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Peking (Fides) – Jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai – dem Tag vor dem Muttertag im Marienmonat – feiert die Kirche in China ein besonderes Fest zu Ehren der „Himmlischen Mutter Chinas“.
Dieses Fest erinnert an die Entscheidung, China Unserer Lieben Frau von Donglv zu weihen, ein Gelübde, das die Bischöfe des Ersten Chinesischen Konzils 1924 in Shanghai einstimmig ablegten.
Die Einführung des Festes war ein bedeutsames Zeichen der Marienverehrung, die viele chinesische Katholiken prägt. Am 8. Dezember 1941 entsprach Papst Pius XII. dem Wunsch der chinesischen Bischöfe und führte das große Fest zu Ehren der „Königin von China“ offiziell ein. Die Bischöfe daraufhin die Gottesmutter von Donglv im Marienheiligtum der Provinz Hebei zur „Unserer lieben Frau von China und Himmlischen Königin des chinesischen Volkes“.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Marienverehrung der chinesischen Katholiken trotz wechselvoller Zeiten weitere Ausdrucksformen gezeigt, und die Feierlichkeiten zu Ehren Marias, der Königin von China, sind heute mit dem Muttertag verbunden. Es entstanden weibliche Ordensgemeinschaften, die der Himmlischen Mutter gewidmet sind, wie beispielsweise die Kongregation der Missionarinnen der Himmlischen Mutter der Diözese Yanggu in Shandong. Sie wurde 1940, während des Krieges, von dem ersten chinesischen Kardinal, Thomas Tien Ken-sin, der aus der Provinz Shandong stammt, gegründet.
Jedes Jahr am Fest der Schutzpatronin nehmen die Generaloberin und die Ordensfrauen an der eucharistischen Anbetung, dem gemeinsamen Rosenkranzgebet und dem Barmherzigkeitsrosenkranz sowie einer Marienprozession teil.
Am 9. Mai trafen sich die Rosenkranzgruppen der Pfarrei Nanxi in der Diözese Wenzhou im Anschluss an den feierlichen Dankgottesdienst zu Ehren Unserer Lieben Frau von China zu einem Glaubenskurs zur Figur der Gottesmutter. Der Gemeindepfarrer, ein Einheimischer, konnte die Geschichte der Marienverehrung im lokalen Dialekt auch den Älteren verständlich erklären und hob Maria als Vorbild und Trost für alle Mütter in ihrer wichtigen Aufgabe hervor, ihre Kinder auf ihrem Glaubensweg zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Berufung zu entdecken. „Es gibt kein wirksameres Gebet als den Rosenkranz“, sagte der Pfarrer und schloss das Treffen mit dem gemeinsamen Gebet zu Ehren Unserer Lieben Frau von China ab.
In den Pfarreien der Provinz Jiangxi erhielten am Muttertag, dem 10. Mai, viele Mütter Geschenke und Blumensträuße. Priester und Laien besuchten die Mütter in den Krankenhäusern.
Auch im Bistum Peking feierte jede Pfarrei neben der feierlichen Eucharistiefeier den Muttertag mit der Verteilung von Geschenken als Zeichen der Dankbarkeit. In der Erlöserkathedrale erhielt jede Mutter ein kleines Säckchen mit einer Pflanze und einer Grußkarte, während in der Kirche des Bistumsseminars Porzellangeschirr verschenkt wurde.
(Fides 11/5/2026)
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