ASIEN/MYANMAR - Kardinal Bo bestärkt Jugendliche auf dem Weg der Gewaltfreiheit

Mittwoch, 24 März 2021 jugendliche     gewalt   soldaten   putsch   menschenrechte  

Yangon (Fides) – "Beschreitet den gewaltfreien Weg gegen gewalttätige Mittel", lautet die Botschaft mit der sich der Erzbischof von Yangon, Kardinal Charles Maung Bo, in einer am 23. März veröffentlichten Erklärung an die die jungen Demonstranaten wendet, deren „wunderbaren historischen Beitrag" er anerkennt, wobei er das Opfer der jungen Menschen in Myanmar für den Fortschritt und die Verbesserung des Landes würdigt. Kardinal Bo betont, dass der friedliche Kampf der Jugendbewegung für demokratische Werte, Gerechtigkeit und Einheit in Myanmar dank ihrer "Spontaneität, Kreativität, massiven Organisation und gewaltfreien Herangehensweise" auf weltweiten Respekt und Anerkennung gestoßen ist. Das gewaltfreie Vorgehen, so der Kardinal, "wird sich gegen gewalttätige Unterdrückung durchsetzen und die Zahl der Todesfälle unter den Demonstranten wird sinken".
Die Botschaft erinnert an die Herausforderungen, denen sich die Jugend von Myanmar heute gegenübersieht: sie versuchten in ernsthaften Schwierigkeiten zu überleben, sich brutaler Gewalt zu widerstehen, die Schmerz, Wut, Frustration und Angst hervorruft. Gleichzeitig erneuert der Kardinal den Aufruf, "nur friedliche Mittel einzusetzen" und in der gewaltfreien Reaktion stark und diszipliniert zu bleiben, um weiteres Blutvergießen und mehr Opfer zu vermeiden.
"Alle religiösen Traditionen halten an Gewaltlosigkeit fest, weil Gewalt an sich böse ist. Wir verurteilen bedingungslos die Gewalt gegen unbewaffnete Zivilisten", so der Kardinal, der seine volle Unterstützung für die jungen Menschen versichert und daran erinnert, dass sie durch eine Entscheidung für Gewalt die internationale Sympathie und Unterstützung verlieren würden und diese kontraproduktiv für ihren Protest wäre. In der Botschaft verspricht der Präsident der Bischofskonferenz von Myanmar, weiterhin auf allen Ebenen für die Bekämpfung von Gewalt und den Schutz des menschlichen Lebens zu arbeiten.
(JK-PA) (Fides 24/3/2021)


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