Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AMERIKA/KUBA - Bischöfe betonen nach jüngsten verbalen Angriffen ihre Verbundenheit mit dem Papst: “Helles Licht in der Dunkelheit”https://fides.org/de/news/77587-AMERIKA_KUBA_Bischoefe_betonen_nach_juengsten_verbalen_Angriffen_ihre_Verbundenheit_mit_dem_Papst_Helles_Licht_in_der_Dunkelheithttps://fides.org/de/news/77587-AMERIKA_KUBA_Bischoefe_betonen_nach_juengsten_verbalen_Angriffen_ihre_Verbundenheit_mit_dem_Papst_Helles_Licht_in_der_DunkelheitSanta Clara – Die Bischöfe Kubas bekunden in einer Stellungnahme, die an diesem Montag veröffentlicht wurde, ihre „tiefste Verbundenheit“ mit Papst Leo XIV. und drücken darin ihre Nähe zum Papst angesichts der jüngsten verbalen Angriffe auf das Oberhaupt der katholischen Kirche aus. Sie danken ihm für sein Eintreten für den Frieden und die Schwächsten.<br />In dem vom Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz Kubas, Bischof Arturo González Amador von Santa Clara, unterzeichneten Text betonen die Bischöfe, dass die Aufrufe des Papstes zum Frieden „in einer von Konflikten und Kriegen verwundeten Welt“ zu einer "prophetischen Stimme und einem hellen Licht in der Dunkelheit" geworden seien.<br />Die Bischöfe betonen auch, dass der Papst, wenn er „wegen seiner Treue zum Evangelium und seines Einsatzes für die Armen und Ausgegrenzten angegriffen oder verunglimpft wird“, den Herrn Jesus „in greifbarer Weise“ gegenwärtig macht, und sie versichern ihm ihre Gebete und ihre Nähe und erbitten für sein Wirken den Schutz der Jungfrau der Nächstenliebe von El Cobre.<br />Diese Geste der kirchlichen Verbundenheit findet in einem besonders schwierigen Kontext für die Insel statt. Kuba erlebt eine der schwersten Krisen seiner jüngeren Geschichte, gekennzeichnet durch Nahrungsmittel-, Medikamenten- und Treibstoffmangel sowie anhaltende Stromausfälle, die das tägliche Leben der Bevölkerung massiv beeinträchtigen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem US-Embargo haben zu wachsender sozialer Unzufriedenheit geführt, die in einigen Regionen des Landes zu Protesten geführt hat.<br />Hinzu kommt die Besorgnis über die zunehmenden Inhaftierungen von Regierungskritikern. Laut dem jüngsten Bericht der Organisation „Prisoners Defenders“ vom März 2026 hat die Zahl der politischen Gefangenen in den letzten Monaten 1.000 überschritten. Neuverhaftungen, darunter auch von Frauen und Minderjährigen, stehen oft auch im Zusammenhang mit friedlichen Protesten und der Äußerung kritischer Meinungen. Viele Gefangene litten unter gesundheitlichen Problemen und erhielten keine angemessene medizinische Versorgung, was zu äußerst besorgniserregenden Zuständen führe, so die Organisation.<br />Angesichts dieser Lage hat Caritas Kuba die Verteilung humanitärer Hilfe intensiviert. Über das eigene Netzwerk hat das Hilfswerk der katholischen Bischöfe Lebensmittel, Hygieneartikel und Haushaltsgegenstände an bedürftige Familien in mehreren Diözesen verteilt. Diese Hilfsgüter sollen vor allem den Bedürftigsten zugutekommen, insbesondere angesichts der zunehmenden materiellen Armut. Treibstoffmangel und logistische Einschränkungen beeinträchtigen jedoch auch die Arbeit der Kirche, bei der Verteilung von Hilfe in den Gemeinden.<br />Seit Anfang 2026 hat die kubanische Bischofskonferenz wiederholt dazu aufgerufen, „der Realität des Landes im Geiste des Dialogs, der Hoffnung und der gemeinsamen Verantwortung zu begegnen“. Die Bischöfe beharren darauf, „Wege zu finden, die Krise zu überwinden und das Leid des kubanischen Volkes zu lindern“, wie es einer Erklärung der Bischöfe vom 12. Februar 2026 heißt, in der diese um die Verschiebung des Ad-limina-Besuchs bitten. In dieser Erklärung erläuterten die Bischöfe, dass die Bitte eine Reaktion auf die „sich verschlechternde sozioökonomische Lage im Land sei, die große Instabilität und Unsicherheit hervorrufe“. Sie präzisierten, dass das Treffen mit Papst Leo XIV., das ursprünglich für den 16. bis 20. Februar 2026 geplant war, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden solle, ohne dass zu diesem Zeitpunkt ein neuer offizieller Termin festgelegt wurde.<br /><br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/it/attachments/view/file/Carta-de-Mons.-Arturo-Gonzalez-Amador.pdf">Stellungnahme der Bischöfe im Wortlaut (Spanisch)</a>Fri, 17 Apr 2026 13:39:33 +0200AFRIKA/KENIA - Bischöfe beklagen Mangel an Heiratsurkunden und Verzögerungen bei der standesamtlichen Registrierunghttps://fides.org/de/news/77584-AFRIKA_KENIA_Bischoefe_beklagen_Mangel_an_Heiratsurkunden_und_Verzoegerungen_bei_der_standesamtlichen_Registrierunghttps://fides.org/de/news/77584-AFRIKA_KENIA_Bischoefe_beklagen_Mangel_an_Heiratsurkunden_und_Verzoegerungen_bei_der_standesamtlichen_RegistrierungNairobi – „Seit einiger Zeit erleben wir Verzögerungen bei der standesamtlichen Registrierung und Legalisierung von Eheschließungen“, bekräftigen die Bischöfe Kenias in einer Stellungnahme, die an diesem Donnerstag im Anschluss an eine Zusammenkunft im „Donum Dei Roussel House“ in Karen veröffentlicht wurde. „Die Verfahren zur Benachrichtigung und Ausstellung von Heiratsurkunden sind unnötig kompliziert geworden. Der Genehmigungsprozess ist langsam und missachtet mitunter festgelegte Fristen und Termine“, heißt es in der Erklärung weiter.<br />„Darüber hinaus herrscht ein Mangel an Heiratsurkunden. Dies kann der Gesellschaft nur moralischen Schaden zufügen und gefährdet, schwächere Ehepartner ihrer Rechte zu berauben“, heißt es in der Erklärung der Kenianischen Bischofskonferenz .<br />„Als Land müssen wir die Institution der Ehe, wie sie in der kenianischen Verfassung verankert ist, schützen und fördern. Wenn Familien und die Institution der Ehe stark sind, gedeiht unsere Gesellschaft“, erklärten die Bischöfe und verwiesen auf Artikel 45 der Verfassung, der die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft anerkennt.<br />Die Stellungnahme der Bischöfe erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden öffentlichen Unmuts im Hinblick auf Verzögerungen bei der Ausstellung von Dokumenten wie Geburtsurkunden, Personalausweisen und Reisepässen.<br />Die Bischöfe äußern zudem Besorgnis über die Massenmorde im rituellen Kontext, wie im Fall von des Massakers an Sektenmitgliedern im Wald von Shakahola .<br />„Der Skandal um die Tode von Shakahola und Kware ist uns noch gut in Erinnerung. Unvorstellbare Morde kamen ans Licht“, so die Bischöfe, die in diesem Zusammenhang das Fehlen sozialer und staatlicher Kontrollen beklagen, da „diese Menschen, die getötet und in Massengräbern verscharrt wurden, oft aus der eigenen Familien oder der Nachbarschaft stammten“. „Die Frage, wie dies geschehen konnte, bleibt unbeantwortet, ohne dass jemand etwas bemerkte und den Behörden meldete“, betonen sie.<br />Die Bischofskonferenz betont, dass sich ähnliche Vorfälle mit neuen, ungeklärten Todesfällen immer wieder ereignen. „Der Fund von Leichen von Männern, Frauen und Kindern in Jutesäcken in Binzaro, Kilifi und nun auch Kericho ist zutiefst beunruhigend, da er die völlige Missachtung der Heiligkeit und des Wertes des menschlichen Lebens offenbart“, heißt es in der Mitteilung der Bischöfe dazu. Die Bischöfe prangern an, dass „die Ermittlungen zu diesen Morden sehr schnell im Sande verlaufen und leicht in Vergessenheit geraten“, nur weil „die Opfer arm und scheinbar unbedeutend waren“. <br />Die Verachtung für das menschliche Leben zeige sich auch im Anstieg des Menschenhandels, so die Bischöfe. Auf politischer Ebene bekräftigen sie ihre Kritik an der verbalen Disziplinlosigkeit in der öffentlichen Debatte und verurteilen das Erstarken kontrollierter krimineller Elemente , die „eingesetzt werden, um einzuschüchtern, Versammlungen zu stören und sogar zu töten“. Ein Phänomen, das „nur gedeihen kann, wenn es von einflussreichen Personen gefördert und geschützt wird“.<br /> Fri, 17 Apr 2026 12:24:52 +0200ASIEN/INDIEN - Katholische Laien und Vertreter verschiedener Religionen rufen zum globalen Frieden aufhttps://fides.org/de/news/77583-ASIEN_INDIEN_Katholische_Laien_und_Vertreter_verschiedener_Religionen_rufen_zum_globalen_Frieden_aufhttps://fides.org/de/news/77583-ASIEN_INDIEN_Katholische_Laien_und_Vertreter_verschiedener_Religionen_rufen_zum_globalen_Frieden_aufNeu-Delhi – „Als indische Christen unterstützen wir von ganzem Herzen den Aufruf des Heiligen Vaters zu einem Waffenstillstand, zum Dialog und zur Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten. Die Stimme des Papstes, die im Evangelium des Friedens und der Barmherzigkeit wurzelt, ist in diesen turbulenten Zeiten ein moralisches Gebot für die gesamte Menschheit“, so Elias Vas, Präsident der „All India Catholic Union“ , dem größten nationalen Dachverband katholischer Laien in Asien, gegenüber Fides. „Frieden ist das höchste Gut der Menschheit, die Grundlage für eine prosperierende Zukunft“, betonte er. <br />Die AICU, eine 1919 gegründete Organisation mit 120 Diözesanniederlassungen im ganzen Land und 16 Millionen Mitgliedern, bekundet ihre Solidarität und Unterstützung für den Aufruf von Papst Leo XIV. zu einem sofortigen Ende des verheerenden Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und Israel mit dem Iran und dem Libanon. Die Auswirkungen des Krieges, so der AICU-Präsident, „wirken sich weltweit aus und beeinträchtigen durch die Blockade der Straße von Hormus die Energiemärkte und den Welthandel sowie die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Stabilität – alles Faktoren, die auch Indien betreffen.“ Die AICU ruft die Regierungen deshalb dazu auf, „den weltweiten Chor der Stimmen zu hören, die zum Frieden aufrufen und von religiösen Führern, der Zivilgesellschaft und einfachen Bürgern kommen.“<br />In Indien gibt es eine breite Friedensbewegung, an der sich Vertreter verschiedener Religionen beteiligen. Das anhaltende Engagement der indischen Kirche für die „Förderung interreligiöser Harmonie und die Stärkung gemeinsamer spiritueller Bemühungen um den Weltfrieden“, so die Katholische Bischofskonferenz Indiens , wurde kürzlich in Delhi im Rahmen der Veranstaltung „Shanthi Sabha – Multireligiöse Versammlung für den Frieden“ zum Ausdruck gebracht. Sie brachte Vertreter der christlichen, hinduistischen, muslimischen, buddhistischen, jainistischen, Bahai- und zoroastrischen Gemeinschaften zusammen, die angesichts der zahlreichen Konflikte und Kriege weltweit gemeinsam für Frieden, Versöhnung und Harmonie beteten. <br />Erzbischof Anil Joseph Couto, Generalsekretär der CBCI, entzündete eine traditionelle Lampe und sang mit den Vertretern der anderen Religionen ein traditionelles „Bhajan“-Gebet als Zeichen des gemeinsamen Friedenswunsches. Anschließend sprachen die Teilnehmer gemeinsam das Gebet des heiligen Franz von Assisi: „Herr, mach mich zu einem Werkzeug des Friedens“ und hielten dabei brennende Kerzen in den Händen. Die Versammlung der Religionsführer will außerdem eine „globalen Friedensresolution“ veröffentlicht, die Regierungen, Institutionen und der internationalen Gemeinschaft vorgelegt werden soll, als Zeichen des Friedenswunsches, der „von der Basis“ und aus der der Zivilgesellschaft kommt.<br /> Fri, 17 Apr 2026 11:41:13 +0200AFRIKA/GABUN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Amt bestätigthttps://fides.org/de/news/77582-AFRIKA_GABUN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigthttps://fides.org/de/news/77582-AFRIKA_GABUN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 19. März 2026 Pfarrer Hajjar Mangomo Nanga aus dem Klerus der Diözese Franceville für die kommenden fünf Jahre im Amt als Nationaldirektor in Gabun bestätigt .<br /> <br />Fri, 17 Apr 2026 11:17:57 +0200AFRIKA/KAMERUN - “Unsichtbare Kinder”: Kindermissionswerk bringt Hilfsprojekt für Kinder ohne Geburtsurkunde auf den Weghttps://fides.org/de/news/77581-AFRIKA_KAMERUN_Unsichtbare_Kinder_Kindermissionswerk_bringt_Hilfsprojekt_fuer_Kinder_ohne_Geburtsurkunde_auf_den_Weghttps://fides.org/de/news/77581-AFRIKA_KAMERUN_Unsichtbare_Kinder_Kindermissionswerk_bringt_Hilfsprojekt_fuer_Kinder_ohne_Geburtsurkunde_auf_den_WegBafia – Im Bistum Bafia leben etwa 20.000 Kinder ohne Geburtsurkunde. Kinder, deren Geburtsurkunde nicht existiert. Kinder, die für den Staat, die Zivilgesellschaft und die Kirche nie „geboren“ wurden.<br />„Das Problem fehlender Geburtsurkunden ist in den meisten unserer Diözesen, insbesondere in den großen Städten, Realität“, berichtet der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Kamerund, Pfarrer Cletus Ashu Amah, gegenüber Fides, am Rande des Papstbesuchs in seinem Land. „Die Ursache dieses Phänomens“, so Pfarrer Cletus, „liegt im Krieg und in extremer Armut. Vor allem im englischsprachigen Teil des Landes kommt es zu vielen Vertreibungen, darunter von Kindern, Jugendlichen, Familien und ganzen Gemeinschaften. Manche vertriebene Mädchen geraten in die Prostitution, werden schwanger, und manche dieser Kinder werden ausgesetzt. All dies ohne Geburtsurkunde.“<br />Die Wahrung der Identität von Kindern, ihr Schutz vor Gefahren wie Menschenhandel und Missbrauch sowie der Zugang zu grundlegenden sozialen Dienstleistungen wie dem Recht auf Bildung und Gesundheitsversorgung und die Teilhabe am sozialen und religiösen Leben sind die Ziele eines Projekts, das vom Päpstlichen Kindermissionswerk für gefährdete Kinder im Bistum Bafia unterstützt wird und jüngst von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden des Bistums vorgestellt wurde. Das Projekt dokumentiert und analysiert das Phänomen nicht nur, sondern bringt auch konkrete Maßnahmen auf den Weg, um es im größeren Kontext zu bekämpfen. <br />Der zivile und humanitäre Aspekt dieses Projekts ist Teil der größeren Mission des Päpstlichen Kindermissionswerks, das gemäß dem Motto des Gründers, Bischof Charles de Forbin-Janson, „Kinder helfen Kindern“, zur christlichen und missionarischen Bildung von Kindern beiträgt.<br />Das Projekt, das mehrere Phasen umfasst, beinhaltet Sofortmaßnahmen wie die Organisation mobiler Einheiten zur Registrierung, die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden in besonders gefährdeter Gebiete, die Einrichtung temporärer Registrierungszentren in Pfarreien, Schulen und Gesundheitseinrichtungen sowie die Erleichterung des Prozesses durch rechtliche und administrative Unterstützung, einschließlich Kostensenkungen.<br />Zusätzlich zu diesen Aktivitäten wurde eine umfassende Aufklärungskampagne zu diesem Thema gestartet, unter anderem in Zusammenarbeit mit Radiosendern.<br /> „Die Anerkennung einer Person, die Ausstellung ihrer Geburtsurkunde, ist der erste Akt der sozialen und rechtlichen Anerkennung der Würde eines Kindes. Das Projekt betont, dass jedes Kind, ob reich oder arm, in Gottes Augen unschätzbar wertvoll ist und Anerkennung verdient“, heißt es in der Projektbeschreibung. Es soll den Kindern der Kindermissionswerke als katechetisches Hilfsmittel dienen, wobei kleinerer Spendenbeträge gesammelt werden und Kinder zum Gebet für dieses Anliegen eingeladen werden. Dabei werden auch Informationsmaterialien verteilt, damit Kinder sich aktiv in einer karitativen Aktion für bedürftige Gleichaltrige in ihrer Diözese einsetzen.<br /> „Auf nationaler Ebene arbeiten wir als Päpstliche Missionswerke derzeit an einem Projekt für diese Kinder, das zunächst in zwei Diözesen startet. Die Kinder werden identifiziert, ihre Geburtsurkunden werden ausgestellt und ihnen wird eine umfassende Ausbildung angeboten, die ihnen eine gute Grundlage für ihre Zukunft bietet“, so Pfarrer Cletus abschließend, „Unser Büro kooperiert außerdem mit mehreren Waisenhäusern, die vertriebene, verlassene und verwaiste Kinder aufnehmen. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist dabei die Nachverfolgung der Ausstellung von Geburtsurkunden.“<br /> Fri, 17 Apr 2026 11:12:38 +0200LEO XIV. IN AFRIKA - “Wehe denen, die den Namen Gottes für ihre militärischen, wirschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen“https://fides.org/de/news/77580-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Wehe_denen_die_den_Namen_Gottes_fuer_ihre_militaerischen_wirschaftlichen_und_politischen_Zwecke_verbiegenhttps://fides.org/de/news/77580-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Wehe_denen_die_den_Namen_Gottes_fuer_ihre_militaerischen_wirschaftlichen_und_politischen_Zwecke_verbiegenBamenda – Es seien die Völker, die unter den Folgen von Kriegen leiden, die von den Mächtigen angeordnet werden, und Religion dürfe nicht zur Rechtfertigung von Konflikten instrumentalisiert werden, lautet die Botschaft von Papst Leo XIV. bei seiner Begegnung mit den Religionsführern in Bamenda, der Hauptstadt der englischsprachigen Region Kameruns, am heutigen 16. April. Die Region wird seit 2017 von einem separatistischen Konflikt heimgesucht.<br />„Liebe Schwestern und Brüder, ich bin hier, um Frieden zu verkünden, doch ich stelle fest, dass ihr es seid, die ihr ihn mir und der ganzen Welt verkündet“, begann der Heilige Vater seine Ansprach bei dem Treffen mit den Vertretern der verschiedenen Gemeinschaften in Bamenda. „Gerade hat mir jemand erzählt, dass die Krise, die diese Regionen Kameruns heimgesucht hat, die christlichen und muslimischen Gemeinschaften einander näher gebracht als je zuvor, so dass sich eure geistlichen Führer zusammengetan und eine Friedensbewegung gegründet haben, mit deren Hilfe sie zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln suchen“, betonte er.<br />„Ich würde mir das für so viele Orte auf der Erde wünschen! Selig sind die Friedensstifter! Wehe jedoch, denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes selbst für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und das Heilige in das Schmutzigste und Finsternis ziehen“, so Papst Leo XIV. weiter.<br /> „Wer euer Land seiner Ressourcen beraubt, investiert in der Regel einen Großteil ihrer Gewinne in Waffen, in einer endlosen Spirale der Destabilisierung und endlosen Sterbens“, prangert der Papst an. „Es ist eine verkehrte Welt, ein Zerrbild der Schöpfung Gottes. Jeder aufrichtige Mensch muss dies anprangern und ablehnen und jene Kehrtwende – die Bekehrung – vollziehen, die in die entgegengesetzte Richtung führt, auf den tragfähigen und zielführenden Weg der menschlichen Geschwisterlichkeit. Die Welt wird von wenigen Herrscheden zerstört und von Myriaden solidarischer Brüdern und Schwestern aufrechterhalten!“<br />Diese Solidarität zeigte sich in den Beiträgen von Fonki Samuel Forba, dem emeritierten Moderator der Presbyterianischen Kirche in Kamerun, und Imam Mohamad Abubakar von der Zentralmoschee von Buea. Forba erklärte: „Eine der positiven Folgen dieser Krise, die unsere Regionen Kameruns erschüttert hat, ist, dass sie die christlichen Kirchen und den Islam einander näher gebracht hat als je zuvor.“ Er betonte: „Verfolgung und Leid kennen weder Glauben noch Rasse noch Sprache noch Hautfarbe. Der Leidende braucht Trost, und der Mensch im Krieg braucht Frieden, ungeachtet seines Glaubens.“<br />Wie der Papst betonte, haben sich die religiösen Führer der Region zusammengeschlossen, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. „Aufgrund ihres gemeinsamen Leids schlossen sich die englischsprachigen Religionsführer zusammen und gründeten eine Friedensbewegung, durch die wir Frieden und Dialog zwischen der kamerunischen Regierung und den separatistischen Kämpfern vermitteln wollten“, erklärte der Moderator. „Unter der Leitung des Erzbischofs von Bamenda, Erzbischof Andrew Nkea, besuchten und sprachen wir mit zahlreichen Führern separatistischer Bewegungen im In- und Ausland und versuchten, den Dialog mit den lokalen separatistischen Kämpfern vor Ort anzustoßen, um sie davon zu überzeugen, dass Frieden besser ist als Krieg und dass Krieg niemals einen Konflikt wirklich lösen kann.“<br />Imam Abubakar erinnerte daran, dass auch Muslime durch den Krieg getötet wurden und materielle Verluste erlitten haben, und dankte Gott, „weil diese Krise nicht in einen Religionskrieg ausgeartet ist und wir uns trotz unserer unterschiedlichen Religionen weiterhin bemühen, einander zu lieben.“ Der Oberste traditionelle Häuptling von Mankon, Fon Fru Asaah Angwafor IV., erinnerte an die Rolle der traditionellen Anführer bei der Begrüßung der ersten Missionare und dankte der katholischen Kirche „für die großartige Evangelisierungsarbeit, die in den vergangenen Jahren und auch heute noch geleistet wird, sowie für die sozialen Dienste, die die Kirche unserem Volk leistet.“ <br />In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Erzbischof Andrew Nkea von Bamenda an das Leid der Bevölkerung, das der Konflikt verursacht hat: „Fast vier Jahre lang durften unsere Kinder nicht zur Schule gehen. Sie wurden als Spielball politischer Machtkämpfe und Motive missbraucht. Zahlreiche Priester, Ordensleute und sogar Bischöfe in dieser Provinz wurden in diesem Konflikt verfolgt, geschlagen, entführt oder gar getötet, und dennoch verkündet die Kirche weiterhin die Botschaft des Evangeliums als Licht der Hoffnung für ein traumatisiertes Volk. Diese Krise hat viele Frauen zu Witwen, viele Kinder zu Waisen und viele Menschen obdachlos gemacht.“<br /> <br />Thu, 16 Apr 2026 16:29:49 +0200LEO XIV. IN AFRIKA - Papst an die Autoritäten in Kamerun: “Ich möchte einen jeden ermutigen, am Aufbau des Gemeinwohls weiterzuarbeiten”https://fides.org/de/news/77577-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Papst_an_die_Autoritaeten_in_Kamerun_Ich_moechte_einen_jeden_ermutigen_am_Aufbau_des_Gemeinwohls_weiterzuarbeitenhttps://fides.org/de/news/77577-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Papst_an_die_Autoritaeten_in_Kamerun_Ich_moechte_einen_jeden_ermutigen_am_Aufbau_des_Gemeinwohls_weiterzuarbeitenYaoundé – Politik sollte dem Gemeinwohl dienen und Korruption vermeiden, die „die Obrigkeit in Verruf bringt und ihr ihre Autorität nehmen“, so Papst Leo XIV. an diesem Mittwoch im Präsidentenpalast in Yaoundé bei einem Treffen mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft sowie mit dem diplomatischen Korps. Er ermahnt damit die Verantwortlichen Kameruns, das im Corruption Perceptions Index 2025 von „Transparency International“ Platz 142 von 182 Ländern belegt. <br />Das Land erreichte eine Punktzahl von 26 von 100 . Diese Zahl ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert geblieben und zeigt keine nennenswerte Verbesserung. Kamerun liegt damit deutlich unter dem globalen Durchschnitt von 42 und dem regionalen Durchschnitt Subsahara-Afrikas von 32. <br />In seiner ersten Ansprache während seines Besuchs in Kamerun wandte sich der Heilige Vater an die Kameruner, insbesondere an junge Menschen und Frauen, und ermutigte sie, die Hoffnung nicht aufzugeben, sondern „mit Begeisterung und Ausdauer am Aufbau des Gemeinwohls weiterzuarbeiten“.<br />Papst Leo XIV. erinnerte an die Lehren des heiligen Augustinus und betonte: „Seinem Land zu dienen bedeutet, sich mit klarem Verstand und reinem Gewissen dem Gemeinwohl aller Menschen zu widmen: der Mehrheit, der Minderheiten und der Harmonie zwischen ihnen.“ Dies war ein Aufruf an die Verantwortung der herrschenden Klasse und der Bevölkerung, sich für Frieden, Versöhnung und Einheit im Sinne des Gemeinwohls einzusetzen – in einem Land, das von „Spannungen und Gewalt geprägt ist, die einige Regionen im Nordwesten, Südwesten und im hohen Norden heimgesucht haben.“<br />Der Papst appellierte an die Bevölkerung, Raum für junge Menschen, Frauen und verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen zu schaffen, denn, wie er betonte, „die Zivilgesellschaft ist als eine treibende Kraft für den nationalen Zusammenhalt anzusehen“. „Dies ist ein Schritt, zu dem auch Kamerun bereit ist! Vereine, Frauen- und Jugendorganisationen, Gewerkschaften, humanitäre NGOs, traditionelle und religiöse Führer: Sie alle spielen eine unersetzliche Rolle beim Aufbau des sozialen Friedens“, erklärte der Papst.<br />Papst Leo XIV. fügte hinzu, es sei unerlässlich, den Forderungen nach „Transparenz bei der Verwaltung öffentlicher Gelder und Achtung der Rechtsstaatlichkeit“ nachzukommen, „um das Vertrauen wieder herzustellen“. Kamerun hat das am längsten amtierende Staatsoberhaupt auf der internationalen Bühne und eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt mit einem Durchschnittsalter von etwa 18–19 Jahren und einem Bevölkerungsanteil von rund 41 % unter 15 Jahren.<br />Der Heilige Vater widmete den jungen Menschen wichtige Passagen seiner Ansprache und bezeichnete sie als „Hoffnung des Landes und der Kirche.“ „Ihre Energie und ihre Kreativität sind unschätzbare Reichtümer. Wenn jedoch Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung fortbestehen, kann Frustration natürlich zu Gewalt führen. In die Bildung, Ausbildung und das die unternehmerischen Fähigkeiten junger Menschen zu investieren, ist daher eine strategische Entscheidung für den Frieden.“<br />„Gott sei Dank mangelt es den jungen Kamerunern nicht an einer tiefen Spiritualität, die sich noch immer der Gleichmacherei des Marktes widersetzt. Es ist eine Kraft, die ihre Träume wertvoll macht, welche in den Prophetien wurzeln, die ihr Gebet und ihre Herzen nähren“, fuhr Papst Leo XIV. fort und bekräftigte abschließend das Engagement der Kirche in Kamerun, „loyal mit den zivilen Autoritäten Behörden und allen dynamischen Kräften der Nation zusammenzuarbeiten, um die Menschenwürde und die Versöhnung zu fördern.“<br /> Thu, 16 Apr 2026 13:10:03 +0200AFRIKA/SUDAN - Tragische Bilanz nach drei Kriegsjahren: Über 150.000 Tote und 14 Millionen Vertriebenehttps://fides.org/de/news/77579-AFRIKA_SUDAN_Tragische_Bilanz_nach_drei_Kriegsjahren_Ueber_150_000_Tote_und_14_Millionen_Vertriebenehttps://fides.org/de/news/77579-AFRIKA_SUDAN_Tragische_Bilanz_nach_drei_Kriegsjahren_Ueber_150_000_Tote_und_14_Millionen_VertriebeneKhartum – Drei Jahre sind seit Beginn des Kriegs im Sudan vergangen, und ein Ausweg scheint nicht in Sicht. Der Konflikt, der am 16. April 2023 ausbrach , befindet sich weiterhin in einer Pattsituation mit ständigen Gebietswechseln. Die sudanesischen Streitkräfte haben große Teile Khartums sowie Gebiete im zentralen und östlichen Sudan zurückerobert und ihren Stützpunkt in Port Sudan errichtet.<br />Ihre Gegner, die „Rapid Support Forces“ , haben nach der Eroberung von El Fascher im Oktober 2025 nach einer langen Belagerung die Kontrolle über den größten Teil der westlichen Darfur-Region gefestigt. Die RSF haben einige Gebiete in Kordofan und anderen Regionen eingenommen, obwohl die sudanesischen Truppen die Milizionäre in Gebieten wie Süd-Kordofan zurückgedrängt haben.<br />Der Krieg hat mindestens 150.000 Menschenleben gefordert, die meisten davon Zivilisten. Insgesamt wurden durch den Konflikt etwa 14 Millionen Menschen vertrieben: Rund 9 bis 10 Millionen Binnenvertriebene wurden in andere Regionen Sudans umgesiedelt, während etwa 4,4 Millionen Flüchtlinge und Asylsuchende in Nachbarländern leben.<br />Der sudanesische Bürgerkrieg ist nach wie vor die größte humanitäre Krise weltweit. Viele Binnenvertriebene leben unter prekären Bedingungen, und diejenigen, die in verwüstete Gebiete zurückkehren konnten, sind aufgrund von Blindgängern und dem Mangel an grundlegenden Dienstleistungen wie der Gesundheitsversorgung gefährdet. Frauen und Mädchen stellen einen erheblichen Teil der Vertriebenen dar und sind am stärksten gefährdet.<br />Unterdessen rief der Delegierte der Katholischen Bischofskonferenz von England und Wales für Afrika, Bischof Paul Swarbrick von Lancaster, in einer Botschaft zum Gedenken an den dreijährigen Krieg im Sudan die Katholiken in England und Wales zum Gebet für den Frieden auf und bat die britische Regierung, diese Krise nicht aus den Augen zu verlieren. „Durch meine Verbindungen zur Kirche im Sudan und zu katholischen Hilfsorganisationen in der Region weiß ich um die Sorge, dass der Konflikt von der internationalen Gemeinschaft übersehen werden könnte“. „Großbritannien ist im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die zentrale Anlaufstelle für den Sudan, und ich hoffe, es wird diese Position nutzen, um die diplomatischen Bemühungen fortzusetzen und eine friedliche Lösung dieses Konflikts zu unterstützen“, so Bischof Swarbrick.<br /> Thu, 16 Apr 2026 13:08:10 +0200ASIEN/PAKISTAN - "Der Versuch, Frieden zu stiften, ist eine wichtige Aufgabe, die allen zugutekommt”https://fides.org/de/news/77578-ASIEN_PAKISTAN_Der_Versuch_Frieden_zu_stiften_ist_eine_wichtige_Aufgabe_die_allen_zugutekommthttps://fides.org/de/news/77578-ASIEN_PAKISTAN_Der_Versuch_Frieden_zu_stiften_ist_eine_wichtige_Aufgabe_die_allen_zugutekommtRom – „Ich bin stolz darauf, dass Pakistan sein Bestes getan hat, um alle am Krieg im Nahen Osten beteiligten Akteure zusammenzubringen und sie zu einem Verhandlungstisch in Islamabad einzuladen. Natürlich ist das nach einem so schwerwiegenden Konflikt nicht einfach, und es ist kaum möglich, in einem einzigen Treffen ein Ergebnis zu erzielen. Pakistan hat begonnen und setzt die Zusammenarbeit mit friedliebenden und verbündeten Ländern fort. Die Vermittlungsarbeit wird fortgesetzt, die führenden Köpfe unserer Regierung bemühen sich weiterhin um eine Lösung des Problems und um Fortschritte“, sagte Anthony Naveed, ein katholischer Politiker von der Pakistanischen Volkspartei und Vizepräsident des Parlaments der Provinz Sindh im Süden Pakistans, gegenüber Fides.<br /> „Ich glaube, dass in dieser tragischen Situation jemand die Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen musste“, so Naveed gegenüber Fides, „Aufgrund des Krieges im Nahen Osten befinden sich nicht nur die Länder der Region in Schwierigkeiten, sondern praktisch die ganze Welt leidet unter den Folgen. Alle sind sehr besorgt, da eine Eskalation und ein neuer Weltkrieg drohen“. „Als pakistanischer Staatsbürger und Vertreter der pakistanischen Nation bin ich der Überzeugung, dass der Versuch, Frieden zu stiften, eine wichtige Aufgabe ist, die allen zugutekommt und auch dem Wunsch und Appell des Papstes entspricht“, betont er.<br />Im Hinblick auf die Vermittlerrolle Pakistans erklärt auch Pater Robert McCulloch, ein australischer Missionar Missionsgesellschaft von St. Columban, der seit über 30 Jahre in Pakistan lebt und arbeitet und nun an der Leitung des katholischen St.-Elisabeth-Krankenhauses in Hyderabad beteiligt ist, gegenüber Fides: „Pakistans Engagement bei der Vermittlung im US-iranischen Krieg, um einen Waffenstillstand zu erreichen, ist durchaus naheliegend, da das Land einerseits Beziehungen zu den USA unterhält, andererseits eine Grenze mit dem Iran teilt und eine schiitische Bevölkerungsgruppe von etwa 20 % aufweist, die eine deutliche Affinität zum Iran hat. Darüber hinaus hat Pakistan ein Militärbündnis mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen und ist somit ein idealer Vermittler.“<br /> „Wenn die Mediation derzeit ins Stocken geraten ist, auch wenn sie noch nicht beendet ist, liegt das daran, dass die Parteien einen Konsens erzielen müssen“, so Pater McCulloch weiter, „Man kann nicht mit der Einstellung an einen Verhandlungstisch gehen, einfach den eigenen Vorschlag zu präsentieren, ohne Kompromisse oder Änderungen zu akzeptieren, wie es die USA getan haben. In der Mediation ist der Dialog unerlässlich, und bei der Präsentation eines Vorschlags muss man den Gegenvorschlag der anderen Seite bewerten, einige seiner Elemente akzeptieren, ohne ein Ultimatum zu stellen. Wir hoffen, dass der Dialog in den kommenden Tagen wieder aufgenommen werden kann und zum lang ersehnten Ende des Krieges führt.“<br /> Thu, 16 Apr 2026 12:57:05 +0200EUROPA/SLOWAKEI - Konferenz der europäischen Kindermissionswerke: Austausch über die missionarische Arbeit mit Kindernhttps://fides.org/de/news/77576-EUROPA_SLOWAKEI_Konferenz_der_europaeischen_Kindermissionswerke_Austausch_ueber_die_missionarische_Arbeit_mit_Kindernhttps://fides.org/de/news/77576-EUROPA_SLOWAKEI_Konferenz_der_europaeischen_Kindermissionswerke_Austausch_ueber_die_missionarische_Arbeit_mit_KindernBratislava – Die „Konferenz der Europäischen Kindermissionswerke“ , die vom Sonntag, dem 12., bis Donnerstag, dem 16. April, in Bratislava stattfand, endete heute mit einem gemeinsamen Gottesdienst .<br />Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 20 europäischen Ländern tauschten sich während der vier Tage in konstruktiver und geschwisterlicher Atmosphäre über ihre Erfahrungen bei der missionarischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus. Das zentrale Thema der Konferenz war „Kreativität bei der Neuevangelisierung“.<br />„Die Verbindung von Kreativität und Neuevangelisierung stellt eine der zentralen Herausforderungen der heutigen Kirche dar, wie Papst Franziskus wiederholt betont hat“, so Schwester Inês Paulo Albino, Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionwerks, in ihrer Eröffnungsansprache am Mittwoch, dem 15. April. Es gehe nicht darum, neue Inhalte zu suchen, sondern darum, Kreativität, Leidenschaft und Intelligenz einzusetzen, um die Botschaft des Evangeliums zu vermitteln, wie auch Erzbischof Nicola Girasoli, Apostolischer Nuntius in der Slowakei, hervorhob, der in seinem Beitrag von missionarischem Enthusiasmus sprach.<br />Schwester Albino hob vier Elemente hervor: Kühnheit als Schlüssel zu diesem Richtungswechsel; die Bedeutung des Zeugnisses und die Fähigkeit, Kreativität einzusetzen, um über den Ansatz „Das haben wir schon immer so gemacht“ hinauszugehen; Kreativität als göttliche Eigenschaft, die sich in der Menschheit widerspiegelt und Neues und Hoffnung in Kontexte bringt, die oft von Desillusionierung geprägt sind; und schließlich die Aufmerksamkeit für die Kultur, da die Neuevangelisierung eine Umkehr von Geist und Herz erfordert, die die Gemeinschaft in einen kreativen Ort verwandelt, der offen ist für Dialog und die Zeichen der Zeit.<br />Die Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionswerks schilderte ihre persönlichen Erfahrungen bei Besuchen in verschiedenen Nationaldirektionen in Gebieten, wo Kinder ihrer Rechte beraubt, oft misshandelt und missbraucht werden: „Jedes Kind trägt Gottes Traum für sich in sich. Nichts ist menschlicher, als zu versuchen, diesen Traum zu verwirklichen. Unbegleitete Minderjährige sind kein Problem, vor dem wir uns schützen müssen; sie sind Kinder und Jugendliche, die Hilfe brauchen. In sie, in ihren Schutz und in die Wahrung ihrer Rechte zu investieren, ist ein Gewinn für alle: für sie, für uns, für unsere Städte, für die Welt.“<br />Schwester Albino sprach auch die Unruhe an, die heute Kinder und Jugendliche, insbesondere in den Industrieländern, erfasst, und rief die Kirchen Europas, die die Päpstlichen Missionswerke finanziell maßgeblich unterstützen, dazu auf, innezuhalten und dem Wort Gottes „wirklich zuzuhören“, um den Weg einer neuen Evangelisierung wieder aufzunehmen.<br />„Gestern wie heute sehen wir die Gefahr, zu glauben, wir könnten unser Glück allein durch die Betrachtung der Gegenwart und das Vertrauen in materielle Dinge erlangen und vertrauen manchmal zu sehr auf die Vernunft, wobei wir vergessen, dass wir auch Geist und Seele sind“, sagte Schwester Albino. Sie schloss ihren Vortrag mit Impulsen, die die Teilnehmer ermutigen sollten, ihre Reflexion nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer fortzusetzen.<br /> <br />Thu, 16 Apr 2026 11:54:22 +0200ASIEN/MYANMAR - Bischöfe betonen Verbundenheit mit dem Papst: “Wir müssen die Waffen niederlegen und den Weg des Dialogs und des Friedens beschreiten”https://fides.org/de/news/77575-ASIEN_MYANMAR_Bischoefe_betonen_Verbundenheit_mit_dem_Papst_Wir_muessen_die_Waffen_niederlegen_und_den_Weg_des_Dialogs_und_des_Friedens_beschreitenhttps://fides.org/de/news/77575-ASIEN_MYANMAR_Bischoefe_betonen_Verbundenheit_mit_dem_Papst_Wir_muessen_die_Waffen_niederlegen_und_den_Weg_des_Dialogs_und_des_Friedens_beschreitenYangon – Nach dem verbalen Angriff von US-Präsident Donald Trump bekunden die burmesischen Bischöfe der Bischofskonferenz von Myanmar ihre Solidarität mit Papst Leo XIV. Sie würdigen den Papst „inmitten des Kriegslärms und der Wirren widerstreitender Interessen“ als „eine klare und mutige moralische Stimme, einen Hirten, der die Wahrheit in Liebe verkündet“. In am 15. April veröffentlichten Botschaft, die vom Präsidenten der Bischofskonferenz, Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Yangon, unterzeichnet wurde und Fides vorliegt, schließen sich die burmesischen Bischöfe dem Papst an, der „wie eine Stimme in der Wüste die Menschheit zur Rückkehr auf den Weg des Friedens, der Gerechtigkeit und der Versöhnung aufruft“. <br />Die Appelle des Papstes, so die Bischöfe, „erinnern alle Völker daran, dass Frieden nicht der Sieg der einen Seite über die andere ist, sondern der Triumph unserer gemeinsamen Menschlichkeit.“ „Indem Papst Leo XIV. in einer von Spaltung bedrohten Welt die Würde jedes menschlichen Lebens entschieden verteidigt, verkörpert er den evangelischen Geist der Einheit, der Barmherzigkeit und der Wahrheit“, heißt es in dem Text.<br />Die Worte des Papstes, so fügen die Bischöfe hinzu, hallen auch in einem Land wie Myanmar, wo die Wunden des Konflikts schmerzlich zu spüren sind, wider: „Wir vereinen unsere Gebete mit seinen und bitten alle Nationen, Führer und Völker inständig, die Waffen niederzulegen, ihre Herzen zu öffnen und den schwierigen, aber notwendigen Weg des Dialogs und des Friedens zu beschreiten“, heißt es abschließend in der Botschaft. Darin versichern die Bischöfe dem Papst ihre Verbundenheit und Unterstützung und wiederholen die Seligpreisung aus dem Evangelium: „Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“<br />Die katholische Kirche in Myanmar, deren Gemeinden unter prekären Bedingungen der Vertreibung leben, beging den 26. März als besonderen Tag der Buße, des Gebets und des Fastens für den Frieden für Myanmar und den Nahen Osten, den Schauplatz des neuen Krieges. Die Bischöfe nahmen gemeinsam mit den Gläubigen an Gebetswachen, Andachten und der eucharistischen Anbetung teil und baten Gott, „Myanmar und der Welt seinen Frieden zu schenken, damit gegenseitiges Verständnis, Mitgefühl und Liebe herrschen können.“<br />Darüber hinaus bereiten sich die Gläubigen in verschiedenen burmesischen Diözesen auf die Feier von Messen und Rosenkränzen zum ersten Todestag von Papst Franziskus am 21. April vor. In Yangon ist für den 25. April um 17:00 Uhr eine Feier in der Kathedrale geplant.<br /> <br />Thu, 16 Apr 2026 09:40:37 +0200AFRIKA/D.R. KONGO - Weihbischof von Lubumbashi ernannthttps://fides.org/de/news/77574-AFRIKA_D_R_KONGO_Weihbischof_von_Lubumbashi_ernannthttps://fides.org/de/news/77574-AFRIKA_D_R_KONGO_Weihbischof_von_Lubumbashi_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Kanzler der Erzdiözese, Pfarrer Jean-Marie Vianney Musul Masas, zum Weihbischof von Lubumbashi ernannt und ihm den Titularsitz Satafis verliehen. <br />Bischof Jean-Marie Vianney Musul Masas wurde am 23. August 1974 in Fungurume geboren. Nach dem Besuch des Kleinen Seminars „Saint François Xavier de Sales“ in Lubumbashi erwarb er einen Master-Abschluss in Philosophie an der Universität Lubumbashi. Anschließend absolvierte er sein Theologiestudium am Interdiözesanen Priesterseminar „Saint Paul“ in Lubumbashi. Am 25. Juli 2009 wurde er zum Priester geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne: Pfarrer der Gemeinde „Saint Augustin“ in Lubumbashi ; Kaplan der Schwesterngemeinschaft der Frommen Jüngerinnen des Göttlichen Meisters und der Congrégation des Souers la Charité de Jésus et de Marie in Lubumbashi . Beigeordneter Generalsekretär der Zweiten Diözesansynode und Administrator der Gemeinde „Saint John Paul II“ ; bis zu seiner Ernennung Kanzler und Zeremonienmeister der Erzdiözese Lubumbashi und Sonntagsvikar in der Gemeinde „Notre Dame de la Paix“ in Lubumbashi .<br /> Wed, 15 Apr 2026 12:47:43 +0200AFRIKA/SÜDAFRIKA - Kardinal Brislin nach Papstkritik des US-amerikanischen Präsidenten: „Papst Leo XIV. vertritt die Position der gesamten katholischen Kirche“https://fides.org/de/news/77573-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Kardinal_Brislin_nach_Papstkritik_des_US_amerikanischen_Praesidenten_Papst_Leo_XIV_vertritt_die_Position_der_gesamten_katholischen_Kirchehttps://fides.org/de/news/77573-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Kardinal_Brislin_nach_Papstkritik_des_US_amerikanischen_Praesidenten_Papst_Leo_XIV_vertritt_die_Position_der_gesamten_katholischen_KircheJohannesburg – Die Kritik des US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV. sei „Anlass zu großer Besorgnis“, so der Erzbischof von Johannesburg, Kardinal Stephen Brislin, in einem von der Tageszeitung „Daily Maverick“ veröffentlichten Artikel. Er äußerte sich darin in seiner Funktion als Vorsitzender der Bischofskonferenz des Südlichen Afrika , der auch die Bischöfe von Botswana, Südafrika und Eswatini angehören.<br />Mit Blick auf die Äußerungen Trumps bezüglich der Wahl von Papst Leo XIV. schreibt Kardinal Brislin: „Ich kann nur bezeugen, dass wir in der Sixtinischen Kapelle, bei der Wahl des Heiligen Vaters keinen bestimmten politischen Führer berücksichtigt haben. Auch die Nationalität des künftigen Papstes spielte für uns keine Rolle. Vom Heiligen Geist geleitet, wählten wir die Person, die am besten geeignet war, Oberhaupt der Kirche zu werden, die am besten auf die Bedürfnisse unserer Zeit eingehen und allen Völkern der Welt am besten dienen konnte.“<br />Bezüglich der von Papst Leo XIV. geäußerten und von Trump kritisierten Positionen betont der Kardinal: „Leo XIV. hat die Position der Kirche zu den wichtigsten globalen Herausforderungen klar dargelegt, darunter der Umgang mit Migranten, die Klimakrise, die Notwendigkeit der Wahrheit im Zeitalter von Desinformation und künstlicher Intelligenz sowie die Ablehnung von Krieg und militärischen Interventionen.“ „Dies sind nicht die persönlichen Positionen des Papstes. Es ist die Position der gesamten katholischen Kirche, die wir alle vertreten und verteidigen“, betont der Kardinal. <br />In diesem Zusammenhang äußerte sich die SACBC auch zur Veröffentlichung eines KI-generierten Bildes des amerikanischen Präsidenten, das ihn als Christus darstellt. „Jede Darstellung, die einem politischen Führer die Identität oder das Abbild unseres Herrn Jesus Christus zuschreibt, ist gotteslästerlich und stellt eine schwere Beleidigung des christlichen Glaubens dar“, heißt es in einer Erklärung von Bischof Thulani Victor Mbuyisa von Kokstad, Vorsitzender der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der SACBC. Die Erklärung führt weiter aus: „Dies ist ein Bild, das das Geheimnis der Menschwerdung und die Person Christi, der allein das ‚Bild des unsichtbaren Gottes‘ ist , trivialisiert.“<br />„Als Nachfolger Christi werden wir keiner irdischen Autorität, wie mächtig sie auch sein mag, erlauben, sich eine göttliche Identität anzueignen oder die Symbole des Glaubens so zu vereinnahmen, dass die Wahrheit des Evangeliums verfälscht wird“, so Bischof Mbuyisa.<br />Der Vorsitzende der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden lehnt den instrumentellen Gebrauch von Religion für politische Zwecke entschieden ab. „Präsident Trumps Handeln wurzelt in einer starken Strömung des christlichen Nationalismus und ist von dieser geprägt“, betont er. „Wir lehnen Formen des christlichen Nationalismus entschieden ab, die die Verehrung politischer Führer fördern und diese als Heilsbringer für ihre Nationen darstellen, indem sie sie als ‚politische Messiasse‘ präsentieren, die beauftragt sind, ihre Nationen wieder groß zu machen.“<br />Die Kritik des amerikanischen Präsidenten an Papst Leo XIV. verurteilt Erzbischof Mbuyisa diese aufs Schärfste: „Wir verurteilen Präsident Trumps Angriffe gegen Papst Leo XIV., der seinen Petrusdienst treu ausübt und in einer von persönlicher und struktureller Sünde verwundeten Welt den Frieden des auferstandenen Christus verkündet.“<br />„Präsident Trumps lächerliches Vorgehen wird die Kirche daher nicht daran hindern, ihre Stimme zu erheben und die Heilung und den Frieden des auferstandenen Herrn in unserer verwundeten Welt zu verkünden“, so Erzbischof Muyisa. „Wir wiederholen daher die Botschaft von Papst Leo XIV. an Präsident Trump und all jene, die die Welt an den Rand eines dritten Weltkriegs und einer globalen Wirtschaftskrise führen: ‚Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg! Wahre Stärke zeigt sich im Dienst am Leben‘“, heißt es abschließend in der Erklärung.<br /> Wed, 15 Apr 2026 11:48:01 +0200ASIEN/SÜDKOREA - WJT 2027: Kreuz aus Stacheldraht soll Frieden symbolisierenhttps://fides.org/de/news/77572-ASIEN_SUeDKOREA_WJT_2027_Kreuz_aus_Stacheldraht_soll_Frieden_symbolisierenhttps://fides.org/de/news/77572-ASIEN_SUeDKOREA_WJT_2027_Kreuz_aus_Stacheldraht_soll_Frieden_symbolisierenSeoul – Ein eindrucksvolles Symbol wird nach Angaben der Erzdiözese Seoul die Veranstaltungen des Weltjugendtags 2027 in Seoul begleiten, der sich intensiv mit der Teilung zwischen Nord- und Südkorea auseinandersetzen wird: aus dem ausrangierten Stacheldrahts der Demilitarisierten Zone – der Pufferzone an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea – soll ein „Friedenskreuz“ entstehen.<br />Das „Stacheldrahtkreuz“, das die Wunden und den Schmerz der Teilung in ein Symbol des Friedens verwandeln soll, wird etwa fünf Meter hoch sein und soll jungen Menschen, die während des Weltjugendtags aus aller Welt in Seoul zusammenkommen überreicht und vom Papst gesegnet werden. „Die Initiative möchte junge Menschen dazu einladen, Symbole der Spaltung in ein Zeichen der Versöhnung, des Gebets und der Hoffnung zu verwandeln, auch im persönlichen Leben“, heißt es in einer Mitteilung des Erzbistums Seoul, die Fides vorliegt.<br />Das Organisationskomitee des Weltjugendtags veranstaltete am 12. April unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Seoul, Peter Soon-taick Chung, eine besondere Segnungszeremonie für junge koreanische Freiwillige und die Mitglieder der „Together Walking Foundation“, die das Projekt des „Stacheldrahtkreuzes“ auf den Weg brachte und eine Wanderausstellung veranstaltet hatte, die 2021 um die Welt tourte und auch in der römischen Kirche „St. Ignatius“ zu sehen war.<br />Das Projekt umfasst die handwerkliche Umarbeitung des Stacheldrahts und dessen Verwebung zu einem großen Kreuz. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis April 2027 dauern. Die Werkstatt befindet sich im Innenhof der Myeongdong-Kathedrale, dem Sitz des Erzbistums Seoul.<br />Erzbischof Chung wandte sich an die Anwesenden und sprach über den Stacheldraht entlang der Trennlinie zwischen Nord- und Südkorea, ein schmerzhaftes Symbol der Teilung und des Bruderkriegs auf der koreanischen Halbinsel. „So wie das Kreuz, einst ein Instrument der Todesstrafe, durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zu einem Symbol für Frieden und Versöhnung, Opfer und Liebe geworden ist, so lasst uns beten, dass dieses Kreuz in unseren Herzen Wurzeln schlägt als Symbol der Versöhnung, des Friedens und der Liebe auf der koreanischen Halbinsel. Wie die Auferstehung nach dem Tod können auch aus Konflikt und Krieg Harmonie und Frieden entstehen.“<br />Das Projekt umfasst die handwerkliche Herstellung von Stacheldraht und dessen Verwebung zu einem großen Kreuz. Die Arbeiten dauern bis April 2027. Der Arbeitsbereich befindet sich im Innenhof der Myeongdong-Kathedrale, dem Sitz des Erzbistums Seoul.<br />Erzbischof Chung wandte sich an die Anwesenden und sprach über den Stacheldraht entlang der Trennlinie zwischen Nord- und Südkorea, ein schmerzhaftes Symbol der Teilung und des Bruderkriegs auf der koreanischen Halbinsel. Er sagte: „So wie das Kreuz, einst ein Instrument der Todesstrafe, durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zu einem Symbol für Frieden und Versöhnung, Opfer und Liebe geworden ist, so lasst uns beten, dass dieses Kreuz in unseren Herzen Wurzeln schlägt als Symbol der Versöhnung, des Friedens und der Liebe auf der koreanischen Halbinsel. Wie die Auferstehung nach dem Tod können auch aus Konflikt und Krieg Harmonie und Frieden entstehen.“<br />Erzbischof Chung segnete die Materialien für das Kreuz und betete, dass die Hände aller Beteiligten zu „Werkzeugen des Friedens“ werden mögen. Das Projekt „Stacheldrahtkreuz“ findet das ganze Jahr über jeden Sonntag von 13:00 bis 15:00 Uhr im Hof der katholischen Kathedrale von Myeongdong statt. Freiwillige formen mit Hammer und Amboss etwa 50 Zentimeter lange Stücke Stacheldrahtreste und fügen sie in die Kreuzkonstruktion ein. Die handwerkliche Tätigkeit wird von einer geistlichen Erfahrung begleitet: Die Teilnehmer werden gemeinsam über persönliche und gesellschaftliche Wunden nachdenken und für den Frieden zu beten. <br />An dem Projekt beteiligen sich Mitglieder von Pfarrgemeinden, kirchlichen Gruppen, Jugendliche aus der Erzdiözese sowie Persönlichkeiten aus Religion, Gesellschaft, Kultur und Politik. „So will das Projekt eine Botschaft der sozialen Integration und Versöhnung verbreiten, die über die Grenzen der kirchlichen Gemeinschaft hinausreicht“, heißt es in der Mitteilung der Erzdiözese.<br /> Wed, 15 Apr 2026 11:15:47 +0200LEO XIV. IN AFRIKA - Der Papst in der Diözese des heiligen Augustinus: “Die Kirche wird stets neu geboren“https://fides.org/de/news/77571-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Der_Papst_in_der_Dioezese_des_heiligen_Augustinus_Die_Kirche_wird_stets_neu_geborenhttps://fides.org/de/news/77571-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Der_Papst_in_der_Dioezese_des_heiligen_Augustinus_Die_Kirche_wird_stets_neu_geborenAnnaba – Jeder Mensch ist dazu berufen, neu geboren zu werden und das Geschenk eines neuen Lebens zu erfahren, als Zeichen und Unterpfand des ewigen Heils. Und diese Neugeburt wird nicht durch das Streben nach moralischer Vollkommenheit erreicht. Sie entfaltet sich als unentgeltliche Gabe in jenen, die auf dieser Erde erfahren, dass „unser Leben ändern kann, weil Christus von den Toten auferstanden ist“. <br />In Annaba, dem antiken Hippo, feierte Papst Leo XIV. an diesem Dienstag die Messe in der dem heiligen Augustinus geweihten Kirche zum Abschluss zweier intensiver Tage in Algerien. Der Bischof von Rom, der dem Augustinerorden angehört, wiederholt in der Stadt, in der der „Doctor Gratiae“ Bischof war, was sein Schutzpatron mit seinem Leben und in seinen Werken bezeugt hat: dass der Glaube und die Kirche allein aus der Gnade Christi leben. Und deshalb sei die Kirche immer eine „neu entstehende Kirche“, und die Berichte über die Eintracht unter den ersten Jüngern, wie sie in der Apostelgeschichte erzählt werden, seien für immer „Maßstab“ jeder kirchlichen Reform.<br />In seiner Predigt, die er in der Basilika von Annaba auf Französisch hielt, ging Leo XIV. vom Tages-Evangelium aus, der Erzählung des nächtlichen Gesprächs zwischen Nikodemus und Jesus, der seinem Gesprächspartner – „und auch uns“ – die „überraschende“ Aufgabe überträgt, „von oben geboren“ zu werden. <br />Aus dem Aufruf Jesu – fuhr der Papst fort – „hat die Sendung der gesamte Kirche und damit für die christliche Gemeinschaft in Algerien, ihren Ursprung: von oben, das heißt von Gott, neu geboren zu werden“. Eine unmögliche Mission, ein Befehl, den niemand aus eigener Kraft erfüllen kann. Doch „die Gnade des Herrn lässt die Wüste erblühen“. Bei den Worten Jesu an Nikodemus handele es sich weder um „eine harte Auferlegung“ noch um „eine Verurteilung zum Scheitern“, da „wir dank Gott von oben neu geboren werden können“. Und „während Christus uns auffordert, unser ganzes Leben von Grund auf zu erneuern, gibt er uns auch die Kraft dazu“.<br />Papst Leo zitierte in diesem Zusammenhang die berühmte Bitte aus den „Bekenntnissen“ des heiligen Augustinus: „Gib, was du verlangst, und verlange, was du willst“. Es spiele keine Rolle – so der Papst –, „wie sehr wir von Schmerz oder Sünde bedrückt sind: Der Gekreuzigte trägt all diese Lasten mit uns und für uns. Ganz gleich, wie sehr wir durch unsere Schwächen entmutigt sind: Eben dann offenbart sich die Kraft Gottes, der Christus von den Toten auferweckt hat, um der Welt das Leben zu schenken.“ Und „ein jeder von uns kann die Freiheit des neuen Lebens neu erfahren, das aus dem Glauben an den Erlöser kommt“.<br />Das wahre Bild des neuen Lebens derer, die im Licht der Auferstehung Christi wandeln – so der Nachfolger Petri im zweiten Teil seiner Predigt –, bezeuge die Apostelgeschichte, indem sie von „dem Lebensstil berichtet, der die vom Heiligen Geist erneuerte Menschheit auszeichnet“. Deshalb – so Leo XIV. – bleibt der „apostolische Maßstab“ der Apostelgeschichte für immer ein „authentisches Kriterium“ kirchlicher Reformen: eine Reform, „die im Herzen beginnt, damit sie wahrhaftig ist“.<br />Der Papst ging in diesem Zusammenhang auf die Merkmale ein, die die Sendung der ersten christlichen Gemeinden auszeichneten, wie sie in der Apostelgeschichte beschrieben werden: die geistliche Eintracht, d. h. die „Gemeinschaft von Herzen, die gemeinsam schlagen, da sie mit dem Herzen Christi vereint sind“; die gegenseitige Nächstenliebe bis hin zum vollständigen Teilen der Güter, was keine Utopie darstellt, sondern weil „der Glaube an den einenGott, den Herrn des Himmels und der Erde, die Menschen in vollkommener Gerechtigkeit vereint“. „Von diesem Gesetz beseelt, das Gott in unsere Herzen einschreibt, „wird die Kirche stets neu geboren, weil sie Hoffnung weckt, wo Verzweiflung ist, weil sie Würde verleiht wo Elend herrscht, weil sie Versöhnung schenkt, wo es Konflikte gibt“. Die Nächstenliebe, sei „mehr ein Zeichen der Versöhnung als eine moralische Verpflichtung“. Die Apostel verkündeten, „dass sich unser Leben ändern kann, weil Christus von den Toten auferstanden ist“.<br />Im Schlusswort seiner Predigt forderte der Papst die Christen Algeriens auf: „Bleibt in diesem Land ein demütiges und treues Zeichen der Liebe Christi.“ Die Präsenz der Christen im Land, so der Papst, „lässt an drn Weihrauch: ein glühendes Körnchen, das Duft verbreitet, weil es dem Herrn Ehre erweist und vielen Brüdern und Schwestern Freude und Trost schenkt. Dieser Weihrauch ist ein kleines, kostbares Element, das nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, jedoch einlädt, unsere Herzen Gott zuzuwenden, indem wir uns gegenseitig ermutigen, in den Schwierigkeiten der heutigen Zeit durchzuhalten“.<br />Der Papst erinnerte zuletzt die Geschichte der Kirche in Algerien, „die von großzügiger Gastfreundlichkeit und von Standhaftigkeit in Zeiten der Prüfung geprägt ist“. Hier, so Papst Leo XIV., „haben die Märtyrer gebetet, hier hat der heilige Augustinus seine Herde geleibt, indem er leidenschaftlich nach der Wahrheit suchte und diente Christus mit feurigem Glauben diente“. „Seid Erben dieser Tradition“, schloss der Bischof von Rom, „indem bezeugt in geschwisterlicher Liebe die Freiheit derer bezeugt, die von oben geboren werden, als Hoffnung auf Heil für die Welt.“<br />Bereits an diesem Montag , war Leo XIV. in der Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier zahlreichen Vertretern der Kirche in Algerien begegnet. „Diese Basilika ist ein Ort der Begegnung und der Geschwisterlichkeit; mehr als neun von zehn Menschen, die sie betreten, sind Muslime“, bemerkte der Erzbischof von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco, in seinem Grußwort. „Madame l’Afrique“, wie sie von den Einheimischen oft genannt wird, ist fest im algerischen Kulturerbe und in den Herzen der Algerier verankert. Die Inschrift, die sie willkommen heißt – „Betet für uns und für die Muslime“ –, drückt Marias mütterliche Berufung für die gesamte Menschheit und die Berufung dieser Basilika aus, die so viele Vertrauensbekundungen empfängt und zahlreiche kulturelle und religiöse Veranstaltungen, darunter die islamisch-christlichen Marientage, beherbergt. „Es war die Liebe zu den Brüdern und Schwestern, die das Zeugnis der Märtyrer, an die wir erinnert haben, beseelt hat“, betonte Papst Leo bei der Begegnung und erinnerte damit an die 19 algerischen Märtyrer, die am 8. Dezember 2018 in Oran seliggesprochen wurden. „Angesichts von Hass und Gewalt“, fügte er hinzu, „blieben sie der Nächstenliebe bis hin zum Opfer ihres Lebens treu, zusammen mit vielen anderen Männern und Frauen, Christen und Muslimen. Sie taten es ohne Ansprüche und ohne Aufhebens, mit der Gelassenheit und Standhaftigkeit derer, die weder vermessen noch verzweifeln, weil sie wissen, wem sie ihr Vertrauen geschenkt haben.“<br />Ebenfalls am Montag, dem 13. April, wandte sich der Papst in einem am 14. April Brief an die Kardinäle in aller Welt, in dem er insbesondere auf die Entwicklungen in den Arbeitsgruppen zum Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ während des Konsistoriums im vergangenen Januar einging, „vor allem im Hinblick auf Sendung und Glaubensweitergabe“. In Anlehnung an die Worte von Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus bekräftigte Papst Leo XIV., dass sich die Mission „eher durch Anziehungskraft als durch Eroberung verbreitet“. In seinem Schreiben erinnert er weiter daran, dass die Mission der Kirche „die ausdrückliche Verkündigung, das Zeugnis, das Engagement und den Dialog miteinander verbindet, ohne der Versuchung des Proselytismus oder einer Logik der bloßen Erhaltung oder institutionellen Expansion nachzugeben“. Auch wenn sie sich als „Minderheit“ erkenne, fügte der Bischof von Rom hinzu und verwendete dabei Ausdrücke, die auch auf die kleine kirchliche Gemeinschaft in Algerien zutreffen, sei die Kirche aufgerufen, „ohne Komplexe zu leben, als kleine Herde, die Hoffnung für alle bringt, und dabei zu bedenken, dass das Ziel der Mission nicht das eigene Überleben ist, sondern die Weitergabe der Liebe, mit der Gott die Welt liebt“.<br /> <br />Tue, 14 Apr 2026 10:42:56 +0200AFRIKA/SÜDAFRIKA - Bischof von Bethlehem zurückgetreten und Nachfolger ernannthttps://fides.org/de/news/77570-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Bischof_von_Bethlehem_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernannthttps://fides.org/de/news/77570-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Bischof_von_Bethlehem_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den von Bischof Jan de Groef von Bethlehem eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Pfarrer der Gemeinde Mt. Nicholas in Libode, Pfarrer Motlatsi Meshack Phomane aus dem Klerus der Diözese Umtata, zu seinem Nachfolger ernannt. <br />Motlatsi Meshack Phomane wurde am 14. November 1975 in Tshenola in der Diözese Umtata geboren. Bevor er ins Priesterseminar eintrat, sammelte er verschiedene Berufserfahrungen. Nach seinem Eintritt in das Vorbereitungsseminar „St. Filippo Neri“ in Port Elizabeth setzte er seine Ausbildung am Vorbereitungsseminar „St. Kizito“ in Verulam in der Provinz KwaZulu-Natal fort. Anschließend studierte er Philosophie am Seminar „St. Peter“ in Garsfontein und Theologie am Priesterseminar „St. John Vianney“ in Pretoria. Am 30. Juni 2012 wurde er zum Priester geweiht und in die Diözese Umtata inkardiniert.<br />Danach hatte folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Diplomstudium in Betriebswirtschaft an der „University of South Africa“ ; Kanzler der Diözese Umtata, Pfarrer der Gemeinde „St. John the Baptist“ in Port St. John und Administrator der Diözese ; Lizentiatsstudium im Kirchenrecht an der „Catholic University of Eastern Africa“ in Nairobi ; Pfarrer der Gemeinde „St. Marti“ in Mt Fletcher ; Diözesanvertreter für die Pastoralkonferenz, Region Sotho ; Diözesanübersetzer für Sesotho ; Mitglied des Kirchengerichts der Erzdiözese Durban ; Mitglied des Konsultorenkollegiums der Diözese Umtata ; Pfarrer der Gemeinde „Mt. Nicholas“ in Libode Kaplan des Diözesankomitees für die Synode und Mitglied des Diözesanfinanzkomitees .<br /> Tue, 14 Apr 2026 13:09:31 +0200AFRIKA/D.R. KONGO - Menschenrechtsaktivisten in der Provinz Sudkivu bedrohthttps://fides.org/de/news/77569-AFRIKA_D_R_KONGO_Menschenrechtsaktivisten_in_der_Provinz_Sudkivu_bedrohthttps://fides.org/de/news/77569-AFRIKA_D_R_KONGO_Menschenrechtsaktivisten_in_der_Provinz_Sudkivu_bedrohtKinshasa – Unbekannte Bewaffnete bedrohen die Zivilbevölkerung und insbesondere Menschenrechtsaktivisten in der Ruzizi-Ebene in Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dies teilte die lokale Menschenrechtsorganisation ACMEJ in einer Erklärung mit, die Fides vorliegt.<br />„Wir müssen“, so heißt es in der Mitteilung, „auf die Gefahren hinweisen, denen Menschenrechtsverteidiger bei ihrer täglichen Arbeit zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte ausgesetzt sind: Sie werden ernsthaft von unbekannten bewaffneten Männern bedroht, die ständig in ihre Häuser eindringen, um nach ihnen zu suchen. Und wenn sie sie nicht finden, werden stattdessen ihre Geschwister getötet.“ <br />„Diese Situation sorgt bei diesen Menschen für tiefe Besorgnis, da sie nicht mehr wissen, welchen Weg sie einschlagen sollen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten“, heißt es in der Erklärung weiter.<br />In der Mitteilung wird der Fall „unseres Kollegen, S.B., Menschenrechtsverteidiger und Mitarbeiter bei ACMEJ, erwähnt, der in seinem Haus von bewaffneten, maskierten und unbekannten Männern bedroht wurde, weil er in der Gemeinde eine Aufklärungskampagne darüber geleitet hatte, dass nationale und internationale Gesetze die Rekrutierung von Minderjährigen unter 18 Jahren in bewaffnete Gruppen verbieten“. Nun war diese Person gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und untergetaucht zu leben.<br />Noch schwerwiegender ist, was in der Nacht vom 22. auf den 23. März geschah, als unbekannte bewaffnete Männer in das Dorf Rubanga eindrangen, das in einem von Soldaten der M23-Bewegung und ihren ruandischen Militärverbündeten kontrollierten Gebiet liegt. „Die Kommandogruppe griff zwei Familien an, die auf demselben Grundstück lebten“, heißt es in der Mitteilung. „Eine der Familien war die von S.B., die andere die seines jüngeren Bruders, B.P. Die Angreifer drangen gewaltsam in das Haus des Letzteren ein und erschossen ihn, nachdem sie ihn gefunden hatten, auf der Stelle“, berichtet ACMEJ. Der Bruder und seine Familie sind nun gezwungen, unterzutauchen.<br />Die ACMEJ bemüht sich, Informationen über die Verantwortlichen für Einschüchterungen und Morde zu sammeln, und richtet einen Appell „an die internationalen Menschenrechtsorganisationen, diesen Menschenrechtsverteidigern, die bedroht sind und unter extrem schwierigen Bedingungen leben, zu Hilfe zu kommen“.<br />In der Mitteilung heißt es weiter, dass es trotz des Waffenstillstands in der Region weiterhin zu militärischen Zusammenstößen zwischen den Guerillakämpfern der M23-Bewegung, die vom ruandischen Militär unterstützt werden, und den Angehörigen der regierungsnahen „Wazalendo“-Milizen kommt. Die Zusammenstöße haben bei den Einwohnern von Uvira die Befürchtung geweckt, dass die im vergangenen Jahr unter Vermittlung der Vereinigten Staaten zwischen der DR Kongo und Ruanda erzielten Vereinbarungen scheitern könnten.<br /> <br />Tue, 14 Apr 2026 12:57:16 +0200ASIEN/INDIEN - Christliche Feste: Gelegenheit zum interreligiösen Dialoghttps://fides.org/de/news/77568-ASIEN_INDIEN_Christliche_Feste_Gelegenheit_zum_interreligioesen_Dialoghttps://fides.org/de/news/77568-ASIEN_INDIEN_Christliche_Feste_Gelegenheit_zum_interreligioesen_DialogNew Delhi – Christliche Feste seien in Indien „ist eine wertvolle Gelegenheit zum interreligiösen Dialog und auch für die Neuevangelisierung“, erklärt Schwester Lissy Maruthanakuzhy, eine indische Ordensschwester der Kongregation der Töchter des heiligen Paulus, gegenüber Fides und im Hinblick auf über die Erfahrungen der katholischen Glaubensgemeinschaft in Indien. „Die Feiern sollten nicht nur in Gotteshäusern, sondern auch in öffentlichen und kulturell neutralen Räumen organisiert werden, damit Menschen aller Glaubensrichtungen frei daran teilnehmen können“, wünscht sie. <br />Die Ordensschwester berichtet von der Feier des „Asha Ka Mahotsav“ , das von katholischen Gläubigen in Delhi organisiert wurde und ein Kulturfestival im „Chavara Cultural Centre“ der Hauptstadt umfasste, das auch während der Osterzeit Veranstaltungen anbietet. Die Bedeutungen und Inhalte von Ostern werden auf kreative Weise durch kurze Theateraufführungen, Straßentheater, Musik, Tanz und bildende Kunst vermittelt, die „Frieden, Hoffnung, Vergebung und neues Leben darstellen und so die Botschaft der Auferstehung für alle zugänglich machen“, betont sie.<br /> „Durch diese kreativen Ausdrucksformen wird Ostern zu einem lebendigen öffentlichen Fest, bei dem der Glaube freudig verkündet und mit allen geteilt wird, und dieses Fest der Hoffnung findet weiterhin Widerhall in der Gesellschaft, auch unter Nichtchristen“, bestätigt auch Pater Roby Kannamchirayil von den Karmeliten der Unbefleckten Empfängnis Mariens , Direktor des „Chavara Cultural Center“ in Delhi, der seit 12 Jahren Ostern mit interreligiösen Initiativen feiert und auch in der Osterzeit weiterhin Gläubige aller Religionen zusammenbringt. <br />„Ostern verkündet den Sieg des Lebens über den Tod, der Liebe über die Angst und den Sieg der Versöhnung über die Spaltung. In einer pluralistischen Welt bietet Ostern eine großartige Gelegenheit, den christlichen Glauben durch Einheit, Offenheit und Dialog zu bezeugen, indem gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung zwischen Menschen verschiedener Religionen und Kulturen gefördert werden und eine Plattform für Frieden und Harmonie geschaffen wird“, erklärte Pater Roby gegenüber Fides über die Aktivitäten im Kulturzentrum Chavara.<br />Der Ordensmann spricht mit Blick auf das Jahr 2033, das Jahr des großen Jubiläums des Christentums, zum Gedenken an die 2000 Jahre seit der Auferstehung Jesu: „Stellen wir uns vor, dass dies zu einem weltweiten Fest wird, bei dem jedes christliche Land Ostern als Fest des Glaubens aller Christen feiern kann, das mit Menschen anderer Religionen durch kulturelle Ausdrucksformen des Glaubens, der Hoffnung und der Geschwisterlichkeit freudig geteilt wird. Solche gemeinsamen Feiern können zu einem kraftvollen Zeugnis für Einheit in der Vielfalt, für Dialog und friedliches Zusammenleben werden.“<br /> Tue, 14 Apr 2026 12:40:33 +0200ASIEN/VIETNAM - Kinofilm über die Geschichte einer katholischen Familie stößt auf großes Publikumsinteressehttps://fides.org/de/news/77567-ASIEN_VIETNAM_Kinofilm_ueber_die_Geschichte_einer_katholischen_Familie_stoesst_auf_grosses_Publikumsinteressehttps://fides.org/de/news/77567-ASIEN_VIETNAM_Kinofilm_ueber_die_Geschichte_einer_katholischen_Familie_stoesst_auf_grosses_PublikumsinteresseVon Andrew Doan Thanh Phong<br /><br />Hanoi – Die erste Episode der Filmreihe „Dating on the Day of Eclipse“, die sich um das Leben einer vietnamesischen katholischen Familie dreht, hat kürzlich in Vietnam großen Erfolg beim Kinopublikum verzeichnet – und dies in einem Land, in dem der Anteil der katholischen Bevölkerung sehr gering ist und in dem in der Gesellschaft nach wie vor Vorurteile und Misstrauen gegenüber dem Katholizismus bestehen.<br />Der Regisseur John Baptist Le Thien Vien porträtiert gekonnt eine Kirche inmitten einer Reisfeldlandschaft durch wunderschöne, klare Aufnahmen in der Pfarrei Tra May in Zentralvietnam, wo die Hauptdarstellerin Thien An und ihre Mutter, Frau Ha – eine bekannte vietnamesische Filmschauspielerin namens Le Khanh – in einer gläubigen katholischen Familie leben; beide besuchen regelmäßig die täglichen Messen und Gebete und beteiligen sich aktiv an den Initiativen der katholischen Pfarrei.<br />Der Film erzählt die Geschichte einer Liebe aus dem Jahr 1995 zwischen Thien An und einem nicht-katholischen Mann, die von ihrer Mutter abgelehnt wird, da diese befürchtet, dass ihre einzige Tochter den katholischen Glauben nicht bewahren werde, wenn sie mit einem nicht-katholischen Ehemann zusammenlebe – obwohl dieser verspricht, sich taufen zu lassen. Außerdem hat sie den Plan, ihre Tochter mit einem jungen Mann aus einer angesehenen katholischen Familie mit festem Arbeitsplatz zu verheiraten, und ihr damit, ein glückliches Eheleben zu sichern. Doch Thien An hat sich in diesen nicht-katholischen Mann verliebt. Angesichts der Schwierigkeiten und zerrissen von ihrem inneren Konflikt trifft sie schließlich die Entscheidung, ihr Leben Gott zu weihen und Nonne zu werden.<br />Die Geschichte spiegelt dabei die Gedanken katholischer Familien in der vietnamesischen Gesellschaft wider, wenn ihre Kinder das heiratsfähige Alter erreichen.<br />Der Regisseur John Baptist Le Vien Thien hat sich mit Leib und Seele der Produktion dieses Films gewidmet, wie er selbst erklärte: „Als Katholik wollte ich unbedingt etwas tun, um das Evangelium denen zu verkünden, die Gott nicht kennen. Es gibt zwei Gründe, warum ich diesen Film gedreht habe: Erstens wollte ich eine Geschichte erzählen, die mir schon seit langem am Herzen lag. Zweitens wollte ich den Menschen helfen, den katholischen Glauben besser zu verstehen.“ Er fügte hinzu: „Um eine Geschichte über katholische Ordensfrauen in Vietnam zu erzählen, insbesondere über romantische Liebe, musste ich viel recherchieren. Anfangs war ich sehr besorgt, aber als ich die katholischen Schwestern traf, stieß ich jedoch nicht an die Grenzen oder Barrieren, die ich mir vorgestellt hatte.“<br />Die Frage aus dem Film „Bist du katholisch?“, den Frau Hoa, die Mutter von Thien An, an den Verlobten ihrer Tochter richtete, ist in diesen Tagen in den sozialen Netzwerken zu einem „viralen Trend“ geworden. Dies veranlasste auch Pater John Baptist Phan Dinh Toai, sich an seine eigene Mutter zu erinnern, als er der Schauspielerin sagte: „Du hast das Bild einer vietnamesischen katholischen Mutter, die den Glauben ihrer Tochter schützen will, sehr tiefgründig dargestellt, und das hat mich daran erinnert, was meine Mutter sagte, als ich eine Freundin hatte, bevor ich in das katholische Kloster eintrat.“<br />Um die Rolle der katholischen Mutter Le Khanh zu spielen, ging die nicht-katholische Schauspielerin einen Monat lang regelmäßig in die Kirche, um an der täglichen Messe teilzunehmen und sich an anderen Aktivitäten der katholischen Gemeinde zu beteiligen. Sie erzählte: „Jedes Mal, wenn ich die Kirche betrat, um der Predigt des Priesters zu lauschen, nahm die Figur, die ich spielen sollte, allmählich Gestalt an. Es kam mir vor, als würde ich nicht in einem Film mitspielen, sondern im Bewusstsein einer katholischen Frau leben.“<br />Die Handlung dieses Films gilt im vietnamesischen Kino als ungewöhnlich: Obwohl der Katholizismus nicht offen erwähnt wird, werden katholische Ethik und Spiritualität authentisch eingebunden, wodurch die Geschichte für das Publikum spannend und leicht nachvollziehbar wird. Der Film markiert somit einen bedeutenden Wendepunkt im vietnamesischen Kino und eröffnet Raum dafür, religiöse Inhalte auf einfühlsame und tiefgründige Weise zu erzählen.<br />Nach den neuesten Daten beliefen sich die Gesamteinnahmen des Films nach nur drei Wochen in den Kinos auf etwa 89 Milliarden VND , womit er trotz der Konkurrenz durch viele ausländische Filme, die im gleichen Zeitraum liefen, den ersten Platz auf dem vietnamesischen Kinomarkt behauptete.<br />Nichtkatholiken konnten durch den Film ein positiveres Bild von Katholiken und ihrem Glauben gewinnen und verstehen, dass Gott für Katholiken kein fernes Konzept ist, sondern eine lebendige Präsenz in jedem Augenblick des Alltags. Darüber hinaus kann dieser vielgelobte Film Nichtkatholiken eine sehr authentische Geschichte vermitteln und zeigen, dass der Katholizismus die Menschen nicht vom Leben entfernt, sondern ihnen hilft, es bewusster zu leben; dass er den Menschen nicht die Freiheit nimmt, sondern sie erleuchtet und auf den rechten Weg führt; dass er die Liebe nicht auslöscht, sondern sie läutert. Und vielleicht ist die ruhige, aber aufrichtige Art, diesen Film dem vietnamesischen Publikum zu „präsentieren“, ein überzeugendes Zeugnis für die Schönheit des katholischen Glaubens im Herzen der heutigen Welt.<br />Mon, 13 Apr 2026 13:13:09 +0200AFRIKA/KAMERUN - Erzbischof von Douala wünscht Freilassung von Gefangenen und Mentalitätswandel im Zusammenhang mit dem Besuch von Papst Leo XIV.https://fides.org/de/news/77566-AFRIKA_KAMERUN_Erzbischof_von_Douala_wuenscht_Freilassung_von_Gefangenen_und_Mentalitaetswandel_im_Zusammenhang_mit_dem_Besuch_von_Papst_Leo_XIVhttps://fides.org/de/news/77566-AFRIKA_KAMERUN_Erzbischof_von_Douala_wuenscht_Freilassung_von_Gefangenen_und_Mentalitaetswandel_im_Zusammenhang_mit_dem_Besuch_von_Papst_Leo_XIVYaoundé – Der Besuch von Papst Leo XIV. möge die Gelegenheit bieten, die ohne Gerichtsverfahren inhaftierten Gefangenen freizulassen. Diesen Wunsch brachte Erzbischof Samuel Kleda von Douala während der Pressekonferenz am vergangenen 9. April zum Ausdruck.<br />„Der Papst kommt, um uns die Frohe Botschaft zu verkünden“, so Erzbischof Kleda. „Was ist für uns die Frohe Botschaft in Kamerun?“, fragt er sich in diesem Zusammenhang. „Es ist der Frieden. In diesem Moment brauchen wir alle in Kamerun Frieden. Der Papst lädt uns mit seinem Besuch alle ein, Friedensstifter zu sein“, fuhr er fort.<br />„Unser Land hat viele Krisen durchlebt, einige davon dauern noch an“, betonte der Erzbischof und deutete damit an, dass er sich auf den Konflikt in den anglophonen Regionen bezog . „Der Nutzen, den wir uns von diesem Besuch erhoffen, besteht darin, uns als Friedensstifter zu engagieren.“<br />Neben der Krise in den englischsprachigen Regionen im Norden und Süden des östlichen Teils des Landes befindet sich Kamerun in einer tiefen Wirtschaftskrise, auf die Erzbischof Kleda Bezug nahm, als er erklärte: „Zu viele Menschen leiden, zu viele Menschen haben keine Arbeit. Nach dem Besuch des Papstes haben wir die Gelegenheit zu zeigen, dass wir in der Lage sind, unser Land zu verändern.“<br />Besorgniserregend ist zudem die politische Lage nach den Unruhen im Anschluss an die Präsidentschaftswahlen vom vergangenen Oktober, bei denen der 92-jährige Paul Biya zum achten Mal zum Staatschef wiedergewählt wurde – in einer Wahl, die nach Ansicht der Opposition und verschiedener externer Beobachter von schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten geprägt war. Bei den Demonstrationen nach der Wahl wurden mehrere Personen festgenommen, insbesondere in Douala, das das Epizentrum der Proteste gewesen war.<br />Auf diese Menschen bezog sich auch Erzbischof Kleda. „Es kam zu einer Krise nach den Wahlen, in deren Folge viele Menschen festgenommen wurden. Einige von ihnen wurden freigelassen, aber viele befinden sich noch immer im Gefängnis. In den Gefängnissen sitzen zudem Menschen, die nie vor Gericht gestellt wurden.“<br />„Dies ist eine Gelegenheit“, so der Erzbischof mit Blick auf den Besuch des Papstes, „uns dafür einzusetzen, diese Situation zu ändern und alles zu tun, um die Freilassung unserer Brüder zu erreichen“, erklärte der Erzbischof von Douala.<br /> „Es ist bereits das vierte Mal, dass der Papst nach Kamerun kommt. Das ist ein besonderer Segen“, so Erzbischof Kleda, der sich dabei auf die früheren Besuche im Land, bevor Robert Francis Prevost zum Papst gewählt worden war. „Tatsache ist, dass wir keine Heiligen sind, dass es uns nicht gelungen ist, das Evangelium in die Tat umzusetzen. Der jetzige Besuch des Papstes ist eine neue Gelegenheit zur Erneuerung und dazu, dafür zu sorgen, dass unsere Gesellschaft in Frieden leben kann“, betonte der Erzbischof. „Das bedeutet, dass das Gemeinwohl, d.h. die Ressourcen des Landes mit allen geteilt werden müssen, entsprechend den Bedürfnissen jedes Einzelnen, wie es uns die Apostelgeschichte lehrt“. Doch um dies zu erreichen, müsse man die Korruption bekämpfen, die Erzbischof Kleda als „ein riesiges Problem“ bezeichnete, „weil sie alles zerstört und den Aufbau des Landes verhindert“. „Möge jeder von uns zur Umkehr bereit sein und sich für die Gerechtigkeit einsetzen“, schloss er.<br /> <br />Mon, 13 Apr 2026 11:13:22 +0200