AFRIKA/KONGO - NGO beklagt weitere Übergriffe auf Priester und Schwestern im Nord Kivu

Mittwoch, 5 April 2017 bischöfe   politik   bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fides)- “Von Kinshasa über Nord-Kivu bis Kasai werden Kirchen, Klöster und Schulen von bewaffneten Banden und Rebellen geplündert”, beklagt die kongolesische Menschenrechtsorganisation CEPADHO mit Blick auf die Situation im Osten der Demokratischen Republik Kongo.
“In die Pfarrwohnung in Paida (Beni, Nordkivu) dranken zum Beispiel bewaffnete Männer ein. Drei Priester, darunter der Ökonom, wurden in ihren Zimmern überrascht und misshandelt. Die Banditen nahmen Geld, Computer und andere Wertsachen mit. Und dass die Opfer noch leben, ist ein Wunder“, so die NGO. Aucjh Schulen in der Nachbarschaft, in denen Matierial der Unabhängigen Wahlkomission (CENI) aufbewahrt wurde, wurden geplündert.
Wie CEPADHO vermutet, soll damit das Engegement der Bischöfe bei der Vermittlung bei den Gesprächen zur Umsetzung der Ende letzten Jahres unterzeichneten Vereinbarungen “bestraft” werden. Unterdessen verzichtet die Bischofskonferenz des Landes bereits seit Ende März auf die Mittlertätigkeit (vgl Fides 28/3/2017).
CEPADHO “bekräftigt, dass der politische Stillstand weder Schuld der Bischöfe noch der katholischen Kirche ist, sondern der kongolesischen Bischöfe, die die Umsetzung der Vereinbarungen vom 31. Dezember verindern wollen”.
(L.M.) (Fides 5/4/2017)



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