Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/INDIEN - Steyler Missionare begleiten tribale Völker bei der Bekämpfung von Kinderheirathttps://fides.org/de/news/77280-ASIEN_INDIEN_Steyler_Missionare_begleiten_tribale_Voelker_bei_der_Bekaempfung_von_Kinderheirathttps://fides.org/de/news/77280-ASIEN_INDIEN_Steyler_Missionare_begleiten_tribale_Voelker_bei_der_Bekaempfung_von_KinderheiratMumbai – Die Steyler Missionare engagieren sich im indischen Bundesstaat Maharashtra im mittleren Westen Indiens für die Stammesvölker und bekämpfen dort insbesondere die Kinderheirat. Wie der P. John Singarayar , Anthropologe und Soziologe, gegenüber Fides berichtet, „bekämpft die Gesellschaft des Göttlichen Wortes durch ihre Mission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung seit über einem Jahrzehnt im Distrikt Raigad eines der hartnäckigsten sozialen Übel Indiens: die Kinderheirat“.<br />Wie P. Singarayar erklärt, hat die „Janseva Society“, eine Initiative der Mission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Ordensprovinz Mumbai der Steyler Missionare, die in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Bombay gegründet wurde, kürzlich eine einmonatige Tür-zu-Tür-Aufklärungskampagne abgeschlossen, insbesondere in Gebieten, die von staatlichen Dienstleistungen nicht erfasst werden und in denen alte Bräuche der Stammeskultur oft Vorrang vor gesetzlichen Bestimmungen haben.<br />Die von den Missionaren erhobenen Zahlen sind besorgniserregend. Eine kürzlich in über zwanzig Siedlungen der Katkari-Ureinwohner durchgeführte Studie ergab, dass 111 Jungen und 81 Mädchen in 258 Familien vor Erreichen des gesetzlichen Mindestalters geheiratet haben. Die Katkari-Stammesangehörigen leben in großer Armut, die durch Landmangel und erzwungene Arbeitsmigration noch verschärft wird. Die Schulbildung der Kinder ist lückenhaft und wird oft abgebrochen, wodurch die Jugendlichen in eine prekäre Lage geraten und die Familien unter diesen Umständen eine frühe Heirat als unvermeidlich betrachten.<br />In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage der Kasten. „Wir haben Katkari-Siedlungen gefunden, die in Dörfern liegen, in denen Menschen höherer Kasten leben, wo Katkari-Kinder ausgegrenzt werden und sich unerwünscht fühlen“, erklärte Pater John Singarayar der seit Gründung der „Janseva Society“ in der Region tätig ist. „ Mit zwölf oder dreizehn Jahren haben die meisten Kinder die Schule komplett abgebrochen. Dann beginnt die eigentliche Gefährdung“, erklärt er.<br />Was den Ansatz der Initiative der Steyler Missionare auszeichnet, ist das Engagement für Begleitung statt moralischer Verurteilung. Verwurzelt in der Vision von Gerechtigkeit und Mitgefühl, versuchen die Missionare, Christus durch authentische Solidarität und systemischen Wandel unter den Ausgegrenzten präsent zu machen.<br />„Wir kommen nicht als Fremde, um den Menschen zu sagen, was sie tun sollen“, sagt Manisha Kapare, eine Katkari-Frau und Koordinatorin der Kampagne bei der „Janseva Society“. „Wir setzen uns zu den Familien, hören uns ihre Schwierigkeiten an und helfen ihnen, die Zusammenhänge zwischen Frühehen und dem Leid, das sie bereits kennen, zu erkennen: Mädchen, die bei der Geburt sterben, Kinder, die nicht überleben, junge Paare, die in Armut gefangen sind.“<br />Die Mitarbeiter der Steyler Missionare arbeiten aktiv mit lokalen Beamten und Dorfvorstehern zusammen und schlagen so eine Brücke zwischen glaubensbasiertem sozialem Engagement und lokaler Regierungsführung, wodurch die Kampagne wesentlich effektiver wird. „Das ist die eigentliche Arbeit der Mission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, bemerkt Pater John Singarayar. „Gerechtigkeit bedeutet, sich mit Strukturen auseinanderzusetzen, die die Menschenwürde mit Füßen treten. Frieden bedeutet, Bedingungen zu schaffen, unter denen Familien nicht zwischen dem Überleben und dem Wohlergehen ihrer Kinder wählen müssen. Und die Bewahrung der Schöpfung umfasst den Schutz der Kindheit selbst als etwas Heiliges.“<br />Die einmonatige Kampagne umfasste achtzehn Dörfer und erreichte über 100 Familien. Die ehrenamtlichen Helfer bezogen die Dorfältesten mit ein, sprachen separat mit den Jugendlichen und wandten sich an die Mütter, die oft einen stillen Einfluss auf Familienentscheidungen ausüben. Sie erklärten, dass das gesetzliche Heiratsalter keine willkürliche „bloße bürokratische Regel” sei, sondern eine Garantie für das Wohlergehen der Menschen.<br />Die Resonanz war sehr positiv. Mehrere ältere Menschen in den Dörfern verpflichteten sich, Kinderheiraten in ihren Gemeinden zu verhindern. Drei Familien verschoben die von ihnen bereits geplanten Hochzeiten. Mädchen, die nie nach ihrer Zukunft gefragt worden waren, begannen, ihre Hoffnung auf eine Fortsetzung ihres Bildungswegs zum Ausdruck zu bringen.<br />Die „Janseva Society“, die 2013 offiziell gegründet wurde, steht für das langfristige Engagement der Steyler Missionare für die am stärksten marginalisierten Gemeinschaften in Tala Taluka und verbindet Seelsorge mit sozialem Engagement.<br />Die „Janseva Society“ plant, die Kampagne auf benachbarte Stammesgebiete auszuweiten und gleichzeitig die Besuche in den bereits besuchten Dörfern fortzusetzen, indem sie den Stammesgemeinschaften zur Seite steht und sich auch für den Zugang zu Bildung und zur Sicherung des Lebensunterhalts und die Emanzipation der jungen Frauen einsetzt.<br /> <br />Sat, 24 Jan 2026 11:50:09 +0100ASIEN/CHINA- Bischof Anton Li Hui tritt Nachfolge von Nicholas Han Jide in der Leitung der Diözese Pingliang anhttps://fides.org/de/news/77282-ASIEN_CHINA_Bischof_Anton_Li_Hui_tritt_Nachfolge_von_Nicholas_Han_Jide_in_der_Leitung_der_Dioezese_Pingliang_anhttps://fides.org/de/news/77282-ASIEN_CHINA_Bischof_Anton_Li_Hui_tritt_Nachfolge_von_Nicholas_Han_Jide_in_der_Leitung_der_Dioezese_Pingliang_anPingliang – Der bisherige Bischofskoadjutor von Pingliang in der chinesischen Provinz Gansu, Anton Li Hui, hat die Leitung der Diözese übernommen und damit die Nachfolge des 85-jährigen Bischofs Nicholas Han Jide angetreten, der nun emeritierter Bischof derselben Diözese ist. <br />Die chinesischen katholischen Online-Portale „Xinde.org“ und „chinacatholic.cn“ berichten, dass die Amtseinführung des Bischofs im Rahmen einer feierlichen Eucharistiefeier am 15. Januar unter Beteiligung der Gläubigen und in Anwesenheit von Vertretern der Zivilbehörden stattfand.<br /> In seiner Predigt betonte Bischof Anton Li, dass er die pastorale Linie seines Vorgängers fortsetzen werde, indem er den Klerus und die Gläubigen auf ihrem Glaubensweg unterstütze und sich für den Beginn einer neuen Ära der Verkündigung des Evangeliums einsetze. Der emeritierte Bischof Nicolas Han dankte auch den zivilen Behörden für ihre Anwesenheit. <br />Anton Li Hui, der am 11. Januar 2021 von Papst Franziskus zum Weihbischof von Pingliang ernannt wurde, empfing am 28. Juli 2021 in der Kathedrale von Pingliang die Bischofsweihe. Bei dieser Gelegenheit erklärte der Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, auf Fragen von Journalisten: „Ich kann bestätigen, dass heute, am Mittwoch, dem 28. Juli 2021, in der Kathedrale von Pingliang in der chinesischen Provinz Gansu die Bischofsweihe von Anton LI Hui stattgefunden hat, der am 11. Januar 2021 vom Heiligen Vater zum Weihbischof von Pingliang ernannt worden war. Bischof Li ist der fünfte chinesische Bischof, der im Rahmen des Provisorischen Abkommens über die Ernennung von Bischöfen in China ernannt und geweiht wurde.“<br />Der fünfte Bischof, der nach Inkrafttreten des Provisorischen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China über die Ernennung von Bischöfen ernannt wurde, wurde 1972 im Kreis Mei der Provinz Shaanxi geboren. Er trat 1990 in das Diözesanseminar von Pingliang ein und schloss sein Studium am Nationalen Priesterseminar der Katholischen Kirche in China ab. Seit 1996 ist er Priester. Vor seiner Ernennung zum Bischof war er lange Zeit in der Diözese Peking als Seelsorger tätig. Er setzte sein Studium an der Fakultät für chinesische Literatur der Volksuniversität Peking fort. <br />Seit 1910 waren belgische und deutsche Missionare in der Region Pingliang tätig, bis am 25. Januar 1930 die Apostolische Präfektur Pingliang errichtet und den spanischen Kapuzinern anvertraut wurde. Die Präfektur wurde 1950 in den Rang einer Diözese erhoben. Heute zählt die Diözese etwa 12.000 getaufte Katholiken mit etwa zwanzig Priestern und 18 Ordensschwestern der Kongregation der Heiligen Familie, die in den 10 Pfarreien und 11 Kapellen und Missionsstationen tätig sind.<br /> Fri, 23 Jan 2026 12:55:42 +0100AMERIKA/PERU - Online-Kurs für die bolivarischen Länder über die Entstehung und die Arbeit der Päpstlichen Missionswerkehttps://fides.org/de/news/77281-AMERIKA_PERU_Online_Kurs_fuer_die_bolivarischen_Laender_ueber_die_Entstehung_und_die_Arbeit_der_Paepstlichen_Missionswerkehttps://fides.org/de/news/77281-AMERIKA_PERU_Online_Kurs_fuer_die_bolivarischen_Laender_ueber_die_Entstehung_und_die_Arbeit_der_Paepstlichen_MissionswerkeLima – Was sind die Päpstlichen Missionswerke, was ist ihre Mission und ihr Tätigkeitsbereich? Diese Fragen sollen in einem Online-Kurs für die bolivarischen Länder, der am 31. Januar beginnt, ausführlich beantwortet werden. „Die Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke der bolivarischen Länder – Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien – haben sich zum zweiten Mal in Folge zusammengeschlossen, um einen Kurs über die Tätigkeit der Päpstlichen Missionswerke anzubieten. Dies ist eine sehr wichtige Gelegenheit, um die vier Werke bekannt zu machen und gleichzeitig zu zeigen, wie die Missionswerke auf unserem Kontinent tätig werden“, erklärt der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Peru, Pfarrer José Hipolito Purizaca Sernaque. <br />Der Kurs versteht sich als Bildungsangebot zur Förderung der Gemeinschaft und des missionarischen Engagements, das die Bolivarischen Länder in einem einzigen Geist vereint, wie auch das Thema des nächsten Weltmissionssonntags 2026 „Eins in Christus, vereint in der Mission“ deutlich macht.<br />„Wir werden uns eingehend damit befassen, wie das Kindermissionswerk arbeitet, wie junge Menschen begleitet und unterstützt werden, wie Mission in Familien gelebt wird, wobei wir daran erinnern, dass es missionarische Familien gibt, und auch, wie Kranke und ältere Menschen unter ihren Umständen aktiv als Missionare mitwirken“, erklärt der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Peru. „Insbesondere in unseren Ländern wird die missionarische Freiwilligenarbeit ebenso wie die kontinuierliche Berufungspastoral geschätzt und gefördert.“<br />Die Initiative richtet sich an Pastoralarbeiter, junge Menschen, Lehrer und alle, die ihr Verständnis für die Identität, die Aufgaben und die Evangelisierungsarbeit der Päpstlichen Missionswerke vertiefen möchten, um ihren Dienst an der Kirche zu stärken.<br />„All diese Bemühungen“, so Pfarrer Purizaca abschließend, „zielen darauf ab, die Kirche in ihrer wesentlich missionarischen Dimension im Lichte der Erfahrung der Päpstlichen Missionswerke darzustellen und zu verstehen und die Bedeutung der Missionsgebiete für die katholische Kirche bewusst zu machen“.<br /> Fri, 23 Jan 2026 12:11:07 +0100ASIEN/MYANMAR - Neue Kirche in der Diözese Myitkyina: Zeichen des Glaubes und der Hoffnung in der Konfliktregionhttps://fides.org/de/news/77279-ASIEN_MYANMAR_Neue_Kirche_in_der_Dioezese_Myitkyina_Zeichen_des_Glaubes_und_der_Hoffnung_in_der_Konfliktregionhttps://fides.org/de/news/77279-ASIEN_MYANMAR_Neue_Kirche_in_der_Dioezese_Myitkyina_Zeichen_des_Glaubes_und_der_Hoffnung_in_der_KonfliktregionMyitkyina – Die Einweihung einer neuen Kirche und einer Lourdesgrotte ist ein besonderes Ereignis in der Diözese Myitkyina, der Hauptstadt des Bundesstaates Kachin im Norden Myanmars. Im andauernden Bürgerkrieg ist das umliegende Gebiet Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen der regulären Armee und den ethnischen Milizen der Kachin, unter denen die Zivilbevölkerung stark leidet und die Zahl der Vertriebenen stetig zunimmt. <br />Vor diesem Hintergrund hat der Bau und die Eröffnung eines Gotteshauses für die katholischen Gläubigen am 13. Januar dieses Jahres eine besondere Bedeutung: Er unterstreicht, dass „die Gläubigen in Zeiten der Krise und der Not dazu aufgerufen sind, eine Gemeinschaft lebendiger Steine zu sein, wie es der Apostel Petrus in seinem ersten Brief sagt”, so der Bischof von Myitkyina, John Mung Ngawn La Sam, als er die neue Kirche „St. Johannes“ im Stadtteil Takkone Htoi San in der Hauptstadt Myitkyina segnete. Die neue Kirche war notwendig geworden, da die lokale katholische Gemeinde in der Diözese, die insgesamt über 95.000 Gläubige zählt, erheblich gewachsen war.<br />An der Veranstaltung nahmen Kardinal Charles Bo, Bischof Noel Saw Naw Aye, Bischof Francis Than Htun und Bischof Raymond Wai Lin Htun, die drei Weihbischöfe der Erzdiözese Yangon, sowie zahlreiche Gläubige teil.<br />In seiner Ansprache an die Gläubigen erinnerte Kardinal Bo an die spirituelle Bedeutung der neuen Kirche, die dem Heiligen Johannes dem Evangelisten geweiht ist, und erinnerte daran, dass „die wahre Kirche aus dem Volk Gottes besteht, das im Licht des Herrn wandelt“. Er beschrieb die neue Kirche als „ein zukünftiges Haus des Gebets, des Trostes und der Vergebung und einen Ort, von dem aus die Gemeinde ausgesandt wird, um das Evangelium zu verkünden“. „Die Mauern der Kirche“, so der Kardinal, „dienen nicht dazu, die Gemeinde einzuschränken, sondern sie zu schützen und zu nähren, damit sie Zeugin der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt sein kann“.<br />Die Gemeinde Htoi San besteht aus 154 katholischen Familien mit insgesamt 902 Gläubigen, die von zwei Katecheten betreut werden. Die Kirche des heiligen Johannes und die Lourdesgrotte, wo sich die Gläubigen zum Rosenkranzgebet versammeln, um Schutz der Jungfrau zu erbitten, „sind konkrete Symbole eines Glaubens, der im Konflikt lebendig bleibt, während das Volk der Kachin für Gerechtigkeit und Frieden kämpft“, schloss Bischof La Sam.<br />Wie Beobachter aus der Region berichten, organisieren die Kachin-Familien, die sich in einer akuten sozialen Krise befinden, regelmäßig Gebetstreffen in ihren Häusern, um sich gegenseitig zu unterstützen und den Glauben im Alltag aufrechtzuerhalten. „Dabei werden Dankgebete gesprochen und Bitten um Wohlstand, Gesundheit und Frieden zum Ausdruck gebracht. Man widmet sich Gebeten, Lobgesängen, dem Lesen des Evangeliums und dem Austausch über die eigenen Gedanken zu den Lesungen. Manchmal wird der Rosenkranz gebetet. Es sind spirituell sehr intensive und fruchtbare Momente, um die Hoffnung am Leben zu erhalten“, berichtet Michael Javier, ein Laienmissionar von St. Columban in Myanmar.<br /> Fri, 23 Jan 2026 09:27:19 +0100Erzbischof Sangalli am aufgebahrten Sarg des Modeschöpfers Valentino Garavani: Moment des Gebets und der Andacht mit den Angehörigenhttps://fides.org/de/news/77278-Erzbischof_Sangalli_am_aufgebahrten_Sarg_des_Modeschoepfers_Valentino_Garavani_Moment_des_Gebets_und_der_Andacht_mit_den_Angehoerigenhttps://fides.org/de/news/77278-Erzbischof_Sangalli_am_aufgebahrten_Sarg_des_Modeschoepfers_Valentino_Garavani_Moment_des_Gebets_und_der_Andacht_mit_den_AngehoerigenRom – Unter den Tausenden von Menschen, die heute dem am Montag, 19. Januar, im Alter von 93 Jahren verstorbenen Modeschöpfer Valentino Garavani die letzte Ehre erwiesen haben, befand sich auch eine hochrangige Delegation des Dikasteriums für die Evangelisierung , bestehend aus Erzbischof Samuele Sangalli, beigeordneter Sekretär des Missionsdikasteriums), Monsignore Sergio Bertocchi und Schwester Benedetta Chinellato. <br />Der sogenannte „Palazzo Valentino”, der römische Sitz des historischen Modehauses und der Stiftung „Fondazione Garavani Giammetti“, in dem der Sarg des Modeschöpfers aufgebahrt ist, befindet sich auf der Piazza Mignanelli, neben dem Palazzo „de Propaganda Fide“, dem historischen Sitz des Missionsdikasteriums. <br />Die Räumlichkeiten der Stiftung sind Eigentum des Dikasteriums für die Evangelisierung. Die Stiftung hat ihre Verpflichtungen gegenüber dem Dikasterium stets pünktlich und korrekt erfüllt.<br />Erzbischof Sangalli, Monsignore Bertocchi und Schwester Chinellato sprachen im Namen des Missionsdikasteriums den Familienangehörigen und dem langjährigen Mitarbeiter des Modeschöpfers, Giancarlo Giammetti, ihr Beileid aus. Erzbischof Sangalli leitete einen Moment des Gebets und segnete den Sarg. Monsignore Bertocchi wird das Dikasterium bei der Trauermesse vertreten, die am Freitag, 23. Januar, in der Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom gefeiert wird.<br />Valentino Ludovico Clemente Garavani, bekannt als Valentino, wurde am 11. Mai 1932 in Voghera geboren und ist eine Schlüsselfigur der Haute Couture und des „Made in Italy”. Im Alter von siebzehn Jahren zog er nach Paris, wo er die renommierte „École de la chambre syndicale de la couture parisienne“ besuchte und begann, mit einigen großen Namen der französischen Modeszene zusammenzuarbeiten. 1959 präsentierte er in Rom, wo er sein Modehaus gründete, seine erste Kollektion. Das Jahr 1962 markiert den offiziellen Beginn der langen und erfolgreichen Karriere von Valentino Garavani, der seine Kollektion auf der Modemesse „Pitti Moda“ in Florenz vorstellte und dort begeistert aufgenommen wurde.<br />Der weltberühmte Modeschöpfer kleidete zahlreiche Prominente ein und trug zum Erfolg der italienischen Mode in der Nachkriegszeit bei. Mit Boutiquen in Hauptstädten wie New York, Paris und Tokio erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und pflegte künstlerische Kooperationen auf höchstem Niveau, darunter mit Andy Warhol, der ihm ein Porträt widmete.<br /> <br />Thu, 22 Jan 2026 16:47:11 +0100AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Bischöfe bringen Katholische Universität auf den Weghttps://fides.org/de/news/77277-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Bischoefe_bringen_Katholische_Universitaet_auf_den_Weghttps://fides.org/de/news/77277-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Bischoefe_bringen_Katholische_Universitaet_auf_den_WegAbidjan – Die Gründung einer katholischen Universität in der Elfenbeinküste und eines Exerzitienzentrums für Priester stehen im Mittelpunkt der 128. Vollversammlung der Bischofskonferenz der Elfenbeinküste, die vom 20. bis 25. Januar in San Pedro stattfindet.<br />Die Versammlung wurde am 20. Januar in Anwesenheit des Apostolischen Nuntius in der Elfenbeinküste, Erzbischof Mauricio Rueda Beltz, und des Erzbischofs von Abidjan, Kardinal Ignace Bessi Dogbo, mit einer Messe unter dem Vorsitz der Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof Marcellin Yao Kouadio von Daloa, eröffnet. <br />In seiner Predigt äußerte Bischof Kouadio tiefe Besorgnis über die Entwicklung der Demokratie in verschiedenen afrikanischen Staaten und sprach von einer „Unabhängigkeit unter Vormundschaft und einer beschlagnahmten Souveränität”. „Man versucht, westliche Demokratiemodelle in einem von Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung und Einmischung geprägten Kontext nachzuahmen”, betonte er und verwies dabei auf verschiedene Fälle, in denen „der Zugang zur Macht durch Illegalität oder Wahlbetrug erfolgt”. „Die betrügerischen Sieger werden auf Kosten des Wahlergebnisses beglückwünscht und gefeiert”, beklagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz und richtete einen dringenden Appell an die Machthaber, „ein Segen für das Volk zu sein, das sie zu vertreten vorgeben”.<br />Zu den von den Bischöfen analysierten Themen gehört auch die soziopolitische Lage des Landes, auch im Hinblick auf die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Jahr 2025.<br />Auf kirchlicher Ebene befasst sich die Bischofskonferenz mit der Gründung der „Université Catholique de Côte d'Ivoire“ , einem Projekt, das auf der 126. Vollversammlung im Januar 2025 vorgestellt wurde. Die Universität wird unter der Leitung der Katholischen Akademie der Elfenbeinküste gegründet.<br /> <br />Thu, 22 Jan 2026 13:29:52 +0100ASIEN/MACAO - Diözese Macao feiert 450jähriges Gründungsjubiläumhttps://fides.org/de/news/77275-ASIEN_MACAO_Dioezese_Macao_feiert_450jaehriges_Gruendungsjubilaeumhttps://fides.org/de/news/77275-ASIEN_MACAO_Dioezese_Macao_feiert_450jaehriges_GruendungsjubilaeumMacau – Am Freitag, den 23. Januar wird in der Kathedrale, die der Geburt Mariens geweiht ist, eine feierlicher Gottesdienst stattfinden, mit dem das Programm der Feierlichkeiten und Initiativen anlässlich des 450-jährigen Bestehens der Diözese Macau eröffnet wird. Das Festprogramm umfasst die neun Pfarreien, in denen am Freitag auch die „Lux Vera” entzündet wird und eine Gebetswache stattfindet. Das Jubiläumsjahr zum 450-jährigen Bestehen der Diözese endet am 23. Januar 2027. <br />Macau spielte eine Schlüsselrolle bei der Evangelisierung des Fernen Ostens: als Brücke zwischen Ost und West, als treibende Kraft für karitative Werke und als Impulsgeber für entscheidende Initiativen im Bereich Bildung und Kultur. <br />Während des Jubiläumsjahres können Pilger, die zur Pfarrei „St. Joseph“ des Diözesanseminars pilgern, unter Erfüllung der traditionellen Bedingungen den von der Apostolischen Pönitentiarie gewährten vollkommenen Ablass erhalten. <br />Der Hirtenbrief, den der Bischof von Macau zum 450-jährigen Jubiläum der Gründung der Diözese verfasst hat, trägt den Titel „Von Macau in die Welt: 450 Jahre Mission und Barmherzigkeit – Die Vergangenheit ehren, die Zukunft gestalten; Das Erbe bezeugen, Mission in der Welt“. In dem Text zeichnet Bischof Lee die Geschichte der Diözese Macao nach und drückt seine Dankbarkeit gegenüber den Missionaren und all jenen aus, die den Glauben der Apostel von Generation zu Generation bewahrt und weitergegeben haben. <br />Vor 450 Jahren, so heißt es in dem Dokument, „veröffentlichte Papst Gregor XIII. die Bulle „Super Specula Militantis Ecclesiae“, mit der die Diözese Macao offiziell gegründet wurde. Seitdem hat sich Macao zu einem wichtigen Zentrum der Evangelisierung im Fernen Osten entwickelt. Zahlreiche Diözesanpriester, Missionare aus verschiedenen Regionen, Männer- und Frauenorden und Institute des geweihten Lebens – insbesondere die Missionare, die einst von Portugal aus in den Orient aufbrachen – haben Macao als Ausgangspunkt genommen, um das Evangelium auf dem chinesischen Festland, in Japan, Korea und verschiedenen Regionen Südostasiens, darunter Singapur, Malakka und Osttimor, zu verkünden”.<br />Die Feiern zum 450-jährigen Jubiläums der Diözese dient nicht dazu, „vergangene Ruhmestaten zu verherrlichen, sondern in Christus den Weg zu erkennen, den wir gehen müssen“. „Es ist ein Akt der Erinnerung , in dem wir Gott für sein Heilswerk danken“, so der Bischof.<br />Bei der Eröffnungsfeier werden am Freitag auch die Gedenkbriefmarken zum Jubiläum vorgestellt. Mitte des Jahres wird das Katholische Zentrum eingeweiht, das der neue Bezugspunkt der Diözese sein wird und zwei Sonderausstellungen beherbergen wird: „Über die Vergangenheit nachdenken, die Zukunft gestalten“ und „Das Erbe bezeugen, die Welt evangelisieren“. Am 28. November findet das Festival zum Tag der Familie der Diözese „Gemeinsam als Familie wachsen“ statt und am 5. Dezember das Jugendtreffen: „Gemeinsam gehen, neu aufbrechen“.<br />Im zweiten Quartal stehen das Symposium „Katholische Bildung – gestern, heute und morgen“ und eine Podiumsdiskussion der Schulleiter im Rahmen des akademischen Austauschs auf dem Programm.<br />Seit ihrer Gründung werden in der die Diözese Macao die Heilige Katharina von Siena und der Heiligen Franz Xaver als Schutzpatrone verehrt, wodurch sich der missionarischen Charakter und ihre Berufung zum kulturellen Austausch und zur Förderung moralischer Tugenden, Eigenschaften, die sich auch im Motto der Diözese „Scientia et Virtus” widerspiegeln.<br />Heute umfasst die Diözese 9 Pfarreien, 28 Bildungseinrichtungen, Caritas-Zentren und einen Verlag, der sich auch mit Kommunikation befasst. Über 70 Priester und Seminaristen sowie etwa 130 Ordensschwestern bieten den rund 30.000 Getauften seelsorgerische Begleitung. <br /> Thu, 22 Jan 2026 13:21:11 +0100ASIEN/PHILIPPINEN - Bischöfe: „Korruption ist das Ergebnis verdorrter Hände“https://fides.org/de/news/77274-ASIEN_PHILIPPINEN_Bischoefe_Korruption_ist_das_Ergebnis_verdorrter_Haendehttps://fides.org/de/news/77274-ASIEN_PHILIPPINEN_Bischoefe_Korruption_ist_das_Ergebnis_verdorrter_HaendeQuezon City – Korruption und soziale Ungerechtigkeit seien das Ergebnis „verdorrter Hände“, die den Bürgern Güter und Ressourcen entziehen. Ausgehend von der Erzählung im Evangelium, in der Jesus die verdorrte Hand eines Mannes heilt , wies Bischof Dave Dean Capucao von der Territorialprälatur Infanta östlich von Manila die Gläubigen auf „die Notwendigkeit hin, systemische Missstände anzugehen, anstatt sich zu verstecken”. „Viele Hände sind heute verdorrt, weil der Diebstahl öffentlicher Gelder systemisch geworden ist”, sagte Bischof Capucao während einer gemeinsam mit anderen Bischöfen zelebrierten Messe in der Kathedrale von Cubao in Quezon City am 21. Januar im Rahmen eines Studienseminars im Vorfeld der 131. Vollversammlung der philippinischen Bischöfe, die vom 23. bis 26. Januar stattfindet. <br />In Bezug auf die Korruption stellte der Bischof fest, dass der Diebstahl öffentlicher Gelder „tiefe moralische und soziale Wunden hinterlässt, die Buße und Heilung erfordern, nicht Schweigen oder Ausreden seitens der religiösen und zivilen Führer“. Korruption, fügte er hinzu, schade sowohl der Gesellschaft als auch dem moralischen Charakter der beteiligten Personen, und daher sei es dringend notwendig, „die tieferen sozialen und spirituellen Ursachen, die die Menschen in Armut und Ausgrenzung gefangen halten”, zu beseitigen.<br />Bischof Capucao forderte in diesem Zusammenhang auch die Bischöfe und kirchlichen Verantwortlichen auf, keine „distanzierten Verwalter” zu sein, die sich auf Regeln konzentrieren und „die leidenden Gemeinschaften ignorieren, die von Hunger, Ungleichheit und Machtmissbrauch betroffen sind”. Der Bischof erinnerte daran, dass die kirchliche Gemeinschaft dazu aufgerufen ist, Ungerechtigkeit aktiv zu bekämpfen, sich auf die Seite der Ausgegrenzten zu stellen und Korruption und Ungleichheit „mit entschlossenen und mitfühlenden Maßnahmen“ zu bekämpfen.<br />Die Bischöfe der Philippinen kommen zusammen, während das Land von einer sozialen und politischen Krise erschüttert wird, die die Institutionen erfasst hat. Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. sieht sich mit einem Amtsenthebungsverfahren wegen Korruptionsvorwürfen und wegen der Art und Weise der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte konfrontiert, der aufgrund eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs in Haft sitzt. Analysten zufolge ist es zwar unwahrscheinlich, dass das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Marcos erfolgreich sein wird, aber es könnte dennoch seinem Ruf schaden.<br />Auch Vizepräsidentin Sara Duterte sieht sich neuen Vorwürfen wegen Missbrauchs öffentlicher Gelder und Korruption gegenüber, die von einer zivilgesellschaftlichen Gruppe erhoben wurden, nachdem im vergangenen Jahr ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Vizepräsidentin gescheitert war, weil es für „verfassungswidrig“ erklärt worden war. <br />Beobachtern zufolge ist diese Angelegenheit ein Zeichen dafür, dass die nationale Politik auf eine neue Welle innerparteilicher Fehden zusteuert, insbesondere aufgrund des Machtkampfs zwischen den Clans Marcos und Duterte.<br />„Das seit langem bestehende Problem der Korruption, das heute im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte steht, insbesondere im Zusammenhang mit der Kontrolle von Hochwasserschutzprojekten, wird stark politisiert”, bestätigt Pfarrer Pedro C. Quitorio, Leiter der Pressestelle der Philippinischen Bischofskonferenz, im Gespräch mit Fides. „Die Bischöfe sprechen bei zahlreichen Gelegenheiten über diese moralische Frage“, bemerkt Pfarrer Quitorio, „in ihren Predigten, wie beispielsweise während der großen Versammlung zum Fest des Schwarzen Nazareners in der Basilika von Quiapo in Manila, zu der Hunderttausende Gläubige zusammenkamen“, betont er. „Auch auf der Versammlung der Bischofskonferenz wird dies sicherlich eines der Themen sein, über die diskutiert wird“, bekräftigt er, da „die Frage den moralischen und spirituellen Bereich jedes Bürgers, der Politiker, jeder Gemeinschaft und der Nation betrifft“.<br /> Thu, 22 Jan 2026 12:57:05 +0100AFRIKA/D.R. KONGO - Missionsschwester im Osten Kongos dankt Papst Leo XIV.: “Unser Schmerz, unsere Hoffnung zählen“https://fides.org/de/news/77273-AFRIKA_D_R_KONGO_Missionsschwester_im_Osten_Kongos_dankt_Papst_Leo_XIV_Unser_Schmerz_unsere_Hoffnung_zaehlenhttps://fides.org/de/news/77273-AFRIKA_D_R_KONGO_Missionsschwester_im_Osten_Kongos_dankt_Papst_Leo_XIV_Unser_Schmerz_unsere_Hoffnung_zaehlenKinshasa – „Es war eine schöne Überraschung zu hören, dass der Papst angesichts der vielen schwierigen Situationen am Sonntag, dem 18. Januar, seine Gedanken und Worte gerade den Vertriebenen im Osten der Demokratischen Republik Kongo gewidmet hat, insbesondere den rund 200.000 Menschen, die in Burundi in Flüchtlingslagern unter provisorischen Planen untergebracht sind und mit der Regenzeit, dem Mangel an Nahrung und medizinischer Versorgung und den täglichen Todesfällen zu kämpfen haben“, sagt Schwester Teresina Caffi, die als Xaverianer-Missionarin in Südkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, tätig ist, gegenüber Fides.<br />Nach dem Angelusgebet am Sonntag, dem 18. Januar, sagte Papst Leo XIV.: „Heute möchte ich insbesondere an die großen Schwierigkeiten erinnern, unter denen die Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo leidet, die aufgrund der Gewalt aus ihrem Land fliehen muss, insbesondere nach Burundi, und die mit einer schweren humanitären Krise konfrontiert ist. Beten wir dafür, dass der Dialog zur Versöhnung und für den Frieden bei den Konfliktparteien immer mehr zum Tragen kommt“.<br />Schwester Teresina bekräftigt, dass die schwierige Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo dem Heiligen Vater seit jeher am Herzen liegt. „Im vergangenen November“, erinnert sich die Ordensfrau, „versicherte der Papst der im Exil lebenden Präsidentin des Koordinierungsbüros der Zivilgesellschaft von Süd-Kivu, Néné Bintu Iragi , beim Abschied nach einer Audienz, dass er die DR Kongo in seinem Herzen und in seinen Gebeten trage“.<br />„In dieser Welt erwähnt zu werden bedeutet zu existieren, Aufmerksamkeit und Würde zu verdienen. Ich glaube, dass die Worte des Papstes in den Ohren und Herzen der Kongolesen, die sie gehört haben, nachgehallt sind: Unser Schmerz, unsere Hoffnung zählen!”, betont Schwester Teresina.<br />Die Missionarin schließt mit einem Hinweis auf die Rolle der Medien, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit auf den vergessenen Konflikt im Osten der DR Kongo aufrechtzuerhalten: „Ich hoffe, dass der Appell des Papstes die Medien ermutigt, ihre Aufmerksamkeit wieder auf diese langwierige Tragödie im Osten der DR Kongo zu richten.“ „Dreißig Jahre Kriege mit unterschiedlicher Intensität sollten nun eine klare Analyse der Fakten ermöglichen und den Mut zu konsequenten Stellungnahmen nähren. Das fehlt noch immer, sowohl auf lokaler, regionaler, kontinentaler als auch internationaler Ebene“, so Schwester Teresina.<br />Trotz der Ankündigung von Friedensabkommen bleibt die Lage in den drei östlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo dramatisch. Insbesondere in Südkivu haben die Rebellen der M23-Bewegung, nachdem sie am 16. Februar die Hauptstadt Bukavu eingenommen hatten , auch Uvira erobert und einen Großteil der Einwohner gezwungen, in das benachbarte Burundi zu fliehen. <br /> Thu, 22 Jan 2026 12:11:32 +0100ASIEN/HONG KONG - „Segenskonzert“ zum 80jährigen Gründungsjubiläum der Diözese Hongkonghttps://fides.org/de/news/77272-ASIEN_HONG_KONG_Segenskonzert_zum_80jaehrigen_Gruendungsjubilaeum_der_Dioezese_Hongkonghttps://fides.org/de/news/77272-ASIEN_HONG_KONG_Segenskonzert_zum_80jaehrigen_Gruendungsjubilaeum_der_Dioezese_HongkongHongkong – Der Gouverneur von Hongkong ist überzeugt, dass die Diözese Hongkong weiterhin ihren Beitrag leisten wird, indem sie mit der Regierung der Sonderverwaltungszone und den Bürgern zusammenarbeitet, um soziale Harmonie und Gemeinschaft zu fördern, während Hongkong sich in einer entscheidenden Phase auf seinem Weg zur Stärkung von Stabilität und Wohlstand befindet. <br />Dies brachte der Katholik John Lee Ka-chiu, sechster Regierungschef der ehemaligen britischen Kolonie, anlässlich des Konzerts am Sonntag, dem 18. Januar, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Errichtung der Diözese Hongkong zum Ausdruck brachte. <br />Zwei ehemalige Gouverneure – Carrie Lam Cheng Yuet-ngor und Donald Tsang Yam-kuen, ebenfalls katholischen Glaubens – nahmen an dem Konzert mit Gebet für den Segen für Hongkong mit dem Titel „Love – a Spring of Hope” teil. <br />Bei dem Chorkonzert im „Chater Garden“ waren auch der Bischof von Hongkong, Kardinal Stephen Chow Sau-yan, der Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung, Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, der Erzbischof von Tokio, Kardinal Tarcisio Isao Kikuchi, der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, der Bischof von Macao, Stephen Lee Bun, der Bischof der kalifornischen Diözese San Jose, Oscar Cantú, der Weihbischof der Diözese Taipeh, Peter Chao Yungchi, und hochrangige Mitglieder anderer christlicher Konfessionen anwesend. <br />In seiner Ansprache erklärte Kardinal Chow, dass die Tür des Heiligen Herzens Jesu immer offen stehe für alle, „die ein müdes und bedrücktes Herz haben”. Anlässlich des achtzigjährigen Bestehens der Diözese fügte er hinzu: „Wir hoffen aufrichtig, dass wir durch dieses bedeutende Ereignis, das von einer Atmosphäre des Gebets geprägt ist, Hongkong, unsere geliebten Mitbürger und unsere Stadt segnen können”.<br />Am selben Tag feierte die Kirche von Hongkong auch das 60-, 50- und 25-jährige Priesterjubiläum von vierzehn Priestern sowie das 75-, 70-, 60-, 50- und 25-jährige Ordensjubiläum von fünfundzwanzig Ordensschwestern.<br />Die Diözese Hongkong hat am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, die Jubiläumsfeierlichkeiten zu ihrem 80-jährigen Bestehen eröffnet. Im Laufe des Jahres wird die Diözese eine Reihe von Feierlichkeiten veranstalten, darunter eine Retrospektive zur Geschichte der Kirche in Hongkong, das Anhören der Stimmen junger Menschen und die Förderung der apostolischen Arbeit, die der örtlichen Gemeinde anvertraut ist.<br /> Wed, 21 Jan 2026 13:43:48 +0100ASIEN/INDIEN - Woche des Gebets für die Einheit der Christen: “Indische Christen bewegem sich zwischen einer reichen Vielfalt und einer realen Spaltung”https://fides.org/de/news/77271-ASIEN_INDIEN_Woche_des_Gebets_fuer_die_Einheit_der_Christen_Indische_Christen_bewegem_sich_zwischen_einer_reichen_Vielfalt_und_einer_realen_Spaltunghttps://fides.org/de/news/77271-ASIEN_INDIEN_Woche_des_Gebets_fuer_die_Einheit_der_Christen_Indische_Christen_bewegem_sich_zwischen_einer_reichen_Vielfalt_und_einer_realen_SpaltungSrikakulam – Im Zeichen des Engagements der Kirche für Einheit, Frieden und gegenseitiges Verständnis zwischen den christlichen Konfessionen begeht die katholische Gemeinde in der Diözese Srikakulam im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh in Ostindien die Gebetswoche für die Einheit der Christen und bezieht dabei Gläubige aller christlichen Konfessionen der Region in liturgische Feiern, Besinnungsmomente und Begegnungen ein. <br />Bei einem ökumenischen Treffen, das gestern, am 20. Januar, betonte der Bischof von Srikakulam, Vijaya Kumar Rayarala in seiner Ansprache an über teilnehmende 200 Gläubigen, die wachsende Bedeutung des ökumenischen Engagements im aktuellen kirchlichen und sozialen Kontext. Die Gläubigen seien aufgerufen, „Brücken der Harmonie und Zusammenarbeit zwischen den Christen zu bauen, insbesondere angesichts der Herausforderungen, denen sich die Glaubensgemeinschaften in Indien heute gegenübersehen“, sagte er.<br />Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Konzilsdokument „Nostra Aetate” gewidmet, das den Dialog, den Respekt und das friedliche Zusammenleben fördert. Das Dokument wurde als besonders relevant für die Bewältigung aktueller Probleme dargestellt, die oft dazu führen, dass indische Christen durch Missverständnisse und mangelnde Einheit gespalten sind, auch wenn es um grundlegende Fragen geht, die sie alle betreffen, wie beispielsweise das Verhältnis zu staatlichen Institutionen oder die Gewalt, der sie in der Gesellschaft ausgesetzt sind.<br />Der Steyler Missionar Pater John Singarayar , Anthropologe und Soziologe, betont: „Die Gebetswoche für die Einheit der Christen erscheint jetzt besonders dringlich in einem Land mit über 1,3 Milliarden Einwohnern, in dem die Christen eine lebendige Minderheit bilden, die sich zwischen einer reichen Vielfalt und einer realen Spaltung bewegt”.<br />„Das diesjährige Thema, das aus Epheser 4,4 stammt“, so der Priester weiter, „spricht direkt zum Herzen: ‚Es gibt nur einen Leib und einen Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung‘. Die Worte des heiligen Paulus erinnern uns daran, dass Einheit nicht durch Strategien oder Verhandlungen erreicht wird: Sie ist ein Geschenk, das im Geist verwurzelt ist, der der Kirche Leben einhaucht. Und doch ist sie auch ein Aufruf, der etwas von uns verlangt: die Bereitschaft zu vergeben und den Mut, gemeinsam voranzugehen, wenn die Unterschiede groß werden“.<br />„Für die indischen Christen“, so der Steyler Missionar, „hat diese Botschaft eine besondere Bedeutung. Unsere Gemeinschaften leisten einen gemeinsamen Dienst, indem sie die Hungrigen speisen, die Kinder unterrichten, die Kranken pflegen und sich für die Ausgegrenzten in den Dörfern und Städten einsetzen. Dennoch trennen uns oft Barrieren der Geschichte, der Liturgie und der Kultur. Von den syrischen Christen in Kerala, deren Wurzeln bis ins erste Jahrhundert zurückreichen, über die Mitglieder von Pfingstkirchen, die einen inbrünstigen Gottesdienst pflegen, bis hin zu den Katholiken, die sich auf die Tiefe der Sakramente konzentrieren, unterscheiden sich unsere Ausdrucksformen erheblich. Diese Unterschiede sind real, aber sie sind wertvoll.“<br />„Die Gebetswoche fordert uns nicht dazu auf, das aufzugeben, was jede Tradition einzigartig macht. Sie fordert uns dazu auf, über alte Wunden und Misstrauen hinwegzusehen und uns gegenseitig wie eine Familie zu unterstützen“, erklärt er.<br />Und in den Gebeten, die auf Hindi, Tamil, Malayalam und anderen Sprachen des Subkontinents gesprochen werden, werde deutlich, dass „der Ruf zur Einheit die Gläubigen in ihrer Muttersprache erreicht. Diese Momente stärken das Vertrauen und erinnern uns daran, dass unsere gemeinsame Taufe tiefer ist als jede Spaltung.“<br /> „Die Einheit der Christen ist ein stilles, aber kraftvolles Zeugnis“, bekräftigt Pater John Singarayar, „Inmitten wachsender Spannungen, darunter Berichte über Angriffe auf Kirchen in verschiedenen Bundesstaaten oder Konflikte, die das Verfassungsgebot der Gleichheit in Indien auf die Probe stellen, bekräftigen die Gläubigen, die gemeinsam beten, dass der Glaube im Dialog und in der Geschwisterlichkeit gedeiht. Und wenn Pastoren verschiedener Konfessionen gemeinsam von der Kanzel predigen, sind sie ein Vorbild der Versöhnung für junge Menschen, die sich fragen, ob das Evangelium in einer zersplitterten Nation und Welt noch Gültigkeit hat.“ <br />Die Christen in Indien sind mit etwa 28 Millionen Gläubigen bei einer Gesamtbevölkerung von 1,3 Milliarden Einwohnern eine Minderheit , deren Wurzeln bis zur Ankunft des Apostels Thomas im Jahr 52 n. Chr. zurückreichen. In Indien existieren heute verschiedene christliche Konfessionen nebeneinander, die wiederum in verschiedene Riten unterteilt sind. In Indien sind Katholiken sind in drei Riten aufgeteilt: es gibt lateinische, syro-malabarische und syro-malankarische Gemeinden.<br /> Wed, 21 Jan 2026 12:43:25 +0100AFRIKA/MOSAMBIK - Nach Überschwemmungen: “Die Menschen sind erschöpft und sterben an Hunger, Armut, Naturkatastrophen und Krankheiten“https://fides.org/de/news/77268-AFRIKA_MOSAMBIK_Nach_Ueberschwemmungen_Die_Menschen_sind_erschoepft_und_sterben_an_Hunger_Armut_Naturkatastrophen_und_Krankheitenhttps://fides.org/de/news/77268-AFRIKA_MOSAMBIK_Nach_Ueberschwemmungen_Die_Menschen_sind_erschoepft_und_sterben_an_Hunger_Armut_Naturkatastrophen_und_KrankheitenMaputo – Mosambik erlebt derzeit eine der schlimmsten Überschwemmungen der letzten Jahre, von der über 600.000 Menschen betroffen sind, mehr als die Hälfte davon Kinder. Über 50.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden in 62 Notunterkünften untergebracht, von denen viele überfüllt sind. Laut UNICEF könnte dies der Beginn einer noch größeren und schlimmeren Katastrophe sein, da dem Land die jährliche Zyklonsaison bevorsteht.<br />„Das Problem der Überschwemmungen hat sich mit der Öffnung der vier Schleusen des Massingiri-Staudamms in der Provinz Gaza weiter verschärft. Es ist, als hätte man ein Meer in einer Stadt geöffnet. Alles wurde überflutet. Die Verantwortlichen hätten zuerst einen Abflusskanal finden müssen, um der Bevölkerung so wenig Schaden wie möglich zuzufügen“, berichtet eine Comboni-Missionarin, die in Maputo tätig ist, gegenüber Fides. „Die Menschen sind erschöpft“, fährt Schwester Maria fort, „sie sterben an Hunger, Armut, Naturkatastrophen und Krankheiten... Wir haben keine Medikamente mehr, weil der Lkw des Gesundheitsministeriums stecken geblieben ist. Die Straße von Süden nach Norden ist unterbrochen, man kann nicht passieren, es gibt meterbreite Schluchten! Und ich frage mich, warum sie die Medikamente nicht per Flugzeug oder mit Booten schicken?“.<br />„Es fehlen auch die Medikamente für die Diabetiker, die ich täglich betreue“, betont die Missionarin, die sich im Krankenhaus, das den gesamten Norden Mosambiks versorgt, um Herzpatienten kümmert. „Ich habe den Leiter des Vorratslagers angerufen und ihn gebeten, andere Wege zu finden, um die Medikamente zu transportieren, und nicht zu lange zu zögern. Aber es wird kommen, wie es der Herr will. Ich bin es leid, die Menschen leiden zu sehen. Jeden Tag bringen sie Kinder in sehr besorgniserregendem Zustand. Ein Junge kam und sagte zu mir: Schwester, ich bin allein gekommen, weil mein Vater die Straße nicht überqueren kann, da die Brücke durch das Wasser eingestürzt ist und man mit dem Kanu nicht vorbeikommt. Ich antwortete ihm, dass es gut war, dass er gekommen ist. Aber was wird aus all den anderen? Wir brauchen Gottes Hilfe“, schließt die Ordensfrau.<br />Angesichts der Verwüstungen, die weiterhin verschiedene Regionen des Landes heimsuchen, hat unterdessen der Erzbischof von Maputo, Joao Carlos Hatoa Nunes, eine Solidaritätsbotschaft an die betroffenen Familien gesandt und zu Gebet, Hilfsbereitschaft und konkretem Engagement der Kirche und der Gesellschaft aufgerufen. In der von der Mosambikanischen Bischofskonferenz veröffentlichten Botschaft beklagt der Prälat die besonders schmerzliche Zeit, die das Land durchlebt, und erklärt, dass er sich als Hirte der Kirche berufen fühlt, Worte des Trostes, der Verbundenheit und der Ermutigung zu sprechen, wobei er betont, dass „der Schmerz unseres Volkes real und konkret ist und nach Mitgefühl schreit“.<br />Der Erzbischof ruft zur geistigen und menschlichen Einheit auf und bittet um Kraft für diejenigen, die alles verloren haben, und um Mut für diejenigen, die sich der Hilfe für die Opfer widmen. Er erinnert auch daran, dass der christliche Glaube sich nicht auf äußere Gesten beschränkt, sondern Zuhören, Unterscheidungsvermögen und verantwortungsbewusstes Engagement für die Schwächsten und die Sorge um das gemeinsames Haus erfordert. Erzbischof Nunes warnt außerdem davor, spaltende Diskussionen mit fruchtlosen Anschuldigungen zu führen, und ruft stattdessen zu einer Zeit des Bewusstseins, der Umkehr und des Engagements auf, in der der Glaube in konkrete Gesten der Liebe und Solidarität umgesetzt wird. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Hilfsaktion der Erzdiözese Maputo und ermutigt Pfarreien und Gemeinden, sich anzuschließen, um das Leid der Schwächsten zu lindern. Neben der Soforthilfe erinnert er an die Verantwortung für die Sorge um das gemeinsame Haus und den Wiederaufbau von Beziehungen, damit Mosambik solidarischer und besser auf künftige Katastrophen vorbereitet wird, im Vertrauen auf den Schutz Gottes und die Kraft der Hoffnung. Der Prälat rief dazu auf, den vielen Menschen zu helfen, die ihre Häuser, ihren Besitz und sogar Familienangehörige verloren haben und einen der schmerzhaftesten Momente der letzten Zeit durchleben.<br />Mosambik ist ein Land der Kinder und Jugendlichen. Mehr als 17 Millionen Menschen sind unter 18 Jahre alt, und das Durchschnittsalter liegt bei nur 17 Jahren. UNICEF fordert, so schnell wie möglich zu handeln, um das Schlimmste zu verhindern.<br /> Wed, 21 Jan 2026 11:49:32 +0100AFRIKA/NIGERIA - Entführung von 177 Christen bestätigt: „Keine Katholiken unter den Entführten"https://fides.org/de/news/77270-AFRIKA_NIGERIA_Entfuehrung_von_177_Christen_bestaetigt_Keine_Katholiken_unter_den_Entfuehrtenhttps://fides.org/de/news/77270-AFRIKA_NIGERIA_Entfuehrung_von_177_Christen_bestaetigt_Keine_Katholiken_unter_den_EntfuehrtenAbuja – Die nigerianischen Behörden bestätigen die Massenentführung von fast 200 Gläubigen aus mehreren Kirchen am Sonntag, dem 18. Januar, in Kurmin Wali, im Verwaltungsbezirk Kajuru im Bundesstaat Kaduna. Nachdem er den Vorfall zunächst vehement dementiert hatte , räumte der Sprecher der Bundespolizei, Benjamin Hundeyin, ein, dass die anfängliche Dementierung durch die Behörden des Bundesstaates Kaduna darauf abzielte, „unnötige Panik zu vermeiden, während die Fakten überprüft wurden”. „Diese Aussagen, die seitdem weitgehend missverstanden wurden, stellten keine Leugnung des Vorfalls dar, sondern eine wohlüberlegte Antwort in Erwartung der Bestätigung der Details vor Ort, darunter die Identität und die Anzahl der beteiligten Personen”, fügt der Polizeisprecher hinzu. „Nachfolgende Überprüfungen durch die Einsatzkräfte und Geheimdienstquellen haben bestätigt, dass sich der Vorfall tatsächlich ereignet hat”.<br />Wie der Erzbischof von Kaduna, Matthew Man-Oso Ndagoso, gegenüber Fides gestern Abend mitteilte, wurden nach seinen Informationen am Sonntag, dem 18. Januar, 176 Gläubige aus zwei Kirchen der afrikanischen „Seraphim and Cherubim Church“ entführt. Unter den entführten Christen befinden sich keine Katholiken. Die Massenentführung, so der Erzbischof, habe sich in sehr abgelegenen Dörfern ereignet, und die Informationen aus diesen Gebieten seien nur sehr schwer zu überprüfen. <br />Die „Christian Association of Nigeria“ , die ökumenische Organisation, in der sich christliche Konfessionen einschließlich der katholischen Kirche zusammenschließen, die die Nachricht von der Entführung verbreitet hatte, veröffentlichte unterdessen die Namen der insgesamt 177 entführten Personen .<br /> Wed, 21 Jan 2026 10:09:20 +0100EUROPA/RUSSLAND - Gebet für die Einheit der Christen in der katholischen Kathedrale in Moskauhttps://fides.org/de/news/77269-EUROPA_RUSSLAND_Gebet_fuer_die_Einheit_der_Christen_in_der_katholischen_Kathedrale_in_Moskauhttps://fides.org/de/news/77269-EUROPA_RUSSLAND_Gebet_fuer_die_Einheit_der_Christen_in_der_katholischen_Kathedrale_in_MoskauMoskau – „Einheit ist keine Utopie. Nur Fakten machen es möglich, Spaltungen zu überwinden“, so der Erzbischof des katholischen Erzbistums Muttergottes von Moskau, Paolo Pezzi, am Dienstag, dem 20. Januar, während der Gebetsstunde, die im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der katholischen Kathedrale stattfand. An der Feier nahmen auch Vertreter verschiedener protestantischer Kirchengemeinden teil.<br />„Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist vor allem für uns Katholiken eine Herausforderung, denn für die Einheit zu beten ist nur möglich, wenn wir diese Einheit in Christus bereits in gewisser Weise erfahren“, bemerkte der Erzbischof im Gespräch mit Fides. „Um sie zu erfahren“, erklärte er, „muss man die Liebe Christi erfahren, die Liebe, die vom Vater geschenkt wurde und Jesus und seine Jünger verband, ebenso wie alle, die an das Wort der Apostel glauben werden. Zweitens ist sie eine Herausforderung für die Gesellschaft: Wenn wir diese Liebe, diese Einheit leben, dann verbreitet sie sich, und wenn sie sich verbreitet, kann man nicht gleichgültig bleiben, man muss Stellung beziehen. Und es gibt zwei Möglichkeiten: diese Einheit anzunehmen, wodurch Beziehungen und Brücken geschaffen werden, oder sie abzulehnen, was zu Gewalt und Verfolgung führt. Das geschieht, wenn man nicht akzeptiert, dass Gott sich in die menschliche Realität einmischt. Die Einheit mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist kann jedoch auch inmitten von Hässlichkeiten, Konflikten und Spaltungen erfahren werden und es möglich machen, inmitten all dessen Zeugnis von der Liebe zu geben“.<br />Am 24. Januar findet in der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul ein Gebet für die Einheit der Christen statt, das von und für junge Christen der russischen Hauptstadt organisiert wird. <br />Die Gebetswoche für die Einheit der Christen findet in der nördlichen Hemisphäre zwischen dem 18. und 25. Januar und in der südlichen Hemisphäre zu anderen unterschiedlichen Terminen statt. Die Referenztexte für die Feierlichkeiten 2026 wurden von der Abteilung für interkonfessionelle Beziehungen der Armenisch-Apostolischen Kirche zusammengestellt. Das Thema für die Gebetswoche 2026 stammt aus dem Brief des Heiligen Paulus an die Epheser: „Es gibt nur einen Leib und einen Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ .<br /> Wed, 21 Jan 2026 09:49:51 +0100AMERIKA/COSTA RICA - Bischöfe wünschen sich “verantwortungsvolle und bewusste” Teilnahme an den Wahlenhttps://fides.org/de/news/77266-AMERIKA_COSTA_RICA_Bischoefe_wuenschen_sich_verantwortungsvolle_und_bewusste_Teilnahme_an_den_Wahlenhttps://fides.org/de/news/77266-AMERIKA_COSTA_RICA_Bischoefe_wuenschen_sich_verantwortungsvolle_und_bewusste_Teilnahme_an_den_WahlenSan José – Die Mission der Kirche besteht darin, „das Gewissen zu bilden, mit dem Evangelium zu erleuchten und das bürgerliche Engagement der Gläubigen zu wecken“, so die Bischöfe Costa Ricas im Hinblick auf die für den 1. Februar geplanten Parlamentswahlen.<br />In einer gemeinsamen Botschaft wandten sich die Bischöfe des Landes an die Bevölkerung, insbesondere an die Jugendlichen, und betonten die Bedeutung der Wahl. Sie ermutigten die Wahlberechtigten zu einer „verantwortungsvollen und bewussten“ Teilnahme als Mittel zur Bekämpfung der Wahlenthaltung und zur Betrachtung des Wahlprozesses als einen Schlüsselmoment für das demokratische Leben des Landes. Die Bischöfe zeigten sich besorgt über „die hohe Wahlenthaltung bei den vergangenen Wahlen“. Nach den Daten der Präsidentschaftswahlen von 2022, bei denen der derzeitige Präsident Rodrigo Alberto de Jesús Chaves Robles gewählt wurde, gingen 1.418.062 wahlberechtigte Costa-Ricaner nicht zur Wahl, was mit 40 % die höchste Wahlenthaltung in der Geschichte des Landes darstellt.<br /> „Ihr seid die Gegenwart Costa Ricas; wählt bewusst, mit Erinnerung und kritischer Hoffnung. Informiert euch, diskutiert, vergleicht die Vorschläge und denkt an diejenigen, die am meisten Hilfe brauchen“, heißt es in der Erklärung des Ständigen Rates der Costa-Ricanischen Bischofskonferenz . „Als eure Hirten sagen wir euch: Costa Rica braucht eure Perspektive, eure Energie, eure kreative Kritik und euer Engagement. Liebe junge Menschen, eure Hirten bitten den Herrn des Lebens und der Geschichte, für euch Fürsprache zu halten, damit ihr nicht Müdigkeit oder Desillusionierung erbt, sondern vielmehr den Wunsch, euch zu engagieren, euch um das zu kümmern, was wir gemeinsam haben, und daran zu glauben, dass die Demokratie erneuert und gestärkt werden kann und muss“, bekräftigen die Bischöfe.<br />In ihrer Botschaft wandten sich die Bischöfe auch an die Priester und betonten, dass „die Ausübung des Wahlrechts ein konkreter Ausdruck staatsbürgerlicher Verantwortung, ein legitimes Mittel zur Verfolgung des Gemeinwohls und Ausdruck einer soliden und aufbauenden Demokratie ist. Wir laden alle ein, das Volk Gottes zu ermutigen, sich zu informieren, zu unterscheiden und aktiv an den Wahlen teilzunehmen, und daran zu erinnern, dass die Zukunft Costa Ricas auf dem Engagement von heute aufgebaut ist”.<br />Am kommenden 1. Februar werden der Präsident, der im ersten Wahlgang 40 % der Stimmen erreichen muss , und die Mitglieder des Parlaments gewählt. Es gibt 20 Präsidentschaftskandidaten, darunter 5 Frauen.<br /> <br />Tue, 20 Jan 2026 15:08:03 +0100AFRIKA/NIGERIA - Vertreter des Staates Kaduna dementieren angebliche Entführung von über 100 Gläubigenhttps://fides.org/de/news/77265-AFRIKA_NIGERIA_Vertreter_des_Staates_Kaduna_dementieren_angebliche_Entfuehrung_von_ueber_100_Glaeubigenhttps://fides.org/de/news/77265-AFRIKA_NIGERIA_Vertreter_des_Staates_Kaduna_dementieren_angebliche_Entfuehrung_von_ueber_100_GlaeubigenAbuja – „Die Nachricht ist völlig falsch, wir haben keinerlei Hinweise auf einen solchen Angriff“, erklärte Sule Shuaibu, Kommissar für innere Sicherheit des Bundesstaates Kaduna, und dementierte gegenüber der Presse die Nachricht von der angeblichen Entführung von 163 Gläubigen. Die Massenentführung soll am Sonntag, dem 18. Januar, in Kurmin Wali, einer Gemeinde in der Region Kajuru im Bundesstaat Kaduna, stattgefunden haben, während Gottesdienste und eine Messe in der Kirche der „Evangelical Church Winning All“-Gemeinde und einer katholischen Pfarrei stattfanden.<br />Nachdem er erklärt hatte, dass die Behörden des Bundesstaates Kaduna das Gebiet überprüft hätten und keine Beweise für eine Massenentführung gefunden hätten, erklärte Sule Shuaibu, dass „wir die Verbreitung solcher Falschmeldungen nicht tolerieren werden”.<br /> „Unsere Männer haben keine Hinweise auf Angriffe und Massenentführungen in der Region Kajuru gefunden“, erklärte auch Muhammad Rabiu, Polizeichef von Kaduna, und fügte hinzu, dass er davon ausgehe, dass diejenigen, die die Falschmeldung verbreitet hätten, darauf abzielen, den Bundesstaat Kaduna ins Chaos zu stürzen. Der Polizeikommissar, der nach der Sitzung des Sicherheitsrates des Bundesstaates am 19. Januar mit Journalisten sprach, forderte diejenigen, die die Falschmeldung verbreitet hatten, auf, eine Liste mit den Namen der entführten Personen vorzulegen.<br />Die Nachricht von der Massenentführung war vom Präsidenten der „Northern Christian Association of Nigeria“, John Hayab, verbreitet worden. Unterdessen bestätigte der Präsident der „Christian Association of Nigeria“ , Enoch Kaura, die Richtigkeit der Nachricht von der Entführung und erklärte, dass die CAN eine Liste der Entführten zusammenstelle, um sie den Behörden vorzulegen. <br />Beobachter aus Kreisen der katholischen Kirche berichten gegenüber Fides, dass die Nigerianische Bischofskonferenz keine Kenntnis von den Entführungen habe.<br /> <br />Tue, 20 Jan 2026 14:39:07 +0100Die Kirchen im Heiligen Land und der “christliche Zionismus“https://fides.org/de/news/77267-Die_Kirchen_im_Heiligen_Land_und_der_christliche_Zionismushttps://fides.org/de/news/77267-Die_Kirchen_im_Heiligen_Land_und_der_christliche_ZionismusJerusalem – Eine jüngste gemeinsamen Erklärung der Patriarchen und Oberhäupter der christlichen Kirchen von Jerusalem befasst sich mit den Themen „Einheit” und „Vertretung” der christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land. Im Mittelpunkt der Erklärung steht ein Phänomen, das innerhalb der kirchlichen Gemeinschaften im Heiligen Land mit wachsender Besorgnis wahrgenommen wird: der Aktivismus von Gruppen und Einzelpersonen, die mit den Netzwerken des „christlichen Zionismus“ in Verbindung stehen.<br />In der gemeinsamen Erklärung vom 17. Januar bekräftigen die Patriarchen und Oberhäupter der christlichen Kirchen Jerusalems „vor den Gläubigen und der Welt, dass die Herde Christi in diesem Land den apostolischen Kirchen anvertraut ist, die seit Jahrhunderten mit unerschütterlicher Hingabe ihren heiligen Dienst verrichten“. Anschließend verurteilen sie „die jüngsten Aktivitäten lokaler Personen, die schädliche Ideologien wie den christlichen Zionismus propagieren“. Diese Aktivitäten „täuschen die Öffentlichkeit, stiften Verwirrung und fügen der Einheit unserer Herde Schaden zu“ und finden zudem „Unterstützung bei einigen politischen Akteuren in Israel und anderswo“. Akteure, die ihrerseits „eine politische Agenda verfolgen, die der christlichen Präsenz im Heiligen Land und im Nahen Osten insgesamt schaden könnte“.<br />Die Erklärung der Patriarchen und Kirchenoberhäupter enthält keine direkten Verweise auf Organisationen oder Personen, aber die Beschreibung passt perfekt zur Vorgehensweise von Gruppen wie „The Israeli Christian Voice“ , die von politischen Akteuren innerhalb und außerhalb Israels als repräsentative Organisationen der Christen im Heiligen Land anerkannt sind.<br />„Autorität außerhalb der Gemeinschaft der Kirche zu beanspruchen“, schrieben die Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen von Jerusalem, „bedeutet, die Einheit der Gläubigen zu verletzen und die pastorale Verantwortung zu belasten, die den historischen Kirchen in demselben Land anvertraut ist, in dem unser Herr lebte, lehrte, litt und von den Toten auferstand“. Aus diesem Grund bekräftigen sie mit der gemeinsamen Erklärung, dass „nur sie die Kirchen und ihre Herde in Fragen des religiösen, gemeinschaftlichen und pastoralen Lebens der Christen im Heiligen Land vertreten“.<br />“The Israeli Christian Voice“ bezeichnet sich selbst als eine in Israel registrierte zivile Vereinigung, die sich für die Interessen und die Zukunft der lokalen christlichen Gemeinschaft einsetzt. Ihr Vorsitzender, Oberst Ihab Shlayan, kürzlich neben dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog auf den Fotos des offiziellen Treffens zwischen dem Staatsoberhaupt und den Patriarchen und Kirchenoberhäuptern zu sehen, das am 12. Januar 2026 zum Austausch von Neujahrsgrüßen stattfand. Aber „das tatsächliche Gewicht dieser ‚Stimme der israelischen Christen‘ innerhalb der christlichen Öffentlichkeit in Israel“, so Marie-Armelle Beaulieu auf „terrasanta.net“, „bleibt schwer einzuschätzen. Die Gruppe verfügt weder über eine anerkannte kirchliche Verankerung noch über eine klare öffentliche Unterstützung durch die wichtigsten lokalen Kirchen. Inwieweit sind die über 18.000 Follower ihrer Facebook-Seite aussagekräftig?“.<br /> Tue, 20 Jan 2026 14:11:15 +0100ASIEN/MYANMAR - Statue von Carlo Acutis in Myitkyina: Ein Beispiel der Heiligkeit für junge Birmanenhttps://fides.org/de/news/77263-ASIEN_MYANMAR_Statue_von_Carlo_Acutis_in_Myitkyina_Ein_Beispiel_der_Heiligkeit_fuer_junge_Birmanenhttps://fides.org/de/news/77263-ASIEN_MYANMAR_Statue_von_Carlo_Acutis_in_Myitkyina_Ein_Beispiel_der_Heiligkeit_fuer_junge_BirmanenMyitkyina – In Myitkyina, Hauptstadt des Bundesstaates Kachin, einem Gebiet, das Schauplatz von heftigen Kämpfen im andauernden Bürgerkrieg ist, wurde in der katholischen Kathedrale „St. Columban“ eine Statue von Carlo Acutis aufgestellt. Die Einweihung der Statue, der ersten dieser Art in ganz Myanmar, fand am 12. Januar statt, anlässlich des zehnten Jahrestages der Priesterweihe und des ersten Jahrestages des Bischofsamtes von John La Sam, Bischof von Myitkyina. „Mit der Errichtung der Statue soll den jungen Menschen vermittelt werden, dass sie von Carlo Acutis lernen können, ihren Glauben in ihrem Leben zu bezeugen, auch in schwierigen Zeiten, insbesondere in dieser für das Land so schwierigen Phase“, erklärt Pfarrer John Aung Htoi, Priester der Diözese Myitkyina, gegenüber Fides. „Wir möchten betonen, dass sich die Jugendlichen in Myanmar auch bei der Nutzung des Internets und der sozialen Medien vom Beispiel Acutis inspirieren lassen können, ihren Glauben zu leben“, erinnert er.<br /> „Carlo Acutis ist ein Beispiel für jugendliche Heiligkeit für junge Menschen, die heute auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden vor einer großen Herausforderung stehen: Sie müssen diese Krise, die das vom Bürgerkrieg zerrissene Land erschüttert, durchleben und überstehen. Die jungen Menschen in Myanmar sind mit vielen sozialen und moralischen Bedrohungen konfrontiert: Drogen, Gewalt, Zerfall der Familien, Kriminalität, Nutzung sozialer Medien in einem Kontext ohne rechtlichen Schutz“, erklärt der Priester. „Deshalb haben sie Angst und suchen nach Orientierungspunkten wie den Lehren der Kirche. Sie müssen sich auf Institutionen wie die katholische Kirche verlassen können, die solide Werte hat und ihnen vorschlägt, ihr Leben auf den Felsen zu gründen, der Christus ist. Als katholische Gemeinschaft versuchen wir in Myitkyina, aber auch in anderen Diözesen, so oft wie möglich jährliche Jugendcamps, Glaubenskurse und Bildungsangebote zu organisieren. Wir versuchen, den Jugendlichen nahe zu sein und sie auf ihrem Weg des Heranwachsens zu begleiten“, bemerkt er.<br /> „Die jungen Menschen in Myanmar brauchen heute Verständnis, Anleitung und Vertrauen“, fährt er fort. „Gleichzeitig müssen sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, ihre Fehler einzugestehen, den Rat der Erwachsenen anzunehmen und sich aktiv an gesellschaftlich nützlichen Aktivitäten zu beteiligen. Junge Menschen sind eine wichtige Ressource für die Zukunft, deshalb müssen wir uns um sie kümmern“, schließt er. <br />In verschiedenen Regionen des Landes, insbesondere dort, wo es zu Zusammenstößen und Kämpfen kommt, gehören Jugendliche und junge Menschen zu den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen: Viele leben auf der Straße, sind Waisen oder haben keine Familie, die sie beschützen kann, und laufen Gefahr, zu einer „verlorenen Generation“ zu werden.<br />Um diesen Herausforderungen zu begegnen, nimmt das 2014 gegründete Jugendzentrum „Don Bosco“ der Erzdiözese Mandalay im Norden des Landes etwa 60 Jugendliche und Kinder aus schwierigen Verhältnissen auf, die oft Waisen sind oder auf der Straße leben. Die Salesianer-Missionare kümmern sich um sie und garantieren ihnen Aufnahme, Verpflegung, Unterkunft, Schulbildung, Gesundheitsversorgung und Bildung sowie sportliche, musikalische und kulturelle Aktivitäten, die typisch für das Charisma des Ordens sind. „Unsere Mission“, so schreiben die Salesianer Don Boscos, „ist es, sie in Sicherheit, Würde und Hoffnung beim Heranwachsen zu begleiten“.<br />Myanmar befindet sich in einer sehr heiklen historischen Phase: Der Staatsstreich der Militärjunta im Jahr 2021 hat den seit etwa zehn Jahren andauernden fragilen Demokratisierungsprozess unterbrochen. Tausende junge Menschen protestierten friedlich für die Wiederherstellung der Demokratie, schlossen sich dann aber dem bewaffneten Kampf in den Reihen des Widerstands, der Volksverteidigungskräfte oder der Armeen ethnischer Minderheiten an. Das Inkrafttreten des Wehrpflichtgesetzes, das 2024 von der Militärjunta erlassen wurde, hat den jungen Menschen in Myanmar weitere Schwierigkeiten bereitet: 60.000 junge Menschen wurden zwangsrekrutiert und an die Front geschickt. Die Kampagne hat fast hunderttausend junge Menschen dazu gezwungen, sich zu verstecken oder ins Ausland zu fliehen, vor allem nach Thailand. Jugendliche im Alter von 15 bis 35 Jahren machen 33 % der 60 Millionen Einwohner Myanmars aus, wobei das nationale Durchschnittsalter bei 27 Jahren liegt. Von 2010 bis 2020 sahen die jungen Menschen in Myanmar einen Hoffnungsschimmer auf Freiheit und Chancen. Der Staatsstreich von 2021 hat diesen Prozess jedoch gestoppt, aber gleichzeitig eine neue Welle des Widerstands und des zivilgesellschaftlichen Engagements ausgelöst, die von jungen Menschen angeführt wird. Für viele junge Menschen war der Staatsstreich von 2021 nicht nur „ein politisches Ereignis”. Er hatte tiefgreifende persönliche Auswirkungen und machte die Erfahrungen mit Demokratie und der Freiheit, individuelle Rechte zu genießen, zunichte. Der Staatsstreich von 2021 trug dazu bei, das politische Erwachen der jungen Menschen in Myanmar zu stärken, die für den Wiederaufbau einer Nation kämpfen wollen, die auf den Werten Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie, Dialog und Einheit basiert.<br /> Tue, 20 Jan 2026 12:29:03 +0100AFRIKA/UGANDA - Priester unter verfassungswidrigen Umständen festgenommen: Präsident Museveni übernimmt Verantwortung für die Inhaftierunghttps://fides.org/de/news/77264-AFRIKA_UGANDA_Priester_unter_verfassungswidrigen_Umstaenden_festgenommen_Praesident_Museveni_uebernimmt_Verantwortung_fuer_die_Inhaftierunghttps://fides.org/de/news/77264-AFRIKA_UGANDA_Priester_unter_verfassungswidrigen_Umstaenden_festgenommen_Praesident_Museveni_uebernimmt_Verantwortung_fuer_die_InhaftierungKampala – „Wir werden Pfarrer Deusdedit Ssekabira nur freilassen, wenn er die Wahrheit gesteht“, so der ugandische Präsident Yoweri Museveni am 18. Januar in seiner Rede anlässlich seines Wahlsiegs bei den Präsidentschaftswahlen vom 15. Januar .<br />Laut Museveni soll der Priester, der am 3. Dezember von der Armee unter verfassungswidrigen Umständen festgenommen wurde , Verbindungen zum Oppositionsführer Robert Kyagulanyi Ssentamu, genannt Bobi Wine, haben.<br />Nach Angaben des ugandischen Präsidenten habe dieser bei einem Treffen mit Bischof Serverus Jjumba von Masaka , den Staatschef aufgefordert, den Priester freizulassen. „Als ich Bischof Jjumba vor einigen Tagen traf, hatten wir einen Priester in Masaka verhaftet, weil er mit den Anhängern von Kyagulanyi in Verbindung stand”, erklärte Museveni. „Sie wollten, dass ich ihn freilasse, aber ich habe Nein gesagt. Wir können ihn nicht freilassen. Wir können ihn freilassen, wenn sie die Wahrheit sagen und damit aufhören, denn unser Interesse ist es nicht, sie zu bestrafen, sondern dass sie damit aufhören und es nie wieder tun.“<br />Zunächst wurde Pfarrer Ssekabira als vermisst gemeldet, bevor die Armee seine Inhaftierung wegen Subversionsvorwürfen bestätigte. Mehr als zwei Wochen nach seinem Verschwinden wurde der Priester vor das Gericht in Masaka gestellt und am 23. Dezember wegen Geldwäsche angeklagt.<br />Die ugandische Wahlkommission erklärte unterdessen Museveni mit 71,65 % der Stimmen zum Sieger der Wahlen vom 15. Januar und verlängerte damit seine Amtszeit auf fast 40 Jahre, trotz Vorwürfen von Unregelmäßigkeiten, Fehlern bei den biometrischen Erkennungssystemen und einem Internetausfall. Seine neue Amtszeit beginnt im Mai 2026.<br /> <br />Tue, 20 Jan 2026 11:51:04 +0100ASIEN/PHILIPPINEN - Kardinal Tagle: “Die apostolische Sukzession ist Nachfolge in der Mission”https://fides.org/de/news/77262-ASIEN_PHILIPPINEN_Kardinal_Tagle_Die_apostolische_Sukzession_ist_Nachfolge_in_der_Missionhttps://fides.org/de/news/77262-ASIEN_PHILIPPINEN_Kardinal_Tagle_Die_apostolische_Sukzession_ist_Nachfolge_in_der_MissionManila – Die Bischöfe seien Nachfolger der Apostel und die apostolische Nachfolge, die sie bei ihrer Bischofsweihe empfangen, sei auch eine Nachfolge in der Mission: jene Mission, die Jesus selbst seinen Aposteln anvertraut hat. Dies betonte Kardinal Luis Antonio Gokim Taglie im Hinblick auf Faktoren, die das Wesen der apostolischen Nachfolge ausmachen, und erinnerte daran, dass das Amt und Wirken jedes Bischofs seinen Ursprung in der Mission hat, das Heil zu verkünden, die Christus selbst seiner Kirche anvertraut hat. <br />Anlass, den besonderen Charakter des Dienstes der Bischöfe, der Nachfolger der Apostel, erneut hervorzuheben, war die Bischofsweihe von Samuel Naceno Agcaracar zum Bischof von San Jose in Nueva Ecija im Norden der Philippinen.<br />Der Weihegottesdienst, der von Kardinal Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , geleitet wurde, fand am diesem Samstag, dem 17. Januar, statt. <br /> „Viele“, sagte Kardinal Tagle in seiner Predigt, „fragen sich, was ein Bischof ist. Und auch wir Bischöfe fragen uns das: Wer sind wir?“ <br /><br />Um die Frage zu beantworten, bezog sich der Pro-Präfekt des Missionsdikasteriums auf die für die Weiheliturgie ausgewählte Lesung aus dem Evangelium am Ende des Matthäusevangeliums, wo der auferstandene Christus den elf Aposteln, denen er in Galiläa begegnet ist, den Auftrag erteilt, „alle Völker zu seinen Jüngern zu machen und sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen“ und ihnen verspricht, „alle Tage bis zum Ende der Welt“ bei ihnen zu bleiben . Die Apostel, erklärte Kardinal Tagle, sind Menschen, die von Christus „gesandt“ sind. Und jeder Bischof sei gesandt, die den ersten Aposteln anvertraute Mission fortzusetzen. <br /><br />Durch die apostolische Sukzession erhalten die Bischöfe nicht an sich Prestige oder Privilegien, sondern denselben Auftrag, den Christus den ersten Aposteln anvertraut hat. Und das Bischofsamt, so der Pro-Präfekt des Missionsdikasteriums, „ist weder eine Belohnung für gute Leistungen noch eine Beförderung in einen prestigeträchtigeren Rang. Es ist eine Mission“.<br /><br />So wie die Apostel „von Christus gesandt“ wurden, muss auch jeder Bischof – schreibt Leahna Villajos auf der Website von „Radio Veritas Asia“ und zitiert dabei die Worte des Kardinals – „die Spannung zwischen dem Bleiben bei Jesus und dem von ihm Gesandtsein leben. ‚Bleibe, indem du gehst, und gehe, indem du bei Jesus bleibst‘“.<br /><br />Autorität durch die Annahme der eigenen Schwäche <br /><br />Die Bischöfe sind bei ihrer Mission auch dazu berufen, ihre bischöfliche Autorität auszuüben. Aber „wir sind nicht dazu berufen, die Autorität Jesu zu ersetzen“, betonte Kardinal Tagle. Die gesamte Autorität bleibe bei Christus. Dieselbe Autorität, mit der er durch die Schwächen und Grenzen der ersten Apostel gewirkt und sie zu Missionaren gemacht hat. „Deine Schwäche anzunehmen“, sagte Kardinal Tagle an den neuen Bischof Agcaracar von der Gesellschaft des Göttlichen Wortes gerichtet, „wird deine Mission und bischöfliche Autorität nicht schmälern“. Denn „ein Bischof, der nicht in der Lage ist, sich in die Schwäche anderer hineinzuversetzen, missbraucht die Autorität Jesu“.<br /><br /><br />Bischöfe für alle Völker <br /><br />Am Ende seiner Predigt erinnerte Kardinal Tagle unter Bezugnahme auf das Ende des Matthäusevangeliums daran, dass die Bischöfe als Nachfolger der Apostel dazu berufen sind, „zu gehen und alle Völker zu Jüngern zu machen” und ihre lokale Mission im Zeichen jener Gemeinschaft auszuüben, die die Weltkirche ausmacht.<br /> <br />Mon, 19 Jan 2026 13:51:37 +0100