ASIEN/PAKISTAN - Interreligiöses Treffen: “Wir beten mit dem Papst für den Frieden im Nahen Osten und in Pakistan"

Freitag, 6 März 2026

Peace Center Lahore

Lahore (Fides) – Ein am 5. März in Lahore organisiertes interreligiöse Treffen zum Fastenbrechen (Iftar) war von einer Atmosphäre interreligiöser Harmonie geprägt. Eingeladen hatte Sardar Ramesh Singh Arora, Minister für Minderheiten in der Provinzregierung von Punjab. „Dieses interreligiöse Fastenbrechen hat Christen und Muslime zusammengebracht, die jeweils eine heilige Zeit durchleben, die Fastenzeit und den Ramadan. Es war ein großartiger Ausdruck der Harmonie und des Respekts zwischen Gläubigen verschiedener Religionen und zugleich ein Moment, um gemeinsam um Frieden und Versöhnung zu bitten“, berichtet der Dominikanerpater James Channan, Direktor des „Peace Center“ in Lahore, gegenüber Fides. Pater Channan war neben Erzbischof Benny Travas unter den Anwesenden. Ebenfalls unter den Teilnehmern waren anderen führende Religionsvertreter, darunter Allama Raghab Naeemi, Präsident des pakistanischen Rates für islamische Ideologie, der Mufti Adhiq Hussain und der muslimische Gelehrte Badar Munir sowie hohe zivile Autoritäten und Vertreter der Sikh- und Hindu-Gemeinden.
„Es war ein wertvoller Ausdruck des Dialogs im Alltag. Es ist bewegend zu sehen, wie Gläubige verschiedener Religionen, insbesondere Christen und Muslime, die Werte des interreligiösen Dialogs im Lichte und in Umsetzung des Konzilsdokuments ‚Nostra Aetate‘ in die Praxis umsetzen“, betont Pater Channan gegenüber Fides. „Wir haben Gebete für den Frieden in der ganzen Welt gesprochen, insbesondere für den Nahen Osten und für die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan“, betont er.
„Ich wollte betonen, dass die Fastenzeit und der Ramadan eine Zeit des Fastens, des Gebets und der Almosen sind. Diese Tage erinnern uns daran, mit Gott vereint zu sein und seine Barmherzigkeit und Vergebung zu suchen und uns gleichzeitig mit unseren Brüdern und Schwestern zu versöhnen“, berichtet der Dominikaner und merkt an, dass „diese interreligiösen Begegnungen wunderbare Gelegenheiten bieten, gegenseitigen Respekt und Unterstützung zum Ausdruck zu bringen“.
Die Anwesenden erinnerten im Rahmen des Treffens auch an die Worte von Papst Leo und teilten sein Engagement für den Frieden: „Wir danken Papst Leo XIV. für seine tiefe Sorge um Pakistan und Afghanistan sowie um die Völker, die unter der Gewalt im Nahen Osten leiden. Papst Leo XIV. fordert uns auf, für den Frieden zu beten, die Türen unserer Kirchen weit zu öffnen und den Allmächtigen anzurufen. Wir teilen seine Sorge um den Weltfrieden und beten mit ihm“, schließt Pater Channan.
(PA) (Fides 6/3/2026)


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