AMERIKA/VENEZUELA - Neuer Interreligiöser Rat will gemeinsamen Beitrag zum Wohl des Landes leisten

Freitag, 24 April 2020   bischöfe   religionsfreiheit   menschliche entwicklung  

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Caracas (Fides) - Vertreter der christlichen Konfessionen und Gemeinschaften (Katholiken, Evangelikale, Anglikaner und Adventisten), der jüdischen Gemeinde und einer Gruppe sozialer Organisationen schließen sich in einem interreligiösen Rat zusammen, der "mit Reflexion und Handelns auf der Grundlage von Pluralität, einen Beitrag leisten will, einen Konsens zu erzielen, um die ernsten Probleme unserer Gesellschaft zu lösen", so der Weihbischof von Caracas und Generalsekretär der venezolanischen Bischofskonferenz (CEV), José Trinidad Fernández.
"Wir haben uns seit November 2019 regelmäßig getroffen, ermutigt durch die Suche nach Lösungen, die zum Wohl des Landes und Frieden beitragen, die es uns erlauben, Möglichkeit aufzuzeigen, Vertrauen aufzubauen, wo Unsicherheit herrscht, Hoffnung zu sehen, wo nur Todesfälle zu verzeichnen sind", so Bischof Fernández während der Pressekonferenz. In dem neuen Rat sind die katholische Bischofskonferenz, der Evangelischen Rat, die Adventistische Kirche, doie Jüdischen Gemeinde, der Union der Konföderierten Christlichen Kirchen (UNICRISTIANA), die Anglikanischen Kirche und dem Rat der Historischen Kirchen von Caracas vertreten.
Der interreligiöse Rat möchte die Integration und die gemeinsamen Anstrengungen zwischen den verschiedenen Sektoren des Landes stärken. Er versteht sich als Raum der Gemeinschaft "ohne Ausschlüsse" für alle religiösen, politischen und sozialen Komponenten des Landes, die zum Wohl der venezolanischen Familie zusammenarbeiten und die Tugenden praktizieren möchten, die die Grundlage für gutes politisches Handeln bilden: soziale Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, gegenseitiger Respekt , Toleranz und Achtung der Freiheiten, so der Generalsekretär der Venezolanischen Bischofskonferenz.
 Er betonte in diesem Zusammenhang auch, dass der Rat "Vielfalt zum Ausdruck bringt und seinen Beitrag zur Schaffung der Identität des Landes, das wir wollen" leistet, der angesichts des humanitären Notstands und der durch Covid-19 verursachten globalen Krise sowie angesichts der Migration als dringend erachtet wird, „ damit unser geliebtes Volk die Krise überwinden, den Frieden wiederentdecken und gemeinsam mit dem Wiederaufbau des Landes beginnen kann".
"Diese gemeinsame Arbeit von Kirchen, Religionsgemeinschaften, religiösen Organisationen und sozialen Sektoren wird es uns ermöglichen, die möglichen Zeichen von Frieden und Versöhnung mit integrativen Konstruktionsmechanismen aufzuzeigen, die von einem partizipativen und aufmerksamen Geist angetrieben werden, der in der Lage ist, Werte wiederherzustellen und dringende Maßnahmen, die unser Volk heute braucht ", so der Bischof abschließend.
(CE) (Fides 24/04/2020)


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