Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/BURKINA FASO - Anschlag auf katholische Gemeinde: Mindestens fünfzehn Gläubige wurden getötethttps://fides.org/de/news/74765-AFRIKA_BURKINA_FASO_Anschlag_auf_katholische_Gemeinde_Mindestens_fuenfzehn_Glaeubige_wurden_getoetethttps://fides.org/de/news/74765-AFRIKA_BURKINA_FASO_Anschlag_auf_katholische_Gemeinde_Mindestens_fuenfzehn_Glaeubige_wurden_getoetetOuagadougou – Die kleine noch verbliebene Gemeinschaft von katholischen Gläubigen, die sich unter der Leitung eines Katecheten zum Sonntagsgebet versammelt hatten, wurden am gestrigen Sonntag, den 25. Februar, in Essakane, einem Dorf 45 km von Dori entfernt, in der Sahelzone im Nordosten Burkina Fasos, Opfer eines dschihadistischen Angriffs. Das Dorf Essakane liegt im so genannten Dreiländereck, an der Grenze zwischen Burkina Faso, Mali und Niger, einer Hochburg dschihadistischer Gruppen.<br />Der Bischof von Dori, Laurent Dabiré, bestätigte gegenüber Fides: "Der Angriff fand am Sonntag, den 25. Februar, gegen 8.30 Uhr statt. Die Dschihadisten drangen in die Kapelle ein, in der gerade das Sonntagsgebet unter der Leitung eines Katecheten stattfand. Seit 2018 ist der Großteil der Gläubigen aufgrund der Gewalt der dschihadistischen Gruppen zur Flucht gezwungen. Es sind nur wenige Menschen übrig geblieben, die sich in Ermangelung eines ständigen Priesters sonntags zu einem gemeinsamen Gebet unter der Leitung eines Katecheten versammeln".<br />"Die Dschihadisten schossen auf die Männer und verschonten die Frauen“, berichtet Bischof Dabiré, „zwölf 12 starben an Ort und Stelle, drei weiter erlagen in der örtlichen Klinik ihren Verletzungen zu versorgen. Zwei weitere wurden verletzt". <br />In dem von Pfarrer Jean-Pierre Sawadogo, einem Generalvikar von Dori, unterzeichneten Kommuniqué werden die Gläubigen aufgefordert, "unter diesen schmerzlichen Umständen für die ewige Ruhe der im Glauben Verstorbenen, für die Heilung der Verwundeten und für den Trost der Trauernden zu beten“. „Beten wir für die Bekehrung derer, die weiterhin den Tod in unserem Land säen“, heißt es in der Verlautbarung weiter, „Mögen unsere Bemühungen um Buße und Gebet in dieser gesegneten Fastenzeit uns Frieden und Sicherheit für Burkina Faso bringen."<br />Ebenfalls am Sonntag, den 25. Februar, wurden laut der Nachrichtenagentur AFP Dutzende muslimische Gläubige bei einem Angriff auf eine Moschee in Natiaboani im Osten Burkina Fasos getötet.<br />"Bewaffnete haben am Sonntag gegen 5 Uhr morgens eine Moschee in Natiaboani angegriffen und dabei mehrere Dutzend Menschen getötet", sagte eine Sicherheitsquelle. "Die Opfer sind alle Muslime, hauptsächlich Männer, die sich in der Moschee zum Gebet versammelt hatten", so ein Zeuge am Tatort.<br /> <br />Mon, 26 Feb 2024 10:31:55 +0100ASIEN/VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE - Bischof Martinellis bei der Einweihung des Hindu-Tempels in Abu Dhabi: "Lektion über Harmonie"https://fides.org/de/news/74763-ASIEN_VEREINIGTE_ARABISCHE_EMIRATE_Bischof_Martinellis_bei_der_Einweihung_des_Hindu_Tempels_in_Abu_Dhabi_Lektion_ueber_Harmoniehttps://fides.org/de/news/74763-ASIEN_VEREINIGTE_ARABISCHE_EMIRATE_Bischof_Martinellis_bei_der_Einweihung_des_Hindu_Tempels_in_Abu_Dhabi_Lektion_ueber_HarmonieAbu Dhabi - Vor muslimischen Würdenträgern und Gläubigen anderer Glaubensgemeinschaften sprach der Apostolische Vikar für Südarabien, Bischof Paolo Martinelli, über den guten und harmonischen Plan Gottes, des Schöpfers, die Wunde der Sünde und die "neue Harmonie", die mit Jesus in die Welt kam. Anlass war die Einweihung des Hindu-Tempels in Abu Dhabi, des größten in den Golfstaaten errichteten Tempels, die den Höhepunkt des so genannten "Tages der Harmonie" bildete.<br />In seiner Rede legte Bischof Martinelli, dem "Faden" der Harmonie folgend, auf einfache Weise die Merkmale des christlichen Glaubens in Bezug auf das Geheimnis der Schöpfung und die Heilsgeschichte dar.<br />"Nach dem christlichen Glauben", so der Apostolische Vikar zu Beginn seiner Ansprache, "hat Gott alles in Ordnung und Harmonie erschaffen, als Ergebnis von Unterscheidungen: zwischen Himmel und Erde, Licht und Dunkelheit, Nacht und Tag, Wasser und Land, Pflanzen und Tieren...". Auch die Erschaffung von Mann und Frau, so Bischof Martinelli mit einem Zitat aus der Genesis, "ist durch Unterscheidungen gekennzeichnet. Aber alle sind dazu berufen, in Harmonie zu leben".<br />„In dieser Harmonie, die die Schöpfungsordnung kennzeichnet", so der Bischof weiter, "ist die Stellung des Menschen einzigartig". Der Mensch habe "die Aufgabe, die harmonische Schöpfung zu hegen und zu pflegen". Er sei dazu berufen, sich vor Gott für alle seine Handlungen zu verantworten. Der Gehorsam gegenüber Gott sei "die Voraussetzung für ein Leben in Harmonie mit der ganzen Schöpfung". Denn "der Mensch ist nicht der Schöpfer, sondern eines der Geschöpfe", und "nur wenn er sich auf den Schöpfer verlässt, kann er wirklich die Harmonie der ganzen Schöpfung bewahren".<br />Der Ungehorsam des Menschen, "den die geistliche Tradition als 'Sünde' bezeichnet", so der Bischof weiter, indem er in einfachen Worten die Erbsünde, wie sie von der christlichen Lehre verkündet wird, wiedergibt, "führt zum Bruch der Harmonie mit Gott, was zu einer gestörten Beziehung zwischen der Schöpfung führt. Der Verlust der Harmonie, den die Menschen in ihrem Versuch, sich an die Stelle Gottes zu setzen, verursacht haben, hat zu Gewalt und zur Umweltkrise geführt".<br />Für den christlichen Glauben kommt eine neue Harmonie nur durch das unentgeltliche Eingreifen Gottes in die Geschichte zustande, der den Menschen von der Sünde befreit. Ein Eingriff, der von den Propheten wie Jesaja erwartet und angekündigt wurde, und der in "Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen" geschieht, der "Vergebung und Versöhnung möglich macht". In der christlichen Vision", betonte der Apostolische Vikar von Südarabien, "kann die Harmonie nur durch die Annahme der Vergebung Gottes erreicht werden, die uns zu neuen Geschöpfen macht". Es ist Jesus, der "die letzte Bestimmung aller Geschöpfe offenbart: in das göttliche Leben einzugehen". In der christlichen Theologie "wird Gott als die unendliche Harmonie zwischen dem Vater und dem Sohn im Heiligen Geist dargestellt. Und die ersten großen christlichen Autoren", erinnerte Bischof Martinelli, indem er insbesondere Basilius zitierte, "nennen den Heiligen Geist selbst Harmonie im absoluten Sinn". Ihre Lehren betonen, dass "der Geist Gottes immer im Kosmos und in den Seelen am Werk ist, um Harmonie unter allen Lebewesen zu schaffen".<br />Der Kapuzinerbischof Martinelli, verwies auch den heiligen Franz von Assisi "Beispiel der Harmonie", den Verfasser des Gesangs der Schöpfung, der "die Harmonie in der universellen Geschwisterlichkeit erfahren hat: jeder Mensch und jedes Geschöpf ist ein Bruder und eine Schwester". Zum Abschluss seiner Rede brachte der Bischof "die Freude der katholischen Kirche über die Einweihung dieses neuen Tempels in Abu Dhabi" zum Ausdruck. „Der neue Hindu-Tempel in Abu Dhabi", betonte der Apostolische Vikar, "ist ein Beitrag zur Harmonie, die auf der Beziehung zu Gott beruht. Jede Kultstätte erinnert daran, dass der Mensch ohne Gott verloren ist. Mit Gott kann die Menschheit wiedergeboren werden. Dieser neue Tempel ist ein Ort, an dem meine hinduistischen Brüder und Schwestern beten und die Harmonie mit Gott stärken können". „Die Eröffnung des neuen Tempels", fügte Bischof Martinelli hinzu, "ist auch Ausdruck der Religionsfreiheit in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo Toleranz und Koexistenz als Grundwerte gelten und Gläubige verschiedener Glaubensrichtungen zum Dialog und zum Aufbau einer brüderlicheren Welt in Frieden und Harmonie ermutigt werden“.<br /> Sat, 24 Feb 2024 09:09:24 +0100ASIEN/KOREA - Weihbischof für die Erzdiözese Seoul ernannthttps://fides.org/de/news/74764-ASIEN_KOREA_Weihbischof_fuer_die_Erzdioezese_Seoul_ernannthttps://fides.org/de/news/74764-ASIEN_KOREA_Weihbischof_fuer_die_Erzdioezese_Seoul_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat den bisherigen Pfarrer der Gemeinde “St. Ignatius Kim” in Gaepo-dong und Gerichtsvikar der Erzdiözese Seoul, Pfarrer Paul Kyung Sang Lee zum Weihbischof für die Erzdiözese Seoul ernannt und ihm den Titularsitz Germania di Numidia verliehen.<br />Paul Kyung Sang Lee wurde am 1. November 1960 in Seoul geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am Priesterseminar in Seoul und erwarb das kanonische Lizentiat und den Doktortitel in Kirchenrecht an der Päpstlichen Lateran-Universität in Rom. Am 12. Februar 1988 wurde er zum Priester geweiht und in die Erzdiözese Seoul inkardiniert.<br />Danach hatte er folgenden Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Vizepfarrer von Sadang-dong in Seoul ; Studium des Kirchenrechts in Rom ; Pfarrer von Dongdaemun ; Pfarrer von Banghak-dong ; Exekutivsekretär der Medizinischen Fakultät der Katholischen Universität von Korea ; Exekutivsekretär der Katholischen Bildungsstiftung ; Kaplan des Katholischen Medizinischen Zentrums ; Vizepräsident des Katholischen Medizinischen Zentrums ; Generalsekretär der Katholischen Bildungsstiftung ; Gerichtsvikar der Erzdiözese Seoul ; Pfarrer der Gemeinde „St. Ignatius Kim“ in Gaepo-dong .<br /><br /><br />Sat, 24 Feb 2024 08:48:40 +0100ASIEN/INDONESIEN - Konflikt auf den Molukken in weiter Ferne: Vergebung trägt Früchtehttps://fides.org/de/news/74750-ASIEN_INDONESIEN_Konflikt_auf_den_Molukken_in_weiter_Ferne_Vergebung_traegt_Fruechtehttps://fides.org/de/news/74750-ASIEN_INDONESIEN_Konflikt_auf_den_Molukken_in_weiter_Ferne_Vergebung_traegt_FruechteVon Paolo Affatato<br /><br />Ambon - Die Zeit des Konflikts, die Zeit des Zusammenstoßes zwischen den christlichen und muslimischen Gemeinschaften ist in weiter Ferne. Von 1999 bis 2002 waren die Inseln von interreligiöser Gewalt geprägt. Und Bischof Seno Ngutra von Amboina in Ambon, der Hauptstadt der Molukken-Provinz im Osten Indonesiens - ein Gebiet, das von der Mission des heiligen Franz Xaver missioniert wurde - kann heute berichten, dass "wir die Wüste des Konflikts zwischen den Religionen durchquert haben, aber jetzt sind in dieser Wüste die Blumen der gegenseitigen Annahme, der Koexistenz und der Vergebung aufgegangen". Gegenwärtig, so sagt er, "pflegen wir gute Beziehungen zu anderen Religionsgemeinschaften, sowohl auf der Ebene der Verantwortlichen als auch unter den einfachen Menschen".<br />Der 2021 ernannte Bischof kann dies bezeugen, nachdem er die verschiedenen Inseln besucht hat, einige mit muslimischer, andere mit christlicher Bevölkerungsmehrheit. "Es herrscht Harmonie zwischen Christen und Muslimen - und auch mit Hindus und Buddhisten. Es gibt einen Dialog, der auf gegenseitiger Vergebung beruht. Wir haben die Lektion aus der Vergangenheit gelernt, als ein Funke der Gewalt einen schmerzhaften Bürgerkrieg auslöste", sagt er als jemand, der diese Zeit direkt miterlebt hat. Heute organisiert der Bischof interreligiöse Begegnungen "sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die zusammenkommen, tanzen und spielen und Freundschaften schließen: das ist der gute Samen des Zusammenlebens".<br />"Das Geheimnis", fügt er hinzu, "ist der gemeinsame Alltag; es geht darum, keine Zäune oder Ghettos in den Dörfern zu errichten", um "täglich Freundschaft zu säen und jede Form von Feindseligkeit zu vermeiden". "Wir haben gelernt, den anderen immer als menschliches Wesen anzuerkennen, das Barmherzigkeit verdient, als Bruder oder Schwester, als Person, die man lieben muss", sagt er. "Auf dieser Grundlage wurde auf den Molukken der Frieden aufgebaut; auf dieser Grundlage erleben wir gegenseitige Vergebung, die Dynamik, die den Krieg auf den Molukken beendete. Aus der Vergebung entsteht etwas 'Neues', das in unserem Fall die Freude der Brüderlichkeit gebracht hat".<br /> „Auf dem Weg des Zusammenlebens", stellt er fest, "haben sich die Lehren von Papst Franziskus als sehr nützlich erwiesen, die wir versuchen, in unserem Kontext anzuwenden, indem wir den Dialog und nicht den Proselytismus fördern. Wir haben zum Beispiel eine katholische Kirche und drei Grundschulen auf einer Insel mit einer muslimischen Mehrheit und nur 4 % der Bevölkerung sind katholisch. Die Schüler in den drei Schulen sind also zu 99 % Muslime. Die muslimischen Kinder und Familien haben großen Respekt vor ihrem Glauben. Dieser Respekt erzeugt bei ihnen Dankbarkeit uns gegenüber. Auch auf einer anderen Insel mit animistischer Bevölkerung gibt es eine katholische Schule“. "Es ist ein Geschenk für diese Menschen, und einige Familien haben darum gebeten, ihre Kinder taufen zu lassen", stellt er fest und erzählt, dass die Diözesangemeinschaft mehr als hundert Schulen unterhält. Mission, erklärt der Bischof, "geht oft über das Engagement in der Bildung, das Nähe zu den Menschen bedeutet: Es ist eine Form der Nächstenliebe".<br />Auf den Inseln gibt es auch "Missionsstationen", kleine Kapellen, zu denen ein Priester regelmäßig mit dem Boot fährt. "Von dort aus können Interesse am Glauben und Bekehrungen entstehen", stellt er fest und lobt die Arbeit der ehrenamtlichen Katecheten, Männer und Frauen, die den Priestern und Diakonen vor allem auf den weiter entfernten Inseln helfen. <br />Portugiesische und spanische Missionare landeten 1534 auf den Molukken, als die erste Taufe in Ternate im Norden des Archipels gespendet wurde. Von da an verbreitete sich der katholische Glaube, ab 1546 auch dank der Arbeit des spanischen Missionars Franz Xaver. Man schätzt, dass es 1558 auf Ambon und den umliegenden Inseln etwa 10 000 Katholiken gab. Nachdem die Niederländer zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Kontrolle über die Inseln übernommen hatten, nahm der Protestantismus rasch zu.<br />Im 20. Jahrhundert wurde das Apostolische Vikariat von Amboina gegründet, das in den 1960er Jahren in den Rang einer Diözese erhoben wurde und heute etwa 115.000 Katholiken bei einer Bevölkerung von 3,2 Millionen zählt. Die Diözese Amboina geriet in eine schwere Krise, als am 19. Januar 1999 ein sozialer Konflikt ausbrach, der bald die religiöse Färbung eines islamisch-christlichen Konflikts annahm. Gebäude und Häuser, etwa 80 Kirchen, Klöster, mehrere Schulen, Krankenhäuser und katholische Einrichtungen wurden beschädigt. Der Konflikt endete offiziell mit dem so genannten „Malino“-Abkommen vom Februar 2002. Es gab etwa 15.000 Tote und über 500.000 Vertriebene. Im Juni 2003 fand in der Hauptstadt Ambon eine Versöhnungszeremonie statt, an der mehrere lokale religiöse Führer vor Tausenden von Gläubigen teilnahmen und die vom damaligen katholischen Bischof von Amboina, Petrus Canisius Mandagi, nachdrücklich gewünscht worden war.<br /><br />Sat, 24 Feb 2024 12:36:41 +0100VATIKAN - Monsignore Sangalli: "Das Reich Gottes wird nicht von uns aufgebaut, sondern ist ein Geschenk"https://fides.org/de/news/74762-VATIKAN_Monsignore_Sangalli_Das_Reich_Gottes_wird_nicht_von_uns_aufgebaut_sondern_ist_ein_Geschenkhttps://fides.org/de/news/74762-VATIKAN_Monsignore_Sangalli_Das_Reich_Gottes_wird_nicht_von_uns_aufgebaut_sondern_ist_ein_GeschenkVatikanstadt – "Der Gläubige stellt sich den ständigen täglichen Herausforderungen, auch in sehr schwierigen menschlichen Zusammenhängen, in Verbindung mit dem Herrn durch das Gebet. Ohne Ihn und ohne ein echtes Gebetsleben sind wir vielleicht nur gute Sozialarbeiter, aber keine wahren Missionare des Evangeliums". Mit diesen Worten wandte sich Monsignore Samuele Sangalli, Untersekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung am Donnerstag, den 22. Februar, an die Diözesandirektoren der Päpstlichen Missionswerke , die zu einem Fortbildungskurs im Internationalen Zentrum für missionarische Bildungs- und Öfffentlichkeitsarbeit zusammengekommen waren.<br /><br />Der Vortrag des Untersekretärs, die sich auf die Bedeutung der Mission heute und den Dienst des Dikasteriums für die Evangelisierung konzentrierte, inspirieerte sich an einem Gebet des spanischen Jesuiten Adolfo Nicolas, der von 2008 bis 2016 Generalprobst der Gesellschaft Jesu war und 2020 in Tokio in Japan, starb . "Ein wunderbares Gebet", so Sangalli, "das uns jeden Tag erlaubt, unser Leben und unsere Mission richtig auszurichten. Eine Art Vermächtnis für alle Jesuiten, aber meiner Meinung nach auch für alle Missionare des Evangeliums".<br /><br />"Dieses Gebet", betonte der Untersekretär des Missionsdikasteriums, "spendet uns viel Trost und erinnert uns daran, dass wir trotz unserer Schwächen berufen sind, oder besser gesagt, dass wir vielleicht gerade wegen unserer Unzulänglichkeiten zu dieser Mission berufen wurden. Diese Schwächen erinnern uns ständig daran, wie sehr wir den Herrn, seine Unterstützung, seine Hilfe, seinen Geist, das heißt seine Gnade brauchen. Ein wahrer Missionar ist aufgerufen, sich jeden Tag in Demut seiner persönlichen Grenzen bewusst zu sein, die ihn oft einschränken und an der Erfüllung seines Dienstes hindern. Zu sagen: Gut, Herr, trotz und vielleicht gerade wegen ihnen hast Du mich aufgerufen, nach und nach zu lernen, was es wirklich bedeutet, sich auf Dich zu verlassen und nicht auf mich. Denn diese Mission ist Deine, und ich bin nur ihr Echo, ihre Stimme, ihr Zeuge.”<br /><br />“Wir sollten den Tag immer mit der Bitte beginnen: Herr rette mich vor mir selbst”, betont er. „Sonst neigen wir dazu, nicht die Fügsamkeit gegenüber dem Willen Gottes, dem wahren Gut für alle, in den Vordergrund zu stellen, sondern unsere eigenen Wünsche, unsere eigenen Vorstellungen, unsere eigenen Pläne, die uns, wenn sie scheitern, zornig machen, in Depressionen verfallen oder das Erlebte falsch einschätzen. Dann erkennen wir, wie sehr sich der Weg des Herrn von unserem unterscheidet und wie sehr er uns aufruft, seinen Plänen zu folgen, zu lernen, was es wirklich bedeutet, nach dem Herzen Christi zu lieben, das heißt, unentgeltlich und völlig verfügbar zu dienen, wo immer Gott uns hinschickt. Aus unseren Misserfolgen, unseren Niederlagen, unserer Ohnmacht können wir uns läutern und uns von unserem Wahn des Protagonismus befreien, indem wir lernen, dass wirklich nur das Evangelium des von den Toten Auferstandenen dem Leben eines Missionars Substanz zu geben vermag und ihn mit jener Freude und jenem tiefen Frieden des Herzens erfüllt, die nicht von Erfolg oder äußerer Anerkennung abhängen”.<br /><br />“Es lohnt sich, daran zu denken, wie Jesus, menschlich gesprochen, völlig versagte, um von seinem Volk als der von den Propheten angekündigte Messias anerkannt zu werden. Er hat gepredigt, er hat viele Menschen geheilt, aber... wo waren all jene, denen er geholfen hatte, als er in Not war, als er sich in einer Prüfung befand? Verschwunden. Doch die Erlösung war vollbracht, der Sieg über Sünde und Tod vollendet. Daran müssen wir uns erinnern, um die Wahrheit unserer Mission nicht an sofort nachprüfbaren Erfolgen zu messen, sondern an jener Treue zum Evangelium und der innigen Verbindung mit dem Vater, die nur die Frucht eines kraftvollen geistlichen Weges der Fügsamkeit gegenüber jener Gnade sein kann, die uns formt”.<br /> <br />"Durch sein scheinbares Scheitern, durch die öffentliche Schande des Kreuzes", fuhr Mnsignore Sangalli fort, "zeigte uns Jesus seine vollkommene kindliche Vereinigung der Liebe mit dem Vater - 'Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist' - und lehrte uns diesen Stil der Hingabe unserer selbst, damit dieses kindliche Bewusstsein in uns wächst, das uns zu Zeugen der bedingungslosen Liebe des Vaters macht, stärker, das heißt, siegreich über den Tod. Wir wissen, dass wir vor allem dann, wenn Gott uns bittet, durch Momente der Prüfung oder Enttäuschung zu gehen, d.h. das Kreuz zu erfahren, an unserem Fleisch erfahren, welche Auferstehung, welches Heil, welcher Friede durch unsere völlige Übereinstimmung mit den Plänen dieses Gottes, dessen tiefe Nähe wir auch in seiner Abwesenheit spüren, in unser Herz kommt."<br /><br />"Machen wir uns bewusst, dass das Reich Gottes kein Produkt unserer Werke ist, sondern ein reines Geschenk von Ihm", sagte der Untersekretär an einer Stelle seines Vortrags "durch die Ereignisse, in denen historisch die ganze Kirche und wir Einzelnen in ihr und mit ihr wandeln. Ja, die Bekehrung setzt eine völlige Veränderung der Parameter unserer Bewertung von uns selbst und der Wirklichkeit voraus: und sie muss jeden Tag hartnäckig als eine uns geschenkte Gnade angerufen werden: So rette mich, Herr, vor mir selbst, vor meinen Projekten, vor meiner Vision, und erzeuge in meinem Herzen immer wieder eine echte Übereinstimmung mit deinem Plan, das sich nach und nach auf meinem Lebensweg und dem deiner Kirche offenbart."<br /><br />"Der einzige Grund für unsere Existenz und unsere Mission", betonte der Untersekretär, "ist es, Zeugen dieser bedingungslosen Liebe, Barmherzigkeit und des Mitgefühls zu sein, die Gott sind. Jener Gott, den jeder von uns in der unentgeltlichen und feierlichen Berufung zu der Sendung erfahren hat, durch die seine Kirche aufgebaut wird, Zeichen und Sakrament des Heils für die ganze Menschheit. Viele von Ihnen, die hier anwesend sind, fügte er hinzu, kommen aus Afrika, viele aus Nigeria, das von Gewalt und Entführungen geplagt wird. Wir sind uns bewusst, dass die Ortr an denen Sie arbeiten, alles andere als einfach sind. Spreche ich zu jemandem, der eines Tages ein Märtyrer sein wird? Ich weiß es nicht, aber wir sind uns bewusst, dass der Kontext, in dem viele von Ihnen arbeiten, in dem Sie dienen, Sie eines Tages zu extremen Zeugnissen der Liebe aufrufen könnte. Andere vor euch haben dies bereits getan, und wir verehren heute ihr Leben als Samen des Reiches Gottes, als leuchtende Beispiele einer neuen Menschheit, als Vorwegnahme jener Erfüllung der Liebe, die die Bestimmung ist, zu der jeder Mann und jede Frau berufen ist".<br /><br />Unter Bezugnahme auf den ersten Hirtenbrief von Kardinal Carlo Maria Martini an die Diözese Mailand ging Monsignore Sangalli abschließend auf die kontemplative Dimension des Lebens ein, die uns ein völlig anderes Verständnis des Schicksals der Menschen und Völker eröffnet. "Nur so können Konflikte überwunden werden, durch eine Nächstenliebe, die es versteht, sich in die Lage und das Herz des anderen zu versetzen. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, ein offenes Herz zu bewahren, das nicht durch die Bosheit und den Hass in der Welt verhärtet ist. Verankert in Gott und gestärkt durch die gescheisterliche Liebe ist es jedoch möglich, das Meer des Lebens als Frauen und Männer zu durchqueren, die von jenem Licht der Hoffnung, das der Glaube ist, erfüllt sind, und Zeugnis von der verwandelnden Kraft der Liebe abzulegen, mit jenem Stil des Dialogs, der aus einem Herzen kommt, das von der Hingabe Gottes an die Menschheit erfüllt ist. Diese Hingabe hat uns in ihren Bann gezogen, ist zum Grund unseres Lebens geworden und führt uns jeden Tag auf Wege der Versöhnung, der Aufnahme, des gegenseitigen Verständnisses und des Friedens".<br /> <br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/it/attachments/view/file/Preghiera_Apostolica.pdf">Gebet (Italienisch)</a>Fri, 23 Feb 2024 19:17:53 +0100AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Bischofskoadjutor von Bangassou ernannthttps://fides.org/de/news/74761-AFRIKA_ZENTRALAFRIKANISCHE_REPUBLIK_Bischofskoadjutor_von_Bangassou_ernannthttps://fides.org/de/news/74761-AFRIKA_ZENTRALAFRIKANISCHE_REPUBLIK_Bischofskoadjutor_von_Bangassou_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat den bisherigen Leiter der Caritasstelle der Diözese Bouar, Pater Aurelio Gazzera , zum Bischofskoadjutor der Diözese Bangassou ernannt.<br />Bischof Aurelio Gazzera wurde am 27. Mai 1964 in Cuneo geboren und trat 1974 in das Kleine Seminar der Unbeschuhten Karmeliten von Arenzano ein. Im Jahr 1979 legte er die zeitlichen Gelübde bei der Ordensgemeinschaft der Karmeliten der Provinz Genua ab, verbrachte dann ein Ausbildungsjahr in der Delegation der Karmeliten in der Zentralafrikanischen Republik und legte am 11. Oktober 1986 die ewigen Gelübde ab. Er studierte Philosophie und Theologie an der Theologischen Fakultät in Norditalien in Genua und wurde am 27. Mai 1989 zum Priester geweiht.<br />Nachdem er Ausbilder am Kleinen Seminar der Karmeliten in Arenzano war, begann er seine Tätigkeit als Missionar in der Zentralafrikanischen Republik, wo er folgende Ämter innehatte: Assistent am Kleinen Seminar in Yole , Direktor des ersten Zyklus desselben Kleinen Seminars , Pfarrer der Gemeinde „St. Michael“ in Bozoum , Oberer der Delegation der Unbeschuhten Karmeliten in Zentralafrika . Seit 2003 ist er Leiter der Caritasstelle in der Diözese Bouar und seit 2020 Mitglied der Gemeinschaft von Baoro und zuständig für die Christen in den Dörfern der Savanne sowie Direktor der Berufsschule in Baoro.<br /> <br />Fri, 23 Feb 2024 12:34:45 +0100AFRIKA/NIGERIA - Bischöfe: „Mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Unsicherheit und zur Förderung der Landwirtschaft der Armut entgegenwirken“https://fides.org/de/news/74760-AFRIKA_NIGERIA_Bischoefe_Mit_Massnahmen_zur_Bekaempfung_der_Unsicherheit_und_zur_Foerderung_der_Landwirtschaft_der_Armut_entgegenwirkenhttps://fides.org/de/news/74760-AFRIKA_NIGERIA_Bischoefe_Mit_Massnahmen_zur_Bekaempfung_der_Unsicherheit_und_zur_Foerderung_der_Landwirtschaft_der_Armut_entgegenwirkenAbuja - "Die Legitimität einer Regierung hängt von ihrer Fähigkeit ab, Leben und Eigentum zu schützen", betonen die nigerianischen Bischöfe in der Abschlusserklärung ihrer ersten Vollversammlung im Jahr 2024.<br />Die Katholische Bischofskonferenz von Nigeria meldet sich erneut zu Wort, um an die Dringlichkeit wirksamer Maßnahmen zu erinnern, um der ernsten Unsicherheit zu begegnen, die Nigeria aufgrund der Übergriffe der Dschihadisten im Norden, der Überfälle der bewaffneten Fulani-Hirtenbanden im Zentrum-Norden, der separatistischen Strömungen im Süden und der Geißel der Entführungen zu Erpressungszwecken im ganzen Land heimsucht .<br />"Angesichts der Verpflichtung der Regierung, die Unsicherheit zu beenden, empfehlen wir, die laufende Diskussion über die Schaffung der Staatspolizei sorgfältig zu prüfen. Darüber hinaus sollte die Regierung die Auswirkungen aller anderen bestehenden Sicherheitsvorkehrungen in dieser Hinsicht bewerten", so die Bischöfe. Derzeit wird in Nigeria eine öffentliche Debatte über die Schaffung von Polizeieinheiten in den 36 Bundesstaaten geführt, um die Bundespolizei zu ergänzen, die, abgesehen von einigen Freiwilligenorganisationen, die in einigen Bundesstaaten anerkannt sind, derzeit die einzige Polizeibehörde des Landes ist .<br />Während viele Nigerianer argumentieren, dass die Schaffung von Polizeibehörden in den einzelnen Staaten längst überfällig ist, befürchten andere, dass die Gouverneure der Bundesstaaten diese für ihre eigenen Machtzwecke einsetzen könnten.<br />Die Bischöfe beklagen auch die wachsende Zahl von Binnenflüchtlingen und das Versagen wirtschaftlicher Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung , was zu wachsender Armut und Not führt.<br />Die Bischofskonferenz schlägt in diesem Zusammenhang auch Maßnahmen zur Verbesserung des Agrarsektors und zur Schaffung von Kleinbetrieben in ländlichen Gebieten vor, um die Produktivität zu steigern und die Arbeitslosigkeit zu verringern. "In Anbetracht der sinkenden Kaufkraft der nigerianischen Währung und der Fähigkeit der Landwirtschaft, für die Grundlage unseres Überlebens zu sorgen, fordern wir die Regierung auf, die notwendigen und förderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Menschen auf ihre Höfe zurückkehren können. Wir fordern die Regierung auf, Kleinindustrien in ländlichen Gebieten zu schaffen, um die Produktivität zu steigern und die Arbeitslosigkeit zu verringern. Es wäre hilfreich, wenn solche Industrien auf der Landwirtschaft basieren würden“.<br />Gemäß dem Motto der Vollversammlung betonten die Bischöfe, wie wichtig es ist, gemeinsam zu handeln und einander zuzuhören, um die Herausforderungen, vor denen die Nation steht, zu bewältigen. Speziell an die Regierung gerichtet, rufen die Bischöfe diese auf, "offen zu sein für Beiträge aus allen Segmenten und Ebenen der nigerianischen Gemeinschaft, damit wir gemeinsam die Notsituation angehen können, in der wir uns jetzt befinden. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass sich unsere führenden Politiker nur mit ihren Anhängern und politischen Freunden umgeben".<br /> Fri, 23 Feb 2024 12:06:15 +0100ASIEN/MONGOLEI - Kardinal Marengo: "Fastenzeit steht im Zeichen des Gebets und der Versöhnung“https://fides.org/de/news/74759-ASIEN_MONGOLEI_Kardinal_Marengo_Fastenzeit_steht_im_Zeichen_des_Gebets_und_der_Versoehnunghttps://fides.org/de/news/74759-ASIEN_MONGOLEI_Kardinal_Marengo_Fastenzeit_steht_im_Zeichen_des_Gebets_und_der_VersoehnungUlaanbaatar - "Unsere kleine katholische Gemeinschaft in der Mongolei lebt diese Fastenzeit mit großer Intensität. Die neun Pfarrgemeinden haben pastorale und spirituelle Programme auf den Weg gebracht. Wir haben uns auf das Thema des Gebets eingestimmt, in diesem Jahr des Gebets, das der Papst zur Vorbereitung auf das Heilige Jahr ausgerufen hat", so der Apostolische Präfekt von Ulaanbaatar, Kardinal P. Giorgio Marengo, gegenüber Fides.<br />"Gleichzeitig“, fährt er fort, „hat die Fastenzeit immer einen besonders interessanten Aspekt, weil sie in Übereinstimmung mit dem Mondneujahr beginnt. In diesem Jahr stimmte der mongolische Kalender mit den in Korea und China verwendeten Daten überein. Das Neujahrsfest fand am Wochenende statt, und in der darauffolgenden Woche begann die Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. Einerseits ist Neujahr eine Zeit des Überflusses und des Feierns, nicht des Verzichts; andererseits bringt es Werte mit sich, die tief mit dem Evangelium übereinstimmen, wie z. B. die Erneuerung. Alles muss neu sein im Hinblick auf eine echte, tiefgreifende Erneuerung, nicht nur äußerlich".<br />"Es muss eine Versöhnung stattfinden", unterstreicht der Apostolische Präfekt, "damit alles, was im vergangenen Jahr erlebt wurde, irgendein Zwiespalt oder irgendeine Spannung, hinter uns gelassen wird und wir mit friedlichen Beziehungen neu beginnen. Ein weiterer Aspekt: Es ist die Zeit, in der jeder ein Jahr älter wird, weil ein Winter hinter uns liegt und wir die Älteren als Träger der kollektiven Weisheit ehren. In diesem Sinne gibt es auch für uns Christen eine Einstimmung auf die Gestalt der geistlichen Väter und Mütter, die wir in der Fastenzeit verstärkt anrufen".<br />Die mongolische Gemeinschaft fühle sich eng mit dem Heiligen Stuhl verbunden, betont er: "Wir haben die Fastenbotschaft von Papst Franziskus ins Mongolische übersetzt und am Aschermittwoch verteilt. Ich möchte auch erwähnen, dass Mongolisch seit kurzem offiziell die 52. Sprache ist, in der die Vatikan-Nachrichten über ‚Vatican News‘ verbreitet werden. Wir haben nun diese Plattform, auf der wir im Moment wöchentlich die Mittwochskatechese und das sonntägliche Mittagsgebet des Papstes übersetzen. Es ist der Schatz der Lehre des Papstes, den die Menschen auf diese Weise konsultieren können: Wir versuchen, uns anzueignen, woran uns Papst Franziskus in dieser Fastenzeit erinnert".<br />"Ich möchte noch einmal den Diskurs über neue, versöhnte Beziehungen betonen“, fährt der Kardinal fort, „denn genau darauf beruht das Nachdenken über den Frieden, der leider in so vielen Teilen der Welt zur Debatte zu stehen scheint. Der Aufruf des Neujahrsfestes hilft uns, diesen Schritt zu tun: Damit der Friede kommt, muss jeder von uns bei seinen eigenen Beziehungen beginnen, indem er selbst Arbeiter und Sämann des Friedens ist. Es ist also eine Einladung, sich für den Frieden zu engagieren, ausgehend von der eigenen persönlichen Umkehr".<br />Am 5. März wird die Kirche Fastenexerzitien für Priester, Ordensleute und Missionare in der Mongolei abhalten, an denen auch der Generalabt des Zisterzienserordens, Pater Mauro Giuseppe Lepori, teilnehmen wird.<br />Auf der Ebene der karitativen Werke schließlich versuche die Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Maßnahmen zu ergreifen, um Landwirten zu helfen, die durch besonders starke Schneefälle in Not geraten sind. "In nur wenigen Tagen kann ein Landwirt fast seinen gesamten Viehbestand verlieren, weil die Tiere buchstäblich eingeschneit sind. Wir versuchen zu verstehen, was konkret für sie getan werden kann: dies könnte eine der Verpflichtungen sein, die uns in der Fastenzeit im Hinblick auf die Geschwisterlich kennzeichnen sollen", schließt Kardinal Marengo.<br /> Fri, 23 Feb 2024 11:13:54 +0100ASIEN/CHINA - Pfarrgemeinde Hancheng verteilt Kalender mit Impulsen zur Fastenzeithttps://fides.org/de/news/74758-ASIEN_CHINA_Pfarrgemeinde_Hancheng_verteilt_Kalender_mit_Impulsen_zur_Fastenzeithttps://fides.org/de/news/74758-ASIEN_CHINA_Pfarrgemeinde_Hancheng_verteilt_Kalender_mit_Impulsen_zur_FastenzeitTangshan - Nach der Liturgie des Aschermittwochs erhielten die Mitglieder Gemeinde Hancheng zu Beginn der Fastenzeit einen Kalender mit vierzig Impulsen für tägliche Gesten und kirchliche Praktiken für jeden Tag der Fastenzeit. An einem Tag wird das Gebet für die Eltern angeregt, an einem anderen Tag dazu aufgefordert, für diejenigen zu beten, die einen verletzt haben. Es fehlen auch nicht Gebete für den Frieden, für die Priester und für die Mission. An anderen Tagen gibt es die Anregung, einen Abschnitt aus der Heiligen Schrift zu lesen, an der eucharistischen Anbetung in der Pfarrei teilzunehmen oder für einen längeren Zeitraum auf die Nutzung und den Gebrauch des Smartphones zu verzichten. "Es ist, als ob man jeden Tag eine Blume pflückt, um einen Strauß 'geistiger Blumen' zu bilden, den man am Ostertag auf dem Altar des Herrn darbringt. Auf diese Weise entdecken wir die Fruchtbarkeit von Fasten, Gebet und Almosen wieder, die die Kirche allen in der Fastenzeit empfiehlt, wobei wir vor allem das 'Fasten des Herzens' pflegen sollten", betont Pfarrer Jiang Xiaoman zu der Initiative.<br />Mit Kreativität sollen die Gläubigen in China die Gesten, Vorschriften und Praktiken, die die Kirche ihren Kindern auf dem Weg zur österlichen Auferstehung vorschlägt, auf das konkrete Alltagsleben anwenden.<br />Am Samstag, dem 17. Februar, dem Vorabend des ersten Fastensonntags, weihte der Bischof der Diözese Handan, Joseph Sun Jigen, im Rahmen der Festtage des chinesischen Neujahrs eine neue Kirche ein. "Wir haben dem Herrn eine schöne Kirche geweiht", sagte der Bischof zu den zahlreichen Teilnehmern der Feier, "aber wir sollten uns daran erinnern, dass wir uns dem Herrn mit Leib und Seele widmen müssen. Die Kirche, so der Bischof, sei der Ort der Anbetung und das Haus der getauften Christen, "wo wir den Segen des Herrn empfangen, der uns zu Zeugen von ihm und seinem Werk macht".<br /> Fri, 23 Feb 2024 10:24:22 +0100ASIEN/LIBANON - WCAL-Group: “Unerträgliche Gräueltaten” gegen Palästinenser im Gazastreifenhttps://fides.org/de/news/74757-ASIEN_LIBANON_WCAL_Group_Unertraegliche_Graeueltaten_gegen_Palaestinenser_im_Gazastreifenhttps://fides.org/de/news/74757-ASIEN_LIBANON_WCAL_Group_Unertraegliche_Graeueltaten_gegen_Palaestinenser_im_GazastreifenBeirut - Im Gazastreifen und anderen Teilen Palästinas werden "unerträgliche und unmenschliche Gräueltaten" an Palästinensern verübt. Gräueltaten, die "über 28.000 Zivilisten das Leben gekostet haben, von denen mehr als zwei Drittel Kinder und Frauen sind". Angesichts eines solchen Szenarios verbreitet die Gruppe christlicher Analysten, Theologen und Seelsorger "Wir wählen das Leben in Fülle" ein Dokument, das hervorhebt, dass der Krieg im Heiligen Land "nicht nur die Fähigkeit zur menschlichen Gewalt, zur Dämonisierung und Entmenschlichung des anderen aufzeigt, sondern auch eine tiefe moralische Krise, die uns nicht nur als Christen, sondern als Menschen herausfordert".<br />Die Ökumenische Gruppe veröffentlichte im September 2021 ein Dokument mit dem Titel "Christen im Vorderen Orient auf dem Weg zu erneuerten theologischen, sozialen und politischen Entscheidungen". Zu der Gruppe, deren Namen auf ein Zitat aus dem Deuteronomium zurückgeht , gehören Frau Professor Souraya Bechealany, ehemalige Generalsekretärin des Rates der Kirchen des Nahen Ostens, der maronitische Priester Rouphael Zgheib, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Libanon, und der libanesische griechisch-melkitische Priester und Theologe Gabriel Hachem.<br />"Die unmittelbare militärische Reaktion, die als impulsive Rache für die Gräueltaten vom 7. Oktober 2023 begann", heißt es in der Botschaft, "verwandelte sich schnell in einen verheerenden und geplanten Krieg, der von mehreren Ländern der freien Welt gerechtfertigt und unterstützt wird und bei den Diktaturen in der Region auf Schweigen stößt“.<br />Die Verfasser des Dokuments weisen darauf hin, dass "die Militarisierung religiöser Ideologien, sowohl in etablierten Staaten als auch in nichtstaatlichen Bewegungen und Akteuren, ein eklatanter Indikator für die schwerwiegenden konzeptionellen Gefahren ist, denen die Religionen ausgesetzt sind, wenn sie sich vom Kern ihrer Botschaft entfernen". Das Dokument weist auch auf die Klarheit der kritischen Stimmen hin, die "die vorherrschende Erzählung, die das Judentum mit dem Zionismus in Verbindung bringt oder suggeriert, dass das Judentum ein Synonym für den Zionismus ist", zurückweisen und widerlegen. “Die Kritik an den völkerrechtswidrigen Praktiken Israels", heißt es in dem Text, "ist nicht gleichbedeutend mit Antisemitismus".<br />Die Gruppe schließt sich all jenen Stimmen an, die "das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung" fordern. „Insbesondere sprechen sie sich immer wieder gegen die Verwechslung zwischen der palästinensischen Sache als nationaler Sache und dem militanten, bewaffneten Dschihad oder extremistischen islamistischen Forderungen aus. Diese Stimmen stellen allzu vereinfachte Erzählungen in Frage und tragen zu einem nuancierten Verständnis der verschiedenen Perspektiven innerhalb der muslimischen Gemeinschaft bei", heißt es in der Botschaft.<br /> <br />Thu, 22 Feb 2024 14:20:46 +0100AFRIKA/GHANA - Kirche hilft Migranten und Asylbewerbernhttps://fides.org/de/news/74755-AFRIKA_GHANA_Kirche_hilft_Migranten_und_Asylbewerbernhttps://fides.org/de/news/74755-AFRIKA_GHANA_Kirche_hilft_Migranten_und_AsylbewerbernAccra - Neben dem Drama in der Ukraine und im Gazastreifen gibt es viele andere Situationen von Vertreibung und Zuflucht suchenden Menschen, die die Aufmerksamkeit der internationalen Institutionen verdienen. Dies ist der Fall der Flüchtlinge aus den Nachbarländern, die in Ghana, insbesondere in der Upper East Region, Zuflucht suchen.<br />Der Apostolische Nuntius in Ghana, Erzbischof Henryk Mieczyslaw Jagodzinski, besuchte in der Region die Diözese Navrongo-Bolgatanga und bekräftigte das Engagement der katholischen Kirche für den Schutz und die Unterstützung gefährdeter Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihren religiösen Überzeugungen, und sagte, dass diese Menschen, einschließlich der Vertriebenen, der Armen und derjenigen, die als "unerwünscht" gelten, Papst Franziskus besonders am Herzen liegen, der in seinen Predigten, Lehren und Programmen immer wieder für Trost und Unterstützung für diese Menschen plädiert hat.<br />"Natürlich ist unsere Mission als katholische Kirche geistlich, unser Ziel ist das Heil der Seele", sagte Erzbischof Jagodzinski. "Aber wie der heilige Jakobus in seinem Brief schreibt, ist der Glaube ohne Werke tot, und wir müssen nicht nur die Liebe zu unserem Nächsten verkünden, sondern auch etwas für andere tun."<br />Am heutigen 22. Februar wird der Apostolische Nuntius die Aufnahmezentren für Asylbewerber in Tarikom, im Bezirk Western Bawku, besuchen, um sich aus erster Hand über die Lage der Flüchtlinge zu informieren, die hauptsächlich aus Burkina Faso stammen, von wo sie wegen der Angriffe von Dschihadisten geflohen sind.<br />Stephen Yakubu, Regionalminister der Upper East Region und Vorsitzender des regionalen Sicherheitsrates, erklärte, dass mehr als 1.160 Asylbewerber in Aufnahmeeinrichtungen gebracht worden seien, und lobte die katholische Kirche, insbesondere die Diözese Navrongo-Bolgatanga, für ihre Hilfe bei der Bewältigung der Situation.<br />Die katholische Kirche in Ghana unterstützt sowohl Binnenmigranten als auch Flüchtlinge aus den Nachbarländern. Bei ersteren handelt es sich hauptsächlich um gefährdete junge Migrantinnen , die vom Land in die Stadt ziehen, in der Regel von Norden nach Süden. Ein Netzwerk aus mehreren religiösen Orden und Organisationen versucht diesen Menschen zu helfen: die Salesianer von Don Bosco , die Steyler Missionsschwestern und die Töchter der Nächstenliebe des Heiligen Vinzenz von Paul.<br />Im zweiten Fall unterstützt die Kirche nicht nur Asylsuchende in Ghana, die vor dschihadistischen Bedrohungen in den Nachbarstaaten fliehen, sondern auch mehrere Migranten, die die Wüste auf der Suche nach Zielen jenseits von Ghana durchqueren, und engagiert sich insbesondere im Rahmen der bischöflichen Kommission "Gerechtigkeit und Frieden" gegen den Menschenhandel.<br /> Thu, 22 Feb 2024 12:48:41 +0100AFRIKA/GUINEA - Diözese Boké errichtet und erster Bischof ernannthttps://fides.org/de/news/74756-AFRIKA_GUINEA_Dioezese_Boke_errichtet_und_erster_Bischof_ernannthttps://fides.org/de/news/74756-AFRIKA_GUINEA_Dioezese_Boke_errichtet_und_erster_Bischof_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat auf einem Teilgebiet der Erzdiözse Conakry die neue Diözese Boké errichtet und den bisherigen Pfarrer der Gemeinde St. Augustin in Taouyah, Pfarrer Moïse Tinguiano aus dem Klerus von Conakry zum ersten Bischof der neuen Diözese ernannt.<br />Bischof Moïse Tinguiano wurde am 11. Dezember 1977 in Benty geboren. Er trat in das Propedeutische Seminar „St. Jean XXIII.“ in Kindia ein und studierte Philosophie und Theologie am Großen Seminar „St. Augustin Samayah“ in Bamako. Am 26. November 2006 wurde er zum Priester geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne: Pfarrvikar in der Christkönigsgemeinde in Fria ; Pfarrer von der Herz-Jesu-Gemeinde in Boké und der Gemeinde Sankt Peter in Sangaredi ; Doktorat in Katechetischer Theologie und Jugendpastoral an der Päpstlichen Universität Salesiana ; pastorale Tätigkeit in der italienischen Diözese Vittorio Veneto ; pastorale Tätigkeit in der italienischen Diözese Città del Castello . Seit 2018 ist er Pfarrer der Gemeinde Saint Augustin in Taouyah und Professor im Priesterseminar „Benoît XVI.“ sowie Direktor des katholischen Radiosenders „La Voix de la Paix“.<br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/it/attachments/view/file/Dati_statistici_della_nuova_Diocesi_di_Bok_.pdf">Statistiken</a>Thu, 22 Feb 2024 12:34:00 +0100AFRIKA/SOMALIA - Nach Vereinbarungen zwischen Äthiopien und Somaliland: Somalia schließt Abkommen mit der Türkeihttps://fides.org/de/news/74754-AFRIKA_SOMALIA_Nach_Vereinbarungen_zwischen_Aethiopien_und_Somaliland_Somalia_schliesst_Abkommen_mit_der_Tuerkeihttps://fides.org/de/news/74754-AFRIKA_SOMALIA_Nach_Vereinbarungen_zwischen_Aethiopien_und_Somaliland_Somalia_schliesst_Abkommen_mit_der_TuerkeiMogadischu - "Somalia will nicht, dass ausländische Mächte auf seinem Territorium kämpfen", so der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud, um zu versichern, dass das gestern, am 21. Februar, genehmigte militärische Seeabkommen zwischen seinem Land und der Türkei nicht gegen Äthiopien gerichtet ist. Dieses Land hatte am 1. Januar ein Seeverkehrsabkommen mit der separatistischen Region Somaliland unterzeichnet .<br />Das vom somalischen Ministerrat gebilligte Abkommen mit einer Laufzeit von zehn Jahren überträgt der Türkei "volle Autorität" über die somalischen Hoheitsgewässer und verpflichtet sie zu deren Schutz und Verteidigung. Das Abkommen sieht vor, dass die Türkei 30 Prozent der Einnahmen aus der ausschließlichen Wirtschaftszone Somalias erhält, deren Ressourcen noch weitgehend ungenutzt sind. Im Gegenzug verpflichtet sich Ankara, die somalische Marine wiederaufzubauen und auszurüsten.<br />Die neue Vereinbarung stärkt die Beziehungen zwischen Somalia und der Türkei, die bereits seit 2017 einen Militärstützpunkt in Mogadischu eingerichtet hat, um somalische Truppen auszubilden, insbesondere Mitglieder des Elitekorps „GorGor“, die im Kampf gegen die Shabaab-Miliz eingesetzt sind. Die Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Marine wird der türkischen Marine eine stabile Präsenz in den Gewässern des Roten Meeres, des Golfs von Aden und des Persischen Golfs ermöglichen, wo die Türke bereits seit einigen Jahren einen Marinestützpunkt in Katar unterhält.<br />Parallel zu dem Abkommen mit Somalia unterzeichnete die Türkei eine Vereinbarung mit Dschibuti, in der sich Ankara verpflichtet, den Streitkräften des kleinen Staates an der Mündung der Straße von Bab el-Mandab, dem Tor zum Roten Meer, militärische Ausbildung und finanzielle Unterstützung zu gewähren.<br />Der Präsident von Somaliland reagierte seinerseits auf die von Somalia mit der Türkei unterzeichneten Vereinbarungen und erklärte, dass das von dem selbsternannten Staat mit Äthiopien geschlossene Abkommen in jedem Fall durchgesetzt würde, selbst wenn der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud "Äthiopien und Ägypten in den Konflikt hineinziehen" würde. Selbst Ägypten, das mit Äthiopien wegen des äthiopischen Staudamms am Blauen Nil im Streit liegt, hat mit Mogadischu ein Verteidigungsabkommen geschlossen. <br />Andererseits gibt es nach wie vor Vereinbarungen, nach denen Äthiopien Somalia im Kampf gegen die Shabaab-Miliz unterstützt, während Mogadischu auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten , Eritrea und den Vereinigten Staaten militärische Hilfe erhält. Letzte Woche unterzeichneten die USA und Somalia eine Vereinbarung über den Bau von fünf Militärstützpunkten für die somalische Nationalarmee.<br /> Thu, 22 Feb 2024 11:56:37 +0100ASIEN/PHILIPPINE - “Volksmission”: Aktionswoche soll Priester- und Ordensberufe fördernhttps://fides.org/de/news/74753-ASIEN_PHILIPPINE_Volksmission_Aktionswoche_soll_Priester_und_Ordensberufe_foerdernhttps://fides.org/de/news/74753-ASIEN_PHILIPPINE_Volksmission_Aktionswoche_soll_Priester_und_Ordensberufe_foerdernDie Berufungskrise ist auch für die asiatischen Kirchen, in denen sich in der jüngsten Vergangenheit so viele junge Menschen für das Priester- und Ordensleben entschieden haben, zu einem akuten Problem geworden. Auf den Philippinen gehen die Kirchengemeinden das Problem mit Entschlossenheit und Kreativität an. <br />Die Erzdiözese Cebu hat im Rahmen des Monats der Berufungen im „Freedom Park-Carbon Market“öffentliche Initiativen auf den Weg gebracht. Während einer Woche mit Begegnungen und gemeinsamen Überlegungen organisierten Mitglieder verschiedener Männer- und Frauenorden offene Treffen, insbesondere für junge Menschen, bei denen sie ihren Berufungsweg vorstellten, in der Überzeugung, dass sie angesichts der Berufungskrise "unsere Ziele nicht allein erreichen können. Wir können es nur gemeinsam als Kirche tun, mit der Unterstützung des ganzen Volkes Gottes", sagte Pater Ferderiz Cantiller, ein Redemptoristenpriester, der der Berufungsabteilung der Philippinen in Cebu City vorsteht, gegenüber Ucanews.<br />Die Initiativen waren jedoch nicht von dem Anspruch geprägt, mit Propagandastrategien in kurzer Zeit neue Berufungen "anzuwerben". Vielmehr liegt der Schwerpunkt auf der Dringlichkeit des Gebets, um das Geschenk neuer Berufungen zu erbitten. <br />Während der Aktionswoche schufen die Priester auf dem öffentlichen Markt Räume, in denen sie das Sakrament der Beichte spendeten und Passanten, Straßenhändlern und Obdachlosen das Wort Gottes vorlasen. Die Tage wurden zu einer echten „Volksmission“ inmitten der belebten Straßen, eine Mission, die sich auch spontan in Werken der Nächstenliebe ausdrückte, wie dem Anbieten von Essen für die Hungrigen und der medizinischen Versorgung von Menschen, die an verschiedenen Krankheiten litten, dem Segnen aller, die darum baten, sowie dem Zuhören und Trösten all derer, die Probleme und Erwartungen hatten, denen sie sich anvertrauen wollten.<br />Neben der Erzdiözese Cebu, der Caritas von Cebu und unter anderem den Redemptoristen nahmen auch geweihte Laien der Teresianischen Einrichtungen, der Schwestern vom heiligen Paul von Chartres und der Kongregation der Barmherzigkeit an der Berufungswoche teil.<br />Die Redemptoristen-Missionare der Provinz Cebu haben der Berufungspastoral im Laufe der Zeit immer größte Bedeutung beigemessen. Im Provinzzentrum des Allerheiligsten Erlösers in Cebu City finden jährliche Treffen unter der Leitung des Berufungsteams der Provinz statt. Bei diesen Treffen werden Ideen, Methoden und Möglichkeiten zur Begleitung und Unterstützung neuer Berufungen zum Priestertum und zum Ordensleben erörtert.<br /> <br />Wed, 21 Feb 2024 13:02:56 +0100AFRIKA/SUDAN - Der zehnmonatige Krieg hat das Land verwüstethttps://fides.org/de/news/74752-AFRIKA_SUDAN_Der_zehnmonatige_Krieg_hat_das_Land_verwuestethttps://fides.org/de/news/74752-AFRIKA_SUDAN_Der_zehnmonatige_Krieg_hat_das_Land_verwuestetKhartum - Der Krieg, der vor zehn Monaten im Sudan ausgebrochen ist, hat eine verheerende humanitäre Krise ausgelöst. Im Januar 2024 gab es über 10,7 Millionen Vertriebene, die größte Vertreibungskrise der Welt. Der Konflikt hat 12.000 bis 15.000 Todesopfer gefordert.<br />Ein Drama, an das Papst Franziskus nach dem Angelus am Sonntag, den 18. Februar, erinnerte: "Es sind nun zehn Monate seit dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts im Sudan vergangen, der eine sehr ernste humanitäre Situation verursacht hat. Ich bitte die Kriegsparteien erneut, diesen Krieg zu beenden, der den Menschen und der Zukunft des Landes so viel Schaden zufügt. Wir beten, dass bald Wege des Friedens gefunden werden, um die Zukunft des geliebten Sudan aufzubauen".<br />Der Konflikt, der am 15. April 2023 zwischen der regulären Armee unter der Führung von Abdelfattah Al-Burhan und den Rapid Support Forces unter der Führung von Mohammed Hamdan Dagalo ausgebrochen ist, scheint kein einfaches Ende zu nehmen. Im Gegenteil, er hat eine Dynamik ausgelöst, die den Sudan zu zersplittern droht, nachdem andere bewaffnete Gruppen, die schon seit einiger Zeit in verschiedenen Gebieten des Landes präsent sind, Partei ergriffen oder das Chaos genutzt haben, um die Kontrolle über die Gebiete zu übernehmen, in denen sie präsent sind.<br />Im Moment scheinen die RSF einen Vorteil gegenüber der regulären Armee zu haben, nachdem sie Mitte Dezember die Kontrolle über Wad Madani im Bundesstaat Al-Gezira, der als Kornkammer des Sudan gilt, übernommen haben.<br />Die RSF können auch auf Waffen-, Munitions-, Treibstoff- und andere Lieferungen aus den Nachbarländern zählen: Zentralafrika, Tschad, Libyen sowie auf die Unterstützung durch russische Söldner der Firma Wagner und der Vereinigten Arabischen Emirate. Unterdessen hat die reguläre Armee eine wichtige Waffenfabrik Yarmouk im Raum Khartum verloren, zählt aber auf eine gewisse Unterstützung von außen, z. B. von Ägypten. Im Netz kursieren auch Videos von Angriffen ukrainischer Spezialeinheiten gegen die RSF und russische Wagner-Söldner, die fast eine Ausweitung des Krieges in der Ukraine auf sudanesischen Boden symbolisieren.<br />Erschwert wird der Konflikt durch die Spaltungen innerhalb der Streitkräfte selbst. Die reguläre Armee ist intern zwischen Stämmen, Ethnien und religiösen Bekenntnissen gespalten, da sie sich aus verschiedenen Schichten der sudanesischen Gesellschaft rekrutiert. Andererseits macht die flexible Kommandostruktur der RSF ihre Kämpfer weniger kontrollierbar für die Führungsspitze der Organisation, was Menschenrechtsverletzungen begünstigt. Diese wiederum können eine Spirale der Rache und weiterer Gewalt auslösen. Schließlich sind die verschiedenen Gruppen, die sich der einen oder anderen Seite angeschlossen haben, ihrerseits in gegnerische Formationen gespalten.<br /> <br />Wed, 21 Feb 2024 12:11:44 +0100AFRIKA/SUDAN - Der zehnmonatige Krieg im hat das Land verwüstethttps://fides.org/de/news/74751-AFRIKA_SUDAN_Der_zehnmonatige_Krieg_im_hat_das_Land_verwuestethttps://fides.org/de/news/74751-AFRIKA_SUDAN_Der_zehnmonatige_Krieg_im_hat_das_Land_verwuestetKhartum - Der Krieg, der vor zehn Monaten im Sudan ausgebrochen ist, hat eine verheerende humanitäre Krise ausgelöst. Im Januar 2024 gab es über 10,7 Millionen Vertriebene, die größte Vertreibungskrise der Welt. Der Konflikt hat 12.000 bis 15.000 Todesopfer gefordert.<br />Ein Drama, an das Papst Franziskus nach dem Angelus am Sonntag, den 18. Februar, erinnerte: "Es sind nun zehn Monate seit dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts im Sudan vergangen, der eine sehr ernste humanitäre Situation verursacht hat. Ich bitte die Kriegsparteien erneut, diesen Krieg zu beenden, der den Menschen und der Zukunft des Landes so viel Schaden zufügt. Wir beten, dass bald Wege des Friedens gefunden werden, um die Zukunft des geliebten Sudan aufzubauen".<br />Der Konflikt, der am 15. April 2023 zwischen der regulären Armee unter der Führung von Abdelfattah Al-Burhan und den Rapid Support Forces unter der Führung von Mohammed Hamdan Dagalo ausgebrochen ist, scheint kein einfaches Ende zu nehmen. Im Gegenteil, er hat eine Dynamik ausgelöst, die den Sudan zu zersplittern droht, nachdem andere bewaffnete Gruppen, die schon seit einiger Zeit in verschiedenen Gebieten des Landes präsent sind, Partei ergriffen oder das Chaos genutzt haben, um die Kontrolle über die Gebiete zu übernehmen, in denen sie präsent sind.<br />Im Moment scheinen die RSF einen Vorteil gegenüber der regulären Armee zu haben, nachdem sie Mitte Dezember die Kontrolle über Wad Madani im Bundesstaat Al-Gezira, der als Kornkammer des Sudan gilt, übernommen haben.<br />Die RSF können auch auf Waffen-, Munitions-, Treibstoff- und andere Lieferungen aus den Nachbarländern zählen: Zentralafrika, Tschad, Libyen sowie auf die Unterstützung durch russische Söldner der Firma Wagner und der Vereinigten Arabischen Emirate. Unterdessen hat die reguläre Armee eine wichtige Waffenfabrik Yarmouk im Raum Khartum verloren, zählt aber auf eine gewisse Unterstützung von außen, z. B. von Ägypten. Im Netz kursieren auch Videos von Angriffen ukrainischer Spezialeinheiten gegen die RSF und russische Wagner-Söldner, die fast eine Ausweitung des Krieges in der Ukraine auf sudanesischen Boden symbolisieren.<br />Erschwert wird der Konflikt durch die Spaltungen innerhalb der Streitkräfte selbst. Die reguläre Armee ist intern zwischen Stämmen, Ethnien und religiösen Bekenntnissen gespalten, da sie sich aus verschiedenen Schichten der sudanesischen Gesellschaft rekrutiert. Andererseits macht die flexible Kommandostruktur der RSF ihre Kämpfer weniger kontrollierbar für die Führungsspitze der Organisation, was Menschenrechtsverletzungen begünstigt. Diese wiederum können eine Spirale der Rache und weiterer Gewalt auslösen. Schließlich sind die verschiedenen Gruppen, die sich der einen oder anderen Seite angeschlossen haben, ihrerseits in gegnerische Formationen gespalten.<br /> <br />Wed, 21 Feb 2024 11:51:33 +0100AFRIKA/SIMBABWE - Simbabwische Bischöfe warnen vor der zunehmenden Armut in ihrem Landhttps://fides.org/de/news/74749-AFRIKA_SIMBABWE_Simbabwische_Bischoefe_warnen_vor_der_zunehmenden_Armut_in_ihrem_Landhttps://fides.org/de/news/74749-AFRIKA_SIMBABWE_Simbabwische_Bischoefe_warnen_vor_der_zunehmenden_Armut_in_ihrem_LandHarare - Eine weitere Bischofskonferenz in Afrika warnt davor, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung, die Armut, in der die Mehrheit der Bevölkerung lebt, verschlimmert. Wie bereits die Bischöfe von Nigeria betonen nun auch die Bischöfe von Simbabwe, dass "die Entscheidung der Regierung, die Steuern zu erhöhen, während die normalen Bürger darum kämpfen, sich eine Mahlzeit am Tag leisten zu können, die Bedingungen für die Familien verschlechtert hat".<br />"Für die meisten älteren Menschen und vor allem für die Armen ist das Leben unglaublich teuer geworden. Rohstoffe werden immer teurer", betonen sie in diesem Zusammenhang.<br />Die umstrittenen Wahlen im August 2023 haben zudem das politische System so stillgelegt, dass nach Ansicht der Bischöfe "viele Menschen befürchten, dass wir uns auf einen Einparteienstaat zubewegen und die Demokratie langsam stirbt".<br />"Infolge der schlechten Politik, des zerrütteten Wirtschaftssystems und ihrer verheerenden Auswirkungen geraten viele Menschen in Verzweiflung", heißt es in der Botschaft der Bischöfe, die dazu aufrufen, nicht der Versuchung der Verzweiflung zu erliegen, sondern vor allem zu beten. "Das Gebet", so betonen sie, "ist kein Fluchtweg. Es ist ein Weg, um Lösungen für die Herausforderungen zu finden, vor denen wir in unserer Welt und in unserem Land stehen".<br />Lösungen, die nicht so sehr auf Intelligenz, sondern auf vom Geist Gottes inspirierter Weisheit beruhen. In der Botschaft werden die Menschen daher aufgefordert, die Fastenzeit zu nutzen, um ihr Gebet und ihre Beziehung zu Gott zu intensivieren, damit "wir als Christen in einem verzweifelten Land und einer verzweifelten Welt zu Leuchttürmen der Hoffnung werden können".<br />Trotz einer guten Erholung der Wirtschaft des Landes in den Jahren 2021 und 2022 sind die Raten von Armut, Gefährdung und Ernährungsunsicherheit weiterhin hoch.<br />Zunehmende globale Unruhen und Unterbrechungen der Lieferketten trugen zu höheren Energie- und Lebensmittelpreisen und einer hohen Inflation bei. Die Unterbrechung der Versorgungskette während der COVID-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine führten zu einem Anstieg der Inflation. Aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine stiegen die Energiepreise im Jahr 2021 um 80 % und die Lebensmittelpreise um mehr als 30 %. Auch im Jahr 2022 stiegen die Energiepreise um 60 % und die Lebensmittelpreise um weitere 18 %.<br />Simbabwe ist nach wie vor verschuldet, und obwohl die Neuverschuldung begrenzt ist, ist die Staatsverschuldung aufgrund von Zahlungsrückständen und Altschulden weiter gestiegen.<br /> <br />Tue, 20 Feb 2024 12:35:45 +0100ASIEN/INDIEN - Synodaler Prozess muss “Kastenlose” miteinbeziehenhttps://fides.org/de/news/74748-ASIEN_INDIEN_Synodaler_Prozess_muss_Kastenlose_miteinbeziehenhttps://fides.org/de/news/74748-ASIEN_INDIEN_Synodaler_Prozess_muss_Kastenlose_miteinbeziehenBangalore - Sie gelten innerhalb des seit Jahrtausenden im Land verwurzelten indischen Kastensystem als Dalit, die „Unberührbaren“ und „Kastenlosen“ und sind noch heute in vielen Bereichen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Die katholische Kirche hat ihnen seit der Ankunft der christlichen Botschaft auf dem indischen Subkontinent stets die Befreiung, das Heil und die Würde der Kinder Gottes verkündet, und sie tut dies auch heute noch, da das Kastensystem zwar formell durch die Verfassung abgeschafft wurde, aber in Kultur, Mentalität und Praxis weiterhin sehr präsent ist. Und heute bezieht die indische katholische Gemeinschaft sie auch in den synodalen Prozess ein, um ihre Stimme zu hörbar und sich mit ihnen auf den Weg zu machen. In den letzten Tagen organisierte das Indian Social Institute in Bangalore die "Synode der Kastenlosen", eine Versammlung, die vom Büro für die Kasten und zurückgebliebenen Klassen der Katholischen Bischofskonferenz Indiens und der vom Bischofsrat von Tamil Nadu anerkannten Kommission für die unterdrückten Kasten und tribale Stämme koordiniert wurde. Es nahmen Vertreter der Dalit aus den Bundesstaaten Andhra Pradesh, Delhi, Maharashtra, Odisha, Kerala, Karnataka, Tamil Nadu und Telangana teil.<br />Vor dem Hintergrund der bereits 2016 von der indischen Bischofskonferenz verabschiedeten Politik des "Dalit Empowerment" haben die Bischöfe eine Bestandsaufnahme des Phänomens der Marginalisierung vorgenommen und sich dabei auch auf die Ausgrenzung von Dalit-Christen im zivilen und kirchlichen Bereich konzentriert. Dalit-Christen sind Opfer eines Systems, das sich weigert, ihre Würde, ihren Respekt und ihren Schutz anzuerkennen, und ihre Vertretung ist selbst in der katholischen Kirche marginalisiert. Kardinal Anthony Poola bemerkte dazu: "Eine synodale Kirche darf niemanden zurücklassen, insbesondere keine Randgruppen, die gehört werden und am kirchlichen Leben teilhaben sollten".<br />Bischof Sarat Chandra Nayak, Präsident des Büros für Kasten und zurückgebliebene Klassen der Indischen Bischofskonferenz, wünschte sich eine Wiederbelebung des Konzepts der Synodalität, das "Teilhabe, Dialog, Gemeinschaft, gegenseitigen Respekt und die Achtung der Würde aller Menschen" bedeute. Es ist an der Zeit, die Politik der Förderung der Dalits im Kontext der Synodalität zu diskutieren", sagte er.<br />Pfarrer Cosmon Arockiaraj, Dalit und Theologe, tauschte Gedanken und Erfahrungen aus und stellte fest: "Eine integrative Gemeinschaft aufzubauen bedeutet, Chancen für marginalisierte Gemeinschaften zu schaffen, mit einem offenen Geist und einer synodalen Einstellung". Dieser Geist dürfe keine Diskriminierung aufgrund von Kaste, ethnischer Zugehörigkeit oder sozialer Klasse akzeptieren, fügte der Theologe Pater Arul Raja hinzu, und dies gelte umso mehr für die Kirche, bemerkte die in Odisha lebende Schwester Sujata Jena. <br />Zum Abschluss der Synodenkonferenz wurde ein "Memorandum" verfasst, das an die indische Bischofskonferenz und den Heiligen Stuhl gesandt werden soll und in dem die Dringlichkeit bekräftigt wird, die Gelegenheit des Synodenprozesses zu nutzen, um die Dalits einzubeziehen.<br /> <br />Tue, 20 Feb 2024 12:22:34 +0100VATIKAN - Gegenwart und Zukunft der “Missio ad gentes”https://fides.org/de/news/74747-VATIKAN_Gegenwart_und_Zukunft_der_Missio_ad_genteshttps://fides.org/de/news/74747-VATIKAN_Gegenwart_und_Zukunft_der_Missio_ad_gentesVatikan - Etwa dreißig Diözesandirektoren der Päpstlichen Missionswerke , die meisten aus Afrika, nehmen an dem missionarischen Fortbildungskurs teil, der gestern Nachmittag in Rom im Internationalen Zentrum für missionarische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit eröffnet wurde. Der von der Päpstlichen Missionsvereinigung der Kleriker organisierte Kurs wird von deren Generalsekretär, Pater Dinh Anh Nhue Nguyen koordiniert, der dabei von Pfarrer Anthony Chantry, vom Nationaldirektor von Missio England & Wales und europäischen Kontinentalkoordinator, unterstützt wird.<br />Am Morgen des heutigen Dienstag, 20. Februar, besuchte die Delegation der Diözesandirektoren, die an dem bis nächsten Freitag laufenden Kurs teilnehmen, die Büros der Generalsekretariate der Päpstlichen Missionswerke und das Dikasterium für Evangelisierung . Ziel des fünftägigen Kurses ist es, Inhalte zu vermitteln, die für die Arbeit der missionarischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit nützlich sein können. Das Programm sieht vor, dass jeden Morgen nach der Eucharistiefeier und der Laudes Orte besucht werden, die für die Geschichte und die Tätigkeit des Missionswerkes sowie für die apostolische Arbeit der Kirche von Bedeutung sind. Morgen stehen insbesondere die Teilnahme an der Generalaudienz mit Papst Franziskus und ein Besuch des Petersdoms auf dem Programm, am Donnerstag ein Besuch des Collegio Urbano, der Päpstlichen Universität Urbaniana und des historischen Archivs des Dikasteriums für Evangelisierung und am Freitag ein Besuch des Collegio San Pietro.<br />Die Nachmittage sind für Vorlesungen und Gruppenarbeiten reserviert. Am Montagnachmittag, dem 19. Februar, eröffnete der Generalsekretär der Päpstlichen Missionsunion der Kleriker den Kurs mit einem Grußwort, in dem er die Geschichte, die Mission und das Charisma der Päpstlichen Missionswerke zusammenfasste. Die heutigen und morgigen Vorträge werden von Pater Tadeusz Nowak, Generalsekretär des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung, und Schwester Roberta Tremarelli, Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionswerks, gehalten, gefolgt von den Überlegungen von Pater Anthony Chantry über die Zukunft der ‚Missio ad gentes‘.<br />Am Donnerstagnachmittag, wird nach dem Vortrag des Generalsekretärs des Päpstlichen Apostel-Petrus-Werkes, Pater Guy Bognon , der Untersekretär des Dikasteriums für Evangelisierung , Monsignore Samuele Sangalli, über die Bedeutung der Mission heute und den Dienst des Dikasteriums für Evangelisierung sprechen. Den Abschluss bildet Pater Dinh Anh Nhue Nguyen mit einem kurzen Vortrag über die Botschaften des Papstes für die Weltmissionssonntage 2022, 2023 und 2024. Am Freitag wird der Kurs mit dem Beitrag des Generalsekretärs der Päpstlichen Missionsvereinigung der Kleriker, gefolgt von der Arbeits- und Diskussionsgruppensitzung und schließlich den Schlussfolgerungen, enden.<br /> Tue, 20 Feb 2024 12:05:09 +0100ASIEN/IRAK - Patriarch Sako warnt in einem Appell an die chaldäischen Christen vor sektiererischer Spaltunghttps://fides.org/de/news/74746-ASIEN_IRAK_Patriarch_Sako_warnt_in_einem_Appell_an_die_chaldaeischen_Christen_vor_sektiererischer_Spaltunghttps://fides.org/de/news/74746-ASIEN_IRAK_Patriarch_Sako_warnt_in_einem_Appell_an_die_chaldaeischen_Christen_vor_sektiererischer_SpaltungErbil - Das Sektierertum zerstöre das Zugehörigkeitsgefühl der Iraker, und auch die Christen würden "in diese Logik und ihre Spaltung hineingezogen". Für die zerbrechliche christliche Minderheit, sei das Sektierertum gleichbedeutend mit Selbstzerstörung, so der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako in einem eindringlichen "an die Chaldäer der ganzen Welt" in einer Zeit, die Kardinal Sako als eine extreme Stunde für die christlichen Gemeinschaften erscheint. Eine Endzeit, in der das Fortbestehen der christlichen Gemeinschaften im Irak nicht so sehr durch äußere Bedrohung, sondern durch sektiererische Ambitionen und Triebe, die die Christen spalten, gefährdet zu sein scheint. Der Patriarch erinnert bereits im Titel der Botschaft an die Worte Jesu im Matthäus-Evangelium: „Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und eine Stadt und eine Familie, die in sich gespalten ist, wird keinen Bestand haben“.<br />In einer am Sonntag, den 18. Februar, veröffentlichten Botschaft stellt der Patriarch "internationale und regionale Einflüsse und korrupte Parteien" in Frage, die "daran arbeiten, die Iraker in sektiererische Gemeinschaften zu spalten" und "es geschafft haben, das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Nation zu zerstören".<br /> „Im Irak", so Kardinal Sako weiter, "beansprucht jeder, seiner eigenen Gemeinschaft anzugehören: Schiiten, Sunniten, Kurden und jetzt auch Christen", während die Regierungen, "die ebenfalls in diese sektiererische Logik verstrickt sind", unfähig zu sein scheinen, die nationale Souveränität des Landes zu schützen. <br />Der chaldäische Kardinal gesteht, dass er auch während seiner jüngsten Reise nach Belgien und in die Niederlande "mit Schmerz" alle Spaltungen innerhalb der irakischen christlichen Gemeinschaften festgestellt habe. Selbst in diesen Ländern gebe es unter den irakischen Christen in der Diaspora "diejenigen, die sich als Chaldäer oder Assyro-Chaldäer bezeichnen, und diejenigen, die sich Assyrer oder Syrer nennen“. Es gebe diejenigen, die sich mobilisieren, um "eine neue Partei zu gründen", und diejenigen, "die eine chaldäische Konferenz organisieren wollen, und das ist sicherlich nicht zum Wohle der Chaldäer".<br />Die Spaltungen zwischen den irakischen Christen - so der Patriarch - "führen uns in die Selbstzerstörung", weshalb er an die Chaldäer appelliert, sich "um ihre Identität und ihre Kirche" zu vereinen.<br />Patriarch Sako, der derzeit in Saudi-Arabien befindet, bekräftigt seine Unterstützung für die Einheit der Kirchen und erinnert daran, dass "die Einheit mit starken Menschen und nicht mit Opportunisten erreicht wird". <br />Der irakische Kardinal stellt auch fest, dass die Spaltungen, die sich unter den Christen im Irak und im Nahen Osten eingeschlichen haben, einen politischen Hintergrund haben und lädt dazu ein, sich an die Geschehnisse im Libanon zu erinnern, wo die Versuche des Patriarchen Bechara Boutros Raï, die maronitischen politischen Parteien zusammenzubringen, um einen Präsidenten der Republik zu wählen, "nicht erfolgreich waren". "Es gibt keine Rettung für uns", schließt Kardinal Sako, "ohne Einheit und Solidarität, besonders da unsere Zahl im Irak schwindet und unsere Präsenz bedroht ist".<br /> Tue, 20 Feb 2024 09:21:32 +0100