Fides News - German (Standard)http://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/PAKISTAN - Todesstrafe für den Mörder von Zainab: Christen fordern Verfolgung von Pädophilen ohne religiöse Unterschiedehttp://fides.org/de/news/63767-ASIEN_PAKISTAN_Todesstrafe_fuer_den_Moerder_von_Zainab_Christen_fordern_Verfolgung_von_Paedophilen_ohne_religioese_Unterschiedehttp://fides.org/de/news/63767-ASIEN_PAKISTAN_Todesstrafe_fuer_den_Moerder_von_Zainab_Christen_fordern_Verfolgung_von_Paedophilen_ohne_religioese_UnterschiedeLahore - Ein Anti-Terror-Gericht in Lahore hat heute ein Todesurteil gegen Imran Ali Naqshbandi verhängt, der die siebenjährige Zenaib Ansari in Kasur vergewaltigt und getötet hat . Der Fall hatte ein breites Echo im ganzen Land hervorgerufen und eine öffentliche Debatte über das Phänomen des Kindesmissbrauchs in der pakistanischen Gesellschaft angestoßen.<br />Obschon der Vater des Mädchens, Mohammad Amin, und viele Beobachter das Urteil als "exemplarische Strafe" begrüßen, sollte man daran erinnern, dass in den christlichen Kreisen Pakistans "die Lehre vom Lebensschutz“ Vorrang hat, so die katholische Lehrerin und Präsidentin des Lehrerverbandes "Pakistan Minorities Teachers Association" , Anjum James Paul, zu Fides.<br />"Nur Gott hat die Macht, Leben zu nehmen. Egal wie brutal ein Verbrechen sein kann, mit unserem Gewissen als Christen können wir die Todesstrafe nicht vereinbaren und müssen deshalb betonen, dass auch eine lebenslange Haftstrafe eine angemessene Strafe sein kann. Die Todesstrafe ist niemals die Lösung ", so die Anjum James Paul.<br /> Auf der anderen Seite erinnert PMTA aber auch daran, dass eine am 14. Februar 2018 vom Ministerium für Menschenrechte vorgelegten Statistik insgesamt 17 862 Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder in ganz Pakistan in den fünf Jahren von 2013 bis 2017 dokumentiert, bei denen es sich in 10.620 gemeldeten Fällen um Mädchen und in 7.242 Fällen um Jungen handelt, wobei es wahrscheinlich eine große Dunkelziffer gibt.<br />Die Menschenrechtslage spitzte sich zu und es sei ist dringend notwendig, unverzüglich Maßnahmen in Bezug auf die Rechte der Kinder zu ergreifen. “Pädophilie müssen immer bestraft werden", so die engagierte Lehrerin weiter, „Auch Pädophilie, die an Entführung, Bekehrungen und Verheiratung nichtmuslimischer Mädchen beteiligt sind, müssen auf die gleiche Weise behandelt werden. Es gibt eine Art Diskriminierung bei der Verfolgung dieser schrecklichen Fälle von Gewalt: bei staatlichen Institutionen wie der Polizei und den Richter gibt es einen doppeltes Maß, denn wenn mächtige Muslime minderjährige christliche oder hinduistische Mädchen entführen, misshandeln, bekehren und heiraten, werden sie nicht gleich behandelt, obschon es sich um Pädophile handelt. Wir müssen Pädophilie in Pakistan auf allen Ebenen ernsthaft bekämpfen und dürfen nicht zulassen, dass sie nicht unter den Schutzmantel der Religion gestellt werden." <br /> <br />Sat, 17 Feb 2018 13:39:15 +0100NEWS ANALYSIS/OMNIS TERRA - Südafrika: Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bedrohen die „Regenbogennation“http://fides.org/de/news/63768-NEWS_ANALYSIS_OMNIS_TERRA_Suedafrika_Fremdenfeindlichkeit_und_Rassismus_bedrohen_die_Regenbogennationhttp://fides.org/de/news/63768-NEWS_ANALYSIS_OMNIS_TERRA_Suedafrika_Fremdenfeindlichkeit_und_Rassismus_bedrohen_die_RegenbogennationIn weiten Teilen der südafrikanischen Bevölkerung existieren fremdenfeindliche Gefühle gegenüber Migranten aus anderen Teilen Afrikas. Die katholische Kirche stellt im Zeichen ihres vielfältigen Engagements für die Aufnahme dieser Menschen die Reflexion über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Mittelpunkt ihrer Fastenaktion. Sie will an ein Thema erinnern, bei dem es um die Achtung des Lebens und der Menschenwürde geht, und dabei das Bewusstsein bei Gläubigen und Institutionen dafür schärfen. <br />"Fremdenfeindlichkeit" ist ein Wort, das kaum jemand mit Südafrika in Verbindung gebracht hätte. Für ein Land, dem es gelungen ist die Apartheid zu überwinden und in dem ein langer Prozess der Versöhnung zwischen der weißen Minderheit und der schwarzen Mehrheit auf den Weg gebracht wurde, war es nicht denkbar, dass es gewalttätige Aktionen gegen illegale Einwanderer und Asylsuchende geben könnte. Und doch gehören, wie Presseberichte bestätigen, Zusammenstöße zwischen der südafrikanischen Bevölkerung und Ausländern inzwischen zum Alltag. Im vergangenen Jahr verübten Südafrikanern in verschiedenen Teilen des Landes Brandanschläge auf Dutzende Häuser, Geschäfte und Lokale afrikanischer Einwanderer. Im Distrikt West Rand gab es eine Art Aufstand gegen Nigerianer, weil ihre Banden für wachsende Kleinkriminalität und Prostitution verantwortlich gemacht werden. <br />Auch Politiker machen sich die Unzufriedenheit und Frustration zunutze, die sich in den letzten Jahren unter der armen Bevölkerung Südafrikas angestaut hat, deren Lebensbedingungen sich trotz des Endes der Apartheid meist nicht verbessert haben.<br />"Fremdenfeindliche Gewalt ist eine ständige Bedrohung für viele Migranten", betont Miranda Madikane vom Scalabrini Refugee Service. "Die Gründe für die Spannungen sind komplex und vielschichtig, aber Jean Pierre Misago vom Afrikanischen Zentrum für Migration und Gesellschaft hat umfangreiche Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt, und seine Schlussfolgerungen erscheinen mir besonders interessant. Kurz gesagt, würde ich sagen, dass die Ursachen von Gewalt und groß angelegter Fremdenfeindlichkeit vor allem bei der lokalen politischen Führung liegt, an einem Mangel an Bereitschaft zur Konfliktlösung und der geringen Anzahl von Gerichtsverfahren gegen diejenigen, die für Ausschreitungen verantwortlich sind. Im Allgemein ist die wirtschaftliche Lage für viele Menschen, Einheimische und Nichtstaatsbürger schwierig, und Migranten werden oft als Ursache für eine allgemeine Verarmung angesehen". <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://omnisterra.fides.org/articles/view/84 http://www.sacbc.org.za/catholic-church-provides-a-lenten-guide-towards-ending-racism-in-south-africa/#more-7738">nehr bei Omnis Terra Leitfaden der SACBC gegen Rassismus</a>Sat, 17 Feb 2018 13:15:07 +0100AFRIKA/ÄGYPTEN - Koptischer Patriarch fordert Ausgewogenheit zwischen Familie und Seelsorge bei verheirateten Priesternhttp://fides.org/de/news/63766-AFRIKA_AeGYPTEN_Koptischer_Patriarch_fordert_Ausgewogenheit_zwischen_Familie_und_Seelsorge_bei_verheirateten_Priesternhttp://fides.org/de/news/63766-AFRIKA_AeGYPTEN_Koptischer_Patriarch_fordert_Ausgewogenheit_zwischen_Familie_und_Seelsorge_bei_verheirateten_PriesternAlexandria –Verheiratete Priester der koptisch-orthodoxen Kirche sollen sich mit Hingabe um ihre Familien kümmern und dabei das richtige Gleichgewicht zwischen dem pastoralen Dienst und den familiären Verpflichtungen finden. Dies betonte der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. in den vergangenen Tagen nach der Weihe von 15 neuen Priestern in Alexandria. Der Primas der koptisch-orthodoxen Kirche fügte in diesem Zusammenhang hinzu, dass das Familienleben von Priestern nicht vernachlässigt werden dürfe, da dies Teil ihrer Berufung und ihres Dienstes sei.<br />Bereits im Juli 2015 hatte der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. an einer Begegnung mit zwanzig Ehefrauen orthodoxer koptischer Priester teilgenommen, die im östlichen Teil von Alexandria tätig sind . Bei dieser Gelegenheit hatte Papst Tawadros in seiner Meditation sowohl Überlegungen zum Leben und zur Berufung des Priesters angestellt als auch über die Realität der Ehefrau und Mutter, wie sie jeweils in den biblischen Texten veranschaulicht werden.<br />In den koptischen Kirchen besteht die Möglichkeit, Kandidaten für das Priestertum sowohl unter verheirateten Männern auszuwählen als auch unter denen, die im Zölibat leben, wobei Bischöfe ausschließlich aus der Reihe der Mönche ernannt werden und zölibatär leben.<br />Am Donnerstag, den 15. Februar, hat Papst Tawadros in einer Feier zum Gedenken an die neuen koptischen Märtyrer den heiligen Johannes Chrysostomus zitiert: "Der Märtyrer stirbt einmal für seinen Herrn, aber der Hirte stirbt jeden Tag für die Herde des Herrn“. Wer nicht bereit sei, die märtyrergleiche Dimension des Priestertums anzunehmen und sich ohne Vorbehalte in den Dienst des Volkes Gottes stelle, sei nicht würdig, Hirte der Herde zu sein.<br /> .<br /><br />Sat, 17 Feb 2018 12:27:40 +0100ASIEN/INDIEN - Indischer Theologe erhofft Kardinal aus dem Volk der Dalithttp://fides.org/de/news/63765-ASIEN_INDIEN_Indischer_Theologe_erhofft_Kardinal_aus_dem_Volk_der_Dalithttp://fides.org/de/news/63765-ASIEN_INDIEN_Indischer_Theologe_erhofft_Kardinal_aus_dem_Volk_der_DalitChennai - Einen Kardinal aus dem indigenen Volk der Dalit wünscht sich der indische Theologe P. Jerry Rosario aus Tamil Nadu. Der Jesuit hofft, dass Papst Franziskus so etwas in Betracht zieht, denn "dies entspräche seinem Ansatz, den Peripherien Anerkennung zu verleihen", sagt er im Interview mit dem Fidesdienst.<br />P. Jerry Rosario ist ein bekannter Theologe, Schriftsteller und Aktivist und leitet zurzeit als Direktor das „Dhyana Ashram“ in Mylapore. Er ist Gastprofessor an 45 Instituten und Universitäten und Gründer von vier kirchlichen Organisationen: "Dhanam", was soviel bedeutet wie "Spenden", zur Förderung von Blut- und Organspenden; JEPASA, "Jesuit Pastors of South Asia ", für Sozialpastoral, IGFA, "Ignatian Family", für ignatianische Spiritualität; MANITHAM für politische Analyse und Aktion. <br />„Die Entscheidung für einen Kardinal aus dem Stamm der Dalit“, betont er, „würde auch der Vision des Zweiten Vatikanischen Konzils entsprechen, die Kirche in ihrem Leben und in ihrem Dienst immer inklusiver und dialogbereiter zu machen und somit zunehmend katholisch. Rund 65% der Katholiken in Indien sind Dalit", so Pater Rosario.<br />Indien hatte bisher 13 Kardinäle, seit Kardinal Valerian Gracias, damals Erzbischof von Bombay, im Jahr 1953. Die Kardinäle der vergangenen Jahrzehnte kamen aus verschiedene Gemeinschaften, Regionen und Riten in der indischen Kirche. <br />„Ein Kardinal aus dem Volk der Dalit, also aus einer indigenen Stammesgemeinschaft, wäre für uns sehr wichtig, besonders im gegenwärtigen nationalen Kontext, der von Extremismus und Fundamentalismus geprägt ist", fügte der Jesuit hinzu, der 18 Jahre lang als Seelsorger unter den Dalits und unter den Armen in ländlichen Gebieten und Slums tätig war. Pater Rosario ist vielen als "barfüßiger" Priester bekannt, weil er den Verzicht auf Schuhe als Zeichen seiner Solidarität mit jenen Dalits wählte, denen das Recht, sie zu tragen, gemäß den Traditionen des Kastensystems verweigert wurde.<br />Die "Dalit" oder "Paria" sind die "Kastenlosen" oder die fünfte Kaste im hinduistisch geprägten sozialen und religiösen System. Sie umfasst auch die indischen Ureinwohner und verschiedene Gruppen in ganz Südasien.<br /> <br /><br />Sat, 17 Feb 2018 11:58:44 +0100ASIEN/HEILIGES LAND - Palästinensicher Außenminister besucht Vatikan und wünscht Jerusalem-Konferenzhttp://fides.org/de/news/63764-ASIEN_HEILIGES_LAND_Palaestinensicher_Aussenminister_besucht_Vatikan_und_wuenscht_Jerusalem_Konferenzhttp://fides.org/de/news/63764-ASIEN_HEILIGES_LAND_Palaestinensicher_Aussenminister_besucht_Vatikan_und_wuenscht_Jerusalem_KonferenzRom – Die Entscheidung der US-Regierung, Jerusalem als ausschließliche Hauptstadt Israels anzuerkennen, "untergräbt die Möglichkeit, positive Ergebnisse bei den Friedensverhandlungen zu erzielen", da sie in den Konflikt eine "religiöse Dimension" einführt, die die Situation zusätzlich erschwert. Israel "nutzt die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, um den Druck auf Christen in der Heiligen Stadt zu erhöhen". Deshalb scheine es angemessen, dass der Heilige Stuhl eine Konferenz über Jerusalem einberuft und dazu die führenden Vertreter aller christlichen Kirchen und Gemeinschaften einlädt, um zu bekräftigen, dass Christen nicht auf die Interessen verzichten, die sie seit jeher mit der Stadt verbinden, in der Christus gekreuzigt wurde und wieder auferstanden ist. Dies betonte der palästinensische Außenminister Riad al-Maliki bei einem Treffen mit Kardinalstaatsekretär Pietro Parolin und dem Sekretär für die Beziehungen zu Staaten, Erzbischof Paul Richard Gallagher, am 15. Februar im Vatikan. <br />"Bei dem Treffen mit Kardinal Parolin und Erzbischof Gallagher", so der palästinensische Minister im Gespräch mit Fides, "haben wir uns auf die Konsequenzen der Entscheidung von Präsident Trump konzentriert, Jerusalem als Hauptstadt Israels und damit eine ausschließliche Beziehung zwischen Jerusalem und dem Judentum anzuerkennen, wobei die Verbindung von Christen und Muslimen mit der Heiligen Stadt nicht berücksichtigt werden und man die Tatsache ignoriert, dass Jerusalem auch die Hauptstadt von Palästina sein sollte". Nach Ansicht von Maliki untergräbt die einseitige Entscheidung der USA die Möglichkeit eines erfolgreichen Verhandlungsergebnisses zur Beendigung des israelisch-palästinensischen Konflikts. "Wir haben lange versucht, den Konflikt auf die politische Ebene zu bschränken“; betont der palästinensische Minister, „Trumps Entscheidung führt nun eine religiöse Dimension in den Konflikt ein, was die Dinge noch komplizierter macht“. Mit dieser Entscheidung der US-Regierung bleibe der Konflikt nicht länger auf die Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern beschränkt, sondern er nehme fataler Weise globale Dimensionen an, denn von nun an "wird sich jeder Muslim, in Indonesien, Malaysia oder Senegal verpflichtet fühlen seine religiösen Interessen zu schützen“, insbesondera auch im Hinblick auf die Heilige Stadt.<br />Nach Ansicht des palästinensischen Regierungsvertreters "nutzt Israel Trumps Entscheidung jeden Tag mehr. Und in Jerusalem wurden bereits erste Maßnahmen gegen die Präsenz der Ortskirchen auf den Weg gebracht, die deren Existenz erschweren, wie zum Beispiel die Besteuerung von Kirchenvermögen und das Einfrieren von Bankkonten mit dem Ziel die Kontrolle über das kirchliche Eigentum zu erlangen“. Wir glauben, so Maliki weiter, dass „diese Druckmittel die Ortskirchen aus Jerusalem verdrängen und das historische Profil der Stadt verändern sollen, damit die Stadt nicht mehr von Juden, Christen und Muslimen geteilt wird". Der palästinensische Außenminister erinnert in diesem Zusammenhang an wiederholte Appelle von Papst Franziskus zum Schutz des Satus Quo – jene Bestimmungen und Bräuche, auf den das Zusammenleben der verschiedenen Religionsgemeinschaften in der Heiligen Stadt seit der Zeit die osmanische Reiches basiert - und an die gemeinsame Erklärung der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen, in der sie die neuen Steuern für kirchlichen Besitztümer ablehnen . Aber jetzt bis - bedauert Riyad al Maliki, hätten lokale Initiativen und Interventionen des Vatikan nicht ausgereicht "um Präsident Trump davon zu überzeugen seine Entscheidung zu revidieren“ und palästinensische Christen sehen sich zunehmend unter Druck gesetzt und "fühlen sich allein gelassen". Aus diesem Grund, so der Vertreter der palästinensischen Regierung „wäre es sehr wichtig, dass im Rahmen einer vom Heiligen Stuhl organisierten Konferenz die verschiedenen Kirchen ihre Sorge um Jerusalem zum Ausdruck bringen und damit den Christen eine Stimme verleihen können, damit die US-Regierung versteht, dass Christen nicht auf Ihre Rechte und ihre Verbindung zur Stadt Heiligen verzichten“.<br /> <br />Sat, 17 Feb 2018 10:21:34 +0100AFRIKA/SÜDAFRIKA - Bischöfe begrüßen Rücktritt von Präsident Zuma: “Er hätte bereits vor einiger Zeit stattfinden sollen“http://fides.org/de/news/63762-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Bischoefe_begruessen_Ruecktritt_von_Praesident_Zuma_Er_haette_bereits_vor_einiger_Zeit_stattfinden_sollenhttp://fides.org/de/news/63762-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Bischoefe_begruessen_Ruecktritt_von_Praesident_Zuma_Er_haette_bereits_vor_einiger_Zeit_stattfinden_sollenJohannesburg - "Der Rücktritt von Präsident Jacob Zuma hätte bereits vor einiger Zeit stattfinden sollen", heißt es in einer Erklärung der Südafrikanischen Bischofskonferenz zum jüngsten Rücktritt des südafrikanischen Präsidenten.<br />Zuma trat zurück, nachdem die Führung seiner Partei Africa National Congress am 13. Februar einen Misstrauensantrag gestellt hatte. Angesichts der Aussicht auf ein Misstrauensvotum, über das die Nationalversammlung am 15. Februar abstimmen sollte, gab Zuma am 14. Februar seinen Rücktritt bekannt.<br />Die Präsidentschaft war von schweren Korruptionsskandalen geprägt, die die Enttäuschung unter der Bevölkerung über die anhaltende Wirtschaftskrise zusätzlich wachsen ließ. "Die Tatsache, dass er sich trotz der überwältigenden und langjährigen Beweise seiner Untauglichkeit für das Amt in der wichtigsten Position halten konnte, hat dem internationalen Ruf unseres Landes und seiner Wirtschaft geschädigt und in besonderer Weise den Ärmsten und Schwächsten großen Schaden zugefügt", beklagen die Bischöfe.<br />Zuma wird persönliche Korruption und ein ausschweifendes Leben vorgeworfen, "so dass der Eindruck weit verbreitet ist, dass die Präsidentschaft Zumas die Standards der Moral und Ehre des öffentlichen Lebens verschlechtert und zu Korruption auf Regierungsebene geführt hat ".<br />Bereits am 15. Februar wählte die Nationalversammlung den ANC-Politiker Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten des Landes.<br />Die Bischöfe hoffen nun, dass der ANC-Politiker deutliche Veränderungen herbeiführen wird und appellieren an di Führung der Partei mit der Bitte "eine gründliche Analyse ihrer internen Standards und Verantwortungsmechanismen durchzuführen“.<br />Seinen Rücktritt begründete Zuma unter anderem mit den Worten “kein Leben soll in meinem Namen verloren gehen“. Damit unterscheidet sich das ehemalige südafrikanische Staatsoberhaupt von seinen Amtskollegen in anderen afrikanischen Ländern, darunter die Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder im lateinamerikanischen Venezuela. <br /> <br />Fri, 16 Feb 2018 13:49:36 +0100ASIEN/PAKISTAN - Evangelikale Gemeinde vergibt Angreifernhttp://fides.org/de/news/63761-ASIEN_PAKISTAN_Evangelikale_Gemeinde_vergibt_Angreifernhttp://fides.org/de/news/63761-ASIEN_PAKISTAN_Evangelikale_Gemeinde_vergibt_AngreifernKarachi - Mit einer offiziellen Erklärung vergibt Pastor Samson Ashiq, der eine evangelikale Gemeinschaft im Distrikt Malir leitet, den muslimischen Angreifern, nach einem Übergriff auf christliche Gemeinde am vergangenen 11. Februar . "Die Verlautbarung wurde auf der Polizeiwache im Beisein von Kirchenvertretern und Angreifern unterzeichnet, um die Angelegenheit zu beenden: Als Christen müssen wir denen vergeben, die uns verletzen. Dazu sind wir insbesondere während der Fastenzeit aufgefordert. Wir wollen Versöhnung und Harmonie fördern", so der Pastor.<br />"Einer unserer Gläubigen war mit einigen Arbeitern auf das Dach der Kirche geklettert, um ein Kreuz auf dem Gebäude zu errichten“, erklärt der Pastor den Hergang des Vorfalls, „Einige Muslimen behaupteten danach, das junge Christen muslimische Häuser ausspionierten und ihre Familien entehrten. An diesem Punkt kam es zu einem Streit. Ich entschuldigte mich bei den Mitgliedern der muslimischen Gemeinschaft und erklärte, dass dies ein Missverständnis sei. Und ich hatte deshalb keine Aggression erwartet ".<br />Der Zusammenstoß ereignete sich dann am Sonntag, dem 11. Februar, unmittelbar nach dem Sonntagsgottesdienst. Faysal Inayat, einer der dabei verletzten Gläubigen bekräftigt: "Wir waren in der Kirche, als einige muslimische Männer das Kirchentor mit Motorrädern versperrten. Sie erlaubten den Leuten nicht, nach Hause zu gehen und belästigten einige Frauen vor dem Kirchentor". Danach sei es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen sieben Christen schwer verletzt wurden. Nach dem Notruf des Pastor beendete die Polizei die Ausschreitungen und brachte die Verletzten zur Erstversorgung ins Krankenhaus. Der Fall wurde bei der Polizei angezeigt.<br />"Es ist sehr wichtig, dass die Angelegenheit beendet wurde und dass die Christen den Aggressoren vergeben haben“, so Noman Peter, Mitarbeiter der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden in Pakistan nach einem Besuch vor Ort, „Wir hoffen, dass künftig alles gut gehen wird und beten für gute Beziehungen“.<br /> <br /><br />Fri, 16 Feb 2018 13:24:47 +0100AMERIKA/PERU - Lateinamerikanische Jugendliche erörtern Umweltprojekte auf der Grundlage der Enzyklika "Laudato Sì"http://fides.org/de/news/63760-AMERIKA_PERU_Lateinamerikanische_Jugendliche_eroertern_Umweltprojekte_auf_der_Grundlage_der_Enzyklika_Laudato_Sihttp://fides.org/de/news/63760-AMERIKA_PERU_Lateinamerikanische_Jugendliche_eroertern_Umweltprojekte_auf_der_Grundlage_der_Enzyklika_Laudato_SiLima - Am Zweiten Jugendtreffen der Partnerschaft Freiburg-Peru werden vom 22. bis 25. Februar im Haus "Don Bosco" in Chosica in der Provinz Lima etwa 150 junge Menschen aus mehr als 50 Pfarreien in Peru, Bolivien und Ecuador teilnehmen werden. Im Rahmen der Veranstaltung wollen die Delegierten gemeinsam Umweltprojekte entwickeln, die sie später in ihren jeweiligen Gemeinden umsetzen wollen.<br />„Wir brauchen einen Dialog mit den Politikern auf nationaler und lokale Ebene, damit Projekte zugunsten der Schöpfung echte Kontinuität haben", so der Rektor der Katholischen Universität San José, Pfarrer Carlos Rosell de Almeida, der in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika "Laudato Sì" einen fruchtbaren Dialog auf allen Ebenen fordert, um die ökologische Krise zu überwinden. "Eine authentische Ökologie hat notwendigerweise mit der Rückkehr des Menschen zu moralischen Werten zu tun“, fährt der Rektor fort, „mit einem neuen Lebensstil, der den obsessiven Konsumismus und die Selbstbezogenheit, in die der Mensch von heute leben, überwindet".„Der Papst weiß sehr gut“, schließt er, dass die ökologische Krise nicht nur durch eine sorgfältige Analyse der gegenwärtigen Situation überwunden werden kann, sondern es notwendig ist, an der Wurzel der Ausbeutung unter der die gesamte Schöpfung leidet zu gehen".<br />Das Treffen wird von der Jugendorganisation der Partnerschaft Freiburg-Peru "Yanapachikun Immer" in Zusammenarbeit mit jungen Freiwilligen aus der deutschen Erzbischöfe Freiburg organisiert. Die Partnerschaft Freiburg-Peru wurde vor über 30 Jahren auf den Weg gebracht und steht in einer Linie mit dem Aufruf von Papst Johannes XXII. zur Zusammenarbeit zwischen deutschen und lateinamerikanischen Bischöfen im Rahmen des Zweiten Vatikanischen Konzils. <br /> <br /><br />Fri, 16 Feb 2018 13:01:48 +0100AFRIKA/KENIA - Diözese Ngong feiert Jahr der Jugendhttp://fides.org/de/news/63759-AFRIKA_KENIA_Dioezese_Ngong_feiert_Jahr_der_Jugendhttp://fides.org/de/news/63759-AFRIKA_KENIA_Dioezese_Ngong_feiert_Jahr_der_JugendNgong - Die Diözese Ngong hat ein Jahr der Jugend angekündigt. Im Mittelpunkt der Initiative steht das Thema: "Ihr seid das Licht der Welt". Die Idee entstand im Rahmen der Vorbereitung der Ortskirche auf die XV. Generalversammlung der Bischofssynode, die den jungen Menschen gewidmet ist, und im Oktober 2018 im Vatikan tagen wird. "Die Feier eines besonderen Jahres der Jugend ist die logische Konsequenz des Jahres der Kinder, das wir 2017 begangen haben", so Bischof John Oballa Owaa von Ngon in einer Verlautbarung zur Initiative.<br />Beim Eröffnungsgottesdienst betonte Bischof Oballa, der auch stellvertretender Vorsitzender Bischofskonferenz von Kenia ist, mit Bezug auf Papst Franziskus und die bevorstehende Sondersynode, dass "junge Leute voller Enthusiasmus, Hoffnung und Freude sind und im Herzen nach Wahrheit dürsten." <br />„Das Ideal der Jungendlichen ist es, das Evangelium einer gerechteren und freieren Gesellschaft zu bezeugen, und so fragt sich der Heilige Vater, wie sie der Welt die frohe Botschaft der Freude verkünden können und wie sie eine aktive Rolle als Verkündiger dieser Guten Nachricht spielen können" so Bischofs Oballa. "Junge Menschen müssen sehen, wie Christus handelte: Das wird ihnen ermöglichen, ihre eigene Berufung zu erkennen, sei es eine Ehe, ein geweihtes Leben oder ein Priesteramt. Durch den Glauben werden sie in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen und weise Entscheidungen für ihr Leben zu treffen ", fügte er hinzu. <br />"Es gibt viele Orte, Möglichkeiten und Quellen, die junge Menschen nutzen können, um Gottes Plan für ihr Leben zu erkennen", so der Bischof abschließend und nannte in diesem Zusammenhang das Studium der Bibel, Gottesdienstbesuche und die Teilnahme an den Aktivitäten der Pfarrgemeinden oder Wallfahrten fahrt zu den heiligen Stätten während des Jahres der Jugend. <br /> <br /><br />Fri, 16 Feb 2018 12:30:04 +0100ASIEN/CHINA - Über 48.000 Neugetaufte im Jahr 2017: “Eine Kirche auf dem Weg zu neuer missionarischer Begeisterung”http://fides.org/de/news/63758-ASIEN_CHINA_Ueber_48_000_Neugetaufte_im_Jahr_2017_Eine_Kirche_auf_dem_Weg_zu_neuer_missionarischer_Begeisterunghttp://fides.org/de/news/63758-ASIEN_CHINA_Ueber_48_000_Neugetaufte_im_Jahr_2017_Eine_Kirche_auf_dem_Weg_zu_neuer_missionarischer_BegeisterungPeking – Im Jahr 2017 wurden insgesamt 48.556 neue Mitglieder durch die Taufe in die katholische Glaubensgemeinschaft in Kontinentalchina aufgenommen. Dies geht aus Statistiken der „Faith Cultural Society“ hervor, die am Vorabend des chinesischen Neujahrsfests veröffentlicht wurden. Die Erhebungen seien zwar "nicht vollständig", so Faith da es an Daten über die katholischen Gemeinden in ländlichen Gebieten fehle, doch sie "reflektieren die Vitalität und die missionarische Dynamik einer Glaubensgemeinschaft die den Glauben in Fülle lebt".<br />Wie die Daten dokumentieren steht die Provinz He Bei, eine Hochburg des chinesischen Katholizismus, zum wiederholten Mal an erster Stelle mit insgesamt 11.899 Neugetauften. Allein in der Gemeinde Xing Tai gebe es 3.645 Neugetaufte und in der Diözese Han Dan 3.059. Selbst in einer entlegenen Gemeinde in der Provinz Hai Nan gab es 38 Neugetaufte. Auch in Regionen mit vielen muslimischen Einwohnern, wie zum Beispiel in Xin Jiang , gab es 66 Taufen, während 128 Katholiken in der Provinz Ning Xia und 54 in Qing Hai getauft wurden. Sogar die winzige katholische Gemeinde im buddhistischen Tibet hieß 11 Neugetaufte willkommen. In der Diözese Peking wurden 1.099 Katholiken neugetauft.<br />Laut der Studie der „Faith Cultural Society“, “müssen wir uns trotz der ermutigenden Zahlen und des großen missionarischen Engagements in den lokalen Gemeinden in ganz China stets zu einer erneuerten missionarischen Begeisterung berufen fühlen. Die Evangelisierung in China ist ein langer und schwieriger Weg". <br />Abschließend lädt „Faith“ alle Gemeinden ein, ihre Archive und Kirchenbücher sorgfältig zu führen, damit genaue Daten vorliegen, die die Geschichte der Gemeinden und der gesamten Kirche in ganz China dokumentieren. Die Daten zur Zahl der Neugetauften bezeugten in diesem Sinne, "das Wachstum der Kirche und das Werk der Evangelisierung, das Christus vollbracht hat".<br /> <br />Fri, 16 Feb 2018 11:33:42 +0100AMERIKA/BRASILIEN - Kampagne der Brüderlichkeit 2018: Gewaltbekämpfung steht im Mittelpunkthttp://fides.org/de/news/63755-AMERIKA_BRASILIEN_Kampagne_der_Bruederlichkeit_2018_Gewaltbekaempfung_steht_im_Mittelpunkthttp://fides.org/de/news/63755-AMERIKA_BRASILIEN_Kampagne_der_Bruederlichkeit_2018_Gewaltbekaempfung_steht_im_MittelpunktBrasilia - Oft kennzeichnet Gewalt den Alltag in Brasilien, einem Land, in dem 13% aller Morde weltweit stattfinden, obwohl die Bevölkerung nur 3% der Weltbevölkerung ausmacht. Stündlich werden fünf Menschen erschossen. Die Brasilianische Bischofskonferenz hat daher, die Reflexion über die Gewaltbekämpfung in den Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne der Brüderlichkeit gestellt, die wie jedes Jahr am Aschermittwoch beginnt. Anlässlich der Eröffnung der Kampagne am gestrigen 14. Februar, sandte Papst Franziskus eine Botschaft, in der er vor allem dazu rät zur Vergebung bereit zu sein. Denn insbesondere die Überwindung von Groll, Wut und Rachegefühlen - so der Papst in seiner Botschaft – sei eine notwendige Voraussetzung für ein Leben als Brüder und die Bekämpfung von Gewalt.<br />Laut dem Youth Violence Vulnerability Index der UNESCO und des brasilianischen Forums für öffentliche Sicherheit, machten die Morde an jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Brasilien im Jahr 2017 insgesamt 52,63% der gesamten Morde aus. Frauenmorde, häusliche Gewalt und Vergewaltigungen nehmen zu . Außerdem gibt es vielfältige gibt weitere Phänomene der Gewalt, darunter Ausbeutung und sexueller Handel mit Minderjährigen, Misshandlungen von Landarbeitern und einen Anstieg bei Morden und Einschüchterungsversuchen gegen indigene Völker.<br />In den von der Bischofskonferenz vorbereiteten Arbeitsmaterialien zur Kampagne wird beklagt, dass es "eine Art Ausrottung bestimmter Teile der Bevölkerung gibt: die Jungen, die Schwarzen und die Ärmsten" seien besonders betroffen und es bestehe "ein wachsendes Misstrauen gegenüber der Justiz und der Polizei". All dies mit über 650.000 Inhaftierten in den Vollzugsanstalten des Landes, die zum Teil vom Gefängnis aus kriminelle Organisationen kontrollieren.<br />Diese bestätigt, was Kardinal Sergio da Rocha bei der Präsentation der Kampagne betonte: "Das Leben und die Würde der Menschen, der am meisten gefährdeten sozialen Gruppen sind betroffen". Da Gewalt eine komplexe Realität sei, "sind zwar Initiativen von Einzelpersonen wichtig aber vor allem auch gemeinschaftliche Aktionen". In diesem Sinne appellieren die brasilianischen Bischöfe im Rahmen der Kampagne der Brüderlichkeit an die ganze gesamte brasilianische Gesellschaft.<br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2018/02/14/0125/00256.html">Botschaft des Papstes zur Kampagne der Brüderlichkeit 2018:</a>Thu, 15 Feb 2018 10:59:51 +0100ASIEN/AFGHANISTAN - Pater Scalese: “Wir beten für das Land, doch unsere Gemeinde wird kleiner”http://fides.org/de/news/63756-ASIEN_AFGHANISTAN_Pater_Scalese_Wir_beten_fuer_das_Land_doch_unsere_Gemeinde_wird_kleinerhttp://fides.org/de/news/63756-ASIEN_AFGHANISTAN_Pater_Scalese_Wir_beten_fuer_das_Land_doch_unsere_Gemeinde_wird_kleinerKabul - „Wir wünschen uns eine Fastenzeit, die reich an spirituellen Früchten ist. Und wir betem beten dafür, dass Afghanistan wieder etwas zur Ruhe findet und den Weg des menschlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Wachstums wieder aufnimmt", so Pater Scalese, der die Missio sui iuris in Afghanistan leitet im Gespräch mit Fides. Dies sagt der katholische Geistliche genau an dem Tag, an dem die UN-Hilfsmission in Afghanistan ihren Jahresbericht veröffentlicht, der beeindruckende Zahlen enthält: allein im Jahr 2017 gab es in dem asiatischen Land 10.453 zivile Oper bei hauptsächlich terroristischen Anschläge der Taliban und denen des IS .<br />Pater Scalese, dessen Mission sich in der italienischen Botschaft in Kabul befindet, begann dort mit einem Aschermittwochsgottesdienst die Fastenzeit: "Es waren ziemlich viele Gläubige da, insbesondere in Anbetracht des derzeitigen Augenblicks". In den vergangene Wochen wurde Afghanistan von einer Reihe von Anschlägen erschüttert: unter anderem auch am 20. Januar, als vier bewaffnete Männer, darunter ein Selbstmordattentäter, einen Anschlag auf das Hotel Intercontinental in Kabul verübten und dabei 43 Menschen töteten.<br />"In den kommenden Tagen wird eine der Schwestern ihren Dienst im Land beenden und in ihre Heimat Pakistan zurückkehren. Unsere Gemeinde wird immer kleiner. Wir hoffen auf die Ankunft einer neuen Schwester. Es ist klar, dass Sicherheitsprobleme viele dazu veranlasst haben, Afghanistan zu verlassen. Die wenigen, die noch übrig sind, sind oft nicht in der Lage oder haben nicht den Mut, die Gottesdienste zu besuchen, doch wer es tut, zeugt damit von einen bewundernswerten Glauben und viel Mut!", so der Priester abschließend.<br />In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind neben dem Barnabiten auch die Missionarinnen von der Nächstenliebe von Mutter Teresa von Kalkutta und die Kommunität "Pro Bambini Kabul“ tätig.<br /> <br />Thu, 15 Feb 2018 12:54:27 +0100AFRIKA/SÜDSUDAN - Bildung soll Teufelskreis von Armut und Krieg durchbrechenhttp://fides.org/de/news/63754-AFRIKA_SUeDSUDAN_Bildung_soll_Teufelskreis_von_Armut_und_Krieg_durchbrechenhttp://fides.org/de/news/63754-AFRIKA_SUeDSUDAN_Bildung_soll_Teufelskreis_von_Armut_und_Krieg_durchbrechenWau - Die Loyola Secondary School in Wau im Südsudan ist nicht nur Bildungseinrichtung, sondern auch Zufluchtsort. Hier finden Jungen und Mädchen die notwendige Ruhe, um eine Zukunft jenseits von Gewalt und Krieg gestalten zu können. „Die Qualität der Ausbildung ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Wir hoffen dass unsere Institution dem Südsudan die Führungskräfte von morgen schenkt, die dem Land mit Integrität und Gerechtigkeit zu dienen wissen“ so der Rektor des Instituts, Pater Beatus Mauki .<br />Die Loyola Secondary School wurde im Jahr 1982 von den Jesuiten gegründet und war lange Zeit wegen des Kriegs zwischen Nord- und Südsudan geschlossen. Mit der Unabhängigkeit des Südsudan wurde der Unterricht wieder aufgenommen und schon bald wuchs die Zahl der Schüler. Dann begann im Jahr 2013 ein neuer Bürgerkrieg zwischen der Armee und den Nuer-Milizen der bald zu einem Kampf zwischen rivalisierenden Banden wurde und das ganze Land betraf. In vier Jahren sind seither mindestens 50.000 Menschen gestorben. Tausende sahen sich zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Rund 40% der insgesamt 12 Millionen Einwohner können sich nicht angemessen ernähren.<br />Der Bürgerkrieg“ so der Schulleiter, „hat das Land verwüstet. Die Gefechte haben sich auf alle Provinzen ausgebreitet. Die Unterrichtstätigkeit wurde zwar reduziert, aber nicht unterbrochen. Der Loyola Secondary School mit ihren 580 Schülern und 35 Lehrern und sechs Jesuiten hat es geschafft, einen einzigartigen Raum zu schaffen, in dem jungen Menschen über ethnische Unterschiede hinweg friedlich miteinander zusammenleben. Die Schule bietet auch den Raum, um das volle Potenzial der Schüler auszuschöpfen und garantiert, dass sie ihre Jugend genießen können" <br />Dies ist im Südsudan eine Seltenheit, wo über 19.000 Kinder von den Milizen rekrutiert wurden und mindestens ein Drittel der Schulen beschädigt, zerstört, besetzt oder geschlossen wurde. Das Kinderhilfswerk Unicef hat 1.200 Fälle sexueller Gewalt gegen Minderjährige dokumentiert. Viele Kinder verloren ihre Eltern und müssen sich um die jüngeren Geschwister kümmern.<br />In Anbetracht dieser Situation hat die Schulleitung mithilfe der Missionseinrichtungen der Jesuiten angefangen, den bedürftigsten Kindern Stipendien zu gewähren und ein nahrhaftes Frühstück anzubieten, das für viele Schüler die einige die einzige Mahlzeit des Tages ist. Fast 60% der Studenten leben in Flüchtlingslagern und einige von ihnen sind Waisen. P. Mauki schreibt dem Ernährungsprogramm "die Verbesserung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Schüler und das Erlangen überdurchschnittlicher schulischer Leistungen zu“.<br /> <br /><br />Thu, 15 Feb 2018 13:43:46 +0100AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof Álvarez Gomez wünscht sich “ein Bistum, das die Mission fühlt und lebt”http://fides.org/de/news/63753-AMERIKA_KOLUMBIEN_Bischof_Alvarez_Gomez_wuenscht_sich_ein_Bistum_das_die_Mission_fuehlt_und_lebthttp://fides.org/de/news/63753-AMERIKA_KOLUMBIEN_Bischof_Alvarez_Gomez_wuenscht_sich_ein_Bistum_das_die_Mission_fuehlt_und_lebtBogotá - "Das Wesentliche ist das Evangelium und die Einheit mit dem Klerus, den Ordensleuten, den Seminaristen und den Laien. Wir wollen die Diözese Istmina-Tado eine einladende Gemeinde machen, die die Mission fühlt und lebt“, so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Kolumbien, Mario de Jesús Álvarez Gomez, nach seiner Ernennung zum Bischof. "Ich freue mich über diese Ernennung und vertraue mich den Gebeten aller an", so der neue Bischof bei der jüngsten Vollversammlung der Bischöfe.<br />Der neue Bischof wurde am 19. Oktober 1959 in Palmitas, in der Provinz von Medellin und 1985 zum Priester geweiht. Im Rahmen der Vollversammlung hatte er auch Gelegenheit zur Begegnung mit seinem Amtsvorgänger, der in die Diözese Garagoa versetzt wurde und mit dem bisherigen Apostolischen Administrator, dem Erzbischof von Santa Fe de Antioquía. Die Herausforderungen in seinem Bistum seien "eine große Diözese mit vielen Priestern und Religionsgemeinschaften, einem Seminar und einer Bevölkerung mit dem Geist des Glaubens zu erfüllen", Bischof Mario de Jesús Álvarez, der in den "Wunsch nach Frieden" als Hauptanliegen der Menschen sieht.<br />Die Bischofsweihe und Inbesitznahme der Diözese wird am 2. März in der Kathedrale von Istmina stattfinden. Die Diözese Istmina-Tadó hat eine Fläche von 22 240 km2 und 225.200 Einwohner, von denen 210.200 Katholiken sind. Es gibt 80 Priester und 3 ständige Diakone und 63 Pfarrgemeinden.<br /> <br /><br />Thu, 15 Feb 2018 12:29:47 +0100AFRIKA/KENIA - Fastenaktion 2018: “ Christus ist unser Ausgangspunkt für Versöhnung”http://fides.org/de/news/63752-AFRIKA_KENIA_Fastenaktion_2018_Christus_ist_unser_Ausgangspunkt_fuer_Versoehnunghttp://fides.org/de/news/63752-AFRIKA_KENIA_Fastenaktion_2018_Christus_ist_unser_Ausgangspunkt_fuer_VersoehnungKisumu - „Versöhnung für friedliche Koexistenz und Integration, Gerechtigkeit für alle": so lautet das Thema der gestern an der Universität Uzima in der Erzdiözese Kisumu vorgestellten Fastenkampagne 2018 der Kenianischen Bischofskonferenz. "Versöhnung bedeutet, Getrenntes wieder zusammen zu bringen, freundschaftliche Beziehungen zwischen den Parteien wiederherzustellen und das die harmonische Koexistenz von Gemeinschaften zu ermöglichen", so der Präsidetn der bischöflichen Kommission „Justitia et Pax“.<br />Der Erzbischof lädt die Kenianer ein, sich "um eine friedliche Koexistenz und der Integration willen" zu versöhnen, ethnische Unterschiede zu überwinden und zu handeln, "um die Würde in jeder Person wiederherzustellen". "Als Kenianer mit unterschiedlichen Hintergründen, Gemeinschaften und Kulturen müssen wir erkennen, dass es Ähnlichkeiten und Unterschiede gibt, die von verschiedenen Faktoren verursacht werden. Wenn wir uns jedoch auf unsere Unterschiede konzentrieren, haben wir keine Chance", so Erzbischof Kivuva.<br />Der Erzbischof betonte auch, dass für Christen und Glaubender, stets Christus der Ausgangspunkt ist: "Sein Gebet dafür, dass sie eins sein sollen , kam aus den Tiefen seines Herzens, während seine Apostel darüber sprachen, wer wohl unter ihnen der Größte war".<br />Die Fastenaktion ist thematisch in Wochen aufgeteilt: in der ersten Woche liegt der Schwerpunkt liegt auf der "guten Regierungsfürzung“. Das Thema der zweiten Woche lautet "Versöhnung", während die dritte Woche sich auf die Jugend konzentriert. Im Mittelpunkt der vierten Woche steht die die Sicherheit in der Gemeinschaft und die letzte Woche befasst sich mit Kinderschutz.<br />„Diese Kampagne ist bringt jedes Jahr die Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige aus ganz Kenia zusammen, um gemeinsam zu beten und sich auf die Fastenzeit vorzubereiten. Es ist auch eine Zeit der Buße, des Fastens und des Teilens mit den weniger Glücklichen in der Nachfolge Jesu Christi, der sein Leben für die Menschen hingegeben hat ", so der Erzbischof abschließend.<br /> <br />Thu, 15 Feb 2018 12:07:42 +0100ASIEN/ISRAELE - Kirchenvertreter in Jerusalem lehnen Besteuerung von Kirchengütern abhttp://fides.org/de/news/63751-ASIEN_ISRAELE_Kirchenvertreter_in_Jerusalem_lehnen_Besteuerung_von_Kirchenguetern_abhttp://fides.org/de/news/63751-ASIEN_ISRAELE_Kirchenvertreter_in_Jerusalem_lehnen_Besteuerung_von_Kirchenguetern_abJerusalem - Die von der Stadtverwaltung Jerusalem erklärte Absicht, den Liegenschaften der Kirchen Gemeindesteuern aufzuerlegen, "widerspricht der im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen historischen Beziehung zwischen den Kirchen und den Zivilbehörden", dies betonen die in Jerusalem ansässigen Kirchenvertreter am Mittwoch, den 14. Februar, in einer gemeinsamen Erklärung, in der sie die Gründe für die Ablehnung der geplanten Steuern erläuterten. Die zivilen Behörden - so heißt es in dem Text - hätten immer den großen Beitrag anerkannt und respektiert, den die christlichen Kirchen an der Gemeinschaft leisten, durch die speziell für benachteiligte und ältere Menschen betriebenen Einrichtungen, darunter Krankenhäuser, Schulen und Heime. Die geplante Steuer auf kirchliches Eigentum – so die Vertreter der Kirchen in der Heiligen Stadt - „untergräbt den sakralen Charakter von Jerusalem, und untergräbt die Fähigkeit der Kirchen ihren Dienst an diesem Land zu leisten“. <br />Die Vertreter der Kirchen von Jerusalem laden die Stadtverwaltung Jerusalem deshalb ein, ihre Schritte neu zu überdenken und ihre Entscheidungen in Steuerangelegenheiten zu prüfen, um den Status Quo - die Regeln und Gebräuche, auf denen das Zusammenleben der verschiedenen Religionsgemeinschaften beruht - zu wahren und das Wesen und das Profil der Heiligen Stadt nicht zu beeinträchtigen.<br />Die Erklärung, die gestern über die offiziellen Kanälen der Kirchen verbreitet wurde, wird von dreizehn in Jerusalem anwesenden Leitern von Kirchen und christlichen Gemeinschaften unterzeichnet, darunter Theophilos III., griechisch-orthodoxer Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Apostolischer Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Pater Francesco Patton OFM, Kustos des Heiligen Landes und Prälat Georges Dankaye, Patriarchalvikar des armenisch-katholischen Patriarchats. <br /> .<br />Thu, 15 Feb 2018 11:35:07 +0100AMERIKA/BRASILE - Brandanschläge gegen venezolanische Migranten: „Grenzen sollten Orte der Akzeptanz sein“http://fides.org/de/news/63749-AMERIKA_BRASILE_Brandanschlaege_gegen_venezolanische_Migranten_Grenzen_sollten_Orte_der_Akzeptanz_seinhttp://fides.org/de/news/63749-AMERIKA_BRASILE_Brandanschlaege_gegen_venezolanische_Migranten_Grenzen_sollten_Orte_der_Akzeptanz_seinBoa Vista - „Die jüngsten rassistischen Angriffe auf venezolanische Migranten im brasilianischen Roraima, erfordern ein besonderes Augenmerk der Institutionen und der internationalen Gemeinschaft. Grenzen in aller Welt verwandelt sich heute in Orte des Hasses und sollten doch Orte der Aufnahme und Akzeptanz sein", so Schwester Neusa de Fatima Mariano, Generaloberin der Scalabrini Missionsschwestern, die unter Migranten in Roraima tätig ist.<br />In den vergangenen Tagen gab es mindestens drei von der Polizei bestätigte Brandanschlägen gegen venezolanische Einwanderer in Boa Vista, der Hauptstadt des Bundesstaates Roraima nahe der Grenze zu Venezuela. Die Feuer verursachten schwere Verbrennungen und Sachschäden.<br />Der erste Brandanschlag wurde am 31. Januar auf eine Waschanlage verübt. Es gab dabei zwar keine Verletzten, aber es wurden materielle Schäden verursacht. Der zweite Anschlag am 5. Februar wurde auf dem Video eines Sicherheitssystems festgehalten: Ein Mann warf einen Molotow-Cocktail auf die Terrasse einer Unterkunft, in der 31 venezolanische Einwanderer schliefen, ein Mädchen erlitt Verbrennungen zweiten Grades. Bei einem dritten Anschlag am 8. Februar, wurde erneut ein Molotow-Cocktail auf ein Haus geworfen, in dem dreizehn Venezolaner schliefen, darunter sieben Kinder. Der Angriff verursachte bei einem 23-jährigen jungen Mann und seiner 3-jährigen Tochter schwere Verbrennungen an verschiedenen Körperteilen. Die Behörden konnten einen Verdächtigen festnehmen, der alle drei Anschläge verübt haben soll. <br />"In den letzten Monaten mussten viele venezolanische Familien, infolge einer schweren politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krise fliehen", so Schwester Neusa. „Die Antwort der brasilianischen Institutionen reicht jedoch nicht aus und in der Grenzgemeinde Roraima, in der die meisten Migranten ankommen, führt dies zu meist unbegründeten Befürchtungen. Die Integration muss durch gezielte Interventionen koordiniert werden und man muss dazu die Bedürfnisse analysieren. Außerdem sollten wir dem Aufruf von Papst Franziskus folgen und keine Angst haben, sich dem anderen zu öffnen und den Blick zu schärfen, damit wir im andere nicht einen Eindringling sehen, sondern einen Menschen". In diesem Sinne veröffentlichten verschiedene kirchliche Einrichtungen ein gemeinsames Dokument, in dem sie fremdenfeindlichen Handlungen ablehnen und verurteilen.<br />In den vergangenen Wochen und Monaten kamen mindestens 40.000 Venezolaner nach Boa Vista, wo die meisten unter prekären Bedingungen oder auf der Straße leben.<br /> <br /><br />Wed, 14 Feb 2018 10:26:10 +0100AFRIKA/TOGO - Junger Afrikaner kehrt in die Heimat seiner Eltern zurück: „Niemand kennt die Wege Gottes“http://fides.org/de/news/63748-AFRIKA_TOGO_Junger_Afrikaner_kehrt_in_die_Heimat_seiner_Eltern_zurueck_Niemand_kennt_die_Wege_Gotteshttp://fides.org/de/news/63748-AFRIKA_TOGO_Junger_Afrikaner_kehrt_in_die_Heimat_seiner_Eltern_zurueck_Niemand_kennt_die_Wege_GottesKolowarè - Kolowarè <br />Wed, 14 Feb 2018 13:44:34 +0100ASIEN/LIBANON - Christliche und muslimische Religionsführer erörtern das Problem der Kinderehehttp://fides.org/de/news/63746-ASIEN_LIBANON_Christliche_und_muslimische_Religionsfuehrer_eroertern_das_Problem_der_Kinderehehttp://fides.org/de/news/63746-ASIEN_LIBANON_Christliche_und_muslimische_Religionsfuehrer_eroertern_das_Problem_der_KindereheKaslik – Die verschiedenen Religionsgemeinschaften im Libanon müssen ihre jeweiligen Gewohnheiten und Bestimmungen prüfen und damit einen konkreten Beitrag zur Beendigung der Kinderehen leisten. Dies ging aus einer am gestrigen 13. Februar an der Heilig-Geist-Universität Kaslik veranstalteten Konferenz zum Thema "Schutz von Kindern vor frühen Ehen" hervor. Anlass für die Debatte war der Gesetzentwurf zum "Schutz vor Kinderehen", der dem Parlament im März 2017 von dem libanesischen Abgeordneten Élie Keyrouz vorgelegt wurde, der das Mindestalter für Eheschließungen auf 18 Jahren festlegen soll. Auf der Rednerliste der Konferenz standen der sunnitische Scheich Malek al-Shaar, Mufti im Nordlibanon, der schiitische Präsident des Arabischen Zentrums für Dialog Shah Abbas al-Jawhari und der Patriarchalvikar von Maroniten. Bischof Hanna Alwan.<br />Der Mufti Malek al-Shaar erinnerte in seiner Rede daran, dass der Islam kein Mindestalter für die Ehe festlegt, und "dies bedeutet, dass jeder dazu berechtigt ist zu heiraten". Aus diesem Grund sei es nach der Scharia auch nicht verboten Kinder unter 10 Jahren zu verheiraten. „Selbst wenn die Sitten und Gebräuche von einem Jahrhundert zum anderen unterschiedlich sind und sich von einem Land zum anderen und von einer Kultur zur anderen unterscheiden“, so der sunnitische Religionsvertreter „entwickeln sich in vielen arabischen Ländern die Dinge weiter“, so dass zum Beispiel "Ägypten, Jordanien und andere Länder mit sunnitische Mehrheit das Mindestalter für die Heirat bei Mädchen auf 17 Jahre und bei Jungen auf 18 Jahre festgelegt haben“. Der schiitische Scheich Abbas al Jawhari, wies in seiner Rede darauf hin, dass in der islamischen Welt die Mädchen „unter dem Vorwand“ verheiratet wurden, „dass der Prophet angeblich die 9jährige Aisha heiratete“, doch dies „wurde nie bewiesen“. Der schiitische Vertreter sprach sich dafür aus, im Libanon die Regelung eines Mindestalters von 18 Jahren für die Ehe einzuführen. <br />In seiner Rede erinnerte der maronitische Bischof Hanna Alwan daran, dass nach dem Kirchenrecht der katholischen Ostkirchen "eine Ehe vor dem 18. Lebensjahr für Frauen und Männer abgelehnt und davon entschieden abgeraten wird". Dies sei nur in besonderen Fällen erlaubt ist , wofür sie dann aber nicht nur der Erlaubnis der Eltern, sondern auch des Bischofs bedarf. Außerdem zögere die Kirche nicht, eine Ehe für ungültig zu erklären, wenn sich herausstellt, dass sie unter Zwang geschlossen wurde oder ein Paar nicht die erforderliche Reife hatte.<br /> <br />Wed, 14 Feb 2018 12:35:43 +0100AFRIKA/BURUNDI - “Bildung ist die Priorität unseres Waisenhauses”http://fides.org/de/news/63745-AFRIKA_BURUNDI_Bildung_ist_die_Prioritaet_unseres_Waisenhauseshttp://fides.org/de/news/63745-AFRIKA_BURUNDI_Bildung_ist_die_Prioritaet_unseres_WaisenhausesGitega – „Bildung ist eine Priorität unseres Waisenhauses, weil davon die Zukunft der Kinder abhängt“, so die burundische Ordensschwester Capitoline Bedetse, Obere der Gesellschaft vom Guten Hirten in Gitega. Hier leitet die Ordensschwester auch ein 2001 gegründetes Institut für allein erziehende Mütter, das seit 2004 auch Kinder aufnimmt. „Sie wurden von ihren Müttern aus Armut abgegeben oder weil die Väter nicht bereit waren, sie anzuerkennen. Wir versuchen immer mit den Eltern den Kontakt zu halten, vor allem mit den Müttern, weil wir hoffen, dass sie eines Tages zu ihnen zurückkehren werden. Manchmal kommt die Mutter nach Jahren zurück und wir versuchen ihr zu helfen, die Beziehung mit dem verlassenen Kind wieder aufzubauen“. In der Einrichtung arbeiten 22 weitere Schwestern und 38 Novizinnen und Postulantinnen des Instituts vom Guten Hirten. Die Schwestern betreuen neben dem Heim auch den Kindergarten und die Grundschule. Zur Finanzierung ihrer karitativen Aktivitäten brachten die Schwestern auch ein kleines landwirtschaftliches Unternehmen auf den Weg: „Wir haben Felder gekauft, die wir bewirtschaften, um die die Produkte zu verkaufen“, so Schwester Capitoline. „Wir haben einige Kühe, die uns mit Milch für unsere Kinder versorgen und so versuchen wir die Kosten zu decken, einschließlich der Schulgebühren. Die meisten unserer Kinder sind Jungen und im Anschluss an die Grundschule besuchen sie das Internat eines religiösen Ordens hier in der Nähe“.<br />Von den insgesamt rund 10 Millionen Einwohnern Burundis sind etwa die Hälfte Kinder, die dort oft unter extrem schwierigen Bedingungen leben: Nach Angaben des Welthunger-Index leiden drei von fünf Kindern unter Wachstumsstörungen. Darüber hinaus ist der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung für viele bedürftige Menschen zu teuer.<br />Gitega, die zweitgrößte Stadt des Landes nach der Hauptstadt Bujumbura ist, wie der Rest von Burundi, sehr arm: "Hier leben die Menschen mit zwei Dollar am Tag", erklärt Schwester Capitoline. "Angesichts der Armut der Familien finden diese verlassenen Kinder keine Adoptiveltern. Doch wir engagieren uns dafür, dass sie gesund, gebildet und selbstbewusst aufwachsen", so die Schwester abschließend. <br /> <br />Wed, 14 Feb 2018 11:46:07 +0100