ASIEN/IRAK - Assyrischer Patriarch begrüßt Zusammenarbeit christlicher Organisationen und Parteien

Dienstag, 14 März 2017 ostkirchen   Ökumene   politik   mittlerer osten   krisengebiete  

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Erbil (Fides) – Auch der assyrische Patriarch Gewargis III. begrüßt den Zusammenschluss politischer und sozialer Organisationen der christlichen Gemeinden mit dem Ziel der Zusammenarbeit auf der politischen und sozialen Bühne im Irak. Am Samstag, den 11. März trafen sich Vertreter der chaldäischen, syrischen und assyrischen Gemeinden mit dem Primas der assyrischen Kirche in Erbil zu einem Gespräch über die Richtlinien der geplanten Zusammenarbeit und die gemeinsamen Forderungen die man bei der Regierung in Bagdad und der Regierung der autonomen Provinz Kurdistan vorbringen will, insbesondere im Hinblick auf die künftige Verwaltung der Provinz Ninive. Gewargis begrüßte insbesondere das Bemühen um den Erhalt der christlichen Präsenz in den seit jeher von ihnen besiedelten Gebieten, die seit dem Frühjahr 2014 vom den Truppen des Islamischen Staates (IS) gehalten wurden.
Die ersten Aufrufe zur Zusammenarbeit der Christen lancierte der chaldäische Patriarch Louis Raphael I Sako, der seit langem eine einheitliche Position der irakischen Christen in politischen und sozialen Fragen wünscht. Dies, so der chaldäische Patriarch „widerspreche nicht dem Erhalt einer jahrtausendealten Identität“, sondern trage dazu bei, dass man „keine Zeit mit dem Streit über das religiöse Erbe“ vergeude.
Am Montag, den 6. März, wurde der “Rat” der christlichen Gemeinden“ geschaffen (vgl. Fides, 7/3/2017), der sich als Verbindung zwischen den verschiedenen politischen und sozialen Organisationen versteht, in denen Christen aktiv sind. Der Rat versteht sich auch als Ansprechpartner für die politischen und institutionellen Organismen der Provinz.
Die Initiative wird auch von lokalen Politikern unterstützt, darunter der derzeitige Vorsitzende des Provinzrates in Kirkuk, Rebwar Talabani. Der neue Rat, so Talabani, könne einen positiven Beitrag nicht nur zur Verbesserung der Lage der christlichen Gemeinden leisten, sondern auch das friedliche und konstruktive Zusammenleben der verschiedenen Ethnien und Religionen fördern.
(GV) (Fides 14/3/2017).


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