Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/NIGERIA - “Geht wählen”: Bischöfe besorgt über politisches Desinteresse der Bürgerhttps://fides.org/de/news/78061-AFRIKA_NIGERIA_Geht_waehlen_Bischoefe_besorgt_ueber_politisches_Desinteresse_der_Buergerhttps://fides.org/de/news/78061-AFRIKA_NIGERIA_Geht_waehlen_Bischoefe_besorgt_ueber_politisches_Desinteresse_der_BuergerAbuja – Im Hinblick auf die Parlamentswahlen 2027 mehren sich die Aufrufe der nigerianischen Bischöfe an die Gläubigen, nicht gleichgültig zu bleiben, sondern sich aktiv an der Wahl zu beteiligen.<br />„Unser Leben beginnt zu enden, wenn wir angesichts der Dinge, die wirklich zählen, schweigen. Politik betrifft nicht nur den Einzelnen. Ich rufe alle Gruppen und jeden Christen dazu auf, am politischen Leben teilzunehmen“, erklärte am 10. August Bischof Dauwa Yohanna von Kontagora, Vorsitzender der „Christian Association of Nigeria“ im Bundesstaat Niger.<br />Im Gespräch mit Journalisten in Minna forderte Bischof Yohanna die Christen auf, sich ihren Wahlausweis zu besorgen, sich aktiv am politischen Leben zu beteiligen und für die Kandidaten ihrer Wahl zu stimmen. „Gar nicht zu wählen ist kein Protest. Es ist eine Kapitulation, was natürlich eine zerstörerische Haltung ist. Wer nicht wählt, verliert das Recht, sich zu beschweren“, warnte Bischof Yohanna all jene, die aus Protest nicht zur Wahl gehen wollen.<br />Zuvor hatte der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria , Erzbischof Matthew Man-Oso Ndagoso von Kaduna, in einer Erklärung gewarnt: „Wir stehen erneut am Beginn einer entscheidenden Phase, vielleicht der entscheidendsten in der Geschichte unseres Landes: den Wahlen 2027.“<br />„Diesmal steht mehr auf dem Spiel als sonst“, bekräftigt er. „Wir befinden uns bereits an einem Punkt, an dem schlechte Führung zu Nachlässigkeit, mangelnder Verantwortlichkeit, wirtschaftlichem Rückschritt, religiösen Spannungen, Unsicherheit, Entführungen und unnötigen Todesfällen führt. Wir stehen kurz vor dem Zusammenbruch.“ „Wir dürfen unsere Situation nicht noch weiter verschlimmern“, warnt der CBCN-Vorsitzende.<br />Auch Erzbischof Ndagoso äußert sich besorgt über das wachsende Desinteresse der Nigerianer an Wahlen. Unter Berufung auf Statistiken der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission zu den Präsidentschaftswahlen 2023 stellte der Erzbischof von Kaduna eine „zunehmende politische Apathie“ fest. „In einem Land mit rund 250 Millionen Einwohnern waren nur 93.469.008 Wähler registriert, das entspricht 37,39 % der Bevölkerung, und lediglich 87.209.007 hatten ihre Wählerausweise abgeholt“, betonte er. <br />„Noch besorgniserregender: 25.286.616 Wähler waren für die Präsidentschaftswahlen 2023 registriert. Sollten die Endergebnisse zutreffen, gewann der Kandidat des ‚All Progressives Congress‘ mit 8.794.726 Stimmen. Das bedeutet, dass der Präsident des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas von nur 9,41 % der registrierten Wähler und lediglich 3,52 % der Bevölkerung gewählt wurde“, bekräftigte der Vorsitzende der nigerianischen Bischofskonferenz .<br />Laut Erzbischof Ndagoso droht sich die Lage bei den nächsten Wahlen zu verschärfen. „So besorgniserregend diese Zahlen auch sind, ich befürchte, dass immer mehr Nigerianer das Interesse an Wahlen verlieren, weil sie überzeugt sind, dass ihre Stimme nichts mehr zählt“, befürchtet er. „Wir können die Korruption von Wahlbeamten zwar nicht ignorieren, aber wir müssen uns daran erinnern, dass Wählen eine grundlegende Bürgerpflicht ist. Es ist die Art und Weise, wie jeder Bürger am gesellschaftlichen Leben teilnimmt“, betont der Erzbischof.<br />Erzbischof Ndagoso warnt außerdem, dass die Unzufriedenheit der Bürger zu Protesten führen könnte, insbesondere unter jungen Menschen, wie es im September 2025 in Nepal der Fall war. „Ich bete, dass es nicht so weit kommt“, sagt er, aber um dies zu vermeiden, „müssen die Nigerianer den Mut finden, wählen zu gehen.“<br /> Tue, 18 Aug 2026 14:37:13 +0200AFRIKA/SAMBIA - Präsident Hichilema unter Spannungen wiedergewählt: Bischöfe fordern Transparenz und Achtung der Rechtsstaatlichkeithttps://fides.org/de/news/78059-AFRIKA_SAMBIA_Praesident_Hichilema_unter_Spannungen_wiedergewaehlt_Bischoefe_fordern_Transparenz_und_Achtung_der_Rechtsstaatlichkeithttps://fides.org/de/news/78059-AFRIKA_SAMBIA_Praesident_Hichilema_unter_Spannungen_wiedergewaehlt_Bischoefe_fordern_Transparenz_und_Achtung_der_RechtsstaatlichkeitLusaka – Der sambische Präsident Hakainde Hichilema wurde bei den Wahlen am vergangenen 13. August für eine zweite fünfjährige Amtszeit wiedergewählt .<br />Hichilema gewann mit insgesamt 2.965.326 Stimmen, was 60,49 % der 4.902.050 gültigen Stimmen entspricht. Sein Hauptkonkurrent Brian Mundubile erhielt 1.856.217 Stimmen, was 37,87 % der Gesamtstimmen entspricht. Mundubile musste ins Exil gehen, nachdem ihm die Beteiligung an einem angeblichen Komplott für einen bewaffneten Aufstand vorgeworfen wurde.<br />Mindestens zehn prominente Persönlichkeiten aus Mundubiles politischem Lager wurden verhaftet, darunter sein Sprecher George Chisanga und Patrick Mwansa, der Ehemann der Tochter des ehemaligen Präsidenten Edgar Lungu. Die Regierung wirft den Verhafteten vor, mit ausländischen Staatsangehörigen zusammengearbeitet zu haben, um illegale Militärausbildungscamps zu errichten.<br />Am 15. August erklärte Mundubile, dass schwer bewaffnete Angehörige der sambischen Nationalarmee an seinem Wohnsitz erschienen seien. Laut dem Politiker eröffneten die Soldaten nach dem Sturm auf das Haus das Feuer und terrorisierten seine Familie. Mundubile bezeichnete den Angriff als Mordanschlag.<br />Wenige Stunden später setzte die Wahlkommission die Stimmauszählung unter Berufung auf den Diebstahl markierter Stimmzettel und Gewalttaten gegen ihre Beamten aus, ohne weitere Details zu nennen. Oppositionelle interpretierten die plötzliche Aussetzung und die darauffolgende rasche Wiederaufnahme der Auszählung als Manöver zur Beeinflussung des Ausgangs der Präsidentschaftswahl.<br />In einer Erklärung teilte die Sambische Bischofskonferenz unterdessen mit, sie habe „den Ablauf der Parlamentswahlen vom 13. August 2026 und die darauffolgenden Ereignisse mit tiefer Besorgnis verfolgt“.<br />„Wir, die Hirten der katholischen Kirche in Sambia und die moralischen Stimmen im Leben dieser Nation, dürfen nicht schweigen, während die Integrität eines Prozesses, der so grundlegend für das Wohlergehen und die Zukunft des sambischen Volkes ist, infrage gestellt wird“, heißt es in der Erklärung, die Fides vorliegt, weiter.<br />Die Bischöfe betonen, dass sie „nicht im Interesse irgendeiner politischen Partei oder eines Kandidaten sprechen, sondern zum Schutz der Verfassung, der Rechtsstaatlichkeit und des heiligen Rechts jedes Sambiers, dass seine Stimme gezählt und respektiert wird.“<br />Die Bischöfe äußern sich insbesondere zu der von der Wahlkommission Sambias am 14. August angeordneten Aussetzung der Stimmauszählung. „Obwohl die Kommission später mitteilte, die Auszählung sei unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen wieder aufgenommen worden, ist allein die Tatsache, dass eine solche Aussetzung einen Tag nach der Wahl angeordnet wurde, für jeden Bürger guten Willens besorgniserregend“, so die Bischöfe.<br />Die Bischofskonferenz äußert zudem Besorgnis über „beunruhigende Berichte über die Behandlung von Mitgliedern und Funktionären oppositioneller Parteien, darunter Vorwürfe der Belästigung durch bewaffnete Beamte, sowie Fälle der Festnahme von Personen, deren Verbleib unbekannt ist.“<br />Die Bischöfe räumen ein, dass nicht alle Meldungen von Festnahmen „unabhängig überprüft wurden“, fordern aber gerade deshalb „maximale Transparenz: Jede von staatlichen Stellen inhaftierte Person muss unverzüglich identifiziert werden, Zugang zu einem Anwalt und Familienangehörigen erhalten und entweder nach dem Gesetz vor Gericht gestellt oder freigelassen werden.“<br />Die Erklärung schließt mit einem „Aufruf zu Ruhe, Geduld und Gebet“. „Wir beten, dass Frieden in unserem Land gewährleistet sein möge und dass Weisheit und Integrität unter denjenigen herrschen, die mit der Erfassung und Bekanntgabe der Ergebnisse betraut sind“, so die Bischöfe.<br /> <br />Tue, 18 Aug 2026 12:01:59 +0200OZEANIEN/PAPUA NUOVA GUINEA - Kardinal Tagle bei Jubiläumsfeiern in Bougainville: “Lasst uns zuerst das Reich Gottes suchen”https://fides.org/de/news/78060-OZEANIEN_PAPUA_NUOVA_GUINEA_Kardinal_Tagle_bei_Jubilaeumsfeiern_in_Bougainville_Lasst_uns_zuerst_das_Reich_Gottes_suchenhttps://fides.org/de/news/78060-OZEANIEN_PAPUA_NUOVA_GUINEA_Kardinal_Tagle_bei_Jubilaeumsfeiern_in_Bougainville_Lasst_uns_zuerst_das_Reich_Gottes_suchen<p ><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/L3nuhcMAgCM?si=ibUHEGWd4O7kMtXq" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p><br /><br /> <br />Von Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Buka – „Dies ist zwar ein lokales Ereignis, aber ein lokales Ereignis, das die ganze Welt umfasst“ Mit diesen Worten fasste Kardinal Luis Antonio Tagle, Propräfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung und Sondergesandter von Papst Leo XIV., die Bedeutung des 125jährigen Jubiläums der Ankunft des katholischen Glaubens in Bougainville zusammen. Beim Festgottesdienst in der Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Hahela auf der Insel Buka, rief der Kardinal die örtliche Kirche dazu auf, ihr missionarisches Engagement zu erneuern, die Gemeinschaft zwischen den verschiedenen ethnischen und sozialen Gruppen zu stärken und das Reich Gottes über alles andere zu stellen.<br />Zu den Feierlichkeiten waren Gläubige aus den nördlichen, östlichen, westlichen, südlichen und zentralen Regionen der Diözese Bougainville sowie Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien anderer örtlicher Kirchen zusammengekommen. Kardinal Tagle überbrachte auch die Grüße und den Segen von Papst Leo XIV. „Als ich ihm sagte, dass ich zu dieser Feier nach Bougainville kommen würde, sagte er: ‚Oh, Bougainville. Bitte übermitteln Sie meine Verbundenheit, meine Segenswünsche und meine Grüße‘“, berichtete der Kardinal.<br />Das Jubiläum erinnert an die erste Messe, die am 7. August 1901 auf der Insel Ahok-Ahok von den beiden Missionaren Pater Peter Mayer und Pater Eugene Ender zelebriert wurde. „Der christliche Glaube kam durch die Feier der Eucharistie hierher“, bemerkte Kardinal Tagle. „Ich kann mir vorstellen, dass es vor 125 Jahren keine Menschenmenge, keine Versammlung wie diese gab. Es müssen nur die beiden Missionare und einige wenige Begleiter gewesen sein. Und wie wir sehen, sind nach 125 Jahren nicht nur Menschen aus Bougainville, sondern Menschen aus aller Welt hier.“<br />Im Bistum Bougainville, das auch sein 60-jähriges Bestehen feiert, leben heute über 200.000 katholische Gläubige in 35 Pfarreien. Seine Geschichte ist geprägt von den Anfängen als Mission, dem Dienst der Laienkatecheten, den Wirren des Zweiten Weltkriegs und den Wunden des Bürgerkriegs in Bougainville. Das Jubiläum machte jedoch eine Kirche sichtbar, die in der lokalen Bevölkerung Wurzeln geschlagen hat und dazu berufen ist, ihre Mission und Verantwortung immer umfassender wahrzunehmen.<br />In seiner Predigt wies Kardinal Tagle darauf hin, dass die Lesungen des Festgottesdienstes dieselben biblischen Texte waren, die bereits vor 125 Jahren bei der ersten Eucharistiefeier verlesen wurden. „Dies waren die ersten Worte der Heiligen Schrift, die hier in Bougainville verkündet wurden“, sagte er. „Unsere Herzen sind voller Dankbarkeit. Gott war treu.“ Der Kardinal lud die Gläubigen ein, diese ersten Worte des Evangeliums erneut als Aufruf für die Gegenwart zu begreifen: „Lasst uns zuerst das Reich Gottes suchen. Dient Gott.“<br /><br />Mit Blick auf das Evangeliums, das besagt, dass niemand zwei Herren dienen kann, betonte Kardinal Tagle, dass die „vielen Könige und Königinnen“, die um die Gunst der Menschen wetteifern, dies oft tun, indem sie Ängste schüren. „Durch unsere Sorgen und Ängste entdecken wir die Könige und Königinnen, die uns beherrschen“, sagte er. Die Sorge um Äußerlichkeiten, Besitz oder sozialen Status könne dazu führen, dass wir diejenigen vergessen, die ärmer oder verletzlicher sind. Doch, das Reich Gottes gründe sich nicht auf Furcht, sondern auf Vertrauen: „Es ist nicht Sorge, es ist Glaube, es ist Zuversicht. Gott wird für uns sorgen zu unserem Besten.“<br />Der Kardinal betonte, dass die Suche nach dem Reich Gottes nicht bedeute, Arbeit, Studium oder die täglichen Pflichten zu vernachlässigen. Vielmehr seien Gläubige aufgerufen, ihre Kraft, ihre Talente und ihre Arbeit in den Dienst der Gerechtigkeit zu stellen. „Gottes Gerechtigkeit ist seine Wahrheit. Sie bedeutet, Menschen zu lieben und zu achten, Natur und Schöpfung zu bewahren und die Güter der Erde und der Meere mit anderen zu teilen.“ Der gerechte Mensch, fügte er hinzu, stehle, beute nicht aus und betrüge andere nicht.<br />Die Eucharistie, so der Kardinal weiter, sei Quelle und Vorbild dieser Einheit. An die vielen Gläubigen gewandt, die sich vor der Kathedrale versammelt hatten, sagte er: „Ihr mögt draußen sein, aber ihr seid Teil des lebendigen Leibes Christi, der diesen Moment der Gnade heute feiert. Die Mauern sind keine wirklichen Mauern. Wir sind eins, heute und in Ewigkeit.“ Er erinnerte an die Worte des heiligen Paulus und betonte, dass die Gläubigen in Christus einander nicht länger „fremd“ seien. „Die Mauern, die euch trennten, sind in Christus verschwunden“, sagte er. „In Jesus gibt es keinen Unterschied mehr zwischen ethnischen Gruppen, Sippen, Stämmen, Reich und Arm, Gebildeten und Ungebildeten. Wir sind eine Familie in Jesus.“ Diese Einheit beginne mit der Erkenntnis, die zu Beginn jeder Messe zum Ausdruck kommt, dass alle Sünder sind und Gottes Barmherzigkeit benötigen.<br />Der Appell von Kardinal Tagle stellt Papua-Neuguinea, ein Land mit über 800 Sprachen und starker Stammeszugehörigkeit, vor eine besonders große Herausforderung. Die örtliche Kirche war oft ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft wie eine Familie zusammenkamen und durch das Gemeindeleben, Schulen, Gesundheitszentren und Friedensinitiativen zur Versöhnung und nationalen Einheit beitrugen. Der Kardinal rief christliche Familien dazu auf, „kleine Kirchen“ zu werden, die sich durch gegenseitige Vergebung, Segen und aufmerksames Hören auf das Wort Gottes auszeichnen. Er lud dazu ein, digitale Medien und andere Ablenkungen nicht an die Stelle des gemeinsamen Hörens der Heiligen Schrift treten zu lassen. Er verband die eucharistische Spiritualität auch mit der täglichen Arbeit: Die Früchte der Erde und die Arbeit des Menschen, die zum Altar gebracht werden, werden durch die Kraft des Heiligen Geistes zum Leib und Blut Christi. „Auch im Alltag sollt ihr dafür sorgen, dass eure Arbeit die Gegenwart Christi widerspiegelt“, sagte er.<br />Am Ende der Eucharistiefeier erinnerte Kardinal Tagle erneut an den missionarischen Charakter der Messe. „‚Gehet hin in Frieden‘: Geht, das ist die Mission“, sagte er. „Was ihr im Wort Gottes gehört, empfangen und erfahren habt, geht und teilt es mit anderen.“ Er forderte die Kirche von Bougainville auf, die Eucharistiefeier in die Häuser, Nachbarschaften und Dörfer zu tragen und den Glauben an zukünftige Generationen weiterzugeben. „Wir hoffen, das 500-jährige Jubiläum der Evangelisierung von Bougainville feiern zu können“, erklärte der Kardinal. „Doch dies hängt nicht nur vom Segen des Herrn ab, sondern auch von unserer Verantwortung, unserer Pflicht, die Frohe Botschaft zu verbreiten.“ Abschließend lud er die Gläubigen ein, einander zu sagen: „Ihr seid vom Herrn gesegnet. Ihr seid wahrhaft gesegnet.“<br />Kardinal Tagle beendete seinen Pastoralbesuch in Papua-Neuguinea mit einem Gottesdienst am Montagabend in der Pfarrei Maria Königin des Pazifiks in Waigani . Anwesend waren auch Katholiken aus der Diözese Bougainville, die in der Hauptstadt leben und arbeiten. Konzelebranten waren Erzbischof Maurizio Bravi, Apostolischer Nuntius für Papua-Neuguinea und die Salomonen, Bischof Jacek Tendej von Alotau, Bischof Paul Sundu von Kundiawa und Pfarrer Lawrence Arockiaraj, Generalsekretär der Katholischen Bischofskonferenz. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt mit Gläubigen, darunter Mitglieder der philippinischen Gemeinde sowie der ehemalige Präsident der Autonomen Region Bougainville, John Momis, und seine Frau. Anschließend reiste der Kardinal vom internationalen Flughafen Jacksonville weiter nach Manila, von wo aus er nach Rom zurückkehrt.<br /><br />Tue, 18 Aug 2026 14:07:10 +0200PAPST IN FRANKREICH/I - Bischof Guillet: So kehren die Geschichten der Apostelgeschichte in Saint-Denis wiederhttps://fides.org/de/news/78051-PAPST_IN_FRANKREICH_I_Bischof_Guillet_So_kehren_die_Geschichten_der_Apostelgeschichte_in_Saint_Denis_wiederhttps://fides.org/de/news/78051-PAPST_IN_FRANKREICH_I_Bischof_Guillet_So_kehren_die_Geschichten_der_Apostelgeschichte_in_Saint_Denis_wiedervon Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Saint-Denis - Während sich das Bistum Saint-Denis darauf vorbereitet, Papst Leo XIV. bei seiner Frankreichreise zu einer Gebetswache mit Jugendlichen und Katechumenen im Stade de France zu empfangen, ist der Andrang so groß, dass die Anmeldeplattform direkt nach Freischaltung überlastet war. Die Kirche von Saint-Denis blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück, ist zugleich aber auch ein Ort des kirchlichen Aufbruchs – geprägt von einem Alltag in einem einfachen, teils armen, multiethnischen und multireligiösen Umfeld. Für Fides zeichnet der Ortsbischof Étienne Guillet das Porträt seiner kleinen, „so strahlenden“ Kirche, die durchaus ein echtes Laboratorium für die Weltkirche werden könnte.<br /><br /><br />Die Anmeldungen für die Gebetswache mit Papst Leo XIV. im Stade de France waren im Nu ausverkauft. Was offenbart dieser Ansturm?<br /><br />Die erste Tranche war tatsächlich innerhalb von anderthalb Stunden ausgebucht! Die Anmeldeplattform war völlig überlastet, und viele Jugendliche suchen immer noch nach Karten – es gibt ganz offensichtlich eine riesige Erwartungshaltung. Das ist ein wunderbares Zeichen für die Kirche in Frankreich. Das Stade de France liegt in Saint-Denis: Wir freuen uns sehr, dass der Papst in dieses Bistum kommt, das etwas zu sagen hat und keineswegs bloß ein „Pariser Vorort-Anhang“ ist! Er wird in einer Region empfangen mit ganz eigener Geschichte, eigener Bevölkerung und einem kirchlichen Leben, das von einem besonderen Aufbruch und großer Kreativität geprägt ist. Vom Stadion aus sieht man die gesamte Basilika von Saint-Denis und das Dach ihres Kirchenschiffs.<br /><br /><br />Wie sieht das Profil der Erwachsenen aus, die heute im Département Seine-Saint-Denis um die Taufe bitten?<br /><br />Das Lesen der Briefe, die vor Ostern an den Bischof gerichtet werden, ist für mich ein riesiges Geschenk. Manche schreiben eine halbe Seite, andere erzählen auf zehn Seiten aus ihrem Leben. Die größte Gruppe ist zwischen 18 und 25 Jahre alt, aber es gibt nicht das eine soziologische Profil. Ein Teil der Katechumenen ist in einem christlichen Umfeld aufgewachsen, ohne getauft worden zu sein: Eltern oder sehr oft die Großeltern haben ihnen das Gebet, das Evangelium oder den gewohnten Kirchgang vorgelebt. Bei Familien, die – etwa über Portugal – aus Kap Verde zugewandert sind, traten die Sakramente durch die Herausforderungen der Integration, der Sprache und des Umzugs zeitweise in den Hintergrund, weil anderes dringender war. Doch sobald sie Fuß gefasst haben, möchten diese jungen Menschen diesen Weg zu Ende gehen.<br /><br />Andere hatten wiederum so gut wie keinen Kontakt zum Evangelium. Dennoch gibt es immer einen Anstoß: das Zeugnis eines Freundes, einer Kollegin, einer Schwägerin oder Nachbarin; eine Einladung zur Messe; eine Online-Suche. Die sozialen Netzwerke machen nicht alles aus, aber sie sind der Ort, an dem unsere Zeitgenossen ihre ersten Fragen stellen. Wir müssen dort also fundierte Antworten anbieten. Doch wie stellt man sicher, dass sie dort auch gehaltvolle, nährende Inhalte finden? Manchmal reichen auch schon eine offene Kirche, ihre Stille und ihre Schönheit aus, um einen Raum zu schaffen, in dem man Gott begegnen kann. Ein Mann erzählte mir, dass er nach einem sehr schweren Tag aus dem Pendlerzug einen Kirchturm sah, die Kirche betrat und dort einen ersten Frieden fand, der sein Leben verändert hat. Das fordert die Kirche heraus: Unsere Gotteshäuser müssen offen und gastfreundlich bleiben können. Doch aus Sicherheitsgründen oder Mangel an Personal bleiben immer mehr Kirchentüren geschlossen – selbst an stark frequentierten Touristenorten.<br /><br /><br />Spiegelt sich die religiöse Realität des Départements in diesen Lebenswegen wider?<br /><br />Insgesamt stammen etwa 15 % der Briefe von Menschen, die aus einem muslimischen oder stark islamisch geprägten Umfeld kommen: Sie haben selbst die Moschee besucht oder ein Elternteil ist Muslim. Auch ihr Weg beinhaltet Begegnungen und Recherchen im Internet, sehr oft wird aber auch von einem Traum oder einem intensiven geistlichen Erlebnis berichtet. Das mag unsere westliche Rationalität verunsichern, aber Träume ziehen sich schließlich durch die gesamte Bibel!<br /><br />Aus den Briefen geht auch hervor, dass viele Menschen aus der Mittelschicht und aus einfachen, französischstämmigen Verhältnissen kommen, die die Kirche zuletzt schwerer zu erreichen schien: Beamte, Angestellte, Handwerker. Ihre Präsenz relativiert die These, diese Taufen seien Ausdruck eines Identitätsstrebens oder eine Reaktion gegen eine andere religiöse Gruppe. Was diese Erfahrungsberichte beschreiben, ist kein ideologischer Kampf, sondern allen voran die Freude über die Begegnung mit Christus. Viele verorten ihr Glaubenserwachen in einer schweren Lebensphase – Trauer, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Entmutigung. In solchen Momenten begreifen sie auf existenzielle Weise, was „Jesus, der Retter“ bedeutet: kein abstraktes Konzept, sondern jemand, der einen am Rande des inneren Ertrinkens herauszieht und einem wieder den Wunsch gibt, voranzugehen und zu lieben.<br /><br /><br />Hat die muslimische Präsenz Einfluss auf das christliche Selbstbewusstsein?<br /><br />In Seine-Saint-Denis haben die Muslime dazu beigetragen, dass es wieder unverkrampfter möglich ist, über Gott zu sprechen und zu seinem Glauben zu stehen. Die jungen Christen, die in der Minderheit sind, können offen und mit Freude sagen, dass sie Christen sind. Sie werden hinterfragt, manchmal herausgefordert, aber das führt keineswegs zu einer Atmosphäre des Religionskrieges – auch wenn Außenstehende oft diesen Eindruck haben. In den bunten, durchmischten Arbeitervierteln wird der Glaube an Gott oft geachtet und geschätzt. Es geht darum, wie es im ersten Petrusbrief heißt, „Rechenschaft zu geben von der Hoffnung, die in uns ist“.<br /><br />Dieser Stolz ist Teil eines Minderheiten-Katholizismus, der jedoch lebendig und frei von Aggressivität ist. Der „Marsch für Jesus“, der ursprünglich von Evangelikalen ins Leben gerufen wurde, hat uns diese Realität vor Augen geführt. Noch bevor die Kirchenleitung entschieden hatte, ob sie teilnehmen würde, waren die Jugendlichen schon längst dabei. Die Chöre unserer Pfarreien haben dort voller Freude gesungen. Zu seinem Glauben zu stehen bedeutet nicht, einen Machtkampf auszufechten; es bedeutet, ganz gelassen das zu verkörpern, was man ist.<br /><br /><br />Sie sprechen von neuen Katechumenen, von Träumen, von der Freude am Gemeindeleben – wird die Apostelgeschichte in Seine-Saint-Denis gerade wieder lebendig?<br /><br />Ja. Wo immer Kirche neu entsteht, finden wir Träume, Berufungen, sich bildende Gemeinschaften und Berichte über Gnadenmomente. Die Apostelgeschichte ist eine gläubige Rückschau auf die Geburt der Kirche, die für eine wachsende Gemeinschaft maßgebend geworden ist. Die Katechumenen rufen uns heute genau diese Realitäten wieder ins Gedächtnis: Der Glaube entsteht aus Begegnungen, aus dem Gebet, dem Wort Gottes, dem Miteinander und einer missionarischen Freude. Es sind Geschichten der Rettung und der Gnade.<br /><br /><br />Wie verändern diese Neugewandelten die Pfarreien und wie erneuern sie den Blick auf die Mission?<br /><br />Die eigentliche Herausforderung ist ihre echte Einbindung. In den Pfarreien gibt es zwei Sätze, die Neuankömmlinge sofort entmutigen können: „Das haben wir schon immer so gemacht“ und „Wir brauchen nicht jeden“. Das Gegenteil ist nötig: Man muss jeden Einzelnen wahrnehmen, bekannt machen, ihm Wertschätzung entgegenbringen und ihm schnell Vertrauen schenken. Warum sollte man zwei Jahre warten, bevor man jemandem vorschlägt, zu lesen, zu singen, Gäste zu begrüßen, mitzuhelfen oder sich karitativ zu engagieren? Die freikirchlichen Gemeinschaften sind uns hier oft ein gutes Beispiel, indem sie Menschen sehr früh Verantwortung übertragen.<br /><br />Integration ist keine Einbahnstraße. Die langjährigen Christen müssen Raum für die Negetauften schaffen; diejenigen, die neu hinzukommen, treten wiederum in eine Gemeinschaft ein, die eine Geschichte, eine Weisheit, eigene Rhythmen und Traditionen hat. Aber das hat oberste Priorität: Denn manche lassen sich nach einer sehr intensiv begleiteten Katechumenatszeit wieder hängen, weil ihnen die Bindung fehlt. Die sakramentale Gnade wirkt zwar weiter, aber wir wissen alle: Ein Christ, der allein bleibt, ist ein gefährdeter Christ.<br /><br />Wir denken daher auf Ebene der Kirchenprovinz Île-de-France über Neophyten-Kurse nach, über Gruppen, die nach der Taufe fortbestehen, und über eine frühere Einbindung in das Pfarrleben. Die Sonntagsmesse ist unverzichtbar, reicht aber nicht immer aus: Man kann sie anonym betreten und wieder verlassen. Jeder Mensch braucht auch eine kleine Gruppe, in der er persönlich bekannt ist, wo sein Fehlen auffällt und wo ihn jemand anruft. Man muss den Menschen von Anfang an helfen, ihre Talente und Charismen zu entdecken: „Du bist willkommen; wir brauchen das, was du einbringst.“<br /><br />Es gibt hunderte Möglichkeiten, jemanden einzubinden. Ein Sicherheitsteam, die Katechese, ein Chor oder der regelmäßige Reinigungsdienst können zu Orten der Freundschaft, des Gebets und der Verlässlichkeit werden. Das christliche Leben verbindet die vertikale Beziehung zu Gott – Liturgie, Gebet, Volksfrömmigkeit – mit der horizontalen Verbindung zu den Brüdern und Schwestern. Diese beiden Achsen bilden das Kreuz.<br /><br />Die Kirche in Saint-Denis blickt auf eine über 1700-jährige Geschichte zurück: Sagt diese den Neuankömmlingen etwas?<br /><br />Die Geschichte unserer Diözese ist vielschichtig: Dionysius, der um 250 der erste Bischof war, und seine Gefährten; die mittelalterliche Basilika; die königliche Nekropole, in der die Gebeine von 70 Herrschern ruhen; das klösterliche Leben; die Gotik und die Glasfenster – und schließlich die jüngere Geschichte der Migration, der Armut, der Arbeiterpriester... Aber der Aspekt, der die Katechumenen besonders berührt, ist der des heiligen Dionysius als Missionar, Täufer und Märtyrer. Die Tradition beschreibt ihn zusammen mit dem Priester Rusticus und dem Diakon Eleutherius als diejenigen, die nach Lutetia kamen, um das Evangelium zu verkünden und die ersten Taufen zu spenden! Für diese Dimension des authentischen, zutiefst missionarischen Martyriums sind die Menschen am empfänglichsten. Einen Gottesdienst im Chor der Basilika nahe ihren Reliquien abzuschließen, verbindet die Gegenwart der Kirche mit ihrem Ursprung: das Heil anzunehmen und Missionar in einer komplexen und manchmal risikoreichen Welt zu sein. Das ist eine Praxis, die von den Gläubigen sehr geschätzt wird.<br /><br />Der Turmhelm der Basilika wird derzeit wiederaufgebaut, und wir haben angeboten, vier neue Glocken zu finanzieren – ein verrücktes Projekt, da wir sehr arm sind. Aber hinter diesem Vorhaben steht der Wunsch, dieser Kontinuität eine sichtbare Form zu geben. Ein Turmhelm in der Architektur ist wie ein Zeigefinger: Er lädt dazu ein, den Blick gen Himmel zu richten, auch wenn er in der Gotik fest mit dem Boden verbunden ist, wo es unsere Aufgabe ist, das Reich Gottes im Kleinen zu verwirklichen. Die Glocken, die wir am liebsten wie in alten Zeiten auf dem Vorplatz der Kirche gießen lassen würden, werden Freude, Gebet, Taufen, Hochzeiten, Trauer und Frieden verkünden. Gleichzeitig lebt in der Basilika die mittelalterliche Wallfahrt zum Grab des heiligen Dionysius wieder auf, die etwas in Vergessenheit geraten war. Immer mehr Gruppen aus Pfarreien, Schulen und Horten kommen in den letzten Jahren; ihnen müssen wir einen echten Glaubensweg bieten, der nicht nur von der Gotik erzählt, sondern auch zum Gebet führt.<br /><br /><br />Was erhoffen Sie sich vom Besuch von Leo XIV.?<br /><br />Zunächst einmal große Freude und Stolz. Die Amtsträger – auch die nichtchristlichen – haben die Nachricht mit Begeisterung aufgenommen: Sie sehen darin einen Gewinn für die Christen, aber auch für die gesamte Region. Viele möchten diese Botschaft hören, die weit über den rein katholischen Kreis hinausgeht. Sie haben bereits den geopolitischen Mut des Papstes zu schätzen gelernt und verstanden, dass sein Wort weit reicht und etwas verkündet, das uns alle emporheben kann. Die Muslime in Seine-Saint-Denis wiederum waren sehr berührt von seiner Reise nach Algerien und der Station in Annaba auf den Spuren von Augustinus. Viele von ihnen sind Kabylen, und Augustinus ist für sie eine Symbolfigur. Unsere Kirche ähnelt im Grunde der Kirche von Algerien: klein, in einem nicht immer einfachen Umfeld, aber unglaublich strahlend.<br /><br />In einem von Armut, Kosmopolitismus und religiöser Vielfalt – Muslime, Juden, Sikhs, Buddhisten und Christen – geprägten Département wie Seine-Saint-Denis kann dieses Ereignis auch zu einem Zeichen des Friedens werden. Wir möchten insbesondere in unseren 13 katholischen Gymnasien kleine Gruppen von „Botschaftern des Papstes“ bilden: Zwei katholische Jugendliche laden acht nicht-katholische Mitschüler ein. Sie bereiten sich gemeinsam auf die Gebetswache mit dem Papst vor, nehmen daran teil und tragen das Erlebte anschließend in ihre Schulen weiter. Diese bescheidene Geste bringt eine tiefe Überzeugung zum Ausdruck: Religionen sind nicht dazu da, Kriege zu schüren; sie haben primär den Auftrag, Frieden zu stiften. Eine Kirche in der Minderheit kann dennoch voller Freude und Mut bleiben und Brücken bauen.<br />Während sich das Bistum Saint-Denis darauf vorbereitet, Papst Leo XIV. bei seiner Frankreichreise zu einer Gebetswache mit Jugendlichen und Katechumenen im Stade de France zu empfangen, ist der Andrang so groß, dass die Anmeldeplattform direkt nach Freischaltung überlastet war. Die Kirche von Saint-Denis blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück, ist zugleich aber auch ein Ort des kirchlichen Aufbruchs – geprägt von einem Alltag in einem einfachen, teils armen, multiethnischen und multireligiösen Umfeld. Für Fides zeichnet der Ortsbischof Étienne Guillet das Porträt seiner kleinen, „so strahlenden“ Kirche, die durchaus ein echtes Laboratorium für die Weltkirche werden könnte.<br />Thu, 13 Aug 2026 19:24:28 +0200Papua-Neuguinea: Das Wunder der kirchlichen Einheit im Land der 800 Sprachenhttps://fides.org/de/news/78048-Papua_Neuguinea_Das_Wunder_der_kirchlichen_Einheit_im_Land_der_800_Sprachenhttps://fides.org/de/news/78048-Papua_Neuguinea_Das_Wunder_der_kirchlichen_Einheit_im_Land_der_800_SprachenVon Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Port Moresby - Während die Diözese Bougainville das historische Jubiläum von 125 Jahren seit der Ankunft der ersten katholischen Missionare begeht, gipfeln die dreiwöchigen Feierlichkeiten vom 14. bis 17. August 2026 in einem großen Finale in der Nordregion. Ausgehend von der Ankunft der ersten Maristen in Pokpok und Buin hat sich die Ortskirche von einer jungen Mission, die von laienhaften Katecheten durch den Zweiten Weltkrieg und die Bougainville-Krise getragen wurde, zu einer lebendigen Diözese mit über 200.000 Gläubigen in 35 Pfarreien entwickelt. Der Höhepunkt dieses letzten Ausabschnitts ist der Pastoralbesuch Seiner Eminenz Kardinal Luis Antonio Tagle, der am 16. August der feierlichen Jubiläumsmesse in der Kathedrale Our Lady of the Assumption in Hahela vorstehen wird. Sein viertägiges Programm in Buka umfasst zudem Besuche in lokalen Pfarreien, Seelsorge im Krankenhaus, Treffen mit regionalen Führungspersönlichkeiten und die Segnung eines neuen diözesanen Gebäudes. Anlässlich dieser Feierlichkeiten blickt Pater Christian Sieland, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, für Fides auf die Geschichte der Evangelisierung in Papua-Neuguinea zurück.<br /><br /><br />Können Sie uns zunächst mehr über Ihre persönliche Geschichte erzählen?<br /><br /><br />Ich spreche als jemand, der das besondere Privileg hatte, in Papua-Neuguinea in einer Ära aufzuwachsen, in der unsere Ortskirche zu fast 90 Prozent aus ausländischen Missionaren bestand. Mein eigener Vater war ein von Misereor in Deutschland angeworbener Laienmissionar, der über 20 Jahre lang Seite an Seite mit Priestern und Ordensbrüdern und -schwestern arbeitete. Heute bin ich Teil eines einheimischen Klerus, der sich in einer entscheidenden Übergangsphase befindet – dem Wandel von einer Missionskirche zu einer vollkommen einheimischen Kirche.<br /><br />Persönlich glaube ich, dass die wichtigsten Werte, die ich geerbt habe, Respekt und Wertschätzung sind. Unsere heutige Generation hat zum Teil die Verbindung zur Vergangenheit verloren; viele junge Menschen tun sich schwer damit, ihre lokalen Muttersprachen zu sprechen, und verständigen sich nur noch auf Tok Pisin und Englisch. Durch die Förderung von tiefem Respekt und Wertschätzung können lokale Werte bewahrt und die Tugenden des Evangeliums sinnvoll in das Leben der Menschen integriert werden. In diesem Sinne ist Inkulturation ein fortlaufender Weg.<br /><br />In unseren Ausbildungsprogrammen erinnern wir unsere einheimischen Katecheten, Laienhelfer und Priester stets daran, ihr kulturelles Erbe niemals zu vergessen und sich die Botschaft des Evangeliums wahrhaft zu eigen zu machen. Der Glaube hat erfolgreich Wurzeln geschlagen, aber er muss noch tiefer wachsen, um jene radikalen gesellschaftlichen Veränderungen herbeizuführen, die nötig sind, um tief sitzende Herausforderungen wie Hexerei-Anschuldigungen, Polygamie und Stammeskämpfe vollständig zu überwinden.<br /><br /><br />Ihre eigene Familiengeschichte ist eng mit der Geschichte der Evangelisierung in Papua-Neuguinea verknüpft. Wie hat das Zeugnis sowohl Ihrer papuanischen Verwandten als auch der Missionare Ihre Berufung zum Priester beeinflusst?<br /><br />Nach dem Abitur in Deutschland wurde ich zum Wehrdienst einberufen. Aus christlichem Gewissensgrund entschied ich mich jedoch für die Kriegsdienstverweigerung. Stattdessen schloss ich mich den Steyler Missionaren als junger Missionshelfer im Rahmen des Programms „Missionar auf Zeit“ an. Dieses Programm ermöglichte es jungen Menschen aus deutschsprachigen Ländern, für 9 bis 15 Monate praktische Missionserfahrung in einem Missionsgebiet zu sammeln.<br /><br />Da ich in Papua-Neuguinea dienen wollte, absolvierte ich dort von September 1999 bis Dezember 2000 meinen Freiwilligendienst. Die direkte Begegnung mit der internationalen Gemeinschaft der Steyler Missionare und insbesondere die engen Freundschaften mit einigen von ihnen weckten meine eigene Berufung zum Priestertum. Ohne diese Begegnung wäre ich heute kein Priester.<br /><br />Ich stamme zudem aus einer tief engagierten katholischen Familie. Ohne den unermüdlichen Einsatz meiner Eltern, die uns bewusst mit christlichen Werten erzogen haben, hätte ich diesen Ruf nicht beantwortet. Meine Berufung wurde also an erster Stelle durch das Zeugnis meiner Familie geformt und an zweiter Stelle durch die hingebungsvollen Missionare, die unser Volk unermüdlich evangelisiert haben.<br /><br /><br />Wenn Sie auf mehr als 120 Jahre katholische Präsenz zurückblicken: Welche wesentlichen Etappen erkennen Sie auf dem Weg von den ersten Missionsstationen zu einer Kirche, die heute weitgehend von einheimischem Klerus geleitet wird?<br /><br /><br />Ausgehend von meinem eigenen Wissen, meiner pastoralen Erfahrung und meiner historischen Reflexion würde ich sagen, dass wir derzeit die vierte oder fünfte Generation von Menschen vor uns haben, die das Evangelium angenommen haben, seit es von den Pionieren erstmals verkündet wurde. Die ersten Missionare, die unsere Region betraten, kamen Anfang der 1930er Jahre in unser Land. Meine Heimatpfarrei Denglagu war die allererste katholische Missionsstation, die 1934 in der gesamten Hochlandregion von Papua-Neuguinea gegründet wurde. Von dieser Basis aus wagten sich die Missionare weiter in andere Gebiete des Hochlands vor.<br /><br />Vor den 1930er Jahren hatte unser Volk keinerlei Kontakt zur Außenwelt, was diesen Moment zu einem monumental historischen Ereignis machte – es war unser ganz persönliches „1492“. Im Jahr 2034 werden wir 100 Jahre Evangelisierung im Hochland feiern.<br /><br />Die Präsenz der Kirche brachte unserem Land grundlegende soziale Dienste und strukturelle Entwicklung. Nach dem Zweiten Weltkrieg – der für unsere Ortskirche und verschiedene Missionskongregationen völlig verheerend war – kam eine zweite Welle von Missionaren, um die zerstörte Infrastruktur wiederaufzubauen. Die dritte und vierte Generation von Missionaren traf in den 1970er und 1980er Jahren ein.<br /><br />Die 1990er Jahre markierten einen wichtigen Wendepunkt mit einem deutlichen Anstieg einheimischer Berufungen, der sich in den 2000er Jahren noch weiter verstärkte. Hier kommt unsere heutige Generation christlicher Führungskräfte ins Spiel. Wir sind jetzt eine Ortskirche im Umbruch. Das bedeutet, dass wir lernen müssen, eigenständig, nachhaltig und selbstbewusst in unserer einzigartigen christlichen Identität als melanesische Kirche zu sein. Das ist die große Herausforderung für die kommenden Jahre: Mit dem Rückgang der Zahl ausländischer Missionare werden die Erwartungen an uns, den einheimischen Klerus, die volle Verantwortung und Führung zu übernehmen, weiter steigen.<br /><br /><br />Welche Hauptherausforderungen sehen Sie in einem Land, das durch eine starke kulturelle und stammesmäßige Vielfalt geprägt ist, für den Aufbau der Einheit innerhalb der Kirche, und welche positiven Entwicklungen machen Ihnen Hoffnung?<br /><br /><br />Unser Land wird zu Recht als eine der kulturell vielfältigsten Nationen der Erde beschrieben. Wir sind eine Stammesgesellschaft mit über 800 verschiedenen Sprachen und ethnischen Gruppen. Es ist ein wunderschönes Wunder, dass wir als junges Land 50 Jahre Unabhängigkeit als eine vereinte, demokratische und überwiegend christliche Nation erfolgreich gefeiert haben – trotz erheblicher sozialer, stammesbezogener, wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen.<br /><br />Ich bin fest davon überzeugt, dass der stärkste einigende Faktor in unserem Land unsere christliche Identität ist. Diese Einheit ist innerhalb der Kirche am lebendigsten, wo Menschen aller Herkünfte, Regionen und Stämme als eine Familie zusammenkommen. Es ist bewegend mitzuerleben, wie Menschen aus historisch verfeindeten Stämmen zusammensitzen und im Pfarrgemeinderat als Team zusammenarbeiten.<br /><br />Seit den Anfängen der Evangelisierung haben die Kirchen eine überragende Rolle beim Zusammenschluss der tausend Stämme Neuguineas gespielt. Während die nationale Einheit nach wie vor ein Prozess ist, hat die Kirche hervorragende Arbeit geleistet, um das Fundament zu legen und eine gemeinsame nationale Identität zu fördern, indem sie Schulen und Gesundheitszentren bereitstellt, die allen Menschen offenstehen – unabhängig von ihrer Stammeszugehörigkeit.<br /><br />Die Haupthindernisse für diese Einheit liegen in politischen Spaltungen und dem Fortbestehen überlieferter Bräuche wie dem Vergeltungssystem , das endlose Zyklen von Konflikten und Stammeskriegen auslösen kann.<br /><br /><br />Traditionelle Glaubensvorstellungen, einschließlich der Ängste vor Hexerei und der Geisterwelt, sind in einigen Gebieten nach wie vor sehr präsent. Wie versucht die Kirche, die Menschen mit Respekt zu begleiten und ihnen gleichzeitig zu helfen, ihr Verständnis des Evangeliums zu vertiefen?<br /><br /><br />Traditionelle Glaubensvorstellungen, Anschuldigungen im Zusammenhang mit Hexerei, Gewalt und eine von Angst geprägte Beziehung zur Geisterwelt sind in vielen Teilen des Landes weit verbreitet, selbst unter praktizierenden Katholiken. Die Kirche ist eine der wenigen Institutionen, die traditionellen Glaubenssystemen mit pastoraler Sensibilität begegnet und gleichzeitig unmissverständlich an der Wahrheit festhält, wenn es um kulturelle Praktiken geht, die mit dem christlichen Glauben völlig unvereinbar sind.<br /><br />Die katholische Position ist da unkompromissvoll: Wir können nicht wahrhaft als Katholiken leben, wenn wir weiterhin an Hexerei und Zauberei glauben. Die Kirche wendet sich auch entschieden gegen die Polygamie, die vor allem unter wohlhabenden Männern nach wie vor weit verbreitet ist.<br /><br />Um diesem Problem zu begegnen, betreibt meine eigene Diözese zusammen mit vielen anderen Pastoralzentren. Diese Zentren führen in enger Partnerschaft mit Nichtregierungsorganisationen und Regierungsstellen Kurse und Workshops durch, um kirchliche Führungskräfte und ehrenamtliche Helfer auszubilden. Die Teilnehmer werden befähigt, als Berater und Anwälte für Opfer von häuslicher Gewalt, Hexerei-Anschuldigungen und anderen strukturellen sozialen Problemen zu wirken. Darüber hinaus werden einige speziell in Konfliktlösung und Friedensmediation geschult und direkt in aktiven Stammeskriegsgebieten eingesetzt.<br /><br />Durch diese Initiativen begleitet die Kirche Opfer von Gewalt aktiv und schärft gleichzeitig das Bewusstsein der Gemeinschaft, um schädliche traditionelle Praktiken auszulöschen. Wir arbeiten daran, den Menschen zu helfen, die verwandelnde Kraft der Wahrheit, Liebe und Vergebung des Evangeliums anzunehmen. Die Situation ist noch nicht perfekt, aber die Kirche ist führend in den Bereichen Anwaltschaft, Schutz und menschliche Bildung.<br /><br /><br />In Papua-Neuguinea gibt es eine reiche Vielfalt an Stämmen und Kulturen. Welche Chancen und welche Herausforderungen ergeben sich aus dieser Vielfalt nach Ihrer Erfahrung für den Aufbau der Gemeinschaft innerhalb der Kirche?<br /><br /><br />Ich kann aus meiner pastoralen Erfahrung als ehemaliger Pfarrer tiefgreifend über diese Realität sprechen. Die Herausforderungen sind allgegenwärtig. Unsere Realität unterscheidet sich deutlich von den multikulturellen Gesellschaften Europas, in denen Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern zusammenkommen, um gemeinsam zu leben und zu arbeiten. In Papua-Neuguinea ist unsere Vielfalt innerer Natur – wir bestehen aus verschiedenen Stämmen und ethnischen Gruppen, die ein gemeinsames melanesisches Erbe teilen. Daher sollte unser erster einigender Baustein natürlicherweise unsere gemeinsame melanesische Identität sein. In der Praxis ist es jedoch selten so einfach, da wir nach wie vor stark an ein komplexes, lokal geprägtes Stammesdenken gebunden sind.<br /><br />Diese immense Vielfalt sollte als tiefer Segen verstanden werden. Sie kann von der Kirche genutzt werden, um zu zeigen, dass genau wie verschiedene Teile eines Körpers ein Ganzes bilden, unsere unterschiedlichen Stammesidentitäten auf einzigartige Weise zur Einheit sowohl der Kirche als auch der unabhängigen Nation beitragen können.<br /><br />Ein wunderbares Beispiel für diese Einheit ist unser nationaler Seliger, Peter ToRot. Obwohl er aus Rabaul stammte, beansprucht ihn jeder Katholik in ganz Papua-Neuguinea voller Stolz mit den Worten: „Er ist einer von uns.“ Sein spezifischer stammesbezogener und regionaler Hintergrund tritt in den Hintergrund, weil er als Katechet, Märtyrer und Katholik gestorben ist. Das zeigt die unglaublichen Möglichkeiten, die wir haben, um echte Gemeinschaft aufzubauen.<br /><br />Wo Stammeskämpfe weiterhin bestimmte Regionen verwüsten, stehen die Kirchen konsequent an vorderster Front der Vermittlung und leiten Friedensgespräche sowie Versöhnungsbemühungen. Da die lokale Bevölkerung der Integrität der Kirche häufig weit mehr vertraut als ihren politischen Führungspersönlichkeiten, haben unsere Schulungsworkshops für kommunale Friedensvermittler eine enorme Wirkung.<br /><br />Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, um ein makelloses Gefühl nationaler und geistlicher Einheit zu verwirklichen. Die Kirche hat jedoch erfolgreich den Weg geebnet. Mit anhaltender Geduld und Ausdauer bin ich zuversichtlich, dass diese kontinuierlichen Anstrengungen letztendlich Früchte in dauerhafter Versöhnung und Einheit tragen werden. <br />Wed, 12 Aug 2026 19:20:36 +0200ASIEN/KASACHSTAN - Bischof von Karaganda zurückgetreten und Nachfolger ernannthttps://fides.org/de/news/78041-ASIEN_KASACHSTAN_Bischof_von_Karaganda_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernannthttps://fides.org/de/news/78041-ASIEN_KASACHSTAN_Bischof_von_Karaganda_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den von Bischof Adelio Dell’Oro von Karaganda eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Pfarrer der Kathedrale von Astana und Sprecher der Zentralasiatischen Bischofskonferenz, Pfarrer Piotr Pytlowany, „Fidei donum“-Priester der Erzdiözese Przemyśl , zu seinem Nachfolger ernannt.<br />Piotr Pytlowany wurde am 7. Mai 1969 in Brzozów geboren. Nach der Grund- und Sekundarschule trat er in das Priesterseminar des Erzbistums Przemyśl ein. Am 28. April 1994 erwarb er den Bachelor-Abschluss an der Katholischen Universität „Johannes Paul II.“ in Lublin und 2018 den Doktortitel in Theologie an der Päpstlichen Universität „Johannes Paul II.“ in Krakau. Am 28. Mai 1994 wurde er zum Priester geweiht und in das Erzbistum Przemyśl inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne: Pfarrvikar der Pfarrei der Heiligen Dreifaltigkeit in Leżajsk ; 1995 begann er als „Fidei-Donum“-Priester seinen pastoralen Dienst in Kasachstan als Pfarrer der Gemeinde „St. Joseph“ in Makchinsk ; Pfarrer der Gemeinde „St. Abraham“ in Schuchinsk ; Pfarrer der Kathedrale „Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe“ in Astana ; Studienpräfekt und Rektor des Interdiözesanen Seminars von Karaganda ; Sprecher der Bischofskonferenz ; Pfarrer Gemeinde der „Königin des Heiligen Rosenkranzes“ in Akmol ; Pfarrer der Kathedrale „Unserere Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe“ in Astana .<br />Mon, 10 Aug 2026 08:44:34 +0200ASIEN/INDIEN - Biscof von Dindigul zurückgetretenhttps://fides.org/de/news/78011-ASIEN_INDIEN_Biscof_von_Dindigul_zurueckgetretenhttps://fides.org/de/news/78011-ASIEN_INDIEN_Biscof_von_Dindigul_zurueckgetretenVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den von Bischof Thomas Paulsamyvpm Dindigul eingereichten Rücktritt angenommen.<br /> <br />Mon, 03 Aug 2026 09:12:19 +0200AFRIKA/MADAGASKAR - Trinitarier feiern hunderjähriges Jubiläum: “Wir sind als Trinitarier überallhin gesandt”https://fides.org/de/news/77989-AFRIKA_MADAGASKAR_Trinitarier_feiern_hunderjaehriges_Jubilaeum_Wir_sind_als_Trinitarier_ueberallhin_gesandthttps://fides.org/de/news/77989-AFRIKA_MADAGASKAR_Trinitarier_feiern_hunderjaehriges_Jubilaeum_Wir_sind_als_Trinitarier_ueberallhin_gesandtVon Antonella Prenna<br /><br />Moramanga – Pater Gino Buccarello, Generalminister des Ordens der heiligsten Dreifaltigkeit und des Lokaufs der Gefangenen , befindet sich in Madagaskar, um dort das hundertjährige Jubiläum der Missionstätigkeit des Trinitarierordens im Land zu feiern. Das Jubiläum erinnert an die Ankunft der ersten fünf Ordensmitglieder im Jahr 1926: Pater Benedetto Di Caro, Pater Valeriano Marchionni, Pater Giuseppe Di Donna, Bruder Pacifico Piersanti und Bruder Loreto.<br />„Die Feier dieses hundertjährigen Jubiläums“, sagt Pater Buccarello, „ist nicht nur die Erinnerung an vergangene Geschichte, sondern entfaltet sich in allen drei Dimensionen der Zeit. In erster Linie ist sie ein dankbares Gedenken an Gottes Wirken durch die ersten Missionare und all die Ordensleute, die im Laufe der Jahre mit Begeisterung, Großzügigkeit und Opferbereitschaft ihren Beitrag geleistet und oft ihr Leben riskiert haben, um das Evangelium zu verkünden, die Kirche aufzubauen und die Armen, Gefangenen und Unterdrückten gemäß unserem Charisma zu unterstützen.“<br /> „Das hundertjährige Jubiläum“, fährt er fort, „bietet auch die Gelegenheit, unser Engagement für die Kirche und die madagassische Gesellschaft, insbesondere für Gefangene, durch Gefängnisseelsorge, Gemeindearbeit und Schulungen zu erneuern. Zu den neuen Herausforderungen gehört es, Gefangenen immer qualifiziertere Hilfe anzubieten, nicht nur auf spiritueller, humanitärer und gesundheitlicher Ebene, sondern auch durch den Rechtsschutz derjenigen, denen die Möglichkeit fehlt, ihr Recht auf Verteidigung zu gewährleisten.“ <br />Der Generalminister erläutert gegenüber Fides die Bedeutung des Jubiläums und die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten mit und betont zudem die Wichtigkeit des interreligiösen Dialogs.<br />“Ein weiteres zentrales Thema“, betont er in diesem Zusammenhang, „ist der Dialog mit der islamischen Welt. Dieser erfordere eine angemessene Vorbereitung, die einen authentischen Dialog fördert, jegliche Form von Missionierung und gewalttätiger Radikalisierung verhindert und eine Kultur der Begegnung, der Geschwisterlichkeit und des Friedens stärkt“.<br />Der Fokus liegt auch auf der Zukunft. „Madagaskar ist ein Land der Mission, heute aber auch ein Land der Missionare. Der Herr segnet uns mit zahlreichen Berufungen: mit unseren Studenten und Priestern sind wir über 200 Ordensleute, die in elf Diözesen auf der Insel tätig sind, und es sind 15, wenn wir die Ordensschwestern der Trinitarierinnen mitzählen. Die Zukunft ist nicht bloß etwas, das man erwartet, sondern wird durch ein erneuertes Engagement in der Ausbildung gestaltet, damit die Ordensleute Zeugnis vom erlösenden und barmherzigen Charisma des Ordens ablegen und es in der madagassischen Kultur verkörpern können.“<br />Pater Buccarello erinnert zudem daran, dass derzeit über 40 madagassische Ordensleute als Missionare in sieben Ländern tätig sind und die Gemeinschaften des Ordens in Ländern unterstützen, die mit einer Berufungskrise und zunehmender Säkularisierung konfrontiert sind.<br />„Hundert Jahre trinitarische Geschichte in Madagaskar sind ein Erbe an Erfahrung, Hingabe und Zeugnis, das uns ermutigt, unseren Weg in kreativer und dynamischer Treue zum ursprünglichen Charisma fortzusetzen“, schließt er. <br />Der Generalminister erklärt, dass das Jubiläumsjahr vor einem Jahr mit einer feierlichen Eucharistiefeier in Miarinarivo, einer Stadt westlich der Hauptstadt Antananarivo, eröffnet wurde. Dort trafen die ersten fünf trinitarischen Missionare aus Italien ein, darunter der Ehrwürdige Giuseppe Di Donna.<br /> „Im Laufe des Jahres“, erklärt er, „gab es eine Reihe von Treffen, Konferenzen und Feierlichkeiten. Vom 27. bis 29. Juli tagt der erweiterte Generalrat in Moramanga unter Beteiligung aller Oberen. Am 30. und 31. Juli feiern wir ‚Somos Familia‘, ein Treffen, das mit trinitarische Ordensleute und Laien etwa 1200 Teilnehmenden zusammenbringt. Eine Konferenz zur aktuellen Relevanz des trinitarischen Charismas im Lichte der programmatischen Leitlinien des letzten Generalkapitels ist ebenfalls für den 31. Juli geplant.“<br />Die Feierlichkeiten erreichen ihren Höhepunkt am Samstag, dem 1. August, mit der feierlichen Profess von zwölf Ordensleuten und am Sonntag, dem 2. August, mit dem abschließenden Festgottesdienst zum hundertjährigen Jubiläum. Erwartet werden rund 3.000 Gläubige, etwa hundert Trinitarier-Ordensleute und acht Bischöfe, darunter die beiden trinitarischen Prälaten: Erzbischof Gustavo Bombin von Toliara und der Apostolische Vikar des nördlichen Arabien, Aldo Berardi, der die Trinitarier während seines Zivildienstes kennengelernt hat. Elf weitere trinitarische Diakone werden im Rahmen des Festgottesdienstes, dem von Erzbischof Bombin vorsteht, die Weihe empfangen.<br />Anlässlich der Hundert-Jahr-Feiern fand am 4. Juni 2026 in der Basilika „San Crisogono“ in Rom ein feierlicher Gottesdienst unter dem Vorsitz des Pro-Präfekten des Dikasteriums für die Evangelisierung, Kardinal Luis Antonio Tagle, statt. Zu den Konzelebranten zählten unter anderem der Bischof von Avezzano, Giovanni Massaro, Pater Gino Buccarello, seine Generalräte, die Provinzale, zahlreiche Ordensschwestern der Trinitarierinnen, Diözesanpriester und Ordenspriester sowie die jungen Ordensbrüder.<br />Ebenfalls anwesend waren die Generaloberinnen der Trinitarierinnen, Mitglieder des Vorstands des Hilfswerks der Trinitarier , Vertreter der trinitarischen Laien, Ordensschwestern, Gemeindemitglieder und zahlreiche Freunde des Ordens. Die Veranstaltung markierte einen besonders bedeutsamen Moment im Leben des Ordens und seiner Mission in Madagaskar.<br />In seiner Predigt sprach Kardinal Tagle über das Profil eines Missionars: „Der Missionar muss nicht unbedingt der Beste, makellos oder nahezu perfekt sein. Vielmehr muss er sich als Sünder unter Sündern erkennen, der die gemeinsame menschliche Schwäche teilt. Die Welt leidet heute unter neuen Formen der Versklavung, die aus der Illusion der Überlegenheit, Heuchelei, Lügen und dem Streben nach Herrschaft über andere entstehen. Wer der Heuchelei verfallen ist, kann kein authentischer Missionar christlicher Freiheit sein.“<br />Der Kardinal verurteilte auch die „Sklaverei der Spaltung“, die Misstrauen, Angst und Gewalt selbst innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft schürt. „Wer sich von den Kräften der Spaltung beherrschen lässt“, erklärte er, „kann kein Missionar der Freude, der Einheit und des Friedens sein, sondern riskiert, andere in eine noch tiefere Versklavung zu ziehen.“<br />Zum Abschluss seiner Predigt brachte Kardinal Tagle seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Orden der heiligsten Dreifaltigkeit und der Loskaufs der Gefangenen auch in der heutigen Welt ein authentisches Zeugnis für Freiheit, Gemeinschaft und Frieden sein möge.<br /><br />Thu, 30 Jul 2026 12:03:49 +0200ASIEN/CHINA - Francis Xavier Duan Yongkun zum Bischofskoadjutor von Bameng geweihthttps://fides.org/de/news/77994-ASIEN_CHINA_Francis_Xavier_Duan_Yongkun_zum_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihthttps://fides.org/de/news/77994-ASIEN_CHINA_Francis_Xavier_Duan_Yongkun_zum_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihtVon Marta Zhao<br /><br />Bayannur – „Heute darf ich Priester sein, dank der unverdienten Gnade des Herrn… Ich möchte mein ganzes Leben und all meine Kraft dem Dank für dieses Geschenk widmen, indem ich unserem Herrn und meinen Mitmenschen treu und liebevoll diene“, so Francis Xavier Duan Yongkun am Tag seiner Priesterweihe, dem 1. Januar 2011.<br />Mehr als 15 Jahre später, am 15. Juni 2026, ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Bischofskoadjutor des Bistums Bameng in der Autonomen Region Innere Mongolei, „nachdem er seine Kandidatur im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China genehmigt hatte“, wie das Presseamt des Heiligen Stuhls heute mitteilte. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass Francis Xavier Duan am Mittwoch, dem 29. Juli, in der Kirche St. Dominikus in Shanba bei Bayannur die Bischofsweihe empfing.<br />Die Bischofsweihe wurde von Paul Meng Qinglu, Bischof der Diözese Hohhot, geleitet. Mitkonsekranten waren die Bischöfe Joseph Yang Xiaoting , Matthias Du Jiang , Anthony Yao Shun und Joseph Chang Yanfeng, der am 22. Juli zum Bischof der Diözese Chifeng geweiht wurde.<br />An der Bischofsweihe nahmen etwa 350 Personen teil, darunter Priester, Ordensfrauen und Laien.<br />Mit der Ernennung durch Leo XIV. und der heutigen Bischofsweihe ist die Zahl der neu in voller Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom geweihten chinesischen katholischen Bischöfe auf 16 gestiegen. Dies entspricht dem vorläufigen Abkommen über neue Bischofsernennungen, das unter dem Pontifikat von Papst Franziskus am 22. September 2018 vom Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen wurde 2020 und 2022 für jeweils zwei Jahre erneuert und im Oktober 2024 um weitere vier Jahre verlängert. Auch der gesamte Prozess, der zur Ernennung und Bischofsweihe von Fancis Xavier Duan führte, fand unter dem Pontifikat von Papst Leo XIV. statt.<br /><br />Der Werdegang des neuen Bischofskoadjutors <br /><br />Francis Xavier Duan Yongkun wurde am 6. Dezember 1980 in Hangjin Houqi geboren. Von 2000 bis 2007 besuchte er das Theologische Seminar in Hebei. Von 2008 bis 2013 studierte er an der Beijing University und an der Beijing Foreign Studies University. Am 1. Januar 2011 empfing er die Priesterweihe und wurde in das Bistum Bameng inkardiniert. Von 2013 bis 2016 setzte er sein Studium an der Katholischen Universität „Fujen2 in Taiwan fort. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat war er von 2016 bis 2020 als Direktor des örtlichen Bildungszentrums tätig. Anschließend wurde er zum Generalvikar der Diözese Bameng und zum Pfarrer der Kathedrale ernannt.<br />Mit der Unterstützung und Ermutigung von Matthew Du Jiang, dem Bischof der Diözese Bameng, hat Francis Xavier Duan Yongkun sich als Generalvikar der Diözese engagiert den pastoralen Bedürfnissen seiner Diözese und anderer Schwesterdiözesen gewidmet. Im Jahr 2024 wurde er berufen, die jährliche Exerzitienwoche für die Priester Shanghais und der Autonomen Region Innere Mongolei zu leiten, die unter dem Motto „Spiritualität der Gemeinschaft“ stand. Anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes 2026 besuchte er die vier Pfarreien und vier Gebetszentren im Kreis Hangjinhouqi und rief die Gemeinden dazu auf, die Gemeinschaft zwischen Priestern und Laien zu bewahren, die Seelsorge in den Pfarreien zu fördern, ihren Glauben durch karitative Werke zu bezeugen und als Gläubige zum Gemeinwohl und zum harmonischen Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Gruppen beizutragen.<br />Eine bestimmte Begebenheit gilt als Beispiel für das seelsorgerische Engagement des neuen Bischofs Francis Xavier Duan. An Weihnachten 2019 herrschte in Urad Houqi nach einem heftigen Schneesturm ein starker Temperatursturz. Trotz dieser widrigen Wetterbedingungen legte Duan eine lange Strecke zurück, um frühzeitig zur katholischen Kirche von Dongshengmiao zu gelangen und dort mit der Pfarrgemeinde die Geburt Jesu Christi zu feiern. Am 25. Dezember taufte er zwei Katechumenen, und am Nachmittag, trotz anhaltenden Schneefalls und noch kälterer Temperaturen, fuhr er weitere zwölf Kilometer mit dem Auto in die Stadt Qingshan, um dort mit der katholischen Gemeinde den Weihnachtsgottesdienst zu feiern.<br /> <br />Das apostolische Engagement der Kirche von Bameng<br /><br />In jüngerer Zeit erlebte die katholische Gemeinde in der Region Bameng dank des Wirkens der Kongregation der Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens , auch bekannt als die „Scheut-Missonare“, eine Blütezeit.<br />Das Bistum Bameng zählt heute etwa 40.000 Katholiken und rund dreißig Priester und zwanzig Ordensschwestern der Kongregation der Heiligen Mutter. <br />Trotz der Herausforderungen durch das raue Klima der Steppe der Inneren Mongoei zeigte sich der apostolische Eifer der Gemeinde in der Intensität und Kreativität, mit der sie selbst die alltäglichsten Praktiken des kirchlichen Lebens prägte: Katechismusunterricht, Exerzitien für Priester und Laien, karitative Werke, die Blüte von Jugend- und Berufungsgruppen sowie die Ausrufung von Pastoraljahren, die bestimmten Persönlichkeiten und Themen gewidmet sind, wie beispielsweise dem heiligen Paulus, dem heiligen Josef und der Verkündigung des Evangeliums. Bischöfe und Priester nutzen mit Hilfe Bildungszentrums in Bameng und der Bibelgruppe jede Gelegenheit, ihre Leidenschaft für die Verkündigung des Evangeliums mit allen getauften Katholiken zu teilen.<br />Bereits 2011 rief Bischof Mattia Du Jiang, anlässlich der Weihe einer neuen Kirche, alle dazu auf, „dieses Geschenk, die Frucht eines beschwerlichen Weges, dankbar zu bewahren und zu schätzen“. „Kümmert euch um den heiligen Tempel“, fügte der Bischof hinzu, „den der Herr uns anvertraut hat, macht ihn zu einem lebendigen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft, bezeugt Christus mit eurem Leben und sorgt dafür, dass die Heilige Kirche sich immer weiter ausbreitet.“<br />Die Gemeinde Bameng hat ohne großes Aufsehen stets Schnelligkeit und Dynamik bei der Förderung karitativer Werke und Initiativen bewiesen: Als 2008 ein verheerendes Erdbeben Wenchuan in der Provinz Sichuan erschütterte, sammelte allein die Gemeinde in Linhe umgehend 12.777,60 Yuan für die Betroffenen der Naturkatastrophe.<br />In der Diözese ist ein sehr aktiver Diözesaner Pastoralrat tätig. Seit 2010 veranstaltet der Rat jährlich ein Konzert mit geistlicher Musik, das sich als Gelegenheit versteht, die Schönheit glaubensinspirierter Kunst bekannt zu machen.<br />2011 organisierte der Rat das erste Treffen zum Austausch von Erfahrungen und Zeugnissen im Bereich der Evangelisierung. Dabei wurden auch Situationen thematisiert, in denen die Verkündigung des Evangeliums vor großen Herausforderungen stand.<br /><br />Die dankbare Erinnerung an die Missionare<br /> <br />In der Diözese Bameng werden die Seelsorge für Neugetaufte, Jugendliche, Ältere, Mütter und Bedürftige sowie die Bewältigung der dringenden Bedürfnisse der Gegenwart von der dankbaren Erinnerung an die Missionare begleitet, die ihr Leben für die Verbreitung des Evangeliums in diesem Land gaben. Am 28. Juli 2018, während die Weltkirche der heiligen chinesischen Märtyrer, darunter des heiligen Paul Chen Changpin und seiner vier Gefährten, gedachte, zelebrierte Bischof Matthew Du Jiang eine feierliche Eucharistiefeier und würdigte gemeinsam mit Priestern, Ordensschwestern und Laien die Reliquien der Scheut-Missionare. Die sterblichen Überreste der Missionare wurden in die Krypta der Sanshenggong-Kirche überführt, wo Katholiken bis heute dankbar dem stillen und selbstlosen Engagement chinesischer und ausländischer Missionare gedenken.<br /><br />Wed, 29 Jul 2026 13:26:32 +0200AFRIKA D.R. KONGO - Bischof von Kabinda ernannthttps://fides.org/de/news/77993-AFRIKA_D_R_KONGO_Bischof_von_Kabinda_ernannthttps://fides.org/de/news/77993-AFRIKA_D_R_KONGO_Bischof_von_Kabinda_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Rektor des propädeutischen Seminars “Saint Charles Borromée”, Pfarrer Eustache Ntamwe Makoyo aus dem Klerus der Diözese Kabinda, zum Bischof von Kabinda ernannt.<br />Bischof Eustache Ntambwe Makoyo wurde am 14. Februar 1974 in Musoshi geboren. Er studierte Philosophie am Priesterseminar „St. Paul VI“ in Kabinda und Theologie am Priesterseminar Christkönig in Kananga. Am 28. August 2005 wurde er zum Priester geweiht und in das Bistum Kabinda inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Vizerektor des propädeutischen Seminars „St. Charles Borromée“ in Kabinda; Geistlicher Leiter des Kleinen Seminars „St. Pius X.“ und Präsident der Diözesanen Liturgiekommission ; Bachelor-Abschluss in Musikwissenschaft und Lizenziat im Bereich Gesangspädagogik vom Päpstlichen Institut für Kirchenmusik in Rom. Master-Abschluss in Liturgischer Musik am Päpstlichen Institut für Liturgie „Sant'Anselmo“ in Rom ; Doktorat in Musik und Unterhaltung mit Schwerpunkt Ethnomusikologie an der Universität „Tor Vergata“ in Rom ; Pastoraler Mitarbeiter in der Pastoralgemeinschaft der Drei Erzengel in Livorno ; seit 2025 Rektor des propädeutischen Seminars „Saint Charles Borromée“ in Kabinda.<br /> <br />Wed, 29 Jul 2026 12:55:09 +0200ASIEN/CHINA - Bischofskoadjutor von Bameng geweihthttps://fides.org/de/news/77992-ASIEN_CHINA_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihthttps://fides.org/de/news/77992-ASIEN_CHINA_Bischofskoadjutor_von_Bameng_geweihtVatikanstadt – Am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, fand die Bischofsweihe von Francis Xavier Duan Yongkun statt. Papst Leo XIV. hatte ihn am 15. Juni 2026 zum Koadjutorbischof von Bameng ernannt, nachdem er seine Kandidatur im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China genehmigt hatte.<br />Francis Xavier Duan Yongkun wurde am 6. Dezember 1980 in Hangjin Houqi geboren. Von 2000 bis 2007 besuchte er das Theologische Seminar in Hebei. Von 2008 bis 2013 studierte er an der Beijing University und an der Beijing Foreign Studies University. Am 1. Januar 2011 empfing er die Priesterweihe und wurde in das Bistum Bameng inkardiniert. Von 2013 bis 2016 setzte er sein Studium an der Katholischen Universität „Fujen2 in Taiwan fort. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat war er von 2016 bis 2020 als Direktor des örtlichen Bildungszentrums tätig. Anschließend wurde er zum Generalvikar der Diözese Bameng und zum Pfarrer der Kathedrale ernannt.<br /> <br />Wed, 29 Jul 2026 12:48:24 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Trauergottesdienst für Bischof Osorio Citora Alfonso: “Das letzte Wort gehört nicht der Gewalt oder dem Tod, sondern Gott, dem Herrn des Lebens“https://fides.org/de/news/77988-AFRIKA_MOSAMBIK_Trauergottesdienst_fuer_Bischof_Osorio_Citora_Alfonso_Das_letzte_Wort_gehoert_nicht_der_Gewalt_oder_dem_Tod_sondern_Gott_dem_Herrn_des_Lebenshttps://fides.org/de/news/77988-AFRIKA_MOSAMBIK_Trauergottesdienst_fuer_Bischof_Osorio_Citora_Alfonso_Das_letzte_Wort_gehoert_nicht_der_Gewalt_oder_dem_Tod_sondern_Gott_dem_Herrn_des_LebensNampula – Die katholische Gemeinde gedenkt weiterhin Bischof Osório Citora Afonso, Bischof von Quelimane und Apostolischer Administrator von Beira, der am 6. Juni dieses Jahres in seiner bischöflichen Residenz brutal ermordet wurde.<br />Am Freitag, dem 24. Juli, dem vierzigsten Tag nach seinem Tod, feierte das Erzbistum Nampula in der Kathedrale einen Trauergottesdienst im Beisein von Familienangehörigen, Gläubigen, Priestern und Ordensschwestern. Pfarrer Simone Adriano von der Pfarrei „São Francisco Xavier“ stand dem Gottesdienst vor. In seiner Predigt erinnerte er an das Zeugnis von Demut, seelsorgerischer Hingabe und der Nähe zu den Armen, das Pfarrer Osório hinterlassen hat, und rief die Christen dazu auf, den Schmerz in ein erneuertes Engagement für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit zu verwandeln. Er betonte zudem, dass christliche Vergebung die Notwendigkeit, die Verantwortlichen zu ermitteln und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, nicht ausschließt.<br /> „Das letzte Wort“, erklärte er, „gehört nicht der Gewalt oder dem Tod, sondern Gott, dem Herrn des Lebens.“<br />Die Feier endete mit einem Gebet für die ewige Ruhe von Bischof Osório, für den Trost seiner Familie und für alle Opfer von Gewalt. Die Kirche wartet weiterhin auf eine offizielle Aufklärung der Umstände des Mordes, während die Ermittlungen andauern.<br /> <br />Wed, 29 Jul 2026 12:43:29 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischöfe bitten Präsident Tinubu um Sicherheiten für Christen und Gewährleistung transparenter Wahlenhttps://fides.org/de/news/77991-AFRIKA_NIGERIA_Bischoefe_bitten_Praesident_Tinubu_um_Sicherheiten_fuer_Christen_und_Gewaehrleistung_transparenter_Wahlenhttps://fides.org/de/news/77991-AFRIKA_NIGERIA_Bischoefe_bitten_Praesident_Tinubu_um_Sicherheiten_fuer_Christen_und_Gewaehrleistung_transparenter_WahlenAbuja – „Herr Präsident, viele Christen haben derzeit berechtigte Bedenken hinsichtlich ihrer Rolle in Nigeria, insbesondere im Hinblick auf die Abschaffung der christlich-muslimischen Präsidentschaft. Wir hoffen, dass diese Bedenken durch gezielte Regierungsmaßnahmen ausgeräumt werden und Christen die Gewissheit ihrer Bürgerrechte erhalten“, so der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz Nigerias, Erzbischof Matthew Man-Oso Ndagoso von Kaduna, und einem Grußwort an den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu.<br />Präsident Tinubu empfing die nigerianischen Bischöfe an diesem Dienstag in seiner Residenz. Während des Treffens brachten die Bischöfe ihre Wertschätzung für die herzlichen Beziehungen zwischen Nigeria und dem Heiligen Stuhl zum Ausdruck, äußerten aber auch die berechtigten Bedenken vieler Christen hinsichtlich ihrer Einbindung in die aktuelle Regierung.<br />Die Bischöfe wiesen insbesondere auf das Ende der Praxis des konfessionellen Gleichgewichts in den höchsten Regierungsämtern hin, die den Wechsel zwischen einem christlichen Präsidenten und einem muslimischen Vizepräsidenten sowie einem muslimischen Präsidenten und einem christlichen Vizepräsidenten vorsah. Derzeit sind sowohl Präsident Tinubu als auch sein Stellvertreter Kashim Shettima Muslime.<br />Die Bishofskonferenz rief Tinubu daher auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gemüter zu beruhigen und den Christen zu versichern, dass ihre verfassungsmäßigen Rechte, insbesondere im Hinblick auf die Parlamentswahlen 2027, uneingeschränkt geachtet werden. In diesem Zusammenhang forderten die Bischöfe den Präsidenten auf, eine ausreichende Finanzierung der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission sicherzustellen und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um einen möglichst transparenten Wahlprozess zu gewährleisten, angefangen bei der Verteilung der Wählerkarten an alle Wahlberechtigten.<br />„Jedes andere Ergebnis, das nicht aus transparenten, freien, fairen und glaubwürdigen Wahlen im Jahr 2027 hervorgeht, wäre eine Einladung zu einer vermeidbaren Katastrophe“, betonten die Bischöfe.<br />Im Bereich der Sicherheit lobten die Bischöfe die Regierung für das Engagement bei der Freilassung entführter Schulkinder und Lehrer im Bundesstaat Oyo sowie für die Festnahme einiger mutmaßlicher Entführer.<br />Sie bezeichneten diese Erfolge jedoch als Einzelfälle und wiesen darauf hin, dass Terrorismus, Bandenkriminalität und Entführungen weiterhin das Leben der Bürger im ganzen Land bedrohen.<br />Die Bischöfe betonten, dass Schulen, Gotteshäuser, Wohnhäuser, landwirtschaftliche Betriebe und Straßen weiterhin unsicher seien, während kriminelle Gruppen in vielen Gebieten Nigerias ungehindert agieren könnten.<br />Abschließend rief die Bischofskonferenz Präsident Tinubu auf, Papst Leo XIV. zu einem Besuch nach Nigeria einzuladen, da der Papst Nigeria „in seinem Herzen trage“ und ein Besuch dazu beitragen würde, den Geist der nationalen Einheit zu stärken.<br /> Wed, 29 Jul 2026 12:32:30 +0200ASIEN/PAKISTAN - Lynchmord an christlichen Eheleuten: "Der Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Massengewalt”https://fides.org/de/news/77985-ASIEN_PAKISTAN_Lynchmord_an_christlichen_Eheleuten_Der_Fall_verdeutlicht_die_Schwierigkeiten_bei_der_Verfolgung_von_Massengewalthttps://fides.org/de/news/77985-ASIEN_PAKISTAN_Lynchmord_an_christlichen_Eheleuten_Der_Fall_verdeutlicht_die_Schwierigkeiten_bei_der_Verfolgung_von_MassengewaltLahore – Der Fall der Lynchjustiz an dem christlichen Ehepaar Shama und Shahzad Masih, der mit Gewalt nach Blasphemievorwürfen in Verbindung steht und vor Kurzem mit dem Freispruch der drei letzten Angeklagten endete, „stellt ein bedeutendes Kapitel in Pakistans Justizgeschichte dar“, erklärte die pakistanische Anwältin Aneeqa Maria Anthony, Direktorin der pakistanischen Nichtregierungsorganisation „The Voice“, gegenüber Fides. Sie begleitete den Fall über ein Jahrzehnt lang gemeinsam mit den Familien der Opfer.<br />Am 9. Juli hob der Oberste Gerichtshof Pakistans die gegen die drei letzten Angeklagten verhängten Todesurteile auf . Er begründete dies mit schwerwiegenden Widersprüchen in den Zeugenaussagen, Diskrepanzen zwischen den Aussagen der Zeugen und dem Polizeibericht sowie unzureichenden Beweisen. Die Richter bekräftigten, dass selbst in den schwerwiegendsten Fällen der Grundsatz des „ordnungsgemäßen Verfahrens“ erfordert, dass eine Verurteilung auf sicheren, verlässlichen und konsistenten Beweisen beruht.<br />Der Fall geht auf den 4. November 2014 zurück. Shama und Shahzad Masih, ein junges christliches Ehepaar, das in einer Ziegelei in Kot Radha Kishan im Distrikt Kasur arbeitete, wurden ohne Beweise beschuldigt, Seiten des Korans geschändet zu haben. Ein wütender Mob griff sie an, schlug auf sie ein und warf sie lebendig in den Brennofen. Shama war im fünften Monat schwanger. Der Doppelmord löste im Land und in der internationalen Gemeinschaft Empörung aus und wurde zum Symbol für die Gefährdung religiöser Minderheiten in Pakistan angesichts von Blasphemievorwürfen und Lynchjustiz.<br />Die Nichtregierungsorganisation „The Voice“ unterstützte Mukhtar Masih, Shamas Vater, im langwierigen Gerichtsverfahren gegen die Täter des Lynchmordes: „Wir haben die Familie während des gesamten Verfahrens vertreten, die Interessen der Kinder geschützt und die Anklage unterstützt“, erklärt Aneeqa Maria Anthony.<br />Im November 2016 fällte das Anti-Terror-Gericht ein wegweisendes Urteil: Fünf Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, acht weitere zu Haftstrafen, während über 90 Personen mangels Beweisen freigesprochen wurden. In den darauffolgenden Jahren schwächte sich die Anklage jedoch zunehmend ab: „Wir hatten keinen Einfluss auf die Zeugen der Anklage“, erinnert sich die Anwältin. „Viele der Hauptzeugen waren Angehörige der Opfer, und während des Prozesses änderten sie ihre Aussagen, wodurch die Beweislage beeinträchtigt wurde.“<br />Für Aneeqa Maria Anthony ändert das Urteil nichts an der Bedeutung des langen Rechtsstreits: „Der Fall bleibt ein wichtiges Kapitel in der pakistanischen Justizgeschichte und verdeutlicht die enormen Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Lynchjustiz“, erklärt sie. „Gleichzeitig“, fährt sie fort, „bekräftigt er einige grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats: das Recht auf ein faires Verfahren, die Unschuldsvermutung und die Notwendigkeit, dass jede Verurteilung auf glaubwürdigen und verlässlichen Beweisen beruht.“<br />Der Fall von Shama und Shahzad Masih wird von christlichen Kirchen und Menschenrechtsorganisationen weiterhin als „einer der beispielhaften Fälle von Missbrauch im Zusammenhang mit Blasphemievorwürfen“ hervorgehoben. In Pakistan beobachten christliche Religionsvertreter seit Jahren, dass selbst unbegründete Anschuldigungen schnell zu kollektiver Gewalt eskalieren können, angeheizt durch ein Klima der Straflosigkeit und des religiösen Extremismus. Daher, so Anthony abschließend, „bleibt der Fall Kot Radha Kishan, unabhängig vom Ausgang des Prozesses, eine offene Wunde im Gewissen des Landes und ein Prüfstand für den Schutz der Religionsfreiheit, der Gerechtigkeit und der Rechte von Minderheiten.“<br /> Wed, 29 Jul 2026 12:14:44 +0200Pfarrgemeinden und Caritas helfen von Waldbränden in Spanien Betroffenen: “Die Menschen haben sich umarmen lassen”https://fides.org/de/news/77983-Pfarrgemeinden_und_Caritas_helfen_von_Waldbraenden_in_Spanien_Betroffenen_Die_Menschen_haben_sich_umarmen_lassenhttps://fides.org/de/news/77983-Pfarrgemeinden_und_Caritas_helfen_von_Waldbraenden_in_Spanien_Betroffenen_Die_Menschen_haben_sich_umarmen_lassen<br />Von Laura Gómez Ruiz<br />Madrid – Über 150.000 Hektar Land wurden von Flammen verwüstet, und mehr als 79.000 Menschen mussten evakuiert werden oder in ihren Häusern bleiben. Dies verdeutlicht das Ausmaß der Notlage, die in den letzten Tagen mehrere Regionen Spaniens heimgesucht hat. Von den Bränden, die zu den schwersten der letzten Jahre zählen, sind insbesondere Madrid, Ávila, Toledo und Castellón betroffen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen, und lokale Gemeinschaften und Rettungsdienste wurden auf die Probe gestellt.<br />Das spanische Volk, das erst vor wenigen Wochen Papst Leo XIV. zu seinem Apostolischen Besuch empfangen hatte, zeigt nun eine breite Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber den Betroffenen. „Mit Blick auf die verheerenden Waldbrände, die in diesen Tagen mehrere Orte in Frankreich und Spanien heimgesucht haben, drücke ich meine Anteilnahme aus und rufe alle dazu auf, für die Betroffenen und für die Arbeit der Rettungskräfte zu beten“, sagte der Papst nach dem Angelusgebet am Sonntag, dem 26. Juli<br />Inmitten von Rauch und Evakuierungen erstreckt sich die kirchliche Hilfe über die verschiedenen vom Feuer betroffenen Gebiete: Die kirchliche Gemeinschaft ist überall dort präsent, wo Menschen sind, schafft Räume, feiert den Glauben und bietet ein offenes Ohr. <br />Von ländlichen Pfarreien bis hin zu provisorischen Notunterkünften haben Bischöfe, Priester, Caritas und Freiwillige die Nähe zu den Menschen zu ihrer wichtigsten Hilfe gemacht.<br /><br />Wenn die Pfarrgemeinde zum Zuhause wird<br /><br />In Navalagamella, einer der von den Bränden in der Umgebung von Madrid betroffenen Städte, blieb Pfarrer Alfonso Rodríguez während der Evakuierung bei seinen Mitbürgern. Der Aufbruch aus der Stadt, der von Sorge und Bestürzung geprägt war, hatte auch einen symbolischen Moment: Die Kirchenglocken läuteten als erste, um die Bewohner zur Evakuierung aufzurufen.<br />Anschließend begleitete der Pfarrer die Evakuierten in die provisorische Notunterkunft in Alcobendas, wo er mit ihnen die Eucharistie feierte. Dort bot die Kirche mehr als nur materielle Hilfe: eine Präsenz, die inmitten der traumatischen Situation etwas Ruhe und Gelassenheit spendete.<br />Ähnliches geschah in Las Rozas. In der Sporthalle „La Marazuela“, die für die 285 Evakuierten in eine Notunterkunft umgewandelt worden war, feierte Pfarrer José Antonio Buceta von der Pfarrei „San Miguel Arcángel“ die Messe mit den Anwesenden. „Die Menschen ließen sich umarmen“, erklärte der Pfarrer gegenüber „Alfa y Omega“, „Sie brauchten diese Umarmung der Kirche.“<br /><br />Bischöfe und Diözesen an der Seite der Betroffenen<br /><br />In Madrid rief Kardinal José Cobo, Erzbischof der Hauptstadt, alle Pfarrgemeinden zum gemeinsamen Gebet für die Betroffenen auf: die Familien, die ihre Häuser verlassen mussten, diejenigen, die ihr Hab und Gut verloren haben, sowie die Einsatzkräfte und Freiwilligen, die gegen die Brände kämpfen. Der Erzbischof besuchte persönlich einige der Vertriebenen, um mit sich mit ihnen auszutauschen und aus erster Hand von den dramatischsten Stunden zu erfahren, die sie aufgrund der Brände durchgemacht hatten. <br />Auch im Bistum Getafe boten Priester, Pfarreien und Freiwillige, den Betroffenen Unterstützung an. Angesichts der sich ausbreitenden Flammen ordnete das Bistum die vorsorgliche Evakuierung mehrerer Gemeinden und Kirchengebäude an, darunter auch des Priesterseminars, in dem sich etwa 250 Jugendliche aufhielten. Weihbischof José María Avendaño besuchte zudem mehrere der zu Notunterkünften umfunktionierten Sporthallen, um mit den Vertriebenen zu sprechen.<br />In Ávila bekundete Bischof Jesús Rico García die Verbundenheit des Bistums mit den betroffenen Gebieten und stellte kirchliche Ressourcen zur Verfügung, um deren Bedürfnisse zu decken. Pfarreien in der Provinz boten ihre Säle als mögliche Notunterkünfte an, während die Priester in der Stadt Ávila gebeten wurden, ihre Kirchen und Pfarrgebäude geöffnet zu halten. Darüber hinaus stehen das Priesterseminar und das Exerzitienhaus für Evakuierte sowie für Einsatzkräfte von Sicherheitskräften und Feuerwehr zur Verfügung, die Ruhe, Unterkunft oder andere Unterstützung benötigen.<br />Im Erzbistum Toledo besuchte Erzbischof Francisco Cerro Chaves die von den Bränden in der Sierra de San Vicente und der Umgebung von Ávila Vertriebenen. Sie wurden auf dem Messegelände von Talavera de la Reina untergebracht. Während des Treffens hörte er sich ihre Sorgen an und vermittelte ihnen Hoffnung und Zuversicht. Er versicherte ihnen die Gebete der gesamten Diözesangemeinde.<br />Im Bistum Segorbe-Castellón hat das Priesterseminar in Segorbe seine Pforten geöffnet und über hundert Menschen aufgenommen, die aufgrund des Brandes im Vall d'Uixó evakuiert wurden. Sie kommen aus Chóvar, Almedíjar, Azuébar, Eslida, Torralba del Pinar und anderen Ortschaften der Sierra de Espadán. Das Seminar bietet den Betroffenen Unterkunft und Unterstützung, solange der Notstand andauert. Gleichzeitig werden Arbeitsteams organisiert, um die notwendige Hilfe zu gewährleisten, sollte die Situation anhalten. Diese Initiative wurde in der Region Valencia auf den Weg gebracht, wo Brände bereits über 18.000 Menschen in mehr als 18 Gemeinden zur Evakuierung gezwungen haben.<br /><br />Caritas und die Hilfe nach dem Brand <br /><br />Neben der geistlichen Begleitung hat die spanische Kirche auch ihre sozialen Dienste aktiviert. Diözesane Caritas-Organisationen und kirchliche Freiwilligennetzwerke haben ihren Dienst in den Gebieten aufgenommen, in denen Binnenvertriebene leben. Sie begleiten Evakuierte und kümmern sich um deren dringendste Bedürfnisse. <br />Dazu gehört insbesondere die Begleitung von Familien mit Kindern. Für diese Familien haben Freiwillige Veranstaltungen und Initiativen organisiert, die die von Angst und Entwurzelung geprägte Situation erträglicher machen sollen. Zu den Hilfsmaßnahmen gehört auch die Zubereitung von Mahlzeiten und der Deckung des täglichen Bedarfs derjenigen, die gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen.<br />Die kirchliche Hilfsorganisation hat ihre Unterstützung für evakuierte ältere Menschen, insbesondere für jene in besonders schwierigen Lebenslagen, verstärkt. Freiwillige der Caritas boten im Wohnheim der Barmherzigen Schwestern den durch die Brände vertriebenen Senioren ein offenes Ohr, Gesellschaft und Unterstützung.<br />Der Notfall ist nicht mit dem Löschen der Flammen beendet. Es beginnt eine längere Phase des Wiederaufbaus: die Wiederherstellung von Häusern, die Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten und die Begleitung der betroffenen Gemeinschaften. Auf diesem Weg wird die örtliche Kirche die betroffenen Familien weiterhin unterstützen, in Zusammenarbeit mit den Institutionen und dem gesamten Solidaritätsnetzwerk.<br /><br />Tue, 28 Jul 2026 11:27:22 +0200ASIEN/ARABISCHE EMIRATE - Heiliger Stuhl genehmigt liturgische Texte zum Fest des heiligen Arethas und seiner Gefährten in den Apostolischen Vikariaten von Nord- und Südarabienhttps://fides.org/de/news/77982-ASIEN_ARABISCHE_EMIRATE_Heiliger_Stuhl_genehmigt_liturgische_Texte_zum_Fest_des_heiligen_Arethas_und_seiner_Gefaehrten_in_den_Apostolischen_Vikariaten_von_Nord_und_Suedarabienhttps://fides.org/de/news/77982-ASIEN_ARABISCHE_EMIRATE_Heiliger_Stuhl_genehmigt_liturgische_Texte_zum_Fest_des_heiligen_Arethas_und_seiner_Gefaehrten_in_den_Apostolischen_Vikariaten_von_Nord_und_SuedarabienAbu Dhabi – Die Bedeutung der Rückkehr zu den Wurzeln der Kirche in Arabien und die Erneuerung des Zeugnisses des christlichen Glaubens am Golf unterstrichen der Apostolische Vikar von Südarabien , Bischof Paolo Martinelli und der Apostolische Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi im Hinblick auf die kürzlich erfolgte Genehmigung der liturgischen Texte für die Feier des Gedenktages des Heiligen Aretas und seiner Gefährten, der Märtyrer von Nadschran, durch den Heiligen Stuhl in beiden Vikariaten.<br />Die gemeinsame Pressemitteilung, die Fides vorliegt, und die von beiden Vikariaten herausgegeben wurde, unterstreicht die Bedeutung dieser Genehmigung für die christliche Präsenz auf der Arabischen Halbinsel. Die Genehmigung wurde am 16. Juli 2026 vom Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an die beiden Apostolischen Vikariate übermittelt.<br />„Wir hoffen, dass diese spezifischen Texte zur Weiterentwicklung des liturgischen Lebens in beiden Vikariaten beitragen und die Verehrung dieser wichtigen Gruppe heiliger Märtyrer vertiefen werden“, heißt es in dem Schreiben des Heiligen Stuhls.<br />Die Genehmigung der liturgischen Texte folgt der Genehmigung des Sonderkalenders im Juni 2025. Zu den neu genehmigten Texten gehören das Tagesgebet für die Messe und die Texte für das Stundengebet, einschließlich der zweiten Lesung für das Leseoffizium sowie der Hymnen und Antiphonen für das Benedictus und das Magnificat.<br />„Wir haben diese liturgischen Texte mit großer Freude aufgenommen. Die Arabische Halbinsel hat ihre Wurzeln und eine lange Tradition der Märtyrerverehrung wiederentdeckt“, sagte Bischof Berardi, Apostolischer Vikar des Vikariats des nördlichen Arabien. „Wir wollen dem Weg unserer Vorfahren im Glauben folgen und mutig Zeugnis ablegen vom Kreuz Jesu und seiner Auferstehung. Möge die Herrlichkeit Gottes stets in unserem Leben, in unseren Gemeinden und in unseren Kirchen verkündet werden. Mögen unsere Gebete ewig widerhallen und die Gebete der Heiligen fortführen.“<br />„Die Genehmigung der liturgischen Texte für die Feier des Heiligen Arethas und seiner Gefährten durch den Heiligen Stuhl hilft unseren Gläubigen, die Wurzeln der Kirche in Arabien durch das leuchtende Zeugnis der Märtyrer von Nadschran neu zu entdecken“, bemerkte der Apostolische Vikar von Südarabien, Bischof Paolo Martinelli , „Möge das Andenken an diese Heiligen die Einheit des Volkes Gottes stärken und das Zeugnis des christlichen Glaubens in dieser Region erneuern.“<br />Die liturgischen Texte erinnern an die Geschichte und das geistliche Zeugnis der Märtyrer. Die zweite Lesung stammt aus einem Brief des Jakos von Sarug an die himjaritische Kirche, der über Verfolgung und das Geheimnis des Kreuzes reflektiert, das inmitten des Leidens voranschreitet und in der Beharrlichkeit der Märtyrer den Sieg Christi offenbart. Drei Lieder, die ursprünglich als eine einzige Hymne für das Fest der Märtyrer komponiert wurden ebenfalls zugelassen. Sie erinnern an Elemente der Märtyrererzählungen und spiegeln alte liturgische Texte zu Ehren der Märtyrer von Nadschran wider.<br />Das Fest des heiligen Arethas und seine Gefährten, Märtyrer von Nadschran, wird am 24. Oktober gemäß dem im vergangenen Jahr für beide Vikariate genehmigten Sonderkalender begangen.<br />Mit dieser Genehmigung sind die beiden Apostolischen Vikariate aufgerufen, ihre Verehrung des heiligen Arethas und seiner Gefährten zu vertiefen und das Vermächtnis dieser Märtyrer, deren Zeugnis für die christliche Präsenz auf der Arabischen Halbinsel von grundlegender Bedeutung ist, weiterhin umfassend zu pflegen.<br />Am 24. Oktober 2023 feierte die katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel das liturgische Fest des Martyriums des heiligen Arethas und seiner Gefährten mit der Eröffnung des Jubiläums in allen Pfarreien zum 1500. Jahrestag der Märtyrer von Arabien . Es war ein Gedenken an die Märtyrer, das gemeinsam vom Vikariat des nördlichen Arabien und dem Vikariat des südlichen Arabein begangen wurde.<br />Der heilige Arethas und seine Gefährten werden in allen katholischen und orthodoxen Kirchen verehrt. Historische Quellen berichten, dass sie arabische Christen aus der antiken Stadt Nadschran im südlichen Arabien waren und im Jahr 523 n. Chr. den Märtyrertod erlitten. Arethas, dessen arabischer Name Al-Harith ibn Ka'b lautete, wurde 427 n. Chr. geboren und war bis zu seinem Märtyrertod im hohen Alter von 95 Jahren Gouverneur der überwiegend christlichen Stadt. Im 6. Jahrhundert führte der König von Himjar , Dhu Nuwas, eine systematische Christenverfolgung im südlichen Arabien durch. Er ließ Kirchen niederbrennen, zwangskonvertierte Christen und ließ diejenigen hinrichten, die sich weigerten, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Nach der Einnahme von Nadschran befahl Dhu Nuwas die Verbrennung von Priestern, Diakonen, Ordensfrauen und Laien, gefolgt von Männern, Frauen und Kindern. Der heilige Arethas wurde zusammen mit hundert seiner Gefährten enthauptet. Man geht davon aus, dass bei dieser Verfolgung mehr als 4.000 Christen den Märtyrertod erlitten.<br /> <br />Tue, 28 Jul 2026 13:00:48 +0200Schlussdokument der AMECEA-Vollversammlung: Junge Menschen werden in den nächsten vier Jahren pastorale Priorität seinhttps://fides.org/de/news/77981-Schlussdokument_der_AMECEA_Vollversammlung_Junge_Menschen_werden_in_den_naechsten_vier_Jahren_pastorale_Prioritaet_seinhttps://fides.org/de/news/77981-Schlussdokument_der_AMECEA_Vollversammlung_Junge_Menschen_werden_in_den_naechsten_vier_Jahren_pastorale_Prioritaet_seinNairobi – Die 21. Vollversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas fand vom 19. bis 26. Juli in Nairobi in Kenia statt, wo Bischöfe, Priester, Ordensleute, Laien und junge Delegierte aus ostafrikanischen Ländern zusammengekommen waren .<br />Das von der Versammlung verabschiedete Schlussdokument bekräftigt die Bedeutung der Jugend für die pastorale Arbeit der AMECEA und erkennt an, dass die neuen Generationen nicht nur die Zukunft der Kirche sind, sondern bereits ihre Gegenwart prägen. Daher ist konkrete Begleitung von jungen Menschen erforderlich, die ihren Erwartungen, ihrem Leid und den tiefgreifenden kulturellen und sozialen Veränderungen in der Region gerecht wird. „Wir lieben euch, wir glauben an euch und wir laden euch ein, euch aktiv am Leben und an der Sendung der Kirche und am Leben eurer jeweiligen Länder zu beteiligen“, bekräftigen die Bischöfe in ihrem Schlussdokument.<br />Die Bischöfe verpflichten sich zur Stärkung der Jugendarbeit in den Bischofskonferenzen und zur Ausbildung digitaler Verkünder des Evangeliums sowie zur Förderung von Bildung, Unternehmertum und beruflicher Kompetenzentwicklung und der Festigung von Richtlinien zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen, insbesondere von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Schlussbotschaft betont zudem die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Kirche, zivilen Institutionen und regionalen Gremien, um die Teilhabe junger Menschen am öffentlichen Leben zu fördern, sichere Migration zu begleiten und die Ursachen von Konflikten anzugehen.<br />In diesem Zusammenhang zitieren die Bischöfe auch die Aussagen junger Menschen auf der Versammlung, die beklagten, sich oft „während Wahlkämpfen instrumentalisiert und nach der Wahl vergessen“ zu fühlen. Daher rufen sie in ihrem Schlussdokument die politischen Entscheidungsträger dazu auf, jegliche Form der Instrumentalisierung junger Generationen für parteipolitische Interessen zu beenden und stattdessen eine Politik zu fördern, die Hoffnung, Chancen und Teilhabe ermöglicht.<br />Die Bischöfe rufen junge Menschen dazu auf, sich aktiv an der Evangelisierung zu beteiligen und erinnern an Mahnung des Paulus an Timotheus: „Niemand soll dich wegen deiner Jugend gering schätzen“. Junge Menschen sind aufgerufen, sich von Christus begleiten zu lassen und glaubwürdige Zeugen des Evangeliums in der Gesellschaft und der digitalen Kultur zu werden. Gleichzeitig verpflichten sich die Bischöfe, ihnen aufmerksamer zuzuhören und sie in Entscheidungsprozesse und die Pastoral einzubeziehen.<br />Im Rahmen der Vollversammlung wählten die Bischöfe den neuen Präsidenten der AMECEA, Erzbischof Gervas John Nyaisonga von Mbeya . In seinen Schlussworten bekräftigte dieser, dass die Umsetzung der verabschiedeten Resolutionen nicht allein den Leitungsgremien des Verbandes anvertraut werden könne, sondern alle Bischofskonferenzen, Diözesen, Pfarreien und die Gläubigen Ostafrikas einbeziehen müsse.<br /> <br /><br />Tue, 28 Jul 2026 12:28:46 +0200“Hier bin ich, sende mich”: Priester- und Ordensberufungen in Vietnam mit ersten Anzeichen eines Rückgangs und neuen Wegenhttps://fides.org/de/news/77980-Hier_bin_ich_sende_mich_Priester_und_Ordensberufungen_in_Vietnam_mit_ersten_Anzeichen_eines_Rueckgangs_und_neuen_Wegenhttps://fides.org/de/news/77980-Hier_bin_ich_sende_mich_Priester_und_Ordensberufungen_in_Vietnam_mit_ersten_Anzeichen_eines_Rueckgangs_und_neuen_WegenHung Hoa – Im Pastoralzentrum in Huang Hoa kamen vor kurzem über 800 Jugendliche aus verschiedenen Pfarreien zum Tag der Berufungsfindung 2026 zusammen. Unter dem Motto „Hier bin ich, sende mich!“ wurde die Veranstaltung vom Bistum Hung Hoa in Nordvietnam organisiert.<br />Zur Eröffnung des Programms am 8. Juli 2026 ermutigte Bischof Dominic Hoang Minh Tien die Jugendlichen, ihre Herzen zu öffnen, um Gottes Stimme zu hören und sich mutig und mit Offenheit und Großzügigkeit auf die Suche nach ihrer Berufung zu begeben.<br />Die jungen Teilnehmernden durchlaufen dabei die grundlegenden Schritte der Einführung in die Berufung, der Entscheidungsfindung, der Auseinandersetzung mit der Berufung, der Beantwortung von Fragen und das Teilen der eigenen Gefühle. Jede Phase bietet unterschiedliche Inhalte, die den Teilnehmenden dieses Tages der Berufungsfindung helfen, ein tieferes Verständnis des Priestertums und des Ordenslebens zu erlangen. Gleichzeitig wird ihnen aber auch die Möglichkeit geboten, ihre tiefsten Sorgen, Fragen und Sehnsüchte bei der Suche nach dem Willen Gottes mitzuteilen.<br />In Vietnam gibt es derzeit elf Priesterseminare in den drei Erzdiözesen Hanoi, Hue und Saigon sowie fast 300 aktive Ordensgemeinschaften in 27 Diözesen. Die Zahl der Berufungen in der vietnamesischen Kirche ist weiterhin hoch, mit Hunderten von neuen Seminaristen und Aspiranten jährlich in jeder Diözese. In Großstädten wie Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt mehren sich jedoch die Anzeichen eines Rückgangs. Daher ist es wichtig, die jährlichen „Tage der Berufungsfindung“ in den Pfarreien des ganzen Landes – die in der Regel am Sonntag des Guten Hirten stattfinden – fortzuführen. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Katholiken Gottes Willen für das geweihte Leben erkennen und entdecken können. Gleichzeitig erhalten sie die notwendigen Informationen, geistliche Begleitung und praktische Erfahrung, um dem Ruf zum Ordensleben vertrauensvoll zu folgen.<br />Die Auswahl eines Kandidaten für das Seminar eines katholischen Ordens in Vietnam erfolgt mit großer Sorgfalt in mehreren Phasen: der Zeit als Aspiranten, der Probezeit und der Ablegung der Gelübde.<br />„Die Berufung ist ein Geheimnis, das allein von Gottes Initiative ausgeht und nicht von menschlichen Talenten oder Fähigkeiten. Es geht darum, Gottes Stimme zu hören, seinem Ruf großzügig zu folgen und unaufhörlich ein heiligmäßiges Leben zu führen“, betonte Bischof Dominic Hoang Minh Tien von Hung Hoa kürzlich bei einem Treffen für junge Menschen, die sich für das geweihte Leben interessieren.<br />Die meisten jungen Katholiken, die das Priestertum oder ein Ordensleben anstreben, sehen sich mit Fragen und Zeifeln konfrontiert.<br />„Gott beruft die, die er erwählt, die ihr Herz öffnen und sich nach Heiligkeit sehnen – und er beruft sie, das Evangelium zu verkünden“, erklärte Bischof Dominic in seiner Predigt. Er betonte außerdem, dass niemand ein wahrer Priester oder ein Ordensmitglied werden kann, ohne sich täglich dem Streben nach Heiligkeit zu widmen. Indem sie dieses Streben pflegen und sich von Gott führen lassen, können junge Menschen Gottes Willen leichter erkennen und mutig den Weg gehen, den er für sie bereitet hat.<br /> Tue, 28 Jul 2026 11:59:27 +0200ASIEN/BANGLADESCH - Nach Überschwemmungen: Katholische Kirche bietet “Klimaflüchtlingen” Aufnahmehttps://fides.org/de/news/77979-ASIEN_BANGLADESCH_Nach_Ueberschwemmungen_Katholische_Kirche_bietet_Klimafluechtlingen_Aufnahmehttps://fides.org/de/news/77979-ASIEN_BANGLADESCH_Nach_Ueberschwemmungen_Katholische_Kirche_bietet_Klimafluechtlingen_AufnahmeKhulna – Nach den jüngsten Überschwemmungen bieten die Gläubigen der Pfarreien der Diözese Khulna Vertriebenen Schutz in ihren Kirchen, bis das Wasser in den Straßen und Häusern von Khulna zurückgeht. Dies berichtete Bischof James Romen Boiragi von Khulna, einer Stadt im Südwesten Bangladeschs, gegenüber Fides. Er erklärte: „Unsere Solidarität zeigt sich darin, dass wir schutzbedürftigen und vertriebenen Menschen, zumeist Armen und Dalits, Zuflucht und Aufnahme bieten.“ <br />Tatsächlich, so der Bischof, sind die rund 37.000 Katholiken in der Diözese überwiegend Dalits. Obwohl Bangladesch ein Land mit einer großen muslimischen Mehrheit ist, hat das Gesellschaftssystem tiefgreifende hierarchische Strukturen und die Dynamik der Unberührbarkeit aus seiner hinduistischen Vergangenheit geerbt. Diese Dynamik trifft die Dalits, auch bekannt als „Kastenlose“ oder „Unberührbare“, besonders hart. Die hohe Konzentration von Dalit-Gemeinschaften im Verwaltungsbezirk Khulna und im südlichen Küstenbereich des Landes ist auf historische, wirtschaftliche und geografische Faktoren zurückzuführen.<br />Im Gebiet von Khulna hat die diözesane Caritasstelle unter der Leitung von Direktor Daud Jibon Das Soforthilfemaßnahmen auf den Weg gebracht, um insbesondere zwei gravierende Probleme anzugehen: die anhaltenden Überschwemmungen der städtischen Slums von Khulna und die Versalzung der Wasserreserven in den Küstengebieten. In den letzten Wochen wurden die Slums aufgrund dreier aufeinanderfolgender heftiger Überschwemmungen in der Stadt überflutet, woraufhin die Caritas in Khulna Soforthilfe für die Bewohner auf den Weg brachte. <br />Wie Bischof Boiragi gegenüber Fides erklärte, organisierten Freiwillige die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln, darunter Reis, Öl und Lebensmittel, an Familien, deren Häuser von der Außenwelt abgeschnitten oder durch Regenwasser überflutet waren. Die Caritas überwachte außerdem den Bau von Nottoiletten, um die Verunreinigung der Wasserversorgung zu verhindern. Parallel dazu läuft das Projekt „Stronger together“, das auch von der italienischen Caritas unterstützt wird. Dieses Programm zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit und die Wiederaufbaukapazitäten in vier großen Slums der Stadt Khulna zu stärken und konzentriert sich dabei insbesondere auf Katastrophenmanagement und Soforthilfe.<br />Ein weiteres gravierendes Problem, so der Bischof, sei die Trinkwasserversorgung im Kampf gegen die Versalzung der Küstenregionen: In Küstengebieten des Distrikts Khulna drücken starke Regenfälle und Überschwemmungen salziges Meerwasser ins Landesinnere und zerstören Süßwasserbrunnen. Lokale Caritas-Freiwillige verteilen Kanister und stellen isolierten Gemeinden Trinkwasser in Notfällen zur Verfügung. Sie helfen außerdem bei der Installation kostengünstiger Filtersysteme, um in überfluteten Dörfern Salzwasser in Süßwasser umzuwandeln. In Khulna besteht das Problem nach den Überschwemmungen in der Erosion der Flussufer , die buchstäblich Land und Häuser verschlingt. Dadurch entstehe ein Bedarf an Wohnraum für „Klimaflüchtlinge“, Familien, die durch die Überschwemmungen obdachlos geworden sind und die die örtliche katholische Gemeinde mit offenen Armen aufnehme, so der Bischof abschließend.<br /> Tue, 28 Jul 2026 11:35:48 +0200EUROPA/SLOWENIEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/77978-EUROPA_SLOWENIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/77978-EUROPA_SLOWENIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 25. Mai 2026 Pfarrer Gregor Bregar aus der Erzdiözese Ljubljana für die kommenden fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Slowenien ernannt.<br />Der neue Nationaldrektor der Päpstlichen Missionswerke ist 43 Jahre alt und schloss 2007 sein Physikstudium an der Universität Ljubljana ab. Im Oktober 2013 trat er in das Priesterseminar des Erzbistums Ljubljana ein und begann sein theologisches und philosophisches Studium. 2018 erwarb er einen Master in Theologie und war anschließend als Diakon in der Pfarrei Zagorje ob Savi tätig. Am 29. Juni 2019 wurde er zum Priester geweiht.<br />Seit 2019 ist er als Kaplan am diözesanen Gymnasium des St. Stanislaus-Instituts tätig, wo er „Glaube und Kultur“ unterrichtet, Exerzitien für Schüler leitet und für die Sakramentenvorbereitung sowie die persönliche spirituelle Begleitung zuständig ist. Er hat umfangreiche Erfahrung in der Jugendarbeit. Zu den verschiedenen Initiativen, an denen er teilgenommen hat, gehören Veranstaltungen der slowenischen katholischen Jugendorganisation „Katoliška mladina“, darunter das POTA-Programm . Im Jahr 2022 verbrachte er im Rahmen dieses Programms etwa einen Monat in Kasachstan und sammelte dort wertvolle Erfahrungen in der Mission.<br />Er war außerdem geistlicher Assistent der Pfarrei Brezovica bei Ljubljana und ist seit August 2020 geistlicher Assistent der Pfarrei Ljubljana-Črnuče in der Stadt Ljubljana.<br /> <br />Tue, 28 Jul 2026 10:35:10 +0200