AFRIKA/GHANA - Der Missionar, der Dreiräder für Behinderte baut: Hoffnung für die „Letzten unter den Letzten“

Samstag, 13 Juli 2019 menschenrechte   solidarietät   entwicklung   behinderte   orden   missionsinstitute   armut  


Accra (Fides) – Auf den Straßen von Tamale, einer Stadt Ghanas mit mehr als 300.000 Einwohnern, sieht man Kinder und Erwachsene mit motorischen Behinderungen, die sich auf dem Boden mit Hilfe nur ihrer Arme fortbewegen. Bei derartigen Bedingungen können die Behinderten ausschließlich in der Nähe ihrer Wohnungen bewegen. Die übrige Welt existiert für sie nicht, vor allem leben sie in menschenunwürdigen Verhältnissen. Wenn der englische Missionar, Trevor Robinson der Weißen Väter (Die Gesellschaft der Missionare Afrikas) diese „Letzten unter den Letzten“ anschaute – von der Gesellschaft ausgegrenzte Menschen, verletzbar und ohne jegliche Hilfe – ansah, hatte er den evangelischen Wunsch Zeit und Energie aufzuwenden in dem Versuch ihre Lebensbedingungen zu verbessern. So hatte er die Idee einfache, handgemachte Dreiräder für Behinderte herzustellen. Bei der Überlegung, welche Möglichkeiten es für eine Lösung gebe, entwarf Bruder Trevor ein Dreirad, das dank Ketten und Kettenblättern handbetrieben werden kann. Der Schritt Projekt zum ersten Prototyp war kurz, und mit der Hilfe von Freiwilligen und Spendern begann Bruder Robinson angefangen nützliches Material zu recyclen, wie z.B. Teile alter Fahrräder, die er von Freunden und Bekannten bekam, während er einige unerlässliche Teile in der Hauptstadt Accra bestellte.
„Als ich damit angefangen hatte, wollte ich dieses Dreirad in eine Chance für die Straßenkinder zu verwandeln. Und ich habe einige von ihnen um ihre Hilfe gebeten. Anfangs produzierten wir ca. 10 Dreiräder pro Woche. Nach und nach sind wir bei 50 pro Woche angelangt“, erzählt der Missionar. Der Gesamtpreis für ein Behindertendreirad liegt bei ca. 250€. „Für einen Behin derten ist das viel zu viel. Dank einer Spende aus Europa können wir den Preis auf 10€ ansetzen“, und er erklärt gegenüber Fides, dass es nun gelinge Menschen eine Hoffnung zu geben, die am Rand der Gesellschaft leben.
„Wenn ein Behinderter ein solches Dreirad bekommen kann – schließt Bruder Trevor – tritt er in eine neue Dimension und gewinnt wieder Hoffnung für sein Leben. Bisher war er aufgrund seines Gebrechens auf einen begrenzten Aktionsradius begrenzt und war vor allem gezwungen ich im Straßenstaub und im Schmutz for zu bewegen. Mit dem Dreirad kann er nun überall hin. Es ermöglicht ihm den Kontakt zu anderen Menschen, erwachsen zu werden. Und nicht allein das: Seine Muskeln werden gestärkt, seine physische Gesundheit verbessert. Durch Inaktivität sind die Behinderten ohne die Möglichkeit sich auf dem Boden zu bewegen, oft zu einem frühen Tod bestimmt, werden Opfer von Lungenentzündung oder anderen Krankheiten. Jetzt hat sich Hoffnungsschimmer von Dankbarkeit und Licht in einem neuen Leben aufgetan.“
(EC) (Fides 13/7/2019)



Il missionario che realizza tricicli per i disab


Teilen:
menschenrechte


solidarietät


entwicklung


behinderte


orden


missionsinstitute


armut