Fides News - German (Standard)http://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/MYANMAR - Schweige-Streik erinnert an zweiten Jahrestag des Militärputscheshttp://fides.org/de/news/73354-ASIEN_MYANMAR_Schweige_Streik_erinnert_an_zweiten_Jahrestag_des_Militaerputscheshttp://fides.org/de/news/73354-ASIEN_MYANMAR_Schweige_Streik_erinnert_an_zweiten_Jahrestag_des_MilitaerputschesYangon - In den Städten, Dörfern und auf dem Land von Myanmar herrscht heute eine gespenstische Stille. Große Teile der Zivilbevölkerung, Religionsgemeinschaften, Verbände, Unternehmen und einfache Bürger haben sich dem Schweige-Streik angeschlossen, zu der die demokratischen Kräfte Myanmars am zweiten Jahrestag des Militärputsches am 1. Februar 2021 eingeladen haben. Vor zwei Jahren ergriffen General Min Aung Hlaing und andere Mitglieder des "Staatsverwaltungsrats", wie die Militärjunta offiziell heißt, die Macht, nachdem sie ein demokratisch gewähltes Parlament gestürzt hatten, weil es bei der Wahl im November 2020 angeblich zu Unregelmäßigkeiten gekommen war. <br />Die Proteste des Volkes, die sich zu einer Bewegung des zivilen Ungehorsams und des massenhaften friedlichen Dissenses verdichteten, wurden unterdrückt und verwandelten sich allmählich in eine bewaffnete Opposition, aus der die "Volksverteidigungskräfte" hervorgingen, die in vielen Städten und Regionen gebildet wurden. <br />"Die Bedingungen im Land haben sich weiter verschlechtert und sind für unzählige unschuldige Menschen in Myanmar schrecklich geworden", prangerte auch Tom Andrews, UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Myanmar. "Die birmanische Armee begeht täglich Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter sexuelle Gewalt, Folter, gezielte Angriffe auf Zivilisten und Mord", bekräftig er und berichtet, dass es mehr als 1,2 Millionen Binnenvertriebene gibt, die Opfer des Bürgerkriegs sind. Sie seien gezwungen, in den Wäldern Zuflucht zu suchen, da es ihnen an angemessenen Unterkünften, Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung, humanitärer Hilfe, sozialen Diensten und Bildung fehle, bestätigen dazu auch Fides-Quellen in Myanmar. Nach Angaben der Verneinten nationen haben mindestens 70.000 birmanische Flüchtlinge das Land bereits verlassen.<br />Bei der militärischen Aktionen wurden fast 3.000 Menschen getötet, darunter auch pro-demokratische Demonstranten. Tausende Menschen werden bei Offensiven der Armee gegen ethnische Milizen getötet. Bei militärischen Angriffen wurden in den letzten zwei Jahren 265 Kinder getötet, 59 davon waren 9 Jahre alt oder jünger. Im Rahmen der Niederschlagung des Aufstands haben die birmanischen Streitkräfte in ganz Myanmar rund 50.000 Häuser niedergebrannt. Die Armeen der ethnischen Minderheiten der Rakhine, Chin, Kachin, Shan, Karenni und Karen haben sich zum Teil mit den Volksverteidigungskräften zusammengeschlossen. <br />Nach Angaben der Vereinigung zur Unterstützung politischer Gefangener sind immer noch 13.680 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Unter den Gefangenen befinden sich führende Vertreter der abgesetzten "Nationalen Liga für Demokratie", die 1990, 2015 und 2020 Wahlen gewonnen hat. Die 77jährige ehemalige Staatsrätin Aung San Suu Kyi verbüßt derzeit eine 33-jährige Haftstrafe. Die Junta verhängte auch 143 Todesurteile: Unter den Hingerichteten befanden sich die Abgeordnete Zeya Thaw und der regimekritische Dichter Jimmy Ko, die der "Gefährdung der öffentlichen Ruhe" beschuldigt wurden. <br />"Internationale Instrumente wie die Haager Konvention fordern den Schutz von Gotteshäusern, Schulen und Krankenhäusern: Mit Schmerz und Sorge fragen wir: Warum werden diese heiligen Orte angegriffen und zerstört?", schreiben unterdessen die religiösen Führer des Landes in einer vor kurzem veröffentlichten gemeinsamen Botschaft, die Angriffe auf Kirchen und Klöster verurteilt und zur Beendigung der Feindseligkeiten und zum Frieden aufruft.<br /> <br />Wed, 01 Feb 2023 13:16:17 +0100AMERIKA/BRASILIEN - Yanomami: Bischöfe fordern “heilige Empörung”http://fides.org/de/news/73352-AMERIKA_BRASILIEN_Yanomami_Bischoefe_fordern_heilige_Empoerunghttp://fides.org/de/news/73352-AMERIKA_BRASILIEN_Yanomami_Bischoefe_fordern_heilige_EmpoerungBrasilia - Die brasilianische Bischofskonferenz fordert von den Behörden "eine angemessene Behandlung des Yanomami-Volkes und aller indigenen Gemeinschaften auf brasilianischem Gebiet. In Anbetracht der Schwere der Ereignisse im Norden des Landes und der Todesfälle, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen, müssen die Verantwortlichen ermittelt werden, damit die Gerechtigkeit siegt. Der Völkermord an den Yanomami ist ein Kapitel in der brasilianischen Geschichte, das nie in Vergessenheit geraten darf, damit sich ein ähnliches Verbrechen gegen das Leben unserer Brüder und Schwestern nicht wiederholt".<br />Die gestern veröffentlichte Erklärung des Vorstandes der Bischofskonferenz bezieht sich auf die dramatische Situation des Yanomami-Volkes . "Die ursprünglichen, in die Natur integrierten Völker wurden durch die Gier, den Raubbau an der Umwelt, der den Tod im Namen des Geldes propagiert, hartnäckig verachtet", heißt es dazu. Die Bischöfe stellen fest, dass diese Situation im Herzen eines jeden Menschen, insbesondere der Christen, "heilige Empörung" hervorrufen muss. "Das Leben muss wirksam geschützt werden, nicht nur in einem bestimmten Stadium, sondern während seines gesamten Verlaufs. Und der Schutz des menschlichen Lebens ist untrennbar mit dem Schutz der Umwelt verbunden".<br />Die katholische Kirche Brasiliens in diesem Zusammenhang ihre Verbundenheit und Solidarität mit dem Volk der Yanomami durch ihr Netzwerk von Glaubensgemeinschaften. "Die Sorgen aller indigenen Völker sind auch die Sorgen der Kirche, die gemäß ihrer Lehre, dem Lehramt von Papst Franziskus, die Bedeutung der ursprünglichen Völker für die Erhaltung des Planeten lehrt", heißt es dazu in der Mitteilung weiter. Trotz des "Augenblicks der Traurigkeit und der Verzweiflung" werde die Kirche "ihre Arbeit fortsetzen und ihre Aktionen immer mehr intensivieren, in Verbindung mit vielen Realitäten der Gesellschaft und der öffentlichen Macht, damit die Hoffnung überwiegt, im Vertrauen darauf, dass jeder Yanomami in seiner Würde als Sohn und Tochter Gottes respektiert wird".<br />Unterdessen reiste der Erzbischof von Manaus und Vizepräsident der Bischofskonferenz von Amazonien, Kardinal Leonardo Steiner, gestern nach Boa Vista, der Hauptstadt des Bundesstaates Roraima, um im Namen von Papst Franziskus und des Vorsitzes der Bischofskonferenz Brasiliens seine Solidarität mit dem Volk der Yanomami zu bekunden. Ziel des Besuchs vor Ort war es auch, mit den einheimischen Führern in einen Dialog zu treten und ihnen zuzuhören, um eine noch stärkere Präsenz der Kirche zu bewerten.<br />Die brasilianischen Bischöfe haben mit Unterstützung des Hilfswerks Adveniat bereits einen Betrag von 350.000,00 R$ für humanitäre Hilfe und Nothilfe für das Volk der Yanomami bereitgestellt. Mit den Mitteln, die von der Diözese Roraima vor Ort verwaltet werden, sollen Nahrungsmittel, Medikamente, Kleidung, Materialien zur Unterstützung der Wirtschaft in den Gemeinden und zur Unterstützung der Vertriebenen finanziert werden.<br /> <br />Wed, 01 Feb 2023 12:53:09 +0100AFRIKA/D.R. KONGO - Hintergrund: Plünderung und Ausbeutunghttp://fides.org/de/news/73353-AFRIKA_D_R_KONGO_Hintergrund_Pluenderung_und_Ausbeutunghttp://fides.org/de/news/73353-AFRIKA_D_R_KONGO_Hintergrund_Pluenderung_und_AusbeutungKinshasa - Zinn, Wolfram und Coltan sind die wichtigsten Bodenschätze, die im Osten der Demokratischen Republik Kongo abgebaut werden. Dies geht aus Berichten der verschiedenen UN-Organisationen, die seit Jahren Statistiken zu diesem Thema erstellen.<br />"Afrika ist kein Bergwerk, das ausgebeutet oder geplündert werden darf", bekräftigte Papst Franziskus am gestrigen 31. Januar, im Garten des "Palais de la Nation" in Kinshasa bei einem Treffen mit den kongolesischen Behörden, der Zivilgesellschaft und dem diplomatischen Corps . Der Kongo wurde jedoch seit Beginn der Kolonisierung immer in diesem Licht gesehen. Die Ausbeutung, von der auch die Einwohner betroffen waren, wurde bereits damals angeprangert, unter anderem auch von dem der amerikanische Schriftsteller Mark Twain. <br />Diese Ausbeutung, geht auch heute weiter, aber in einer subtileren und vielfältigeren Form. Wie der kongolesische Menschenrechtsaktivist Pierre Kabeza sagt , kann die Ausbeutung der kongolesischen Ressourcen "als ein Baum dargestellt werden, dessen Wurzeln die Großmächte der Welt zusammen mit ihren multinationalen Unternehmen sind. Der Stamm des Baumes sind die Nachbarländer der DRK , die von den Großmächten unterstützt werden, und die Äste schließlich sind die verschiedenen Guerillagruppen, die auf kongolesischem Gebiet operieren. Der Saft, der den Baum nährt, sind die wirtschaftlichen Interessen".<br />Vor Ort sind es die mehr als 100 bewaffneten Gruppen, die um die Kontrolle der drei ostkongolesischen Provinzen kämpfen und Verbrechen an der Zivilbevölkerung begehen, mit dem Ziel die natürlichen Ressourcen illegal auszubeuten. Neben den oben genannten Bodenschätzen gibt es Gold, Diamanten, Kobalt und Kupfer, aber auch Wildtiere, Kohle und Holz. Die Waren werden nach Ruanda, Burundi und Uganda und von dort auf die internationalen Märkte gebracht.<br />Die militärischen Operationen der verschiedenen Rebellengruppen spielen sich entlang der Karte der Ressourcen in diesem Gebiet ab. Wie der jüngste Bericht des Netzwerks „Rete Pace per il Congo“ feststellt, hat die wiederauferstandene M23 unter anderem das Ziel, "den "kleinen Norden" von Nord-Kivu, d.h. die Stadt Goma und die Gebiete Nyiragongo, Rutchuru, Masisi und Walikale, die reich an Mineralien sind, unter dem wirtschaftlichen, militärischen und politischen Einfluss des ruandischen Regimes zu halten". Aus diesem Grund hat die M23 in den letzten Wochen mehr als 100 Dörfer im Rutchuru-Gebiet besetzt; in vielen von ihnen hat sie eine Verwaltung parallel zu der des Staates eingerichtet, neue, ihr ergebene lokale Behörden eingesetzt und illegale Steuern erhoben.<br />Und schließlich werden die Menschen ausgebeutet. Oft handelt es sich um minderjährigen Minenarbeiter, die zum Teil zwischen 14 und 25 Jahre alt sind, die risikoreiche Arbeit an gefährlichen Orten und unter harten Bedingungen verrichten und ihr Leben durch Erdrutsche und Krankheiten riskieren. <br /> <br />Wed, 01 Feb 2023 12:32:18 +0100AFRIKA/D.R. KONGO - Papst Franziskus spricht über das Leid und die Hoffnung der Menschen: “Hände Weg von Afrika”http://fides.org/de/news/73351-AFRIKA_D_R_KONGO_Papst_Franziskus_spricht_ueber_das_Leid_und_die_Hoffnung_der_Menschen_Haende_Weg_von_Afrikahttp://fides.org/de/news/73351-AFRIKA_D_R_KONGO_Papst_Franziskus_spricht_ueber_das_Leid_und_die_Hoffnung_der_Menschen_Haende_Weg_von_AfrikaKinshasa - "Hände weg von der Demokratischen Republik Kongo, Hände weg von Afrika". Die Worte von Papst Franziskus, kurz nach seiner Ankunft in Kinshasa "im Namen Jesu als Pilger der Versöhnung und des Friedens", lösten bei den im Garten des Palais de la Nacion versammelten Zuhörern lebhaften Beifall aus. Es ist der Dienstagabend des 31. Januar. Da ist zum einen Präsident Félix Tshisekedi, der in seiner Rede soeben das Leid, die Erwartungen und das oft enttäuschte Potenzial der Nation dargelegt hat. Ihm zur Seite stehen Mitglieder der Regierung und des diplomatischen Korps, religiöse Autoritäten, Vertreter der Zivilgesellschaft und der Kultur. <br />Vor ihnen stellt sich der Bischof von Rom in seiner ersten Ansprache während seines Besuchs in der Demokratischen Republik Kongo ohne Umschweife auf die Seite Afrikas. Und er verweist auf die neuen Verfahren, die eingeführt wurden, um den Kontinent auf ewig den Ausbeutungsmechanismen zu unterwerfen, die ihn zu einem "Bergwerk, das ausgebeutet, und kein Boden, der zur Plünderung freigegeben ist“, machen Bergwerk, das ausgebeutet werden soll, oder zu einem Boden, der geplündert werden soll" machen. <br />Papst Franziskus schmückte seine Rede mit anschaulichen Metaphern aus. Die Demokratische Republik Kongo ist nach den Worten des Papstes wie eine grüne Lunge, gesegnet mit einer reichen und vielfältigen Natur, aber geplagt von einer Geschichte von "Konflikten und erzwungener Migration" und schrecklichen Formen der Ausbeutung. Ein Land, das wie ein riesiges "Zwerchfell Afrikas ist, das von der Gewalt wie ein Schlag in die Magengrube getroffen wurde", das seit langem "atemlos" ist. Im Mittelpunkt der Ansprache des Papstes steht allerdings eine andere Metapher, in der das Land mit dem Bild eines Diamanten verglichen wird, dem begehrtesten unter den wertvollen Mineralien, die im kongolesischen Boden reichlich vorhanden sind. Ein Schatz, der jahrhundertelang in Reichtum verwandelt wurde, der von anderen ausgebeutet wurde, die Völker der Region ins Unglück stürzte. Nach der Ära des 'politischen' Kolonialismus", so der Papst, "wurde ein ebenso versklavender 'Wirtschaftskolonialismus' entfesselt. So könne dieses Land, das in großem Umfang ausgeplündert wurde, nicht ausreichend von seinen immensen Ressourcen profitieren. Denn „das Gift der Habsucht hat seine Diamanten zu Blutdiamanten werden lassen. Das ist ein Drama, vor dem die wirtschaftlich weiter fortgeschrittene Welt oft Augen, Ohren und Mund verschließt".<br />Mit dem gleichen Realismus, rief der Papst die lokalen Gesellschaften und Mächte auf, sich von Phänomenen zu befreien, die das Zusammenleben beeinträchtigen und das Entwicklungspotenzial ersticken. Tribalismus , so der Papst, "führt dazu, dass man sich stur auf die Seite der eigenen ethnischen Gruppe oder der Partikularinteressen stellt und damit eine Spirale des Hasses und der Gewalt anheizt“. „In besonderer Weise sind die Religionen mit ihrem Erbe an Weisheit aufgerufen, dazu beizutragen, indem sie sich täglich bemühen, auf jegliche Aggression, Proselytismus und Zwang zu verzichten, Mittel, die der menschlichen Freiheit unwürdig sind“, denn "wenn man dazu verkommt, sich aufzudrängen und wahllos, durch Täuschung oder Gewalt nach Anhängern zu suchen, plündert man das Gewissen der anderen und kehrt dem wahren Gott den Rücken". Auch diejenigen, „die zivilgesellschaftliche und Regierungsverantwortung innehaben“, seien „aufgerufen, mit kristalliner Klarheit zu handeln und den erhaltenen Auftrag als Mittel zum Dienst an der Gesellschaft zu leben“. Auch diejenigen, „die zivilgesellschaftliche und Regierungsverantwortung innehaben, sind daher aufgerufen, mit kristalliner Klarheit zu handeln und den erhaltenen Auftrag als Mittel zum Dienst an der Gesellschaft zu leben“ und der Habsuch zu entfliehen, denn „wenn die Gerechtigkeit fehlt“ so der Papst weiter, indem er den heiligen Augustinus zitierte, wären selbst die Staaten nichts anderes als "große Räuberbanden".<br />In seiner Rede wies der Bischof von Rom auch auf die menschlichen und spirituellen Reichtümer hin, auf die man sich besonnen sollte, um das Land von den Abwegen zu befreien, die das friedliche soziale Zusammenleben sabotieren und das Potenzial vieler afrikanischer Nationen zunichtemachen. Mit Nachdruck betonte der Papst deshalb man müsse, "die wertvollsten Diamanten des kongolesischen Landes, nämlich die Kinder dieser Nation", schützen und unterstützen, insbesondere die jungen Menschen, denen eine würdige Ausbildung und Erziehung gewährleistet werden müsse, da dies "der Weg in die Zukunft" sei. Stattdessen sehe die Realität des Landes so aus, dass "so viele Kinder nicht zur Schule gehen", so viele ausgebeutet werden und "zu viele sterben, weil sie der Sklavenarbeit in den Minen ausgesetzt sind", während so viele Mädchen "ausgegrenzt und in ihrer Würde verletzt werden".<br />Zum Abschluss seiner Rede rief Papst Franziskus warnte der Papst die Kongolesen vor „Entmutigung und Rückzug in die Resignation“. Und er tat dies „im Namen Christi, der der Gott der Hoffnung ist, der Gott aller Möglichkeiten, der immer die Kraft zum Neubeginn gibt, im Namen der Würde und des Wertes der wertvollsten Diamanten dieses Landes, die seine Bürger sind, möchte ich alle zu einem mutigen und inklusiven sozialen Neubeginn einladen“. Er tat dies "im Namen Christi, der der Gott der Hoffnung ist, der Gott aller Möglichkeiten, der immer die Kraft zum Neubeginn gibt", und "im Namen der Würde und des Wertes der wertvollsten Diamanten dieses schönen Landes, nämlich seiner Bürger", angefangen bei den Jugendlichen und Kindern. „Ich bin bei euch und begleite jede Bemühung um eine friedliche, harmonische und blühende Zukunft dieses großartigen Landes mit meinem Gebet und meiner Nähe. Gott segne die ganze kongolesische Nation!“, so der Papst abschließend.<br /> <br />Tue, 31 Jan 2023 11:39:03 +0100ASIEN/KAMBODSCHA - Catholic Church Student Center eröffnet Studienjahr: Ganzheitliche Bildung für junge Menschenhttp://fides.org/de/news/73350-ASIEN_KAMBODSCHA_Catholic_Church_Student_Center_eroeffnet_Studienjahr_Ganzheitliche_Bildung_fuer_junge_Menschenhttp://fides.org/de/news/73350-ASIEN_KAMBODSCHA_Catholic_Church_Student_Center_eroeffnet_Studienjahr_Ganzheitliche_Bildung_fuer_junge_MenschenPhnom Penh - Das "Catholic Church Student Center" in Phnom Penh hat am gestrigen 30. Januar insgesamt 18 neue Studierende aufgenommen, die bei der Eröffnungsfeier des neuen Studienjahres vorgestellt wurden. Das Internat befindet sich in Trägerschaft der drei Kirchenbezirke der kambodschanischen Kirche nimmt christlichen und buddhistischen Studierende aus armen Familien auf, die ohne Unterstützung ihre Universitätsausbildung nicht fortsetzen könnten. Die Studenten und Studentinnen, die in die 1999 unter der Leitung von Jesuitenpater John Ashley Evans gegründete Einrichtung aufgenommen werden, kommen aus Pfarreien im ganzen Land, die junge Kambodschaner, die sich für eine weiterführende Bildung interessieren, an die Einrichtung vorschlagen.<br />An der gestrigen Eröffnungsfeier nahm der Apostolischer Vikar von Phnom Penh Bischof Oliver Schmitthauesler und Vertreter des Bischofsrates teil, der mit der Verwaltung des Projekts betraut ist. Der Bischof wies die Studierenden auf "einige wesentliche Säulen" hin: "Der Glaube an denjenigen, der euch geschaffen hat. Erhebe deine Augen und dein Herz. Ihr seid nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen", betonte er an die Studierenden gewandt. "Liebe dich selbst, nicht dein Selfie. Schau in den Spiegel deines Herzens und lerne, die beste Version deiner selbst zu werden. Liebe deinen Nächsten: Ein egoistisches Leben wird dich allmählich zu einem Nichts machen. Seid Menschen mit einem Blick für andere und besonders für die Kleinen", fuhr er fort. Der Vikar forderte die Jugendlichen auf, "in eurem täglichen Leben für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen, ehrlich zu sein und sich selbst und anderen zu vergeben. Sucht das Glück in euch selbst", sagte er und forderte sie auf, in ihren Studienjahren "innere Freude an der Betrachtung des Lebens, Entschlossenheit, guten Willen und Disziplin" zu üben.<br />Das College will den Studierenden nicht nur eine Unterkunft und die Studiengebühren finanzieren, sondern versteht sich als Einrichtung mit dem Ziel einer "ganzheitlichen Bildung", die den Studierenden helfen, als Personen, als engagierte Bürger und als gläubige Katholiken zu wachsen und sich zu entwickeln. Einige der Initiativen, die zu dieser Ausbildungszeit gehören, sind: eine zweimonatliche Debatte über nichtpolitische Themen; Workshops zu aktuellen Themen; gemeinsamer Austausch über biblische Themen; Sportturniere; spirituelle Seminare während zu besonderen kirchlichen Feiertagen; Taizé-Gebet; wöchentliche Eucharistiefeier und eine tägliche Nachtgebetszeit; Englisch-, Französisch-, Koreanisch- und Chinesischunterricht; und ehrenamtliche Arbeit in sozialen oder pastoralen Diensten an den Wochenenden. <br />Bis heute haben etwa 470 junge Menschen in den 24 Jahren des Bestehens des Instituts von dem Bildungsprojekt profitiert und ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Die meisten von ihnen leisten heute einen Beitrag zum Gemeindeleben in der Ortskirche, im Bereich des Katechismus, der Liturgie oder der Wohltätigkeit. Viele arbeiten bei Nichtregierungsorganisationen und in öffentlichen und privaten Einrichtungen im In- und Ausland.<br /> <br />Tue, 31 Jan 2023 13:28:51 +0100AFRIKA/D.R. KONGO - Papst verzichtet auf Besuch in Goma: “Die Situation im Osten des Landes ist untragbar”http://fides.org/de/news/73348-AFRIKA_D_R_KONGO_Papst_verzichtet_auf_Besuch_in_Goma_Die_Situation_im_Osten_des_Landes_ist_untragbarhttp://fides.org/de/news/73348-AFRIKA_D_R_KONGO_Papst_verzichtet_auf_Besuch_in_Goma_Die_Situation_im_Osten_des_Landes_ist_untragbarGoma - "Warum reist der Papst nicht in den Osten?“ Auf diese Frage antwortet der spanische Pater Luis Arcos von der Gesellschaft für Afrikamissionen, der seit 52 Jahren im Osten der Demokratischen Republik Kongo tätig ist: „Die Situation dort ist untragbar. Es besteht jederzeit die Gefahr, dass eine Bombe explodiert und unschuldige Menschen sterben". Im ursprünglichen Programm der später verschobenen Reise von Papst Franziskus in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan, die eigentlich bereits im Juli 2022 stattfinden sollte, war ein Besuch in Goma vorgesehen, aber auf dem Programm der am heutigen 31. Januar beginnenden Reise ist der Besuch in der Hauptstadt von Nord-Kivu nicht mehr vorgesehen.<br />"Als die Vorbereitungen für seinen Besuch begannen", erklärt Pater Luis, "gab es bereits viele Probleme und mehrere Opfer der Anschläge, die durch die mehr als 100 verschiedenen bewaffneten Gruppen in der Provinz verursacht wurden. Und die Unsicherheit führt bei vielen zu Armut", betont Pater Luis und fasst die Situation mit diesem Bild zusammen: "Nach sechs Uhr abends kann man sein Haus nicht mehr verlassen; meine kongolesischen Mitbrüder können nicht zu ihren Eltern fahren, die 50 Kilometer von Goma entfernt sind“. <br />Man müsse bedenken, dass Goma eine überfüllte Stadt ist, weil die Menschen auf der Suche nach einem Mindestmaß an Sicherheit aus den Dörfern in Nord-Kivu dorthin gezogen sind. "Die Bevölkerung von Goma ist in 30 Jahren von 300.000 auf 1,5 Millionen Menschen angewachsen", berichtet der Missionar. "Sie kommen aus dem Landesinneren von Nord-Kivu nach Goma, weil es dort sicherer ist, aber es gibt auch Morde in der Umgebung. Der italienische Botschafter Luca Attanasio wurde 20 km von meinem Aufenthaltsort entfernt getötet", sagt Pater Luis. "Und in Goma treffen die Vertriebenen auch auf den immer noch aktiven Vulkan Nyiragongo, der vor zwei Jahren 3.000 Häuser verwüstet hat."<br />Wie alle Missionare, die im Osten der Demokratischen Republik Kongo tätig sind, betont Pater Luis, dass der Kern der dramatischen Lage in diesen Gebieten der Kampf um die Kontrolle und die Ausbeutung der immensen Bodenschätze dieser Region ist. Unter Bezugnahme auf die ADF , die bewaffnete Gruppe ugandischen Ursprungs, die auch als Provinz des Islamischen Staates in Zentralafrika bekannt ist, erklärt Pater Luis. "Der Islamismus ist seit einigen Jahren in aller Munde, aber vorher hat man nicht darüber gesprochen. Das Problem ist eher politischer und wirtschaftlicher als religiöser Natur, denn die Demokratische Republik Kongo verfügt über Coltan, ein Mineral, das für die Entwicklung der fortschrittlichsten Länder sehr wichtig ist. Es ist ein enormer Reichtum an Bodenschätzen, aber wer beutet ihn aus?"<br />P. Luis war während seiner 52-jährigen Missionstätigkeit in der Demokratischen Republik Kongo in vier verschiedenen kongolesischen Diözesen tätig und hat den tiefgreifenden Wandel der kongolesischen Kirche miterlebt. "Alle Bischöfe sind jetzt Kongolesen, es gibt keine weißen Bischöfe mehr. Auch gibt es immer weniger Europäer in der Gesellschaft der Afrikamissionare. Es gibt vielmehr immer mehr afrikanische Missionare, die die Mission fortsetzen." Vom Besuch von Papst Franziskus erwartet der Missionar "ein Wort der Hoffnung, und ich würde sagen, des Mutes, denn in dieser Situation in den Kongo zu kommen, war eine Geste des Mutes".<br /> <br />Tue, 31 Jan 2023 12:42:29 +0100AMERIKA/URUGUAY - Erster Bischof von Montevideo wird am kommenden 6. Mai seliggesprochenhttp://fides.org/de/news/73349-AMERIKA_URUGUAY_Erster_Bischof_von_Montevideo_wird_am_kommenden_6_Mai_seliggesprochenhttp://fides.org/de/news/73349-AMERIKA_URUGUAY_Erster_Bischof_von_Montevideo_wird_am_kommenden_6_Mai_seliggesprochenMontevideo - Der Erzbischof von Brasilia, Kardinal Paulo Cezar Costa, wird als päpstlicher Legat und Vertreter von Papst Franziskus die Seligsprechung von Bischof Jacinto Vera von Montevideo, leiten. Auf Wunsch der Bischöfe wird die Feier am 6. Mai stattfinden, dem Todestag von Bischof Vera im Jahr 1881 in Pan de Azúcar, auf dem Höhepunkt seiner apostolischen Mission. <br />Bei der Bekanntgabe des Datums der Seligsprechung, das die Bischöfe als ein Ereignis bezeichnen, das "uns mit Freude erfüllt", erinnert die Bischofskonferenz von Uruguay daran, dass Papst Franziskus am vergangenen 17. Dezember die Veröffentlichung des Dekrets der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse genehmigt hat, mit dem das Wunder, das der Fürsprache von Bischof Vera zugeschrieben wird, anerkannt wurde . Das Wunder betraf die Heilung eines 14-jährigen Mädchens am 8. Oktober 1936. Nach einer Blinddarmoperation erkrankte das Mädchen an einer Infektion, die sich trotz aller Behandlung verschlimmerte und aussichtslos war. Ein Onkel des Mädchens brachte ihr ein Bild mit einer Reliquie von Jacinto Vera und bat das Mädchen, es auf die Wunde zu legen und für sich und ihre Familie zu beten. Noch in derselben Nacht hörten die Schmerzen auf, das Fieber sank und am nächsten Morgen wurde eine vollständige, wissenschaftlich unerklärliche Genesung festgestellt. <br />Die Bischöfe Uruguays wiesen darauf hin, dass Bischof Vera "unsere Kirche durch schwierige Zeiten geführt, die Frische des Lebens und die Gnade des Evangeliums für alle ohne Unterschied gebracht hat. Am Ende seiner Tage wurde er von der Gesellschaft seiner Zeit einhellig bewundert, sogar von seinen eigenen Gegnern, wie es aus den Würdigungen nach seinem Tod hervorging". Die Bischöfe alle auf, sich auf die Seligsprechung vorzubereiten, "die ein historisches Ereignis in der Geschichte unserer Kirche sein wird". <br />Jacinto Vera wurde am 3. Juli 1813 auf einem Schiff im Atlantischen Ozean vor der brasilianischen Küste geboren, während seine Familie von den Kanarischen Inseln nach Uruguay unterwegs war. Als junger Mann arbeitete er mit seiner Familie auf den Feldern in Maldonado und Toledo. Im Alter von 19 Jahren verspürte er seine Berufung zum Priester. Er wurde in die Armee eingezogen und entlassen, um seine Ausbildung zum Priestertum fortzusetzen. Da es in Uruguay keine Ausbildungsstätten gab, zog er für seine Studien nach Buenos Aires, wo er am 6. Juni 1841 seine erste Messe feierte. Nach seiner Priesterweihe war er 17 Jahre lang Vizepfarrer und dann Pfarrer der Gemeinde „Villa de Guadalupe de Canelones“. <br />Am 4. Oktober 1859 wurde er zum Apostolischen Vikar von Uruguay ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 16. Juli 1865 in der Mutterkirche von Montevideo. Er nahm am Ersten Vatikanischen Konzil im Jahr 1870 teil. Im Jahr 1878 wurde die Diözese Montevideo gegründet, die ganz Uruguay umfasste, und Bischof Vera wurde am 13. Juli 1878 ihr erster Bischof. Er starb während einer Mission am 6. Mai 1881. <br />Die Bischöfe von Uruguay beschreiben Bischof Vera als "Missionar und Apostel der Stadt und des Landes, der dreimal das ganze Land bereiste". „Er half den Verwundeten in den Bürgerkriegen und leitete Friedensmissionen. Vater der Armen, Freund seiner Priester, war er ein Förderer des Engagements von Laienchristen im gesellschaftlichen Leben seiner Zeit. Er förderte das katholische Bildungswesen und die katholische Presse", so die Bischöfe weiter. Zudem gründete auch das Priesterseminar für die Ausbildung künftiger Priester und förderte die Ansiedlung zahlreicher Ordensgemeinschaften in Uruguay, darunter Salesianer, Dominikaner, Vinzentiner, Kapuziner, Jesuiten...<br />Die Geschichte der Evangelisierung Uruguays beginnt im Jahr 1624 mit der Kolonisierung durch die Spanier und der Ankunft der ersten Missionare. Montevideo, Apostolisches Vikariat seit 1832 , wurde 1878 zur Diözese und 1897 zur Erzdiözese erhoben. Im Jahr 1830 wurde in der Verfassung des Landes der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt, und 1917 wurde die Trennung von Kirche und Staat beschlossen. Heute ist die katholische Kirche in Uruguay in die Erzdiözese Montevideo und 8 Suffragan-Diözesen unterteilt. Uruguay hat 3.531.000 Einwohner, von denen 2.718 katholisch sind. Es gibt 236 Pfarreien, 19 Bischöfe, 222 Diözesanpriester und 205 Ordenspriester, 50 Laienbrüder und 614 Ordensschwestern, 88 Seminaristen. <br /> <br />Tue, 31 Jan 2023 13:12:48 +0100ASIEN/CHINA - Pater Tommy Murphy ist tot: Er war ein Freund der Kirche und des Volkes in Chinahttp://fides.org/de/news/73347-ASIEN_CHINA_Pater_Tommy_Murphy_ist_tot_Er_war_ein_Freund_der_Kirche_und_des_Volkes_in_Chinahttp://fides.org/de/news/73347-ASIEN_CHINA_Pater_Tommy_Murphy_ist_tot_Er_war_ein_Freund_der_Kirche_und_des_Volkes_in_ChinaPeking - In China nannte man ihn Chen Fa-yi. Auch er wollte, wie der große Jesuitenmissionar Matteo Ricci, einen chinesischen Namen tragen. Der irische Pater Tommy Murphy starb nach langer Krankheit am Samstag, dem 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn. Sein Begräbnis fand am Samstag, dem 28. Januar, dem Fest des Namenspatrons, des großen Theologen und Kirchenlehrers Thomas von Aquin in Hongkong statt. Aus China und der ganzen Welt werden zahllose Erinnerungen, Porträts, Reden und einfache Beileidsbekundungen in den sozialen Netzwerken veröffentlicht, die die dankbare Erinnerung so vieler Brüder und Schwestern bezeugen, dass sie es als ein Geschenk empfanden, den Wes so lange Seite an Seite mit dem Missionar und Freund der Kirche in China und des chinesischen Volkes zu gehen. "Der Tod von Pater Chen Fa-yi", so Bischof Stephen Chow Sau Yan von Hongkong, in einer von der Zeitung Xinde veröffentlichten Erklärung, "ist in der Tat ein großer Verlust für unsere Ortskirche und für alle Brüder und Schwestern, die ihn auf dem Kontinent kennen gelernt haben. Der Eifer, die Bescheidenheit und die kulturelle Offenheit, mit denen er seine Berufung als Priester und Missionar ausübte, verdienen wirklich Bewunderung. Wir vertrauen darauf, dass er uns weiterhin unterstützt und für uns im Himmelreich Fürsprache einlegt. Und möge er für immer glücklich sein, in der unendlichen Umarmung des Herrn". <br />An der von Bischof Chow geleiteten Trauerfeier für Pater Tommy nahmen als Konzelebranten der emeritierte Bischof von Hongkong, Kardinal John Tong Hon, und der Weihbischof Joseph Ha Chi-shing sowie mehrere Mitbrüder des Verstorbenen und etwa 25 Priester aus derselben Diözese teil. Hunderte von Gottesdienstbesuchern konnten noch einmal anhand der ausgestellten Fotos auf das Leben von Pater Murphy von seiner Jugend in Irland bis zu seinen letzten Tagen zurückblicken. <br />Tommy Murphy wurde am 3. August 1949 in Castlebar, County Mayo , geboren. Er schloss sich der Missionsgesellschaft des heiligen Columban an und war als Missionar in Korea, Taiwan, Hongkong und auf dem chinesischen Festland tätig. Seine sterblichen Überreste wurden auf dem Friedhof der Missionsgesellschaft des heiligen Columban in Irland beigesetzt. <br />Sein ganzes Leben lang lagen Pater Murphy die Belange der chinesischen Katholiken besonders am Herzen. Diese Berufung fand ihren konkreten Ausdruck in der langjährigen Lehrtätigkeit und geistlichen Begleitung am Priesterseminar in Peking und an mehreren anderen Seminaren im ganzen Land. Jahrzehntelang leitete der Missionar mit Exerzitien für Priester, Seminaristen, Nonnen und Laien. Auf den Websites chinesischer Katholiken wird immer wieder darauf hingewiesen, dass der Missionar "zur chinesischen katholischen Familie gehörte". Murphy war seit 2006 auch Generaloberer der Missionsgesellschaft des heiligen Columban. Während seiner Amtszeit zog das Generalhaus von Dublin nach Hongkong um, um die Arbeit der Verkündigung des Evangeliums und des Zeugnisses für Jesus unter dem chinesischen Volk zu unterstützen.<br /> <br /><br />Tue, 31 Jan 2023 12:19:16 +0100ASIEN/PAKISTAN - Dominikanerpater: “Interreligiöser Dialog sollte auf dem Lehrplan stehen“http://fides.org/de/news/73345-ASIEN_PAKISTAN_Dominikanerpater_Interreligioeser_Dialog_sollte_auf_dem_Lehrplan_stehenhttp://fides.org/de/news/73345-ASIEN_PAKISTAN_Dominikanerpater_Interreligioeser_Dialog_sollte_auf_dem_Lehrplan_stehenLahore - "Pakistan braucht einen Dialog zwischen den Religionen, um eine Kultur des Friedens in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben aufzubauen. Der interreligiöse Dialog ist der Schlüssel zum Frieden in Pakistan und in der ganzen Welt, und ohne ihn gibt es keine Zukunft", so der Dominikanerpater James Channan OP, Direktor des "Peace Center" in Lahore, der regelmäßig Begegnungen, Foren und Seminare mit Vertretern verschiedener Religionen, insbesondere im Bereich des islamisch-christlichen Dialogs, organisiert. In diesem Zusammenhang erklärt der Ordensmann: "Wir fordern die pakistanische Regierung auf, das Kapitel über interreligiösen Dialog und Frieden in den Lehrplan aufzunehmen, damit die Schüler von klein auf offen sind und eine positive Einstellung gegenüber den Gläubigen aller Religionen haben“. Der Priester dankt Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar, Ahmed Al-Tayyeb, für die Unterzeichnung des bekannten Dokuments von Abu Dhabi, das "unserer Meinung nach von religiösen Führern und Gelehrten in Pakistan und im Ausland gelesen und umgesetzt werden sollte". "Angesichts der aktuellen Probleme, mit denen die Welt konfrontiert ist, bietet der Text den Anhängern der Religionen einen Weg, der Welt dauerhaften Frieden und Gerechtigkeit zu bringen", erklärte Pater Channan und dankte insbesondere Maulana Abdul Khabir Azad, dem muslimischen Führer und Großimam der Badshahi-Moschee, für das gemeinsame Engagement für den interreligiösen Dialog.<br />Gemeinsam wollen sich christliche und muslimische Gelehrte und Wissenschaftler in Pakistan gegen die globale Aufstachelung zum Hass einsetzen: Pater Channan verweist beispielsweise auf die Schändung und Verbrennung des Korans in Schweden und stellt fest, dass diese Vorfälle bei Muslimen in aller Welt Schmerz und Wut hervorgerufen haben. <br />Abdul Khabir Azad, erinnert als Gast des Friedenszentrums in Lahore, daran, dass "die Welt ein globales Dorf geworden ist und Menschen mit unterschiedlichen Ansichten lernen müssen, friedlich zusammenzuleben", und bekräftigt sein Engagement und das von Tausenden von Muslimen in Pakistan, "das Land zu einem Ort der Liebe, Toleranz und Gastfreundschaft zu machen und gegen Terrorismus und religiösen Extremismus zu kämpfen".<br />Wie Pater Channan berichtet, nahmen an einer kürzlich im Friedenszentrum abgehaltenen Konferenz auch zivile Autoritäten teil, darunter auch der pakistanische Präsident Arif Alvi. Dieser habe das Engagement des Staates bekräftigt, "dass jeder seine Religion ausüben kann, ohne sich in die Religion anderer einzumischen, und dass die politischen, sozialen, kulturellen, rechtlichen und religiösen Freiheiten für die Anhänger aller Religionen gewährleistet sind". Der pakistanische Präsident erinnerte daran, dass "alle Religionen Frieden, Sicherheit und Harmonie predigen" und bekräftigte, dass "es die Pflicht des Staates ist, Kultstätten zu schützen und allen Bürgern die gleichen Rechte zu garantieren" und dass "eine mehrheitlich muslimische Gesellschaft wie Pakistan die Verantwortung hat, die Würde, das Leben und das Eigentum der Anhänger aller anderen Religionen zu schützen".<br /> <br />Mon, 30 Jan 2023 13:45:55 +0100ASIEN/CHINA - Diözese Zhouzhi hat drei neue Diakonehttp://fides.org/de/news/73346-ASIEN_CHINA_Dioezese_Zhouzhi_hat_drei_neue_Diakonehttp://fides.org/de/news/73346-ASIEN_CHINA_Dioezese_Zhouzhi_hat_drei_neue_DiakoneZhouzhi – Am Fest des heiligen Thomas von Aquin durften sich die Katholiken der Diözese Zhouzhi in der chinesischen Provinz Shaanxi über die Weihe von drei neuen Diakonen freuen, die bald zu Priestern geweiht werden und ihre priesterliche Berufung im Dienst an ihren Brüdern und Schwestern und der gesamten örtlichen Bevölkerung voll ausüben werden. Der Weiheliturgie der drei neuen Diakone, die am Samstag, dem 28. Januar, in der Kathedrale gefeiert wurde, stand Bischof Martin Wu von Zhouzhi vor, der 2005 vom Heiligen Stuhl ernannt und 10 Jahre nach seiner Weihe offiziell an die Spitze der Diözese gestellt wurde. An dem Weihegottesdienst 50 Priester sowie Angehörige und Freunde der neu geweihten Diakone und zahlreiche Seminaristen, Ordensleute und Laien aus andren Diözesen . <br />Zwei der neuen Diakone sind Einzelkinder. Alle drei traten in das Priesterseminar ein, nachdem sie bereits Berufserfahrung gesammelt hatten. Im vergangenen September hatten die drei neuen Diakone ihre Ausbildung am Diözesanseminar der Diözese Peking abgeschlossen. Nach der Weihezeremonie dankten alle drei ihren Familien, der Gemeinschaft und der gesamten katholischen Kirche in China für die vielen Formen der Unterstützung, die sie auf ihrem Berufs- und Ausbildungsweg erhalten hatten, und baten darum, dass die Gebete aller auch weiterhin dazu beitragen mögen, in ihnen den Wunsch wach zu halten, sich mit Freude und Großzügigkeit für die Verkündigung des Evangeliums einzusetzen und den Glauben an Christus an den Orten und in der Umgebung zu bezeugen, in die sie zur Ausübung ihrer pastoralen Tätigkeit berufen werden. <br />In der Diözese Zhouzhi gibt es derzeit insgesamt 57 Priester und rund 70.000 Getaufte. Das Gemeindeleben sowie pastorale Initiativen und Gottesdienste finden in 173 Kirchen und Gemeinden statt. Bereits den letzten Jahrzehnten hat die Diözese auch Priester und Ordensleute in andere Diözesen entsandt: 290 Priester und Seminaristen sowie 208 Schwestern aus der Diözese Zhouzhi sind derzeit im ganzen Land im Einsatz, um das Evangelium zu verkünden. Insgesamt 10 setzen ihre Ausbildung im Ausland fort und studieren in Frankreich, Deutschland, Italien, den Vereinigten Staaten, England und auf den Philippinen. <br />In dem Gebiet, das heute zur Diözese Zhouzhi gehört, wurde 1625 die berühmte "Nestorianische Stele" gefunden, die die Ankunft der christlichen Verkündigung in China durch die Mönche der Kirche des Ostens bereits im Jahr 635 n. Chr. bezeugt. In der Diözese befinden sich das Heiligtum des Kreuzberges und das Heiligtum Unserer Lieben Frau in China. <br />Am 17. Juni 1932 errichtete Papst Pius XI. die Apostolische Präfektur von Zhouzhi. Im Jahr 1951, fünf Jahre nach der Errichtung der katholischen Hierarchie in China, wurde der Kirchenbezirk Zhouzhi zur Diözese erhoben. Zu dieser Zeit gab es in der gesamten Diözese 16 Priester, 14.000 getaufte Katholiken, 29 Kirchen und 56 Kapellen. Die Kathedrale von Zhouzhi ist dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht.<br /> <br />Mon, 30 Jan 2023 13:27:20 +0100AMERIKA/BRASILIEN - Yanomami: “Kirche setzt sich für Schutz des Lebens, des Landes und der Rechte der Völker ein”http://fides.org/de/news/73343-AMERIKA_BRASILIEN_Yanomami_Kirche_setzt_sich_fuer_Schutz_des_Lebens_des_Landes_und_der_Rechte_der_Voelker_einhttp://fides.org/de/news/73343-AMERIKA_BRASILIEN_Yanomami_Kirche_setzt_sich_fuer_Schutz_des_Lebens_des_Landes_und_der_Rechte_der_Voelker_einRoraima - Die Kirchenkonferenz der Amazonasregion und das panamazonische Kirchennetzwerk wollen in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Kirche auch künftig für die Völker Amazoniens eintreten, um „die Angriffe auf das Leben der indigenen Gemeinschaften und Projekte, die der Umwelt Schaden zufügen, beeinträchtigen und den fehlenden Schutz der Landrecht sowie das Wirtschaftsmodell der räuberischen Entwicklung“ anzuprangern. In einer Verlautbarung vom 28. Januar heißt es deshalb: "Unsere Antwort als Kirche ist der Schutz des Lebens, des Landes und der Rechte der Völker".<br />Die Erklärung, die von den beiden Präsidenten des CEAMA, Kardinal Pedro Barreto, und des REPAM, Bischof Rafael Cob Garcia, unterzeichnet wurde, drückt erneut die besondere Solidarität und das Engagement mit dem Volk der Yanonami und denjenigen aus, die für den Schutz ihres Territoriums und ihres Lebens kämpfen. In diesem Zusammenhang wird auch an die Aufrufe erinnert, die zuvor von der Nördlichen Region 1 der Brasilianischen Bischofskonferenz und REPAM-Brasilien gestartet wurden.<br />Am 20. Januar rief die brasilianische Regierung einen Gesundheitsnotstand im Land der Yanomami aus, der sich aus der Vernachlässigung herrührt, unter dem die indigenen Völker in den letzten Jahren gelitten haben. Die Regierung kündigte außerdem an, Gesundheits- und Nahrungsmittelhilfe für die Region bereitzustellen und zwei Feldkrankenhäuser einzurichten, von denen eines bereits seinen Betrieb aufgenommen hat. <br />Das Ministerium für indigene Völker berichtet, dass in den letzten Jahren mindestens 570 Yanomami-Kinder an den Folgen von Quecksilberverseuchung, Unterernährung und Hunger gestorben sind. Allein im vergangenen Jahr sind 99 Kinder im Alter von 1 bis 4 Jahren gestorben. Die Zahl der Kinder, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ist in den letzten Wochen erheblich gestiegen.<br />Nach einem Besuch des neuen brasilianischen Präsidenten Lula da Silva in den Yanomami-Gebieten kündigte der Justizminister die Einleitung einer Untersuchung wegen möglichen Völkermords an der indigenen Bevölkerung an, da es Beweise für die Verweigerung von medizinischer Versorgung und Nahrungsmittelhilfe für diese Bevölkerungsgruppen geben soll. Die Untersuchung wird sich auch mit Umweltverbrechen befassen, da die ernste Gesundheitssituation mit den illegalen Bergbauaktivitäten in der Region, den illegalen Aktivitäten, die die Flüsse verschmutzen und den Wald zerstören, und dem Missbrauch öffentlicher Gelder, die für die Unterstützung dieser Bevölkerungsgruppen vorgesehen waren, zusammenhängen soll.<br />Nach der Ausrufung des Gesundheitsnotstands haben die Bischöfe der Region Nord 1 der Nationalen Brasilianischen Bischofskonferenz eine Solidaritätsbekundung mit der indigenen Bevölkerung veröffentlicht. Sie begrüßten die Entscheidung der Regierung und erklärten, sie seien "entsetzt und zutiefst empört, nachdem sie die Bilder der unterernährten Kinder und Erwachsenen des Yanomami-Volkes im Bundesstaat Roraima sahen, die das Ergebnis der völkermörderischen und umweltzerstörerischen Aktionen der vorherigen Bundesregierung sind".<br />Die Bischöfe brachten ihre "tiefe Solidarität mit dem Volk der Yanomami, den Familien, die ihre Kinder und Erwachsenen verloren haben, und den indigenen Führern zum Ausdruck“ und schließen sich den Missionaren der Kirche von Roraima und dem Indigenen-Missionsrat an, die seit langem die Invasion in das Gebiet der Yanomami und ihre tragischen Folgen anprangern. <br />Die Yanomami sind das größte indigene Gebiet Brasiliens mit einer Fläche von etwa 9 Millionen Hektar, in dem 28.000 Eingeborene leben, die 6 Sprachen sprechen und in über 300 Gemeinschaften und isolierten Gruppen leben.<br /> <br />Mon, 30 Jan 2023 13:09:54 +0100ASIEN/SRI LANKA - Bischof von Badulla zurückgetreten und Nachfolger ernannthttp://fides.org/de/news/73344-ASIEN_SRI_LANKA_Bischof_von_Badulla_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernannthttp://fides.org/de/news/73344-ASIEN_SRI_LANKA_Bischof_von_Badulla_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat den von Bischof Julian Winston Sebastian Fernando von Badulla eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Gerichtsvikar und Kanzler der Diözese, Pfarrer Echchampulle Arachchige Jude Nishanta Silva aus dem Klerus der Diözese Badulla zu seinem Nachfolger ernannt.<br />Bischof Echchampulle Arachchige Jude Nishanta Silva wurde am 5. Mai 1970 in Moratuwa, in der Erzdiözese Colombo, geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am Priesterseminar „Our Lady of Lanka“ in Ampitiya und wurde am 2. Oktober 2001 zum Priester geweiht und in die Diözese Badulla inkardiniert.<br />Danach bekleidete er folgende Ämter und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar der Gemeinde „Christ the King“ in Diyatalawa ; Verwalter und dann Rektor des Kleinen Seminars „St. Eymard<br />in Haputale ; Studium für ein kanonisches Lizentiat in Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom ; Pfarrer Gemeinde der Heiligen Familie in Bibile ; Pfarrer der „St. Mary's Cathedral“ in Badulla ; seit 2011 Gerichtsvikar und Kanzler der Diözese Badulla; seit 2015 Mitglied des Bischöflichen Rates; seit 2020 Direktor der Diözesanstelle der Caritas.<br /> <br />Mon, 30 Jan 2023 12:45:08 +0100AFRKA/D.R. KONGO - Kurz vor dem Papstbesuch: Weitere Anschläge im Osten des Landeshttp://fides.org/de/news/73342-AFRKA_D_R_KONGO_Kurz_vor_dem_Papstbesuch_Weitere_Anschlaege_im_Osten_des_Landeshttp://fides.org/de/news/73342-AFRKA_D_R_KONGO_Kurz_vor_dem_Papstbesuch_Weitere_Anschlaege_im_Osten_des_LandesKinshasa – Kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus in Kinshasa, kommen weiterhin dramatische Nachrichten aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo. Mindestens 15 Menschen sind bei einem dreifachen Anschlag auf drei Dörfer in Ituri ums Leben gekommen. Die Anschläge sollen von Milizionären der „Allied Democratic Forces“ durchgeführt worden sein. Die Gruppe ugandischer Herkunft war auch für den Angriff auf die Eglise du Christ au Congo in Kasindi, im Gebiet von Beni, Nord-Kivu, am Sonntag, den 15. Januar, verantwortlich .<br />Für die Provinzen Ituri und Nord-Kivu gilt seit Mai 2021 ein von der Regierung in Kinshasa verängter "Belagerungszustand", um die Gewalt von Hunderten von bewaffneten Gruppen einzudämmen, die in den beiden Gebieten operieren .<br />Diese Maßnahmen wirken sich aber auch auf die Zivilbevölkerung aus, weil sie dem Militär weitreichende Befugnisse einräumen und die Menschenrechte von den Soldaten nicht immer geachtet werden . Und die Armee scheint nicht in der Lage zu sein, die Aktionen der Guerillagruppen, angefangen bei der M23, einzudämmen. "Die M23 hat nun die Kontrolle über die beiden Hauptstraßen, die den nördlichen Teil von Nord-Kivu mit der Hauptstadt Goma verbinden, die nun völlig isoliert ist, da die M23 den Verkehr auf diesen beiden Straßen, der Kasindi - Beni - Butembo - Kanyabayonga - Kitchanga - Goma und der Bunagana - Rutchuru - Goma, blockiert hat", heißt es in dem jüngsten Bericht des Netzwerks „Rete Pace per il Congo“, der Fides vorliegt. "Infolgedessen leidet Goma bereits jetzt unter der Verknappung und den steigenden Preisen für Lebensmittel und lebensnotwendige Güter", heißt es in dem Bericht. "Die M23 hält derzeit mehr als 100 Dörfer im Rutchuru-Gebiet besetzt; in vielen von ihnen hat sie eine Verwaltung parallel zu der des Staates eingerichtet, neue lokale Behörden ernannt, die ihr gegenüber loyal sind, und illegale Steuern auferlegt; sie hat Massaker an der Zivilbevölkerung verübt ; und sie hat ebenfalls illegale Steuern erhoben: in Ruvumu und Ruseke, am 21. Juni bzw. 1. Juli 2022, mit 21 Opfern; Kishishe, am 29. und 30. Dezember 2022, mit 131 Opfern nach Angaben von Monusco, 287 Opfern nach Angaben der kongolesischen Regierung); er hat willkürliche Verhaftungen und Folterungen durchgeführt."<br />"Wie aus dem jüngsten Bericht der UN-Expertengruppe für die Demokratische Republik Kongo hervorgeht, der Ende Dezember 2022 veröffentlicht wurde, wird die M23 von der ruandischen Armee unterstützt, die ihr Truppen , Waffen, Munition, Uniformen, Helme und kugelsichere Westen zur Verfügung stellt", so „Rete Pace per il Congo“.<br />Papst Franziskus wird am morgigen 31. Januar 2023 in die Demokratische Republik Kongo reisen und bis zum 3. Februar 2023 dort bleiben. Franziskus wird wegen der unsicheren Lage nicht in den Osten des Landes reisen. In Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, wird er für die Menschen im Osten beten, die seit drei Jahrzehnten Opfer der Barbarei und Bosheit der Menschen sind. "Die größte Herausforderung im Moment ist die Einheit aller Kongolesen. Sie müssen alle Meinungsverschiedenheiten und alle anderen Spaltungen beiseitelassen, um gemeinsam den Kampf gegen die Zersplitterung des Landes zu gewinnen und die territoriale Integrität und nationale Souveränität der Demokratischen Republik Kongo zu retten. Denn ein in sich gespaltenes Haus kann nicht bestehen", betont das Netzwerk. <br />Nach Ansicht des emeritiertern Bischof sder Diözese Goma, Théophile Kaboy, ermahnt das Thema des Papstbesuchs 'Alle versöhnt in Jesus Christus“, das kongolesische Volk, „das Gebet zu intensivieren, zerstörte Hoffnungen wieder aufzubauen, alle Arten von Wunden nach dem Beispiel des barmherzigen Samariters des Evangeliums zu heilen und sich gemeinsam den realen Gefahren des Umbruchs im Land zu stellen, dessen Symptome heute deutlich sichtbar sind“. „Das ist es, was wir in dieser Zeit dringend brauchen‘“, bekräftigt der Bischof. <br /> <br />Mon, 30 Jan 2023 12:36:13 +0100VATIKAN - Kardinal Tagle erteilt dem beigeordneten Sekretär des Dikasteriums für Evangelisierung die Bischofsweihe: “Der Herr tut Großes durch die Kleinen”http://fides.org/de/news/73341-VATIKAN_Kardinal_Tagle_erteilt_dem_beigeordneten_Sekretaer_des_Dikasteriums_fuer_Evangelisierung_die_Bischofsweihe_Der_Herr_tut_Grosses_durch_die_Kleinenhttp://fides.org/de/news/73341-VATIKAN_Kardinal_Tagle_erteilt_dem_beigeordneten_Sekretaer_des_Dikasteriums_fuer_Evangelisierung_die_Bischofsweihe_Der_Herr_tut_Grosses_durch_die_KleinenRom - "Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“. Diese Worte des Apostels Paulus aus dem fünften Kapitel des Römerbriefs standen im Mittelpunkt der Bischofsweihe des Beigeordneten Sekretärs des Dikasteriums für Evangelisierung und Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke, Emilio Nappa. Der Weihegottesdienst fand am Samstag, 28. Januar, im Petersdom statt.<br />Am 3. Dezember letzten Jahres hatte Papst Franziskus Emilio Nappa in das Kurienamt ernannt und ihm den Titel eines Erzbischofs mit dem Titularsitz Satriano verliehen . Das vom neuen Erzbischof gewählte bischöfliche Motto "Caritas diffusa est" bezieht sich ebenfalls auf die zitierte Stelle aus dem Brief des Paulus an die Römer. "Das Geschenk eines neuen Bischofs gibt uns die Gewissheit, dass Gott sich um sein Volk kümmert", bekräftigte Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung, der der Eucharistiefeier vorstand und Emilio Nappa die Bischofsweihe erteilte, zu Beginn seiner Predigt. An der Weiheliturgie, nahmen die Angehörigen sowie Freunden und Bekannte und zahlreiche Mitarbeiter des Dikasteriums für Evangelisierung sowie über zwanzig konzelebrierende Bischöfe teil, darunter die Konzelebranten Erzbischof Edgar Peña Parra, Substitut für allgemeine Angelegenheiten im Staatssekretariat und Bischof Angelo Spinillo Aversa, der Heimatdiözese des neuen Erzbischofs teil. <br />In seiner Predigt, in der er sich auf die Lesungen der Sonntagsliturgie, darunter auch die Bergpredigt, bezog erinnerte Kardinal Tagle daran, dass der Dienst des Bischofsamtes nur durch die Gaben der Gnade fruchtbar sein kann und dass man nur in Demut "wahre Glückseligkeit und wahre Freude erfahren kann". „Wie alle anderen Menschen", räumte der Pro-Präfekt des Missionsdikasteriums ein, "sind auch die an Gott Glaubenden versucht, nach Stolz zu streben“ und "einer auf Lügen beruhenden Illusion von Größe" zu folgen, die "den Menschen das Staunen, die Dankbarkeit und die Freude nimmt" und "zu Ungerechtigkeit, Gewalt, Zerstörung und Unglück führt". Demut könne nur gefunden werden, "wenn wir die Wahrheit über unser menschliches Dasein akzeptieren: dass wir in den Augen der Welt weder die Klügsten noch die Stärksten noch die Edelsten sind", doch "Gott erwählt die Einfachen, um seine Weisheit und Stärke zu offenbaren". „Wir mögen arme und sündige Geschöpfe sein", so der in Manila geborene Kardinal weiter, "aber das hindert Gott nicht daran, durch uns zu handeln. Und wenn wir demütig sind, rühmen wir uns nicht und verherrlichen unseren Namen nicht. Die Demut lässt uns frohlocken und den Herrn preisen, der durch die Kleinen Großes tut". Deshalb "wissen nur demütige Menschen Gottes Segen zu schätzen und verbreiten die frohe Botschaft von Gottes Liebe und Barmherzigkeit". Demut zu suchen und "sich in Gott zu rühmen, sich in Gott zu freuen, uns in Gott zu erheben", so Kardinal Tagle, "ist der Weg zu unserer Glückseligkeit. Dem gilt auch unser Wunsch und unser Gebet für Emilio und für seinen Dienst als Bischof". „Mit Recht", fügte der Kardinal hinzu, indem er sich an den "lieben Bruder Emilio" wandte und an den Abschnitt aus dem Römerbrief erinnerte, dem sein bischöflicher Wahlspruch entnommen ist, "du willst mit Liebe dienen. Aber Paulus wird euch immer wieder daran erinnern, dass diese Liebe von Gott kommt, durch den Heiligen Geist. Du wirst mit Liebe nicht dein eigenes Wort predigen, sondern das Wort Jesu. Du wirst nicht deine eigene Kraft, sondern die Gnade Gottes in den Sakramenten weitergeben. Du wirst die Gemeinschaft leiten, hüten und bewachen, nicht mit deinen Strategien, sondern mit der Liebe Jesu, des Guten Hirten. Du wirst die Mission nicht mit eigenen Absichten vorantreiben, sondern im Gehorsam gegenüber dem auferstandenen Herrn, der alle seine Jünger aussendet, um seine Zeugen auf der ganzen Erde zu sein. Du wirst Prüfungen und Enttäuschungen nicht allein mit menschlicher Kraft, sondern mit dem Geschenk der Hoffnung Gottes begegnen". <br />Am Ende der Feier nahm Erzbischof Emilio Nappa in einer kurzen Gruß- und Dankesrede ebenfalls Bezug auf die Hoffnung, "die nicht enttäuscht", und die Liebe Gottes, "die durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen wird", wie es in der Passage aus dem Römerbrief des Apostels Paulus heißt. "Die Begegnung mit dem Herrn Jesus", so der Erzbischof über seinen Lebensweg, "war für mich genau das: Liebe und Hoffnung, die sich in einen Weg in der Kirche verwandelt haben“. „Als junger Mann", so der stellvertretende Sekretär des Dikasteriums für Evangelisierung, "suchte ich nach Antworten auf die Fragen des Lebens. Ich war nicht sehr religiös, wenn auch gläubig. Stattdessen erhielt ich als Geschenk den Zugang zur Quelle des Seins, die Liebe ist: Gott, der mein Herz erfüllte. Diese Erfahrung wurde dann zu einer Berufung und ließ mich das Gefühl der Freiheit erleben, das man in jungen Jahren, aber auch heute noch sucht und das oft mit etwas anderem verwechselt wird". Als Nachfolger der Apostel, so der neue Bischof, sei er berufen, mit seinem Bischofsamt "diese zentrale Wahrheit des Christentums zu bezeugen, nämlich dass Gott Liebe ist, die sich selbst schenkt, und deshalb Freiheit ist, die neue Lebensmöglichkeiten schafft, auch dort, wo alles steril werden kann.“ Und dies werde glaubwürdig vermittelbar durch „die Freude, die aus der Offenbarung Gottes kommt“. „Die Bibel", so der Erzbischof weiter, "ist geprägt von der Verheißung einer Zukunft der Erfüllung, der Fülle des Lebens und des Glücks. Sie ist jedoch bereits hier und jetzt präsent, wenn man als Volk und als Kirche ein gemeinsames Schicksal teilt. Denn niemand ist allein ein Christ, und niemand kann allein glücklich sein". Zum Abschluss seiner Rede erinnerte Erzbischof Nappa an die Menschen und Gegebenheiten, die es ihm ermöglichten, "diese Erfahrung des Christentums" zu machen, angefangen bei seiner Familie und seinem verstorbenen Pfarrer Eduardo Barretta. "Der Mensch und der Priester, der ich bin", so der Erzbischof, "ist das Ergebnis der Begegnungen mit den Gesichtern, den Geschichten, den Realitäten, denen ich begegnet bin und denen ich heute danken muss“.<br /> <br />Mon, 30 Jan 2023 11:00:36 +0100AMERIKA/BRASILIEN - Gegen moderne Sklaverei: “Ausbeutung ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung”http://fides.org/de/news/73334-AMERIKA_BRASILIEN_Gegen_moderne_Sklaverei_Ausbeutung_ist_eine_schwerwiegende_Menschenrechtsverletzunghttp://fides.org/de/news/73334-AMERIKA_BRASILIEN_Gegen_moderne_Sklaverei_Ausbeutung_ist_eine_schwerwiegende_MenschenrechtsverletzungBrasilia - Seit 1995 wurden in Brasilien rund 60.000 Menschen aus der Sklaverei befreit. Nach den jüngsten vom Arbeitsministerium veröffentlichten Daten waren es im Jahr 2022 insgesamt 2.575 Menschen. Die Zahlen, die anlässlich des Tages zur Bekämpfung der Sklaverei, der in Brasilien am 28. Januar begangen wird, veröffentlicht wurden, stellen im Vergleich zu den Zahlen der letzten neun Jahre einen absoluten Rekord dar.<br />Dies geht aus der gemeinsamen von drei Kommissionen der brasilianischen Bischofskonferenz und die von 103 kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen hervor, die sich in diesem Bereich engagieren. Sie appellieren gemeinsam an alle Christen und Menschen guten Willens, diesen Tag "zu einem Meilenstein im Kampf gegen die heutige Sklaverei" zu machen.<br />In unserer Zeit zeige sich Sklaverei auf unterschiedliche Weise, heißt es in der Mitteilung, sowohl es durch die Auferlegung zermürbender Arbeitszeiten, durch erniedrigende Bedingungen oder Zwangsarbeit.<br />Die Gesellschaft trage die Verantwortung, eine Wirtschaft zu fordern, in der Würde und nicht Habgier im Vordergrund stehe, und das bedeute unter anderem, dass die Praxis der Sklavenarbeit, die in verschiedenen Sektoren wie Landwirtschaft, Großkulturen, Bauwesen, Bekleidung, Kohle, Bergbau, Hoteldienstleistungen oder Hausarbeit noch immer besteht, beendet werde. <br />"Die Ausbeutung von Menschen durch Sklavenarbeit ist eine sehr schwerwiegende Verletzung der Rechte der menschlichen Person, die ihre Würde und insbesondere das Recht auf menschenwürdige Arbeit verleugnet", bekräftigen die Unterzeichner des Dokuments und weisen darauf hin, dass Arbeit niemals zu einer Gelegenheit werden darf, die Würde der Person zu verletzen.<br />Die katholische Kirche bekräftigt erneut ihre strikte Ablehnung der modernen Sklavenarbeit und das Recht auf würdige Arbeit für alle. Dabei wird Staat aufgefordert, durch politische Maßnahmen das Verbrechen der Sklavenarbeit einzudämmen, und es wird erneut dazu aufgerufen, "diejenigen zu schützen und zu unterstützen, die sich für die Abschaffung der Sklavenarbeit einsetzen, unabhängig davon, ob es sich um Amtsträger oder Mitglieder der Zivilgesellschaft handelt". <br />Der Nationale Tag zur Bekämpfung der Sklavenarbeit wird in Brasilien jedes Jahr am 28. Januar begangen, um an diesem Tag der Ermordung von drei Steuerprüfern und deren Fahrer zu gedenken, die sich im Januar 2004 bei der Kontrolle des Landbesitzes in der Region Unaí in Mato Grosso gewaltsam ums Leben kamen.<br /> <br />Fri, 27 Jan 2023 13:52:05 +0100ASIEN/MYANMAR - Neue katholische Pfarrei im Bundesstaat Kachinhttp://fides.org/de/news/73333-ASIEN_MYANMAR_Neue_katholische_Pfarrei_im_Bundesstaat_Kachinhttp://fides.org/de/news/73333-ASIEN_MYANMAR_Neue_katholische_Pfarrei_im_Bundesstaat_KachinMyitkyina - Die katholische Bevölkerung des burmesischen Staates Kachin im Norden Myanmars hat eine neue Pfarrei: Sie wurde vor einigen Tagen in der Diözese Myitkyina, der Hauptstadt des Staates, mit einer feierlichen Zeremonie eingeweiht. Der Zeremonie in Anwesenheit von über tausend Gläubigen stand Prälat Peter Hka Awng Tu vor, der als Vertreter von Kardinal Charles Bo, der als Apostolischer Administrator der für die Diözese Myitkyina zuständig ist, entsandt wurde. <br />Die neue Kirche und Pfarrgemeinde befindet sich in dem Dorf Zang Yaw und umfasst ein Gebiet, das insgesamt 11 Dörfer mit etwa 500 Gläubigen. Der Ort ist nicht leicht zu erreichen, da er inmitten von eisbedeckten Bergen liegt. Aus der Stadt Myitkyina ist angesichts der Entfernung von mehr als 570 km eine zweitägige Fahrt mit dem Auto und anschließend ein zweitägiger Fußmarsch erforderlich. Aus diesem Grund wurde die Region in der Vergangenheit nur selten von einem katholischen Priester besucht, um die Sakramente zu spenden oder die Gläubigen vor Ort seelsorgerisch zu begleiten. <br />"Dies wird eine integrative Mission sein: Sie ist nicht nur für Katholiken, sondern für alle Menschen, die Armen, die Bedürftigen und alle diejenigen, die der Aufnahme bedürfen", sagte Prälat Hka Awng Tu. "Die Gründung der neuen Pfarrei wird den Bewohnern des Dorfes Zang Yaw die Möglichkeit geben, die Gnade der Sakramente regelmäßig zu empfangen, einen ortsansässigen Priester zu haben, der in der Lage ist, den Menschen zuzuhören und sie auf ihrem spirituellen Weg und in ihrer pastoralen Arbeit zu begleiten; er wird auch in der Lage sein, einen Beitrag zur Bildung und Entwicklung der Kinder in der Gegend zu leisten", fügte er hinzu.<br />Der designierte Gemeindepfarrer, Peter Zang Yaw Hpung, sagte, er sei glücklich und gehe seine neue Aufgabe mit Begeisterung an. Der Pfarrer hatte zuvor bei 'Radio Veritas Asia' gearbeitet. Er versicherte, dass er in Kontakt, Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit den anderen Priestern der benachbarten Bezirke stehen werde, um die bestmögliche Hilfe für die Menschen zu gewährleisten, die viele materielle und geistliche Bedürfnisse haben, während der Bürgerkrieg weiterhin Unsicherheit und Ungewissheit schafft und viele Menschen zu Vertriebenen macht. <br />Im Bundesstaat Kachin an der Grenze zwischen Myanmar und China lebt eine große christliche Bevölkerungsmehrheit von etwa 1,7 Millionen Menschen. Die katholische Kirche ist in dem Gebiet in zwei Diözesen präsent: die Diözese Banmaw und die Diözese Myitkyina .<br /> <br />Fri, 27 Jan 2023 13:34:29 +0100AFRIKA/D.R. KONGO - Konfliktmineralien: “Es geht nicht nur um Kobalt”http://fides.org/de/news/73336-AFRIKA_D_R_KONGO_Konfliktmineralien_Es_geht_nicht_nur_um_Kobalthttp://fides.org/de/news/73336-AFRIKA_D_R_KONGO_Konfliktmineralien_Es_geht_nicht_nur_um_KobaltKinshasa - “How Is Your Phone Powered? Problematically” lautet der Titel der Rezension des kürzlich veröffentlichtem Essay "Cobalt Red, How the Blood of the Congo Powers Our Lives", das Siddharth Karas auf der Grundlage einer Feldforschung im Osten der Demokratischen Republik Kongo verfasste. Das Buch zeichnet die Lieferkette des durch Kinderarbeit abgebauten Kobalts über den giftigen Tagebau bis hin zu den Technologiekonzernen und den Verbrauchern nach und sammelt Berichte von Menschen, die bei der Gewinnung des für moderne technische Geräte unverzichtbaren Minerals unermessliches Leid ertragen und sogar sterben.<br />"Es ist wichtig, über die Ausbeutung von Kobalt zu sprechen, aber das betrifft vor allem Katanga, wo es große Bergbauunternehmen gibt", so der italienische Pater Loris Cattani, ein Xaverianer-Missionar mit langjähriger Erfahrung in der Demokratischen Republik Kongo. "Es ist jedoch auch notwendig, den Blick auf die beiden Kivu-Provinzen zu weiten, in denen weniger Kobalt als vielmehr andere Mineralien wie Coltan unter der Kontrolle bewaffneter Milizen, die das Gebiet aufteilen, von Hand abgebaut und dann über Ruanda und Uganda auf den internationalen Märkten verkauft werden. Diese Länder, insbesondere Ruanda, verfügen über keine nennenswerten Bodenschätze, exportieren aber Mineralien wie Coltan in größeren Mengen als die DR Kongo. Deshalb ist eine internationale Gesetzgebung erforderlich, um die Herkunft dieser Materialien zurückzuverfolgen", unterstreicht der Missionar<br />In diesem Zusammenhang üben kongolesische Nichtregierungsorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen an der EU-Verordnung über Konfliktmineralien, die am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist.<br />An erste Stelle wird kritisiert, dass die Verordnung den Handel mit nur vier Mineralien nur unzureichend abdeckt und mehrere andere Mineralien, die für den ökologischen Wandel immer wichtiger werden, wie Coltan, Kobalt und Lithium, nicht berücksichtigt. Außerdem gebe es keine Verpflichtung in Bezug auf Sanktionen . Ein weiterer schwerwiegender Mangel sei die mangelnde Transparenz darüber, welche Unternehmen unter die Verordnung fallen, und die tatsächliche Möglichkeit, die vorgelagerte Produktion mit EU-Einfuhren zu verknüpfen. Schließlich berge die Anwendung von Mengenschwellen für Einfuhren, unterhalb derer es keine Kontrolle gibt, die Gefahr, dass gerade die risikoreichsten Einfuhren, die nicht notwendigerweise auch die größten Mengen sind, von der Verordnung ausgeschlossen werden, und dies lasse den Unternehmen die Möglichkeit offen, die Verordnung durch Aufsplitterung der Einfuhrströme zu umgehen.<br /> <br />Fri, 27 Jan 2023 13:22:24 +0100AFRIKA/SÜDSUDAN - Papstbesuch: “Ökumenische Reise” soll Weg für den Frieden ebnenhttp://fides.org/de/news/73335-AFRIKA_SUeDSUDAN_Papstbesuch_Oekumenische_Reise_soll_Weg_fuer_den_Frieden_ebnenhttp://fides.org/de/news/73335-AFRIKA_SUeDSUDAN_Papstbesuch_Oekumenische_Reise_soll_Weg_fuer_den_Frieden_ebnenJuba – Im Rahmen eines ökumenischen Besuchs wird Papst Franziskus zusammen mit dem anglikanische Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, Primas der Anglikanischen Gemeinschaft, und Pastor Iain Greenshields, dem Vorsitzenden der Generalversammlung der Kirche von Schottland den Südsudan besuchen. In dem afrikanischen Land stellt die Zugehörigkeit zu verschiedenen Glaubensgemeinschaften in einem Kontext, der durch jahrzehntelange Bürgerkriege verwüstet und zerrüttet ist, heute auch einen einigenden Faktor im gesellschaftlichen Gefüge und im sozialen Leben dar. Oft hat diese Zugehörigkeit auch eine Rolle bei der Überbrückung von ethnischen Gegensätzen gespielt, die Konflikte schüren. Aus diesem Grund haben sich im Laufe der Jahre führende Vertreter der verschiedenen Glaubensgemeinschaften für Friedensverhandlungen eingesetzt. <br />Dies ist das Terrain, auf dem sich die von Papst Franziskus, Erzbischof Welby und Pastor Greenshields geplante "ökumenische Reise" bewegt, die sich als Zeichen und Gelegenheit versteht, den Wunsch nach Frieden und Güte, der in den Herzen vieler Menschen wohnt, die seit Jahrzehnten den Preis für sinnlose Konflikte auf zahlen, zum Ausdruck zu bringen.<br />Ein Rückblick auf die Geschichte und den Weg der verschiedene Kirchen und kirchliche Gemeinschaften heute verdeutlicht, wie es kam, dass alte konfessionelle Rivalitäten überwunden wurden und man heute Seite an Seite versucht, Konflikte zu beseitigen und den Aufbau eines friedlichen, am Gemeinwohl orientierten Zusammenlebens zu fördern.<br />"Die christliche Verkündigung", so der aus der spanische Diözese Toledo stammende Missionar Christopher Hartley, der heute in Nandi in der Diözese Tombura-Yambio lebt und arbeitet, "hat im heutigen Südsundan bereits im 6. Jahrhundert begonnen. Die Evangelisierungsinitiativen der Neuzeit haben im gesamten Sudan im 19. Jahrhundert während der Zeit des britischen Empire mit der Ankunft der ersten Comboni-Missionare aus Verona und der Mill Hill Missionare. In vielen Regionen, die heute zum Südsudan gehören, gewann die missionarische Präsenz jedoch erst ab den 1970er Jahren an Bedeutung und Kontinuität. Obwohl es immer noch einen gewissen Synkretismus mit Elementen aus traditionellen Religionen gibt, ist der feste Glaube eines großen Teils der christlichen Bevölkerung bewegend".<br />Etwa 6,2 Millionen Südsudanesen sind Katholiken. "Die heilige Josephine Bakhita, die erste afrikanische Comboni-Schwester, die um 1845 in den Nuba-Bergen im heutigen Südsudan geboren wurde, und der heilige Daniel Comboni sind die beiden großen Märtyrer, die von den Südsudanesen heute verehrt werden, auch hier in der Diözese Tombura Yambio“, so der Missionar weiter. „Die Arbeit der Comboni-Missionare im Südsudan wurde auch durch deren Vertreibung am 6. März 1964 und des Krieges im Jahr 1983 nicht gravierend beeinträchtigt", fügt Pater Christopher hinzu. "Der katholische Glaube kam erstmals 1912 mit den Comboni-Missionaren nach Mupoi in der Nähe von Tombura. Die Pfarrei von Nandi ist die dritte in der Diözese und wurde 1947 ebenfalls von den Comboni-Missionaren gegründet. Doch in vielen Regionen des Landes ist das Christentum erst vor wenigen Jahrzehnten angekommen. Es gibt Orte, an denen Missionare auch heute noch zum ersten Mal Jesus Christus verkünden. Es gibt keinen Mangel an Priester- und Ordensberufen, es gibt viele Priesteramtskandidaten in den Seminaren des Landes, auch wenn die Ausbildung manchmal sehr prekär ist". Es gibt nur ein großes Seminar in der Erzdiözese der Hauptstadt Juba, und die meisten Diözesen haben kleine Ausbildungsstätten. Die meisten Studenten des Südsudan studieren daher Theologie in Juba, Nairobi oder Kinshasa.<br />Die Bildung steht deshalb auch im Mittelpunkt der Bemühungen und Initiativen der katholischen Kirche vor Ort. Die meisten Minderjährigen im Südsudan besuchen katholische Bildungseinrichtungen. "In Tombura zum Beispiel gibt es mehr katholische als öffentliche Schulen", betont der Missionar.<br />Die ersten Comboni-Missionare kamen 1842 in den Sudan. Sie bauten Schulen und Krankenhäuser für die lokale Bevölkerung, die damals noch an traditionelle Stammesreligionen und Praktiken gebunden war. "Dank der Missionare gaben die meisten Einheimischen ihre traditionelle Religion auf und wurden katholisch“, berichtet der Missionar.<br />Im Jahr 2005 ebnete das Umfassende Friedensabkommen zwischen den südlichen Regionen und der Regierung in Khartum den Weg für die Unabhängigkeit des Südsudan, die 2011 unterzeichnet wurde. Nach der Abspaltung des Landes vom Sudan haben sich die meisten Katholiken, die in Juba und den umliegenden Gebieten lebten, dafür entschieden, im Südsudan zu bleiben. <br /><br />Anglikaner und Reformierte<br />Nichtkatholische Kirchen und kirchliche Gemeinschaften kamen ab 1899 in den Sudan. Die Anglikaner haben durch die „Church Missionary Society“ bereits in den ersten Jahren ihrer Präsenz in der Region gefestigt und zehntausende von Einwohner getauft. Gegenwärtig ist die Province of the Episcopal Church of South Sudan als Mitglied der Anglikanischen Gemeinschaft nach der katholischen Kirche die zweitgrößte Kirche im Südsudan <br />Die Vereinigte Presbyterianische Kirche, die zur Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen gehört, begann ihre Arbeit im Sudan im Jahr 1900. Im Laufe des 20. Jahrhunderts erreichten dann Missionare vieler anderer reformierter und evangelischer Kirchengemeinschaften, wie der Sudanese Church of Christ, das Land, wobei sie ihre Aktivitäten auf den Süden konzentrierten. <br />Unter den anderen Glaubensgemeinschaften im Südsudan sind die Muslime eine Minderheit. Viele von ihnen lebten in dem Land, bevor es 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangte. <br />Die traditionelle afrikanische Religion, die auf animistischen Glaubensvorstellungen beruht, die sich von Stamm zu Stamm und von Gemeinschaft zu Gemeinschaft unterscheiden, wird weiterhin von einem großen Teil der Bevölkerung befolgt.<br /><br />Hunger, Ernährungsunsicherheit und politische Instabilität<br />"Obwohl es Daten gibt, die auf einen Erholungs- und Reifungsprozess in diesem jungen Land hinzudeuten scheinen", so Pater Christopher weiter, "bleibt die Gesamtsituation alarmierend. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist von Hunger bedroht und lebt in völliger Ernährungsunsicherheit. Etwa zwei Millionen Kinder leiden an Unterernährung". <br />"Die politische, wirtschaftliche und soziale Instabilität im Südsudan ist vor allem auf den langen Konflikt zwischen Präsident Salva Kiir, der der größten ethnischen Gruppe der Dinka angehört, und seinem Stellvertreter Riek Machar, der der ethnischen Gruppe der Nuer angehört, zurückzuführen. Die beiden Erzfeinde besuchten 2019 den Vatikan, wo Papst Franziskus ihnen die Füße küsste und sie um Frieden bat. Obwohl im Südsudan nur 4-5 % der Bevölkerung über Elektrizität verfügen und der Zugang zu Wasser fast inexistent ist, ist das Land sehr reich an natürlichen Ressourcen, darunter Gold, Diamanten und Öl. Ressourcen, die aufgrund von Unsicherheit und politischer und sozialer Instabilität nicht mehr zur Verfügung stehen". <br />Noch vor der Gründung des unabhängigen Staates Südsudan war der Konflikt in Darfur, einer Region im Westen des Landes, ein Rückschlag für den Sudan als Ganzes. Der Konflikt, der 2003 offiziell ausbrach und 2009 für beendet erklärt wurde, forderte mindestens 400.000 Todesopfer und rund zwei Millionen Vertriebene mussten ihre Heimat verlassen. Trotz eines 2018 in Äthiopien unterzeichneten Friedensabkommens, bestehen bis heute starke ethnische Spannungen. <br />Im Südsudan sind die Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen seit August 2022 wieder aufgenommen worden. Die mehrfach verschobenen Wahlen in dem Land sind nun für Ende 2024 angesetzt.<br />Der Südsudan wurde 2011 zwischen zwei grausamen Bürgerkriegen gegründet und erlangte damit nach fast 30 Jahren Krieg die Unabhängigkeit. Hauptstadt des jungen Staates wurde Juba, wo es derzeit mindestens 50 ethnische Gruppen gibt. Frauen bekommen durchschnittlich 5/6 Kinder und die Lebenserwartung liegt unter 60 Jahren. <br /> <br /><br />Fri, 27 Jan 2023 13:06:07 +0100AMERIKA/KOLUMBIEN - Wiederaufnahme der Verhandlungen: OHCHR begleitet Friedensprozess mit Büro vor Orthttp://fides.org/de/news/73329-AMERIKA_KOLUMBIEN_Wiederaufnahme_der_Verhandlungen_OHCHR_begleitet_Friedensprozess_mit_Buero_vor_Orthttp://fides.org/de/news/73329-AMERIKA_KOLUMBIEN_Wiederaufnahme_der_Verhandlungen_OHCHR_begleitet_Friedensprozess_mit_Buero_vor_OrtBogotá - "Bei meinem Treffen mit Präsident Gustavo Petro habe ich die Politik des 'totalen Friedens' seiner Regierung gewürdigt, einschließlich der Verpflichtung, das Friedensabkommen von 2016 mit der FARC-EP vollständig umzusetzen. Ich habe auch die Wiederaufnahme der Gespräche mit der Nationalen Befreiungsarmee begrüßt. Die Regierung kann auf die Expertise meines Büros zählen, um die Verhandlungen zu begleiten und in Menschenrechtsfragen, einschließlich der Rechte der Opfer, zu beraten“, so der Leiter des UN-Hochkommissarts für Menschenrechte , Volker Türk, auf einer Pressekonferenz zum Abschluss seines zweitägigen offiziellen Besuchs in Kolumbien, bei dem er ein neues Abkommen über die Präsenz seines Büros in Kolumbien bis 2032 unterzeichnete. <br />Türk ging auf die verschiedenen Probleme des Landes in Bezug auf die Menschenrechte ein und beklagte die Gewalt der bewaffneten Gruppen, mit der die Gemeinden täglich konfrontiert sind: Vertreibungen, Inhaftierungen, geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt, Massaker... "Wir alle müssen die Bemühungen unterstützen, dieser Situation ein Ende zu setzen", sagte der Hochkommissar und erinnerte daran, wie wichtig es ist, dass die kolumbianischen Behörden sicherstellen, dass die Menschenrechte bei den Verhandlungen von Anfang an in vollem Umfang berücksichtigt werden. Türk drängte darauf, den Opfern und den betroffenen Gemeinschaften besondere Aufmerksamkeit zu schenken, ihre Beteiligung zu gewährleisten und die Präsenz von Frauen bei den Gesprächen sicherzustellen. "Wir unterstützen die laufenden Verhandlungen voll und ganz, wir wissen, dass sie schwierig sind, es ist nicht einfach, Frieden zu schließen, leider ist es viel einfacher, Krieg zu führen", fügte Türk hinzu.<br />"Bei meinen Treffen hörte ich die Hoffnung aus Gesprächen mit Vertretern der Zivilgesellschaft“, betont der hochrangige UN-Vertreter, aber man habe auch auch auf die tiefen Ungleichheiten in Kolumbien hingewiesen darauf, dass „der Frieden mit den bewaffneten Gruppen allein nicht ausreicht“ und „die vollständige Umsetzung des Abkommens von 2016 und die Entwicklung des ländlichen Raums entscheidend sind."<br />Im November 2022 wurden die Friedensverhandlungen zwischen Vertretern der kolumbianischen Regierung und der Nationalen Befreiungsarmee wieder aufgenommen, nachdem sie seit 2018 auf Beschluss des damaligen kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque unterbrochen worden waren. Diese erste Phase fand in Caracas statt, da Venezuela zu den Garantieländern der Abkommen gehört . <br />Die zweite Gesprächsrunde soll am 13. Februar in Mexiko beginnen. Zu einem vom 17. bis 21. Januar in Caracas veranstalteten außerordentlichen Treffen von Vertretern der Regierung und der ELN betont Prälat Héctor Fabio Henao Gaviria, der die Bischofskonferenz bei den Gesprächen vertritt, es habe "ein Klima des aufrichtigen und proaktiver Dialogs, in einer Atmosphäre der Verständigung" geherscht. "Wir schreiten in einer Atmosphäre der Hoffnung und der Zuversicht voran, dass Fortschritte bei der Suche nach einem Ende des Leidens vieler Gemeinschaften aufgrund der Zusammenstöße gemacht werden können und ein Klima des Friedens geschaffen werden kann, das auch die Versöhnung im Lande gewährleistet“.<br />Die Vertreter von Kuba, Chile, Mexiko, Norwegen und Venezuela und der Institutionen, die die Friedensverhandlungen begleiten , unterstrichen das Engagement der Regierung und der ELN "für eine Stärkung des Dialogs am Verhandlungstisch und ihren bekräftigten Friedenswillen, der in dieser außerordentlichen Sitzung zum Ausdruck kommt". <br /> <br />Thu, 26 Jan 2023 13:21:39 +0100AFRIKA/GHANA - Bischof von Wiawso zurückgetreten und Nachfolger ernannthttp://fides.org/de/news/73331-AFRIKA_GHANA_Bischof_von_Wiawso_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernannthttp://fides.org/de/news/73331-AFRIKA_GHANA_Bischof_von_Wiawso_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat den von Bischof Joseph Francis Kweku Essien von Wiawso eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Administrator der Kathedrale von Waiwso, Pfarrer Samuel Nkuah-Boateng zu seinem Nachfolger ernannt. <br />Bischof Samuel Nkuah-Boateng wurde am 6. Mai 1968 in Sefwi Bosomoiso geboren. Nach dem Besuch des „St. Teresa's Minor Seminary“ in Elmina in der Erzdiözese Cape Coast und des „St. Peter's Regional Major Seminary“ in Cape Coast erwarb er einen Bachelor-Abschluss in Soziologie und Religionswissenschaften an der Universität von Ghana. Am 28. Juli 2001 wurde er zum Priester geweiht und in die Diözese Wiawso inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne: Pfarrvikar der Gemeinde der Unbefleckten Empfängnis in Enchi ; Sekretär des Bischofs von Wiawso ; Rektor der „St. Mary's“-Kirche in Dwinase ; Pfarrer der Gemeinde „St. Augustine“ in Sefwi Boak ; Direktor des Pastoral- und Ausbildungszentrums ; Administrator der Kathedrale in Wiawso ; Präsident der Vereinigung der Diözesanpriester ; Studium für den Master in Pastoral und Religionspädagogik an der Katholischen Universität von Ghana ; Master in Philosophie ; seit 2009 Mitglied des Konsultorenkollegiums und des Presbyteriumskollegiums; seit 2020 Direktor des Pastoral- und Ausbildungszentrums, Koordinator der Diözesankommission für Gerechtigkeit und Frieden und Administrator der Kathedrale in Wiawso.<br /> <br />Thu, 26 Jan 2023 12:54:05 +0100