AFRIKA/SÜDAFRIKA - SACBC-Bischöfe tagen erstmals wieder in Präsenz

Donnerstag, 20 Januar 2022 bischöfe     ortskirchen  

Johannesburg (Fides) - "Wie schön, nach so langer Zeit wieder hier zu sein", sagte Bischof João Rodrigues, Bischof von Tzaneen, zu Beginn seiner Predigt bei der Eröffnungsmesse der Vollversammlung der Katholischen Bischofskonferenz des Südlichen Afrika (SACBC), in der sich die Bischöfe von Botswana, Südafrika und Swatini zusammenschließen. Die Vollversammlung findet im „St. John Vianney Seminar“ in Pretoria zum ersten Mal seit Januar 2020 statt.
Mit Blick auf die sozialen Folgen der Pandemie erinnerte Bischof Rodrigues an die Massenplünderungen in Südafrika im Juli 2021 (vgl. Fides 30.7.2021) und betont: "Ich konnte nicht glauben, dass so etwas in unserem Land so schnell passiert". Spaltung und Unordnung rühre jedoch nicht nur von den Unterschieden zwischen den Menschen her, sondern davon, wie diese Unterschiede instrumentalisiert werden, um Spaltung zu verursachen. "Die Gemeinschaft Gottes, die uns verbindet, ist stärker als die Unterschiede, die uns zu Spaltung und Unordnung verleiten", bekräftigte er.
Der Präsident der SACBC, Bischof Sithembele Sipuka von Umtata, berichtete, dass die üblichen pastoralen Programme der Pfarreien allmählich wieder aufgenommen werden und die Gläubigen wieder an der Sonntagsmesse teilnehmen dürfen.
Bischof Sipuka dankte Bischof Jose Louis zusammen mit seinen Priestern, Ordensleuten und Laien für ihr bescheidenes, aber prägnantes Zeugnis über die schmerzliche Situation nach den politischen Unruhen in ihrem Land, Eswatini (vgl. Fides 07/09/2021 und 19/10/2021).
Abschließend würdigte Bischof Sipuka zwei kürzlich verstorbene Protagonisten des Endes der Apartheid, den ehemaligen Präsidenten De Klerk und Erzbischof Tutu und erwähnte Erfolge und Misserfolge der südafrikanischen Verfassung, die Maßnahmen der Regierung im Umgang mit der Situation von Covid-19 und die wichtige Rolle der Medien bei der Aufdeckung der Korruption im Land.
(L.M.) (Fides 20/1/2022)


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