Tschenstochau (Fides) – Am Freitag, dem 5. Juni, und Samstag, dem 6. Juni, wurde das Nationalheiligtum Jasna Góra in Tschenstochau zum Treffpunkt der Gebtsvereinigung des „Lebendigen Rosenkranzes“, die 1826 unter von der Seligen Pauline Jaricot in Lyon auf den Weg gebracht wurde.
Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Bewegung war das polnische Marienheiligtum Gastgeber des 3. Nationalen Rosenkranzkongresses und der traditionellen Wallfahrt.
Das 200-jährige Jubiläum wird auch am 12. und 13. Juni in Lyon mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm gefeiert, zu dem unter anderem Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, Propräfekt des Dikasteriums für Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die Partikularkirchen) erwartet wird.
Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung in Polen, so Pfarrer Maciej Będziński, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke (PMS) in Polen, gegenüber der Fides, habe der Kongress die Gelegenheit geboten, tiefer in die Geschichte, Theologie und Spiritualität des „Lebendigen Rosenkranzes“ einzutauchen, beginnend mit der Person seiner Gründerin, der Seligen Paolina Jaricot. Zu den Höhepunkte des Kongresses, an dem über 1.200 Personen teilnahmen, gehörten die Erfahrungsberichte der Laien. Unter den Teilnehmern befand sich eine Delegation der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Frankreich mit Sitz in Lyon, begleitet von Annette d'Arbaumont, einer Nachfahrin der Seligen Paoline Jaricot, deren Anwesenheit den internationalen Charakter der Feierlichkeiten unterstrich.
Zum Abschluss des ersten Kongresstages zogen die Gläubigen in einer Prozession um die Wallfahrtsmauern des Heiligtums und beteten den Rosenkranzes. Höhepunkt des Abends war der feierliche Aufruf von Jasna Góra („Apel Jasnogórski“), an dem mehrere Tausend Menschen teilnahmen. Unmittelbar darauf folgte das abendliche Gebet vor dem Gnadenbild der Mutter Gottes. Schließlich feierte Bischof Jan Piotrowski, Präsident der Missionskommission der Polnischen Bischofskonferenz, den gemeinsamen Gottesdienst .
Der zweite Tag der Feierlichkeiten begann früh am Morgen, als die Pilger sich im Heiligtum von Jasna Góra versammelten: rund 20.000 Menschen nahmen an der Wallfahrt teil, die im Heiligtum mit einem umfangreichen Programm aus gemeinsamen Gebeten, Zeugnissen, Begegnungen mit Missionaren und einer spirituellen Konferenz fortgesetzt wurde. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Heilige Messe im Heiligtum von Jasna Góra, der der Apostolische Nuntius in Polen, Erzbischof Antonio Guido Filipazzi, vorstand.
Schätzungsweise über 2,5 Millionen Menschen gehören in Polen der Gebetsvereinigung des „Lebendigen Rosenkranzes“ an. Reliquien der Seligen Pauline Jaricot befinden sich in zahlreichen polnischer Pfarreien, und polnische Pilger besuchen regelmäßig ihre Geburtsstadt Lyon.
„Die zweitägigen Feierlichkeiten haben gezeigt, dass die von Pauline Jaricot in Lyon begonnene Tradition zum 200-jährigen Jubiläum in Polen außerordentlich lebendig ist“, resümierte der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Polen, Sie entwickelt sich weiterhin dynamisch und verbindet die Generationen, von den Jüngsten bis zu den Ältesten.“
(EG) (Fides 8/6/2026)