Fides News - German (Standard)http://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/NIGERIA - Katholischer Priester bei Raubüberfall getötethttp://fides.org/de/news/64633-AFRIKA_NIGERIA_Katholischer_Priester_bei_Raubueberfall_getoetethttp://fides.org/de/news/64633-AFRIKA_NIGERIA_Katholischer_Priester_bei_Raubueberfall_getoetetAbuja – „Pfarrer Michael Akawu wurde bei einem bewaffneten Raubüberfall getötet“. Dies bestätigt der Sprecher der Erzdiözese Abuja Patrick Tor Alumuku auf Anfrage des Fidesdienstes. Der katholische Priester kam am vergangenen Samstag, dem 18. August bei einem Raubüberfall in einem Supermarkt gewaltsam ums Leben. "Zusammen mit ihm wurden auch andere Kunden Opfer der Kriminellen", berichtet Pfarrer Alumuku.<br />Pfarrer Akawu war Vikar in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis in Dobi-Gwagwalada, einem Vorort der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Er war als erster einheimischer Priester aus Abuja am vergangenen 4. Februar vom Erzbischof von Abuja, Kardinal John Onayeikan, zum Priester geweiht worden.<br /> <br />Mon, 20 Aug 2018 14:07:06 +0200AMERIKA/NICARAGUA - Vor vier Monaten begannen die Bürgerproteste: Bevölkerung fordert Rücktritt der Regierunghttp://fides.org/de/news/64631-AMERIKA_NICARAGUA_Vor_vier_Monaten_begannen_die_Buergerproteste_Bevoelkerung_fordert_Ruecktritt_der_Regierunghttp://fides.org/de/news/64631-AMERIKA_NICARAGUA_Vor_vier_Monaten_begannen_die_Buergerproteste_Bevoelkerung_fordert_Ruecktritt_der_Regierung<br />Managua - Großdemonstrationen in den Straßen von Managua und in verschiedenen Teilen des Landes, zu denen zahlreiche Demonstranten am vergangenen Samstag zusammenkamen, haben gezeigt, dass die Bevölkerung nicht aufgibt: seit vier Monaten kommt es zu Bürgerprotesten gegen die Regierung von Daniel Ortega und Rosario Murillo, die ihrerseits versucht die Proteste der Bevölkerung mit Gewalt zu stoppen. <br />Kardinal Leopoldo Brenes äußerte sich unterdessen am gestrigen, 19. August zu jüngsten Stellungnahme der Regierung von Daniel Ortega zum Bericht der Interamerikanische Menschenrechtskommission , die Ortega der Manipulation verdächtigt und ihr „Einmischung“ vorwirft: "Die CIDH ist international anerkannt und gehört zur OAS , und ich glaube nicht, dass ihr Mitarbeiter angehören, die falsche Dinge behaupten", so der Kardinal zur Arbeitsweise der Kommission.<br />Der Kardinal riet der Regierung, die verschiedenen Punkte zu "diskutieren" und auf übereilte Stellungnahmen zu verzichten. "Manchmal müssen wir realistisch sein und Fehler eingestehen, die wir vielleicht gemacht haben. Wir Menschen können Fehler machen, aber wir können auch erkennen, wenn etwas nicht stimmt, was gesagt wird. Es wäre manchmal besser, sich miteinander zu beraten anstatt Unsinn von sich zu geben", so er der Kardinal zum Kommentar der Regierung zum "Bericht der CIDH zur Lage in Nicaragua".<br />Bei der sonntäglichen Pressekonferenz wiederholte Kardinal Brenes ein weiteres Mal, dass "die katholische Kirche bereit ist, den Dialog wieder aufzunehmen", der ausgesetzt wurde, weil die Regierung die Forderung nach vorgezogenen Wahlen nicht als Ausweg aus der Krise akzeptieren will, die vor genau vier Monaten begann .<br />Während dieser vier Monate starben nach Angaben der Presse insgesamt 448 Menschen während die Menschenrechtskommission 317 Opfer der brutalen Repression des Regimes dokumentiert. Hunderte Menschen wurden inhaftiert, viele werden vermisst und Tausende wurden vertrieben.<br />Unterdessen kam es in Costa Rica zu ersten Protesten gegen die Einwanderung von Flüchtlingen aus Nicaragua protestierten.<br /> <br /><br />Mon, 20 Aug 2018 13:25:33 +0200ASIEN/AFGHANISTAN - Schwelender Konflikt zwischen nationaler und ethnischer Identität: Zahl der zivilen Opfer steigthttp://fides.org/de/news/64630-ASIEN_AFGHANISTAN_Schwelender_Konflikt_zwischen_nationaler_und_ethnischer_Identitaet_Zahl_der_zivilen_Opfer_steigthttp://fides.org/de/news/64630-ASIEN_AFGHANISTAN_Schwelender_Konflikt_zwischen_nationaler_und_ethnischer_Identitaet_Zahl_der_zivilen_Opfer_steigtKabul - "Die Stammeszugehörigkeit ist in Afghanistan ein heikles Thema, das normalerweise vermieden wird, weil die Betonung dieses Aspekts eine Art kulturelles Tabu unter den Afghanen ist. Gleichzeitig ist es ein Thema, das das Leben des Landes während der vier Jahrzehnten des Konflikts stark beeinflusst hat und dies noch immer tut", so Fabrizio Foschini, Forscher und Analyst des "Afghanistan Analysts Network".<br />Foschini erklärt, dass die prioritäre Forderung, allen ethnischen Gruppen einen Platz in der Regierung zu garantieren, eines der Dogmen war, die die internationale Gemeinschaft nach dem Sturz der Taliban im Jahr 2001 am dringendsten durchzusetzen versuchte, was jedoch oft negative Folgen hatte: „Die afghanische Gesellschaft erkennt zumindest weiterhin offiziell die absolute Notwendigkeit dieses repräsentativen Pluralismus an, weshalb die entsprechenden Mechanismen fortbestehen. Dies zeigen die verschiedenen Koalitionen, die in den letzten Jahren regiert haben und die immer das Ergebnis von Kompromissen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen waren". Gleichzeitig "fischen die so genannten ‚warlords’ in den trüben Gewässern Außenpolitik: ohne eine andere Art von Legitimität verlassen sie sich auf die Ängste und das gegenseitige Misstrauen, das die Erinnerung an den Bürgerkrieg unter den Afghanen hinterlassen hat. Zwar akzeptieren sie formell die ‚politisch korrekte’ nationale Einheit, versprechen aber innerhalb der Gemeinschaften, ausschließlich die Interessen ihrer jeweiligen Gruppe zu verteidigen."<br />Nach Ansicht des Analytikers wird das Thema oft aus Gründen der Sensibilität nicht angesprochen: "Die Wahrnehmung vieler Afghanen ist, dass Ausländer, die in diese Dynamik eindringen, Schaden verursachen, aus Oberflächlichkeit oder Bosheit, nur damit eine bestimmte politische Agenda verwirklicht werden kann. Auf der einen Seite haben die Afghanen nicht unrecht, aber gleichzeitig wäre es angesichts der ernsten Lage im Land und der zunehmenden Radikalisierung bestimmter Positionen zum Thema nationale und ethnische Identität dringend notwendig, dieses Problem in Angriff zu nehmen."<br />Foschini ist versucht jedoch auch eine positive Einschätzung des Phänomens, was auf lange Sicht eine größere politische Beteiligung der afghanischen Bevölkerung begünstigen könnte: "Ein Beispiel ist das Volk der Hazara, das in der Vergangenheit aus religiösen Gründen diskriminiert wurde, da sie als Schiiten mitten unter einer sunnitische Mehrheit leben. Dies war einer der Faktoren, der ihnen einen bedeutenden sozialen Aufstieg ermöglichten, da sie sich um Bildung bemühten, um eine neue Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen. Vor kurzem baten die Hazara die Regierung darum, eine Stromleitung durch ihre Regionen zu führen, die zu den ärmsten und rückständigsten gehört, und nicht durch anderes Gebiet. Diese lokale Forderung hätte zu Zusammenstößen zwischen Gemeinschaften führen können, aber sie wurde auf sehr transparente Weise vorgebracht, ohne sich auf lokale Anführer zu verlassen, sondern vielmehr mit einem partizipativen Ansatz."<br />In Afghanistan ist die politische bisher Sphäre in der Tat den gebildeten Eliten vorbehalten, während die ländlichen Massen nicht vertreten sind oder sich von den andauernden terroristischen Anschlägen entmutigen lassen. Wie aus einem Bericht im vergangenen Juli von der UN-Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan veröffentlichten Bericht hervorgeht, wurden in Afghanistan unterdessen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 fast 1.700 Zivilisten getötet: so viele wie schon seit zehn Jahren nicht mehr.<br /> <br /><br />Mon, 20 Aug 2018 12:56:08 +0200AFRIKA/KENIA - Bischöfe zur Korruptionsbekämpfung: „Ein Krieg, den wir nicht verlieren dürfen“http://fides.org/de/news/64629-AFRIKA_KENIA_Bischoefe_zur_Korruptionsbekaempfung_Ein_Krieg_den_wir_nicht_verlieren_duerfenhttp://fides.org/de/news/64629-AFRIKA_KENIA_Bischoefe_zur_Korruptionsbekaempfung_Ein_Krieg_den_wir_nicht_verlieren_duerfenNairobi - "Wir begrüßen die Bemühungen von Präsident Uhuru Kenyatta und anderer Regierungsstellen, die Korruption in Kenia ein für allemal zu auszurotten. Dies ist ein Krieg, den wir nicht verlieren dürfen", so die Bischöfe Kenias in einer am vergangenen 17. August am Ende ihrer außerordentlichen Sitzung veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.<br />Die Bischöfe unterstreichen, dass die Bekämpfung der Korruption ein strategischer Prozess für die Zukunft des Landes sei, der unter Einbeziehung aller Schichten der Gesellschaft systematisch stattfinden müsse.<br />In ihrem Dokument erinnern die Bischöfe an den jüngsten Skandal um die Einfuhr von durch Quecksilber und Kupfer verunreinigt Zucker, deren Gehalt die für den menschlichen Verzehr zugelassen Mengen um ein Zehnfaches überschritt. "Wir sind besorgt angesichts des Verdachts, dass einige Parlamentarier versucht haben sollen, den Bericht über den Zuckerskandal zu vertuschen", schreiben die Bischöfe und unterstreichen, dass "nur die Wahrheit das Land retten kann. Die Kenianer wollen die Wahrheit über diesen Skandal wissen, der die Gesundheit von Millionen von Bürgern gefährdet."<br />Neben der Korruption beeinträchtige auch Vetternwirtschaft den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt in Kenia, so die Bischöfe. "Vetternwirtschaft untergräbt die Prinzipien des Gemeinwohls und die Chancengleichheit, die alle Kenianer genießen sollten", beklagen die Bischöfe, die diese Praxis "aufs Schärfste verurteilen".<br />Abschließend erinnern die Bischöfe an den vom 11. bis 13. September geplanten Streik der Lehrer. Man verstehe zwar die Gründe der Lehrer, doch "das Interesse der Schüler ist vorrangig und darf nicht beeinträchtigt werden". Unter Hinweis auf den wichtigen Beitrag der katholischen Kirche zum kenianischen Bildungswesen bitten die Bischöfe in diesem Zusammenhang darum, zu Fragen, die katholischen Schulen betreffen, konsultiert zu werden.<br /> <br />Mon, 20 Aug 2018 12:09:15 +0200AFRIKA - Auswanderung von Priestern und Ordensleuten gefährdet Ortskirchenhttp://fides.org/de/news/64628-AFRIKA_Auswanderung_von_Priestern_und_Ordensleuten_gefaehrdet_Ortskirchenhttp://fides.org/de/news/64628-AFRIKA_Auswanderung_von_Priestern_und_Ordensleuten_gefaehrdet_OrtskirchenAbidjan – “Der Wunsch nach Europa zu gehen, um dort zu leben und Afrika zu verlassen ist zu einer Art Ideologie geworden, die sehr gefährlich ist und die Geister zerstört, vom zerbrechlichsten bis zu den solidesten, wie zum Beispiel bei Priestern und Ordensleute", so Pater Donald Zagore, ein afrikanischer Priester der Gesellschaft für die Afrikamissionen. <br />"Es ist traurig, aber es ist wichtig, dass wir erkennen, dass das Phänomen der Auswanderung nach Europa nicht nur unsere afrikanischen Zivilgesellschaften betrifft, sondern auch unsere vielen Diözesen und Ordensgemeinschaften. Es gibt viele Priester und Ordensleute, die den afrikanischen Kontinent verlassen, um ihren Dienst in europäischen und amerikanischen Ländern zu leisten. Die Auswanderung in ihrer religiösen Form ist ein Phänomen, das auf unserem Kontinent zunimmt", so der Missionar weiter.<br />"Bereits Anfang 2017 hat Bischof Marcelin Yao Kouadio von Daloa in einer seiner Predigten an die Fälle von zwei besonders betroffenen afrikanischen Diözesen erinnert. Im Mai 2018 prangerte auch der Vorsitzende der Ivorischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignace Bessi Dogbo, bei der Eröffnung der Vollversammlung der ivorischen Bischöfe das Phänomen der ‚Wander’-Priester an. Er meinte damit Priester, die sich nach ihrem Studium oder nach einer Mission in Europa weigerten, nach Afrika zurückzukehren. In einem von der französischen katholischen Zeitung ‚Lacroix’ am vergangenen 7. August veröffentlichten Interview bestätigte auch Erzbischof Dominique Lebrun von Rouen, der früher die Arbeitsgruppe ‚Pretres venus d'ailleurs’ leitete, die Existenz eines solchen Phänomens“, betont Pater Zagore.<br />„Grund dafür ist meistens die Suche nach Wohlstand und Prestige“, so Pater Zagore. „Viele fliehen vor Elend und Unsicherheit. Doch fühlen sich auch viele Afrikaner besonders in kirchlichen Kreisen anderen überlegen, weil sie in Europa leben, arbeiten oder studieren. Manchmal wird eine Ernennung oder ein weiteres Studium in Europa als eine Art Erlösung betrachtet. Es ist dramatisch, wenn man bedenkt, dass das afrikanische Wesen sich erst zu verwirklichen scheint, wenn es europäisches Prestige genießt".<br />"Dieses Konzept birgt eine enorme Gefahr für die Kirche in Afrika, die sich aufgrund des Priestermangels und der zunehmenden Ausbreitung von nicht geeigneten Berufungen allmählich entleert. Es ist heute nicht mehr notwendig, Priester zu werden, um den Armen in Christus zu dienen. Was erstrebenswert erscheint, ist der ungezügelte Wettbewerb um materielle Güter und Ruhm, der in unseren Kirchen in Afrika zu Konflikten und Spaltungen führt", fährt Pater Zagore fort.<br />"In unseren Diözesen, in unseren Ordensgemeinschaften sind dringend konkrete Maßnahmen erforderlich, um die Auswanderung von Priestern und Ordensleuten einzudämmen. Vor allem brauchen wir ein kollektives Bewusstsein für diese Gefahr. Zweitens müssen die kirchlichen Behörden die einzelne Berufung und Ernennung sorgfältig prüfen. Abschließend möchte ich noch einmal mit Nachdruck Bischof Marcelin Kouadio zitieren, der sag: ‚Das Priesteramt und das Ordensleben sollten kein Sprungbrett sein, um aus Afrika weg zu gehen, weil es arm ist’“, so Pater Zagore abschließend.<br /> <br /><br />Mon, 20 Aug 2018 11:42:30 +0200AMERIKA/PERU - Jesuit in einer indigenen Gemeinde im Amazonasregion tot aufgefundenhttp://fides.org/de/news/64625-AMERIKA_PERU_Jesuit_in_einer_indigenen_Gemeinde_im_Amazonasregion_tot_aufgefundenhttp://fides.org/de/news/64625-AMERIKA_PERU_Jesuit_in_einer_indigenen_Gemeinde_im_Amazonasregion_tot_aufgefundenLima - Am Morgen des gestrigen Freitag wurde der spanische Jesuitenpater Riudavets Carlos Montes einer indigenen Gemeinde in Yamakentsa tot aufgefunden. Er war gefesselt und seine Leiche trug „Anzeichen von Gewalt“. Am Nachmittag gab der Jesuitenorden die Nachricht bekannt und äußerte, „Bestürzung und Trauer“. Die Verlautbarung betont „die Ablehnung jeder Form von Gewalt“, während man darauf vertraue, dass die Behörden die Ursachen und Umstände des Mordes rasch klären werde.<br /> Unterdessen brachte die peruanische Bischofskonferenz in einer von ihrem Vorsitzenden Erzbischof Miguel Cabrejos von Trujillo unterzeichneten Erklärung der Ordensgemeinschaft der Jesuiten ihr Beileid zum Ausdruck. Seit 38 Jahren habe sich „Pater Riudavets der Bildungsarbeit unter den Familien der einheimischen Gemeinden des Amazonas gewidmet“, so der Erzbischof, der die Behörden auffordert, nach den Verantwortlichen für das Verbrechen zu suchen. In einer Sendung des Fernsehsenders „RPP Noticias“ teilte der Bezirksleiter der örtlichen Schulen, Gumercinda Duire, mit, dass der Körper des Missionars in der Morgendämmerung von der Köchin auf dem Boden seiner Wohnung in der Schule „Valentín Salegui“ gefunden wurde. Die indigene Gemeinde befindet sich im Bezirk Yamakentsa , der zum Apostolischen Vikariat Jaén gehört. "Der Pater war sehr beliebt. Und was nun passiert ist, ist sehr seltsam", so der Bezirksleiter der Schulen zum gewaltsamen Tod des Ordensmannes.<br /> <br />Sat, 11 Aug 2018 10:25:40 +0200AFRIKA/ÄGYPTEN - Ehemaliger Mönch gesteht Mord an Bischof Epiphaniushttp://fides.org/de/news/64624-AFRIKA_AeGYPTEN_Ehemaliger_Moench_gesteht_Mord_an_Bischof_Epiphaniushttp://fides.org/de/news/64624-AFRIKA_AeGYPTEN_Ehemaliger_Moench_gesteht_Mord_an_Bischof_EpiphaniusKairo – Der Ägypter Wael Saad Tawadros, der noch bis vor wenigen Tagen Mönch des koptisch-orthodoxen Klosters St Makarios war, wurde von den ägyptischen Justizbehörden als Täter des Mordes am koptisch-orthodoxen Bischof Epiphanius identifiziert. Der Bischof war in den frühen Morgenstunden des 29. Juli in dem Kloster tot aufgefunden wurde, das er als Abt leitete. Laut ägyptischen Medienberichten gestand der ehemalige Mönch das Verbrechen und erklärte, dass er Bischof Epiphanius mit einer Eisenstange getötet hatte.<br />Am vergangenen 5. August wurde Wael Saad Tawadros, der bis dahin unter Namen Jesaja al Makary Mönch des Klosters San Makarios war, aus dem Kloster verwiesen und mit einer vom koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. unterzeichneten Anweisung des Mönchsstandes enthoben. Der ehemalige Mönch wurde aufgefordert, "für die Rettung seiner Seele Reue zu zeigen" . Zunächst hatte ein Sprecher der koptisch-orthodoxen Kirche jedoch dementiert, dass die Maßnahmen gegen Wael mit dem Tod von Bischof Epiphanius in Verbindung standen.<br />In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 29. Juli, wurde die Leiche des Bischofs Epiphanius auf dem Weg von seiner Zelle zur Kirche des Klosters in einer Blutlache gefunden. Der Bischof wollte wie gewöhnlich den Tag mit Morgengebet beginnen, bevor der Sonntagsgottesdienst beginnen sollte . Der Bischof war 64 Jahre alt und wurde in Tanta geboren. Nach dem Medizinstudium war er 1984 in das Kloster von St Makarios in der Region Wadi Natrun eingetreten und wurde 2002 zum Priester geweiht. Als Forscher und Wissenschaftler hatte an der Übersetzung mehrer Bücher der Bibel vom Griechischen ins Arabische mitgearbeitet. Die Mönche des Klosters St. Makarios hatten ihn am 3. Februar 2013 mehrheitlich zu ihrem Abt gewählt. Er war ein Schüler von Matta el Meskin – geistliche Schlüsselfigur in der jüngeren Geschichte der koptisch-orthodoxen Kirche – und pflegte intensive Beziehungen der geistlichen Gemeinschaft mit Freunden und Klostergemeinschaften der katholischen Kirche.<br /> .<br />Sat, 11 Aug 2018 10:07:30 +0200ASIEN/TURKMENISTAN - Pater Madej: “Poesie ist ein stilles Zeugnis der Liebe Gottes”http://fides.org/de/news/64623-ASIEN_TURKMENISTAN_Pater_Madej_Poesie_ist_ein_stilles_Zeugnis_der_Liebe_Gotteshttp://fides.org/de/news/64623-ASIEN_TURKMENISTAN_Pater_Madej_Poesie_ist_ein_stilles_Zeugnis_der_Liebe_GottesAschgabat - "Manchen Ungläubigen lassen sich erst durch die Annäherung an poetische Texte zum Nachdenken über ihre Existenz anregen, weil Poesie Fragen aufwirft, die Mathematik und Physik nicht stellen. Eine Dame hat mir einmal erzählt, dass sie sich nach dem Lesen meiner Gedichtsammlung für die Taufe entschieden habe. Dies gab mir zu verstehen, dass es nützlich ist, als Priester auch ein Dichter zu sein: Die Poesie ist für mich ein stilles Zeugnis der Liebe Gottes", so P. Andrzej Madej, polnischer Priester der Oblaten von der Makellosen Jungfrau Maria und Vorsteher des Missio sui iuris Turkmenistan am Vorabend der Veröffentlichung seiner neuesten Gedichtsammlung in polnischer Sprache "Pod skrzydlem aniola" .<br />"Ich schreibe seit fast 50 Jahren Gedichte“, so der Missionar weiter „und in vielen Momenten meines Lebens hat der Herr mir gezeigt, dass ich weitermachen soll. Als ich Anfang der siebziger Jahre als Seminarist in Rom war, benutzte der Obere der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, ein großer Theologe, in seinen Predigten und Katechesen häufig poetische Ausdrücke. Dort habe ich gelernt, dass Symbolismus ein großartiges Werkzeug für das Predigen ist. Ich möchte als Priester durch Poesie noch mehr und intensiver Priester sein ".<br />P. Madej veröffentlicht jedes Jahr eine Gedichtsammlung: Die Gedichte sind in polnischer Sprache geschrieben, werden aber oft auch ins Russische übersetzt, was sie den Gläubigen Turkmenistans zugänglich macht: "Meine Mission ist es, unter den Menschen zu sein, weshalb ich nicht die Zeit habe, die Gedichte selbst zu übersetzen. Aber einige der Gläubigen sprechen Russisch und fragen mich nach den neuesten Texten. Einige können auch die polnische Sprache lesen und fungieren als Dolmetscher und Übersetzer in der Gemeinschaft", erklärt der Ordensmann.<br />Der Oblate ist seit 1997 in Turkmenistan tätig, als Johannes Paul II. die Missio sui iuris errichtete, womit die katholische Kirche in dem Land wiedergeboren wurde. Dreizehn Jahre lang wurde die Präsenz der Oblaten nur als Vertretung der vatikanischen Botschaft zugelassen: zuerst traf man sich in Privatwohnungen und die Messe wurde auf dem Gelände Apostolischen Nuntiatur in Aschgabat gefeiert. Im Jahr 2010 erkannte die turkmenische Regierung die katholische Präsenz offiziell an. Die turkmenische katholische Gemeinde besteht aus etwa zweihundert Gläubigen und trifft sich in der Kapelle der Verklärung des Herrn in der Hauptstadt Aschgabat, wo sie von zwei Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria betreut wird. Von den rund 5 Millionen Einwohnern Turkmenistans sind etwa 90% Muslime.<br /> <br />Sat, 11 Aug 2018 09:45:37 +0200ASIEN/SYRIEN - Kloster der heiligen Tekla in Maalula bald wieder für Besucher geöffnethttp://fides.org/de/news/64622-ASIEN_SYRIEN_Kloster_der_heiligen_Tekla_in_Maalula_bald_wieder_fuer_Besucher_geoeffnethttp://fides.org/de/news/64622-ASIEN_SYRIEN_Kloster_der_heiligen_Tekla_in_Maalula_bald_wieder_fuer_Besucher_geoeffnetMaalula - Das griechisch-orthodoxe Kloster der heiligen Tekla in der syrischen Stadt Maalula wird bald wieder für Pilger und Touristen geöffnet sein. Die Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten, bei denen versucht wurde, die schweren Schäden, die der Kultstätte in der Zeit zwischen September 2013 und März 2014 zugefügt worden waren, soweit wie möglich zu beheben. Während dieser Monate war das Bergdorf Maalula von regierungsgegnerischen Rebellen erobert worden.<br />Einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau des orthodoxen Klosters der heiligen Tekla leistete der Verband der russischen Kriegs-Veteranen "Boevoe Bratstvo" . Wie russische Medien berichten sollen die Nonnen bereits in das Kloster zurückgekehrt sein, das gegenwärtig zu 90% wiederaufgebaut wurde und dessen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten in den kommenden Wochen abgeschlossen werden sollen.<br />Maalula liegt rund 55 km nordöstlich von Damaskus und ist in der ganzen Welt als einer der Orte bekannt, an denen noch Aramäisch gesprochen wird, die Sprache Jesu. Dort befindet sich sowohl das Kloster der heiligen Tekla als auch das griechisch-orthodoxe Heiligtum der heiligen Märtyrer Sergios und Bakchos. Am 3. Dezember 2013 wurden 13 griechisch-orthodoxe Nonnen aus dem Kloster der heiligen Tekla zusammen mit drei ihrer Mitarbeiter aus dem Kloster entführt worden. Die Entführung endete am Sonntag, den 9. März 2014, glücklich mit der Freilassung der Schwestern und der drei Angestellten auf libanesischem Territorium. Zu der Freilassung war es auch durch Vermittlung der Geheimdienste von Libanon und Katar gekommen und sie fand im Tausch gegen die Freilassung von 153 Frauen aus syrischen Gefängnissen statt.<br /> .<br />Fri, 10 Aug 2018 13:18:09 +0200ASIEN/PAKISTAN - Katholischer Politiker in das Parlament der Provinz Sindh gewählthttp://fides.org/de/news/64621-ASIEN_PAKISTAN_Katholischer_Politiker_in_das_Parlament_der_Provinz_Sindh_gewaehlthttp://fides.org/de/news/64621-ASIEN_PAKISTAN_Katholischer_Politiker_in_das_Parlament_der_Provinz_Sindh_gewaehltKarachi - Der katholische Laie Anthony Naveed wurde als einziger Christ in das Parlament der der Provinz Sindh gewählt. Er ist Mitglied der Pakistan People Party gewählt und wird in der Zeit von 2018 bis 2023 Abgeordneter in der Provinz Sindh sein. Andere politische Parteien haben Kandidaten Die anderen politischen Parteien wählten Hindus für die den religiösen Minderheiten vorgesehene Sitze in der Versammlung.<br />Bei einem Danksagungsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Peter in Karatschi sagte er vor 500 Gläubigen: "Ich bin Gott dankbar dafür, dass ich Pakistan und der christlichen Glaubensgemeinschaft dienen darf. Ich danke dem Vorsitzenden der PPP Bilawal Bhutto Zardari für die Gelegenheit, dass er mir diese verantwortungsvolle Aufgabe in der Provinzversammlung anvertraut hat“. Und mit Tränen in den Augen fügte er hinzu: "Ich bin glücklich, in dieser Kirche getauft und gefirmt worden zu sein; habe dieser Kirche als junger Mann gedient und heute trete ich als erwachsener Katholin mein Amt, als Mitglied der Provinzialversammlung an".<br />Anthony Naveed machte zu Beginn der 1990er Jahre einen Abschluss im Fach Politikwissenschaft und engagierte sich Mitglied der PPP-Jugendbewegung "People's Student Federation" in Karachi. Von 1998 bis 2005 war er auch aktives Mitglied der Jugendkommission in der Erzdiözese Karatschi und vertrat die Erzdiözese Karachi in Toronto beim Weltjugendtag 2002.<br />Nach 15-jährigem politischem Engagement wurde er 2005 zum stellvertretenden Stadtrat in Jamshed gewählt wo bis 2010 tätig war. Dank seines Engagements ernannte der damalige Kabinettschef des Büros für religiöse Harmonie der Provinz Sindh, Syed Murad Ali Shah, im Jahr 2016 zu seinem Assistenten.<br />Im Gespräch mit Fides stellt Anthony Naveed: "Ich konzentriere mich auf die Umsetzung der Bestimmung, die vorsieht, dass 5% der Arbeitsplätze in Regierungsbüros für religiöse Minderheiten vorgesehen sind. Ich werde mich dafür einsetzen, dass fünf Studienplätze für Studenten aus Minderheiten in Universitäten vorgesehen sind und werde daran arbeiten die Entwicklung unter religiösen Minderheiten in Pakistan voranzubringen". Und er fügt hinzu: "Ich folge der Vision der verstorbenen Politikerin Benazir Bhutto, wenn es darum geht armen und bedürftigen Minderheiten zu dienen, die in Pakistan immer noch abgelehnt und unterdrückt werden". Und er sagt: "Ich glaube, dass die PPP die einzige politische Partei ist, die wirklich die Rechte von Minderheiten schützen will und sich für die Entwicklung von Minderheiten einsetzt".<br />Im vergangenen April wurde der Christ Anwar Lal Din, ebenfalls Mitglied der PPP, erster christliche Senator in der Provinz Sindh .<br /> <br />Fri, 10 Aug 2018 12:51:10 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Kirche antwortet mit Programmen für Drogenabhängige auf den “Drogenkrieg” der Regierunghttp://fides.org/de/news/64620-ASIEN_PHILIPPINEN_Kirche_antwortet_mit_Programmen_fuer_Drogenabhaengige_auf_den_Drogenkrieg_der_Regierunghttp://fides.org/de/news/64620-ASIEN_PHILIPPINEN_Kirche_antwortet_mit_Programmen_fuer_Drogenabhaengige_auf_den_Drogenkrieg_der_RegierungManila – Der argentinische Missionar Pater Luciano Airel Felloni, der seit zwanzig Jahren auf den Philippinen lebt, brachte in seiner Pfarrei in der Diözese Novaliches in der Nähe von Manila, ein Rehabilitations-Projekt für Drogenabhängige auf den Weg. Dieser Ansatz versteht sich als Antwort der katholischen Kirche auf die Anti-Drogen-Kampagne des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, der seit seiner Wahl im Juni 2016, versucht das Problem durch den gewaltsamen Einsatz der Polizei zu lösen. Die Strategie der Regierung basiert auf Angst und Abschreckung und wird viel kritisiert: seit Beginn der Präsidentschaft wurden am Tag im Durchschnitt rund 33 Menschen von der Polizei am Tag getötet und weitere 23.500 Personen wurden Opfer willkürlicher Tötung durch Schwadronen der so genannte "vigilantes". Bei der überwiegenden Mehrheit der Opfer handelt es sich um arme Menschen, die sich eine private Entzugsklinik nicht leisten können.<br />Vor dem Hintergrund dieses Phänomens haben viele Priester und Ordensleute im ganzen Land, darunter auch Pfarrer Felloni, Rehabilitationsprogramme für Drogenabhängige auf den Weg gebracht, mit denen der Mangel an öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen werden soll. Im September 2016 begann Pater Felloni, während die Zahl der in seiner Gemeinde die Zahl der Opfer der Anti-Drogen-Kampagne weiter anstieg, in seiner Pfarrei ein ambulantes Rehabilitationsprogramm.<br />"Wir haben uns gefragt, was wir mit unseren geringen Möglichkeiten tun können, um eine Kampagne gegen Drogen zu unterstützen, die die Würde jedes Menschen schützt und für die Gemeinschaft wirklich von Nutzen ist", so Pater Felloni.<br />Anfangs stieß das Projekt auf Ablehnung bei der Polizei und Skepsis bei den Drogenabhängigen selbst. Innerhalb eines Jahres meldeten sich jedoch insgesamt 40 Patienten zur Behandlung an und nachdem die von Pfarrer Felloni initiierte Gruppen den ersten sechsmonatigen Entzugszyklus erfolgreich abschließen konnte, wuchs das Vertrauen.<br />Pater Felloni will ehemalige Drogenabhängige in die Gesellschaft integrieren und ihnen helfen, "ein gutes Leben zu führen". Neben der Initiative von Pater Felloni gibt es im ganzen Land viele weitere Programme und Initiativen von Pfarreien, Einrichtungen und Organisationen der katholischen Kirche, die Süchtigen helfen, aus der Drogenabhängigkeit heraus zu finden.<br />Die katholische Kirche auf den Philippinen hat die Regierung wiederholt aufgefordert, ihre Strategie des „Drogenkriegs“ zu ändern: auch die Bischöfe weisen darauf hin, dass Entzug und Rehabilitation von ehemaligen Drogenabhängigen im sozialen Gefüge der Menschen der einzig richtige Weg ist. <br /> <br />Fri, 10 Aug 2018 11:35:49 +0200AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Amnestie für politische Gefangene: “Ein großer Schritt in Richtung Frieden”http://fides.org/de/news/64619-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Amnestie_fuer_politische_Gefangene_Ein_grosser_Schritt_in_Richtung_Friedenhttp://fides.org/de/news/64619-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Amnestie_fuer_politische_Gefangene_Ein_grosser_Schritt_in_Richtung_FriedenAbidjan – Am 6. August 2018, dem Vorabend des Unabhängigkeitstags, beschloss der ivorische Präsident Alassane Ouattara etwa 800 politische Gefangenen im Rahmen einer Amnestie freizulassen, darunter auch Simone Gbagbo, Ehefrau des ehemaligen Präsidenten der Republik, die wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde.<br />"Dies ist eine politische Entscheidung, die in einem angespannten sozio-politischen Kontext getroffen wurde: fast die gesamte bürgerliche und politische Gesellschaft besteht auf die Freilassung politischer Gefangener nach den Gewalttaten im Zusammenhang mit der Wahl von 2011 im Zeichen echter Versöhnung", so Pater Donald Zagore, ivorischer Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen.<br />"Die Elfenbeinküste ist seit 1999 in einen Teufelskreis von Spaltung und gesellschaftspolitischer Gewalt geraten", fährt Zagore fort, „der mit dem Ausbruch einer blutigen bewaffneten Revolte im Jahr 2002 gewann und bis zur Gewalt nach den Wahlen von 2011 reichte, bei der nach Angaben der internationalen Staatengemeinschaft fast 3.000 Menschen starben".<br />"Im Prozess der Aussöhnung, der von den gegenwärtigen Regierenden auf den Weg gebracht wurde, ist die Gerechtigkeit das Grundprinzip, auf dem nationale Versöhnung aufgebaut werden soll. Unglücklicherweise verharrt die ivorische Justiz in einer Logik unverhohlener Unparteilichkeit, die Gerechtigkeit für Sieger praktiziert und damit nicht mehr Instrument des Friedens und der Versöhnung ist, sondern zu einem Instrument der Ungerechtigkeit und Spaltung", so der Missionar.<br />"In einem solchen Kontext war Frieden nicht mehr möglich“, bekräftigt P. Zagore, „Der einzige Ausweg war eine Amnestie mit der Freilassung aller politischen Gefangenen, die einen aufrichtigen Dialog und wahre Versöhnung begünstigt. Alle sozialen, politische und religiösen Gruppen hatten zu einer solchen Freilassung der politischen Gefangenen aufgerufen“. <br />„Auch die katholischen Bischöfe des Landes hatten eine solche Politik eindringlich gefordert. Mit der Amnestie ist heute ein großer Schritt in Richtung einer echten und definitiven Aussöhnung getan worden, auch wenn der Weg noch lange ist. Doch alle Ivorer dürsten nach Frieden und Versöhnung", so der Missionar abschließen.<br /> <br />Fri, 10 Aug 2018 11:00:44 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Apostolischer Vikar zur Gewalt im Osten: „Wir haben die Nähe des Herrn gespürt”http://fides.org/de/news/64618-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Apostolischer_Vikar_zur_Gewalt_im_Osten_Wir_haben_die_Naehe_des_Herrn_gespuerthttp://fides.org/de/news/64618-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Apostolischer_Vikar_zur_Gewalt_im_Osten_Wir_haben_die_Naehe_des_Herrn_gespuertHarar – Die Spannungen, die zu Episoden des Vandalismus gegen verschiedene ethnische Gemeinschaften in der somalischen Region Osten Äthiopias geführt haben , scheinen sich ihrem Ende zuzuneigen. Die Gewalt betraf insbesondere die Hauptstadt Jijiga, aber auch andere Städte in der Region.<br />"Am Samstag, den 4. August, war ich anlässlich der Segnung einer Kapelle in einem Vorort von Jijiga, etwa 5 km von der Hauptstadt entfernt. Es waren rund 300 Katholiken anwesend, darunter etwa sechzig aus Dire Dawa und Harar“, so Bischof Angelo Pagano, Apostolischer Vikar von Harar, der damit direkt in die tragischen Ereignisse verwickelt war.<br />„Nach der heiligen Messe und vor dem Schlusssegen, gibt es der Regel eine Prozession mit der Monstranz um die Kapelle auf dem Gelände der Mission herum. Doch wir wurden durch ein Feuer in einer orthodoxen Kirche in rund 50 Meter Entfernung blockiert. Junge Männer, die mit Stöcken bewaffnet waren, näherten sich uns und begannen Steine auf uns zu werfen. Ich zog mein Gewand aus und machte mich zusammen mit einem Dorfältesten auf den Weg: Wir gingen hin, um zu sehen, was dort geschah. Wir konnten mit einigen jungen Leuten sprechen, die uns aber aufgefordert haben, wegzugehen. Auf dem Rückweg fanden wir einen Priester, der leider bereits tot war und in einem anderen verletzten Priester, den wir mitnehmen konnten. Wir wurden ungefähr 6 Stunden belagert, obwohl wir die somalische Polizei gerufen hatten, die jedoch nicht kam. Es gelang uns, ein paar Leute mit vier oder fünf Autos wegzuschicken, während eines angegriffen und von Schüssen getroffen wurde, wobei glücklicherweise niemand verletzt wurde, so dass die Insassen dann zu Fuß entkommen konnten. Einer unserer Christen kam in Begleitung eines einem Soldaten, der uns mit vier weiteren Autos begleitete, so dass wir schließlich in der Nacht Jijiga ankamen. Am nächsten Tag stellten wir fest, dass wurden in verschiedenen Gegenden unseres Vikariats Harar acht bis 10 orthodoxe Kirchen in Brand gesteckt worden waren und Priester, Diakone und Mitarbeiter der Kirchen ums Leben gekommen waren. Besonders betroffen sind unsere christlich-orthodoxen Schwester und Brüder“, so der Bischof. <br />"Wir haben die Nähe des Herrn gespürt, er war der Einzige, der uns geholfen hat. Wir hatten nichts, um den 500 Menschen, die wir in unseren katholischen Missionseinrichtungen untergebracht haben, zu helfen. Dank der Zusammenarbeit aller fünf Priester unseres Vikariats und mit Unterstützung der Orthodoxen haben wir es geschafft, alle mit Lebensmitteln zu versorgen, und uns als Familie zu fühlen", so der Bischof weiter, "Am Tag nach dem Angriff erfuhren wir, dass auch unsere neue Kapelle zerstört worden war, sie konnten sie zwar nicht in Brand setzen, weil sie aus Ziegeln gebaut ist, aber sie zerstörten alles, was wir nicht mitnehmen konnten, Heiligenbilder, Kruzifix, Stromgeneratoren usw.".<br /> „Am Montag rief der Präsident der somalischen Region, Abdi Illey die christlichen Religionsvertreter zusammen, und ich ging auch hin“, so der Apostolische Vikar weiter, “Er sagte, dass er Frieden wolle und er forderte uns auf, unseren Gläubigen zu sagen, dass sie sich nicht rächen sollten, da es sich bei den Vandalen um Kriminelle handelte. Ich intervenierte, indem ich darauf wies darauf hin, dass es meiner Meinung nach nicht nur um Kriminelle ging, sondern um einen Religionskrieg und dass er hätte sehen sollen, wie sich die somalischen Rebellen benahmen, wie sie ausschließlich Kultstätten angegriffen und nur Christen getötet haben. Ich sagte ihm auch, dass, wie er uns eingeladen hat, den Frieden zu verbreiten, dies auch die muslimischen Religionsvertreter von ihren Minaretten tun sollten“. <br />"Seit zwei Jahren lebe ich in dieser Region und habe festgestellt, dass solche Episoden am Ende eines jeden Jahres auftreten. September 2016, Oktober 2017 und jetzt August 2018. Das führt mich immer mehr zu der Überzeugung, dass dies Angriffe sind, die geplant sind und in verschiedenen Gegenden desselben Vikariats durchgeführt werden. Es ist für mich kein Zufall, dass sich Gewalttaten immer wieder in unserer Gegend wiederholen. Wir vertrauen sehr auf unseren neuen Präsidenten der Regierung, der bisher sehr präsent war und für den Frieden unseres Volkes arbeitet. Illey musste unterdessen zurücktreten und wurde verhaftet, doch wir befürchten Rückschläge. Die unmittelbare traurige Konsequenz ist, dass viele Christen begonnen haben, das Gebiet zu verlassen, um in Harar und Umgebung Zuflucht zu suchen", so der Apostolische Vikar abschließend.<br /> <br />Thu, 09 Aug 2018 13:50:40 +0200AFRIKA/ÄGYPTEN - "Marienfastenzeit”: Kopten beten nach dem Mord an Bischof Epiphanios für den Patriarchen und die Klösterhttp://fides.org/de/news/64617-AFRIKA_AeGYPTEN_Marienfastenzeit_Kopten_beten_nach_dem_Mord_an_Bischof_Epiphanios_fuer_den_Patriarchen_und_die_Kloesterhttp://fides.org/de/news/64617-AFRIKA_AeGYPTEN_Marienfastenzeit_Kopten_beten_nach_dem_Mord_an_Bischof_Epiphanios_fuer_den_Patriarchen_und_die_KloesterKairo – Koptisch-orthodoxe Christen auf der ganzen Welt begehen derzeit die "Marienfastenzeit“ zur Vorbereitung auf das Fest Mariä Entschlafung und beten dabei inbesondere für ihren Patriarchen Tawadros II. und für die Klöster des Landes, in der schwierigen Zeit nach dem Mord an Bischof Epiphanios, der am Morgen des 29. Juli im Kloster San Makarios ermordet wurde, das er als Abt leitete. Die Zeit des Gebets und des Fastens wird am 22. August enden, wenn die koptisch-orthodoxe Kirche das Fest Mariä Himmelfahrt feiert. In der Zwischenzeit laufen die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Mord an Bischof Epiphanios, wobei bisher ein Verdächtiger festgenommen oder angeklagt werden konnte.<br />Wie ägyptische Medien berichten, soll die koptische Kirche die Ermittlungsbehörden gebeten haben, Teilergebnisse der Untersuchung vertraulich zu behandeln, um Gerüchte zu vermeiden, die Verwirrung schaffen. In den letzten Tagen war in den Medien, das Gerücht von der angeblichen Verhaftung eines Mitarbeiters des Klosters in Umlauf gebracht worden, der auch als Chauffeur für Bischof Epiphanios tätig war. Außerdem wurde berichtet, dass Überwachungskameras im Kloster nicht funktioniert haben sollen und es deshalb keine nützlichen Elemente zur der Lösung des Falles gibt. Während in der koptischen Diaspora in Nordamerika Gerüchte im Umlauf sind, dass die ägyptischen Sicherheitskräfte Mönche im Klosters von St. Makarios gefoltert haben sollen, um Aussagen zu erzwingen und bei den Ermittlungen auch in die heiligsten Bereiche des Klosters eingedrungen waren.<br />In seiner letzten wöchentlichen Audienz am Mittwoch würdigte Papst Tawadros die Realität des koptischen Mönchtums und sagte, er sei zuversichtlich, dass die Mönchsgemeinschaften "bis zum Ende der Welt" in den ägyptischen Wüsten bleiben und an künftige Generationen die Reichtümer ihrer geistlichen Gaben weiter geben werden, und dies nicht durch Schwächen, Irrtümer, Sünden und Verbrechen einzelner Personen aufgelöst werden können. "Über den christlichen Glaube", so Papst Tawadros in diesen Zusammenhang, "wacht der Herr und er braucht keine anderen Beschützer".<br /> .<br />Thu, 09 Aug 2018 13:12:58 +0200ASIEN/PAKISTAN - Kardinal Coutts: “Ein Aufruf zum Gebet und zum Dienst an meinem Volk und der Weltkirche”http://fides.org/de/news/64616-ASIEN_PAKISTAN_Kardinal_Coutts_Ein_Aufruf_zum_Gebet_und_zum_Dienst_an_meinem_Volk_und_der_Weltkirchehttp://fides.org/de/news/64616-ASIEN_PAKISTAN_Kardinal_Coutts_Ein_Aufruf_zum_Gebet_und_zum_Dienst_an_meinem_Volk_und_der_WeltkircheKarachi - "Ich bin nicht auserwählt, weil ich am kompetentesten bin. Dies ist Gottes Plan für mich: Ihm ganz nah beim Heiligen Vater zu dienen. Es ist eine Verantwortung und ein Aufruf dazu, mehr zu beten und zu dienen. Meine Erhebung zum Kardinal ist eine Ehre für die Kirche und für Pakistan, deshalb fordere ich alle Gläubigen auf, mich mit ihrem Gebet zu unterstützen, damit ich die mir übertragenen Aufgaben erfüllen kann“, so Kardinal Joseph Coutts, bei seiner Rückkehr nach Pakistan nachdem er beim Konsistorium am 29. Juni im Vatikan zum Kardinal kreiert worden war. <br /> „Für mich bedeutet die Kardinalswürde, dass ich mehr für mein Volk und die universale Kirche tun werde", bekräftigt der Kardinal. Der Generalvikar der Erzdiözese Karachi, P. Saleh Diego, berichtet, dass immer noch zahlreiche Gratulanten den Kardinal besuchen und dieser wiederum plant alle Pfarreien der Diözese zu besuchen.<br />Der Kardinal erinnert an den festlichen Empfang bei seiner Rückkehr: Bei seiner Ankunft aus Rom begleitete ihn eine Gruppe von über 200 Motorrädern vom Flughafen zur St. Patrick’s-Kathedrale in Karachi und entlang der Straßen säumten Gläubige mit traditionellen Gewändern, Blumengirlanden, Blumensträußen und Blütenblätter den Weg.<br /> „Ich bin glücklich über die Glückwunschbotschaften und Besuche, die ich aus dem ganzen Land bekomme, nicht nur von Christen, sondern auch von vielen nichtchristlichen Gruppen. Es ist ein Moment der Freude, aber gleichzeitig eine große Verantwortung für mich. Ich lade alle Gläubigen ein, mich mit Gebet zu unterstützen ", so Kardinal Coutts vor über 5.000 Gläubigen, die sich in der Saint Patrick’s-Kathedrale versammelt hatten.<br />Der Kardinal konzelebrierte die Dankmesse für seine Erhebung in den Kardinalsrang zusammen mit allen katholischen Bischöfen in Pakistan. Die Titelkirche des neuen Kardinals ist die Kirche San Bonaventura auf dem Palatin in Rom.<br /> <br />Thu, 09 Aug 2018 12:44:07 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Priester sterben bei Brandanschlägen auf Kirchen in der somalischen Regionhttp://fides.org/de/news/64614-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Priester_sterben_bei_Brandanschlaegen_auf_Kirchen_in_der_somalischen_Regionhttp://fides.org/de/news/64614-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Priester_sterben_bei_Brandanschlaegen_auf_Kirchen_in_der_somalischen_RegionAddis Abeba – Patriarch Matthias I. und die Heilige Synode der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo Kirche haben beschlossen, die 16 Tage des Fastens und des Gebets vor und nach dem Fest der Entschafung Mariens dem Frieden und der Versöhnung in der somalischen Region Jijiga in Äthiopien zu widmen, wo es in den vergangenen Tagen zu ethnischen Konflikten kam, bei denen rund 30 Menschen starben. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist von der Spirale der Gewalt besonders betroffen: Nach Angaben der lokalen Medien wurden mindestens sieben orthodoxe Kirchen angegriffen und in Brand gesteckt. Lokale Quellen sprechen von mindestens sechs ermordeten Priestern und mehreren getöteten Gläubigen.<br />Die Auseinandersetzungen begannen gegen Ende der vergangenen Woche, als Kämpfer der somalischen Liyu-Milizen unter Leitung von Abdi Illey ein Treffen zwischen den Mitgliedern des regionalen Parlaments und der Bevölkerung Stadt Dire Daua, stören wollten, bei dem die Menschenrechtsverstöße in der Region angeprangert werden sollte. Auf die Gewalt reagierte die äthiopischen Armee mit der Positionierung der Truppen rund um die institutionellen Gebäude, einschließlich der Gebäude des Regionalparlaments und des Präsidentenpalastes, in dem Abdi Illey residiert. Daraufhin wurden auf Initiative der Mitglieder der Liyu-Milizen Ziele angegriffen, die in Verbindung mit ethnischen Minderheiten stehen. Die Spirale der Gewalt hat auch zu einer Zuspitzung der Kontraste zwischen der regionalen Verwaltung und der Regierung von Addis Abeba geführt, was schließlich den Rücktritt von Abdi Illey mit sich brachte, der- wie von lokalen Medien berichteten - wurde von den Behörden in Addis Abeba in Gewahrsam genommen wurde.<br />Die somalische Region ist seit einiger Zeit instabil. Der äthiopische Premierminister Abyi Ahmed stattete dieser Region Anfang April seinen ersten Besuch nach Amtsantritt ab. Im Moment, so die offiziellen Quellen der orthodoxen Tewahedo-Kirche, werden über 20.000 äthiopische Binnenflüchtlinge in den orthodoxen Pfarreien in Jijiga betreut.<br />Die äthiopisch-orthodoxe Tewahedo-Kirche wird von Abuna Matthias I. geleitet und ist die einzige autochthone Kirche in der Region südlich der Sahara. "Der Schlüssel zur Einheit unter den Kirchen", sagte er dem äthiopischen Patriarchen nach einem Treffen mit Papst Franziskus 29. Februar 2016, "ist heute in der Ökumene der Märtyrer".<br /> <br /><br />Wed, 08 Aug 2018 13:40:12 +0200ASIEN/SÜDKOREA - Koreanischer Jugendtag steht bevorhttp://fides.org/de/news/64615-ASIEN_SUeDKOREA_Koreanischer_Jugendtag_steht_bevorhttp://fides.org/de/news/64615-ASIEN_SUeDKOREA_Koreanischer_Jugendtag_steht_bevorSeoul - Die Erzdiözese Seoul ist Gastgeberin des vierten Koreanischen Jugendtages , der vom 11. bis 15. August unter dem Motto "Ich bin es, fürchtet euch nicht" stattfindet. Die Vorbereitung läuft derzeit auf Hochtouren. "Zu der Veranstaltung werdem in Seoul fast 2000 junge Katholiken aus den 16 koreanischen Diözesen zusammenkommen. Durch die Gelegenheit, ihre Lebenserfahrungen zu teilen und sich darüber auszutauschen, werden alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihren Glauben zu bekräftigen und auf den Ruf Christi zu antworten ", heißt es in einem Schreiben der Pressestelle der Diözese Seoul.<br />Auf dem Programm, der Veranstaltung, die nach dem Vorbild der Weltjugendtage organisiert ist, stehen der Eröffnungsgottesdienst am 12. August mit dem Erzbischof von Seoul, Kardinal Andrew Yeom Soo-jung, eine Wallfahrt zu den heiligen Stätten in Seoul , ein „Kulturfestival“ in der Myeongdong Kathedrale, mehrere Konzerte und Abendgebete mit der Gemeinschaft von Taize und schließlich der Schlussgottesdienst am 15. August. Die jugendlichen Teilnehmer werden in einheimischen Familien untergebracht werden, die ihre Verfügbarkeit in den verschiedenen Pfarreien der Hauptstadt gegeben haben.<br />Die koreanische Ortskirche feiert bereits ihren vierten Jugendtag, am dritten Jugendtreffen 2014, das mit dem Asian Youth Day zusammenfiel, und in Daejeon stattfand, nahm Papst Franziskus teil. <br />Wed, 08 Aug 2018 13:39:14 +0200AMERIKA/BRASILIEN - Zuwanderung aus Venezuela: JRS-Anwalt bedroht, Grenzen wieder offenhttp://fides.org/de/news/64613-AMERIKA_BRASILIEN_Zuwanderung_aus_Venezuela_JRS_Anwalt_bedroht_Grenzen_wieder_offenhttp://fides.org/de/news/64613-AMERIKA_BRASILIEN_Zuwanderung_aus_Venezuela_JRS_Anwalt_bedroht_Grenzen_wieder_offenBoa Vista – Auf Morddrohungen an Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerks der Jesuiten und eine Hetzkampagnen der Medien gegen Vertreter der katholischen Glaubensgemeinschaft, antwortet die Kirche mit „einer Ablehnung jeglicher Aufstachelung zu Gewalt und Intoleranz“. In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche fremdenfeindliche Nachrichten verbreitet und eine Hetzkampagne auf den Weg gebracht, die im Rufmord an einem Anwalt des JRS gipfelte. Eine Erklärung der Diözese Roraima, die auch andere kirchliche Organisationen unterzeichneten, umreißt es die Fakten: „In den letzten Tagen wurde in den sozialen Medien ein Video verbreitet, in dem ein Mitarbeiter unseres Dienstest einer Gruppe von venezolanischen Migrantenfamilien über den Rechtsweg bei der Evakuierung einer besetzten Immobilie oder eines Grundstück erklärt. Diese Familien wohnten bisher gewaltlos in einem verlassenen Haus“, in einem Vorort der Landeshauptstadt, Boa Vista “und waren davon informiert worden, dass sie das Gebäude verlassen sollten.". „In Brasilien wird das staatliche Handeln wird durch eine Reihe von Bestimmungen geregelt, die die grundlegenden Rechte der Menschen schützen, vor allem von solchen, die sich in einer Notsituation befinden“, heißt es in dem Schreiben weiter, „und das versuchte der Mitarbeiter zu erklären.“ <br />Jedoch "haben bösartige Menschen kürzlich" das Video mit folgender Unterschrift veröffentlicht: "NGOs unterstützen mit Hilfe der Arbeiterpartei venezolanische Einwanderer bei der Besetzung von Häusern brasilianischer Eigentümer“. Die Ortskirche weist darauf hin, dass es dabei „um politische Manipulation geht". Brasilien steht kurz vor einem Wahlkampf und es kam bereits wiederholt zu Angriffen auf die katholische Kirche und Einwanderer. Der Kanal, der das Video veröffentlichte, gehört einem Politiker der Patriotischen Partei, die den Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro der extremen Rechten unterstützt.<br />Bei einer Pressekonferenz erläuterte die Diözese Roraima den Vorfall der Öffentlichkeit. Weitere 37 Institutionen unterzeichneten das veröffentlichte Kommuniqué, während die brasilianische Bischofskonferenz "Solidarität und Unterstützung für alle kirchlichen Aktionen zur Gewährleistung eines würdigen Lebens für Flüchtlinge und Migranten" zum Ausdruck brachte. Die Diözese appelliert an die Zivilgesellschaft des Staates Roraima, "die sich aus Einwanderern vieler verschiedener Länder zusammensetzt, die ein Mosaik verschiedener Kulturen und Geschichten bilden, unter Beweis zu stellen, dass wir eine einladende und offene Gesellschaft sind". Und sie fordert "einen verantwortungsvollen und reifen Umgang mit den sozialen Medien, damit sie ein Vehikel für Einheit und Solidarität sind und nicht dazu dienen, fremdenfeindliche und gewalttätige Positionen und Diskurse zu unterstützen".<br />Unterdessen annullierte ein zweitinstanzliches Gericht in Roraima am gestrigen Dienstag das von dem Richter Helder Girão Barreto ausgesprochen Urteil, das die Einreise und die Aufnahme von Einwanderern aus Venezuela bis zur Wiederherstellung eines "numerischen Gleichgewichts" bei der Eingliederung von Ausländern in das Land aussetzen sollte.<br /> <br />Wed, 08 Aug 2018 12:33:27 +0200ASIEN/INDONESIEN - Nach dem Erdbeben: „Hilfsmaßnahmen sind dringend erforderlich“http://fides.org/de/news/64612-ASIEN_INDONESIEN_Nach_dem_Erdbeben_Hilfsmassnahmen_sind_dringend_erforderlichhttp://fides.org/de/news/64612-ASIEN_INDONESIEN_Nach_dem_Erdbeben_Hilfsmassnahmen_sind_dringend_erforderlichMataram - „Für die Tausenden von Menschen, die vom Erdbeben auf der Touristeninsel Lombok betroffen sind, sind enorme Hilfsmaßnahmen erforderlich", so der katholische Priester Pater Laurencius Maryono, Pfarrer von Santa Maria Immacolata in Mataram, Hauptstadt der westlichen Provinz Nusa Tenggara. Tausende von Menschen sind von dem Erdbeben vom vergangenen 5. August betroffen, bei dem laut Regierungsangaben mindestens 105 Menschen ums Leben kamen.<br />"Die Menschen leiden sehr, sie brauchen Kleidung, Nahrung, Wasser, Medikamente und andere Hilfsgüter, um nach der Katastrophe überleben zu können", bemerkt Pater Maryono. "Die Vertriebenen schlafen auf der Straße und sind von großer Angst und Trauer ergriffen", fügt er hinzu.<br />Die Menschen erinnern sich noch immer an den verheerenden Tsunami von 2004, der den Tod von 168.000 Menschen in Indonesien verursachte. Das Erdbeben hat Häuser und Leben in diesem riesigen Archipel zerstört und mehr als 84.000 Menschen vertrieben, berichtet der Sprecher der Agentur für die Bewältigung von Naturkatastrophen, Sutopo Purwo Nugroho. Internationale Hilfsorganisationen und Länder auf der ganzen Welt haben begonnen, Hilfsgüter für die Überlebenden bereitzustellen. "Die Herausforderung für die Hilfsarbeit ist enorm", bemerkt der Priester.<br />Caritas Indonesien und Catholic Relief Services brachten weltweite Spendenaufrufe auf den Weg und leisten auf verschiedenen Ebenen einen Beitrag zur humanitären Hilfe. Außerdem haben "katholische Krankenhäuser im ganzen Land ihr medizinisches Personal in das betroffene Gebiet geschickt, um dort Dienst zu leisten", so Schwester Paulina von den Steyler Missionsschwestern.<br /> <br />Wed, 08 Aug 2018 12:01:02 +0200ASIEN/IRAK - Ninive-Ebene: Cristen erinnern an die Vertreibung und feiern die Rückkehrhttp://fides.org/de/news/64611-ASIEN_IRAK_Ninive_Ebene_Cristen_erinnern_an_die_Vertreibung_und_feiern_die_Rueckkehrhttp://fides.org/de/news/64611-ASIEN_IRAK_Ninive_Ebene_Cristen_erinnern_an_die_Vertreibung_und_feiern_die_RueckkehrKaramles – Hunderte von irakischen Christen nahmen am Abend des 6. August an einer Prozession in den Straßen der traditionell von Christen bewohnten Stadt Karamles in der Ninive-Ebene teil, . Mit dieser Initiative wollten die Christen von Karamles an die Ereignisse in der Nacht vom 6. auf den 7. August erinnern, als eine Offensive der dschihadistischen Milizionäre des selbsternannten Islamischen Staates viele Zehntausende von Christen dazu zwang, die Städte und Dörfer der Ninive-Ebene zu verlassen.<br />Der Prozession ging eine Reflexion über den Schmerz und das Leiden voraus, die diesen dramatischen Massenexodus begleiteten im Lichte des Mysteriums des Kreuzes betrachteten. Dabei der Abschnitt des Evangeliums gelesen, in dem Jesus verspricht, verspricht, dass er zum Vater beten wird, um ihn zu bitten, den Heiligen Geist und "Tröster" auf seine Jünger herab zu senden. Danach begann die Lichterprozession, und auf dem Weg rezitierten die Teilnehmer den Psalm 150 und feierten auf diese Weise auch den "Neuanfang", der in ihrem Leben mit der Rückkehr in ihr Dorf und ihre Häuser nach Jahren der dschihadistischen Belagerung begann.<br />Karamles ist zusammen mit den anderen Dörfern und Städten der Ninive-Ebene ein historisches Wahrzeichen der einheimischen christlichen Gemeinschaften im antiken Mesopotamien. Genau um diese Ebene geht es bei dem Projekt einer "autonomen Region" für Christen, das seit langem in Teilen der irakischen christlichen Gemeinschaften in Betracht gezogen wird, um zumindest teilweise den Traum der Vorfahren von einer "Heimat" für chaldäische, assyrische und syrische Christen verwirklichen soll. <br />In der Nacht vom 6. auf den 7. August 2014 flohen Zehntausende von Christen aus Qaraqosh, Karamles, Talkief, Bartalla und anderen bewohnten Gebieten der Gegend und suchten danach größtenteils im irakischen Kurdistan Zuflucht. Die irakische Armee und die kurdischen Peschmerga-Truppen in der Region hatten sich vor den Dschihadisten zurückgezogen. In den letzten Jahren gab es keine Initiative oder Erklärung "zum Schutz der irakischen Christen", die nicht auf die Notwendigkeit hinwies, dass die Rückkehr der Chaldäer, Syrer und Assyrer in die Städte und Dörfern in die Ninive-Ebene garantiert werden muss.<br />Seit der endgültigen Niederlage des IS kursieren unterschiedliche und nicht bestätigte Informationen über das Ausmaß der Rückkehr der christlichen Bewohner, die aus ihren Dörfern in der Ninive-Ebene vertrieben wurden. In Karamles konnten die 300 christlichen Familien, die bereits im vergangenen Dezember zurückgekehrt waren, bereits Weihnachten und Ostern feiern.<br /> <br /><br />Tue, 07 Aug 2018 13:39:08 +0200