hinzu kommt, dass große amerikanische Unternehmen der Branche Rechenzentren in verschiedenen Teilen der Welt besitzen und betreiben.<br />Der größte Nachteil ist der hohe Stromverbrauch, der die lokalen Gemeinschaften stark belastet. „Ein einzelnes modernes Rechenzentrum für KI kann so viel Energie verbrauchen wie 100.000 Haushalte; die größten, die sich derzeit im Bau befinden, werden bis zu 20 Mal so viel verbrauchen“ . Hinzu kommt der enorme Wasserbedarf für die Kühlung der Schaltkreise in Rechenzentren. Mittelgroße Anlagen können bis zu 1.135.623 Liter Wasser pro Tag verbrauchen, während große Anlagen bis zu 18.927.000 Liter pro Tag benötigen – eine Menge, die dem Verbrauch einer Kleinstadt entspricht. Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass US-amerikanische Rechenzentren für KI bis 2028 jährlich mehr als 121 Milliarden Liter Wasser benötigen könnten. Diese Menge reicht aus, um den Trinkwasserbedarf von etwa 360.000 Familien zu decken. <br />Der Aufbau von KI-Infrastruktur erfordert große Mengen kritischer Mineralien: von Seltenen Erden über Kupfer, Aluminium, Kobalt und Graphit bis hin zu weiteren Rohstoffen. Großmächte und KI-Unternehmen konkurrieren um diese Mineralien, die nicht nur für KI, sondern auch für die Entwicklung erneuerbarer Energien und Waffensysteme unerlässlich sind.<br />Laut der Internationalen Energieagentur könnte das Wachstum von Rechenzentren die weltweite Nachfrage nach Kupfer bis 2030 um etwa 2 %, nach Seltenen Erden um 3 % und nach Gallium um bis zu 11 % erhöhen. So werden beispielsweise bis 2030 zusätzlich 512 Tonnen Kupfer für Rechenzentren benötigt, während die IEA für 2035 eine weltweite Kupferknappheit prognostiziert.<br />Neben China, das die Gewinnung und Verarbeitung von Seltenen Erden dominiert, ist Afrika ein wichtiger Markt für Großmächte und KI-Unternehmen. Afrika verfügt über 30 % der weltweiten Reserven an kritischen Mineralien, die für Elektronik und KI-Hardware unerlässlich sind, trägt aber nur 10 % zu den weltweiten Einnahmen aus diesen Ressourcen bei.<br />Der Kontinent ist reich an Mineralien wie Kobalt, Lithium und Graphit, die allesamt für die Entwicklung künstlicher Intelligenz unerlässlich sind. Eine Schlüsselrolle spielt die Demokratische Republik Kongo mit den weltweit größten Kobaltreserven sowie weiteren strategischen Mineralien . Auch Simbabwe verfügt über bedeutende Lithiumvorkommen, die für Lithium-Ionen-Batterien unerlässlich sind und nicht nur in Elektroautos, sondern auch in Rechenzentren zum Einsatz kommen . Ein weiterer wichtiger Rohstoff ist Graphit, von dem Länder wie Madagaskar und Mosambik bedeutende Vorkommen besitzen. Um die Versorgung mit Seltenen Erden zu diversifizieren und die Abhängigkeit von China zu verringern, suchen mehrere westliche Länder nach neuen Vorkommen in Afrika. Südafrika, bereits ein wichtiger Lieferant von Platingruppenmetallen, gilt als bedeutende alternative Quelle für Seltene Erden. Das Land verfügt über mehrere bekannte Lagerstätten, vorwiegend von Monazit und anderen Mineralien wie Apatit und Euxenit, die sich in den Regionen Westkap, Nordkap und Limpopo konzentrieren. Weitere afrikanische Produzenten seltener Erden sind Madagaskar und Burundi , während in Angola, Malawi, Namibia, Tansania und Uganda Förderprojekte auf den Weg gebracht wurden. Zu den Ländern mit potenziellen Vorkommen seltener Erden zählen unter anderem auch Kenia und Sambia.<br />Die Gewinnung dieser Mineralien verursacht gravierende Umweltschäden: massive Produktion giftiger und radioaktiver Abfälle; Wasser- und Bodenverschmutzung durch den Einsatz giftiger Substanzen bei der Gewinnung und Auslaugung sowie die Einleitung von Verarbeitungsabfällen; Luftverschmutzung durch radioaktiven Staub und Emissionen aus den Produktionsprozessen; Entwaldung, Bodenerosion und Verlust der Biodiversität.<br />Wie der damalige Vorsitzende der kongolesischen Bischofskonferenz, Erzbischof Marcel Utembi Tapa von Kisangani, in einem Interview mit Fides erklärte: „Die Folgen der Ausbeutung kongolesischer Bodenschätze für die Umwelt sind immens und gravierend, da sie ohne Einhaltung der Regeln erfolgt“ .<br /><br />Sat, 23 May 2026 14:02:10 +0200