Islamabad (Fides) – Während der Fastenzeit und des heiligen Monats Ramadan, den Christen und Muslime dieses Jahr gleichzeitig begehen, „möge die Kirche oder die Moschee zu einem Ort des Mitgefühls, des Friedens und der Liebe werden“. Diesen Appell richtete der Erzbischof von Rawalpindi-Islamabad, Joseph Arshad, an die pakistanische christliche Gemeinde in einer Botschaft, in der er der muslimischen Gemeinschaft zum Beginn des heiligen Monats Ramadan herzliche Grüße übermittelt.
„Das Jahr 2026“, so der Erzbischof, „markiert einen wunderbaren und seltenen spirituellen Moment, da die christliche Fastenzeit und der Fastenmonat Ramadan gleichzeitig beginnen. Dieses Zusammentreffen ist kein bloßer Zufall, sondern eine göttliche Einladung an die Gläubigen beider Religionen, sich auf einen gemeinsamen spirituellen Weg zu begeben.“
„In der christlichen Tradition“, heißt es im Text, „ist die Fastenzeit eine heilige Zeit des Gebets, des Fastens und der Nächstenliebe, die den Gläubigen Gelegenheit zur Umkehr, zur spirituellen Erneuerung und zur tieferen Gemeinschaft mit Gott bietet. Ähnlich verhält es sich für Muslime: Der Ramadan ist ein Monat des Fastens, der Nachtgebete, der Rezitation des Heiligen Korans und der Großzügigkeit durch Almosen.“
Der Erzbischof bemerkt, dass beide heilige Zeiten „zur Reinigung des Herzens, zur Selbstdisziplin und zur Hilfe für Bedürftige einladen. In einer Welt, die oft von Spaltung, Missverständnissen und Konflikten geprägt ist, sind diese gemeinsamen spirituellen Praktiken ein kraftvolles Zeugnis dafür, dass Glaube keine Quelle der Spaltung, sondern ein Mittel der Barmherzigkeit, Solidarität und Einheit ist.“
„Wenn ein Christ fastet und ein Muslim fastet; wenn ein Christ sich im Gebet verbeugt und ein Muslim sich im Gebet niederwirft; wenn beide sich der Speisung der Hungernden und der Unterstützung der Leidenden widmen, verkünden sie gemeinsam, dass Religion gleichbedeutend ist mit dem Dienst an der Menschheit und der Förderung des Friedens“, so Erzbischof Arshad, „Das Fasten lehrt Geduld, Demut und Verantwortungsbewusstsein, während das Gebet die Menschheit mit dem Schöpfer allen Seins verbindet; die Nächstenliebe setzt den Glauben in die Tat um und baut Brücken der Hoffnung, der Liebe und des Friedens.“
„In unserem geliebten Pakistan“, schreibt Erzbischof Arshad, „wo Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zusammenleben und den Traum von einer besseren Zukunft teilen, bietet dies eine einmalige Gelegenheit, die interreligiöse Harmonie weiter zu stärken“. Die Botschaft ruft Menschen aller Glaubensrichtungen und Gemeinschaften dazu auf, einander zu besuchen, Grüße auszutauschen und sich gemeinsam für die Schwächsten in der Gesellschaft einzusetzen.
Erzbischof Joseph Arshad lädt die Anhänger beider Religionen ein, „während dieser besonderen Zeit Friedensgebete zu sprechen“. „Wir hoffen“, schließt er, „dass wir alle durch Gebet, Fasten und Nächstenliebe zu Werkzeugen der Liebe und Barmherzigkeit Gottes werden“ und dass „die Menschheit sich unter dem Schutz des allmächtigen Gottes zu einer Familie vereinen möge, damit wir alle Botschafter der Geschwisterlichkeit, des Friedens und der Harmonie werden.“
(PA) (Fides 19/2/2026)