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Vatikanstadt (Agenzia Fides) – Mögen die Fürsprache und das Gebet des neuen vietnamesischen Seligen Francis Xavier Truong Buu Diep „jenen Verkündern des Evangeliums Halt geben, die auch heute unter Verfolgung leiden“, so Papst Leo XIV. an diesem Sonntag (5. Juli) nach dem Angelusgebet mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen. Der Papst, dessen Gedanken bei all jenen in aller Welt waren, die in Situationen der Verfolgung Zeugnis für das Evangelium Christi ablegen, bezog sich auf den vietnamesischen Priester, der am Donnerstag, dem 2. Juli, unter dem Vorsitz von Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle im Heiligtum von Tac Say in Vietnam seliggesprochen wurde (vgl. Fides, 02/07/2026). Der neue Selige – so der Papst – sei 1946 „aus Hass gegen den Glauben“ ermordet worden. „In einem Umfeld von Willkür und Gewalt trat er als Verteidiger der Rechte der Menschen auf und ließ seine Gemeindemitglieder nicht im Stich.“
Vor dem Angelusgebet bezog sich Papst Leo XIV. in seiner kurzen Ansprache „auf das Evangelium der heutigen Liturgie (Mt 11, 25-30)“, das dazu einlade, in den Lobpreis einzustimmen, den Jesus dem Vater entgegenbringt“, „der liebt sich den Unmündigen zu offenbaren, während er den Weisen und Klugen verborgen bleibt“. Der Papst betonte, dass diese „so sehr in ihren eigenen Ideen eingenommen“ seien, „dass sie die Gegenwart Christi, des Messias, der sein Volk besucht, nicht erkennen“. Menschliche Weisheit werde so zu Arroganz, und die Lehre verkomme zu Hochmut. Die wahre Weisheit Gottes offenbare sich in der Demut des Fleisches, und seine Unterweisung richte sich an jene, die sich am schwersten tun: „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“, sagt der Herr.
Im Evangelium sagt Jesus: „Wer einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Eben diese Selbsthingabe, sei das „Joch Jesu“. Doch „Wie kann die Last des Kreuzes ‚leicht‘ und ‚sanft‘ sein?“, fuhr Papst Leo fort, „nur aus einem einzigen Grund: weil der Herr sie als erster und gemeinsam mit uns allen trägt, ohne uns jemals mit dem alleinzulassen, was uns niederschlägt.“
Nur am Kreuz Jesu – so der Papst in seiner Ansprach – „wird das Böse erlöst: Nur in seinem Leiden findet unsere Todesmüdigkeit Trost und Erlösung. In der Knechtschaft ist Christus die Befreiung. Unter der Geißel des Krieges ist Christus Hoffnung. In der Stunde der Sünde ist Christus Vergebung. Das ist wahre Weisheit, das heißt der Weg, den wir als in seinem Namen vereinte Jünger gemeinsam gehen wollen.“
Nach dem Angelusgebet wandte sich Leo XIV., in einem Grußwort an den Chor der Universität von Mérida in Venezuela und bekräftigte, dass er in seinen Gebeten stets „an die Opfer des Erdbebens und an das gesamten venezolanischen Volkes denke. Der Herr stehe euch in dieser so schweren Zeit bei“.
(GV) (Fides 5/7/2026)