REGINA CAELI - Papst Leo XIV. erinnert an den Gebetstag für die Kirche in China

Sonntag, 24 Mai 2026 papst leo xiv.   marienverehrung   ortskirchen  

Vatikanstadt (Fides) - Im Anschluss an das Regina-Caeli-Gebet am Pfingstsonntag erinnerte Papst Leo XIV. an den Gebetstages für die Kirche in China. “Heute ist der Gebetstag für die Kirche in China, am liturgischen Gedenktag der Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, die im Heiligtum von Sheshan in Shanghai mit großer Frömmigkeit verehrt wird. Vereinen wir unser Gebet mit jenem der chinesischen Katholiken als Zeichen unserer Zuneigung zu ihnen wie auch ihrer Gemeinschaft mit der Weltkirche und dem Nachfolger Petri“, so der Papst wörtlich, „Die Fürsprache der Königin des Himmels erwirke der gläubigen Gemeinschaft in China die Gnade der Einheit und schenke allen die Kraft, das Evangelium in den Mühen des Alltags zu bezeugen, um ein Same der Hoffnung und des Friedens zu sein“.
Der Gebetstag für die Kirche in China wurde 2007 von Benedikt XVI. ins Leben gerufen und wird jedes Jahr am 24. Mai, dem Fest Unserer Lieben Frau, Hilfe der Christen, begangen, die im Heiligtum von Sheshan bei Shanghai verehrt wird. Papst Leo XVI. bekundete anschließend seine Verbundenheit mit den Opfern des Unglücks, das sich in den vergangenen Tagen in einem Bergwerk im Norden Chinas ereignet hat und erbat für sie den ewigen Frieden. Er schloss zudem die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land, im Libanon und im gesamten Nahen Osten an, die unter Krieg leiden, in sein Gebet ein.
Vor dem Regina Caeli-Gebets lud Papst Leo XIV. die Gläubigen ein, über die Gabe des Heiligen Geistes nachzudenken, „der in Fülle über die entstehende Kirche ausgegossen wurde und heute erneut ihren Gliedern geschenkt wird, als Licht und Kraft, die sie in allen Lebenslagen begleiten“ und sprach dabei über das zentrale Bild des Heiligen Geistes, „der die Türen öffnet“.
„Wir können bei einem Bild des Heiligen Geistes verweilen, das sich uns in der heutigen Liturgie bietet: Der Heilige Geist öffnet die Türen“, so der Papst wörtlich, „Das Evangelium besagt nämlich, dass »die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren« (Joh 20,19), und zugleich berichtet uns die Apostelgeschichte, dass der Heilige Geist wie ein heftiger Sturm kam (vgl. Apg 2,2), der jene Türen öffnete, der die Jünger dazu drängte, hinauszugehen und die Frohe Botschaft vom auferstandenen Christus zu verkünden“.
„Die erste Tür ist die Tür zu Gott selbst, in dem Sinne, dass er uns den Zugang zum Geheimnis Gottes eröffnet, so wie es sich in Jesus Christus offenbart hat. Durch die Gabe seines Geistes schenkt Gott uns den wahren Glauben, lässt uns den Sinn der Heiligen Schrift verstehen, gibt sich uns als nah zu erkennen und ermöglicht es uns, an seinem Leben selbst teilzuhaben“, fuhr der Papst fort
„Die zweite Tür ist jene des Abendmahlssaals, also der Kirche“, bekräftigte er, „Ohne das Feuer des Heiligen Geistes bleibt die Kirche eine Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten. Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben. Wie uns Papst Franziskus in Erinnerung rief, sind wir dazu berufen, »eine Kirche, die segnet und ermutigt, […] mit offenen Türen für alle« zu sein“
Schließlich „öffnet der Heilige Geist die Türen unserer Herzen, indem er uns hilft, Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden, und er uns befähigt, als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben. Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt“ und, „auch in unserer Zeit, besonders an diesem Pfingsttag, müssen wir den Heiligen Geist anrufen, damit er alle Türen öffne, die noch verschlossen sind. Wir müssen Gott wieder als Vater entdecken, der uns liebt, eine Kirche aufbauen, in der sich alle zu Hause fühlen, und eine geschwisterliche Welt zur Entfaltung bringen, in der unter allen Völkern Frieden herrscht“.
„Vertrauen wir wie die ersten Jünger auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Wohnstatt des Heiligen Geistes und der Mutter der Kirche“, so der Papst abschließend.
(ML) (Fides 24/5/2026)


Teilen: