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Vatikanstadt (Fides) – „Fürchtet euch nicht vor eurer Kleinheit“: Mit diesen Worten ermutigte Papst Leo XIV. am Donnerstag, dem 3. September, die dreizehn Bischöfe der Lateinischen Bischofskonferenz in den Arabischen Regionen (CELRA), die er nach Abschluss ihrer Jahrestagung in Rom zu einer Audienz im Vatikan empfing.
Die Konferenz vereint die lateinischen Diözesen in 17 Ländern des Nahen Ostens, der Arabischen Halbinsel und am Horn von Afrika: Ägypten, Syrien, Irak, Libanon, Jordanien, Israel, Palästina, Zypern, Dschibuti, Somalia, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Jemen, Bahrain, Kuwait, Katar und Saudi-Arabien.
In seiner Ansprache an die Bischöfe erinnerte der Papst an die Ortskirchen, die „in einem Umfeld wirken, das oft von politischen, sozialen und religiösen Spannungen geprägt ist“, und würdigte die Märtyrer dieser Länder: Schwester Leonella Sgorbati, Missionarin der Consolata, die Missionarinnen der Nächstenliebe, die im Jemen getötet wurden, während sie den Schwächsten dienten, sowie die vielen Priester, Ordensleute und Gläubigen, die im Irak, in Syrien und „in anderen von Gewalt geprägten Ländern“ ihr Leben ließen. „Ihre Namen sind der Welt vielleicht nicht bekannt, aber Gott kennt sie sehr wohl“, erklärte der Papst und forderte die Gemeinden auf, „weder der Angst noch der Resignation nachzugeben“.
Der Papst ermahnte die Bischöfe, „Hirten zu bleiben, die ihrem Volk nahe sind“, insbesondere angesichts der erzwungenen Auswanderung vieler christlicher Familien. „Die Fruchtbarkeit der Kirche misst sich nicht an Zahlen, Strukturen oder Ressourcen, sondern an der Treue zum Evangelium“, betonte er und forderte Gemeinschaften, die fähig sind, im Herzen der von Konflikten geprägten Gesellschaften „gemeinsam zu leben, zu dienen und zu hoffen“. „Eine kleine Gemeinschaft kann, wenn sie in Christus verwurzelt ist, eine wertvolle Präsenz sein: nicht, weil sie nach Macht strebt, sondern weil sie dient“, bekräftigte er; „nicht, weil sie sich aufdrängt, sondern weil sie Zeugnis ablegt; nicht, weil sie auf Gewalt mit weiterer Gewalt antwortet, sondern weil sie der Gewalt die Nächstenliebe entgegenstellt.“ Er forderte zudem dazu auf, „das Wesentliche der Mission der Kirche nicht aus den Augen zu verlieren: die Verkündigung des Evangeliums, das Gebet, die Sakramente und die christliche Bildung“, und empfahl weiter, den Familien und den Jugendlichen, die „oft zwischen großen Hoffnungen und einer ungewissen Zukunft hin- und hergerissen sind“, besondere Fürsorge zukommen zu lassen.
Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die Migranten, die in den Golfstaaten zahlreich sind und oft von Einsamkeit und Unsicherheit betroffen sind: „Erkennt in jedem Migranten einen Bruder und eine Schwester“, sagte Leo XIV. und forderte dazu auf, die christlichen Gemeinschaften zu „Häusern zu machen, in denen sich niemand als Fremder fühlt“. Der Papst ermutigte zudem zur Gemeinschaft zwischen den verschiedenen Riten in der Region und zu einem „aufrichtigen Dialog“ mit den anderen christlichen Konfessionen und mit den Muslimen, „ohne dabei die eigene Identität aufzugeben“.
Abschließend forderte der Papst die Bischöfe auf, nicht „in erster Linie nach Erfolg oder Anerkennung“ zu streben, sondern nach Treue: „ Seid eine Stimme der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens; Männer des Gebets, Hirten, die ihrem Volk nahe sind, Baumeister der Versöhnung und Zeugen der Barmherzigkeit“. Er vertraute die Kirchen der arabischen Regionen dem Schutz der Jungfrau Maria, der Königin des Friedens, an und versicherte den Bischöfen: „Ihr seid nicht allein. Die Weltkirche blickt mit Zuneigung auf eure Gemeinschaften.“ (MLK) (Fides 4/9/2026)