Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/LIBANON - Medien berichten über den bevorstehenden Besuch von Kardinalstaatssekretär Parolinhttps://fides.org/de/news/75125-ASIEN_LIBANON_Medien_berichten_ueber_den_bevorstehenden_Besuch_von_Kardinalstaatssekretaer_Parolinhttps://fides.org/de/news/75125-ASIEN_LIBANON_Medien_berichten_ueber_den_bevorstehenden_Besuch_von_Kardinalstaatssekretaer_ParolinBeirut – Als pastoralen Besuch in einem Land, das von einer stagnierenden institutionellen und wirtschaftlichen Krise gezeichnet ist und von der wachsenden Gefahr einer Ausweitung des Konflikts, der den Nahen Osten zerreißt, bedroht wird, beschreiben die libanesischen Medien die Nachricht vom bevorstehenden Besuch von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Land. <br />Wie libanesische Fernsehsender und Zeitungen, allen voran die Tageszeitung an „Nahar“ berichten, beginnt der Besuch am Sonntag, den 23. Juni, und wird voraussichtlich bis Donnerstag, den 27. Juni, dauern. Aus dem Bericht geht hervor, dass der Kardinalstaatssekretär in den Libanon reist, um an der Universität Saint-Joseph einer eucharistischen Liturgie anlässlich der Vorstellung eines vom Malteserorden geförderten Landwirtschaftsprojekts vorzustehen, das wirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherheit miteinander verbinden soll. Gleichzeitig wird Kardinal Parolin nach Angaben libanesischer Medien auch mit führenden Vertretern der libanesischen Kirche - allen voran dem maronitischen Patriarchen Bechara Boutros Rai - und Vertretern politischer Institutionen wie dem Interims-Premierminister Najib Mikati und dem Präsidenten des Repräsentantenhauses Nabih Berri zusammentreffen.<br />In den libanesischen Medien finden sich auch Kommentare, die an das Interesse erinnert, mit der der Heilige Stuhl die Ereignisse und Schwierigkeiten im Libanon stets betrachtet hat, mit dem Ziel, den Pluralismus und die Koexistenz zwischen den verschiedenen konfessionellen Komponenten als charakteristisches Merkmal der nationalen Identität zu bewahren. Verschiedene Analysen unterstreichen die Bedeutung des Besuchs des Kardinalstaatssekretärs, indem sie ihn mit dem kritischen Moment voller Ungewissheiten in Verbindung bringen, den der Libanon derzeit erlebt. <br />In den letzten Tagen hat US-Präsident Joe Biden seinen Abgesandten Amos Hochstein nach Israel und Beirut geschickt, um eine dringende Beruhigung des Konflikts zwischen der Armee des jüdischen Staates und den Milizen der libanesischen Schiitenpartei Hisbollah herbeizuführen, damit es nicht zu einem offenen Krieg kommt. Die Hisbollah ihrerseits hat kürzlich Bilder veröffentlicht, die sie als Aufnahmen ihrer eigenen Drohne ausgibt, die die große israelische Hafenstadt Haifa überflogen hat.<br />Seit Ende Oktober 2022 hat der Libanon keinen Präsidenten mehr. Nach dem Ende der Amtszeit von Michel Aoun haben die parteiübergreifenden Vetos der Parteien stets eine Einigung auf einen Kandidaten für das Amt verhindert, das im libanesischen institutionellen System einem maronitischen Christen vorbehalten ist.<br /> Wed, 19 Jun 2024 12:59:37 +0200ASIEN/SÜDKOREA - Spannungen zwischen Nord- und Südkorea: Katholiken beten für Versöhnung und nationale Einheithttps://fides.org/de/news/75123-ASIEN_SUeDKOREA_Spannungen_zwischen_Nord_und_Suedkorea_Katholiken_beten_fuer_Versoehnung_und_nationale_Einheithttps://fides.org/de/news/75123-ASIEN_SUeDKOREA_Spannungen_zwischen_Nord_und_Suedkorea_Katholiken_beten_fuer_Versoehnung_und_nationale_EinheitSeoul - Seit 1965 begeht die koreanische Kirche am 25. Juni den Tag des Gebets für Versöhnung und nationale Einheit. Es ist ein besonderer Moment, in dem sich die gesamte koreanische katholische Glaubensgemeinschaft in besonderer Weise im Gebet versammelt, um echten Frieden zwischen Nord- und Südkorea zu erflehen und für Versöhnung und nationale Einheit zu beten.<br />Dieser Tag ist umso wichtiger und zeitgemäßer, als die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea derzeit so weit von Frieden und Versöhnung entfernt sind wie nie zuvor. Alle Kanäle des Dialogs sind verschlossen, und das Militärabkommen vom 19. September 2018, das versehentliche Zusammenstöße verhindern sollte, wurde von der Regierung in Seoul teilweise ausgesetzt. Dieses Abkommen zielte darauf ab, die Spannungen entlang der innerkoreanischen Grenze durch die Beseitigung von Antipersonenminen, Wachposten, Waffen und Personal auf beiden Seiten der Grenze sowie durch die Einrichtung gemeinsamer militärischer Pufferzonen zu verringern. Die Regierung in Seoul stellt fest, dass Nordkorea weiterhin Raketentests und Militärübungen durchführt und erklärt hat, dass es die innerkoreanischen Beziehungen als die zwischen "zwei feindlichen, kriegführenden Ländern" betrachtet, und erinnert daran, dass der Koreakrieg mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag endete.<br />Die jüngsten "Zwischenfälle" an der Grenze haben in den internationalen Medien für Aufsehen gesorgt: Südkorea erklärte, nordkoreanische Soldaten hätten - wenn auch versehentlich - die Grenze überschritten, als sie in der "entmilitarisierten Zone", dem stark befestigten Streifen Land, der den Norden vom Süden trennt, Befestigungsanlagen bauten; dies war der zweite Zwischenfall innerhalb von zwei Wochen. Die südkoreanische Armee gab über einen Lautsprecher Warnschüsse ab. Es wird behauptet, Nordkorea habe eine große Anzahl von Truppen in die "entmilitarisierte Zone" entsandt, um den Bau neuer Befestigungen oder das Verlegen von Landminen zu verhindern.<br />Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea haben auch eine ungewöhnliche Wendung genommen, nämlich die einer Art "psychologischer Kriegsführung". Von den Medien veröffentlichte Fotos zeigen aufgeblasene Ballons, die von Pjöngjang aus gestartet wurden und nach der Landung eine Mischung aus Müll und Dung mit sich führen. Die südkoreanischen Behörden haben die Bewohner der Grenzgebiete gewarnt und sie aufgefordert, den Kontakt mit diesen Objekten zu vermeiden. Derartige Würfe seien nicht nur ein Verstoß gegen den Anstand, sondern auch eine klare Missachtung internationaler Vorschriften, so die südkoreanischen Behörden, die solche Handlungen als "unmenschlich und vulgär" anprangerten. Nordkorea erklärte, diese Aktionen seien eine direkte Reaktion auf die von Südkorea über die Grenze geworfenen antinordkoreanischen Flugblätter. Die Flugblätter und Lautsprecheransprachen enthalten Botschaften, die das nordkoreanische Regime kritisieren und die Bürger im Norden zum Widerspruch auffordern. In dieser Situation betont die südkoreanische Regierung ihre militärische Macht im Stil des "Kalten Krieges" an entgegengesetzten Fronten .<br />"Was können wir tun, jetzt, wo die innerkoreanischen Beziehungen am Rande des Zusammenbruchs stehen?", fragt sich Bischof Simon Kim Jong-gang, Vorsitzender des Nationalen Versöhnungskomitees der koreanischen Bischofskonferenz. „Was wir tun können, ist unsere eigene Umkehr", wiederholt er. Es gehe darum, "darüber nachzudenken, ob wir unsere Brüder in Nordkorea in diesen Jahren der Teilung wirklich als 'Landsleute' behandelt haben. Wir müssen unseren neuen Weg mit einem demütigen Herzen und einem Geist der aufrichtigen Umkehr beginnen. Denn wahre Einheit kann nur dann erreicht werden, wenn wir uns bemühen, uns selbst zu ändern, indem wir andere willkommen heißen und ihnen mit Verständnis begegnen".<br />In diesem Sinne haben die Gläubigen in Südkorea eine besondere Novene zur Vorbereitung auf den Gebetstag für nationale Versöhnung und Einheit begonnen, der auch die Veranstaltung zweier Symposien umfasst. Die Gebetsnovene, die am 17. Juni begonnen hat, dauert bis zum 25. Juni in allen Pfarreien des Landes an, wobei jede Gemeinde vor und nach jeder Messe das gleiche „Gebet für Versöhnung und nationale Einheit" betet, das von der Bischofskonferenz veröffentlicht wird. Morgen, am 20. Juni, findet im Auditorium des Seouler Kathedralkomplexes ein Symposium zum Thema "Die katholische Kirche und die Friedenserziehung" statt. Professorin Julia Kim Nam-hee von der Katholischen Universität Korea wird über "Katholische Bürgererziehung und Frieden" sprechen, während die Wissenschaftlerin Beatrice Seo-jeong Son über "Jugend und Friedenserziehung" referieren wird. Eine weitere Konferenz mit dem Titel "Der Weg der Gläubigen zum Frieden auf der koreanischen Halbinsel", die von der Erzdiözese Seoul organisiert wird, findet am 25. Juni statt und soll die Bereitschaft der katholischen Laien zum Ausdruck bringen, für die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen einzutreten.<br />Bischof Simon Kim Joo-young sagte: "Ich bin besorgt, weil wir die Hoffnung, dass Konflikte durch Dialog und Zusammenarbeit gelöst werden können, fast verschwinden sehen, denn es scheint, dass nur die Sicherheit durch den Einsatz militärischer Gewalt im Vordergrund steht". In einer sehr schwierigen Situation "müssen wir Gott um Hilfe bitten, und die Laien müssen die Initiative ergreifen", um den Dialog und den Frieden wieder in Gang zu bringen, hoffte er. Ahn Jae-hong, Präsident der „Korea Catholic Lay Apostolate Association“, sagt in diesem Zusammenhang: "Als Katholik kann ich nicht akzeptieren, dass man nur auf 'Frieden durch Gewalt' besteht, während die Schrecken des Krieges zwischen der Ukraine und Russland und des Krieges zwischen Israel und Hamas für alle sichtbar sind. Wir werden unsere Stimme erheben, um eine Verbesserung der Beziehungen zu fordern und uns dafür einzusetzen".<br />Im Jahr 2024, dem 74. Jahrestag des Ausbruchs des Koreakrieges, der zur Verfestigung der Teilung der koreanischen Halbinsel führte, scheinen die innerkoreanischen Beziehungen auf dem Tiefpunkt zu sein, aber das koreanische Volk vergisst nicht, dass es "ein Volk" ist, und erinnert an die vergangenen 70 Jahre des Dialogs, der Zusammenarbeit und der Koexistenz.<br /> <br />Wed, 19 Jun 2024 12:47:58 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Apostolischer Vikar von Soddo ernannthttps://fides.org/de/news/75124-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Apostolischer_Vikar_von_Soddo_ernannthttps://fides.org/de/news/75124-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Apostolischer_Vikar_von_Soddo_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat den bisherigen Provinzvikar von Kidane Meheret der Kapuziner in Äthiopien, Guardano der Gemeinschaft in Konto, Direktor des „Pascal Technical and Vocational Training Institute“ und Koordinator der Pastoralarbeit des Apostlischen Vikariats Soddo, P. Dejene Hidoto Gamo zum Apostolischen Vikar von Soddo .<br />P. Dejene Hidoto Gamo wurde am 21. März 1972 in Sibaye geboren. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Soziologie von der Universität Addis Abeba und einen Master of Arts in Ethik von der „St. Paul University“ in Ottawa . 1998 legte er die ewigen Gelübde ab und wurde nach Abschluss seines Studiums und seiner Ausbildung am Institut für Philosophie und Theologie der Kapuziner in Addis Abeba am 9. Juli 2000 in Addis Abeba zum Priester geweiht.<br />Nach seiner Priesterweihe hatte er folgende Ämter inne: Pfarrer der Gemeinde „Our Lady of Lourdes“ in Dubbo ; Sozialdirektor, stellvertretender Kaplan der englischsprachigen internationalen Gemeinschaft und Guardian der Bruderschaft des Heiligen Erlösers in Addis Abeba ; Guardian der Bruderschaft des Heiligen Erlösers ; Direktor des „Abba Pascal Technical and Vocational Training Institute“in Soddo ; seit 2023 Pastoralkoordinator des Apostolischen Vikariats von Soddo. Derzeit ist er Provinzialvikar von Kidane Meheret der Kapuziner in Äthiopien und Guardian der Gemeinschaft von Konto.<br /> Wed, 19 Jun 2024 12:47:07 +0200AFRIKA/TSCHAD - Explosion im größten Waffenlager der Hauptstadt: Zahl der Opfer noch unbekannthttps://fides.org/de/news/75122-AFRIKA_TSCHAD_Explosion_im_groessten_Waffenlager_der_Hauptstadt_Zahl_der_Opfer_noch_unbekannthttps://fides.org/de/news/75122-AFRIKA_TSCHAD_Explosion_im_groessten_Waffenlager_der_Hauptstadt_Zahl_der_Opfer_noch_unbekanntN'Djamena - "Wir wurden gestern Abend gegen 23 Uhr von einer gewaltigen Explosion geweckt", berichtet ein Beobachter aus kirchlichen Kreisen in N'Djamena, der Hauptstadt des Tschad, gegenüber Fides. "Auf die erste laute Explosion folgten eine Reihe weiterer, weniger lauter Explosionen und ein großes Feuer, das noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen war. <br />Das Waffenlager in Goudji, unweit des Flughafens der Hauptstadt, das der Direction de la Réserve stratégique gehört, einer Eliteeinheit der Armee, die für die Verwaltung der Munitionsreserven zuständig ist.<br />„Die Behörden haben noch keine Zahl der Toten bekannt gegeben, aber es gibt sicherlich Tote und Verletzte", vermutet der Beobachter. Präsident Mahamat Deby Itno postete eine Nachricht auf Facebook, in der er mitteilte, dass es bei einem Brand im Munitionsdepot des strategischen Reservelagers Tote und Sachschäden gegeben habe, ohne weitere Einzelheiten zu nennen, und schloss mit den Worten: "Friede den Seelen der Opfer, aufrichtiges Beileid den Hinterbliebenen und baldige Genesung den Verletzten“.<br />"Im Moment gibt es noch keine offizielle Erklärung über die Ursache der Explosion. Unserer Meinung nach könnte es sich um einen Unfall handeln, wie er sich vor einigen Jahren in einem Munitionsdepot ereignet hat", sagt der Beobachter.<br />Bei der Hauptexplosion, auf die mindestens zwei Stunden lang weitere Explosionen folgten, wurden mehrere Haubitzen und nicht explodierte Artilleriegranaten in die angrenzenden Gebiete geschleudert, die eine Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellten, die von den Behörden aufgefordert wurde, die Geräte nicht zu berühren. Einige dieser Granaten trafen Berichten zufolge auch Häuser.<br />Das Arsenal in Goudji, das gemeinhin als "Pulverfaß" bezeichnet wird, ist das Hauptlager der Armee für schwere Waffen und Munition in N'Djamena. Es befindet sich in der Nähe wichtiger Garnisonen und des Hauptquartiers der Armee, des internationalen Flughafens „Hassan Djamous“ und der Militärbasis „Adji Kosseï“, in der das französische Kontingent im Tschad untergebracht ist.<br />Vor kurzem wurde im Tschad Präsident Mahamat Deby Itno im Mai im Amt bestätigt. Der Wiederwahl war die Ermordung von Oppositionsführer Yaya Dillo voraus gegangen . Der Tschad, der französische Truppen und US-Spezialeinheiten beherbergt, hat sich in letzter Zeit an Russland angenähert. Die Regierung in N'Djamena wird auch beschuldigt, die sudanesischen „Rapid Support Forces“ in ihrem Konflikt gegen die reguläre Armee in Khartum zu unterstützen.<br /> Wed, 19 Jun 2024 11:42:34 +0200ASIEN/KUWAIT - Indische Auslandsgemeinde in Salmiya begrüßt die Reliquie des heiligen Arethashttps://fides.org/de/news/75121-ASIEN_KUWAIT_Indische_Auslandsgemeinde_in_Salmiya_begruesst_die_Reliquie_des_heiligen_Arethashttps://fides.org/de/news/75121-ASIEN_KUWAIT_Indische_Auslandsgemeinde_in_Salmiya_begruesst_die_Reliquie_des_heiligen_ArethasSalmiya - "Es war eines der schönsten Ereignisse in der Kirche von Salmiya, an dem alle Glaubensgemeinschaften beteiligt waren", so ein Gemeindemitglied der Kirche der heiligen Thérèse vom Kinde Jesus im Herzen der indischen Auslandsgemeinde von Salmiya gegenüber Fides. Alvira, so der Name, bezieht sich auf die Feier der Ankunft der Reliquie des heiligen der Heiligen Arethas, der zusammen mit anderen Märtyrern 523 n. Chr. auf der arabischen Halbinsel den Märtyrertod starb, in der Gemeinde.<br />"Wir haben das Privileg, die Reliquien des heiligen Arethas bei uns zu haben, und es ist ein Moment der Gnade, den Heiligen ehren zu dürfen", erklärte der Pfarrer der Pfarrei St. Thérèse, Savio D'Souza, der zusammen mit dem Pfarrer der Pfarrei „Unsere Liebe Frau von Arabien“ in Ahmadi, Pater Roswin Pires , und dem Verantaltungskomitee unter der Leitung von Pater Johnson Nedumpurath die heilige Reliquie in Empfang nahmen, die in der Kirche zur Verehrung ausgestellt bleiben wird.<br />Im Beisein von fünfhundert Gemeindemitgliedern und allen Verbänden und Gruppen der Pfarrei wurde die Zeremonie mit einer Prozession eingeleitet, die von den „Rosary Girls“ angeführt wurde, gefolgt von den Ministeranten und allen konzelebrierenden Priestern.<br />"Es war ein besonders intensiver Moment, 45 Kinder zu sehen, die zu Ehren des heiligen Arethas an der Prozession teilnahmen. Pater Savio trug die Reliquie und legte sie auf den Altar, wo er das Gebet zur Begrüßung sprach. Mit besonderen Anliegen wurde der gemeinsam der Rosenkranz gebetet, gefolgt von der Novene zu Maria, der Helferin der Christen“, so Alvira.<br />Die Reliquie des heiligen Arethas wurde dem Apostolischen Vikariat von Nordarabien, zu dem die Pfarrei von Salmiya gehört, vom Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus geschenkt. Am Sonntag, den 10. Dezember 2023, feierte der Apostolische Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi , in Anwesenheit von mehr als tausend Gläubigen das Fest der Einweihung der Kathedrale Unserer Lieben Frau von Arabien in Awali, Bahrain, mit der Übergabe der Reliquien, darunter auch die des heiligen Arethas.<br /> Wed, 19 Jun 2024 11:25:04 +0200EUROPA/DEUTSCHLAND - Präsident der Päpstlichen Missionswerke in Aachen im Amt bestätigthttps://fides.org/de/news/75120-EUROPA_DEUTSCHLAND_Praesident_der_Paepstlichen_Missionswerke_in_Aachen_im_Amt_bestaetigthttps://fides.org/de/news/75120-EUROPA_DEUTSCHLAND_Praesident_der_Paepstlichen_Missionswerke_in_Aachen_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Propräfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung, hat am 14. Mai 2024 Pfarrer Dirk Bingener für weitere fünf Jahre im Amt als Präsident der Päpstlichen Missionswerke in Aachen bestätigt.<br /> <br />Wed, 19 Jun 2024 10:22:10 +0200ASIEN/CHINA - Neue Kirche im Bezirk Xilin Gol eingeweiht: „Wir müssen einen geistlichen Tempel in unseren Herzen bauen"https://fides.org/de/news/75117-ASIEN_CHINA_Neue_Kirche_im_Bezirk_Xilin_Gol_eingeweiht_Wir_muessen_einen_geistlichen_Tempel_in_unseren_Herzen_bauenhttps://fides.org/de/news/75117-ASIEN_CHINA_Neue_Kirche_im_Bezirk_Xilin_Gol_eingeweiht_Wir_muessen_einen_geistlichen_Tempel_in_unseren_Herzen_bauenXilin Gol - "Wir haben heute ein Gotteshaus eingeweiht, aber wir müssen auch einen geistlichen Tempel in unseren Herzen bauen", so der Erzbischof von Hohhot, Paul Meng Qinglu, in der chinesischen Provinz Innere Mongolei, in seiner Ansprache an alle Anwesenden bei der Einweihung einer neuen Kirche im Bezirk Xilin Gol, die dem heiligen Antonius von Padua geweiht ist. Mehr als 400 Gläubige nahmen an der feierlichen Eucharistiefeier am Fest des Heiligen teil, die von etwa 20 Priestern konzelebriert wurde und an der auch 17 Ordensschwestern teilnahmen. <br />Bischof Meng weihte den neuen Altar, die Monstranz, den Ambo und den Kelch. In seiner Predigt forderte der Bischof alle auf, für das Geschenk der Taufe zu danken, das "unser Herz zu einem Tempel Gottes, zu einer Wohnung für den Heiligen Geist" gemacht hat. <br />Der Gemeindepfarrer Peter Ren Zhongxun betonte: "Die Kirche ist klein, aber einladend und gesegnet. Der Herr Jesus ist hier, der Heilige Geist ist hier. Dank der Großzügigkeit und der Hilfe aller - jedes Bruders und jeder Schwester, des Bischofs, jedes Priesters und jeder Ordensfrau - konnten wir dieses Ergebnis erreichen: ein Gotteshaus in der Steppe des Bezirks Xilin Gol". <br />Die alte Kirche wurde im Jahr 2023 als baufälliges Gebäude eingestuft. Seitdem haben sich Pfarrer Peter Ren und die Gemeindemitglieder bemüht, die Mittel für den Kauf eines Gebäudes aufzubringen und es in eine Kirche umzubauen. Das neue Gotteshaus hat eine Fläche von über 300 Quadratmetern. Und die Gemeinde ist durch diese Erfahrung in der Gemeinschaft und gegenseitigen Nächstenliebe gewachsen.<br />Der Bezirk Xilin Gol gehörte zur Mission der Scheut-Missionare . Erst vor kurzem besuchte ab dem 10. Juni auch der emeritierte Erzbischof von Malines-Brüssel und Präsident der Ferdinand-Verbiest-Stiftung von Löwen, Kardinal Jozef De Kesel, zusammen mit Pater Charles Phukuta, Generaloberer der Scheut-Missionare, und anderen Missionaren, darunter der 92-jährige Jeroom Heyndrickx, die Innere Mongolei . <br />Im Bezirk Xilin Gol gibt es derzeit etwa 40.000 Katholiken. In letzter Zeit ist die Zahl der Getauften stark angestiegen, auch dank des missionarischen Engagements der örtlichen Gemeinschaft. Für Laien werden häufig Fortbildungskurse zu Themen wie Liturgie, Heilige Schrift, Evangelisierungsauftrag der Schwestern und das vom Zweiten Vatikanischen Konzil besonders hervorgehoben allgemeine Priestertum aller Getauften angeboten.<br /> Wed, 19 Jun 2024 09:02:59 +0200AFRIKA/SAMBIA - Diözese Ndola in den Rang einer Erzdiözese erhoben und erster Erzbischof ernannthttps://fides.org/de/news/75118-AFRIKA_SAMBIA_Dioezese_Ndola_in_den_Rang_einer_Erzdioezese_erhoben_und_erster_Erzbischof_ernannthttps://fides.org/de/news/75118-AFRIKA_SAMBIA_Dioezese_Ndola_in_den_Rang_einer_Erzdioezese_erhoben_und_erster_Erzbischof_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat die bisherige Diözese Ndola in den Rang einer Erzdiözese mit den beiden Suffraganbistümern Kabwe und Solwezi erhoben und den bisherigen Bischof der Diözese Ndala Benjamin Phiri zum ersten Erzbischof ernannt.<br />Die Erzdiözese Ndola liegt in einem zentralen Teil Sambias. Sie erstreckt sich über 32.000 km². Bei einer Bevölkerung von 3.223.400 gibt es 1.920.580 Katholiken , die in 84 Pfarreien strukturiert sind. Es gibt 187 Priester , 151 Ordensbrüder und 340 Schwestern sind ebenfalls in der Seelsorge tätig. Es gibt 143 Priesterseminaristen. Die Erzdiözese stützt sich auch auf den Dienst zahlreicher Katecheten.<br />Die neue Kirchenprovinz von Ndola wird die Diözesen Kabwe und Solwezi als Suffraganbistümer haben.<br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://www.fides.org/it/attachments/view/file/DATI_STATISTICI_PROVINCIA_ECCLESIASTICA.pdf">Statistiken</a>Tue, 18 Jun 2024 13:44:42 +0200AFRIKA/SUDAN - Wahllose Bombenangriffe auf Krankenhäuser und Flüchtlingslager in Nord-Darfurhttps://fides.org/de/news/75116-AFRIKA_SUDAN_Wahllose_Bombenangriffe_auf_Krankenhaeuser_und_Fluechtlingslager_in_Nord_Darfurhttps://fides.org/de/news/75116-AFRIKA_SUDAN_Wahllose_Bombenangriffe_auf_Krankenhaeuser_und_Fluechtlingslager_in_Nord_DarfurAl-Fashir - Patienten und Mitarbeiter des „Southern Hospital“ in Al-Fashir in der Region Darfur, im Nordwesten des Sudan, wurden von den „Rapid Support Forces“ verwundet und erschossen. Die Rebellen griffen auch das nahe gelegene Camp der Binnenvertriebenen Abu Shouk an und töteten dabei auch mehrere Kinder. Der wahllose Beschuss der Wohnviertel der Stadt geht weiter, das Flüchtlingscamp steht seit mehreren Wochen unter Beschuss, und es gibt immer mehr Tote und Verletzte.<br />Örtlichen Quellen zufolge befinden sich unter den Verwundeten im Krankenhaus auch der Direktor selbst und der Leiter der Notaufnahme. Aufgrund seiner logistischen Bedeutung ist das Krankenhaus immer wieder Schauplatz von Angriffen der Kriegsparteien gewesen. In der vergangenen Woche hatte es deshalb bereits mehrere Versuche gegeben, Patienten aus dem „Southern Hospital“ zu evakuieren, da es in dem Gebiet zu Zusammenstößen zwischen der RSF und den sudanesischen Streitkräften gekommen war. Am Donnerstag, den 13. Juni, schlugen mehr als 30 Raketen in der Hauptstadt ein. Auch die „El Faki Mohamed Saeed“-Moschee östlich des Krankenhauses von Igra wurde schwer beschädigt.<br />Die Stadt El Fasher, in der rund 1,5 Millionen Menschen leben, darunter etwa 800.000 Vertriebene, ist die letzte der fünf Hauptstädte im Bundesstaat Darfur, die nicht von der RSF kontrolliert wird. Die Einwohner befürchten, dass die vollständige Kontrolle der Stadt durch die Rebellen der RSF einen Konflikt zwischen den arabischen Stämmen, die die RSF unterstützen, und dem Stamm der Zaghawa auslösen wird, aus dem die meisten der in Nord-Darfur aktiven Rebellen stammen.<br />Berichten zufolge haben sich die Führer der Zaghawa an den tschadischen Präsidenten Mahamet Deby gewandt und ihn gebeten, einzugreifen, um ein "katastrophales Blutbad" in der Region zu verhindern.<br />Die internationale Gemeinschaft hat wiederholt an die Kriegsparteien appelliert, die Gewalt zu deeskalieren und den freien Zugang für humanitäre Hilfe wiederherzustellen, bisher jedoch ohne Erfolg.<br />Die Kämpfe haben zu Massenvertreibungen geführt. Schätzungsweise 85 Prozent der Bevölkerung verließen die nördlichen Bezirke und zogen in sicherere Gebiete im Süden von El Fasher oder flohen nach Mellit, 60 km von der Hauptstadt entfernt, oder sogar nach Libyen.<br />Seit Ende Oktober 2023 begann sich die Sicherheitslage in El Fasher rapide zu verschlechtern, als die RSF den Druck auf die anderen vier Hauptstädte des Staates Darfur verstärkte. Nun droht die Situation zu explodieren.<br /> Tue, 18 Jun 2024 13:12:38 +0200ASIEN/SRI LANKA - Wirtschaft erholt sich: Armutsquote bleibt hoch, Bevölkerung fordert Präsidentschaftswahlenhttps://fides.org/de/news/75114-ASIEN_SRI_LANKA_Wirtschaft_erholt_sich_Armutsquote_bleibt_hoch_Bevoelkerung_fordert_Praesidentschaftswahlenhttps://fides.org/de/news/75114-ASIEN_SRI_LANKA_Wirtschaft_erholt_sich_Armutsquote_bleibt_hoch_Bevoelkerung_fordert_PraesidentschaftswahlenColombo - Die wirtschaftliche Lage in Sri Lanka beginnt sich nach der zweijährigen Wirtschaftskrise, die auf den im April 2022 erklärten Zahlungsausfall und das vierjährige Rettungspaket durch Kredite des Internationalen Währungsfonds folgte, allmählich zu erholen: Das Land war mit 83 Milliarden Dollar verschuldet, mehr als die Hälfte davon bei ausländischen Gläubigern. Nach Angaben des IWF sinkt nun die Inflation und die Wirtschaft begann in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder zu wachsen, was eine gute Nachricht für ein Land ist, in dem die Menschen seit Anfang 2022 unter schwerem Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten, Kraftstoff und Strom leiden. Die dadurch ausgelösten Straßenproteste hatten zur Absetzung des damaligen Präsidenten Gotabaya Rajapaksa geführt.<br />Im Rahmen des Rettungsprogramms in Höhe von 2,9 Mrd. USD stellt der Internationale Währungsfonds Darlehen in Tranchen zur Verfügung und überprüfte halbjährlich, ob das Land bei den erforderlichen Wirtschaftsreformen auf Kurs ist. Bislang hat Sri Lanka zwei Zahlungen erhalten und auch Zusagen für einen Schuldenerlass von wichtigen Gläubigern wie Indien, Japan und China bekommen. Die Regierung führt unterdessen auch Gespräche mit privaten Gläubigern.<br />Im Juli 2022 wurde der ehemalige Premierminister Ranil Wickremesinghe zum Präsidenten ernannt , und seither ist es der Regierung dank der Unterstützung internationaler Institutionen gelungen, die Stromversorgung wiederherzustellen und den Mangel an lebensnotwendigen Gütern weitgehend zu beheben. Die srilankische Währung hat sich gefestigt und die Zinssätze sind auf etwa 10 % gesunken. Die Probleme der hohen Besteuerung, der Lebenshaltungskosten und der hohen Arbeitslosigkeit aufgrund des Zusammenbruchs der Industrieproduktion und des rückläufigen Tourismus bleiben jedoch bestehen. Einem aktuellen Bericht der Weltbank zufolge ist die Armutsquote das vierte Jahr in Folge gestiegen, und Ende 2023 werden 25,9 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Im vergangenen März genehmigte die Regierung eine Erhöhung des monatlichen Mindestlohns um 40 Prozent von 12 500 Rupien auf 17 500 Rupien, um die Arbeitnehmer angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten zu unterstützen.<br />Die Bevölkerung wartet nun auf einen Termin für Neuwahlen, während Präsident Ranil Wickremasinghe versucht, seine Amtszeit zu verlängern. Die Wahlkommission von Sri Lanka hat angekündigt, dass die Präsidentschaftswahlen zwischen dem 17. September und dem 17. Oktober stattfinden werden, doch die Regierungspartei hat unterdessen die Absicht bekundet, die Wahl zu verschieben und ein Referendum zur Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten um weitere zwei Jahre abzuhalten.<br />Verbände der Zivilgesellschaft, Organisationen der katholischen Kirche und anderer Religionsgemeinschaften sind der Ansicht, dass der von der Regierung vorgelegte Gesetzentwurf "den Bestrebungen und Rechten des Volkes völlig zuwiderläuft", und verweisen darauf, dass die Verfassung dem Präsidenten eine fünfjährige Amtszeit garantiert und dass es das Recht der Bürger ist, sich durch ihre Stimmabgabe zu äußern.<br />Drei Jahre nach der Vorlage des Berichts über die Verantwortung von Geheimdiensten und Politikern im Hinblick auf die Osterattentat 2019 , hat Präsident Wickremesinghe unterdessen beschlossen, das gesamte Verfahren neu aufzurollen und eine neue Untersuchungskommission unter der Leitung eines pensionierten Richters einzusetzen, um die immer noch offene Wunde der Anschläge zu schließen. Die Untersuchungskommission soll die Aktionen und Reaktionen der Geheimdienste nach der Warnung aus Indien am Vorabend der Anschläge vom Ostersonntag 2019 untersuchen und aufklären. Nach Ansicht des Sprechers der katholischen Bischofskonferenz, Pater Cyril Gamini Fernando, "ist dies eine unnötige Verzögerung: Die Regierung sollte einfach die Empfehlungen umsetzen, die bereits von der vorherigen Untersuchungskommission ausgesprochen wurden". Fünf Jahre nach den tragischen Ereignissen von 2019 "ist die Situation immer noch dieselbe, aber die Kirche gibt nicht auf, für Gerechtigkeit zu kämpfen", sagte er.<br /> Tue, 18 Jun 2024 12:56:47 +0200VATIKAN - Neues Buch zur Figur von Kardinal Celso Costantini: "Brückenbauer” zu Chinahttps://fides.org/de/news/75112-VATIKAN_Neues_Buch_zur_Figur_von_Kardinal_Celso_Costantini_Brueckenbauer_zu_Chinahttps://fides.org/de/news/75112-VATIKAN_Neues_Buch_zur_Figur_von_Kardinal_Celso_Costantini_Brueckenbauer_zu_China<p align="center"><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/L5Tagp6R3hM?si=sqozrUaI-__eCyf2" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p><br /><br />Von Gianni Valente<br /><br />Rom - "Vor allem gegenüber den Chinesen hielt ich es für angebracht, in keiner Weise den Verdacht zu bestätigen, dass die katholische Religion unter dem Schutz und, schlimmer noch, als politisches Instrument im Dienste der europäischen Nationen steht", so der aus der norditalienischen Region Friaul stammende Kardinal Celso Costantini in seinen Memoiren zu den besonderen Merkmalen seiner Mission als Erster Apostolischer Delegat in China, die von 1922 bis 1933 dauerte. <br />In jüngster Zeit haben die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und dem Vatikan und das Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China über die Ernennung von Bischöfen das Interesse an Costantini , einem Vorreiter des Dialogs zwischen dem Vatikan und Peking, geweckt und zu neuen Studien geführt. Doch auch in den letzten Jahrzehnten, lange vor dem Abkommen zwischen China und dem Heiligen Stuhl über die Ernennung von Bischöfen, wurde die Erinnerung an diese brillante und prophetische Persönlichkeit der katholischen Kirche des 20. Jahrhunderts dank der Arbeiten und Initiativen seines Landsmannes Prälat Bruno Fabio Pighin, Professor an der Fakultät für Kirchenrecht „S. Pio X.“ in Venedig und bischöflicher Delegierter für das Heiligsprechungsverfahrens Costantinis, wachgehalten.<br />Ein neuer, von Professor Pighin herausgegebener Band trägt nun dazu bei, weniger bekannte Aspekte der facettenreichen Persönlichkeit Costantinis zu erforschen. <br />Der in italienischer Sprache erschienene Band trägt den Titel “Il Cardinale Celso Costantini e la Cina. Costruttore di un ‘ponte’ tra Oriente e Occidente” . Die von „Marcianum Press“ herausgegebene Publikation wurde von der Vereinigung "Amici del Cardinale Celso Costantini“ in Auftrag gegeben, die bereits die Dauerausstellung "Kardinal Celso Costantini und China" auf den Weg brachte, die 2023 im Diözesanmuseum für Sakrale Kunst der Diözese Pordenone eröffnet wurde.<br />Das neue Werk über Costantini wird am Donnerstag, den 20. Juni , in der Aula Magna der Päpstlichen Universität Urbaniana vorgestellt. Der Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Erzbischof Fortunatus Nwachukwu, Sekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung , werden zusammen mit Bischof Juan Ignacio Arrieta, Sekretär des Dikasteriums für Gesetzestexte, an der Präsentation teilnehmen. Der Bischof der Heimatdiözese von Kardinal Costantini, Concordia-Pordenone, Giuseppe Pellegrini, und Professor Vincenzo Buonomo, Päpstlicher Delegierter und Prorektor der Universität Urbaniana, werden Grußworte zur Eröffnung sprechen.<br /><br />Pordenone, Fiume, Peking, Rom<br />In dem großformatigen Band beleuchten die verschiedenen Kapitel, die von Akademikern und Gelehrten verfasst wurden, die vielseitigen Persönlichkeit Costantinis. Von den Jahren seiner Berufung zum Priesteramt in der Diözese Concordia-Pordenone - wo er in der während der Zeit des Ersten Weltkriegs auch Generalvikar war - bis hin zu seiner pastoralen Tätigkeit als erster Apostolischer Administrator von Fiume , wo er 1920-21 ein Blutbad verhinderte, indem er sich dem Vorhaben des Dichters Gabriele D'Annunzio und der italienischen Nationalisten widersetzte, die die unabhängige Stadt zurückerobern wollten. <br />Der Historiker Agostino Giovagnoli rekonstruiert die Rolle Costantinis als "großer Verkünder des Evangeliums" in China, während Adel Afif Nasr seinen Beitrag zum Konzil von Shanghai beschreibt. Im zweiten Teil des Werks wird an Costantini als Protagonist der sakralen Kunst erinnert. Der mit 150 Fotos und Illustrationen versehene Band stellt auch die künstlerischen Werke und die kostbaren chinesischen Textilien vor, die der Kardinal hinterlassen hat, und bietet außerdem eine wertvolle bibliografische Übersicht, die von Simon Ee Kim Chong herausgegeben wurde.<br /><br />Die "Methode Costantini " und das Abkommen über die Ernennung der Bischöfe<br />Die Veröffentlichung und die Präsentation des neuen von Pighin herausgegeben Werks in Rom, ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die dem hundertsten Jahrestag des "Primum Concilium Sinense" gewidmet sind, dem Konzil der katholischen Kirche in China, das vom 15. Mai bis 12. Juni 1924 in Shanghai stattfand und dessen Hauptleiter der damalige Apostolische Delegat Costantini war. Eine wichtige Konferenz zum 100. Jahrestag des „Concilium Sinense“, die von der Päpstlichen Universität Urbaniana in Zusammenarbeit mit der Fides und der Pastoralkommission für China organisiert wurde, fand am 21. Mai in der Aula Magna der Päpstlichen Universität statt. Zu den Rednern gehörten unter anderem der Bischof von Shanghai Joseph Shen Bin, Kardinal Pietro Parolin und Kardinal Luis Antonio Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung . <br />In der Videobotschaft an die Konferenzteilnehmer hob Papst Franziskus auch den wesentlichen Beitrag hervor, den Kardinal Costantini auf dem Konzil von Shanghai geleistet hatte, das auf Geheiß von Papst Pius XI. einberufen worden war, um die apostolische Arbeit auf chinesischem Boden neu zu beleben, das Wachstum einer einheimischen chinesischen Kirche zu fördern und zu begleiten und sich der kolonialen Mentalität zu widersetzen, die auch in die kirchlichen Praktiken eingedrungen war. „Constantini", erinnerte Papst Franziskus in dieser Videobotschaft, "betonte einfach, dass die Mission der Kirche darin besteht, zu evangelisieren und nicht zu kolonisieren". Auf dem Konzil von Shanghai hat die Gemeinschaft zwischen dem Heiligen Stuhl und der Kirche in China, auch dank der Arbeit von Celso Costantini, ihre fruchtbaren Früchte gezeigt, „Früchte des Guten für das ganze chinesische Volk". <br />Kardinal Parolin fügt im Vorwort des von „Marcianum Press“ herausgegebenen Bandes aufschlussreiche Details hinzu, die die ganze Tragweite der Prophezeiung dessen erfassen, was der Staatssekretär die „Methode Costantini" nennt.<br />Nach seinen Jahren in China war Kardinal Costantini Sekretär der Kongregation „de Propaganda Fide“ und 1953 wurde er von Pius XII. zum Kardinal ernannt. Der neue Band über Costantini erzählt auch von den geduldigen und hartnäckigen Versuchen, die er als Apostolischer Delegat unternahm, um die Entstehung von direkten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den chinesischen Behörden zu fördern, und von der systematischen Sabotage - die fast immer erfolgreich war - durch westliche Mächte, um zu verhindern, dass der Papst ohne Vermittler mit Peking verhandelt. "Dieser Weg", so Kardinal Parolin, "gab eine Richtung vor, die die Kirche heute weiterverfolgt, wie es auch mit dem 2022 bestätigten provisorischen Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China geschah. Dieses Abkommen, das bereits 2007 von Papst Benedikt angestrebt und 2018 unter dem Pontifikat von Papst Franziskus unterzeichnet wurde, betrifft die Ernennung von Bischöfen in China, in idealer Kontinuität mit den sechs ersten chinesischen Bischöfen, die 1926 in Rom von Pius XI. und Costantini selbst geweiht wurden". Heute, auch aufgrund der 2018 unterzeichneten und zweimal verlängerten Vereinbarung, "stehen alle Prälaten im Land des Konfuzius in Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri und dem universalen Bischofskollegium".<br />Der Kardinalstaatssekretär erinnert auch an die Rolle, die Costantini nach den ersten Bischofsweihen spielte, die ab 1958 ohne päpstliches Mandat in China durchgeführt wurden. In diesem für die kirchliche Gemeinschaft so schmerzlichen Moment, betont Kardinal Parolin, "riet Costantini Papst Pius XII., die chinesische Situation nicht mit europäischen Augen zu sehen, denn es handele sich nicht um ein 'Schisma'". Eine Perpektive, die konkrete Auswirkungen hatte: In der Enzyklika „Ad Apostolorum Principis“ von 1958 wurde in Bezug auf chinesische Bischöfe, die ohne Zustimmung des Papstes geweiht wurden, "nicht von 'Schisma' gesprochen". Darin bekräftigte Pius XII. vielmehr auch in der neuen politischen Situation die Pflicht der chinesischen Katholiken, ihr Heimatland zu lieben und seine Gesetze zu respektieren, die nicht im Widerspruch zum christlichen Glauben und zur Moral stehen, um die harmonische Entwicklung der gesamten Nation zu fördern. Die „Methode Costantini“, so der Kardinalstaatssekretär, sei auch „eine Quelle der Inspiration für die Gegenwart“. Eine Perspektive, die auch in dem vom Priester und Professor Bruno Fabio Pighin herausgegebenen Band "gut veranschaulicht" wird.<br />Tue, 18 Jun 2024 12:30:28 +0200AFRIKA/NIGERIA - Erneut Priester entführthttps://fides.org/de/news/75115-AFRIKA_NIGERIA_Erneut_Priester_entfuehrthttps://fides.org/de/news/75115-AFRIKA_NIGERIA_Erneut_Priester_entfuehrtAbuja - Ein weiterer Priester ist in Nigeria entführt worden. Pater Christian Ike, Pfarrer der Gemeinde St. Mathew’s in Ajalli , wurde zusammen mit einer weiteren Person am Morgen des 16. Juni entführt.<br />Dies teilte die Diözese Ekwulobia in einer Erklärung mit. "Liebe Brüder und Schwestern, bitte beten Sie für die Freilassung von Pfarrer Christian Ike und Herrn Ogbonnia Aneke, die heute Morgen gegen 9.45 Uhr entführt wurden, als sie von der Messe an einem Vorort der Pfarrei St. Matthew's in Ajalli zurückkehrten", heißt es in einer Erklärung des Kanzlers der Diözese, Pfarrer Lawrence Nwankwo, vom 16. Juni.<br />Laut der polizeilichen Rekonstruktion, die sich auf den Bericht eines Augenzeugen stützt, waren der Priester und einige andere Personen auf dem Rückweg von der St. Michael's-Kirche, wo sie den Morgengottesdienst gefeiert hatten. "Als sie an der Kreuzung nach Amagu ankamen, wurde ihr Fahrzeug von bewaffneten Männern angehalten, die mit drei Fahrzeugen kamen. Während zwei Personen entkommen konnten, nahmen die Angreifer den Priester und eine weitere Person mit und entwendeten auch einige persönliche Gegenstände der Fahrzeuginsassen".<br />Im Mai wurden in Nigeria mindestens zwei weitere Priester entführt und nach einigen Tagen wieder freigelassen wurden , während im Juni im Bundesstaat Kaduna Pfarrer Gabriel Ukeh entführt und wieder freigelassen wurde .<br />Die Diözese Ekwulobia, in der Pater Christian Ike lebt und arbeitet, wird von Kardinal Peter Ebere Okpaleke geleitet.<br /> Tue, 18 Jun 2024 11:17:49 +0200EUROPA/DEUTSCHLAND - Präsident von Missio München im Amt bestätigthttps://fides.org/de/news/75113-EUROPA_DEUTSCHLAND_Praesident_von_Missio_Muenchen_im_Amt_bestaetigthttps://fides.org/de/news/75113-EUROPA_DEUTSCHLAND_Praesident_von_Missio_Muenchen_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Propräfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung, hat am 7. Mai 2024 Monsignore Wolfgang Huber aus dem Klerus der Erzdiözese München für weitere fünf Jahre im Amt als Präsident der Päpstlichen Missionswerke in München bestätigt. <br /> <br />Tue, 18 Jun 2024 10:31:44 +0200AFRIKA/SÜDAFRIKA - Präsident Ramaphosa für zweite Amtszeit bestätigthttps://fides.org/de/news/75111-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Praesident_Ramaphosa_fuer_zweite_Amtszeit_bestaetigthttps://fides.org/de/news/75111-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Praesident_Ramaphosa_fuer_zweite_Amtszeit_bestaetigtJohannesburg – Zwar wurde Cyril Ramaphosa als Präsident Südafrikas im Amt bestätigt, doch es war die Bildung einer noch nie dagewesenen Regierungskoalition erforderlich, die sich aus den historischen Gegnern der Apartheid und der Partei, die als Ausdruck der "Weißen" gilt, zusammensetzt.<br />Dies sind die Folgen der Parlamentswahlen in Südafrika vom 29. Mai , bei denen der African National Congress zum ersten Mal seit 1994, als die ersten wirklich freien Wahlen nach dem Ende der Apartheid abgehalten wurden, seine absolute Mehrheit verlor. Die absolute Mehrheit, hatte es der Partei von Nelson Mandela ermöglicht, die ganze Zeit über alleine zu regieren. Mit 159 von 400 Sitzen ist der ANC nach wie vor die führende Partei Südafrikas, aber er musste sich Verbündete suchen, um seinen Vorsitzenden Ramaphosa wieder zum Präsidenten wählen zu lassen und dann eine Koalitionsregierung zu bilden, die als "inklusiv" bezeichnet wird. Neben dem ANC wird ihr die Democratic Alliance angehören, die bisher größte Oppositionspartei, die die Interessen der Südafrikaner europäischer Herkunft und der Finanz- und Industriekreise vertritt, sowie die Inkatha Freedom Party , eine nationalistische Zulu-Partei, und die ebenfalls konservative Patriotic Alliance .<br />Dank dieses Bündnisses wurde Ramaphosa am 15. Juni mit 283 Stimmen von der neu eingerichteten Nationalversammlung wiedergewählt. Im Gegensatz zu mehreren anderen afrikanischen Ländern wird in Südafrika das Staatsoberhaupt nicht vom Volk, sondern von der gesetzgebenden Versammlung gewählt. Um das Präsidentenamt bewarb sich auch Julius Malema, der Gründungsvorsitzende der „Economic Freedom Fighters“, einer linken Partei und ehemaliges Mitglied der ANC-Jugendliga, der 44 Stimmen erhielt. Die 58 Abgeordneten der MK , der Partei des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma, der ebenfalls aus dem ANC ausgetreten ist, nahmen nicht an der Abstimmung zur Wahl des Präsidenten teil. Sie prangerten vielmehr angebliche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen vom 29. Mai an und forderten die Unabhängige Wahlkommission auf, diese zu annullieren.<br />Dies hat zu einer starken politischen Polarisierung zwischen einer Mehrheit „der Mitte“ und einer linken Opposition geführt, die die derzeitige ANC-Führung entschieden ablehnt. Es ist kein Zufall, dass die Führer der beiden größten Oppositionsformationen, Zuma und Malema, ehemalige ANC-Mitglieder sind. Ramaphosa wird sich jedoch mit einer Opposition innerhalb seiner eigenen Partei auseinandersetzen müssen, der das Bündnis mit der DA nicht gefällt. Außerdem könnte der Boykott der parlamentarischen Arbeit durch Zumas 58 Abgeordnete zu weiteren Spannungen im Land führen. Trotz seiner Verhaftung im Jahr 2021 wegen Missachtung der Justiz genießt Zuma in seinem Wahlkreis KwaZulu-Natal nach wie vor eine gewisse Popularität, wie die Unruhen zeigen, die in dieser Provinz unmittelbar nach Bekanntgabe seiner Inhaftierung ausbrachen.<br /> Mon, 17 Jun 2024 12:47:33 +0200AFRIKA/BURKINA FASO - “Centre Pélican“: Menschliche, soziale, intellektuelle und spirituelle Bildung für Kinder und Jugendliche in Nothttps://fides.org/de/news/75110-AFRIKA_BURKINA_FASO_Centre_Pelican_Menschliche_soziale_intellektuelle_und_spirituelle_Bildung_fuer_Kinder_und_Jugendliche_in_Nothttps://fides.org/de/news/75110-AFRIKA_BURKINA_FASO_Centre_Pelican_Menschliche_soziale_intellektuelle_und_spirituelle_Bildung_fuer_Kinder_und_Jugendliche_in_NotPaspanga - "Ein Ort, an dem sie einen 'sicheren Hafen' finden können, ein Ort der Hoffnung für junge Menschen in Schwierigkeiten, die hier lernen und gleichzeitig geistliche Begleiter treffen, mit denen sie ihre Nöte teilen können", dies ist das von Pater Augustine Rotshak Gonsum, einem Priester der Afrikamissionare , geleitete Bildungshaus „Centre Pélican“ in Paspanga, einem kleinen Dorf zwischen Burkina Faso und Niger, in dem menschliche, soziale, intellektuelle und spirituelle Bildung angeboten werden soll. <br />"Die meisten unserer Schüler kommen aus armen Familien, die nirgendwo eine Schule besuchen können", so der Missionar gegenüber Fides. „Einige sind Waisenkinder, die bei ihren Verwandten leben, ohne konkrete Unterstützung. Andere haben ihre Dörfer wegen der Terroranschläge verlassen und leben bei ihren Eltern und Freunden. Es gibt auch viele, die die Schule aus verschiedenen Gründen vor Jahren abgebrochen haben. Auch junge Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden oder obdachlos sind und sich oft allein und ohne einen Erwachsenen, an den sie sich wenden können, befinden, finden in unserem Zentrum Unterstützung".<br />Doch das Bildungshaus ist nicht nur ein Ort des Lernens. "Wir sind auch ein Ort der Begegnung und der menschlichen Förderung", erklärt Pater Augustinus. „Junge Menschen verschiedener Religionen treffen sich außerhalb ihrer Gotteshäuser oder Moscheen, um gemeinsam verschiedene Themen anzugehen. Das ganze Jahr über veranstalten wir Begegnungen und Treffen, bei denen wir unter anderem über Frieden, Versöhnung, sozialen Zusammenhalt, interreligiösen Dialog, Ökologie und die Klimakrise sprechen. Es gibt auch kulturelle Tage, an denen wir über unsere Werte, Traditionen und Bräuche diskutieren. Wir sprechen auch über die Entwicklung von Fähigkeiten, Selbstvertrauen und Selbstachtung und darüber, wie man sich in unsere sich ständig verändernde Gesellschaft integrieren kann. Wir nehmen auch Kinder auf, die ihre BEPC- oder BAC- Prüfungen wiederholt nicht bestanden haben, und helfen ihnen, indem wir ihnen Unterricht nach dem nationalen Lehrplan anbieten. Wir haben eine Bibliothek mit Schulbüchern, Romanen und religiösen Büchern“.<br />"Natürlich", betont Pater Augustine, "ist das Zentrum nicht nur ein Ort des Austauschs und der menschlichen Förderung, sondern behält auch seine spirituelle Dimension. Es ist in erster Linie ein Ort der Begegnung mit Gott. Wir haben eine Kapelle, die jeden Tag geöffnet ist und in die Studenten und andere Personen von außerhalb zum Gebet eintreten können. Auch nichtkatholische Schüler können ihren Glauben frei praktizieren, indem sie freie Flächen und Räume nutzen“. „Um all diese Ziele zu erreichen", so Pater Augustinus abschließend, "folgen wir internen Regeln, die uns leiten und führen“. <br />Das „Centre Pélican“ wurde 1992 von Pater Edouard Duclos, einem Afrikamissionar, gegründet. Der Pelikan ist das Symbol der Weißen Väter. Wenn das Tier keine Nahrung mehr hat opfert es sein Blut für seine Jungen, genau wie die vielen Missionare, die als Märtyrer für das Volk Gottes gestorben sind.<br />Der Name der Gesellschaft der Afrikamissionare und der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika bringt die Berufung und das Missionsverständnis des Ordens perfekt zum Ausdruck: in Afrika und für Afrika geboren, sind sie eine Gesellschaft des apostolischen Lebens, die sich aus Priestern, geweihten Laienbrüdern und Ordensschwestern zusammensetzt, die sich in Solidarität mit den Afrikanern, aufmerksam für deren Probleme und engagiert für ihre Zukunft einsetzen.<br /> Mon, 17 Jun 2024 11:49:21 +0200ASIEN/INDIEN - Premierminister Narendra Modi trifft Papst Franziskus und lädt ihn zu einem Besuch in Indien einhttps://fides.org/de/news/75109-ASIEN_INDIEN_Premierminister_Narendra_Modi_trifft_Papst_Franziskus_und_laedt_ihn_zu_einem_Besuch_in_Indien_einhttps://fides.org/de/news/75109-ASIEN_INDIEN_Premierminister_Narendra_Modi_trifft_Papst_Franziskus_und_laedt_ihn_zu_einem_Besuch_in_Indien_einNeu Delhi - "Ich habe Papst Franziskus am Rande des G7-Gipfels getroffen. Ich bewundere sein Engagement, den Menschen zu dienen und unseren Planeten zu verbessern. Ich habe ihn auch eingeladen, Indien zu besuchen", sagte Indiens Premierminister Narendra Modi, der gerade für seine dritte Amtszeit in Folge gewählt wurde, über seine offiziellen Kommunikationskanäle. Modi war bereits 2021 im Vatikan mit Papst Franziskus zusammengetroffen, und nun hat diese erneute Begegnung, die von den Medien verewigt wurde, ein starkes Echo auch in den indischen Medien und der öffentlichen Meinung gefunden.<br />Indische Zeitungen und Fernsehsender berichteten über die Rede von Papst Franziskus auf dem G7-Gipfel und hoben hervor, wie der Papst die Staats- und Regierungschefs der Demokratien und der Industrieländer aufforderte, bei der Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenz die Menschenwürde an die erste Stelle zu setzen - ein Thema, das auch Indien herausfordert. <br />Die Reaktionen auf das erneute persönliche Treffen zwischen dem Papst und Modi waren gemischt: Vertreter der katholischen Gemeinde Indiens äußerten sich optimistisch und hofften, dass nach dem Treffen die Chancen auf einen Papstbesuch in Indien steigen würden, und hofften, dass sich das Treffen positiv auf die Beziehungen zwischen Indien und dem Heiligen Stuhl auswirken würde.<br />Wie einige Zeitungen berichteten, waren jedoch einige Hindu-Politiker der Bharatiya Janata Party , Modis Partei, nicht erfreut darüber, dass Modi dem Oberhaupt der katholischen Kirche die Hand schüttelte und den Papst sogar umarmte. In elf indischen Bundesstaaten, von denen die meisten von der BJP regiert werden, gibt es so genannte "Anti-Konversionsgesetze", Vorschriften, die die Möglichkeit einer religiösen Bekehrung einer Person einer gerichtlichen Prüfung unterziehen und die Gewissensfreiheit beeinträchtigen. Mit diesen Gesetzen soll vor allem gegen die Aktivitäten von Christen vorgegangen werden, die als "Proselytismus" gelten.<br />Andere Oppositionspolitiker erinnerten daran, dass Narendra Modi vor kurzem den religiösen Faktor instrumentalisiert hat, indem er sich religiöser Rhetorik bediente und sich den Wählern als "Gesandter Gottes" präsentierte, und stellten daher Modis Aufrichtigkeit bei dieser Umarmung des Papstes in Frage. <br />Der indische Jesuitenpater Cedric Prakash betont in diesem Zusammenhang: "Wir müssen verstehen und mit Fakten beweisen, dass dies nicht die Umarmung eines Heuchlers ist. Modi und seine Partei haben in diesen Jahren der Regierung die muslimisch-christlichen Minderheiten in Indien leiden lassen. Es muss mit konkreten politischen Maßnahmen bewiesen werden, dass die Regierung die Verfassung und die Grundsätze der Staatsbürgerschaft für Bürger aller religiösen Überzeugungen respektiert“. Außerdem, so der Jesuit weiter, "muss die mündliche Einladung an den Papst, die sicherlich sehr willkommen ist - seine Anwesenheit wäre eine Quelle des Stolzes für uns alle -, in eine echte und offizielle Einladung umgewandelt werden: Wir erwarten, dass unsere Regierung sie dem Heiligen Stuhl so bald wie möglich vorlegt, während es hieß , dass dies bereits 2021 geschehen sollte. Wenn der Papst nach Indien kommt, wird er sicherlich die Not der Armen, der Schwächsten und Leidenden, der Fischer und Bauern, der indigenen Völker hervorheben können: Seine Anwesenheit unter uns wäre ein Segen. Wir fordern Premierminister Modi daher dringend auf, jetzt konkrete und reale Schritte für die Einladung von Papst Franziskus zu unternehmen“.<br /> Mon, 17 Jun 2024 11:26:00 +0200AFRIKA/SUDAN - Fast 10 Millionen Vertriebene: Bischof von El Obeid beklagt mangelnde Dialogbereitschafthttps://fides.org/de/news/75108-AFRIKA_SUDAN_Fast_10_Millionen_Vertriebene_Bischof_von_El_Obeid_beklagt_mangelnde_Dialogbereitschafthttps://fides.org/de/news/75108-AFRIKA_SUDAN_Fast_10_Millionen_Vertriebene_Bischof_von_El_Obeid_beklagt_mangelnde_DialogbereitschaftEl Obeid – Die Schreckensnachrichten aus dem Sudan reißen nicht ab. Die Zahlen sind erschreckend: Laut „Reliefweb“ wurden seit April 2023, dem Beginn des Konflikts, 9,2 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben, davon 7,1 Millionen innerhalb des Landes und 1,9 Millionen in den Nachbarländern. Eine tragische Situation, wenn man bedenkt, dass der Sudan selbst und mehrere Nachbarländer bereits vor dieser neuen Notsituation eine große Zahl von Flüchtlingen aufgenommen hatten . <br />Der Südsudan und der Tschad, zwei Länder, die von den grenzüberschreitenden Flüchtlingen buchstäblich überflutet wurden, beherbergen 670.000 bzw. 758.000 Sudanesen und stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Die nun größtenteils zivilen Flüchtlinge benötigen Wasser, Nahrungsmittel, Unterkünfte, medizinische Versorgung und grundlegende Dinge. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat Mühe, die Neuankömmlinge zu registrieren und sie an sicherere Orte zu bringen. Nichtregierungsorganisationen sind vor Ort immer weniger aktiv, da sie gezwungen sind, das Land zu verlassen oder aus Sicherheitsgründen ihren Standort zu verlagern .<br />"Die Konfliktsituation in unserem Land", berichtet der Bischof von El-Obeid Tombe Trille Yunan gegenüber Fides, "ist immer noch sehr ernst, wir verzeichnen ständig neue Zusammenstöße in verschiedenen Gebieten des Sudan“. Der Konflikt dauert seit mehr als einem Jahr an und betrifft die beiden Anführer der beiden Konfliktparteien, General Abdel Fattah Al Burhan, Chef der Regierung und der Streitkräfte und Mohamed Hamdan Dagalo, genannt Hemedti, Chef der Miliz „Rapid Support Forces“ . "Der Krieg zwischen diesen beiden", so der Bischof weiter, "hat zur Zerstörung staatlicher und privater Einrichtungen geführt, die Menschen leiden unter Hunger, mangelnder medizinischer Versorgung und fehlenden Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern, einschließlich Wasser. Der Internetzugang ist zu einem Privileg für einige wenige geworden, und selbst für diese wenigen ist die Zugangsdauer sehr begrenzt".<br />El-Obeid ist die Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan im Sudan. <br />Bischof Tombe Trille forderte kürzlich die beiden Konfliktparteien auf, niederzuknien und zu beten, um einen ebenso sinnlosen wie grausamen Konflikt zu beenden. "Ich rufe die Verantwortlichen auf, sich zum Gebet niederzuknien", sagte der Prälat, "und auf die Stimme Gottes und die Stimme des Volkes, der Kinder und der Frauen zu hören, die nach Frieden schreien, und auch auf das Blut, das aus unserem Land fließt, von absolut unschuldigen Menschen, die im Kreuzfeuer gestorben sind.<br /><br />Appelle blieben bisher ungehört<br />"Inzwischen", so räumt der Bischof ein, "hört niemand mehr auf irgendjemanden, die Anführer setzen das Kämpfen und Töten fort und sind überzeugt, dass sie die Oberhand haben, und niemand ist bereit, einen Schritt zurückzutreten und vor allem den Dialog zu suchen. Die Kriegsparteien sprechen eher darüber, wie sie den anderen loswerden können, als über Dialog. Unsere Führer sind noch nicht zu einem Treffen bereit. Ihr Mantra lautet: 'Die andere Gruppe will die Waffen nicht niederlegen, also bleibt nur der Weg, sie auf dem Feld zu besiegen'".<br />In einem solchen Kontext sei es auch schwierig, die alltäglichen Tätigkeiten im Zusammenhang mit der eigenen pastoralen Arbeit zu verrichten. Sich in der Diözese oder darüber hinaus zu bewegen, Gemeinden zu begegnen, Messen zu feiern und die Sakramente zu spenden. "Ich bewege mich für meine pastorale Arbeit auf eigenes Risiko, manchmal durch die Wüste“ erzählt Bischof Tombe Trille, „Für eine Strecke von nur zwei Stunden brauche ich jetzt zwei Wochen oder mindestens zehn Tage". "Trotzdem", fügt er hinzu, "führe ich die Mission weiter aus, auch wenn alles zur Vorsicht mahnt. Aber die Lage ist so ernst, dass es nirgendwo sicher ist, nicht einmal in dem Zimmer, in dem ich wohne. Deshalb ist es besser, dass ich meine Mission fortsetze, ich bin gerade aus dem Südsudan, aus dem Grenzgebiet, für die Weihe eines Diakons zurückgekommen. Wir bitten die Mitglieder unserer Gemeinschaften immer, sich gegenseitig zu trösten, im Gebet, in der Mission und in der Spendung der Sakramente nicht nachzulassen, auch wenn einige Pfarreien ohne unsere Dienste sind, weil sie evakuiert worden sind. Vor allem die Katecheten halten die Gemeinschaften in diesen schwierigen Zeiten zusammen".<br /> Mon, 17 Jun 2024 09:18:59 +0200ASIEN/MALAYSIA - Kardinal Francis: “In einem ‘asiatischen Mikrokosmos’ erleben wir das Zusammenwirken der Unterschiede”https://fides.org/de/news/75098-ASIEN_MALAYSIA_Kardinal_Francis_In_einem_asiatischen_Mikrokosmos_erleben_wir_das_Zusammenwirken_der_Unterschiedehttps://fides.org/de/news/75098-ASIEN_MALAYSIA_Kardinal_Francis_In_einem_asiatischen_Mikrokosmos_erleben_wir_das_Zusammenwirken_der_UnterschiedePenang - "Es ist der Pluralismus der Kulturen und ethnischen Gruppen, der Malaysia zu einem 'Miniatur-Asien' macht. Die Koexistenz verschiedener Komponenten ermöglicht es der katholischen Gemeinschaft, das Zusammenwirken der Unterschiede zu erleben, das sich in der Vielfalt abspielt", so Kardinal Sebastian Francis, Bischof von Penang, zum Profil der katholischen Gemeinschaft in einem Land, Malaysia, dessen Bevölkerung durch eine breite Koexistenz in Bezug auf Kulturen, ethnische Gruppen, Religionen, Traditionen gekennzeichnet ist: "Obwohl die ethnischen Malaien und die islamische Religion als 'national' gelten, und obwohl die Malaien als 'Kinder der Erde' bezeichnet und als 'besonders' angesehen werden, glaube ich, dass es genug Vielfalt gibt, um die Nation einigermaßen gesund zu erhalten", fährt der Kardinal fort. "Die Malaien sind geschützt und sind nur Muslime, wie es in der Verfassung verankert ist. Aber eine demokratische Nation wie die unsere kann sich heute nicht dafür entscheiden, völlig monokulturell oder monoreligiös zu sein. Unser Land ist von einem interessanten Pluralismus geprägt, der es zu einem wahrhaft asiatischen Land macht, zu einem Mikrokosmos, in dem man die konstituierende Dimension Asiens erleben kann", so der Kardinal. Neben den Malaien sind die Chinesen und die Inder wichtige Bestandteile der Gesellschaft, während die indigenen nicht-malaysischen Gemeinschaften etwa 10 % der Bevölkerung ausmachen.<br />"Wir sprechen Bahasa, die gleiche Sprache wie Indonesien, aber wir lernen Englisch, weil wir bis Mitte des letzten Jahrhunderts ein britisches Protektorat waren. Es gibt überall eine große kulturelle Vielfalt. In gewisser Weise ist es schön, dass Malaysia all diese Komponenten hat, die auch in der katholischen Kirche zu finden sind, natürlich mit Ausnahme der Malaien , aber einschließlich der indigenen Malaysier", erklärt er.<br />Natürlich", fährt er fort, "ist die Tatsache, dass ein Malaie zwangsweise Muslim ist und die Religion nicht wechseln kann, etwas Einzigartiges: Es ist ein Überbleibsel des britischen Kolonialismus und wurde sanktioniert, als die Nation bereits die Unabhängigkeit erlangt hatte. Die Idee war, das kulturelle und religiöse Erbe der Vorfahren zu bewahren und es vor jeglicher Veränderung oder anderer Macht zu schützen. Heute ist jedoch festzustellen, dass die indische Bevölkerung - wie die, von der ich abstamme - und der chinesische Anteil ebenfalls von Vorfahren abstammen, die vor Jahrhunderten hierher kamen. Heute sind wir vollwertige Bürger, wir sind seit Jahrhunderten hier verwurzelt, wir sind und fühlen uns voll und ganz als Malaysier".<br />In unserem Land, so der Kardinal, "stehen wir vor den gleichen Herausforderungen, den gleichen Problemen wie in anderen Nationen, in denen es mehr Sprachen, mehr Kulturen und mehr Religionen gibt. Ein schöner Ausdruck besagt, dass die Kirche aus Unterschieden besteht, sie ist das Zusammenwirken der Unterschiede: Wir sehen, dass darin ein Reichtum liegt, denn unsere Gemeinschaften sind nicht durch ethnische Zugehörigkeit oder Sprache getrennt, sondern sie sind vereint, sie leben Gemeinschaft zwischen verschiedenen Komponenten, sie sind gut miteinander integriert, wie die Bibel sagt, in einem Leib, einem Geist, einem Herrn, einem Glauben, einer Kirche. Die Synodalität ist für uns ein gewöhnlicher Weg, eine alltägliche Tatsache. Und jeder hat die Gewohnheit und die Veranlagung, mit Menschen anderer kultureller oder religiöser Herkunft in Dialog zu treten", stellt er fest.<br />In der katholischen Liturgie wird die Landessprache verwendet, obwohl es vier offizielle Sprachen gibt: Bahasa Malay, Englisch, Chinesisch und indisches Tamil.<br />Darüber hinaus gibt es in Malaysia, einem ohnehin schon vielfältigen Land, ein weiteres wichtiges Phänomen, das den Schmelztiegel noch größer werden lässt: "Obwohl wir kein so großes Land sind, haben wir viele Zuwanderer, die aus Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Bangladesch kommen. Einige bringen natürlich auch christliche Traditionen mit . Hier können wir sagen, dass wir in der Fülle einer anderen Dimension leben, nämlich der des Willkommens und der Geschwisterlichkeit: Alle sind willkommen, in allen Kirchen im Geiste der Enzyklika ‚Fratelli tutti', in der wir eine besondere Harmonie finden".<br />Was die kirchliche Dimension betrifft, so stellt der Kardinal fest, dass "wir im Bereich der Berufungen zum Priestertum und zum gottgeweihten Leben Gott sei Dank über die notwendigen Ressourcen für das pastorale Leben verfügen, während in den Ordensgemeinschaften der Missionare, die vor allem aus Frankreich, Irland und Italien kommen, ein gewisser Rückgang der Berufungen zu verzeichnen ist. Durch Gottes Gnade verfügen die lokalen Kongregationen, die vor Ort entstanden sind, über Berufungen, um hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, und wir sehen dies bereits in den Priesterseminaren, wo es nicht sehr viele Studierende gibt, aber der Herr lässt die Arbeiter in seinem Weinberg nicht fehlen, die Zahl ist ausreichend". <br />Wichtig ist auch die Zunahme der missionarischen Berufungen von Laien, sowohl von Männern als auch von Frauen: "Wir haben der Glaubensbildung und der Verkündigung des Wortes von Beginn des Lebens unserer Kirche an große Bedeutung beigemessen. Wir kümmern uns um das christliche Leben der Laien, und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben wir den Schwerpunkt auf die Ausbildung der Laien gelegt, insbesondere durch Schulungen oder Fortbildungsveranstaltungen in den Pfarreien". <br />Unterdessen gab es im Land einen politischen Wandel: "Unser Einfluss im Bereich der Bildung hat enorm abgenommen, weil die Regierung die Kontrolle über die Bildung in den öffentlichen Schulen, sowohl den staatlichen als auch den privaten, übernommen hat. Wenn wir im Bildungsbereich präsent sein wollen, müssen wir als private Akteure auftreten, aber die Regierung kontrolliert auch das private Bildungswesen, entscheidet über die Lehrpläne und zahlt den Lehrern ihr Gehalt. Wir sind also Eigentümer der Immobilien und des Grund und Bodens, auf dem die Schulen gebaut werden, aber es ist die Regierung, die das Schulleben tatsächlich kontrolliert. Technisch gesehen gehört uns also zwar das Gebäude, aber nicht das System. Wir leisten einen Beitrag, ohne jedoch dem Bildungssystem eine konkrete Gestalt geben zu können".<br /> „Dies", erklärt er, "ist der politische Rahmen seit der Unabhängigkeit , und die Kirche hat ihre Dimension in dieser Situation gefunden. Heute gibt es in Malaysia ein sehr hohes Maß an Bildungsnieveau. Es gibt ein breites Bildungsangebot, sowohl in den staatlichen Schulen als auch in den privaten Schulen, aber letztere sind teuer. Und auch das Gesundheitssystem ist von der Regierung sehr gut organisiert und effizient. Vor diesem Hintergrund hat die Kirche ihren sozialen Auftrag neu ausgerichtet, denn angesichts der hervorragenden Arbeit des Staates brauchen wir uns in diesen Bereichen nicht zu engagieren. Wir haben unsere Ressourcen und Energien zum Beispiel in den Bereich der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung verlagert: Wir arbeiten vor allem mit Migranten und Flüchtlingen oder in Situationen von Armut und Not, oft auch in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen, für die soziale Entwicklung".<br />"Natürlich", fährt der Kardinal fort, "pflegen und leben wir den Glauben und die Sakramente in den Pfarrgemeinden, die die Grundlage für das Leben der Kirche sind, ich würde sagen, das Herz. Die Menschen sind nach wie vor sehr präsent und nehmen am Gemeindeleben und an den Sakramenten teil: Unsere Kirchen sind normalerweise voll. Ich kann sagen, dass es in der Nation auf allen Ebenen ein religiöses Erwachen gibt, für das Christentum, aber auch für den Islam und andere Religionen. Die Religion ist immer noch ein zentrales Element im Leben der Menschen, selbst in einem Land, das sich schnell modernisiert hat. Diese Dimension schafft Raum für die Verkündigung und den Auftrag der Kirche: Unsere Verkündigung besteht darin, die Freude des Evangeliums weiterzugeben, insbesondere die Dimension Christi, die den Menschen Hoffnung gibt. Es ist eine Botschaft, die das Herz des Menschen erreicht, der immer auf der Suche nach Glück ist".<br />Die Mission der malaysischen Kirche umschreibt der Kardinal mit drei Worte: "Freude, Barmherzigkeit und Hoffnung, wie der Papst in ‚Evangelii gaudium‘ sagt. Das ist die Richtung, die wir in den letzten zehn Jahren eingeschlagen haben. Wir bereiten uns geistig und mit großer Erwartung auf das Gnadenereignis des Heiligen Jahres vor: Zu diesem Anlass wollen wir eine nationale Versammlung der Gläubigen aus den neun Diözesen der malaysischen Halbinsel und Borneo, den beiden größten Teilen des Landes, durchführen. Bischöfe, Priester, Ordensleute, Katecheten, Gläubige: es wird ein historisches Treffen sein, bei dem wir Hoffnung finden werden, denn der Titel dieses Heiligen Jahres passt perfekt zu unserem Pastoralplan. Um die Richtung für die Kirche in Malaysia zu bestimmen, werden wir uns mit den Themen Kirche, Gesellschaft, Familie und ganzheitliche Ökologie befassen".<br />Abschließend betont Kardinal Francis, dass er auch "die Verbindung mit der Föderation der asiatischen Bischofskonferenzen gestärkt hat und natürlich immer intensiv die Beziehung der Gemeinschaft mit der Weltkirche und dem Heiligen Stuhl fördern will, in der Gewissheit, dass der Heilige Geist uns auf unserem Weg als kleine vielfältige, offene, dialogfähige und gastfreundliche Gemeinschaft leitet".<br /> <br /><br /><br />Sat, 15 Jun 2024 10:24:12 +0200AFRIKA - Auch Seoul umwirbt afrikanische Länder auf der Suche nach strategischen Mineralien, neuen Märkten und UN-Unterstützunghttps://fides.org/de/news/75091-AFRIKA_Auch_Seoul_umwirbt_afrikanische_Laender_auf_der_Suche_nach_strategischen_Mineralien_neuen_Maerkten_und_UN_Unterstuetzunghttps://fides.org/de/news/75091-AFRIKA_Auch_Seoul_umwirbt_afrikanische_Laender_auf_der_Suche_nach_strategischen_Mineralien_neuen_Maerkten_und_UN_UnterstuetzungSeoul - "Gemeinsames Wachstum, Nachhaltigkeit und Solidarität". Dies sind die drei "Säulen" der Zusammenarbeit zwischen afrikanischen Ländern und Südkorea, wie es in der gemeinsamen Erklärung heißt, die zum Abschluss des Gipfeltreffens zwischen Afrika und Südkorea, das am 5. Juni in Seoul zu Ende ging, veröffentlicht wurde.<br />Südkorea fügt sich damit ein in die Reihe der verschiedenen nicht-afrikanischen Länder oder kontinentalen Institutionen , das afrikanische Staats- und Regierungschefs zu einem gemeinsamen Gipfel einlädt.<br />Seouls Interesse an Afrika konzentriert sich auf drei Themen: den Zugang zu strategischen Rohstoffen, die Schaffung neuer Märkte für seine Produkte und die politische Unterstützung in UN-Gremien, insbesondere im Hinblick auf Pjöngjang.<br />Die afrikanischen Länder ihrerseits sehen in diesem neuen "Wettlauf um Afrika" der großen und mittelgroßen Mächte die Chance, sich von einer alten postkolonialen Logik zu befreien und bessere Bedingungen im Austausch für ihre Rohstoffe oder ihre politische und strategische Unterstützung aushandeln zu können .<br />Am Gipfeltreffen in Seoul nahmen 48 afrikanische Länder sowie Vertreter der Afrikanischen Union und der Afrikanischen Entwicklungsbank teil.<br />Südkorea hat zugesagt, seine Entwicklungshilfe für Afrika bis 2030 auf 10 Mrd. USD zu verdoppeln und 14 Mrd. USD an Exportfinanzierung bereitzustellen, um koreanischen Unternehmen zu helfen, ihren Handel und ihre Investitionen auf dem Kontinent zu steigern. Seoul unterstützt auch die Initiative zur Schaffung eines einheitlichen afrikanischen Marktes, wie sie in den Vereinbarungen zur Errichtung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone vorgesehen ist. In diesem Zusammenhang erklärt sich Südkorea bereit, bei der Schaffung von Zollverfahren zur Erleichterung des innerafrikanischen Handels zu helfen. Die koreanische Regierung beabsichtigt außerdem, die Rolle einheimischer Unternehmen beim Bau "traditioneller" Infrastrukturen und innovativer Infrastrukturen zu verstärken, womit sie nicht nur in direktem Wettbewerb mit China, sondern auch mit einer mittelgroßen Macht wie der Türkei steht. Nach Angaben Seouls können bei der Digitalisierung der Verwaltungen afrikanischer Staaten die in Südkorea bereits bestehenden Programme genutzt werden. Darüber hinaus engagiert sich das asiatische Land im Rahmen des Programms "Tech4Africa Initiative" für die "Verbesserung der digitalen Fähigkeiten junger Menschen in Afrika" durch Schulungen und Stipendien. Dabei handelt es sich um Soft-Power-Maßnahmen, die darauf abzielen, mittel- bis langfristig Verbindungen zu künftigen afrikanischen Führungskräften in Politik und Wirtschaft herzustellen. Darüber hinaus versucht Südkorea, durch die Unterstützung der industriellen Infrastruktur und der digitalen Transformation einen großen und schnell wachsenden Markt zu erschließen, der 1,4 Milliarden Menschen umfasst, von denen die meisten unter 25 Jahre alt sind.<br />Gegenwärtig hat jedoch der Zugang zu den Bodenschätzen Afrikas, die von allen Weltmächten umstritten sind, Priorität. Während des Gipfels wurde der „Korea-Afrika-Dialog über kritische Mineralien“ ins Leben gerufen, der als wichtige institutionelle Grundlage für die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Korea und Afrika dienen wird. "Wir haben die gemeinsame Vision, die Zusammenarbeit zu verstärken, um eine stabile Versorgung mit kritischen Mineralien zu gewährleisten und die technologische Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien zu gegenseitig vereinbarten Bedingungen zu fördern", heißt es in der gemeinsamen Erklärung, die den Weg für eine Zusammenarbeit ebnet, die über die bloße Gewinnung von Mineralien hinausgeht, um in Afrika eine Mineralverarbeitungskette für fortschrittlichere Volkswirtschaften zu schaffen.<br />Auf der politischen Seite ist die Verpflichtung Seouls, "zu Frieden und Sicherheit in Afrika beizutragen, unter anderem durch die Verbesserung und Ausweitung von Kooperationsprojekten in den Bereichen Verteidigung, Verteidigungsindustrie und öffentliche Sicherheit zwischen Korea und Afrika", nicht zu unterschätzen. Der Verweis auf die Verteidigungsindustrie ist interessant, wenn man bedenkt, dass Südkorea laut dem jüngsten SIPRI-Bericht auf der Liste der waffenexportierenden Staaten an zehnter Stelle steht.<br />Schließlich hat Seoul ein geopolitisches Interesse daran, sich in den UN-Gremien bei einem Block von 54 Staaten, der drei rotierende Sitze im UN-Sicherheitsrat innehat, Stimmen zu sichern. Nicht zufällig heißt es in Ziffer 21 der gemeinsamen Erklärung: "Wir bekräftigen unser Engagement für die vollständige Umsetzung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und betonen die Bedeutung der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft um eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel".<br /> Sat, 15 Jun 2024 09:06:52 +0200AFRIKA/KAPVERDEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/75107-AFRIKA_KAPVERDEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/75107-AFRIKA_KAPVERDEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt - Kardinal Luis Antonio G.Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung hat am 3. Juni 2024, Pfarrer Angelo Florentino Fernandes Rodrigues aus dem Klerus der Diözese Santiago für fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in den Kapverden ernannt.<br />Nach seiner Priesterweihe am 3. Juli 2022 war er Pfarrvikar in der Pfarrei „Ilha de Fogo“ in São Filipe, und ab September 2023 bis heute ist er dort Gemeindepfarrer. Seit 2023 ist er auch Mitglied des Wirtschaftsrates der Diözese.<br />Sein Theologiestudium absolvierte er am Alberoni-Kolleg in Piacenza. Er besitzt eine Lizenz in Wirtschaft und Management im Bereich Entwicklungsprojekte und -zusammenarbeit, die er 2013 an der „Jaean Piaget“ in Praia erworben hat.<br /> <br /><br />Fri, 14 Jun 2024 13:29:53 +0200