Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/VIETNAM - Dankgottesdienst zum ersten Jahrestag der Wahl von Papst Leo XIV.: "Katholiken freuen sich auf einen Papstbesuch"https://fides.org/de/news/77655-ASIEN_VIETNAM_Dankgottesdienst_zum_ersten_Jahrestag_der_Wahl_von_Papst_Leo_XIV_Katholiken_freuen_sich_auf_einen_Papstbesuchhttps://fides.org/de/news/77655-ASIEN_VIETNAM_Dankgottesdienst_zum_ersten_Jahrestag_der_Wahl_von_Papst_Leo_XIV_Katholiken_freuen_sich_auf_einen_PapstbesuchHanoi – „Der erste Jahrestag der Wahl von Leo XIV. zum Papst bietet allen Gläubigen in Vietnam die Gelegenheit, ihre Liebe, ihren Gehorsam und ihre Verbundenheit im Gebet für unseren Hirten zum Ausdruck zu bringen. Wir beten, dass der Herr den Heiligen Vater weiterhin segnen und ihm beistehen möge, damit er in seiner Mission als Nachfolger Petri stets standhaft voranschreitet und ein Zeichen der Einheit, eine Quelle der Hoffnung und ein Werkzeug des Friedens für die ganze Welt wird“, so Erzbischof Joseph Vu Van Thien von Hanoi, einer Diözese im Norden Vietnams, gegenüber Fides, nachdem die vietnamesischen Bischöfe in den vergangenen Tagen den Vatikan besucht und den Papst im Rahmen ihres „Ad-limina“-Besuchs getroffen hatten.<br /><br />Der Erzbischof bemerkte, dass die Bischöfe „vom Papst aufmerksam angehört und herzlich empfangen“ worden seien: „Abseits von Formalitäten fühlten wir uns wirklich wie zu Hause“, sagte er.<br /><br />Unterdessen brachten vietnamesische katholische Gemeinde ihre Verbundenheit und Zuneigung zu Papst Leo XIV. am 4. Mai bei einem Dankgottesdienst in der St.-Josephs-Kathedrale in Hanoi zum Ausdruck, der im Vorfeld des ersten Jahrestages seiner Wahl zum Papst am 8. Mai gefeiert wurde. An dem Gottesdienst nahmen zahlreiche Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige zusammen, die gemeinsam „für die Mission des Papstes und für Frieden und Einheit“ beteten. <br /><br />Die Messe in Hanoi wurde von Erzbischof Marek Zalewski, dem Ständigen Vertreter des Heiligen Stuhls in Vietnam, zelebriert. Zu den Konzelebranten gehörten Kardinal Peter Nguyen Van Nhon, die Bischöfe des Ständigen Rates der Vietnamesischen Bischofskonferenz, die Bischöfe der Kirchenprovinz Hanoi sowie Priester aus der gesamten Region. Vor der Messe wandte sich Erzbischof Joseph Nguyen Nang, Vorsitzende der Vietnamesischen Bischofskonferenz, im Namen des vietnamesischen Volkes an die Gläubigen und brachte seine Verbundenheit mit Papst Leo zum Ausdruck. Er betonte die Mission des Heiligen Vaters, den Glauben zu stärken, die Einheit zu fördern und den Frieden auf der Grundlage der Kraft des Evangeliums zu stiften. Der Erzbischof erinnerte zudem an die Lehre des heiligen Papstes Paul VI. über die Mission der Kirche: Christen seien im Herzen der Welt gegenwärtig, „nicht um nach Macht zu streben, sondern um sich mit Demut und Liebe in den Dienst der Menschen zu stellen“. Er wünschte Papst Leo XIV., dass er mit der Gnade des Heiligen Geistes erfüllt werde, und äußerte die Hoffnung, dass Papst Leo XIV. eines Tages Vietnam besuchen möge.<br /><br />Erzbischof Marek Zalewski brachte seine Freude zum Ausdruck und hob den pastoralen Stil von Papst Leo XIV. hervor, der von Demut, Zuhören und Nähe geprägt sei. Er erinnerte daran, dass „der Papst kein Politiker, sondern ein Wegweiser im Glauben ist, der die Gläubigen weltweit einlädt, nach den Werten von Gerechtigkeit und Frieden zu leben, von denen im Evangelium die Rede ist.“<br /><br />In seiner Predigt berichtete Bischof Joseph Do Quang Khang von Bac Ninh, dass Papst Leo XIV. während des jüngsten Treffens im Vatikan den Bischöfen gedankt und seinen Wunsch geäußert habe, Vietnam zu besuchen, um die über sieben Millionen katholischen Gläubigen zu treffen, die, so der Bischof, „die Ankunft des Papstes mit Ungeduld und Hoffnung erwarten“. Er nannte ihn „einen liebenden Vater der großen Menschheitsfamilie“. Der Bischof von Bac Ninh hob zudem Leos XIV. Engagement als „Hüter des Weltfriedens“ hervor, als Hirte, der sich „mit ganzem Herzen dem Schutz des Friedens widmet.“ Im Geiste der Verbundenheit rief Bischof Joseph Do Quang Khang alle Gläubigen dazu auf, „weiterhin für den Heiligen Vater zu beten“ und bat um das Gebet dafür, dass „sich die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Vietnam nach Gottes Willen weiter und zum Guten entwickeln mögen“. <br /><br />Papst Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, ein amerikanischer Bischof des Augustinerordens, wurde am 8. Mai 2025 zum 267. Papst der katholischen Kirche gewählt.<br /> Fri, 08 May 2026 15:00:19 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Naturkatastrophen und Kürzung der Entwicklungshilfe: Mangelernährung bei Kindern nimmt zuhttps://fides.org/de/news/77658-AFRIKA_MOSAMBIK_Naturkatastrophen_und_Kuerzung_der_Entwicklungshilfe_Mangelernaehrung_bei_Kindern_nimmt_zuhttps://fides.org/de/news/77658-AFRIKA_MOSAMBIK_Naturkatastrophen_und_Kuerzung_der_Entwicklungshilfe_Mangelernaehrung_bei_Kindern_nimmt_zuMaputo – Mosambik leidet nicht nur unter Gewalt, Unsicherheit, kriminellen Übergriffen und politischer Instabilität, sondern auch unter einer Ernährungskrise „enormen Ausmaßes“. Wie eine aktuelle Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen belegt, werden in diesem Jahr schätzungsweise 100.000 Kinder unter fünf Jahren wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden müssen. In Cabo Delgado und anderen Gebieten ist unterdessen die Lage der Binnenvertriebenen kritisch. „Mosambik befindet sich in einer Ernährungskrise enormen Ausmaßes und weist eine der höchsten Mangelernährungsraten in einem afrikanischen Land südlich der Sahara auf. Akute Mangelernährung ist weiterhin ein gravierendes Problem und betrifft 4 % der Kinder, darunter auch schwere Fälle, die unmittelbar lebensbedrohlich sind“, so das UN-Hilfswerk.<br />Verschärft wird die Notlage durch Kürzungen der Entwicklungshilfe, die die Versorgung der am stärksten Betroffenen mit Nahrungsergänzungsmitteln, Medikamenten und der notwendigen Logistik für lebensnotwendige Ernährungs- und Gesundheitsprogramme unmittelbar beeinträchtigen. „Mosambik gehört zu den 22 Prioritätsländern für die Versorgung mit gebrauchsfertigen therapeutischen Lebensmitteln und weist derzeit ein Defizit von 18 % bei den benötigten finanziellen Mitteln auf, um den gesamten erwarteten Bedarf zu decken“, heißt es in dem Dokument, das Fides vorliegt. Darüber hinaus schlug das UN-Hilfswerk bereits am 17. April Alarm wegen der vielfältigen Schwierigkeiten bei der Unterstützung von einer Million Flutopfern in Mosambik , von denen die Hälfte Kinder sind und dringend auf Wasser, sanitäre Einrichtungen, Gesundheitsversorgung, Ernährung, Bildung, Kinderschutz und finanzielle Hilfe angewiesen sind.<br /> Thu, 07 May 2026 13:06:27 +0200AFRIKA/SUDAN - Video der Streitkräfte: Drohnen desselben Herstellers liefern sich Duellhttps://fides.org/de/news/77659-AFRIKA_SUDAN_Video_der_Streitkraefte_Drohnen_desselben_Herstellers_liefern_sich_Duellhttps://fides.org/de/news/77659-AFRIKA_SUDAN_Video_der_Streitkraefte_Drohnen_desselben_Herstellers_liefern_sich_DuellKhartum – Flüge von und nach Khartum wurden eingestellt, nachdem am 5. Mai Drohnen den Flughafen der Hauptstadt und andere Stadtteile angegriffen hatten. <br />Der Flughafen, ein Drehkreuz für die Verteilung humanitärer Hilfe, wurde von Drohnen attackiert, die laut Angaben der Behörden in Khartum aus Äthiopien stammten. Sudanesischen Behörden zufolge wurden die in der Türkei hergestellten Drohnen von den Vereinigten Arabischen Emiraten gekauft und zum äthiopischen Luftwaffenstützpunkt Bahir Dar geschickt, von wo aus sie gegen sudanesische Ziele eingesetzt werden. Als Reaktion auf den Angriff zog Khartum seinen Botschafter aus Addis Abeba ab . <br />Die Vereinigten Arabischen Emirate wiesen die sudanesischen Anschuldigungen einer Beteiligung an dem Angriff auf den Flughafen Khartum zurück, ebenso wie Äthiopien. Äthiopien beschuldigte seinerseits die sudanesischen Streitkräfte unter General Abdel Fattah al-Burhan, die Rebellen der TPLF zu unterstützen.<br />Der Drohnenangriff auf den Flughafen von Khartum, der zur Einstellung des Flugbetriebs führte, wurde von mehreren arabischen Ländern sowie von der Arabischen Liga und der Islamischen Weltliga verurteilt. Auch die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt über den Angriff. Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union forderten ein Ende der Angriffe.<br />Die Türkei, die die sudanesischen Streitkräfte im Kampf gegen die paramilitärischen „Rapid Support Forces“ unter der Führung von Mohammed Hamdan Dagalo unterstützt, ist einer der größten Hersteller von Kampfdrohnen weltweit. Türkische Unternehmen liefern ihre Drohnen auch an die Vereinigten Arabischen Emirate, die, wie bereits erwähnt, von der Regierung in Khartum beschuldigt werden, die RSF mit Drohnen zu beliefern und einen äthiopischen Stützpunkt für Angriffe auf sudanesisches Territorium zu nutzen. Daher erscheint das vom Oberkommando der sudanesischen Streitkräfte veröffentlichte Video, das eine in der Türkei hergestellte SAF-Drohne beim Abschuss einer Drohne desselben Modells wie bei den RSF zeigt, nicht unglaubwürdig.<br /> <br />Thu, 07 May 2026 13:03:22 +0200ASIEN/THAILAND - Bischof von Chiang Mai ernannthttps://fides.org/de/news/77657-ASIEN_THAILAND_Bischof_von_Chiang_Mai_ernannthttps://fides.org/de/news/77657-ASIEN_THAILAND_Bischof_von_Chiang_Mai_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Direktor des Pastoralzentrums “Baan Phu Waan“ in Sampran e Bischofsvikar für das Personal der Erzdiözese Bangkok, Pfarrer Peter Suphot Roeksujarit aus dem Klerus der Erzdiözese Bangkok zum Bischof von Chiang Mai ernannt. <br />Bischof Peter Suphot Roeksujarit wurde am 2. November 1961 in Ayutthaya geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am „Lux Mundi National Major Seminary“ in Sampran. Am 3. Juni 1990 wurde er zum Priester geweiht und in das Erzbistums Bangkok inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Studium der sozialen Kommunikation am „Centre International de recherche et de comunication audiovisuelle ‚Expression de la foi‘“ in Lyon ; Direktor der Medienstelle der Erzdiözese Bangkok ; Pfarrer der Gemeinde „St. Louis“ in Bangkok und „St. Raphael“ in Bangkok ; bis heute Direktor des Pastoralzentrums „Baan Phu Waan“ in Sampran ; Bischofsvikar für das Personal der Erzdiözese Bangkok und Kaplan der Karmelitinnen in Sampran.<br /> <br />Thu, 07 May 2026 12:31:36 +0200ASIEN/INDIEN - Bischöfe nach Wahlen in mehreren Bundesstaaten: "Verfassung entschieden achten und schützen“https://fides.org/de/news/77656-ASIEN_INDIEN_Bischoefe_nach_Wahlen_in_mehreren_Bundesstaaten_Verfassung_entschieden_achten_und_schuetzenhttps://fides.org/de/news/77656-ASIEN_INDIEN_Bischoefe_nach_Wahlen_in_mehreren_Bundesstaaten_Verfassung_entschieden_achten_und_schuetzenNeu-Delhi – Einen Appell „für die Integrität der Verfassung und eine inklusive Regierungsführung in Indien“ veröffentlichten die Indischen Bischofskonferenz nach den Parlamentswahlen in den indischen Bundesstaaten Kerala, Tamil Nadu, Westbengalen, Assam und dem Unionsterritorium Puducherry. In einer Mitteilung, die Fides vorliegt, äußert die CBCI, der rund 300 Bischöfe der drei im Land vertretenen Riten angehören, ihre Hoffnung auf einen friedlichen und erfolgreichen Abschluss der Parlamentswahlen und appelliert an die neu gewählten Politiker, „unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit die indische Verfassung entschieden zu achten und zu schützen“.<br /><br />„Wir fordern die neuen Führungskräfte dringend auf, transparent zu regieren und inklusive Politik zu priorisiere.“, heißt es in der Erklärung, „Es ist unerlässlich, dass die Parteien, die die Regierung bilden werden, ihr Mandat vorrangig der Verbesserung der Lebensbedingungen der Armen, der Ausgegrenzten, der Benachteiligten und der Minderheiten widmen. Wahre Entwicklung einer Nation ist erst dann erreicht, wenn die Früchte des Fortschritts die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft erreichen.“<br /><br />Weiterhin heißt es in dem Text: „Die katholische Kirche in Indien bekräftigt nachdrücklich ihr unerschütterliches Engagement für die Zusammenarbeit mit der Regierung beim weiteren Aufbau der Nation. Durch unsere Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen setzen wir uns weiterhin entschlossen für das Gemeinwohl, den Frieden und den Wohlstand aller Bürgerinnen und Bürger ein.“ <br />Kardinal Anthony Poola, Vorsitzender der CBCI, betonte dieses Engagement für das Gemeinwohl der Nation: „Das wahre Maß einer lebendigen Demokratie liegt nicht nur in der erfolgreichen Durchführung von Wahlen, sondern auch im unerschütterlichen Engagement der gewählten Repräsentanten für die Schwächsten in der Gesellschaft. Wir rufen die neuen Regierungen dazu auf, eng mit allen Institutionen zusammenzuarbeiten, um ein gerechteres, inklusiveres und gleichberechtigteres Indien zu schaffen.“<br /><br />"Preghiamo affinché i rappresentanti eletti siano guidati dalla saggezza, dalla giustizia e da una profonda compassione nell'intraprendere questo importante cammino di servizio pubblico e di governo", conclude la nota dei Vescovi.<br /> „Wir beten, dass die gewählten Amtsträger auf ihrem wichtigen Weg im öffentlichen Dienst und in der Regierungsführung von Weisheit, Gerechtigkeit und tiefem Mitgefühl geleitet werden“, so die Bischöfe abschließend. <br />Die Ergebnisse der Wahlen vom 4. Mai, an denen die Bundesstaaten Assam, Kerala, Tamil Nadu, Westbengalen und das Territorium Puducherry teilnahmen, brachten einen klaren Sieg für die auf Bundesebene regierende „Bharatiya Janata Party“ unter Premierminister Narendra Modi.<br />In Westbengalen übertraf die BJP die absolute Mehrheit von 148 Sitzen – ein Erfolg, den Beobachter als „historisch“ bezeichneten. Auch in Puducherry blieb die Regierung in den Händen der „Nationalen Demokratischen Allianz“ , der von der BJP geführten Koalition. In Assam, einem Bundesstaat im Nordosten Indiens an der Grenze zu Bangladesch, wird die BJP ihre zweite Amtszeit in Folge antreten.<br />In Kerala und Tamil Nadu, zwei südlichen Bundesstaaten, stimmten die Wähler hingegen für die Opposition: In Kerala gewann eine von der Kongresspartei angeführte Koalition und errang mit 95 Sitzen die absolute Mehrheit im Parlament; in Tamil Nadu setzte sich die „Tamila Vettri Kazhagam“ durch, eine Partei, die von Vijay, einem bekannten tamilischen Schauspieler und politischen Hoffnungsträger, gegründet wurde.<br />John Dayal, ein katholischer Journalist und Analyst, erklärt gegenüber Fides: „Diese Ergebnisse zeichnen ein Bild vom Zustand der indischen Demokratie im Vorfeld der nationalen Wahlen 2029. Die Macht der BJP in Indien wächst: Von 28 Bundesstaaten werden 22 entweder von der BJP oder ihren Bündnispartnern regiert; dasselbe gilt für zwei der drei Unionsterritorien. Es handelt sich um eine politische und kulturelle Dominanz, wie sie Indien seit 50 Jahren nicht mehr erlebt hat“. „Wir können auch den fortschreitenden Niedergang regionaler Parteien beobachten“, fährt er fort, „die in der Vergangenheit stets eine bedeutende Rolle spielten.“ „Diese Abstimmung wirft entscheidende Fragen zum Pluralismus, zur Debatte und zum Wechsel der politischen Kräfte auf, der das Wesen der Demokratie ausmacht“, bemerkt er. Weiterhin merkt Dayal an: „Für nicht-hinduistische Religionsgemeinschaften, insbesondere Muslime und Christen, liegt die Sorge darin, wie viel Raum BJP-Regierungen hinduistischen Extremistengruppen einräumen werden, die Gewalt in der Gesellschaft anwenden, insbesondere gegen Minderheiten.“<br /> <br />Thu, 07 May 2026 12:19:20 +0200“Es ist die Sendung Jesu”: Das “missionarisches Lehramt” von Leo XIV. im ersten Jahr seines Pontifikatshttps://fides.org/de/news/77654-Es_ist_die_Sendung_Jesu_Das_missionarisches_Lehramt_von_Leo_XIV_im_ersten_Jahr_seines_Pontifikatshttps://fides.org/de/news/77654-Es_ist_die_Sendung_Jesu_Das_missionarisches_Lehramt_von_Leo_XIV_im_ersten_Jahr_seines_PontifikatsVon Gianni Valente<br /><br />Rom – „Verschwinden, damit Christus bleibt, sich klein zu machen, damit er erkannt und verherrlicht wird“.<br />Mit diesen Worten erinnerte Leo XIV. am Tag nach seiner Wahl zum Bischof von Rom die Kardinäle, die ihn gewählt hatten, an das, was er als „eine unverzichtbare Anforderung für alle, die in der Kirche ein Leitungsamt ausüben“ bezeichnete.<br /><br />Zum Ende des ersten Jahres seines Pontifikats werfen diese Worte ein treffendes Licht auf eines der prägenden Merkmale seines Lehramtes als Nachfolger Petri: den missionarischen Aspekt.<br /><br />Sowohl bei Leo XIV. als auch bei Papst Franziskus finden sich Hinweise auf den missionarischen Charakter der Kirche und den Aufruf zu einem erneuerten missionarischen Geist in Predigten und Katechesen, in Reden und Botschaften.<br /><br />Papst Leo erinnert eindringlich und konsequent an die elementaren Dynamiken, die die der Kirche anvertraute apostolische Sendung prägen. Er erkennt und beschreibt die Kontexte und Bedingungen, unter denen sich die apostolische Sendung in der Gegenwart entfalten soll. Konkret benennt er die dringenden praktischen Anforderungen und Prioritäten, die angegangen werden müssen, damit „missionarische Aufrufe“ nicht zu rhetorischen Abstraktionen verkommen, die das Leben der Getauften belasten.<br /> <br />Die Anziehungskraft Christi<br /><br />Papst Leo XIV. erinnert daran: „Es ist die Sendung Jesu. Er ist der Auferstandene, also ist er lebendig und geht uns voraus“. Niemand von uns ist berufen, ihn zu ersetzen.“ .<br /><br />Der Bischof von Rom betont immer wieder, dass missionarische Leidenschaft nicht von selbst entsteht, sondern sich nur in der Begegnung mit Christus frei entfalten kann. So zeigen die Begegnungen der ersten Jünger mit dem auferstandenen Jesus für immer die einfache und doch geheimnisvolle Dynamik, durch die die Erfahrung der Erlösung von Herz zu Herz weitergegeben werden kann: „Nach der Begegnung mit Jesus konnte Andreas nicht anders, als seinem Bruder von seiner Erfahrung zu berichten.“ .<br /><br />È lo Spirito Santo - ha ricordato Papa Leone, richiamando la sorgente di ogni autentica opera apostolica - che «ci manda a continuare l’opera di Cristo nelle periferie del mondo, segnate a volte dalla guerra, dall’ingiustizia e dalla sofferenza». .<br /><br /> „Der Heilige Geist sendet uns aus“, so Papst Leo zum Ursprung der Sendung, „damit wir das Werk Christi an den Randgebieten der Welt fortführen, die bisweilen von Krieg, Ungerechtigkeit und Leid gezeichnet sind“ .<br /><br />Der jetzige Bischof von Rom wiederholt einen Ausdruck, der Benedikt XVI. und Papst Franziskus am Herzen lag, und bekräftigt, dass man nicht durch kulturellen Druck, Proselytismus oder Marketingstrategien Christ werden kann, sondern allein durch „Anziehung“. Was der heilige Augustinus „Delectatio Victrix“ nannte, die siegreiche Freude. „Tatsächlich ist es nicht die Kirche, die anzieht“, so der Papst, „sondern Christus, und wenn ein Christ oder eine kirchliche Gemeinschaft anzieht, dann deshalb, weil durch diesen „Kanal” die Lebenskraft der göttlichen Liebe herausfließt, die aus dem Herzen des Erlösers entspringt“. Denn: „Wir gehören ihm, wir sind seine Gemeinschaft, und er kann durch uns weiterhin anziehen.“ „Die Sendung der Jünger und der ganzen Kirche ist die Fortsetzung der Sendung Christi im Heiligen Geist.“ .<br /><br />Die Sendung der “jungen Kirchen” <br /><br />In seinem Lehramt nennt Leo XIV. – fernab von rigiden Abstraktionen – realistisch die Bedingungen und Kontexte, in denen man heute Zeugnis für Christus ablegen kann.<br />Der Papst lenkte die Aufmerksamkeit auf die Geschichte des seligen Isidor Bakanja, des jungen Schutzpatrons der kongolesischen Laien, der während der Kolonialzeit von einem europäischen Gutsherrn gefoltert und getötet wurde, um uns daran zu erinnern, dass heute „die altehrwürdigen Kirchen im globalen Norden von den jungen Kirchen dieses Zeugnis erhalten, das sie anspornt, gemeinsam auf das Reich Gottes zuzugehen“ und „insbesondere Afrika bittet um diese Bekehrung und schenkt uns dafür viele junge Glaubenszeugen“ .<br /><br />Papst Leo XIV. stellt fest, dass in der Geschichte der Kirche eine „neues missionarisches Zeitalter“ angebrochen ist und betont, dass Mission heute nicht mehr allein mit „„Aufbruch“ in ferne Länder, die das Evangelium noch nicht kennengelernt hatten oder in Armut lebten“ zu assoziieren ist. Denn heute sind die „die Grenzen der Mission heute nicht mehr geografischer Natur“ und „Armut, Leid und die Sehnsucht nach größerer Hoffnung kommen zu uns“. Aus diesem Grund sei es notwendig, sich „um eine neue missionarische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen“ zu bemühen und „in Gemeinschaften mit einer alten christlichen Tradition, wie denen des Westens, müssen die vielen Brüder und Schwestern aus dem Süden der Welt als Chance für einen Austausch begriffen werden, der das Antlitz der Kirche erneuert“ .<br /><br />Mit demselben christlichen Realismus drückt der Nachfolger Petri seine Dankbarkeit gegenüber den „Missionaren und Missionarinnen von heute“ aus, denn „sie verschenken sich weiterhin mit Freude trotz Widrigkeiten und menschlichen Grenzen, weil sie wissen, dass Christus selbst mit seinem Evangelium der größte Reichtum ist, den es zu teilen gilt“ und betont gleichzeitig: „Die Welt braucht noch immer diese mutigen Zeugen Christi und die kirchlichen Gemeinschaften brauchen noch immer neue missionarische Berufungen“ . <br /><br />Inkulturation „sakralisiert“ keine Kultur<br /><br />Jeder Missionar, der in andere Länder aufbricht, so Leo XIV., „aufgerufen, sich mit heiligem Respekt in die Kulturen, denen er begegnet, hineinzubegeben und alles Gute und Edle, das ihm begegnet, zum Guten zu lenken und die Prophetie des Evangeliums dorthin zu tragen“ .<br />Der Papst erinnert immer wieder daran, dass die so genannte „Inkulturation“ „eine innere Forderung der Sendung der Kirche“ ist: Inkulturation des Evangeliums bedeute, „der göttlichen Pädagogik zu folgen“ und „mit Respekt und Liebe in die konkrete Geschichte der Völker einzutreten, damit Christus, ausgehend von ihrer menschlichen und kulturellen Erfahrung, wahrhaft erkannt, geliebt und willkommen geheißen werden kann.“ Gleichzeitig betonte Papst Leo, dass Inkulturation „nicht gleichbedeutend mit einer Sakralisierung von Kulturen“ sei und dass „keine Kultur, so wertvoll sie auch sein mag, einfach mit der Offenbarung gleichgesetzt oder zum obersten Kriterium des Glaubens werden kann“, da „jede Kultur – wie jede menschliche Wirklichkeit – von der Gnade, die aus dem Ostergeheimnis Christi strömt, erleuchtet und verwandelt werden muss“ .<br /><br />Die Impulse des Apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium“ neu beleben<br /><br />In seinem ersten Pontifikatsjahr entwickelt Leo XIV. keine neuen Theorien oder Strategien, die er mit seiner langjährigen persönlichen Erfahrung in Peru, fernab seiner Heimat, hätte versehen können. Papst Leo entschied sich stattdessen dafür, die Schwerpunkte und Erkenntnisse die missionarischen Impulse seiner Vorgänger als Bischöfe von Rom erneut aufzugreifen und deren Relevanz hervorzuheben.<br />Insbesondere in seinem jüngsten Brief an die Kardinäle bekräftigte Leo XIV. die Überlegungen von Mitgliedern des Kardinalskollegiums, die anlässlich des außerordentlichen Konsistoriums im Januar bemerkt hatten, dass das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus weiterhin „einen entscheidenden Bezugspunkt für die Wiederbelebung einer missionarischen Kühnheit“ darstelle, die „nicht durch organisatorische Exzesse belastet oder erstickt wird“. Unter den praktischen Vorschlägen, die Leo XIV. in seinem Brief an die Kardinäle wiederholte, erinnerte er an die Notwendigkeit, dass „Evangelii gaudium neu belebt werden“, müsse indem zunächst „ehrlich“ geprüft werde, was in den Jahren seit seiner Veröffentlichung umgesetzt und oder eben nicht umgesetzt wurde. Während insbesondere „der notwendigen Reform der Wege der christlichen Initiation Aufmerksamkeit geschenkt werden“ müsse. Und in Bezug auf die kirchliche Kommunikation betont er die Notwendigkeit, deren Wirksamkeit „auch auf der Ebene des Heiligen Stuhls in einem deutlich missionarischeren Sinne“ zu überdenken.<br /><br />“Kleine Herde” und “Weihrauchkörnchen” <br /><br />In seinem missionarischen Lehramt beschrieb Leo XIV. im ersten Jahr seines Pontifikats auch konkrete Kontexte, in denen die apostolische Arbeit kirchlicher Gemeinschaften stattfindet. Er bekräftigte, dass die Kirche auch wenn sie sich als „Minderheit“ erkenne, aufgerufen sei, „ohne Komplexe zu leben, als kleine Herde, die Hoffnung für alle bringt, und dabei zu bedenken, dass das Ziel der Mission nicht das eigene Überleben ist, sondern die Weitergabe der Liebe, mit der Gott die Welt liebt“ .<br />Zu den eindrucksvollsten Bildern, die der Nachfolger Petri zur Beschreibung der der Kirche anvertrauten Mission wählte, gehört jenes, das er der kleinen Kirche in Algerien aufzeigte: „Eure Präsenz in diesem Land lässt an den Weihrauch denken: Ein glühendes Körnchen, das Duft verbreitet, weil es dem Herrn Ehre erweist und vielen Brüdern und Schwestern Freude und Trost schenkt. Dieser Weihrauch ist ein kleines, kostbares Element, das nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, uns jedoch einlädt, unsere Herzen Gott zuzuwenden, indem wir uns gegenseitig ermutigen, in den Schwierigkeiten der heutigen Zeit durchzuhalten“ . <br /><br /><br /><br />Thu, 07 May 2026 11:28:46 +0200ASIEN/SRI LANKA - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/77653-ASIEN_SRI_LANKA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/77653-ASIEN_SRI_LANKA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 31. März 2026 Pfarrer Nayagam Roy Clarence aus dem Klerus der Diözese Kandy für die kommenden fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Sri Lanka ernannt. <br />Der neue Nationaldirektor wurde 1977 geboren und empfing 2006 die Priesterweihe. Er erwarb einen Bachelor in Philosophie und einen Bachelor in Theologie in Rom und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Theologie und Religionswissenschaft an der Katholischen Universität Löwen in Belgien .<br />Er war Kaplan in Nawalapitiya und an der Kathedrale von Kandy sowie Pfarrer in Gampola , Ampitiya und Ragala sowie Diözesandirektor des Apostolats für Migranten , der Laien und Familie und des interreligiösen Dialogs , Direktor der Nationalen Katholischen Kommission für die Laien , Kaplan der Gesellschaft des Heiligen Vinzenz von Paul , Kaplan für sri-lankische Migranten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Dozent am Priesterseminar Ampitiya in Kandy .<br /> <br />Wed, 06 May 2026 13:02:44 +0200ASIEN/INDIEN - Stellvertretender Sekretär der Bischofskonferenz zu Schwangerschaft bei Minderjährigen: “Indische Zivilisation würdigt Heiligkeit des Lebens”https://fides.org/de/news/77652-ASIEN_INDIEN_Stellvertretender_Sekretaer_der_Bischofskonferenz_zu_Schwangerschaft_bei_Minderjaehrigen_Indische_Zivilisation_wuerdigt_Heiligkeit_des_Lebenshttps://fides.org/de/news/77652-ASIEN_INDIEN_Stellvertretender_Sekretaer_der_Bischofskonferenz_zu_Schwangerschaft_bei_Minderjaehrigen_Indische_Zivilisation_wuerdigt_Heiligkeit_des_LebensNeu-Delhi – „Wir freuen uns über diese positive Entwicklung im Fall der schwangeren 15-Jährigen, da sie auf eine Abtreibung verzichtet hat. Wir hoffen, dass es ihr und dem Baby weiterhin gut geht und sichern ihr jegliche psychologische und moralische Unterstützung zu“, so Pfarrer Mathew Koyickal, stellvertretender Generalsekretär der Indischen Bischofskonferenz , gegenüber Fides. Bezug nimmt er dabei auf den Fall der 15-Jährigen Schwangeren, deren Eltern beantragt hatten, dass der Fötus im Alter von 30 Wochen freiwillig abgetrieben wird, was vom Obersten Gerichtshof bewilligt wurde. Die katholische Kirche in Indien äußerte sich bestürzt und forderte, dass das lebensfähige Kind gerettet werde, wodurch im Allgemeinen die Frage nach den Rechten des ungeborenen Kindes aufgeworfen wurde . <br />Mithilfe einer Weheneinleitung wurde das Frühchen nun am „All India Institute of Medical Sciences“ in Delhi entbunden. Das Neugeborene wiegt etwa 1,4 kg und befindet sich nun auf der Neugeborenen-Intensivstation, während es der Mutter gut geht und sie bald aus dem Krankenhaus entlassen wird. Das Neugeborene wird auf der Intensivstation künstlich beatmet und hat ein hohes Risiko für schwere und dauerhafte Behinderungen wie Blindheit, Taubheit und Entwicklungsverzögerungen.<br /> „Wir können sagen, dass in diesem Fall das Leben des Kindes und der Mutter gerettet wurde, doch die grundlegende Frage bleibt bestehen und wird angesichts der zahlreichen Fälle ungewollter Schwangerschaften, insbesondere bei Minderjährigen, auch in Zukunft immer wieder aufgeworfen werden“, erklärte der stellvertretende Sekretär der Bischofskonferenz gegenüber Fides.<br />Der Oberste Gerichtshof hat die Politik unterdessen aufgefordert, das Abtreibungsgesetz in Indien zu ändern, um solchen Fällen Rechnung zu tragen. Oft erfahren die Familien der Mädchen erst von der Schwangerschaft, wenn der Fötus bereits mehrere Wochen alt ist und somit die gesetzlich vorgeschriebene Frist für einen Schwangerschaftsabbruch überschritten hat. Der Familie bleibt dann nur die Möglichkeit, eine gerichtliche Genehmigung zu beantragen. Das Gericht bekräftigte im jüngsten Fall, dass es den Eltern obliegt, eine „informierte Entscheidung“ hinsichtlich eines möglichen Schwangerschaftsabbruchs zu treffen, da „ungewollte Schwangerschaften eine Belastung und ein Trauma für das minderjährige Mädchen darstellen können“. In Fällen einer frühen Schwangerschaft könne dies als „Kindesvergewaltigung“ bezeichnet werden, und „das Opfer wird für immer ein Trauma davontragen“, erklärte der Präsident des Obersten Gerichtshofs.<br />In diesem Zusammenhang haben katholische Juristen, Ärzte und Bischöfe auf die „gravierenden rechtlichen und ethischen Implikationen“ der Angelegenheit hingewiesen. Pfarrer Mathew Koyickal bekräftigt: „Indien ist eine Zivilisation, nicht nur ein Staat. Die in den alten indischen Schriften und philosophischen Traditionen verankerte moralische Weisheit spricht mit unmissverständlicher Autorität von der Heiligkeit des Lebens im Mutterleib. Die indische Kirche beruft sich heute auf dieses gemeinsame gesellschaftliche Erbe, um zu bekräftigen, dass der Schutz des ungeborenen Lebens nicht das Monopol einer einzelnen religiösen Tradition ist, sondern das gemeinsame Erbe des gesamten indischen Volkes.“<br />Vor diesem Hintergrund, fährt er fort, „fordern wir das Parlament auf, das Abtreibungsgesetz von 1971 zu überprüfen, um einen klaren und durchsetzbaren Rechtsschutz für ungeborene, aber lebensfähige Kinder zu gewährleisten. Die erste Pflicht des Staates ist der Schutz des menschlichen Lebens. Das Gesetz darf niemals zu einem Instrument der Gewalt gegen die schutzlosesten Mitglieder der Menschheit werden.“<br /> „Unsere Haltung zur Heiligkeit des Lebens bedeutet nicht Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leid“, präzisiert der Geistliche, „Sie entspringt vielmehr dem tiefsten Respekt vor der Würde jedes Menschen, ob geboren oder ungeboren. Das Leid eines Menschen – wie etwa einer jungen Mutter – wird nicht dadurch gelindert, dass ein anderer bewusst getötet wird. Dies ist die immerwährende Weisheit der Kirche, bestätigt sowohl durch das Naturrecht als auch durch die moralische Tradition jeder großen Zivilisation, die die Heiligkeit des Lebens achtet und ehrt.“<br /> Wed, 06 May 2026 12:52:17 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Terroristische Anschläge in Cabo Delgado: Über 700 Menschen fliehen aus Nangadehttps://fides.org/de/news/77651-AFRIKA_MOSAMBIK_Terroristische_Anschlaege_in_Cabo_Delgado_Ueber_700_Menschen_fliehen_aus_Nangadehttps://fides.org/de/news/77651-AFRIKA_MOSAMBIK_Terroristische_Anschlaege_in_Cabo_Delgado_Ueber_700_Menschen_fliehen_aus_NangadeNampula – Neue Terroranschläge, die sich in den letzten Tagen im Bezirk Nangade im Norden von Cabo Delgado ereignet haben, haben zahlreiche Familien zur Flucht gezwungen. Mindestens 776 Menschen, darunter Kinder, sind betroffen. Diese Angaben stammen aus dem jüngsten Bericht der Internationalen Organisation für Migration . Demnach haben die Betroffenen ihre Häuser in den Dörfern Machava, Samora Machel, Muangaza und Nkonga verlassen.<br />Laut einem von der lokalen Presse veröffentlichten Dokument, das sich auf den Zeitraum vom 17. bis 25. April bezieht, haben einige Familien in Mualela und anderen Gebieten des Bezirks Zuflucht gefunden. In einer Mitteilung, die Fides vorliegt heißt es, mehrere Anwohner hätten die Präsenz terroristischer Gruppen auf den Feldern des Dorfes Lijungo und in den tiefer gelegenen Gebieten der Gemeinde Nkonga bestätigt. Berichte über Plünderungen von Lebensmitteln seien in der vergangenen Woche eingegangen. In der Erklärung wird außerdem darauf hingewiesen, dass vor zwei Wochen Terroristen in die Dörfer des Distrikts Nangade zurückgekehrt sind, wo neben den mosambikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräften auch tansanische Streitkräfte im Rahmen der Zusammenarbeit und der nachbarlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern stationiert sind.<br /> Wed, 06 May 2026 11:50:07 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischof bittet im Marienmonat um das Gebet für die Freilassung von Pfarrer Asukawaye und zehn Gemeindemitgliedernhttps://fides.org/de/news/77650-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_bittet_im_Marienmonat_um_das_Gebet_fuer_die_Freilassung_von_Pfarrer_Asukawaye_und_zehn_Gemeindemitgliedernhttps://fides.org/de/news/77650-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_bittet_im_Marienmonat_um_das_Gebet_fuer_die_Freilassung_von_Pfarrer_Asukawaye_und_zehn_GemeindemitgliedernAbuja – „Ich bitte alle, für die Freilassung von Pfarrer Nathaniel Asukawaye und zehn Gemeindemitgliedern zu beten, die seit dem 7. Februar 2026 gefangen gehalten werden“, so Bischof Julius Yakubu Kundi von Kafanchan im Bundesstaat Kaduna in einer Einladung an Priester, Ordensleute und Laien der Diözese zum Gebet für die Freilassung des Pfarrers der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Karku, im Verwaltungsbezirk Kaura des Bundesstaates Kaduna. Der Geistliche und zehn Gemeindemitglieder waren am frühen Morgen des 7. Februar 2026 von bewaffneten Männern entführt worden . Bei dem Überfall kamen mindestens drei Menschen ums Leben.<br />In seinem Hirtenbrief zum Marienmonat bat Bischof Kundi auch um das Gebet „für die Bekehrung der Entführer“.<br />„Pfarrer Asukawaye befindet sich derzeit noch immer in Gefangenschaft“, präzisiert die Diözese und erinnert an seine Marienfrömmigkeit.<br />„Da Pfarrer Nathaniel ist Kaplan der Marianischen Gesellschaft ist und die Andachten im Mai und Oktober koordinierte, bittet der Bischof um besondere Gebete für seine Freilassung und die Bekehrung seiner Entführer während der diesjährigen Maiandachten“. Es wird außerdem um Gebete für die bedingungslose Freilassung weiterer Entführungsopfer gebeten, „insbesondere jener aus unserer Diözese“.<br /> <br />Wed, 06 May 2026 11:09:47 +0200AMERIKA/BOLIVIEN - Wirtschaftskrise führt zu sozialen Spannungen: Bischöfe fordern Dialogbereitschafthttps://fides.org/de/news/77649-AMERIKA_BOLIVIEN_Wirtschaftskrise_fuehrt_zu_sozialen_Spannungen_Bischoefe_fordern_Dialogbereitschafthttps://fides.org/de/news/77649-AMERIKA_BOLIVIEN_Wirtschaftskrise_fuehrt_zu_sozialen_Spannungen_Bischoefe_fordern_DialogbereitschaftLa Paz – In Bolivien nehmen die sozialen Unruhen zu, die sich in Protesten, wirtschaftlicher Not und politischen Spannungen äußern.<br />In den letzten Wochen haben Transportunternehmen, Gewerkschaften, Bauern und indigene Organisationen Straßenblockaden errichtet und zu Streiks aufgerufen, in dem Bestreben Antworten auf ihre Forderungen nach einem wirtschaftlichen und strukturellen Wandel zu erhalten. Die Proteste finden vor dem Hintergrund hoher Inflation, Devisenknappheit und Treibstoffversorgungsproblemen statt – Faktoren, die die sozialen Unruhen verschärft haben.<br />Diese sozialen Unruhen haben direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben, insbesondere auf die Lebensmittelversorgung und den Transport, und treffen die schwächsten Bevölkerungsgruppen besonders hart.<br />Unterdessen haben führende Vertreter der bolivianischen Kirche ihre Besorgnis über die Eskalation des Konflikts geäußert und die Notwendigkeit friedlicher Lösungen für die Ursachen der sozialen Unruhen betont.<br />In den letzten Tagen haben sich zahlreiche Bischöfe in Predigten und Pressemitteilungen wiederholt zu diesem Thema geäußert. <br />Der Bischof von El Alto und Generalsekretär der bolivianischen Bischofskonferenz, Giovani Arana, warnte vor der „konfliktgeladenen Situation“ des Landes, die von sozialen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt sei. In einer seiner Predigten erklärte er: „Keine Strukturreform kann ohne einen Wandel der Einstellung, ethischer Prinzipien und der zentralen Bedeutung des Menschen Früchte tragen.“ Er betonte die Dringlichkeit des Dialogs zwischen den Behörden und der Bevölkerung. <br />Der Bischof von Sucre und stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Ricardo Centellas, stellte in seinen Äußerungen die soziale Dimension der Krise in den Mittelpunkt und rief angesichts der zunehmenden Zerrissenheit des sozialen Gefüges zu Geschwisterlichkeit und Versöhnung auf. In seiner Predigt während der Messe an diesem Sonntag erklärte er: „Wir sind auf dieser Welt, um einander zu unterstützen, nicht um einander zu zerstören“, und fügte hinzu, dass sich die Geschwisterlichkeit in Christus in „Solidarität, Barmherzigkeit und Mitgefühl“ niederschlagen müsse.<br />Erzbischof Percy Galván von La Paz rief seinerseits zu einem „aufrichtigen Dialog“ auf, der auf Transparenz und dem Streben nach Gemeinwohl beruhe. In einer Stellungnahme gegenüber der Presse forderte er, politische und ideologische Interessen beiseitezulassen und betonte die Notwendigkeit von Absprachen, die Stabilität und sozialen Frieden wiederherstellen.<br />Bischof Renán Aguilera von Potosí hob die Auswirkungen der protestbedingten Blockaden auf die ärmsten Familien hervor, die nur eingeschränkten Zugang zu lebensnotwendigen Gütern haben. „Die Schwächsten leiden am meisten“, erklärte er und unterstrich die Dringlichkeit der Wiederaufnahme des Dialogs sowie die Rolle der Kirche als Brücke bei der Suche nach realistischen und gemeinsamen Lösungen.<br />Der Vorsitzende der Bolivianischen Bischofskonferenz, Bischof Aurelio Pesoa vom Apostolischen Vikariat El Beni, stellte die Lage des Landes in einen Zusammenhang mit einer umfassenderen Reflexion über soziale Verantwortung und verwies auf Probleme wie Treibstoffknappheit, die Gesundheitskrise und Korruption. Er rief zu einer gesellschaftlichen Umkehr auf und erklärte: „Autorität muss stets im Dienste der Gemeinschaft stehen, nicht im Streben nach Profit.“<br />Erzbischof René Leigue von Santa Cruz stellte die Wirksamkeit von Blockaden und Streiks als Mittel zur Krisenbewältigung infrage und betonte, dass die Wirtschaft zwar wichtig, aber nicht das einzige Problem des Landes sei. In einer Rede am 3. Mai forderte er, den Fokus stärker auf die Probleme im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und im Arbeitsmarkt sowie auf andere soziale Notlagen wie Gewalt und Drogenkonsum unter Jugendlichen zu richten. „Wir müssen den Blick weiten, über den Tellerrand hinausschauen und uns auf diese umfassende Realität mit all ihren Problemen konzentrieren“, erklärte er.<br /><br />Wed, 06 May 2026 09:25:59 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Bischof von Adigrat zum Schicksal von 200 zum Tode verurteilten Äthiopiern: “Das Leben ist heilig und unantastbar“https://fides.org/de/news/77648-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Bischof_von_Adigrat_zum_Schicksal_von_200_zum_Tode_verurteilten_Aethiopiern_Das_Leben_ist_heilig_und_unantastbarhttps://fides.org/de/news/77648-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Bischof_von_Adigrat_zum_Schicksal_von_200_zum_Tode_verurteilten_Aethiopiern_Das_Leben_ist_heilig_und_unantastbarAdigrat – „Als Bischof der katholischen Eparchie Adigrat erhebe ich meine Stimme nicht nur als religiöser Führer, sondern auch als Zeuge des unermesslichen Wertes jeder menschlichen Seele, geschaffen nach dem Bild und Gleichnis des Allmächtigen“, so Bischof Tesfaselassie Medhin von der katholischen Eparchie Adigrat in einem eindringlichen Appell an alle internationalen humanitären Organisationen und Einrichtungen, die sich dem Schutz der Menschenwürde verschrieben haben, und setzt sich damit für zweihundert Äthiopier, denen in Saudi-Arabien die Todesstrafe droht.<br />„Unser Glaube lehrt uns, dass das Leben ein Geschenk des Schöpfers ist: heilig, unantastbar und vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Tod schutzwürdig“, heißt es in der Erklärung des Bischofs, die Fides vorliegt. „Wir respektieren die Souveränität der Nationen und die Notwendigkeit, die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen, sind aber der Überzeugung, dass Gerechtigkeit wirksamer ist, wenn sie mit Barmherzigkeit einhergeht. Die Hinrichtung dieser 200 Menschen würde einen unersetzlichen Verlust an Menschenleben und einen herzzerreißenden Schlag für die in Äthiopien verbliebenen Familien bedeuten, von denen viele bereits unter Armut und Vertreibung leiden.“<br />„Wir dürfen nicht länger schweigen, während so viele Menschenleben auf dem Spiel stehen“, so der Bischof weiter, „Wir appellieren dringend an Ihre Organisationen, einen hochrangigen Dialog mit den Behörden des Königreichs Saudi-Arabien aufzunehmen, um einen Hinrichtungsaufschub und die Umwandlung dieser Todesurteile zu erreichen. Stellen Sie sicher, dass jedem dieser Menschen ein faires Verfahren gewährt wird, einschließlich angemessener Rechtsvertretung und Aufklärung über die Verfahrensregeln. Setzen Sie sich für Alternativen zur Todesstrafe ein, die Rehabilitation, Reue und die Möglichkeit der Wiedergutmachung ermöglichen“.<br />„Der Schrei der Armen und Ausgegrenzten muss die Ohren der internationalen Gemeinschaft erreichen“, betont Bischof Medhin. „Diese 200 Äthiopier sind nicht nur Zahlen; sie sind Kinder, Eltern und Geschwister. Ihr Leben hat einen unschätzbaren Wert, der jede Verfehlung übersteigt. Wir beten, dass die Herzen der Machthabenden vom Geist des Mitgefühls bewegt werden. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, die ‚Kultur des Todes‘ durch eine ‚Zivilisation der Liebe‘ und Barmherzigkeit zu ersetzen. Lasst uns in dieser schweren Zeit standhaft in unserer Hoffnung und unserem Bekenntnis zur Heiligkeit des Lebens bleiben.“<br />Molti degli etiopi a rischio sono rifugiati fuggiti durante il conflitto nel Tigray . Il 21 aprile 2026, tre migranti etiopi sono stati giustiziati in Arabia Saudita. Decine di altri si trovano nel braccio della morte a Khamis Mushait. L’eparca di Adigrat conclude il suo appello invocando un intervento immediato e decisivo in questa grave questione.<br />Viele der gefährdeten Äthiopier sind Flüchtlinge, die während des Konflikts in Tigray geflohen sind. Am 21. April 2026 wurden bereits drei äthiopische Migranten in Saudi-Arabien hingerichtet. Dutzende weitere sitzen in Khamis Mushait im Todestrakt. Der Eparch von Adigrat schließt seinen Appell mit der Bitte um ein sofortiges und entschiedenes Eingreifen in dieser schwerwiegenden Angelegenheit.<br /> Tue, 05 May 2026 15:30:25 +0200AMERIKA/HAITI - “Tag der Flagge”: Katholische Pfarrei in Pourcine bereitet sich auf den Nationalfeiertag vorhttps://fides.org/de/news/77647-AMERIKA_HAITI_Tag_der_Flagge_Katholische_Pfarrei_in_Pourcine_bereitet_sich_auf_den_Nationalfeiertag_vorhttps://fides.org/de/news/77647-AMERIKA_HAITI_Tag_der_Flagge_Katholische_Pfarrei_in_Pourcine_bereitet_sich_auf_den_Nationalfeiertag_vorPourcine Pic Makaya – „Dies wird ein wirklich unvergessliches Ereignis. Die Kinder der Pfarrschule arbeiten fleißig und mit großer Begeisterung an den Vorbereitungen für den bevorstehenden Tag der Flagge, den wir am 18. Mai feiern werden“, berichtet Pater Massimo Miraglio, Kamillianer-Missionar und Pfarrer der katholischen Gemeinde in dem Bergdorf Pourcine im Pic Makaya Nationalpark gegenüber Fides. „Nach den Feierlichkeiten zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit und der Landwirtschaft, setzten wir die Vorbereitungen für den Nationalfeiertag mit der Pfarrschule fort. Außerdem fand ein gut besuchter Vortrag eines jungen Agronomen über die Bedeutung dieses Feiertags in Haiti und weltweit statt. Zum Abschluss erhielten die Schüler und Schülerinnen Kaffeepflanzen aus der Pfarrgärtnerei.“<br />Obwohl Haitis Hauptstadt Port-au-Prince im Chaos versinkt, bewaffnete Gruppen über 90 % der Stadt kontrollieren und sich die Regierung praktisch zurückgezogen hat, wodurch die Bevölkerung ständiger Gewalt ausgesetzt ist , ist der 18. Mai von großer Bedeutung für die Insel. Am 18. Mai 1803 errangen die Haitianer einen triumphalen Sieg in der Revolution, der zum weltweit einzigen erfolgreichen Sklavenaufstand, zur Abschaffung der Sklaverei und zur Geburt einer Nation führte. Daher stammt auch der sogenannte „Tag der Flagge“, der Nationalfeiertag, der den Kampf für die Freiheit und die Geburt der weltweit ersten von ehemaligen Sklaven gegründete „schwarze Republik“ symbolisiert. Obwohl die Karibikinsel mit einer immer tieferen Krise konfrontiert ist, in der über eine Million Menschen vertrieben wurden und hungern, hält die gesamte Bevölkerung mit Stolz an den Vorbereitungen für dieses Ereignis fest, das in den letzten Jahren auch Anlass zur Besinnung auf die Widerstandsfähigkeit des Landes war.<br /> <br />Tue, 05 May 2026 13:42:00 +0200AFRIKA/SUDAN - Spannungen mit Äthiopien: Sudan zieht Botschafter aus Addis Abeba abhttps://fides.org/de/news/77646-AFRIKA_SUDAN_Spannungen_mit_Aethiopien_Sudan_zieht_Botschafter_aus_Addis_Abeba_abhttps://fides.org/de/news/77646-AFRIKA_SUDAN_Spannungen_mit_Aethiopien_Sudan_zieht_Botschafter_aus_Addis_Abeba_abKhartum – Nach gegenseitigen Anschuldigungen zwischen dem Sudan und Äthiopien, zog der Sudan seinen Botschafter aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ab.<br />Die sudanesische Regierung in Khartum wirft Äthiopien und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Namen der sudanesischen Streitkräfte vor, für mehrere Drohnenangriffe auf Ziele im Sudan verantwortlich zu sein. Ein Sprecher der SAF erklärte, seine Regierung habe Beweise dafür, dass seit dem 1. März 2026 Drohnen vom Flughafen Bahir Dar in Äthiopien aus Angriffe durchgeführt hätten. Die Angriffe richteten sich Berichten zufolge gegen verschiedene Gebiete, darunter die Bundesstaaten Weißer Nil und Blauer Nil sowie die Regionen Nord- und Südkordofan.<br />Am 17. März fing die sudanesische Luftabwehr eine der Drohnen nördlich von El-Obeid ab. Im Anschluss an den Vorfall analysierten Experten die Daten der Drohne und kontaktierten den Hersteller. Laut dem Sprecher bestätigte die Analyse, dass die Drohne mit der Seriennummer S88 den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört und ihr Kontrollzentrum auf äthiopischem Territorium, am Flughafen Bahir Dar, lag. Flugdaten zeigten den Startpunkt und die Route der Drohne durch den sudanesischen Luftraum, wo sie Ziele in Al-Kurmuk und anderen Orten im Bundesstaat Blauer Nil sowie in Nord- und Südkordofan angriff.<br />Die Drohnenangriffe wurden Berichten zufolge zur Unterstützung der paramilitärischen „Rapid Support Forces“ durchgeführt, die laut sudanesischen Streitkräften Militärhilfe aus Äthiopien und den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten.<br />Als Reaktion auf die sudanesischen Anschuldigungen wies das äthiopische Außenministerium die Behauptungen Sudans in einer Erklärung zurück und erklärte, die SAF unterstütze die Rebellen der TPLF in Tigray. „Die sudanesischen Streitkräfte haben diese Söldner mit Waffen und finanzieller Unterstützung versorgt und ihnen so ihre Vorstöße entlang der äthiopischen Westgrenze ermöglicht. Die Aktivitäten der TPLF-Söldner im Sudan sind allgemein bekannt, und es gibt umfangreiche und glaubwürdige Beweise dafür, dass der Sudan als Operationszentrum für verschiedene anti-äthiopische Kräfte dient. Es ist offensichtlich, dass diese feindseligen Aktionen sowie die jüngsten und früheren Anschuldigungen von Offiziellen der sudanesischen Streitkräfte auf Anstiftung externer Drahtzieher erfolgen, die ihre eigenen finsteren Ziele verfolgen“, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums in Addis Abeba.<br /> Tue, 05 May 2026 13:25:26 +0200AFRIKA/ÄQUATORIALGUINEA - Generalvikar von Malabo wird am 7. Mai beigesetzt: Papst Leo XIV. gedachte des Verstorbenen bei der heiligen Messe im Stadion von Malabohttps://fides.org/de/news/77644-AFRIKA_AeQUATORIALGUINEA_Generalvikar_von_Malabo_wird_am_7_Mai_beigesetzt_Papst_Leo_XIV_gedachte_des_Verstorbenen_bei_der_heiligen_Messe_im_Stadion_von_Malabohttps://fides.org/de/news/77644-AFRIKA_AeQUATORIALGUINEA_Generalvikar_von_Malabo_wird_am_7_Mai_beigesetzt_Papst_Leo_XIV_gedachte_des_Verstorbenen_bei_der_heiligen_Messe_im_Stadion_von_MalaboMalabo – Die Beisetzung von Pfarrer Fortunato Nsue Esono, Generalvikar der Erzdiözese Malabo, findet am 7. Mai statt. Der Geistliche wurde am 17. April in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Bisila tot aufgefunden. Der Priester lag mit einer Kopfverletzung auf dem Boden seines Hauses.<br />Die Bekanntgabe der Beisetzung erfolgte nach Veröffentlichung der Ergebnisse der Autopsie, die am 29. April im Krankenhaus von Sipopo von ägyptischen Spezialisten durchgeführt wurde. „Der medizinische Bericht bestätigte, dass die Todesursache ein akuter Herzinfarkt infolge einer vorbestehenden Herzerkrankung war“, heißt es auf der offiziellen Website der Bischofskonferenz von Äquatorialguinea. „Die Experten stellten fest, dass der Vorfall zu einem plötzlichen Bewusstseinsverlust und einem anschließenden Sturz führte. Jegliche Hinweise auf Gewalt oder die Beteiligung Dritter konnten ausgeschlossen werden.“<br />In seiner Predigt während der Messe zum Abschluss seines Besuchs in Äquatorialguinea gedachte Papst Leo XIV. des verstorbenen Priesters, der maßgeblich an der organisatorischen Vorbereitung des Papstbesuchs beteiligt gewesen war. „Ich lade dazu ein, diesen Moment des Schmerzes im Geiste des Glaubens zu leben“, sagte der Papst, „und ich vertraue darauf, dass - ohne sich von voreiligen Kommentaren oder Schlussfolgerungen leiten zu lassen - die Umstände seines Todes vollständig aufgeklärt werden.“ .<br />Um jegliche Zweifel an der Todesursache des Generalvikars der Erzdiözese Malabo auszuräumen, ordnete die lokale Regierung eine gerichtsmedizinische Untersuchung durch ein Team ägyptischer Pathologen an. Diese stellten fest, dass Pfarrer Fortunato eines natürlichen Todes gestorben war. Die Gerichtsmediziner fanden keine Anzeichen von Gewalteinwirkung und schlossen nach toxikologischen Untersuchungen das Vorhandensein toxischer Substanzen aus. <br />Die posthume Gedenkfeier begann mit einem dreitägigen Gebet in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Bisila.<br />Um jegliche Zweifel an der Todesursache des Generalvikars der Erzdiözese Malabo auszuräumen, ordnete die lokale Regierung eine gerichtsmedizinische Untersuchung durch ein Team ägyptischer Pathologen an. Diese stellten fest, dass Pater Fortunato eines natürlichen Todes gestorben war. Die Gerichtsmediziner fanden keine Anzeichen von Gewalteinwirkung und schlossen nach toxikologischen Untersuchungen das Vorhandensein toxischer Substanzen aus. Die posthume Gedenkfeier begann mit einem dreitägigen Gebet in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Bisila.<br />Im Rahmen der Trauerfeiern am Abend des 6. Mai die Aufbahrungskapelle geöffnet. Der Leichnam von Pater Fortunato bleibt bis zum Morgengrauen aufgebahrt, damit Gemeindemitglieder, Familie und Geistliche Abschied nehmen können.<br />Am 7. Mai um 11:00 Uhr Ortszeit findet das Requiem in der Kathedrale der Erzdiözese Malabo statt. Die Zeremonie, zu der eine große Menschenmenge erwartet wird, geht der Beisetzung voraus und wird von den höchsten kirchlichen Würdenträgern des Landes besucht.<br />Laut der von der örtlichen Bischofskonferenz veröffentlichten Biografie wurde Pater Fortunato Nsue Esono am 1. März 1986 im Stadtteil Monte Carmelo von Mongomo als Sohn von Francisco Esono und Carmen Ayiambeng geboren. Seine Berufung zeigte sich bereits früh als Ministrant in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Guadalupe.<br />Er besuchte das Kleine Seminar St. Paul VI. in Ebibeyín und setzte sein Studium ab September 2005 am Interdiözesanen Priesterseminar „La Purísima“ in Bata fort. Am 19. November 2011 wurde er zum Diakon geweiht und empfing am 7. Mai 2012 in der Kathedrale von Ebibeyín die Priesterweihe. Nach seiner Tätigkeit als Pfarrer in Mokom ging er nach Spanien, um an der Universität Navarra in Biblischer Theologie zu promovieren. Seine Dissertation befasste sich mit den Versuchungen Jesu. Nach seiner Rückkehr nach Äquatorialguinea wurde er in das Erzbistum Malabo inkardiniert, wo er verschiedene Ämter in der Verwaltung bekleidete, bis er im vergangenen August zum Generalvikar ernannt wurde.<br /> Tue, 05 May 2026 12:59:51 +0200AFRIKA/NIGERIA - Sühneandachten nach Schändung einer Anbetungskapelle im Erzbistum Owerrihttps://fides.org/de/news/77645-AFRIKA_NIGERIA_Suehneandachten_nach_Schaendung_einer_Anbetungskapelle_im_Erzbistum_Owerrihttps://fides.org/de/news/77645-AFRIKA_NIGERIA_Suehneandachten_nach_Schaendung_einer_Anbetungskapelle_im_Erzbistum_OwerriAbuja – Mindestens eine Person, die im Verdacht steht, die Anbetungskapelle der Pfarrei St. Mulumba in der Erzdiözese Owerri geschändet zu haben, wurde identifiziert. Dies berichtet die nigerianische Presse, wobei jedoch aber keinen Namen genannt werden. Die Identifizierung soll durch die Auswertung von Überwachungsvideos erfolgt sein.<br />Laut einer Erklärung von Pfarrer Patrick C. Mbarah, Kanzler und Sekretär des Erzbistums Owerri, ereignete sich die Schändung in den frühen Morgenstunden des 29. April. Unbekannte nutzten den starken Regen, der zu dieser Zeit in der Gegend niederging, um einen Einstieg im Dach des Gebäudes zu öffnen und, nachdem sie durch die Decke in die Anbetungskapelle eingedrungen waren, die Monstranz mit dem Allerheiligsten zu entwenden.<br />Nach der Tat hat Erzbischof Lucius Iwejuru Ugorji von Owerri Sühneandachten in der Pfarrei St. Mulumba in Owerri anberaumt. Die Sühnegebete finden vom Freitag, dem 1. Mai, bis Freitag, dem 8. Mai, täglich jeweils von 16:00 bis 18:00 Uhr statt.<br />Erzbischof Ugorji rief die Priester der Erzdiözese Owerri dazu auf, alle Normen und Richtlinien bezüglich der Aussetzung des Allerheiligsten und der Anbetung strikt einzuhalten, um einen ähnlichen Vorfall künftig zu verhindern.<br /> Tue, 05 May 2026 12:14:08 +0200Missionarischen Fortbildung: Botschaft von Papst Leo XIV. zum Weltmissonssonntag 2026 steht im Mittelpunkt einer Online-Konferenzhttps://fides.org/de/news/77643-Missionarischen_Fortbildung_Botschaft_von_Papst_Leo_XIV_zum_Weltmissonssonntag_2026_steht_im_Mittelpunkt_einer_Online_Konferenzhttps://fides.org/de/news/77643-Missionarischen_Fortbildung_Botschaft_von_Papst_Leo_XIV_zum_Weltmissonssonntag_2026_steht_im_Mittelpunkt_einer_Online_KonferenzVatikanstadt – Die Botschaft des Papstes zum bevorstehenden 100. Weltmissionstag, der im Jahr 2026 am kommenden 18. Oktober begangen wird, steht im Mittelpunkt eines Online-Schulungsprogramms zur missionarischen Fortbildung, das morgen, Mittwoch, den 6. Mai, in französischer Sprache beginnt und in den kommenden Monaten auch in weiteren Sprachen angeboten wird.<br />„Eins in Christus, vereint in der Mission“ lautet der Titel der päpstlichen Botschaft. Diese Worte erinnern an das Motto von Papst Leo XIV. „In Illo uno unum“ in Anlehnung an eine Predigt des heiligen Augustinus. Die Papstbotschaft zum Weltmissionssonntag wurde am Sonntag, den 25. Januar, veröffentlicht, dem Gedenktag der Bekehrung des heiligen Paulus, des großen Missionars und „Apostels der Völker“.<br />Das französischsprachige Schulungsprogramm zur päpstlichen Botschaft ist ein Gemeinschaftsprojekt des Internationalen Sekretariats der Päpstlichen Missionsunion und den Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke in den französischsprachigen afrikanischen Ländern.<br />Das Schulungsprogramm umfasst vier Online-Konferenzen, die jeweils von 12:30 bis 14:00 Uhr stattfinden. Ein Link zur Teilnahme über die Zoom-Plattform wird Ihnen jeweils zugesendet.<br />Die Veranstaltung am morgigen Mittwoch, dem 6. Mai, beginnt mit einem einführenden Beitrag von Pater Dinh Anh Nhue Nguyen , Generalsekretär der Päpstlichen Missionsunion. Im Anschluss ergreift der Erzbischof von Tunis und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Tunesien, Nicolas Lhernould, das Wort. Die erste „Online“-Konferenz trägt den Titel „Die Botschaft von Papst Leo im Kontext der heutigen Mission“. Im Anschluss finden drei weitere Veranstaltungen statt, in denen die Papastbotschaft aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.<br />Eine weitere Konferenz, die für Freitag, den 12. Juni, angesetzt ist, trägt den Titel „Eins in Christus. Geistliche und missionarische Vertiefung“. Am Freitag, den 20. Juli, wird das Schulungsprogramm mit einer Konferenz zum Thema „Vereint in der Mission. Wie können wir die Impulse des Papstes konkret leben und umsetzen?“ fortgesetzt. Die letzte Konferenz mit dem Titel „Mission der Liebe. Christus und den Heiligen nachfolgen“ findet am Freitag, den 11. September, statt.<br /> <br />Link zur Teilnahme an der Konferenz am Mittwoch, den 5. Mai: <br />https://zoom.us/j/95032376147?pwd=FEaaWvGcBoFAmu2vJO47bcd6aQCxt4.1<br />Meeting ID: 950 3237 6147<br />Passcode: 496429Tue, 05 May 2026 11:56:21 +0200ASIEN/INDIEN - Katholische Bischöfe: "Auch im Falle einer minderjährigen Mutter, muss das Recht des ungeborenen Lebens geschützt werden“https://fides.org/de/news/77642-ASIEN_INDIEN_Katholische_Bischoefe_Auch_im_Falle_einer_minderjaehrigen_Mutter_muss_das_Recht_des_ungeborenen_Lebens_geschuetzt_werdenhttps://fides.org/de/news/77642-ASIEN_INDIEN_Katholische_Bischoefe_Auch_im_Falle_einer_minderjaehrigen_Mutter_muss_das_Recht_des_ungeborenen_Lebens_geschuetzt_werdenNeu-Delhi – Die Indische Bischofskonferenz , ein Zusammenschluss von über 300 indischen Bischöfen dreier Riten – des lateinischen, syro-malabarischen und syro-malankaraischen –, fordert eine Überprüfung des Urteils, das einen Schwangerschaftsabbruch ab der 30. Schwangerschaftswoche erlaubt. Sie äußerte sich „zutiefst bestürzt“ über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die den Abbruch einer lebensfähigen Schwangerschaft in der 30. Woche genehmigt. Diese Entwicklung, so die Bischöfe, „wirft grundlegende Fragen hinsichtlich des Verfassungsrechts, der medizinischen Ethik und des fundamentalen Lebensrechts des ungeborenen Kindes auf.“<br />Das Gericht verpflichtet das „All India Institute of Medical Sciences“ in Neu-Delhi, die Schwangerschaft einer 15-Jährigen in der 30. Woche abzubrechen, und begründet dies mit den Schwierigkeiten einer frühen Mutterschaft. Diese Anweisung „steht im eindeutigen Widerspruch zur einhelligen und kategorischen Meinung von Ärzten und Experten, die unmissverständlich erklärt haben, dass ein Schwangerschaftsabbruch in diesem fortgeschrittenen Stadium medizinisch nicht vertretbar ist“, so die indischen Bischöfe. Die medizinische Kommission schlug laut einer Erklärung der Indischen Bischofskonferenz eine sicherere und humanere Alternative vor: die Geburt um einige Wochen zu verschieben, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. „Dieser Ansatz würde die Gesundheitsrisiken für die Minderjährige deutlich reduzieren und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen“, heißt es weiter. Der Staat hat unter anderem seine Bereitschaft erklärt, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen, einschließlich der sozialen und psychologischen Unterstützung der jungen Mutter und der Durchführung von Adoptionsverfahren.<br />Unter Berufung auf „etablierte medizinische Empfehlungen und ethische Erwägungen“ weisen die Bischöfe darauf hin, dass ein Fötus ab der 30. Schwangerschaftswoche allgemein als lebensfähig außerhalb des Mutterleibs gilt. „Die Anordnung eines Eingriffs, der ein solches Leben beenden oder schweren Schaden verursachen könnte, gibt Anlass zu ernsthaften Bedenken und verstößt gegen Artikel 21 der indischen Verfassung, der das Recht auf Leben garantiert“, heißt es in der Stellungnahme. Weiter führen die Bischöfe aus: „Die Beendigung einer lebensfähigen Schwangerschaft, insbesondere wenn sicherere Alternativen existieren, stellt das Gleichgewicht zwischen persönlicher Autonomie und dem Schutz des Lebens in Frage. Patientenautonomie ist zwar ein wichtiges Prinzip, darf aber nicht so weit gehen, dass ein medizinisch kontraindizierter Eingriff angeordnet werden muss. Gerichtliche Entscheidungen in solch sensiblen medizinrechtlichen Angelegenheiten müssen sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Expertenmeinungen orientieren.“<br />Der Oberste Gerichtshof, als Hüter von Minderjährigen und jenen, die ihre Interessen nicht selbst wahren können, „hat die Pflicht, das Wohl des Kindes zu gewährleisten“. Und in diesem Fall betonen die katholischen Bischöfe: „Das medizinische Gutachten hat klar einen Weg aufgezeigt, der sowohl die Minderjährige als auch das ungeborene Kind schützen würde. Ein Abweichen von diesem Weg wirft Zweifel an der Erfüllung dieser Verantwortung auf.“ Die indischen Bischöfe berufen sich zudem auf die Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch, die Eingriffe im späten Stadium nur in Ausnahmefällen, wie etwa bei einer ernsthaften Gefährdung der Mutter oder schweren Fehlbildungen des Fötus, zulässt. „Im vorliegenden Fall deutet das medizinische Gutachten darauf hin, dass eine kurzfristige Fortsetzung der Schwangerschaft sicherer ist und der Fötus gesund ist. Diese Anweisung scheint daher über den Rahmen der geltenden Rechtslage hinauszugehen.“<br />Die Anweisung des Gerichts stelle Ärzte vor ein ethisches Dilemma, da sie diese zwingt, ein Verfahren durchzuführen, das ihrem professionellen Urteilsvermögen und ihren ethischen Verpflichtungen widerspreche. „Ein solcher Zwang“, so die Erklärung weiter, „könnte die Integrität der ärztlichen Praxis und die Bereitschaft von Sachverständigen, in Gerichtsverfahren unabhängige Gutachten abzugeben, negativ beeinflussen.“<br />Obwohl die mit einer frühen Mutterschaft verbundenen sozialen und psychologischen Bedenken anerkannt werden, „müssen diese gegen die Gewissheit körperlicher Schäden und die Auswirkungen auf das Recht auf Leben abgewogen werden.“ „Die vorgeschlagene alternative Lösung, die staatliche Unterstützung und Adoption umfasst“, wird erneut betont, „bietet einen mitfühlenden und rechtlich zulässigen Weg, der eingehende Prüfung verdient.“<br />Die Bischöfe fordern daher „eine sofortige und dringende Überprüfung des Falls, um das Leben eines ungeborenen Kindes zu retten, die verfassungsmäßigen Grundsätze, die medizinische Ethik und das Wohl des Kindes und des ungeborenen Kindes zu schützen.“<br />Pfarrer Mathew Koyickal, stellvertretender Generalsekretär der CBCI und Gerichtsvikar des Erzbistums Delhi, erklärt gegenüber Fides: „Die Kirche achtet die Würde und das Wohlergehen jedes schutzbedürftigen Menschen, einschließlich Minderjähriger in Krisensituationen, mit höchstem Augenmerk und bekräftigt ihr unerschütterliches Engagement für Seelsorge, materielle und moralische Unterstützung. Die Minderjährigkeit der biologischen Eltern kann jedoch in keiner moralischen Argumentation eine gültige Rechtfertigung für die vorsätzliche Beendigung des Lebens eines Kindes in der 30. Schwangerschaftswoche darstellen.“<br />Die Genehmigung, Unterstützung oder Durchführung einer solchen Tat „ist nach dem moralischen Urteil der Kirche ein Mord“. „Das Abtreibungsgesetz von 1971“, bekräftigt der Geistliche, „darf niemals als Lizenz zur Vernichtung menschlichen Lebens in der 30. Schwangerschaftswoche interpretiert oder angewendet werden“.<br />„Der Schutz des ungeborenen Kindes“, erinnert Pfarrer Mathew Koyickal, „ist auch in den heiligen Schriften der hinduistischen Tradition eindeutig verankert. Daher verstößt die Zulassung der Tötung eines 30 Wochen alten, voll entwickelten und lebenden Kindes im Mutterleib selbst gegen die heiligsten und einhelligsten Gebote des indischen zivilen, philosophischen und religiösen Erbes.“<br />In diesem Zusammenhang ruft der stellvertretende Generalsekretär der Indischen Bischofskonferenz alle Bürger Indiens auf, sich „unabhängig von Religion, Sprache oder Zugehörigkeit für den Schutz des ungeborenen Lebens einzusetzen, und fordert alle staatlichen Institutionen auf, ihrer verfassungsmäßigen und moralischen Verpflichtung nachzukommen, jedes menschliche Leben von der Empfängnis an zu schützen.“<br /> Tue, 05 May 2026 11:08:22 +0200ASIEN/CHINA - Marienmonat Mai: Chinesische katholische Gemeinden beten für den Frieden in der Welthttps://fides.org/de/news/77641-ASIEN_CHINA_Marienmonat_Mai_Chinesische_katholische_Gemeinden_beten_fuer_den_Frieden_in_der_Welthttps://fides.org/de/news/77641-ASIEN_CHINA_Marienmonat_Mai_Chinesische_katholische_Gemeinden_beten_fuer_den_Frieden_in_der_Welt<br />Peking – Das Gebet für den Frieden steht im Mittelpunkt vieler Prozessionen, liturgischer Feiern und gemeinschaftlicher Rosenkranzgebeten, zu denen in diesen Tagen die Gläubigen der katholischen Gemeinden in allen chinesischen Provinzen zusammenkommen.<br /><br />Seit dem Abend des 30. April finden in unzähligen katholischer Kirchen und Wallfahrtsorte auf dem chinesischen Festland Liturgien und Prozessionen statt. <br /><br />Vom Heiligtum von Sheshan bei Shanghai bis zum Heiligtum von Housangyu in Peking, von Kathedralen bis zu kleinen Dorfkapellen versammeln sich kleine und große Gruppen von Katholiken vor dem Altar und den Marienstatuen, um im Marienmonat Mai, in gemeinsamer Andacht um die Fürsprache der Gottesmutter Maria zu bitten.<br /><br />Die Marienverehrung ist tief im Glauben der chinesischen Katholiken verwurzelt. Sie sehen die Teilnahme an den Gebeten und Liturgien des Marienmonats seit jeher als Gelegenheit und Zeichen der Verbundenheit mit der Weltkirche und den Nachfolgern Petri. In einer Zeit, die von Kriegen zerrissen ist, die ganze Völker leiden lassen, beten Gläubige auch in China dafür, dass die Gemeinschaft bewahrt und der Frieden überall wiederhergestellt werde.<br /><br />In der Basilika Unserer Lieben Frau von Sheshan in der Diözese Shanghai zelebrierte Bischof Joseph Shen Bin am Nachmittag des 30. April einen feierlichen Gottesdienst zur Eröffnung des Marienmonats. Gläubige aus ganz Festlandchina und dem Ausland nahmen gemeinsam mit Seminaristen des Priesterseminars Sheshan daran teil.<br /><br />Neben der Bitte um Frieden erläuterte der Bischof von Shanghai die wahre Bedeutung einer Wallfahrt: „Sie besteht nicht nur im Begehen eines Weges oder in der bloßen äußerlichen Ausübung von Riten, sondern berührt die Tiefen des Herzens eines jeden Menschen: Mit jedem Schritt, den wir gehen, entfernen wir uns von der Weltlichkeit und nähern uns immer mehr der Gnade Gottes.“ Deshalb betonte er: „Zuallererst müssen wir im täglichen Gebet verweilen und unser Leben mit dem Wort Gottes nähren. Zweitens müssen wir dem Beispiel der Jungfrau Maria folgen und durch Heiligkeit Zeugnis von unserem Glauben ablegen. Schließlich soll eine Wallfahrt als Mittel der inneren Erneuerung erfahren werden.“ <br /><br />Am Fest des heiligen Josef des Arbeiters zelebrierte der Weihbischof von Shanghai, Joseph Wu Jianlin, am 1. Mai, eine feierliche Messe in der Basilika von Sheshan und rief erneut alle Gläubigen zum Friedensgebet auf.<br /><br />Zur Eröffnung des Marienmonats gab die Pfarrei Lucheng in der Diözese Wenzhou das Monatsmotto „Marienverehrung: geistliche Vertiefung im Dienst an der Gemeinschaft“ bekannt. Die Pfarrei Qianku eröffnete den Marienmonat bereits am 30. April mit einer feierlichen Prozession und einer Gebetswache, an der tausende Gläubige teilnahmen.<br /> <br />Mon, 04 May 2026 13:43:43 +0200AFRIKA/MALI - Zeichnet sich in Mali ein "syrisches" Szenario ab?https://fides.org/de/news/77640-AFRIKA_MALI_Zeichnet_sich_in_Mali_ein_syrisches_Szenario_abhttps://fides.org/de/news/77640-AFRIKA_MALI_Zeichnet_sich_in_Mali_ein_syrisches_Szenario_abBamako – Zeichnet sich in Mali dasselbe "Szenario" ab, wie in Syrien? Oder handelt es sich vielmehr um das Vorgehen dschihadistischer Kräfte, die in der Lage sind, weitere Gegner zu mobilisieren, um die derzeitige Militärjunta zu stürzen? <br />Diese Frage scheint berechtigt nach den gemeinsamen Offensiven der „Jama'a Nusrat ul-Islam wa al-Muslimin“ und der Azawad-Befreiungsfront vom vergangenen 25. April. Mehrere Großstädte des Landes, insbesondere Bamako, Kati, Konna, Mopti, Gao und Kidal, wurden von zeitgleichen und koordinierten Angriffen getroffen. Diese Angriffe forderten Tote unter Militärangehörigen und Zivilisten, darunter auch unter ein Staatssekretär, der Verteidigungsminister und der Minister für Veteranenangelegenheiten, Generalleutnant Sadio Camara.<br />Die beiden Gruppen, die die Angriffe verübten, standen sich bis vor Kurzem noch auf gegnerischen Seiten gegenüber. Die mit Al-Qaida verbundene JNIM ist die Nachfolgerin jener dschihadistischen Gruppen, die 2012 die Tuareg-Separatisten aus Nordmali vertrieben. Die FLA, hervorgegangen aus dem Zusammenschluss mehrerer separatistischer Gruppen, lieferte sich noch 2024 Gefechte mit den Milizen der JNIM. Heute jedoch führt sie koordinierte, simultane Angriffe durch, mitunter Seite an Seite mit den ehemaligen Feinden. Obwohl die beiden Gruppen Malis Hauptstadt Bamako belagern, scheinen sie nicht in der Lage zu sein, sie einzunehmen. Nur ein politisches Abkommen, das einen Großteil der Opposition gegen die Militärjunta einbezieht und ihr eine Alternative bietet, könnte die Voraussetzungen für einen echten politischen Wandel schaffen.<br />Die Ankündigung des Generalstaatsanwalts des Militärgerichts in Bamako, Ermittlungen gegen aktive und pensionierte Offiziere wegen Beihilfe zur Planung und Durchführung der Anschläge einzuleiten, deutet auf Absprachen zwischen Dschihadisten und Separatisten sowie einigen Mitgliedern der Junta hin.<br />In der Erklärung des Generalstaatsanwalts wird auch die Beteiligung mehrerer politischer Persönlichkeiten erwähnt, darunter Oumar Mariko, ein bekannter linker Oppositioneller und Mitbegründer der kommunistischen Partei Afrikanische Solidarität für Demokratie und Unabhängigkeit , deren Generalsekretär er ist.<br />Sollten sich die Anschuldigungen des Militärgerichts in Bamako als wahr erweisen, würde ein breites politisches Bündnis entstehen, das eine Alternative zur Junta bieten soll. Die JNIM würde darin, allein schon aufgrund ihrer militärischen Stärke, eine zentrale Rolle spielen. Diese Hypothese wird durch die Entführung eines der Hauptkritiker der Militärjunta, des Anwalts Mountaga Tall, in Bamako untermauert, der mehrere Militäroffiziere verteidigt hatte, die in den letzten Monaten wegen des Vorwurfs der „Destabilisierung staatlicher Institutionen“ verhaftet worden waren.<br />Ein Szenario, das dem in Syrien Ende 2024 ähnelt, aber nicht identisch ist: Dort stürzte eine ehemals mit Al-Qaida verbundene Dschihadistengruppe das Assad-Regime und bildete anschließend eine Regierung unter vorläufiger Einbindung anderer politischer Kräfte.<br />In diesem Szenario bleiben mehrere Unbekannte bestehen: die Haltung der russischen paramilitärischen Kräfte des Afrika-Korps, die die malische Junta unterstützen; die Reaktion der anderen Mitglieder der Allianz der Sahelstaaten bestehend aus Burkina Faso, Niger und Mali; und schließlich die Präsenz des Islamischen Staates, einer Dschihadistengruppe, die mit Al-Qaida und damit auch mit JNIM konkurriert.<br /> <br />Mon, 04 May 2026 13:26:30 +0200