Fides News - German (Standard)http://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/PAKISTAN - Entführungen und Zwangsheirat: Zivilgesellschaft fordert Gerechtigkeithttp://fides.org/de/news/72867-ASIEN_PAKISTAN_Entfuehrungen_und_Zwangsheirat_Zivilgesellschaft_fordert_Gerechtigkeithttp://fides.org/de/news/72867-ASIEN_PAKISTAN_Entfuehrungen_und_Zwangsheirat_Zivilgesellschaft_fordert_GerechtigkeitLahore – Mit Blick auf den Fall des 13-jährigen christlichen Mädchens Zarvia Pervaiz das Opfer von Entführung, Zwangskonvertierung zum Islam und Kinderehe wurde, zeigten sich Vertreter der Zivilgesellachaft enttäuscht über diesen x-ten dokumentierten Fall von Entführung mit dem Ziel der Eheschließungen und Zwangskonvertierungen. Angesichts dieser „schwerwiegenden Ungerechtigkeit“ appellieren sie die Institutionen mit der Bitte um entsprechende Maßnahmen, um dem Phänomen Einhalt zu gebieten. Das Phänomen, das in der pakistanischen Gesellschaft weit verbreitet ist, alarmiert insbesondere Vereine und Verbände, die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzen, und wird von Angehörigen verschiedener Religionen verurteilt.<br />Der christliche Abgeordnete Tariq Gill, Mitglied der Provinzversammlung von Punjab, äußerte sich nach einem Besuch bei Zarvias Familie sehr besorgt darüber, dass das Mädchen immer noch nicht zu ihrer Familie zurückgekehrt ist, obwohl bereits im Mai 2022 eine Anzeige bei der Polizei eingereicht wurde. Tariq Gill stellt fest: "Wir fordern, dass das christliche Mädchen in die Obhut ihrer Eltern zurückgegeben wird und dass rechtliche Schritte gegen die Entführer und diejenigen, die diesen Prozess der Entführung, Zwangskonvertierung und Zwangsverheiratung ermöglicht haben, eingeleitet werden". Nach Ansicht des christlichen Provinzabgeordneten ist "ein Gesetz erforderlich, das Zwangskonvertierungen und Zwangsverheiratungen von Frauen, die religiösen Minderheiten angehören, verbietet. Wir werden dies in der gesetzgebenden Versammlung fordern. Es ist dringend notwendig, das Leben der Frauen in Pakistan zu schützen. Wir verurteilen die Untätigkeit und Unfähigkeit der Hüter von Recht und Gerechtigkeit". Tariq Gill stellt fest, dass trotz der erlittenen Ungerechtigkeiten "unser christliches Volk in seinem Glauben stark ist und voller Hoffnung nach vorne schaut".<br />Nadia Stephen, die sich als Journalistin und Schriftstellerin vor allem für die Rechte der pakistanischen Frauen einsetzt, stimmt dem zu und erklärt gegenüber Fides: "Ungerechtigkeit und die Verletzung der Rechtsstaatlichkeit werden zu einer gefährlichen Tendenz im Land. Wir fordern die Regierungsbehörden auf, die Täter vor Gericht zu stellen, ebenso wie die Gleichberechtigung aller Bürger gewährleistet sein muss". "Minderjährige Mädchen, die Opfer von Entführungen, Zwangskonvertierungen und Zwangsverheiratungen werden", betont die Frauenrechtlerin, "sind ein Leben lang traumatisiert. Aufgrund des Phänomens der ungestraften Gewalt und des Missbrauchs durch die Starken gegenüber den Schwachen verlieren die religiösen Minderheiten in Pakistan das Vertrauen in das Gesetz und das Justizsystem“.<br />Die Organisation "Voice for Justice" verurteilt da Phänomen ebenfalls und erklärt über ihren Vorsitzenden Joseph Jansen: "Es ist Aufgabe der Regierung, rechtliche und administrative Schutzmaßnahmen einzuführen, um Minderheiten vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen, und ernsthafte Maßnahmen zu ergreifen, um die Entführungen, Zwangskonvertierungen und Zwangsverheiratungen von Christinnen und Mädchen aus der hinduistischen Gemeinde in Pakistan zu stoppen“. Jansen stellt fest, dass "solange die Täter Straffreiheit genießen, das Verbrechen nicht aufhören wird" und fordert die Regierung auf, "ein umfassendes Gesetz zum Schutz von Frauen, die Opfer solcher physischer, psychischer und Gewissensgewalt geworden sind, einzuführen".<br />Joseph Jansen stellt fest, dass es zwar in einigen Fällen gelungen ist, die Mädchen wieder mit ihren Herkunftsfamilien zusammenzuführen, oft bleibe der Täter jedoch unestraft. "Die Gerichte müssen den Opfern Gerechtigkeit widerfahren lassen und die Täter und Komplizen bestrafen, und zwar in Übereinstimmung mit den internationalen Menschenrechtsstandards und den pakistanischen Gesetzen", fordert er deshalb.<br />Unterdessen rief am vergangenen 11. August auch Pakistans Außenminister und Vorsitzender der Pakistanischen Volkspartei, Bilawal Zardari, am Nationalen Tag der Minderheiten öffentlich zum Schutz von Frauen aus religiösen Minderheiten auf. „Die Zwangskonvertierung von Frauen, die religiösen Minderheiten angehören, stellt eine der größten Herausforderungen Pakistans dar“, betonte er, „Weder der Islam noch die pakistanische Verfassung erlauben oder legitimieren Zwangskonvertierungen. Es muss auf legislativer Ebene etwas getan werden, um dieses Phänomen zu stoppen". Denn nur auf diese Weise, so der Minister, "werden wir beweisen, dass wir an die Politik von Muhammad Ali Jinnah, dem Vater des Vaterlandes, glauben, als er versicherte, dass alle Bürger in Pakistan gleich sein und gleiche Rechte genießen würden".<br />Einem Bericht des „Center for Social Justice“ unter der Leitung des pakistanischen Katholiken Peter Jacob, zufolge gab es im Jahr 2021 insgesamt 78 Fälle, in denen Frauen und Mädchen von muslimischen Männern entführt, zwangskonvertiert und verheiratet wurden. 76% davon sind Minderjährige. Die Zahl der im Jahr 2021 registrierten Fälle ist laut CSJ im Vergleich zum Jahr 2020 um 80 % gestiegen. Viele Fälle werden jedoch von den Familien aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen nicht gemeldet.<br /> <br />Thu, 29 Sep 2022 12:58:31 +0200AFRIKA/D.R. KONGO - Konflikt zwischen Téké und Yaka: Kardinal Ambongo warnt vor „falscher Einstellung zu materiellen Gütern“http://fides.org/de/news/72866-AFRIKA_D_R_KONGO_Konflikt_zwischen_Teke_und_Yaka_Kardinal_Ambongo_warnt_vor_falscher_Einstellung_zu_materiellen_Gueternhttp://fides.org/de/news/72866-AFRIKA_D_R_KONGO_Konflikt_zwischen_Teke_und_Yaka_Kardinal_Ambongo_warnt_vor_falscher_Einstellung_zu_materiellen_GueternKinshasa - "Ich war vom 23. bis 26. September in Kwamouth, um unsere Brüder und Schwestern zu trösten, die dort unter Gewalt leiden. Ich wollte diesen verwundeten Menschen, die trotz allem ihre Freude und ihren Glauben nicht verloren haben, meine Verbundenheit zum Ausdruck bringen", so der Erzbischof von Kinshasa, Kardinal Fridolin Ambongo, zu seinem jüngsten Besuch in der Region Kwamouth, etwa hundert Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, in der Provinz Maï-Ndombe im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo gelegen. Das Gebiet, das durch den interethnischen Konflikt zwischen den Téké und den Yaka geprägt. Für den Kardinal liegt die Ursache dieses Konflikts in "einem übertriebenen Wunsch nach Gütern für sich selbst und für die eigene Familie. Wir sind uns der Folgen unserer Einstellung zu materiellen Gütern oft nicht bewusst".<br />Die Gewalt im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den Gemeinschaften der Teke und der Yaka ist nicht mehr auf das Gebiet der Kwamouth beschränkt und hat sich auf andere Gebiete ausgeweitet. In den letzten Tagen war auch das benachbarte Gebiet von Bagata betroffen.<br />In der Nachbardiözese Kenge lud Bischof Jean-Pierre Kwambamba am 26. September die wichtigsten Stammesführer der Yaka und Téké zu Gesprächen ein, um den Konflikt zu schlichten und um humanitäre Hilfe auf den Weg zu bringen. Der Konflikt hat sich bis nach Kenge ausgebreitet, wo Vertriebene aus der Region Kwamouth Zuflucht suchten.<br />Mindestens 50 Kämpfer kamen bei den Zusammenstößen getötet, während der Konflikt bereits mehr als 150 Zivilisten das Leben gekostet hat und ein großer Teil der Bevölkerung vertrieben wurde.<br />Die Téké haben sich seit Jahrzehnten auf den sandigen Hochebenen zu beiden Seiten des Kongo-Flusses niedergelassen und ein Verwaltungssystem eingeführt, das inzwischen auch von anderen Volksgruppen übernommen wurde. Die Yaka kamen kurz nach den Téké in dieses Gebiet. Es handelt sich um Bauern, die Maniok, Erdnüsse und Süßkartoffeln anbauen und Geflügel und Kleintiere halten. Um Land, das den Téké gehört, nutzen zu können, müssen die Yaka eine Pacht an die Téké-Häuptlinge zahlen. Dank dieser Vereinbarung lebten die beiden Gemeinschaften jahrelang friedlich zusammenleben.<br />Seit einiger Zeit werfen di Téké den Yaka vor, die übliche Pacht nicht mehr zu zahlen. Anfang August kam es deshalb vor allem in der Stadt Kwamouth zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der beiden Gemeinschaften. Seitdem haben sich die Zusammenstöße verschärft, wobei auch Schusswaffen eingesetzt wurden. In diesem Zusammenhang warf der kongolesische Abgeordnete Guy Musomo die Frage auf, wer die beiden Gruppen mit diesen Waffen versorgte. Die jüngsten Zusammenstöße gehen auf den 21. und 22. September zurück, bei denen 80 Menschen in den Dörfern Bibonga, Engweme und Bisiala getötet wurden.<br /> <br />Thu, 29 Sep 2022 12:38:29 +0200AMERIKA/KOLUMBIEN - Grenzbrücke “Simon Bolivar” wieder offen: Katholische Kirche lädt im „Niemandsland“ zu Feiern zum 108. Weltmigrantentag einhttp://fides.org/de/news/72865-AMERIKA_KOLUMBIEN_Grenzbruecke_Simon_Bolivar_wieder_offen_Katholische_Kirche_laedt_im_Niemandsland_zu_Feiern_zum_108_Weltmigrantentag_einhttp://fides.org/de/news/72865-AMERIKA_KOLUMBIEN_Grenzbruecke_Simon_Bolivar_wieder_offen_Katholische_Kirche_laedt_im_Niemandsland_zu_Feiern_zum_108_Weltmigrantentag_einParaguachón - Mehr als 700 Menschen aus Kolumbien und Venezuela kamen auf Einladung der katholischen Kirche im Grenzort Paraguachón, der letzten kolumbianischen Ortschaft vor der Grenze zu Venezuela in der Region Guajira, zusammen, um mit den Bewohnern der umliegenden Ortschaften im Rahmen des 108. Weltmigranten- und Flüchtlingstages an das 200jährige Jubiläum der kolumbianisch-venezolanischen Grenze zu erinnern. An der Feier nahmen hochrangige Kirchenvertreter und Delegierte der Caritas der beiden Länder teil. Ebenfalls anwesend war stellvertretend für die Hafenstandt Maracaibo , Frau Vanessa Linares, und der Bürgermeister von Maicao , Mohamad Dasuki. Beide würdigten die von der katholischen Kirche im Zeichen der Brüderlichkeit auf den Weg gebrachte Initiative.<br />Zu Beginn des Treffens tauschten Erzbischof José Luis Azuaje von Maracaibo und Bischof Francisco Antonio Ceballos von Riohacha im Zeichen der Brüderlichkeit eine brennende Osterkerze und Salz aus. Diese Geste verstehe sich auch „als gemeinsame Antwort auf den Aufruf unseres Herrn Jesus Christus ‚Salz der Erde und Licht der Welt‘ zu sein“.<br />Anschließend trafen sich die venezolanische und die kolumbianische Delegation zu einem Austausch über das diesjährige Motto "Den Weg gemeinsam gehen" und sich so auf die Eucharistiefeier vorzubereiten, die dem Bischof Francisco Ceballos von Riohacha. Der Bischof wies darauf hin, dass dieses Treffen im so genannten "Niemandsland" stattfand und fügte hinzu: "Wir sind hier in Paraguachón an der Grenze, um den 108. Welttag der Migranten und Flüchtlinge zu feiern. Wir sind an diesen symbolträchtigen Ort gekommen, um die Botschaft von Papst Franziskus zu überbringen, in der es darum geht, die Migranten und Flüchtlinge willkommen zu heißen und zu begleiten. Es gibt viele, die Kolumbien aufgesucht haben, um hier eine bessere Chance zu finden und zu leben. Doch sie wollen nicht nur leben, sondern in Würde leben“. <br />Pfarrer Rafael Castillo Torres, Direktor der Caritas Kolumbien, erinnerte an die Einheit zwischen den beiden Völkern: "Wie schön ist es, dass wir heute Gott dafür danken können, dass wir ein Volk auf dem Weg sind, eine Gemeinschaft auf dem Weg, und dass die Botschaft des Heiligen Vaters zum heutigen Tag 'Mit Migranten und Flüchtlingen die Zukunft gestalten' unseren Völkern Licht, Wahrheit und Hoffnung bringt".<br />Unterdessen gilt in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern die jüngste Wiedereröffnung der internationalen Simon-Bolivar-Brücke nach siebenjähriger Schließung als Meilenstein. Sie handelt sich um die wichtigste Landverbindung zwischen Kolumbien und Venezuela und markiert eine Grenze, die aus wirtschaftlicher Sicht von großer Bedeutung ist. An dem symbolischen Akt am vergangenen 26. September nahmen der kolumbianische Präsident Gustavo Petro, der Gouverneur des Bundesstaates Tachira, Freddy Bernal, sowie die Minister für Verkehr und Industrie teil.<br />Am 19. August 2015 hatte der venezolanische Präsident Maduro die Schließung der Grenze zu Kolumbien angeordnet, um nach eigenen Angaben die Einreise kolumbianischer Paramilitärs zu verhindern und den Schmuggel zu bekämpfen; gleichzeitig wurden tausend Kolumbianer ausgewiesen und die Grenze militarisiert. Später genehmigte derselbe Präsident die Öffnung der Olo-Brücke für einige Stunden, so dass Tausende von Venezolanern die nächstgelegenen Ortschaften erreichen konnten, um Lebensmittel, Medikamente und lebensnotwendige Güter zu kaufen, die in ihrem Land inzwischen Mangelware waren. <br />Der Vorstand des Rates der lateinamerikanischen Bischöfe und die Bischofskonferenzen der beiden Länder haben immer wieder daran erinnert, dass sich die beiden Völker immer durch ihre Brüderlichkeit, Solidarität und Einheit ausgezeichnet haben, und in diesem Zusammenhang beklagt, dass die getroffenen Maßnahmen die ärmsten und schwächsten Sektoren sowohl in Kolumbien als auch in Venezuela treffen. Bei mehreren Gelegenheiten forderten sie die Präsidenten beider Länder öffentlich auf, sich zu einem Dialog zu treffen, der konkrete und langfristige Vereinbarungen ermöglichen soll .<br /> <br />Thu, 29 Sep 2022 12:13:59 +0200EUROPA/RUSSLAND - Katholische Bischöfe: “Krieg ist nie ein Weg zu Lösung von Problemen”http://fides.org/de/news/72864-EUROPA_RUSSLAND_Katholische_Bischoefe_Krieg_ist_nie_ein_Weg_zu_Loesung_von_Problemenhttp://fides.org/de/news/72864-EUROPA_RUSSLAND_Katholische_Bischoefe_Krieg_ist_nie_ein_Weg_zu_Loesung_von_ProblemenMoskau - "Die harte Konfrontation in der Ukraine ist zu einem groß angelegten militärischen Konflikt ausgeartet, der bereits Tausende von Opfern gefordert, das Vertrauen und die Einheit zwischen Ländern und Völkern untergraben und die Existenz der gesamten Welt bedroht hat. Wir wollen der Lehre der Kirche gemäß dem Evangelium und der Überlieferung der Kirche folgen: Der Krieg war nie ein Mittel zur Lösung der Probleme zwischen den Völkern und wird es auch nie sein; ' „Nichts ist verloren durch den Frieden, alles kann verloren werden durch den Krieg‘ ", so beginnt der Appell der katholischen Bischöfe Russlands im Zusammenhang mit der in der Russischen Föderation erklärten Teilmobilisierung. Der gestern veröffentlichte und vom Moskauer Erzbischof Paolo Pezzi im Namen der Konferenz der katholischen Bischöfe in Russland unterzeichnete Appell enthält einige Leitlinien für katholische Laien und Ordensleute russischer Nationalität, die heute vor schwierigen Entscheidungen stehen. In dem Aufruf wird unter anderem daran erinnert, dass die Verfassung der Föderation diejenigen schützt, die den Waffengebrauch aus Gewissensgründen ablehnen.<br />Die Bischöfe sind sich bewusst, dass es wahrscheinlich nicht gelingen wird, den Lauf der Dinge zu ändern, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, erinnern aber in diesem Zusammenhang auch an, die Worte von Papst Franziskus im Anschluss an den Gottesdienst anlässlich des jüngsten Besuchs in Nur-Sultan : "Wir dürfen uns nicht an den Krieg gewöhnen, wir dürfen uns nicht mit seiner Unvermeidlichkeit abfinden. Lasst uns denen helfen, die leiden, und lasst uns darauf bestehen, dass wirklich versucht wird, Frieden zu schaffen. Was muss noch geschehen, wie viele Tote muss es erst noch geben, bevor die Konflikte dem Dialog zum Wohle der Menschen, der Völker und der Menschheit weichen? Der einzige Ausweg ist der Frieden, und der einzige Weg dorthin ist der Dialog“. Man sei sich der Notwendigkeit bewusst, so die katholischen Bischöfe, dass die Regierungen in bestimmten Situationen zu den Waffen greifen und die Bürger auffordern müssen, ihre Pflicht für das Vaterland und das Gemeinwohl zu erfüllen, und präzisiert, jedoch nur „wenn die militärische Aktion darauf abzielt, den Konflikt so schnell wie möglich zu beenden und die Vervielfachung der Opfer zu vermeiden". Das Dokument verweist in diesem Zusammenhang auf den Katechismus der Katholischen Kirche als Referenztext für das Verständnis dieser Passage, die den Rückgriff auf den Krieg nur zur legitimen Verteidigung und nur bei Vorliegen weiterer bestimmter Bedingungen zulässt.<br />In diesem Zusammenhang betont die Bischofskonferenz, dass die endgültige Entscheidung darüber, ob ein einzelner Bürger an einem Krieg teilnimmt oder nicht, eine Angelegenheit seines eigenen Gewissens ist. Sie erinnert auch daran, dass sowohl die Lehre der katholischen Kirche als auch der dritte Absatz von Artikel 59 der Verfassung der Russischen Föderation diejenigen schützen, die aus Gewissensgründen und religiöser Überzeugung den Gebrauch von Waffen ablehnen. Damit beziehen sich die Bischöfe auch auf die offizielle Ankündigung vom 25. September auf dem Internetportal der russischen Regierung, das auch die am häufigsten gestellten Fragen russischer Bürger beantwortet. Hier wird ausdrücklich erklärt, dass es während der Mobilisierung für Kriegsdienstverweigerer nicht möglich sei, einen Zivildienst abzuleisten, womit den zu den Waffen Berufenen in der derzeitigen Phase der Teilmobilisierung faktisch eine andere rechtliche Möglichkeit als die Entsendung an die Front verweigert wird.<br />Hingegen sei es katholischen Ordensleuten und Geistlichen, so Bischofskonferenz, kategorisch untersagt sich an der Kriegsführung zu beteiligen. Dabei beziehen sich die Bischöfe auf die Überlieferung der Kirche der ersten Jahrhunderte und die geltenden internationalen Konventionen. Nach Informationen, die Fides vorliegen, sollen in den letzten Tagen mehrere russisch-orthodoxe Priester zu Militärkommissariaten vorgeladen worden sein. Als Motiv für die bisherige Nicht-Einberufung wurde jedoch nicht ihr Status als Geistlicher angeführt, sondern die Tatsache, dass sie anderen Anforderungen nicht entsprechen, die mit den bisherigen Weisungen der Rekrutierungsbüros nicht vereinbar sind. Das Dokument schließt mit einem Appell an alle Katholiken in Russland, "für einen gerechten und sicheren Frieden" zu beten und zu fasten, und an die Priester, die Gläubigen zu diesem Zweck zur Feier von Messen mit besonderen Gebeten für diese Anliegen einzuladen.<br /> <br />Thu, 29 Sep 2022 11:18:35 +0200VATIKAN - Papst Franziskus wird vom 3. bis 6. November Bahrain besuchenhttp://fides.org/de/news/72863-VATIKAN_Papst_Franziskus_wird_vom_3_bis_6_November_Bahrain_besuchenhttp://fides.org/de/news/72863-VATIKAN_Papst_Franziskus_wird_vom_3_bis_6_November_Bahrain_besuchenRom - Papst Franziskus wird seine angekündigte Reise in das Königreich Bahrain vom 3. bis 6. November antreten. Dies gab der Direktor des vatikanischen Pressebüros, Matteo Bruni, am 29. September bekannt. Er fügte hinzu, dass der Bischof von Rom anlässlich des „Bahrain Forum for Dialogue: East and West for Human Coexistance“ die Städte Manama und Awali besuchen wird. <br />König Hamad bin Isa al Khalifa hatte Papst Franziskus vor knapp einem Jahr ein offizielles Einladungsschreibens zu einem Besuch in Bahrain überreichen lassen. Das Einladungsschreiben wurde dem Papst von Scheich Khalid bin Ahmed bin Mohammed Al Khalifa, dem königlichen Berater für diplomatische Angelegenheiten, überreicht, der am Donnerstag, den 25. November 2021, im Vatikan sowohl vom Bischof von Rom als auch von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin empfangen wurde . Während des Besuchs im Vatikan übermittelte der Gesandte des bahrainischen Monarchen dem Papst auch die Grüße und guten Wünsche von König Hamad sowie seine Anerkennung "für die grundlegende und führende Rolle, die Papst Franziskus bei der Schaffung und Förderung des interreligiösen Dialogs und des Verständnisses zwischen den verschiedenen Kulturen und Zivilisationen sowie bei der Verbreitung der Werte der menschlichen Brüderlichkeit und des Zusammenlebens aller Menschen spielt". Bei dieser Gelegenheit hat der König von Bahrain über seinen Gesandten dem Nachfolger Petri auch seine volle Zustimmung zu dem „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ bekundet, das am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi von Papst Franziskus und Scheich Ahmed al Tayyeb, dem Großimam von Al Azhar, unterzeichnet wurde.<br />Das Königreichs Bahrain besteht aus einem Archipel von 33 Inseln an der Westküste des Persischen Golfs. Das Land, das von der königlichen Familie Al Khalifa regiert wird, war früher ein Emirat, das 2002 in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt wurde.<br />Bahrain gehört zusammen mit Katar, Kuwait und Saudi-Arabien zum Apostolischen Vikariat Nordarabien. Im Jahr 1999 nahm Bahrain diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl auf. Die bereits 1939 in der bahrainischen Hauptstadt Manama auf einem vom damaligen Emir von Bahrain gestifteten Grundstück gebaute und dem Heiligsten Herzen geweihte Kirche ist erste katholische Kirche, die in der Neuzeit am Persischen Golf errichtet wurde.<br />Im Jahr 2013 erhielt die katholische Kirche von König Ahmad bin Isa ein weiteres 9.000 Quadratmeter großes Grundstück in der Gemeinde Awali, wo im Frühjahr 2014 mit dem Bau der katholischen Kathedrale des Königreichs begonnen wurde, die nach der Muttergottes von Arabien benannt ist. Die Kathedrale wurde am 10. Dezember 2021 von Kardinal Luis Antonio Tagle eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit dankte der Kardinal zu Beginn seiner Predigt im Namen von Papst Franziskus und der katholischen Gemeinschaft in Bahrain dem Herrscher Hamad bin Isa al Khalifa dafür, "dass er die Tradition der königlichen Familie bei der Unterstützung der katholischen Kirche aufrechterhalten und das Land, auf dem diese Kirche steht, gestiftet hat" . Die Kathedrale Unserer Lieben Frau von Bahrain ist derzeit die größte funktionierende Kirche auf der Arabischen Halbinsel. Während der Weiheliturgie erinnerte Kardinal Tagle auch mit Dankbarkeit an den italienischen Bischof Camillo Ballin, den er als "einen großen Mann und einen großen Missionar" bezeichnete. Er hatte das Kirchenbauprojekt initiiert und starb noch vor der Fertigstellung im Jahr 2020. Am Tag der Einweihung der Kathedrale hatte Kardinal Tagle selbst König Hamad bin Isa al Khalifa einen Brief von Papst Franziskus überreicht. Während des Treffens mit Kardinal Tagle hatte König Hamad bekräftigt, dass die Einweihung der neuen Kathedrale "die zivilisierte und humanitäre Rolle Bahrains" verkörpere, eines Königreichs, das "seit vielen Jahrzehnten" nicht-muslimische Gotteshäuser beherberge und damit auch "die Toleranz, die Liebe und den Respekt seines Volkes für alle" zum Ausdruck bringe.<br />Die katholische Gemeinde in Bahrain besteht hauptsächlich aus Einwanderern, die als Arbeitsmigranten in das Königreich gekommen sind. Es wird geschätzt, dass die katholische Gemeinde in Bahrain aus mindestens 80.000 Katholiken besteht, aber es gibt keine sicheren Daten über ihre zahlenmäßige Größe.<br /> Thu, 29 Sep 2022 09:12:23 +0200ASIEN/HEILIGES LAND - König Abdullah II. bei der UN-Generalversammlung: Patriarchen und Oberhäupter der christlichen Kirchen würdigen Engagement für christliche und muslimische heilige Stättenhttp://fides.org/de/news/72862-ASIEN_HEILIGES_LAND_Koenig_Abdullah_II_bei_der_UN_Generalversammlung_Patriarchen_und_Oberhaeupter_der_christlichen_Kirchen_wuerdigen_Engagement_fuer_christliche_und_muslimische_heilige_Staettenhttp://fides.org/de/news/72862-ASIEN_HEILIGES_LAND_Koenig_Abdullah_II_bei_der_UN_Generalversammlung_Patriarchen_und_Oberhaeupter_der_christlichen_Kirchen_wuerdigen_Engagement_fuer_christliche_und_muslimische_heilige_StaettenJerusalem - König Abdullah II. sprach in seiner jüngsten Rede vor der 77. Generalversammlung der Vereinten Nationen insbesondere auch über die Lage der christlichen Gemeinden in Jerusalem und im gesamten Heiligen Land. Den Beitrag des haschemitischen Monarchen würdigten die Patriarchen und Oberhäuptern der Kirchen in Jerusalem, die den jordanischen König im Amt als "Hüter der christlichen und muslimischen Heiligen Stätten" im Lande Jesu bestätigten. Die Kirchenoberhäupter würdigten die Worte, mit denen der Souverän sein ständiges Engagement für den Schutz des historischen und rechtlichen Status quo bekräftigte, der das Zusammenleben der verschiedenen Glaubensgemeinschaften in Jerusalem regelt, und dabei an die neuen „Gefahren" erinnerte, die die historischen Stätten der christlichen Präsenz in der Heiligen Stadt zu bedrohen scheinen. <br />"Als Hüter der muslimischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem", so König Abdullah II. in seiner Rede vor der UN-Jahresversammlung am Dienstag, den 20. September, "sind wir verpflichtet, den historischen und rechtlichen Status quo, ihre Sicherheit und ihre Zukunft zu schützen... Und als muslimisches Staatsoberhaupt", so der haschemitische Monarch weiter, "möchte ich klarstellen, dass wir uns verpflichtet fühlen, die Rechte, das wertvolle Erbe und die historische Identität des christlichen Volkes in unserer Region zu bewahren." König Abdullah bezeichnete das Christentum als einen Faktor, der "für die Vergangenheit und die Gegenwart unserer Region und des Heiligen Landes von entscheidender Bedeutung ist", und fügte hinzu, dass der christliche Beitrag zur pluralen Identität des Heiligen Landes "ein integraler Bestandteil unserer Zukunft bleiben muss".<br /> <br />Wed, 28 Sep 2022 13:05:10 +0200AFRIKA/SÜDSUDAN - Erzbischof von Juba: “Stammesdenken verhindert friedliches Zusammenleben”http://fides.org/de/news/72861-AFRIKA_SUeDSUDAN_Erzbischof_von_Juba_Stammesdenken_verhindert_friedliches_Zusammenlebenhttp://fides.org/de/news/72861-AFRIKA_SUeDSUDAN_Erzbischof_von_Juba_Stammesdenken_verhindert_friedliches_ZusammenlebenJuba - "Stammesdenken ist der größte Feind des Landes", warnt der Apostolische Administrator der Diözese Torit und Erzbischof von Juba, Stephen Ameyu Martin Mulla, in seiner Predigt beim Sonntagsgottesdienst am vergangenen 25. September in der Pfarrei „Our Lady of Sorrows“ in Torit.<br />"Wir können unsere Nation oder die Kirche nicht aufbauen, indem wir sie auf Stammesdenken gründen: Wenn wir sie auf Stammesdenken gründen, werden wir behaupten, dass es keine Taufe, keine Kommunion, keine Firmung gibt, und wir werden scheitern, weil es etwas ist, das uns spaltet", betonte Bischof Ameyu. "Stammesdenken kann der Kirche und der Nation nicht helfen, sich zu entwickeln, sondern führt nur dazu, dass auch Christen am Sakrament zweifeln".<br />Deshalb ermutigt der Erzbischof Gläubige und Priester, den Tribalismus im Südsudan zu bekämpfen, denn „er ist unser größter Feind, den wir mit allen Mitteln bekämpfen müssen".<br />Erzbischof Ameyu erinnerte daran, dass der Südsudan "eine neue Nation" ist, die erst im Juli 2011 ihre Unabhängigkeit vom Sudan erlangte und daher die Verwurzelung in der Identität als Staat noch nicht ausreichend wachsen konnte..<br />"Die Rettung wird nur für uns alle möglich sein, egal ob wir reich oder arm sind; wir müssen alle zusammenarbeiten, denn nur durch unsere Zusammenarbeit können wir uns wirklich retten", bekräftigt der Erzbischof, der sich auch mehr Zusammenarbeit zwischen Klerus und Laien wünscht: "Wenn es eine schlechte Koordination zwischen dem Klerus und den Gläubigen gibt, wird dies zu Misserfolgen bei den meisten Aktivitäten in der Pfarrei oder Diözese führen“.<br />Immer wieder haben die südsudanesischen Bischöfe die Gläubigen immer daran erinnert, dass Stammesdenken mit dem christlichen Glauben unvereinbar sei. "Alle Menschen sind Ebenbilder Gottes, kein Stamm ist besser als ein anderer", hatte zum Beispiel Bischof Barani Edwardo Hiiboro Kussala von Tombura-Yambio, in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2020 betont .<br />Im Südsudan gibt es 64 Stämme. Die wichtigsten ethnischen Gruppen sind die Dinka, gefolgt von den Nuer. In einem im Dezember 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieg bekämpften sich die wichtigsten ethnischen Gruppen des Landes gegenseitig.<br /> <br />Wed, 28 Sep 2022 12:46:57 +0200AMERIKA/BOLIVIEN - Amt des Bürgerbeauftragen neu besetzt: Bischöfe wünschen sich Unterstützung aller politischen und sozialen Kräftehttp://fides.org/de/news/72860-AMERIKA_BOLIVIEN_Amt_des_Buergerbeauftragen_neu_besetzt_Bischoefe_wuenschen_sich_Unterstuetzung_aller_politischen_und_sozialen_Kraeftehttp://fides.org/de/news/72860-AMERIKA_BOLIVIEN_Amt_des_Buergerbeauftragen_neu_besetzt_Bischoefe_wuenschen_sich_Unterstuetzung_aller_politischen_und_sozialen_KraefteCochabamba - "In der Bevölkerung herrscht die allgemeine Überzeugung, dass das Büro des Ombudsmanns als staatliche Stelle die Achtung der menschlichen, individuellen und kollektiven Rechte aller Bolivianer garantieren muss, in den letzten Jahren an Legitimität und Glaubwürdigkeit verloren hat. Beanstandet wird dabei eine fehlende Unparteilichkeit und das Schweigen angesichts großer sozialer Konflikte, angesichts derer das Büro untätig blieb, sowie im Hinblick auf den Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen und den Schutz des menschlichen Lebens". Dies betont der Ständige Rat der bolivianischen Bischofskonferenz in einer Erklärung mit dem Titel "Bolivien braucht einen Ombudsmann", in der die Bischöfe den Apostel Paulus zitieren, der sagt: " Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit!“ .<br />Das Amt des Bürgerbeauftragten ist eine Institution, die am 30. Dezember 1997 durch das Gesetz Nr. 1818 per Verfassungsauftrag geschaffen wurde. Aufgabe des Büros ist es demnach, die Achtung, Förderung und Verwirklichung der individuellen und kollektiven Menschenrechte, insbesondere der schwächsten und benachteiligten Bevölkerungsgruppen, zu gewährleisten, wie sie in der politischen Verfassung, den Gesetzen und den internationalen Instrumenten des Staates festgelegt sind. Das Amt unterliegt derzeit dem Gesetz Nr. 870, das am 13. Dezember 2016 verkündet wurde.<br />Der neue Ombudsmann, Pedro Callisaya, trat am gestrigen 27. September sein Amt an und erklärte in seiner Antrittsrede, er wolle die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit dieser Institution wiederherstellen. <br />In ihrer gestern veröffentlichten Erklärung erinnern die bolivianischen Bischöfe daran, dass "die Wahl des Ombudsmannes einvernehmlich und demokratisch erfolgen muss, mit der Unterstützung aller politischen und sozialen Kräfte des Landes, damit er den Rückhalt und die Unterstützung aller Bürger spürt". Sie weisen auch darauf hin, dass "unsere Demokratie zerbrechlich ist und wir versuchen müssen, sie zu stärken, denn wir sind weit davon entfernt, eine Demokratie zu konsolidieren, indem wir starke und tiefe Fundamente legen. Wir können nicht weiterhin eine schwache Demokratie fördern". <br />Die Bischöfe bekräftigen, dass die Rolle des Ombudsmannes "die unparteiische Verteidigung der Menschenrechte aller Bolivianer" beinhalte. Die Person, die für dieses Amt ernannt werde, müsse deshalb eine klare Berufung haben, "der Gemeinschaft zu dienen, ohne politische Präferenzen", denn "wenn der neue Ombudsmann sich nicht mit den zentralen Problemen Boliviens befasst, werden die Zweifel an seiner oder ihrer Identität als Ombudsmann wachsen".<br />Der Ständige Rat der Bischofskonferenz schließt die Erklärung mit der Hoffnung, dass der neue Bürgerbeauftragte "die Stimme des Volkes" sein und die dringenden Bedürfnisse der Menschen in Bolivien im Rahmen des Respekts und des Gemeinwohls angehen wird. "Wir müssen uns um Solidarität und Dialog bemühen, wir müsse die respektvolle Verbundenheit unter allen Bolivianern suchen, möge Gott uns segnen und uns erlauben, als Kirche und als Gesellschaft weiter voranzukommen", so die Bischöfe abschließend.<br /> <br />Wed, 28 Sep 2022 12:34:04 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Nach Tropensturm Noru: Flutopfer suchen Schutz des heiligen Erzengels Michaelhttp://fides.org/de/news/72859-ASIEN_PHILIPPINEN_Nach_Tropensturm_Noru_Flutopfer_suchen_Schutz_des_heiligen_Erzengels_Michaelhttp://fides.org/de/news/72859-ASIEN_PHILIPPINEN_Nach_Tropensturm_Noru_Flutopfer_suchen_Schutz_des_heiligen_Erzengels_MichaelManila - "Wir suchen den Schutz des heiligen Erzengels Michael, der das Böse besiegt und uns und unsere Familien beschützt", so die Flüchtlinge, die im Heiligtum des Heiligen Erzengels Michael in der Pfarrei San Miguel Arcangel in der Stadt San Miguel in der Provinz Bulacan im Norden der Philippinen Zuflucht gefunden haben, nach dem die Region vom Taifun Noru verwüstet wurde. "Wir sind danken Gott, der über uns wacht und sich um unserer annimmt", sagen die Gläubigen die von dem Taifun Noru betroffen sind, der in den letzten Tagen den Norden der Philippinen heimsuchte und mitten durch die Insel Luzon, die Hauptinsel des Archipels zog. Der Taifun verursachte Überschwemmungen, beschädigte Häuser und Straßen, legte Stromleitungen lahm und zerstörte Felder und Ernten. <br />In der Diözese Malolos besuchten Bischof Dennis Villarojo, Priester, Ordensleute und Caritas-Mitarbeiter die vertriebenen Familien, die im Heiligtum Zuflucht fanden, das seine Türen für die Obdachlosen öffnete und ihnen Unterkunft und warme Mahlzeiten bot. "Wir haben über 250 Familien im Heiligtum untergebracht und Hunderte fanden Zuflucht in den 24 Kapellen, die über unsere Gemeinde verstreut sind", sagt der Seminarist Mark De Castro gegenüber Fides. In der ganzen Diözese ist die Hilfsbereitschaft groß: "In kürzester Zeit trafen mehr als 280 Pakete mit Erste-Hilfe-Materialien von der Caritas unserer Diözese Malolos ein und wurden in die Stadt geliefert, um unseren Brüdern und Schwestern, die Opfer des Sturms geworden sind, zu helfen", berichte der stellvertretender Pfarrer von San Miguel, Daniel Coronel, gegenüber Fides.<br />Die Katastrophe ereignete in den Tagen der traditionellen Novene zur Vorbereitung auf das Fest des Schutzheiligen am 29. September. Alljährlich nehmen die Gläubigen an einer feierlichen Prozession der Statue des Heiligen Michael durch die nach ihm benannten Straßen der Stadt teil. Nun wurden die Spenden und Gelder, die üblicherweise für den Blumenschmuck, die Beleuchung und das Feuerwerk anlässlich des Festes zusammenkommen, für Nothilfeprogramme für Flutopfer zur Verfügung gestellt. <br />"Bei der morgendlichen Novene, mit Rosenkranz und heiliger Messe, beten die Gläubigen für die Flutopfer, damit sie Trost und Hoffnung finden. Wir beten zu Gott und vertrauen wir auf seine Vorsehung", so De Castro, während sich die Gemeinde auf die morgige Eucharistiefeier zum Fest des Heiligen Michael mit dem Weihbischof von Antipolo, Nolly Buco vorbereitet. "Ein besonderes Gebetsanliegen wird für alle notleidenden Menschen und Flüchtlinge sein, die heute obdachlos und ohne Lebensgrundlage sind und deren Leben gestört ist", teilt der Seminarist mit.<br />Um das Leid der Menschen in den vom Sturm verwüsteten Gebieten zu lindern, bringen alle philippinische katholische Gemeinschaften in Pfarreien, Verbänden und Ordensgemeinschaften Hilfsprogramme für die Flutopfer auf den Weg. In mehreren Diözesen wurden Spendenaufrufe veröffentlicht. Während der heiligen Messe, die am 26. September in der Kathedrale von Manila gefeiert wurde, rief auch der Erzbischof von Manila, Kardinal Jose Advincula, alle Katholiken auf, den Flutopfern zu helfen: "Wir vereinen uns in Gebet und Mitgefühl für unsere Brüder und Schwestern, die vom Taifun betroffen sind", sagte er. <br />Unterdessen hat auch Caritas Manila hat eine Spenden- und Hilfssammlung für die vom Taifun betroffenen Familien gestartet, um Lebensmittelpakete, Hygienesets, Wasser und Medikamente bereitzustellen. Dringend benötigt werden Zelte, Decken, Matten, verzinkte Eisenbleche, Dichtungsmittel, Holz, Zement und Solarlampen, berichtet die Caritas. <br />Nach Angaben des „National Disaster Risk Reduction and Management Council“ mussten 74.000 Menschen aufgrund des Taifuns aus ihren Häusern in Bulacan evakuiert wurden. Obwohl sich der Sturm inzwischen abgeschwächt hat, stehen noch immer ganze Städte unter Wasser, und "die Situation wird sich nicht über Nacht normalisieren", so die Regierung. Fünf Rettungskräfte werden als tot gemeldet , die bei dem Versuch, den Menschen in den betroffenen Dörfern zu helfen ums Leben kamen.<br /> <br />Wed, 28 Sep 2022 11:49:13 +0200AFRIKA/ALGERIEN - Auf Anweisung der Behörden: Caritas Algerien beendet Tätigkeithttp://fides.org/de/news/72858-AFRIKA_ALGERIEN_Auf_Anweisung_der_Behoerden_Caritas_Algerien_beendet_Taetigkeithttp://fides.org/de/news/72858-AFRIKA_ALGERIEN_Auf_Anweisung_der_Behoerden_Caritas_Algerien_beendet_TaetigkeitAlgier - Die katholische Kirche in Algerien gibt mit Bedauern die Schließung aller karitativen Aktivitäten und Einrichtungen der Caritas Algerien ab dem 1. Oktober 2022 bekannt. Diese "vollständige und endgültige" Schließung wird in einem Kommuniqué des Erzbistums Algier bekannt gegeben, das von Erzbischof Paul Desfarges, dem Emeritus von Algier und Präsident des algerischen Diözesanverbandes, unterzeichnet wurde. In dem Kommuniqué, das in einem formellen Stil verfasst wurde, heißt es schlicht, dass die Maßnahme auf Wunsch der algerischen Behörden ergriffen wurde. „Selbstverständlich", so heißt es in dem Text, "bleibt die katholische Kirche ihrem karitativen Auftrag im Dienste der Geschwisterlichkeit treu", und zwar "in Verbindung mit allen Menschen guten Willens". <br />Das Kommuniqué zitiert aus dem Vorwort des „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“, das am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi von Papst Franziskus und dem sunnitischen Scheich Ahmed al Tayyeb, Großimam der Al Azhar-Universität, unterzeichnet wurde: "Der Glaube lässt den Gläubigen im anderen einen Bruder sehen, den man unterstützt und liebt. Aus dem Glauben an Gott, der das Universum, die Geschöpfe und alle Menschen – aufgrund seines Erbarmens – mit gleicher Würde erschaffen hat, ist der Gläubige gerufen, diese menschliche Brüderlichkeit zum Ausdruck zu bringen, indem er die Schöpfung und das ganze Universum bewahrt und jeden Menschen unterstützt, besonders die am meisten Bedürftigen und die Ärmsten“. „Die katholische Kirche", so schließt das vom emeritierten Erzbischof von Algier unterzeichnete Kommuniqué, "möchte all jenen danken, die im Laufe der Jahre und auf unterschiedliche Weise dazu beigetragen haben, dieses Werk im Dienste der Schwächsten und des algerischen Volkes zu unterstützen“. <br />Die Entscheidung, die Aktivitäten von Caritas Algerien einzustellen, wurde von den zuständigen algerischen Behörden getroffen, ohne den Bischöfen der katholischen Kirche Algeriens eine ausführliche offizielle Begründung zu geben. Lokale Quellen äußerten gegen Fides, dass die Caritas vermutlich Gegenstand dieser restriktiven Maßnahmen wurde, weil sie als ausländische Nichtregierungsorganisation betrachtet wird. Alle Mitteilungen des Innenministeriums enthielten allgemeine Hinweise auf die Tatsache, dass die katholische Kirche angeblich eine nicht zugelassene Organisation "deckt", die in „illegale“ Aktivitäten verwickelt ist, ohne jedoch konkrete Hinweise auf irgendwelche Gesetzesartikel zu geben, gegen die angeblich verstoßen wurde. <br />Vertreter der lokalen katholischen Gemeinde schließen hingegen aus, dass die von den algerischen Behörden auferlegten Maßnahmen durch Gefühle der Feindseligkeit gegenüber der katholischen Kirche und ihrer Präsenz im Land genährt werden. Vielmehr sehen sie einen Zusammenhang mit der allgemeinen Politik der Restriktionen, die in letzter Zeit gegen ausländische und multinationale NROs verhängt wurden. Die algerischen Behörden haben dabei die die Einzigartigkeit der Caritas als karitativer Arm der katholischen Kirche nicht in Betracht gezogen, eine Einzigartigkeit, die sie ihrem Wesen nach und "nach dem Gesetz" von Nichtregierungsorganisationen unterscheidet, einschließlich derjenigen, die im Bereich der humanitären Hilfe und Unterstützung tätig sind. <br />Die Initiativen der Caritas Algerien wurden zugunsten der schwächsten Teile der algerischen Bevölkerung, von denen sich 97 Prozent zum Islam bekennen, konzipiert und umgesetzt. Caritas Algerien hat sich dabei auch stetes mit dem Phänomen der Migranten befasst und vor allem kranken Menschen und Minderjährigen mit transparenten Hilfsprogrammen unterstützt. <br /> <br />Tue, 27 Sep 2022 13:15:05 +0200AFRIKA/BURUNDI - In der größten Diözese des Landes herrscht Zuversicht: Interview mit dem Bischof von Bururihttp://fides.org/de/news/72857-AFRIKA_BURUNDI_In_der_groessten_Dioezese_des_Landes_herrscht_Zuversicht_Interview_mit_dem_Bischof_von_Bururihttp://fides.org/de/news/72857-AFRIKA_BURUNDI_In_der_groessten_Dioezese_des_Landes_herrscht_Zuversicht_Interview_mit_dem_Bischof_von_BururiRom - "Die Diözese Bururi ist territorial die größte, aber prozentual gesehen die letzte, was den Anteil der Katholiken angeht", so Bischof Salvator Niciteretse von Bururi im Interview mit Fides am Rande eines Seminars für neu ernannte Bischöfe in Rom. <br /><br />Wie erklären Sie sich diese Situation?<br /><br />"Das liegt daran, dass es vor der Errichtung der Diözese hier bereits andere christliche Konfessionen gab, wie die Anglikaner und die pfingstkirchliche Gemeinde, die seit den 1930er Jahren präsent waren, während die katholische Diözese erst 1961 gegründet wurde. In dem Gebiet, in dem die Diözese Bururi liegt, machen die Katholiken derzeit 45 % der Bevölkerung aus, während der Anteil in anderen burundischen Diözesen bei 80 % liegt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass es in Bururi drei anglikanische Bischöfe gibt, während ich der einzige katholische Bischof bin. Die Diözese hat 1,7 Millionen Einwohner, die sich auf drei Verwaltungsprovinzen verteilen: Bururi, Makamba und Rumonge. Ich habe also auf der Ebene der Zivilbehörden mit drei Gouverneuren zu tun, zu denen wir gute Beziehungen unterhalten. Wir haben 30 katholische Pfarrgemeinden. Seit ich Bischof bin, habe ich vier gegründet und weitere 12 werden in kleinen Schritten gegründet werden.<br /><br />Mit welchen Herausforderungen sehen sie sich bei der Verkündigung des Evangeliums konfrontiert?<br /><br />In diesem multireligiösen Kontext besteht die größte Herausforderung in der Verbreitung neuer religiöser Bewegungen, der so genannten Sekten. Das verhindert jedoch nicht, dass die Mitgliederzahlen in der katholischen Kirche steigen. Viele Menschen, die aus Sekten oder anderen christlichen Kirchen kommen, treten schließlich in die katholische Kirche ein. Jährlich treten etwa 3.000 neue Mitglieder unseren Gemeinden bei.<br />Auf jeden Fall ist die Zusammenarbeit mit anderen Religionen gut. Ob Muslime, Pfingstkirchen oder andere, die Zusammenarbeit findet vor allem in Krisenzeiten oder unter besonderen Umständen statt. Als zum Beispiel der emeritierte Bischof starb, kamen Protestanten und auch Muslime zur Beerdigung. <br />Armut ist eine weitere Herausforderung. Burundi ist ein armes Land. Der Aufbau von Kirchengemeinden, Schulen und Gesundheitszentren wird oft zu einer großen Herausforderung, trotz der großzügigen Bemühungen der Gläubigen vor Ort, die die Initiativen der Kirche so gut wie möglich unterstützen.<br />Eine weitere Herausforderung ist die Verbreitung eines manchmal oberflächlichen Glaubens. Man hat nicht immer eine Glaubensbildung, die ein Bewusstsein entstehen lässt, dass auch zu Engagement für die Umgestaltung der Gesellschaft führt. Ein Glaube also, der in der Gesellschaft keinen Widerhall findet. Meiner Meinung nach ist dies eine ernsthafte Herausforderung.<br /><br />Burundi hat eine Vergangenheit voller Bürgerkriege. Wie wirkt sich diese Vergangenheit auf das Leben der Bevölkerung und der Kirche aus?<br /><br />Die Versöhnung ist eine weitere große Herausforderung. Die Wahrheits- und Versöhnungskommission ist nicht immer bei allen beliebt. Es wird behauptet, dass "die Versöhnung nicht für alle gilt" oder dass "nur Teilwahrheiten herausgekommen sind". Doch trotz allem gehen die Bemühungen um Frieden weiter. Die Kirche selbst setzt sich in Predigten und Botschaften für Frieden und Versöhnung ein. Wir haben Synoden zu Gerechtigkeit und Frieden abgehalten. <br />Ich habe jedoch auch den Eindruck, dass es auf der Ebene der Bevölkerung keine großen Probleme für die Versöhnung gibt: Die größten Probleme gibt es auf der Ebene der Politiker, die Ideologien und Interessen zu verteidigen haben.<br />Oft ist auch die soziale Diskriminierung die Ursache der Gewalt. Aber unser Präsident kämpft engagiert gegen soziale Ungerechtigkeit und Diskriminierung, gegen Korruption.<br /><br />Ihre Diözese und die Kirche in Burundi feiern demnächst wichtige Ereignisse und Jubiläen…<br /><br />Ein wichtiges Ereignis für die Diözese Bururi ist das Gedenken an die Ermordung von 40 Seminaristen im Jahr 1997, die sich geweigert hatten, sich in die ethnischen Gruppen der Huti und Tutsi aufteilen zu lassen. Ich bin dabei, die diözesane Untersuchung zu ihrer Seligsprechung abzuschließen, ebenso wie die von zwei Xaverianer Missionaren und einem Laien, die ebenfalls ermordet wurden . Der gesamte Prozess trägt den Titel "Pater Michel Kayoya und seine 43 Gefährten". Am 2. August dieses Jahres haben wir den Schlussbericht der diözesanen Studie vorgestellt.<br />Auf nationaler Ebene bereiten wir uns darauf vor, das 125jährige Jubiläum der Evangelisierung Burundis zu feiern. Die Feierlichkeiten werden am 1. Oktober beginnen und am 15. August 2023 enden. Wir stellen die Familie in den Mittelpunkt des Jubiläums, weil es keine echte Evangelisierung ohne die Weitergabe des Evangeliums in den Familien gibt.<br /> <br />Tue, 27 Sep 2022 12:39:09 +0200AMERIKA/ARGENTINA - Wallfahrt nach Luján: „Bemühen um Gemeinwohl mit dem Blick und dem Herzen eines Pilgers betrachten“http://fides.org/de/news/72856-AMERIKA_ARGENTINA_Wallfahrt_nach_Lujan_Bemuehen_um_Gemeinwohl_mit_dem_Blick_und_dem_Herzen_eines_Pilgers_betrachtenhttp://fides.org/de/news/72856-AMERIKA_ARGENTINA_Wallfahrt_nach_Lujan_Bemuehen_um_Gemeinwohl_mit_dem_Blick_und_dem_Herzen_eines_Pilgers_betrachtenLuján - "Wir sind aufgerufen, von den Pilgern zu lernen, wenn es um den Aufbau des Gemeinwohls geht. Lasst uns zur Jungfrau von Luján, Mutter und Patronin Argentiniens beten, damit sie den verschiedenen Führungskräften des Landes zu hilft, den Blick und das Herz eines Pilgers zu haben, demütig und hilfsbereit zu sein, im Bewusstsein, dass sie immer Teil unseres Volkes sind und niemals über ihm stehen", so der Vorstand der argentinischen Bischofskonferenz in einer Botschaft an die Jugendlichen, mit Blick auf die 48. Wallfahrt nach Luján, die vom 1. bis 2. Oktober stattfinden wird und an der jedes Jahr Tausende von Jugendlichen aus dem ganzen Land teilnehmen. Die Marienikone "Unsere Liebe Frau von Luján", Schutzpatronin Argentiniens, aus dem 14. Jahrhundert, wird in der Basilika von Luján, 60 km von der Hauptstadt Buenos Aires entfernt, aufbewahrt, und wird das ganze Jahr von zahlreichen Pilgern besucht.<br />"Dieses Ereignis war von Anfang an ein starkes Engagement für das Leben, die Hoffnung und die Einheit des argentinischen Volkes", schreiben die Bischöfe und laden dazu ein, diese Erfahrung mit dem Blick und dem Herzen der Pilger zu machen. "Wir sind Zeugen des Glaubens unseres Volkes, das sich aufmacht, den Gott des Lebens zu feiern. Es erfüllt uns mit Freude zu wissen, dass die Heiligtümer unseres Heimatlandes ihre Türen für alle offen haben, wir erkennen uns als Teil derselben Familie".<br />Die Bischöfe erinnern dann an "die vielen Männer und Frauen aller Altersgruppen", die im ganzen Land an Wallfahrten und Glaubensfesten teilnehmen, die Ausdruck der Kraft der Volksspiritualität sind. Bei den Wallfahrten "feiern wir die Freude, in eine Schar von Brüdern und Schwestern einzutauchen und gemeinsam auf den Gott zuzugehen, der auf uns wartet". Die "Kultur der Begegnung" manifestiere sich "in der Teilnahme von Menschen aus allen sozialen Schichten; aus unterschiedlichen Lebenswelten und Erfahrungen kommend, gehen und beten wir gemeinsam; bei Wallfahrten wird der andere respektiert, wir gehen oft im Tempo des anderen, und gemeinsam helfen wir uns, das gewünschte Ziel zu erreichen. Der Pilger erkennt sich selbst als ein Wanderer auf dem Weg zum Ziel und maßt sich daher nicht an, schon angekommen zu sein oder über den anderen zu stehen, die neben ihm gehen. Der gemeinsame Schmerz und die Müdigkeit machen ihn solidarisch und verpflichten ihn auf den gemeinsamen Weg".<br />Argentinien befindet sich seit einiger Zeit in einer wirtschaftlichen und sozialen Krise, die durch eine schwierige politische Situation noch verschärft wird. Darüber hinaus beklagen die Bischöfe eine Spaltung in der Gesellschaft. Es scheine angesichts der Polarisierung derzeit unmöglich, gemeinsame Projekte zu erarbeiten, während "die Politiker mehr denn je Verantwortung übernehmen müssen, die über ihre eigenen Interessen hinausgeht" .<br /> <br />Tue, 27 Sep 2022 12:06:54 +0200ASIEN/CHINA - Trauer um Bischofhttp://fides.org/de/news/72855-ASIEN_CHINA_Trauer_um_Bischofhttp://fides.org/de/news/72855-ASIEN_CHINA_Trauer_um_BischofAnkang - Nach langer Krankheit starb am vergangenen 28. August 2022 der Apostolischer Präfekt von Ankang, Bischof Johannes Baptist Ye Ronghua in der chinesischen Provinz Shaanxi im Alter von 91 Jahren. <br />Der Prälat wurde am 21. Juni 1931 als Sohn einer katholischen Familie im Bezirk Nanzheng in der Nähe von Hanzhong geboren. Im Jahr 1945 trat er in das Kleine Seminar der Diözese ein und wechselte dann in das Große Seminar der Region in Kaifeng. Nachdem er sein Theologiestudium abgeschlossen hatte, konnte er aufgrund der damaligen politischen Lage nicht zum Priester geweiht werden. Vielmehr wurde er denunziert und 1966 zu Zwangsarbeit verurteilt.<br />Am 10. Dezember 1981 wurde er schließlich zum Priester geweiht, übte er seinen pastoralen Dienst zunächst in den Diözesen Hanzhong und Zhouzhi und schließlich in der Apostolischen Präfektur Ankang aus, wo er am 10. Dezember 2000 zum Bischof geweiht wurde, was auch von der örtlichen Regierung gut aufgenommen wurde. Trotz der Armut der Gegend und der finanziellen Probleme der Präfektur tat Bischof Ye sein Bestes, um die katholische Gemeinde wieder aufzubauen.<br />Als sein Gesundheitszustand sich verschlechterte, wurde 2016 John Baptist Wang Xiaoxun zum Bischofskoadjutor geweiht der, ihm nun im Amt nachfolgt.<br />Derzeit gibt es in der Apostolischen Präfektur Ankang etwa 7.000 Katholiken, die sich auf drei Pfarreien mit 11 Priestern und 5 Ordensschwestern verteilen.<br /><br />Tue, 27 Sep 2022 11:33:50 +0200ASIEN/BANGLADESCH - Gebetsmeinung des Papstes für September: Katholiken beten für die Abschaffung der Todesstrafehttp://fides.org/de/news/72854-ASIEN_BANGLADESCH_Gebetsmeinung_des_Papstes_fuer_September_Katholiken_beten_fuer_die_Abschaffung_der_Todesstrafehttp://fides.org/de/news/72854-ASIEN_BANGLADESCH_Gebetsmeinung_des_Papstes_fuer_September_Katholiken_beten_fuer_die_Abschaffung_der_TodesstrafeDhaka – Entsprechend der Gebetsmeinung von Papst Franziskus, der für den Monat September um das Gebet für die gesetzliche Abschaffung der Todesstrafe gebeten hatte, gab es auch in den katholischen Gemeinden in Bangladesch Aufklärungs- und Gebetsinitiativen. Dieses Anliegen bringe auch die große Sorge des Papstes um die Menschheit und die Mission der Kirche zum Ausdruck und zielen darauf ab, das Gebet in konkrete Gesten zu verwandeln. <br />"Wir stimmen mit Papst Franziskus völlig darin überein, dass die Todesstrafe auch in Bangladesch abgeschafft werden muss. Unser Leben gehört Gott, dank ihm haben wir das Leben und nur er kann uns das Leben nehmen, niemand hat das Recht, das Leben zu nehmen", so Pfarrer Patrick Gomes, Sekretär der bischöflichen Kommission für die Einheit der Christen und interreligiösen Dialog und stellvertretender Pfarrer der Gemeinde Beneedwar-in Naogaon, gegenüber Fides. Der Priester erinnert daran, dass "niemand das Recht hat, einen Menschen zu töten, ob er nun ein Sünder oder ein Heiliger ist". "Es ist notwendig, alternative Strafen und Wege zur Todesstrafe zu finden; man könnte die Verurteilten auf einem Weg der Rehabilitation, der Reue, der Versöhnung mit dem Leben und mit den geschädigten Menschen begleiten. Gott gibt ein Herz und kann es verwandeln. Ein Herz wird durch Liebe und Fürsorge verwandelt. Von Bangladesch aus schließen wir uns nachdrücklich dem Aufruf zur Abschaffung der Todesstrafe an", sagt Pfarrer Gomes und bestätigt, dass die Katholiken des Landes gemeinsam mit dem Papst in diesem Monat für die Abschaffung der Todesstrafe beteten.<br />In Banglasches Bangladesch schließen sich unterdessen nicht nur Christen dem Anliegen des Papstes und auch führende Vertreter anderer Religionsgemeinschaften begrüßenden Aufruf an alle Menschen guten Willens, sich für die Abschaffung der Todesstrafe in der Welt einzusetzen.<br />Der Generalsekretär der Buddhistischen Föderation von Bangladesch, Bhikkhu Sunanda Priyo, sagt zum Beispiel, er stehe der Denkweise von Papst Franziskus sehr nahe: "Auch wenn jemand ein schweres Verbrechen begeht, ist es nach der Vision des Buddhismus nicht rechtmäßig, ihn zu töten. Vielmehr ist es notwendig, dem Verurteilten nahe zu sein, ihn zu beraten und mit ihm zu sprechen, damit er sich ändern kann. Wenn ein Verurteilter die Todesstrafe erhält, kann er keinen Weg der Sühne beschreiten, er kann also nicht fühlen und verstehen, was er falsch gemacht hat. Deshalb sollte nach unserer buddhistischen Auffassung die Todesstrafe weltweit abgeschafft werden“.<br />Der junge Hindu Sujon Roy bekräftigt, er unterstütze das Gebetsanliegen des Papstes: "Die Todesstrafe löst keine Probleme. Es ist gegen Gottes Schöpfung. Sie sollte aus unseren Rechtsvorschriften gestrichen werden".<br />In dem Land mit einer großen islamischen Mehrheit vertritt jedoch der Imam der Darus Salam Hussainia Moschee und Madrasa in der Hauptstadt Dhaka Mohammad Hatam, eine völlig andere Meinung: "Der Islam erlaubt die Todesstrafe gemäß dem Heiligen Koran. Die Todesstrafe kann zur Verringerung von Verbrechen beitragen, indem sie abschreckend wirkt". <br />In Bangladesch sind allein in den letzten sechs Monaten insgesamt 162 Menschen von Gerichten zum Tode verurteilt worden. Im Strafgesetzbuch von Bangladesch ist die Todesstrafe für 33 verschiedene Straftaten vorgesehen. Nach Angaben von Amnesty International ist die Zahl der Hinrichtungen in Bangladesch im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 60 % gestiegen.<br /> <br /><br />Tue, 27 Sep 2022 11:14:00 +0200ASIEN/MYANMAR - Papst erinnert an Konklikt in Myanmar: Weihbischof von Yangon äußert sich dankbarhttp://fides.org/de/news/72853-ASIEN_MYANMAR_Papst_erinnert_an_Konklikt_in_Myanmar_Weihbischof_von_Yangon_aeussert_sich_dankbarhttp://fides.org/de/news/72853-ASIEN_MYANMAR_Papst_erinnert_an_Konklikt_in_Myanmar_Weihbischof_von_Yangon_aeussert_sich_dankbarYangon - "Die katholische Gemeinschaft in Myanmar lebt heute in einem schmerzhaften Klima der Gewalt. Die Kämpfe gehen weiter. Das Leben ist schwierig und prekär. Die Menschen sind erschöpft angesichts der anhaltenden Gewalt", so der Weihbischof der Erzdiözese Yangon, Noel Saw Naw Aye, gegenüber Fides. "Auch wir Bischöfe, die wir an der Spitze der Gemeinschaft der getauften Christen stehen, befinden uns in einer äußerst schwierigen und heiklen Lage: Einerseits sehen wir uns mit den Militärs konfrontiert, die an der Regierung sind, andererseits müssen wir uns um das Leid, die Bitten und die Bedürfnisse der Menschen kümmern. Natürlich stehen wir immer auf der Seite der Bevölkerung, aber wir sind auch zum Dialog mit der politischen und militärischen Führung aufgerufen, um weiteres Leid und Gewalt in der Bevölkerung zu vermeiden", erklärte der Weihbischof gegenüber Fides. <br />"Als Katholiken sind wir alle gegen den Krieg und gegen jede Gewalt vereint, wir versuchen, evangeliumsmäßige Gewaltlosigkeit, Frieden und Versöhnung zu predigen und konkret zu leben", betont er und fordert, dass Orte wie Schulen, Kirchen, Gotteshäuser oder Sozialeinrichtungen oder Flüchtlingsaufnahmezentren, von den Kämpfen verschont bleiben. <br />In Bezug auf einen konkreten Appell des Papstes für Myanmar vom gestrigen 25. September, sagt der Weihbischof, dass birmanische katholische Gemeinde, "Papst Franziskus immer dankbar ist, dass er keine Gelegenheit auslässt, um im Gebet und in seinen Friedensappellen an uns zu erinnern".<br />Papst Franziskus war beim sonntäglichen Angelus-Gebet am gestrigen 25. September auch auf den Konflikt in Myanmar eingegangen. „Seit mehr als zwei Jahren wird dieses edle Land von schweren bewaffneten Auseinandersetzungen und Gewalttaten heimgesucht, die so viele Opfer und Vertriebene gefordert haben“, so der Papst wörtlich, „In dieser Woche hörte ich den Aufschrei der Trauer über den Tod von Kindern in einer zerbombten Schule. Man sieht, dass es gerade in Mode ist, Schulen zu bombardieren, heute in der Welt! Möge der Schrei dieser Kleinen nicht ungehört verhallen! Solche Tragödien dürfen nicht passieren!".<br />Am Samstag vor einer Woche hatte das Militär in Myanmar eine Klosterschule in Depayin in der Region Sagaing attackiert. Dabei wurden laut der Kinderschutzorganisation „Save the Children" sechs Kinder getötet und 20 verletzt.<br /> <br />Mon, 26 Sep 2022 13:21:07 +0200AFRIKA/D.R. KONGO - Protestkundgebung in Goma: Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach mehr Sicherheit und Abzug der Blauhelmehttp://fides.org/de/news/72851-AFRIKA_D_R_KONGO_Protestkundgebung_in_Goma_Im_Mittelpunkt_stehen_Forderungen_nach_mehr_Sicherheit_und_Abzug_der_Blauhelmehttp://fides.org/de/news/72851-AFRIKA_D_R_KONGO_Protestkundgebung_in_Goma_Im_Mittelpunkt_stehen_Forderungen_nach_mehr_Sicherheit_und_Abzug_der_BlauhelmeKinshasa – Am Rande einer am heutigen 26. September in Goma veranstalteten Protestkundgebung namens "tote Stadt", zu der die zivilgesellschaftliche Organisationen in Nord-Kivu aufgerufen haben, kam es zu Spannungen. Bei den Protesten stand einerseits die Forderung nach der Befreiung des derzeit von der Rebellengruppe M23 kontrollierten Ortschaft Bunangana und andererseits nach einem Ende des Ausnahmezustandes und den Abzug der MONUSCO zu fordern.<br />Die meisten Schulen, Geschäfte und Märkte blieben geschlossen, nur wenige öffentliche Verkehrsmittel funktionieren, und die wenigen Schüler, die trotzdem versucht haben, zur Schule zu gehen, waren gezwungen, wieder nach Hause zu gehen.<br />Die Bevölkerung fordert ein Ende des Ausnahmezustands, der am 6. Mai 2021 über die drei östlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo verhängt wurde , um gegen die bewaffneten Gruppen zu kämpfen, die in den drei Gebieten Tod und Zerstörung verursachen. Das Schicksal der Ortschaft Bunagana, die sich seit rund 100 Tagen in den Händen der M23-Guerillabewegung befindet, hat die lokale Bevölkerung dazu veranlasst, ein entschiedenes Eingreifen der kongolesischen Streitkräfte zu fordern. Gleichzeit wird der Abzug der MONUSCO-Einheiten gefordert, die nach Ansicht der Bevölkerung, nicht in der Lage sind, die Sicherheit zu gewährleisten .<br />Das "Wiederaufleben" der M23, einer Guerillagruppe, die eigentlich bereits 2013 ihre Waffen niedergelegt hatte, sowie die zunehmende Gewalt in Nord-Kivu führen auch zu Konflikten zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Die Regierung in Kinshasa beschuldigt die ruandische Regierung die Kämpfer der M23, sie zu finanzieren und eigene Soldaten unter dem Deckmantel der Guerillakämpfer in das Land zu schleusen. Auch bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen äußerte der kongolesische Präsident Felix Tshisekedi diese Anschuldigungen, wonach Ruanda für die "direkte" militärische "Aggression" und "Besetzung" des Ostens der Demokratischen Republik Kongo verantwortlich sei, unter anderem durch die angebliche Unterstützung der bewaffneten Rebellion der M23 durch die Regierung Kigali.<br />Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten waren zwischen Juni und September mehr als 250 000 Binnenvertriebene gezwungen, aus mehreren Gebieten im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo vor der Gewalt bewaffneter Gruppen zu fliehen.<br /> <br />Mon, 26 Sep 2022 13:05:41 +0200ASIEN/INDIEN - Forum der Ordensleute für Gerechtigkeit und Frieden: “Standhaft im Glauben an der Seite der Armen”http://fides.org/de/news/72850-ASIEN_INDIEN_Forum_der_Ordensleute_fuer_Gerechtigkeit_und_Frieden_Standhaft_im_Glauben_an_der_Seite_der_Armenhttp://fides.org/de/news/72850-ASIEN_INDIEN_Forum_der_Ordensleute_fuer_Gerechtigkeit_und_Frieden_Standhaft_im_Glauben_an_der_Seite_der_ArmenHyderabad - Vom 22. bis 25. September waren in Hyderabad Ordensleute aus 16 indischen Bundesstaaten zum Kongress des "Forums der Ordensleute für Gerechtigkeit und Frieden" zusammenkommen. Sie wollen "Propheten sein“, „standhaft im Glauben bleiben, verankert in Jesus Christus, inmitten der Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn man sich entscheidet, an der Seite der Armen und Unterdrückten zu stehen", betonen sie in ihrer gemeinsamen Schlussbotschaft, die Fides vorliegt, gleichsam wolle man "die Identität als Ordensleute zu vertiefen und auf die Zeichen der Zeit antworten", ausgehend vom Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus zum Jahr des Geweihten Lebens .<br />Schwester M. Nirmalini, Präsidentin der "Konferenz der Ordensleute Indiens", erinnert daran, dass der Papst das geweihte Leben auffordert, "die Welt aufzuwecken", der Welt zu bezeugen, „dass es eine andere Art zu sein, zu handeln und zu leben gibt, eine prophetische Art zu leben". "Um die Welt zu aufzuwecken", erklärt sie, "müssen die Ordensleute aufmerksam sein für die Freuden und Schreie der Welt um uns herum und für den Ruf Gottes. Es kommt darauf an, wo wir sind, was wir sehen und wie wir hören. Wenn wir die Welt betrachten, werden wir nicht nur unglaubliche Liebe, Güte, Schönheit und Großzügigkeit sehen, sondern auch Menschen und die Erde, die unnötig leiden und um eine Antwort betteln“. Wir sind aufgerufen zu reagieren", so die Ordensfrau.<br />Dies ist die Analyse der aktuellen Situation in Indien, wie sie in dem von den Ordensleuten veröffentlichten Schlussdokument dargelegt wird: "Als Ordensleute, die sich für Gerechtigkeit und Frieden bringen wir unsere Besorgnis über die Verschlechterung der Lage unserer Nation an allen Fronten zum Ausdruck“, heißt es dort, „Globale Indikatoren weisen Indien heute auf eine Abwärtsspirale hin. Die Armen in Indien werden von Tag zu Tag ärmer, während die Reichen und Mächtigen weiterhin auf ihre Kosten profitieren und unverschämte Mengen an Reichtum anhäufen. Die Adivasi werden ihres Landes beraubt. Dalits und anderen untergeordneten Gruppen werden immer noch Würde, Gleichheit und Gerechtigkeit verweigert. Religiöse Minderheiten werden mit Hassreden und Verfolgung bedroht, während Politiker sie systematisch verunglimpfen und dämonisieren und dabei eine spaltende und gewalttätige Agenda verfolgen“, beklagen die Ordensleute. „Die Intoleranz ist auf dem Vormarsch. Verfassungswidrige Antikonversionsgesetze stehen heute im Mittelpunkt des Interesses. Die Arbeitsgesetze verstoßen gegen die Rechte der Arbeitnehmer und begünstigen profitorientierte Großunternehmen. Die Notlage der Wanderarbeitnehmer rückte in den Vordergrund, als die Abriegelung im März 2020 angekündigt wurde. Die Fischer in Kerala und anderen Teilen des Landes kämpfen gegen Unternehmen, die ihre Lebensgrundlage zerstören wollen. Die Arbeitslosigkeit und die steigende Inflation haben das Leben der Armen stark beeinträchtigt“, heißt es in dem Dokument weiter<br />"Die neue nationale Bildungspolitik richtet sich gegen die Armen und gegen Minderheiten“, heißt es in dem Text weiter, „Korruption ist weit verbreitet, Vetternwirtschaft ist weit verbreitet. Im Environmental Performance Index 2022 belegte Indien den letzten Platz . Darüber hinaus werden "Menschenrechtsaktivisten, die sich gegen die Regierung stellen, angegriffen, inhaftiert und sogar getötet .<br />Die Ordensleute sind "zutiefst betrübt", weil "das demokratische, pluralistische und säkulare Gefüge unseres Landes zerstört wird" und fordern die Kirche auf, zu einer echten "Synodalität" zu gelangen, eine "klerikale und patriarchalische Mentalität" aufzugeben, die auch innerhalb der Kirche eine Diskriminierung aufgrund der Kastenzugehörigkeit praktiziert, und Mut und Transparenz zu zeigen. <br />Als "in Jesus verwurzelte Jüngerinnen und Jünger, die sich bewusst sind, dass persönliche Veränderung der erste Schritt zu sozialer Veränderung ist, und die bereit sind, die in der indischen Verfassung verankerten Werte zu verwirklichen", erklären die indischen Ordensfrauen und -männer: "Wir werden uns weiterhin bemühen, integrativere Gemeinschaften aufzubauen, die religiöse, kasten- und geschlechtsspezifische sowie ethnische Trennungen und alle Formen von Sektierertum überwinden", und betonen, "dass wir uns für das Leben der Armen und Ausgegrenzten, der Ausgebeuteten und Schwachen einsetzen. Dies wird uns in die Lage versetzen, wirksam und prophetisch auf die Zeichen der Zeit für eine gerechtere und friedlichere Gesellschaft zu reagieren".<br />Schließlich will das Forum "mehr und jüngere Ordensmänner und -frauen ermutigen, sich für die Themen Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen".<br /> <br />Mon, 26 Sep 2022 11:52:04 +0200AMERIKA/NICARAGUA - Kardinal Brenes zur Bibelwoche: "Das Wort Gottes verwandelt uns”http://fides.org/de/news/72849-AMERIKA_NICARAGUA_Kardinal_Brenes_zur_Bibelwoche_Das_Wort_Gottes_verwandelt_unshttp://fides.org/de/news/72849-AMERIKA_NICARAGUA_Kardinal_Brenes_zur_Bibelwoche_Das_Wort_Gottes_verwandelt_unsManagua - "Es wird die Woche der Begegnung mit dem Wort und der Fähigkeit des Zuhörens, angefangen bei mir, bei unseren Priestern und bei jedem von Ihnen: damit wir in dieser Woche zu Missionaren des Wortes werden", so der Erzbischof von Managua, Kardinal Leopoldo José Brenes, beim dem von den katholischen Medien übertragenen Sonntagsgottesdienst in der Kathedrale von Managua vorstand, zum Beginn der Bibelwoche. "Wir sind Missionare, damit sich heute viele, viele unserer Brüder und Schwestern von diesem Wort verwandeln lassen, das uns immer etwas zu sagen hat, uns immer etwas fragen wird und uns immer herausfordert, manchmal ohne dass wir es wollen, denn das Wort Gottes ist ewig", betonte er.<br />Der Kardinal erinnerte zu Beginn der heiligen Messe daran, dass das Wortes Gottes, "lebendig und dynamisch ist“. Es sei „die erste Begegnung“, „die wir alle auf persönliche und intime Weise mit dem Herrn haben", so der Kardinal. „Dort finden wir die Lehre, dort finden wir den Mut, dort finden wir die Kraft, aber wir können im Wort auch einen Aufruf zur Aufmerksamkeit finden, und dieser Aufruf zur Aufmerksamkeit lädt uns ein, über dieses Wort nachzudenken, über das, was der Herr von mir verlangt".<br />Kardinal Brenes lud katholische Familien ein, eine Bibel in ihrem Haus bereit zu halten, so dass "der Junge, das Mädchen, die Großmutter, der Vater, die Mutter tagsüber in der Lage sind, sich dem Herrn zu nähern und sich von ihm fragen zu lassen, was verlangt der Herr von mir, was verlangt er von mir in dieser Woche?" <br />Mit Blick auf die Lesungen des Tages lud der Erzbischof von Managua dazu ein, über die Frage nachzudenken: „Was ist unsere Sicherheit? Worauf setzen wir unsere Sicherheit?“. "Wenn wir unsere Sicherheit nicht in Christus Jesus haben, setzen wir sie in die Dinge der Welt... alles praktisch vergänglich", "materielle Güter, die gut sind, sind gut, aber sie sind nicht das, was Leben gibt, derjenige, der Leben gibt, ist die Zuneigung, die Kraft ist die Gegenwart Christi", so der Kardinal abschließend. <br /> <br />Mon, 26 Sep 2022 11:33:32 +0200ASIEN/JAPAN - Bischof von Takamatsu zurückgetretenhttp://fides.org/de/news/72852-ASIEN_JAPAN_Bischof_von_Takamatsu_zurueckgetretenhttp://fides.org/de/news/72852-ASIEN_JAPAN_Bischof_von_Takamatsu_zurueckgetretenVatikanstadt – Papst Franziskus hat den von Bischof John Eijiro Suwa von Takamatsu eingereichten Rücktritt angenommen.<br /> <br /><br />Mon, 26 Sep 2022 12:44:49 +0200EUROPA/ÖSTERREICH - Erzbischof Dal Toso: “Päpstliche Missionswerke sind einzigartige Familie”http://fides.org/de/news/72848-EUROPA_OeSTERREICH_Erzbischof_Dal_Toso_Paepstliche_Missionswerke_sind_einzigartige_Familiehttp://fides.org/de/news/72848-EUROPA_OeSTERREICH_Erzbischof_Dal_Toso_Paepstliche_Missionswerke_sind_einzigartige_FamilieWien – Als ein “besonderes Netzwerk” in der katholischen Kirche, das einerseits durch die “Nähe zum Papst” als eines seiner Hilfswerke geprägt ist und andererseits durch die Verbindung zu den Ortskirchen, die es auf ihrem missionarischen Weg begleitet, bezeichnete der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Kurienerzbischof Dal Toso, während seines zweitägigen Besuchs in der Nationaldirektion von Missio Österreich, die von ihm geleiteten Werke. <br />Bei seinem Besuch im Herzen Wiens gab es ein Novum, denn erstmals in seiner Amtszeit als Präsident der Päpstlichen Missionswerke wurde er dabei von drei der vier Generalsekretäre der Päpstlichen Missionswerke begleitet: Pater Tadeusz Nowak vom Päpstlichen Werk für die Glaubensverbreitung, Pater Guy Bognon vom Päpstlichen Apostel-Petrus-Werk und Schwester Roberta Tremarelli vom Kindermissionswerk nutzten die zwei Tage um über konkrete gemeinsame Hilfsaktionen und Prozesse der Zusammenarbeit mit dem Team der Päpstlichen Missionswerke in Österreich zu sprechen. <br />Der Präsident der Päpstlichen Missionswerke zeigte sich dankbar gegenüber dem Wirken von Missio Österreich: “Mein Besuch soll Anerkennung für die vielen Initiativen ausdrücken, die in der Nationaldirektion von Missio Österreich organisiert werden”.<br />Die Päpstlichen Missionswerke sind für Erzbischof Dal Toso eine “einzigartige weltweite Familie”. Der Erzbischof erinnerte an den “zahlenmäßige Aufbruch in der katholischen Kirche Afrikas und Asiens“, und betonte, "gleichzeitig kann uns auch hier in Europa diese Dynamik und dieser Geist aus den Ländern des Globalen Südens Mut machen und neue Dankbarkeit für den Glauben schenken“. Die Initiativen von Missio Österreich seien ein “Schlüssel für die Zukunft der Kirche”, so der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, der in diesem Zusammenhang insbesondere auch die Priesterpatenschaften erwähnte: „Die Priesterausbildung ist zentral, denn wir merken, wie wesentlich und wichtig die Priester gerade für die Menschen in den Ländern des Globalen Südens sind.“<br /> <br />Mon, 26 Sep 2022 11:16:12 +0200