ASIEN/KASACHSTAN - Caritas will das Konzept der "Freiwilligenarbeit" fördern

Montag, 13 November 2017 caritas     senioren     armut   sozialwesen   dialog   freiwilliger hilfsdienst  

Almaty (Fides) - "Eine der Herausforderungen der Caritas in Almaty ist es, Menschen für karitatives Engagement zu begeistern. Kasachstan will nicht als ‚Entwicklungsland’ betrachtet werden, im Gegenteil, man fühlt sich hier angesichts der enormen verfügbaren Ölreserven eher wie die Vereinigten Arabischen Emirate. Viele verstehen nicht, warum ein Hilfswerk hier arbeiten soll und daher stoßen wir oft auf Widerstand bei der Realisierung von Projekten. Deshalb kommen unsere eher Projekte etwas langsam an den Start", so Pater Guido Trezzani, Leiter der Caritas der Diözese Almaty. "Wir sind nicht sehr groß, obschon es uns schon seit drei Jahren gibt. Die Caritas wurde sogar schon 2001 gegründet, aber die eigentlichen Aktivitäten haben 2015 begonnen und die Fläche, für die wir zuständig sind, ist sehr groß".
Die Apostolische Administration Almaty wurde 1999 von Papst Johannes Paul II. errichtet im Jahr 2003 in den Rang einer Diözese erhoben. Sie hat eine Fläche von rund 712.000 Quadratkilometern mit einer Bevölkerung von fast 6,5 Millionen Einwohnern.
."Eines der Probleme, mit denen wir uns befassen müssen, ist der Mangel an menschlichen Ressourcen“, so der Missionar, „Hier gab es bisher fast keine Freiwilligenarbeit während der Zeit der Sowjetunion: Die Leute waren daran gewöhnt zu denken, dass für soziale Probleme der Staat zuständig ist. Das hat ein allgemeines Desinteresse erzeugt, aber langsam gibt es mehr Verantwortungsgefühl bei der Suche nach Lösungen. " Aus diesem Grund gibt stehe an der Spitze der Prioritätenliste "die Suche nach potenziellen freiwilligen Mitarbeiten in den katholischen Gemeinden der Region".
Caritas Almaty ist zwar vorwiegend in den Bereichen Gesundheit und Soziales tätig, doch die karitative Tätigkeit, so Pater Guido, sei auch eine wichtige Möglichkeit für den Interreligiösen Dialog mit der zu 67,8% muslimischen Bevölkerung. „Oft arbeiten wir mit Muslimen und Orthodoxen zusammen. Dabei geht es meist um das Engagement von Einzelpersonen, denn speziell im Falle des Islam gibt es keine entsprechende karitative Einrichtung, die mit der Caritas vergleichbar ist und soziale Arbeit mit Hilfe von freiwilligen Mitarbeitern fördert", so der Missionar abschließend.
(LF-PA) (Fides 13/11/2017)


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