Santa Clara (Fides) – Die Bischöfe Kubas bekunden in einer Stellungnahme, die an diesem Montag (13. April) veröffentlicht wurde, ihre „tiefste Verbundenheit“ mit Papst Leo XIV. und drücken darin ihre Nähe zum Papst angesichts der jüngsten verbalen Angriffe auf das Oberhaupt der katholischen Kirche aus. Sie danken ihm für sein Eintreten für den Frieden und die Schwächsten.
In dem vom Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz Kubas, Bischof Arturo González Amador von Santa Clara, unterzeichneten Text betonen die Bischöfe, dass die Aufrufe des Papstes zum Frieden „in einer von Konflikten und Kriegen verwundeten Welt“ zu einer "prophetischen Stimme und einem hellen Licht in der Dunkelheit" geworden seien.
Die Bischöfe betonen auch, dass der Papst, wenn er „wegen seiner Treue zum Evangelium und seines Einsatzes für die Armen und Ausgegrenzten angegriffen oder verunglimpft wird“, den Herrn Jesus „in greifbarer Weise“ gegenwärtig macht, und sie versichern ihm ihre Gebete und ihre Nähe und erbitten für sein Wirken den Schutz der Jungfrau der Nächstenliebe von El Cobre.
Diese Geste der kirchlichen Verbundenheit findet in einem besonders schwierigen Kontext für die Insel statt. Kuba erlebt eine der schwersten Krisen seiner jüngeren Geschichte, gekennzeichnet durch Nahrungsmittel-, Medikamenten- und Treibstoffmangel sowie anhaltende Stromausfälle, die das tägliche Leben der Bevölkerung massiv beeinträchtigen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem US-Embargo haben zu wachsender sozialer Unzufriedenheit geführt, die in einigen Regionen des Landes zu Protesten geführt hat.
Hinzu kommt die Besorgnis über die zunehmenden Inhaftierungen von Regierungskritikern. Laut dem jüngsten Bericht der Organisation „Prisoners Defenders“ vom März 2026 hat die Zahl der politischen Gefangenen in den letzten Monaten 1.000 überschritten. Neuverhaftungen, darunter auch von Frauen und Minderjährigen, stehen oft auch im Zusammenhang mit friedlichen Protesten und der Äußerung kritischer Meinungen. Viele Gefangene litten unter gesundheitlichen Problemen und erhielten keine angemessene medizinische Versorgung, was zu äußerst besorgniserregenden Zuständen führe, so die Organisation.
Angesichts dieser Lage hat Caritas Kuba die Verteilung humanitärer Hilfe intensiviert. Über das eigene Netzwerk hat das Hilfswerk der katholischen Bischöfe Lebensmittel, Hygieneartikel und Haushaltsgegenstände an bedürftige Familien in mehreren Diözesen verteilt. Diese Hilfsgüter sollen vor allem den Bedürftigsten zugutekommen, insbesondere angesichts der zunehmenden materiellen Armut. Treibstoffmangel und logistische Einschränkungen beeinträchtigen jedoch auch die Arbeit der Kirche, bei der Verteilung von Hilfe in den Gemeinden.
Seit Anfang 2026 hat die kubanische Bischofskonferenz wiederholt dazu aufgerufen, „der Realität des Landes im Geiste des Dialogs, der Hoffnung und der gemeinsamen Verantwortung zu begegnen“. Die Bischöfe beharren darauf, „Wege zu finden, die Krise zu überwinden und das Leid des kubanischen Volkes zu lindern“, wie es einer Erklärung der Bischöfe vom 12. Februar 2026 heißt, in der diese um die Verschiebung des Ad-limina-Besuchs bitten. In dieser Erklärung erläuterten die Bischöfe, dass die Bitte eine Reaktion auf die „sich verschlechternde sozioökonomische Lage im Land sei, die große Instabilität und Unsicherheit hervorrufe“. Sie präzisierten, dass das Treffen mit Papst Leo XIV., das ursprünglich für den 16. bis 20. Februar 2026 geplant war, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden solle, ohne dass zu diesem Zeitpunkt ein neuer offizieller Termin festgelegt wurde.
(Fides 17/4/2026)