Fides News - German (Standard)https://fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/NAMIBIA - Apostolischer Vikar von Rundu ernannthttps://fides.org/de/news/77669-AFRIKA_NAMIBIA_Apostolischer_Vikar_von_Rundu_ernannthttps://fides.org/de/news/77669-AFRIKA_NAMIBIA_Apostolischer_Vikar_von_Rundu_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Apostolischen Administrator des Vikariats, Pater Linus Ngenomesho , zum Apostolischen Vikar des Apostolischen Vkariats Rundu ernannt.<br />Bischof Linus Ngenomesho wurde am 22. August 1969 in Omatando im Erzbistum Windhoek geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am „St. Joseph’s Oblates Scholasticat“ in Cedera in Südafrika. Am 26. Januar 2002 wurde er zum Priester der Kongregation der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne: Pfarrvikar in Gobabis und stellvertretender Novizenmeister im OMI-Ausbildungshaus in Dabra ; Provinzialrat der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria der Provinz Namibia ; Direktor des OMI-Ausbildungshauses und Pfarrer von St. Bonifatius in Windhoek ; Dekan des Dekanats Windhoek ; Mitglied des Konsultorenkollegiums der Erzdiözese Windhoek ; Pfarrer der Gemeinde „St. Peter Claver“ in Ukahandja ; Provinzialoberer der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria der Provinz Namibia und Präsident der OMI-Region für Afrika und Madagaskar . Generalsekretär der Bischofskonferenz von Namibia ; seit 2020 Apostolischer Administrator des Apostolischen Vikariats Rundu.<br /> Mon, 11 May 2026 13:23:08 +0200AFRIKA/TSCHAD - Zivilisten sterben bei Angriffen der Luftwaffe auf Dschihadistenhttps://fides.org/de/news/77668-AFRIKA_TSCHAD_Zivilisten_sterben_bei_Angriffen_der_Luftwaffe_auf_Dschihadistenhttps://fides.org/de/news/77668-AFRIKA_TSCHAD_Zivilisten_sterben_bei_Angriffen_der_Luftwaffe_auf_DschihadistenN’Djamena – Flugzeuge der tschadischen Streitkräfte haben nigerianische Dschihadisten der Boko-Haram am Ufer des Tschadsees angegriffen, wobei es zivile Opfer gab.<br />Lokalen Quellen zufolge wurden bei den Bombenangriffen mehrere Dutzend Fischer getötet, die – mit der Erlaubnis der Dschihadisten – weiterhin ihre Netze im See auswarfen, der an Tschad, Niger und Nigeria grenzt. Mindestens 40 Fischer werden vermisst.<br />Die Luftangriffe, die seit dem 8. Mai andauern, sind eine Reaktion auf einen Angriff der Dschihadisten auf tschadische Soldaten am 4. Mai, bei dem 23 Soldaten getötet wurden. Am 6. Mai starben bei einem weiteren Gefecht am Ufer des Tschadsees mindestens 27 Menschen, darunter 11 Soldaten und 16 Dschihadisten.<br />Neben der Präsenz von Dschihadisten rührt die Instabilität in der Tschadseeregion von Konflikten zwischen Bauern und Hirten her, die weite Gebiete im Süden, Zentrum und Osten des Landes betreffen. Insbesondere Mitglieder der Zaghawa-Volksgruppen werden beschuldigt, das Vieh der lokalen Bevölkerung in der Seeregion zu plündern, wobei sie angebliche von hochrangigen Armeeangehörigen geschützt werden. Die Angriffe auf tschadische Soldaten werden mutmaßlich nicht nur von Dschihadisten, sondern auch von lokalen Hirten verübt, deren Vieh gestohlen wurde. <br />Schätzungen von Analysten zufolge haben Konflikte zwischen Bauern und Hirten zwischen 2021 und 2024 über tausend Tote und etwa zweitausend Verletzte gefordert. <br />Am Ende des Regina Caeli-Gebets hat Papst Leo XIV. an diesem Sonntag an die Unsicherheit in mehreren Sahelstaaten erinnert. „Mit Besorgnis habe ich die Nachrichten über die zunehmende Gewalt in der Sahelzone zur Kenntnis genommen, insbesondere im Tschad und in Mali, die von den kürzlich erfolgten Terroranschlägen betroffen sind. Ich versichere den Opfern mein Gebet zu und bin in Gedanken bei all jenen, die leiden. Ich ersehne das Ende jeder Form von Gewalt und unterstütze alle Bemühungen um Frieden und Entwicklung in diesem geschätzten Land“, so der Papst wörtlich.<br /> Mon, 11 May 2026 13:16:10 +0200Am Vorabend des Muttertags: Chinesisch katholische Gemeinden feiern “unsere liebe Frau von China”https://fides.org/de/news/77667-Am_Vorabend_des_Muttertags_Chinesisch_katholische_Gemeinden_feiern_unsere_liebe_Frau_von_Chinahttps://fides.org/de/news/77667-Am_Vorabend_des_Muttertags_Chinesisch_katholische_Gemeinden_feiern_unsere_liebe_Frau_von_ChinaPeking – Jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai – dem Tag vor dem Muttertag im Marienmonat – feiert die Kirche in China ein besonderes Fest zu Ehren der „Himmlischen Mutter Chinas“.<br />Dieses Fest erinnert an die Entscheidung, China Unserer Lieben Frau von Donglv zu weihen, ein Gelübde, das die Bischöfe des Ersten Chinesischen Konzils 1924 in Shanghai einstimmig ablegten.<br />Die Einführung des Festes war ein bedeutsames Zeichen der Marienverehrung, die viele chinesische Katholiken prägt. Am 8. Dezember 1941 entsprach Papst Pius XII. dem Wunsch der chinesischen Bischöfe und führte das große Fest zu Ehren der „Königin von China“ offiziell ein. Die Bischöfe daraufhin die Gottesmutter von Donglv im Marienheiligtum der Provinz Hebei zur „Unserer lieben Frau von China und Himmlischen Königin des chinesischen Volkes“.<br />In den letzten Jahrzehnten hat sich die Marienverehrung der chinesischen Katholiken trotz wechselvoller Zeiten weitere Ausdrucksformen gezeigt, und die Feierlichkeiten zu Ehren Marias, der Königin von China, sind heute mit dem Muttertag verbunden. Es entstanden weibliche Ordensgemeinschaften, die der Himmlischen Mutter gewidmet sind, wie beispielsweise die Kongregation der Missionarinnen der Himmlischen Mutter der Diözese Yanggu in Shandong. Sie wurde 1940, während des Krieges, von dem ersten chinesischen Kardinal, Thomas Tien Ken-sin, der aus der Provinz Shandong stammt, gegründet.<br />Jedes Jahr am Fest der Schutzpatronin nehmen die Generaloberin und die Ordensfrauen an der eucharistischen Anbetung, dem gemeinsamen Rosenkranzgebet und dem Barmherzigkeitsrosenkranz sowie einer Marienprozession teil.<br />Am 9. Mai trafen sich die Rosenkranzgruppen der Pfarrei Nanxi in der Diözese Wenzhou im Anschluss an den feierlichen Dankgottesdienst zu Ehren Unserer Lieben Frau von China zu einem Glaubenskurs zur Figur der Gottesmutter. Der Gemeindepfarrer, ein Einheimischer, konnte die Geschichte der Marienverehrung im lokalen Dialekt auch den Älteren verständlich erklären und hob Maria als Vorbild und Trost für alle Mütter in ihrer wichtigen Aufgabe hervor, ihre Kinder auf ihrem Glaubensweg zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Berufung zu entdecken. „Es gibt kein wirksameres Gebet als den Rosenkranz“, sagte der Pfarrer und schloss das Treffen mit dem gemeinsamen Gebet zu Ehren Unserer Lieben Frau von China ab.<br />In den Pfarreien der Provinz Jiangxi erhielten am Muttertag, dem 10. Mai, viele Mütter Geschenke und Blumensträuße. Priester und Laien besuchten die Mütter in den Krankenhäusern.<br />Auch im Bistum Peking feierte jede Pfarrei neben der feierlichen Eucharistiefeier den Muttertag mit der Verteilung von Geschenken als Zeichen der Dankbarkeit. In der Erlöserkathedrale erhielt jede Mutter ein kleines Säckchen mit einer Pflanze und einer Grußkarte, während in der Kirche des Bistumsseminars Porzellangeschirr verschenkt wurde.<br />Mon, 11 May 2026 13:05:43 +0200ASIEN/INDONESIEN - Nach siebzehn Jahren kehren Kamillianer nach Bolawolon zurück: „Wo alles begann“https://fides.org/de/news/77666-ASIEN_INDONESIEN_Nach_siebzehn_Jahren_kehren_Kamillianer_nach_Bolawolon_zurueck_Wo_alles_begannhttps://fides.org/de/news/77666-ASIEN_INDONESIEN_Nach_siebzehn_Jahren_kehren_Kamillianer_nach_Bolawolon_zurueck_Wo_alles_begannKupang – Der 3. Mai 2026 wird für die Kamillianer Indonesiens und die Pfarrgemeinde Bolawolon auf der Insel Flores ein historisches und bedeutsames Datum bleiben. In einer feierlichen Zeremonie wurde Pater Andrea Yobe offiziell als erster Pfarrer des Kamillianer-Ordens in der Gemeinde Bolawolon in sein Amt eingeführt. Damit begann ein neues Kapitel für die Kamillianer-Missionare in der Diözese Maumere.<br /><br />Diesen berichtet Pater Luigi Galvani gegenüber Fides, der selbst jahrelang auf der Insel Flores lebte und arbeitete, und heute im „St. Camillus Social Center“ in Kupang in West-Timor tätig ist.<br /><br />„Für viele hatte diese Rückkehr der Kamillianer nach Bolawolon den Charakter einer ‚Rückkehr nach Emmaus‘. Vor 17 Jahren begannen die Kamillianer, mich eingeschlossen, in dieser Pfarrei ihre Tätigkeit in Indonesien, nachdem sie von den Philippinen gekommen waren“, bemerkt er. „Hier unternahmen sie ihre ersten Schritte und konzentrierten sich vor allem auf die Berufungsförderung und verschiedene soziale Wohlfahrtsaktivitäten.“<br /><br />„Wenn man heute auf ihren Weg in Indonesien zurückblickt, kann man wahrlich von einer von der göttlichen Vorsehung gesegneten Geschichte sprechen. In nur siebzehn Jahren ist die Präsenz der Kamillianer in Indonesien mit positiver und vorausschauender Entwicklung gewachsen, die heute konkrete und vielversprechende Früchte trägt“, so Pater Galvani. „Derzeit zählt die Delegation der Kamillianer 24 junge Priester, 6 Diakone, 25 Theologiestudierende, 8 Novizen und mehr als 40 Seminaristen im Philosophiestudium, die sich auf vier Priesterseminare verteilen. Diese Zahlen zeugen nicht nur vom institutionellen Wachstum, sondern vor allem vom Mut so vieler junger Menschen, die sich entschieden haben, ihr Leben im Geiste des heiligen Kamillus von Lellis dem Dienst an Gott und den Kranken zu widmen“.<br /><br />Neben der religiösen Ausbildung haben die Kamillianer auch bedeutende soziale und seelsorgerische Initiativen auf den Weg gebracht. „Die beiden Gemeindezentren in Maumere und Kupang sind mittlerweile zu wichtigen Anlaufstellen für Treffen, Seminare und Bildungsprogramme geworden, die sich insbesondere an junge Menschen richten. Hinzu kommt ein positiver missionarischer Impuls, der das Wachstum der Mission der Kamillianer in Indonesien bezeugt. Zwei junge Missionare wurden bereits nach Taiwan und zwei weitere nach Australien entsandt – ein Zeichen für eine junge Gemeinschaft, die sich nicht nur um sich selbst kümmert, sondern auch den Wunsch verspürt, die empfangene Gabe über ihre Grenzen hinaus weiterzugeben. Derselbe Geist prägt auch das Engagement für die Berufungsförderung in Pakistan und Osttimor“, heißt es in dem Bericht.<br /><br />Die neue Aufgabe, die den Kamillianern in der Pfarrei Bolawolon anvertraut wurde, gewinnt im Kontext der Diözese Maumere, einer lebendigen Kirche mit vielen Berufungen, noch an Bedeutung. Die Diözese umfasst 42 Pfarreien und 61 Diözesanpriester sowie 60 Ordensinstitute, davon 17 für Männer und 43 für Frauen. Sie ist eine dynamische, missionsorientierte Kirche, die tief im Glauben der Bevölkerung der Insel Flores verwurzelt ist.<br /><br />„Die Amtseinführung von Pater Andrea“, so Pater Galvani abschließend, „ist nicht bloß eine Ernennung durch die Gemeinde, sondern ein Symbol für eine wachsende Mission und einen hoffnungsvollen Traum. Die Kamillianer kehren nicht als Fremde nach Bolawolon zurück, sondern als Söhne und Töchter, die die Heimat wiederentdecken, wo alles begann. Von hier aus setzen sie ihre Missionsreise fort, blicken mit neuem Enthusiasmus in die Zukunft und sind bestrebt, im Dienst an der Kirche, den Armen und Kranken zu wachsen. Alles Weitere vertrauen sie wie immer Gott an, der in all den Jahren still jeden Schritt ihrer Mission geleitet hat.“<br /> <br />Mon, 11 May 2026 12:46:01 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischof von Wukari: “Seit September über 98.000 Vertriebene, 217 zerstörte Kirchen und über 100 Tote“https://fides.org/de/news/77665-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_von_Wukari_Seit_September_ueber_98_000_Vertriebene_217_zerstoerte_Kirchen_und_ueber_100_Totehttps://fides.org/de/news/77665-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_von_Wukari_Seit_September_ueber_98_000_Vertriebene_217_zerstoerte_Kirchen_und_ueber_100_ToteAbuja – „Seit September wurden über 98.000 Menschen, darunter 16 Priester, aufgrund der anhaltenden Gewalt im südlichen Teil des Bundesstaates Taraba vertrieben, während 217 Kirchen vollständig zerstört wurden“, berichtet Bischof Mark Maigida Nzukwein von Wukari in einer Erklärung, die im Anschluss an die dritte Generalversammlung der Diözese veröffentlicht wurde. „Auch die Wohnungen von acht Priestern wurden verwüstet, und Schätzungen zufolge wurden über 100 Menschen getötet“, heißt es in der Erklärung. Zu den zuletzt angegriffenen Kirchen gehört die „Saint James the Great Catholic Church“ in Adu im Distrikt Takum . Ein Brand beschädigte am 4. März die Marienkathedrale in Wukari schwer . <br />Die Gewalt betrifft vor allem Gebiete wie den Distrikt Chanchanji in im Verwaltungsbezirk Takum sowie die Bezirke Ussa und Donga.<br />Diese Angriffe auf ländliche Gemeinden werden höchstwahrscheinlich von Banden Hirten aus dem Volk der Fulani verübt, die vorwiegend christliche oft von der Volkgsgruppe der Tiv bewohnte Dörfer ins Visier nehmen. Nachdem sie Häuser, Kirchen und andere Gebäude zerstört haben, besetzen die Angreifer oft illegal das Land der geflohenen Bewohner. Die Überfälle der Hirten verschärfen den jahrhundertealten Landkonflikt zwischen den Tiv und den Jukun .<br />Am 12. Februar dieses Jahres demonstrierten Geistliche der Diözesen Wukari und Jalingo und forderten ein sofortiges Eingreifen der Regierung, um die Welle von Morden, Entführungen und Zerstörungen zu stoppen, die christliche landwirtschaftliche Gemeinden, insbesondere die Tiv-Bevölkerung im südlichen Taraba, betrifft . Am Rande der Demonstration berichtete die Diözese Wukari: „Bislang wurden mehr als 80 Menschen getötet, viele weitere verletzt, über 200 Gemeinden und Kirchen zerstört und über 90.000 Christen zur Flucht gezwungen.“ <br />Knapp drei Monate später sind diese Zahlen trotz dringender Appelle an die Behörden, die Sicherheit der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen, weiter gestiegen.<br /> <br />Mon, 11 May 2026 11:31:17 +0200ASIEN/INDIEN - Neue Föderation der Kirchen in Indien will “die drängendsten Probleme des Landes angehen”https://fides.org/de/news/77664-ASIEN_INDIEN_Neue_Foederation_der_Kirchen_in_Indien_will_die_draengendsten_Probleme_des_Landes_angehenhttps://fides.org/de/news/77664-ASIEN_INDIEN_Neue_Foederation_der_Kirchen_in_Indien_will_die_draengendsten_Probleme_des_Landes_angehenBangalore – Die Föderation der Kirchen in Indien ist der neue nationale ökumenische Dachverband christlicher Kirchen aller Konfessionen in Indien. Sie wurde am 8. Mai im Rahmen des vierten nationalen ökumenischen Treffens von Bischöfen und christlichen Führungskräften in Bangalore gegründet. „Sie ist eine Plattform, die den ökumenischen Dialog stärken wird, indem sie die drängendsten Probleme des Landes angeht und als geeinte Front die Anliegen der christlichen Gemeinschaft in Indien im aktuellen Kontext berücksichtigt“, erklärt Pater Anthoniraj Thumma, Sekretär für Ökumene in der Katholischen Bischofskonferenz und Koordinator des ökumenischen Treffens der indischen Bischöfe, gegenüber Fides.<br />Das neue Gremium habe sich zum Ziel gesetzt, „die Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit im Herrn Jesus Christus unter den Bischöfen und Kirchenoberhäuptern auf nationaler Ebene zu fördern. Die Gründung der NFCI ist ein bedeutender Schritt hin zur christlichen Einheit, ein Meilenstein im ökumenischen Prozess und ein neues Kapitel in der Geschwisterlichkeit und Solidarität der Kirchen in Indien“, heißt es in einer Erklärung, die Fides vorliegt.<br />„Angesichts der kritischen Lage der Kirchen in Indien, die mit zahlreichen Herausforderungen und Schwierigkeiten wie Gewalt gegen Priester, Pastoren und Gläubige, strengen Anti-Konversionsgesetzen in einigen Bundesstaaten und Versuchen der Veruntreuung von Kirchenvermögen konfrontiert sind, bestand dringender Bedarf an einer gemeinsamen Front zur Bewältigung dieser Probleme. Nach zweijährigen Diskussionen über ihre Gründung und die Ausarbeitung ihrer Richtlinien wurde die NFCI nun offiziell ins Leben gerufen“, so Thumma.<br />Der Verband werde die Kirchen in der Öffentlichkeit vertreten und „ein einheitliches Bild des Christentums präsentieren sowie als die Stimme der christlichen Gemeinschaft gegenüber dem Land fungieren“, fügt er hinzu. „Er wird die Zusammenarbeit gefördert und die sichtbare Einheit der Mitgliedskirchen gestärkt, wobei deren Identität, Traditionen und Strukturen respektiert werden. Und man wird sich mit den Anliegen der Kirchen und der christlichen Gemeinschaft in Indien befassen.“<br />Im Vergleich zu den bereits bestehenden Foren und Gremien kirchlicher Gemeinschaften im Land zeichne sich die Föderation dadurch aus, dass „keines von ihnen alle Kirchen umfassend einbezieht“; außerdem „sie ist ausschließlich Bischöfen und kirchlichen Führungskräften gewidmet“. <br />Die erste Initiative der Föderation war ein ökumenischer Gebetsgottesdienst für die Einheit der Christen, der auf den anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen gemeinsam vom Dikasterium für die Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen erarbeiteten Impulsen basierte. Die Begrüßungsansprache bei der Gründungsversammlung hielt Kardinal Anthony Poola, Erzbischof von Hyderabad und Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz. Er betonte die drängenden Probleme der christlichen Glaubensgemeinschaft und unterstrich die Notwendigkeit der Einheit der Kirchen, um diese wirksam anzugehen. „Es ist wichtig, aufeinander zuzugehen und sich als Christen zu vereinen, um ein besseres Verständnis der Wahrheit zu erlangen und im Geiste der Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit zusammenzuarbeiten.“ Kardinal Anthony Poola wurde zum ersten Präsidenten der neuen Föderation gewählt.<br /> Mon, 11 May 2026 11:03:53 +0200REGINA CAELI - Papst Leo XIV.: “Es ist die Liebe Jesu, die in uns Liebe entstehen lässt”https://fides.org/de/news/77663-REGINA_CAELI_Papst_Leo_XIV_Es_ist_die_Liebe_Jesu_die_in_uns_Liebe_entstehen_laessthttps://fides.org/de/news/77663-REGINA_CAELI_Papst_Leo_XIV_Es_ist_die_Liebe_Jesu_die_in_uns_Liebe_entstehen_laesstVatikanstadt – „Es ist die Liebe Jesu, die in uns Liebe entstehen lässt“ und „weil Gott uns zuerst liebt, können auch wir lieben.“ Mit diesen Worten beschreibt Papst Leo XIV. beim sonntäglichen Regina Caeli-Gebet mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen die Quelle, die es uns ermöglicht, den Geboten der Kirche zu folgen.<br />Der Papst erinnerte an die Worte Jesu an die Apostel beim Letzten Abendmahl, die in der Lesung des Johannesevangeliums aus dem Tagesevanglium an diesem Sonntag, den 10. Mai.<br />„Wenn ihr mich liebt“, sagt Jesus zu seinen Jüngern, „werdet ihr meine Gebote halten.“ Papst Leo betonte, dass diese Aussage „uns von einem Missverständnis befreit, nämlich von der Vorstellung, das wir geliebt werden, wenn wir die Gebote halten: Unsere Gerechtigkeit wäre dann die Voraussetzung für die Liebe Gottes. Im Gegenteil: Gottes Liebe ist die Voraussetzung für unsere Gerechtigkeit.“<br /><br />„Wir halten wirkliche die Gebote nach dem Willen Gottes“, fuhr der Bischof von Rom fort, „wenn wir seine Liebe zu uns erkennen, so wie Christus sie der Welt offenbart. Die Worte Jesu sind also eine Einladung zu einer Beziehung, keine Drohung oder ein zweifelhafte Bedingung.“<br /><br />Aus diesem Grund, fügte der Papst hinzu, könne Christus uns auch gebieten, „einander zu lieben, wie er uns geliebt hat: Es ist Liebe Jesu Liebe, die in uns die Liebe entstehen lässt.“<br /><br />„Weil Gott uns zuerst liebt“, so Papst Leo XIV. in seiner Katechese zum Sonntagsevangelium, „können auch wir lieben; und wenn wir Gott wirklich lieben, lieben wir auch einander wirklich. Es ist wie mit dem Leben: Nur wer es empfangen hat, kann leben, und so können nur der lieben, der geliebt wurde.“<br /><br />Papst Leo zitierte in diesem Zusammenhang erneut die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium: „Weil er uns liebt, lässt der Herr uns in den Prüfungen des Lebens nicht allein: Er verspricht uns den Parakleten, also den Beistand, den ‚Geist der Wahrheit‘.“ Er sei ein Geschenk, „das die Welt nicht empfangen kann, solange sie im Bösen verharrt, das den Armen unterdrückt, den Schwachen ausschließt und den Unschuldigen tötet. Wer hingegen die Liebe, die Jesus für alle empfindet, beantwortet, findet im Heiligen Geist einen Verbündeten, der niemals im Stich lässt: „Ihr kennt ihn“, sagt Jesus, „weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Immer und überall können dann Gott bezeugen, der Liebe ist: Dieses Wort bezeichnet keine Idee des menschlichen Verstandes, sondern die Wirklichkeit des göttlichen Lebens, durch das alle Dinge aus dem Nichts er schaffen und vom Tod erlöst wurden“.<br /><br />Im Anschluss an das Regina Caeli-Gebet äußerte Leo XIV. seine Besorgnis über zunehmende Gewalt in der Sahelzone, insbesondere im Tschad und in Mali, „die von den kürzlich erfolgten Terroranschlägen betroffen sind: Ich versichere den Opfern mein Gebet zu und bin in Gedanken bei all jenen, die leiden. Ich ersehne das Ende jeder Form von Gewalt und unterstütze alle Bemühungen um Frieden und Entwicklung in diesem geschätzten Land.“<br />Der Papst erinnerte zudem daran, dass der 10. Mai jährlich als „Tag der koptisch-katholischen Freundschaft“ begangen wird. „Ich richte einen brüderlichen Gruß an Seine Heiligkeit Papst Tawadros II. und versichere der ganzen geliebten koptischen Kirche mein Gebet, in der Hoffnung, dass unser Weg der Freundschaft uns zur vollkommenen Einheit in Christus führt, der uns „Freunde“ genannt hat“‘, so der Papst wörtlich.<br /><br />In spanischer Sprache dankte der Bischof von Rom dankte den Menschen auf den Kanarischen Inseln für ihre Gastfreundschaft und dafür, „dass sie die Ankunft des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ mit den Hantavirus-Erkrankten ermöglicht haben. Ich freue mich darauf, euch nächsten Monat bei meinem Besuch auf den Inseln zu treffen“. Abschließend richtete Leo XIV. einen besonderen Gedanken an alle Mütter: „Auf die Fürsprache Mariens, der Mutter Jesu und unserer Mutter, beten wir voller Zuneigung und Dankbarkeit für jede Mutter, besonders für jene, die unter besonders schwierigen Bedingungen leben. Danke! Gott segne euch!“<br /><br />Sun, 10 May 2026 09:23:28 +0200MYANMAR - Neue Kirche in der Diözese Pathein: "Ein Zeichen für Gottes Wirken, trotz Unsicherheit und Not“https://fides.org/de/news/77660-MYANMAR_Neue_Kirche_in_der_Dioezese_Pathein_Ein_Zeichen_fuer_Gottes_Wirken_trotz_Unsicherheit_und_Nothttps://fides.org/de/news/77660-MYANMAR_Neue_Kirche_in_der_Dioezese_Pathein_Ein_Zeichen_fuer_Gottes_Wirken_trotz_Unsicherheit_und_NotPathein – Die neue katholische Kirche „St. Remigio“ in dem Dorf Taungyagone in der Diözese Pathein im zentralwestlichen Myanmar ist „ein Geschenk des Heiligen Geistes, ein Zeichen für Gottes Wirken, trotz Unsicherheit und Not“, sagte Bischof Henry Eikhlein von Pathein, bei der Weihe und offiziellen Eröffnung des neuen Gotteshauses. Während der feierlichen Messe am 3. Mai, an der Priester, Ordensleute, Katecheten und Katechetinnen sowie zahlreiche Gläubige teilnahmen, empfingen 70 Jugendliche das Sakrament der Firmung. „Der Geist erneuert das Antlitz der Erde. Der Herr sendet seinen Geist; er verlässt uns nicht“, bemerkte Bischof Henry und forderte die Anwesenden auf, „in jeder Lage die Hoffnung nicht aufzugeben“ und Gottes Wirken stets zu erkennen.<br />„Der Geist Gottes“, sagte er, insbesondere an die Firmlinge gewandt, „macht euch zu Missionaren und Missionarinnen, damit ihr in die entlegensten Orte zu Einsamen, Vertriebenen oder Ausgegrenzten gehen und ihnen ein Wort der Güte und den Trost der Liebe Gottes bringen könnt.“ „Ist Herz verwandelt durch den Heiligen Geist“, fügte er hinzu, „so ist es erfüllt von Liebe und Großzügigkeit und wird so zu einer Quelle der Stärkung für eure Mitmenschen.“<br />Der Bischof dankte für das Geschenk der neuen Kirche und bemerkte: „Gott hat die Pfarrei Taungyagone gesegnet und wird dies auch weiterhin mit seinem reichen Segen tun.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass – trotz der gegenwärtig schwierigen Lage – „junge Menschen weiterhin den Glauben bezeugen und Liebe und Versöhnung in der von Konflikten und Leid geprägten Gesellschaft und Region verbreiten werden.“<br />Pfarrer Peter Saw Ngwe von der Pfarrei in Taungyagone erklärte, die Feier sei „ein bedeutender Moment für die katholische Gemeinde vor Ort“ und „ein Zeugnis für das Wachstum und die Lebendigkeit der Kirche im Bistum Pathein, die hoffnungsvoll und vertrauensvoll in die Zukunft auf die erneuernde Kraft des Heiligen Geistes blickt.“<br />Pathein ist die viertgrößte Stadt Myanmars und die Hauptstadt der Region Ayeyarwady. Sie liegt etwa 190 km westlich von Yangon am Ufer des Pathein-Flusses, dem westlichen Arm des Irrawaddy-Deltas. Wie lokale Quellen berichten, hat sich die Sicherheitslage in der Region Pathein seit Anfang 2026 verschlechtert, da der Bürgerkrieg nun auch dieses vom Zentralstaat kontrollierte und zuvor als stabil geltende Gebiet erreicht hat. Die Unsicherheit rührt daher, dass die „Arakan Army“ und verbündete Widerstandskräfte aus dem benachbarten Bundesstaat Arakan in Richtung Pathein vorrücken und die reguläre Armee zwingen, ihre Verteidigung rasch zu verstärken. In den umliegenden Gemeinden dauern die heftigen Kämpfe an, und Rebellen versuchen, die Kontrolle über die wichtigsten Verkehrswege zu erlangen. Diese Kämpfe haben schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung und führten in den letzten sechs Monaten zur Vertreibung Tausender Menschen. Von den über 7,5 Millionen Einwohnern der Region Pathein sind 65.000 Katholiken.<br /> <br />Sat, 09 May 2026 09:51:35 +0200ASIEN/INDIEN - Bischof von Warangal ernannthttps://fides.org/de/news/77662-ASIEN_INDIEN_Bischof_von_Warangal_ernannthttps://fides.org/de/news/77662-ASIEN_INDIEN_Bischof_von_Warangal_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Administrator der Diözese, Pfarrer Vijaya Paul Reddy Duggimpudi aus dem Klerus von Warangal, zum Bischof von Warangal ernannt.<br />Vijaya Paul Reddy Duggimpudi wurde am 8. Januar 1965 in Manugonda geboren. Nach seinem Studium der Philosophie und Theologie am „St. John’s Regional Seminary“ in Hyderabad erwarb er einen Bachelor an der Osmania University. Am 2. April 1992 wurde er zum Priester geweiht und in die Diözese Warangal inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar und Leiter des Gästehauses an der „St. Joseph’s Co-Cathedral Church“ in Khammam ; Leiter des „PIME Regional House“ und Direktor des „St. Xavier’s Hostels“ in der Diözese Eluru ; Pfarrer in Devagripatnam in der Diözese Warangal ; Masterstudium der Osmania University; Studium für den Bachelor und Master of Education an der Annamalai University; Direktor und Vertretungsberechtigter des „Fatima College of Education“ in Warangal ; Pfarrer der Gemeinde „St. Francis de Sales“ in Velair ; Direktor der „Lodi Multipurpose Social Service Society“ in Warangal ; Direktor des „Christu Jyothi Institute of Technology and Science“ in Warangal ; Administrator der Diözese Warangal .<br />Sat, 09 May 2026 09:37:28 +0200„Kontextuelle Theologie“ und Netzwerk theologischer Institute stehen im Mittelpunkt eines Studientages an der Päpstlichen Universität Urbanianahttps://fides.org/de/news/77661-Kontextuelle_Theologie_und_Netzwerk_theologischer_Institute_stehen_im_Mittelpunkt_eines_Studientages_an_der_Paepstlichen_Universitaet_Urbanianahttps://fides.org/de/news/77661-Kontextuelle_Theologie_und_Netzwerk_theologischer_Institute_stehen_im_Mittelpunkt_eines_Studientages_an_der_Paepstlichen_Universitaet_UrbanianaRom – Am Dienstag, dem 12. Mai 2026, findet in der Aula Magna „Benedikt XVI.“ der Päpstlichen Universität Urbaniana ein Studientag zum Thema „Meilensteine der Kontextuellen Theologie heute“ statt. Die Veranstaltung ist der Tag Teil der fortlaufenden Reflexion über aktuelle Entwicklungen in der theologischen Auseinandersetzung mit kulturellen Kontexten und deren Überschneidungen mit Inkulturationsprozessen.<br />Im Rahmen des Studientages werden renommierte Gäste und Vertreter des weltweiten Netzwerks theologischer Institute der Universität Urbaniana das Wort ergreifen.<br />Die Konferenz bietet somit eine wertvolle Gelegenheit, die Vielfalt der theologischen Institute – verbunden mit Seminaren, Instituten und lokalen Studienzentren auf allen Kontinenten – kennenzulernen, die mit der Päpstlichen Universität Urbaniana assoziiert sind.<br />Der Angliederungsprozess von über 90 Instituten begann in der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil auf Initiative von Papst Paul VI. in einem Kontext, der durch die Anwesenheit zahlreicher Studenten aus afrikanischen Ländern an der Urbaniana geprägt war, die damals mit den oft schwierigen Prozessen der Ablösung kolonialer Herrschaft zu kämpfen hatten.<br />Unter dem Pontifikat von Papst Franziskus wurde mit der Veröffentlichung der Apostolischen Konstitution „Veritatis Gaudium“ über kirchliche Universitäten und Fakultäten ein wichtiger Meilenstein erreicht. Sie wurde am 8. Dezember 2017 unterzeichnet und trat 2018 in Kraft. Es sei an der Zeit, so der Papst, dass das reiche Erbe an Erkenntnissen – sozusagen ‚in der Praxis‘ erprobt und bereichert durch das beharrliche Engagement für die kulturelle und soziale Vermittlung des Evangeliums, das vom Volk Gottes auf verschiedenen Kontinenten und im Dialog mit verschiedenen Kulturen umgesetzt wird – zusammenfließe, um den kirchlichen Studien jene mutige Erneuerung zu verleihen, die die missionarische Transformation einer Kirche im Aufbruch erfordere<br />Das Netzwerk der assoziierten Institute verkörpert die Dynamik, die aus dem fruchtbaren Spannungsverhältnis zwischen der Universalität der christlichen Botschaft und der Vielfalt ihrer Ausdrucksformen erwächst. „Dieser Studientag ist Teil eines gemeinsamen Weges mit den angeschlossenen Instituten“, erklärt Pater Étienne-Noël Bassoumboul, ein kamerunischer Priester und Bibelwissenschaftler sowie Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Urbaniana, gegenüber Fides. „Wir haben erkannt – und dieser Wunsch ging auch aus dem Netzwerk der Institute hervor –, dass die Zusammenarbeit mit der Universität intensiviert werden muss, um ein echtes Netzwerk zu knüpfen, das über eine rein formale oder bürokratische Bindung hinausgeht. In den zahlreichen vorbereitenden Treffen, die wir abhalten konnten, wuchs der Wunsch, die theologische und akademische Reflexion an diesen Orten weiter zu fördern.“<br /> „Heute unterstützen wir diese Institute bei der Erstellung ihrer Statuten, aber auch in akademischen und wissenschaftlichen Belangen“, so Bassoumboul weiter, „Die Programme müssen von der Universität und anschließend vom Dikasterium für die Evangelisierung und vom Dikasterium für die Kultur und die Bildung genehmigt werden. Danach genießen die Institute jedoch größtmögliche Autonomie.“<br />So bieten die einzelnen Institute neben Kursen zur alten, mittelalterlichen, neuzeitlichen und zeitgenössischen Kirchengeschichte in der Regel auch Kurse zur Kirchengeschichte in verschiedenen Ländern an. Besonderer Wert wird auf die Kenntnis anderer Religionen, Inkulturation und traditionelle Religionen im interreligiösen Kontext gelegt.<br />„Es ist wichtig und sinnvoll, weiterhin von ‚kontextueller Theologie‘ zu sprechen“, erklärt Étienne-Noël Bassoumboul, „denn keine Theologie ist losgelöst von der Realität oder dem Kontext, in dem wir leben: unserer Geschichte, unseren individuellen Lebensumständen, unserer gesellschaftliche Situation. Die kontextuelle Theologie betont, im Einklang mit dem Konzil und dem jüngeren Lehramt, dass der kulturelle Kontext zu einem wahren theologischen Bezugspunkt wird, im Dialog mit der Heiligen Schrift und der kirchlichen Tradition. Im Gespräch mit verschiedenen Instituten und bei der Prüfung der uns vorliegenden Curricula und Statuten haben wir beispielsweise Philosophiekurse entdeckt, die sich wichtigen Denkern im Kontext der jeweiligen Länder widmen. Dies ist ein beträchtlicher Gewinn.“<br />Im Rahmen des Studientags wird Kardinal Víctor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, im Anschluss an Grußworte von Professor Vincenzo Buonomo, Päpstlicher Delegat und Rektor der Universität Urbaniana, und Professor Pietro Angelo Muroni, Dekan der Theologischen Fakultät, die Eröffnungsansprache halten.<br />Nach der Ansprache des Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre folgt ein Vortrag von Professor Steve Bevans, emeritierter Professor der „Catholic Theological Union“ von Chicago, mit dem Titel „Meilensteine der Kontextuellen Theologie heute: Woher wir kommen und wohin wir gehen“ zum Thema „Kontextuelle Theologie und kultureller Pluralismus in der Wissenschaft“ fortgesetzt. Darin werden die Herausforderungen beleuchtet, die der kulturelle Pluralismus für die theologische Produktion mit sich bringt.<br />Im zweiten Teil des Studientages werden Vertretern der assoziierten Institute die Möglichkeit haben, unter dem gemeinsamen Thema „Theologie im Dialog mit dem sozialen, kulturellen und kirchlichen Kontext“ einen umfassenden Überblick über die Praktiken der kontextuellen Theologie weltweit zu geben. Zu den Referenten gehören der indische Bischof Peter Paul Saldanha, vom „St. Joseph Institute of Theology“ in Mangalore; Professor Tutoe Tupouniua Toutaiolepo vom „Pacific Regional Seminary“ in Suva ; Professor Giuseppe Busani, Direktor des „Missionary Theological Institute“ des Päpstlichen Instituts für die Auslandsmissionen in Monza; Professor Michael Wenceslas Tiendrebeogo vom „Institut Théologique Saint Pierre Claver“ in Burkina Faso; und Professor Juan Antonio Nureña Prado vom „Instituto Superior de Estudios Teológicos Juan XXIII“ in Lima. Der Tag schließt mit einem Vortrag von Professor Maurizio Gronchi mit dem Titel „Wie man in verschiedenen Kulturen von Christus spricht“, einer Reflexion über die Möglichkeiten, Christus in pluralen kulturellen Kontexten zu verkünden.<br />Unterdessen bereiten sich Kardinäle aus aller Welt auf das bevorstehende Konsistorium im Juni vor, zu dem sie auf Einladung von Papst Leo XIV. zusammenkommen. In einem auf den 12. April datierten Brief ekräftigte er die Notwendigkeit, „Evangelii gaudium“ neu zu beleben, „indem zunächst „ehrlich“ geprüft wird, was in den Jahren seit seiner Veröffentlichung umgesetzt und oder nicht umgesetzt wurde“, während insbesondere „der notwendigen Reform der Wege der christlichen Initiation Aufmerksamkeit geschenkt werden“ müsse.<br />Papst Leo XIV. betonte insbesondere die Bedeutung der Inkulturation in seiner Botschaft an die Teilnehmer des Theologisch-Pastoralen Kongress zu den Marienerscheinungen von Guadalupe am 5. Februar 2026. Der an der Päpstlichen Universität Urbaniana geplante Studientag ist ein Zeichen dafür, dass diese Fragen ernsthaft diskutiert werden. Dabei birgt das Netzwerk der mit der Universität assoziierten theologischen Institute einen lebendigen Schatz, der darauf wartet, entdeckt und bekannt gemacht zu werden.<br /> <br />Fri, 08 May 2026 10:42:45 +0200ASIEN/VIETNAM - Dankgottesdienst zum ersten Jahrestag der Wahl von Papst Leo XIV.: "Katholiken freuen sich auf einen Papstbesuch"https://fides.org/de/news/77655-ASIEN_VIETNAM_Dankgottesdienst_zum_ersten_Jahrestag_der_Wahl_von_Papst_Leo_XIV_Katholiken_freuen_sich_auf_einen_Papstbesuchhttps://fides.org/de/news/77655-ASIEN_VIETNAM_Dankgottesdienst_zum_ersten_Jahrestag_der_Wahl_von_Papst_Leo_XIV_Katholiken_freuen_sich_auf_einen_PapstbesuchHanoi – „Der erste Jahrestag der Wahl von Leo XIV. zum Papst bietet allen Gläubigen in Vietnam die Gelegenheit, ihre Liebe, ihren Gehorsam und ihre Verbundenheit im Gebet für unseren Hirten zum Ausdruck zu bringen. Wir beten, dass der Herr den Heiligen Vater weiterhin segnen und ihm beistehen möge, damit er in seiner Mission als Nachfolger Petri stets standhaft voranschreitet und ein Zeichen der Einheit, eine Quelle der Hoffnung und ein Werkzeug des Friedens für die ganze Welt wird“, so Erzbischof Joseph Vu Van Thien von Hanoi, einer Diözese im Norden Vietnams, gegenüber Fides, nachdem die vietnamesischen Bischöfe in den vergangenen Tagen den Vatikan besucht und den Papst im Rahmen ihres „Ad-limina“-Besuchs getroffen hatten.<br /><br />Der Erzbischof bemerkte, dass die Bischöfe „vom Papst aufmerksam angehört und herzlich empfangen“ worden seien: „Abseits von Formalitäten fühlten wir uns wirklich wie zu Hause“, sagte er.<br /><br />Unterdessen brachten vietnamesische katholische Gemeinde ihre Verbundenheit und Zuneigung zu Papst Leo XIV. am 4. Mai bei einem Dankgottesdienst in der St.-Josephs-Kathedrale in Hanoi zum Ausdruck, der im Vorfeld des ersten Jahrestages seiner Wahl zum Papst am 8. Mai gefeiert wurde. An dem Gottesdienst nahmen zahlreiche Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige zusammen, die gemeinsam „für die Mission des Papstes und für Frieden und Einheit“ beteten. <br /><br />Die Messe in Hanoi wurde von Erzbischof Marek Zalewski, dem Ständigen Vertreter des Heiligen Stuhls in Vietnam, zelebriert. Zu den Konzelebranten gehörten Kardinal Peter Nguyen Van Nhon, die Bischöfe des Ständigen Rates der Vietnamesischen Bischofskonferenz, die Bischöfe der Kirchenprovinz Hanoi sowie Priester aus der gesamten Region. Vor der Messe wandte sich Erzbischof Joseph Nguyen Nang, Vorsitzende der Vietnamesischen Bischofskonferenz, im Namen des vietnamesischen Volkes an die Gläubigen und brachte seine Verbundenheit mit Papst Leo zum Ausdruck. Er betonte die Mission des Heiligen Vaters, den Glauben zu stärken, die Einheit zu fördern und den Frieden auf der Grundlage der Kraft des Evangeliums zu stiften. Der Erzbischof erinnerte zudem an die Lehre des heiligen Papstes Paul VI. über die Mission der Kirche: Christen seien im Herzen der Welt gegenwärtig, „nicht um nach Macht zu streben, sondern um sich mit Demut und Liebe in den Dienst der Menschen zu stellen“. Er wünschte Papst Leo XIV., dass er mit der Gnade des Heiligen Geistes erfüllt werde, und äußerte die Hoffnung, dass Papst Leo XIV. eines Tages Vietnam besuchen möge.<br /><br />Erzbischof Marek Zalewski brachte seine Freude zum Ausdruck und hob den pastoralen Stil von Papst Leo XIV. hervor, der von Demut, Zuhören und Nähe geprägt sei. Er erinnerte daran, dass „der Papst kein Politiker, sondern ein Wegweiser im Glauben ist, der die Gläubigen weltweit einlädt, nach den Werten von Gerechtigkeit und Frieden zu leben, von denen im Evangelium die Rede ist.“<br /><br />In seiner Predigt berichtete Bischof Joseph Do Quang Khang von Bac Ninh, dass Papst Leo XIV. während des jüngsten Treffens im Vatikan den Bischöfen gedankt und seinen Wunsch geäußert habe, Vietnam zu besuchen, um die über sieben Millionen katholischen Gläubigen zu treffen, die, so der Bischof, „die Ankunft des Papstes mit Ungeduld und Hoffnung erwarten“. Er nannte ihn „einen liebenden Vater der großen Menschheitsfamilie“. Der Bischof von Bac Ninh hob zudem Leos XIV. Engagement als „Hüter des Weltfriedens“ hervor, als Hirte, der sich „mit ganzem Herzen dem Schutz des Friedens widmet.“ Im Geiste der Verbundenheit rief Bischof Joseph Do Quang Khang alle Gläubigen dazu auf, „weiterhin für den Heiligen Vater zu beten“ und bat um das Gebet dafür, dass „sich die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Vietnam nach Gottes Willen weiter und zum Guten entwickeln mögen“. <br /><br />Papst Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, ein amerikanischer Bischof des Augustinerordens, wurde am 8. Mai 2025 zum 267. Papst der katholischen Kirche gewählt.<br /> Fri, 08 May 2026 15:00:19 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Naturkatastrophen und Kürzung der Entwicklungshilfe: Mangelernährung bei Kindern nimmt zuhttps://fides.org/de/news/77658-AFRIKA_MOSAMBIK_Naturkatastrophen_und_Kuerzung_der_Entwicklungshilfe_Mangelernaehrung_bei_Kindern_nimmt_zuhttps://fides.org/de/news/77658-AFRIKA_MOSAMBIK_Naturkatastrophen_und_Kuerzung_der_Entwicklungshilfe_Mangelernaehrung_bei_Kindern_nimmt_zuMaputo – Mosambik leidet nicht nur unter Gewalt, Unsicherheit, kriminellen Übergriffen und politischer Instabilität, sondern auch unter einer Ernährungskrise „enormen Ausmaßes“. Wie eine aktuelle Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen belegt, werden in diesem Jahr schätzungsweise 100.000 Kinder unter fünf Jahren wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden müssen. In Cabo Delgado und anderen Gebieten ist unterdessen die Lage der Binnenvertriebenen kritisch. „Mosambik befindet sich in einer Ernährungskrise enormen Ausmaßes und weist eine der höchsten Mangelernährungsraten in einem afrikanischen Land südlich der Sahara auf. Akute Mangelernährung ist weiterhin ein gravierendes Problem und betrifft 4 % der Kinder, darunter auch schwere Fälle, die unmittelbar lebensbedrohlich sind“, so das UN-Hilfswerk.<br />Verschärft wird die Notlage durch Kürzungen der Entwicklungshilfe, die die Versorgung der am stärksten Betroffenen mit Nahrungsergänzungsmitteln, Medikamenten und der notwendigen Logistik für lebensnotwendige Ernährungs- und Gesundheitsprogramme unmittelbar beeinträchtigen. „Mosambik gehört zu den 22 Prioritätsländern für die Versorgung mit gebrauchsfertigen therapeutischen Lebensmitteln und weist derzeit ein Defizit von 18 % bei den benötigten finanziellen Mitteln auf, um den gesamten erwarteten Bedarf zu decken“, heißt es in dem Dokument, das Fides vorliegt. Darüber hinaus schlug das UN-Hilfswerk bereits am 17. April Alarm wegen der vielfältigen Schwierigkeiten bei der Unterstützung von einer Million Flutopfern in Mosambik , von denen die Hälfte Kinder sind und dringend auf Wasser, sanitäre Einrichtungen, Gesundheitsversorgung, Ernährung, Bildung, Kinderschutz und finanzielle Hilfe angewiesen sind.<br /> Thu, 07 May 2026 13:06:27 +0200AFRIKA/SUDAN - Video der Streitkräfte: Drohnen desselben Herstellers liefern sich Duellhttps://fides.org/de/news/77659-AFRIKA_SUDAN_Video_der_Streitkraefte_Drohnen_desselben_Herstellers_liefern_sich_Duellhttps://fides.org/de/news/77659-AFRIKA_SUDAN_Video_der_Streitkraefte_Drohnen_desselben_Herstellers_liefern_sich_DuellKhartum – Flüge von und nach Khartum wurden eingestellt, nachdem am 5. Mai Drohnen den Flughafen der Hauptstadt und andere Stadtteile angegriffen hatten. <br />Der Flughafen, ein Drehkreuz für die Verteilung humanitärer Hilfe, wurde von Drohnen attackiert, die laut Angaben der Behörden in Khartum aus Äthiopien stammten. Sudanesischen Behörden zufolge wurden die in der Türkei hergestellten Drohnen von den Vereinigten Arabischen Emiraten gekauft und zum äthiopischen Luftwaffenstützpunkt Bahir Dar geschickt, von wo aus sie gegen sudanesische Ziele eingesetzt werden. Als Reaktion auf den Angriff zog Khartum seinen Botschafter aus Addis Abeba ab . <br />Die Vereinigten Arabischen Emirate wiesen die sudanesischen Anschuldigungen einer Beteiligung an dem Angriff auf den Flughafen Khartum zurück, ebenso wie Äthiopien. Äthiopien beschuldigte seinerseits die sudanesischen Streitkräfte unter General Abdel Fattah al-Burhan, die Rebellen der TPLF zu unterstützen.<br />Der Drohnenangriff auf den Flughafen von Khartum, der zur Einstellung des Flugbetriebs führte, wurde von mehreren arabischen Ländern sowie von der Arabischen Liga und der Islamischen Weltliga verurteilt. Auch die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt über den Angriff. Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union forderten ein Ende der Angriffe.<br />Die Türkei, die die sudanesischen Streitkräfte im Kampf gegen die paramilitärischen „Rapid Support Forces“ unter der Führung von Mohammed Hamdan Dagalo unterstützt, ist einer der größten Hersteller von Kampfdrohnen weltweit. Türkische Unternehmen liefern ihre Drohnen auch an die Vereinigten Arabischen Emirate, die, wie bereits erwähnt, von der Regierung in Khartum beschuldigt werden, die RSF mit Drohnen zu beliefern und einen äthiopischen Stützpunkt für Angriffe auf sudanesisches Territorium zu nutzen. Daher erscheint das vom Oberkommando der sudanesischen Streitkräfte veröffentlichte Video, das eine in der Türkei hergestellte SAF-Drohne beim Abschuss einer Drohne desselben Modells wie bei den RSF zeigt, nicht unglaubwürdig.<br /> <br />Thu, 07 May 2026 13:03:22 +0200ASIEN/THAILAND - Bischof von Chiang Mai ernannthttps://fides.org/de/news/77657-ASIEN_THAILAND_Bischof_von_Chiang_Mai_ernannthttps://fides.org/de/news/77657-ASIEN_THAILAND_Bischof_von_Chiang_Mai_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Direktor des Pastoralzentrums “Baan Phu Waan“ in Sampran e Bischofsvikar für das Personal der Erzdiözese Bangkok, Pfarrer Peter Suphot Roeksujarit aus dem Klerus der Erzdiözese Bangkok zum Bischof von Chiang Mai ernannt. <br />Bischof Peter Suphot Roeksujarit wurde am 2. November 1961 in Ayutthaya geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am „Lux Mundi National Major Seminary“ in Sampran. Am 3. Juni 1990 wurde er zum Priester geweiht und in das Erzbistums Bangkok inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Studium der sozialen Kommunikation am „Centre International de recherche et de comunication audiovisuelle ‚Expression de la foi‘“ in Lyon ; Direktor der Medienstelle der Erzdiözese Bangkok ; Pfarrer der Gemeinde „St. Louis“ in Bangkok und „St. Raphael“ in Bangkok ; bis heute Direktor des Pastoralzentrums „Baan Phu Waan“ in Sampran ; Bischofsvikar für das Personal der Erzdiözese Bangkok und Kaplan der Karmelitinnen in Sampran.<br /> <br />Thu, 07 May 2026 12:31:36 +0200ASIEN/INDIEN - Bischöfe nach Wahlen in mehreren Bundesstaaten: "Verfassung entschieden achten und schützen“https://fides.org/de/news/77656-ASIEN_INDIEN_Bischoefe_nach_Wahlen_in_mehreren_Bundesstaaten_Verfassung_entschieden_achten_und_schuetzenhttps://fides.org/de/news/77656-ASIEN_INDIEN_Bischoefe_nach_Wahlen_in_mehreren_Bundesstaaten_Verfassung_entschieden_achten_und_schuetzenNeu-Delhi – Einen Appell „für die Integrität der Verfassung und eine inklusive Regierungsführung in Indien“ veröffentlichten die Indischen Bischofskonferenz nach den Parlamentswahlen in den indischen Bundesstaaten Kerala, Tamil Nadu, Westbengalen, Assam und dem Unionsterritorium Puducherry. In einer Mitteilung, die Fides vorliegt, äußert die CBCI, der rund 300 Bischöfe der drei im Land vertretenen Riten angehören, ihre Hoffnung auf einen friedlichen und erfolgreichen Abschluss der Parlamentswahlen und appelliert an die neu gewählten Politiker, „unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit die indische Verfassung entschieden zu achten und zu schützen“.<br /><br />„Wir fordern die neuen Führungskräfte dringend auf, transparent zu regieren und inklusive Politik zu priorisiere.“, heißt es in der Erklärung, „Es ist unerlässlich, dass die Parteien, die die Regierung bilden werden, ihr Mandat vorrangig der Verbesserung der Lebensbedingungen der Armen, der Ausgegrenzten, der Benachteiligten und der Minderheiten widmen. Wahre Entwicklung einer Nation ist erst dann erreicht, wenn die Früchte des Fortschritts die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft erreichen.“<br /><br />Weiterhin heißt es in dem Text: „Die katholische Kirche in Indien bekräftigt nachdrücklich ihr unerschütterliches Engagement für die Zusammenarbeit mit der Regierung beim weiteren Aufbau der Nation. Durch unsere Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen setzen wir uns weiterhin entschlossen für das Gemeinwohl, den Frieden und den Wohlstand aller Bürgerinnen und Bürger ein.“ <br />Kardinal Anthony Poola, Vorsitzender der CBCI, betonte dieses Engagement für das Gemeinwohl der Nation: „Das wahre Maß einer lebendigen Demokratie liegt nicht nur in der erfolgreichen Durchführung von Wahlen, sondern auch im unerschütterlichen Engagement der gewählten Repräsentanten für die Schwächsten in der Gesellschaft. Wir rufen die neuen Regierungen dazu auf, eng mit allen Institutionen zusammenzuarbeiten, um ein gerechteres, inklusiveres und gleichberechtigteres Indien zu schaffen.“<br /><br />"Preghiamo affinché i rappresentanti eletti siano guidati dalla saggezza, dalla giustizia e da una profonda compassione nell'intraprendere questo importante cammino di servizio pubblico e di governo", conclude la nota dei Vescovi.<br /> „Wir beten, dass die gewählten Amtsträger auf ihrem wichtigen Weg im öffentlichen Dienst und in der Regierungsführung von Weisheit, Gerechtigkeit und tiefem Mitgefühl geleitet werden“, so die Bischöfe abschließend. <br />Die Ergebnisse der Wahlen vom 4. Mai, an denen die Bundesstaaten Assam, Kerala, Tamil Nadu, Westbengalen und das Territorium Puducherry teilnahmen, brachten einen klaren Sieg für die auf Bundesebene regierende „Bharatiya Janata Party“ unter Premierminister Narendra Modi.<br />In Westbengalen übertraf die BJP die absolute Mehrheit von 148 Sitzen – ein Erfolg, den Beobachter als „historisch“ bezeichneten. Auch in Puducherry blieb die Regierung in den Händen der „Nationalen Demokratischen Allianz“ , der von der BJP geführten Koalition. In Assam, einem Bundesstaat im Nordosten Indiens an der Grenze zu Bangladesch, wird die BJP ihre zweite Amtszeit in Folge antreten.<br />In Kerala und Tamil Nadu, zwei südlichen Bundesstaaten, stimmten die Wähler hingegen für die Opposition: In Kerala gewann eine von der Kongresspartei angeführte Koalition und errang mit 95 Sitzen die absolute Mehrheit im Parlament; in Tamil Nadu setzte sich die „Tamila Vettri Kazhagam“ durch, eine Partei, die von Vijay, einem bekannten tamilischen Schauspieler und politischen Hoffnungsträger, gegründet wurde.<br />John Dayal, ein katholischer Journalist und Analyst, erklärt gegenüber Fides: „Diese Ergebnisse zeichnen ein Bild vom Zustand der indischen Demokratie im Vorfeld der nationalen Wahlen 2029. Die Macht der BJP in Indien wächst: Von 28 Bundesstaaten werden 22 entweder von der BJP oder ihren Bündnispartnern regiert; dasselbe gilt für zwei der drei Unionsterritorien. Es handelt sich um eine politische und kulturelle Dominanz, wie sie Indien seit 50 Jahren nicht mehr erlebt hat“. „Wir können auch den fortschreitenden Niedergang regionaler Parteien beobachten“, fährt er fort, „die in der Vergangenheit stets eine bedeutende Rolle spielten.“ „Diese Abstimmung wirft entscheidende Fragen zum Pluralismus, zur Debatte und zum Wechsel der politischen Kräfte auf, der das Wesen der Demokratie ausmacht“, bemerkt er. Weiterhin merkt Dayal an: „Für nicht-hinduistische Religionsgemeinschaften, insbesondere Muslime und Christen, liegt die Sorge darin, wie viel Raum BJP-Regierungen hinduistischen Extremistengruppen einräumen werden, die Gewalt in der Gesellschaft anwenden, insbesondere gegen Minderheiten.“<br /> <br />Thu, 07 May 2026 12:19:20 +0200“Es ist die Sendung Jesu”: Das “missionarisches Lehramt” von Leo XIV. im ersten Jahr seines Pontifikatshttps://fides.org/de/news/77654-Es_ist_die_Sendung_Jesu_Das_missionarisches_Lehramt_von_Leo_XIV_im_ersten_Jahr_seines_Pontifikatshttps://fides.org/de/news/77654-Es_ist_die_Sendung_Jesu_Das_missionarisches_Lehramt_von_Leo_XIV_im_ersten_Jahr_seines_PontifikatsVon Gianni Valente<br /><br />Rom – „Verschwinden, damit Christus bleibt, sich klein zu machen, damit er erkannt und verherrlicht wird“.<br />Mit diesen Worten erinnerte Leo XIV. am Tag nach seiner Wahl zum Bischof von Rom die Kardinäle, die ihn gewählt hatten, an das, was er als „eine unverzichtbare Anforderung für alle, die in der Kirche ein Leitungsamt ausüben“ bezeichnete.<br /><br />Zum Ende des ersten Jahres seines Pontifikats werfen diese Worte ein treffendes Licht auf eines der prägenden Merkmale seines Lehramtes als Nachfolger Petri: den missionarischen Aspekt.<br /><br />Sowohl bei Leo XIV. als auch bei Papst Franziskus finden sich Hinweise auf den missionarischen Charakter der Kirche und den Aufruf zu einem erneuerten missionarischen Geist in Predigten und Katechesen, in Reden und Botschaften.<br /><br />Papst Leo erinnert eindringlich und konsequent an die elementaren Dynamiken, die die der Kirche anvertraute apostolische Sendung prägen. Er erkennt und beschreibt die Kontexte und Bedingungen, unter denen sich die apostolische Sendung in der Gegenwart entfalten soll. Konkret benennt er die dringenden praktischen Anforderungen und Prioritäten, die angegangen werden müssen, damit „missionarische Aufrufe“ nicht zu rhetorischen Abstraktionen verkommen, die das Leben der Getauften belasten.<br /> <br />Die Anziehungskraft Christi<br /><br />Papst Leo XIV. erinnert daran: „Es ist die Sendung Jesu. Er ist der Auferstandene, also ist er lebendig und geht uns voraus“. Niemand von uns ist berufen, ihn zu ersetzen.“ .<br /><br />Der Bischof von Rom betont immer wieder, dass missionarische Leidenschaft nicht von selbst entsteht, sondern sich nur in der Begegnung mit Christus frei entfalten kann. So zeigen die Begegnungen der ersten Jünger mit dem auferstandenen Jesus für immer die einfache und doch geheimnisvolle Dynamik, durch die die Erfahrung der Erlösung von Herz zu Herz weitergegeben werden kann: „Nach der Begegnung mit Jesus konnte Andreas nicht anders, als seinem Bruder von seiner Erfahrung zu berichten.“ .<br /><br />È lo Spirito Santo - ha ricordato Papa Leone, richiamando la sorgente di ogni autentica opera apostolica - che «ci manda a continuare l’opera di Cristo nelle periferie del mondo, segnate a volte dalla guerra, dall’ingiustizia e dalla sofferenza». .<br /><br /> „Der Heilige Geist sendet uns aus“, so Papst Leo zum Ursprung der Sendung, „damit wir das Werk Christi an den Randgebieten der Welt fortführen, die bisweilen von Krieg, Ungerechtigkeit und Leid gezeichnet sind“ .<br /><br />Der jetzige Bischof von Rom wiederholt einen Ausdruck, der Benedikt XVI. und Papst Franziskus am Herzen lag, und bekräftigt, dass man nicht durch kulturellen Druck, Proselytismus oder Marketingstrategien Christ werden kann, sondern allein durch „Anziehung“. Was der heilige Augustinus „Delectatio Victrix“ nannte, die siegreiche Freude. „Tatsächlich ist es nicht die Kirche, die anzieht“, so der Papst, „sondern Christus, und wenn ein Christ oder eine kirchliche Gemeinschaft anzieht, dann deshalb, weil durch diesen „Kanal” die Lebenskraft der göttlichen Liebe herausfließt, die aus dem Herzen des Erlösers entspringt“. Denn: „Wir gehören ihm, wir sind seine Gemeinschaft, und er kann durch uns weiterhin anziehen.“ „Die Sendung der Jünger und der ganzen Kirche ist die Fortsetzung der Sendung Christi im Heiligen Geist.“ .<br /><br />Die Sendung der “jungen Kirchen” <br /><br />In seinem Lehramt nennt Leo XIV. – fernab von rigiden Abstraktionen – realistisch die Bedingungen und Kontexte, in denen man heute Zeugnis für Christus ablegen kann.<br />Der Papst lenkte die Aufmerksamkeit auf die Geschichte des seligen Isidor Bakanja, des jungen Schutzpatrons der kongolesischen Laien, der während der Kolonialzeit von einem europäischen Gutsherrn gefoltert und getötet wurde, um uns daran zu erinnern, dass heute „die altehrwürdigen Kirchen im globalen Norden von den jungen Kirchen dieses Zeugnis erhalten, das sie anspornt, gemeinsam auf das Reich Gottes zuzugehen“ und „insbesondere Afrika bittet um diese Bekehrung und schenkt uns dafür viele junge Glaubenszeugen“ .<br /><br />Papst Leo XIV. stellt fest, dass in der Geschichte der Kirche eine „neues missionarisches Zeitalter“ angebrochen ist und betont, dass Mission heute nicht mehr allein mit „„Aufbruch“ in ferne Länder, die das Evangelium noch nicht kennengelernt hatten oder in Armut lebten“ zu assoziieren ist. Denn heute sind die „die Grenzen der Mission heute nicht mehr geografischer Natur“ und „Armut, Leid und die Sehnsucht nach größerer Hoffnung kommen zu uns“. Aus diesem Grund sei es notwendig, sich „um eine neue missionarische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen“ zu bemühen und „in Gemeinschaften mit einer alten christlichen Tradition, wie denen des Westens, müssen die vielen Brüder und Schwestern aus dem Süden der Welt als Chance für einen Austausch begriffen werden, der das Antlitz der Kirche erneuert“ .<br /><br />Mit demselben christlichen Realismus drückt der Nachfolger Petri seine Dankbarkeit gegenüber den „Missionaren und Missionarinnen von heute“ aus, denn „sie verschenken sich weiterhin mit Freude trotz Widrigkeiten und menschlichen Grenzen, weil sie wissen, dass Christus selbst mit seinem Evangelium der größte Reichtum ist, den es zu teilen gilt“ und betont gleichzeitig: „Die Welt braucht noch immer diese mutigen Zeugen Christi und die kirchlichen Gemeinschaften brauchen noch immer neue missionarische Berufungen“ . <br /><br />Inkulturation „sakralisiert“ keine Kultur<br /><br />Jeder Missionar, der in andere Länder aufbricht, so Leo XIV., „aufgerufen, sich mit heiligem Respekt in die Kulturen, denen er begegnet, hineinzubegeben und alles Gute und Edle, das ihm begegnet, zum Guten zu lenken und die Prophetie des Evangeliums dorthin zu tragen“ .<br />Der Papst erinnert immer wieder daran, dass die so genannte „Inkulturation“ „eine innere Forderung der Sendung der Kirche“ ist: Inkulturation des Evangeliums bedeute, „der göttlichen Pädagogik zu folgen“ und „mit Respekt und Liebe in die konkrete Geschichte der Völker einzutreten, damit Christus, ausgehend von ihrer menschlichen und kulturellen Erfahrung, wahrhaft erkannt, geliebt und willkommen geheißen werden kann.“ Gleichzeitig betonte Papst Leo, dass Inkulturation „nicht gleichbedeutend mit einer Sakralisierung von Kulturen“ sei und dass „keine Kultur, so wertvoll sie auch sein mag, einfach mit der Offenbarung gleichgesetzt oder zum obersten Kriterium des Glaubens werden kann“, da „jede Kultur – wie jede menschliche Wirklichkeit – von der Gnade, die aus dem Ostergeheimnis Christi strömt, erleuchtet und verwandelt werden muss“ .<br /><br />Die Impulse des Apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium“ neu beleben<br /><br />In seinem ersten Pontifikatsjahr entwickelt Leo XIV. keine neuen Theorien oder Strategien, die er mit seiner langjährigen persönlichen Erfahrung in Peru, fernab seiner Heimat, hätte versehen können. Papst Leo entschied sich stattdessen dafür, die Schwerpunkte und Erkenntnisse die missionarischen Impulse seiner Vorgänger als Bischöfe von Rom erneut aufzugreifen und deren Relevanz hervorzuheben.<br />Insbesondere in seinem jüngsten Brief an die Kardinäle bekräftigte Leo XIV. die Überlegungen von Mitgliedern des Kardinalskollegiums, die anlässlich des außerordentlichen Konsistoriums im Januar bemerkt hatten, dass das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus weiterhin „einen entscheidenden Bezugspunkt für die Wiederbelebung einer missionarischen Kühnheit“ darstelle, die „nicht durch organisatorische Exzesse belastet oder erstickt wird“. Unter den praktischen Vorschlägen, die Leo XIV. in seinem Brief an die Kardinäle wiederholte, erinnerte er an die Notwendigkeit, dass „Evangelii gaudium neu belebt werden“, müsse indem zunächst „ehrlich“ geprüft werde, was in den Jahren seit seiner Veröffentlichung umgesetzt und oder eben nicht umgesetzt wurde. Während insbesondere „der notwendigen Reform der Wege der christlichen Initiation Aufmerksamkeit geschenkt werden“ müsse. Und in Bezug auf die kirchliche Kommunikation betont er die Notwendigkeit, deren Wirksamkeit „auch auf der Ebene des Heiligen Stuhls in einem deutlich missionarischeren Sinne“ zu überdenken.<br /><br />“Kleine Herde” und “Weihrauchkörnchen” <br /><br />In seinem missionarischen Lehramt beschrieb Leo XIV. im ersten Jahr seines Pontifikats auch konkrete Kontexte, in denen die apostolische Arbeit kirchlicher Gemeinschaften stattfindet. Er bekräftigte, dass die Kirche auch wenn sie sich als „Minderheit“ erkenne, aufgerufen sei, „ohne Komplexe zu leben, als kleine Herde, die Hoffnung für alle bringt, und dabei zu bedenken, dass das Ziel der Mission nicht das eigene Überleben ist, sondern die Weitergabe der Liebe, mit der Gott die Welt liebt“ .<br />Zu den eindrucksvollsten Bildern, die der Nachfolger Petri zur Beschreibung der der Kirche anvertrauten Mission wählte, gehört jenes, das er der kleinen Kirche in Algerien aufzeigte: „Eure Präsenz in diesem Land lässt an den Weihrauch denken: Ein glühendes Körnchen, das Duft verbreitet, weil es dem Herrn Ehre erweist und vielen Brüdern und Schwestern Freude und Trost schenkt. Dieser Weihrauch ist ein kleines, kostbares Element, das nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, uns jedoch einlädt, unsere Herzen Gott zuzuwenden, indem wir uns gegenseitig ermutigen, in den Schwierigkeiten der heutigen Zeit durchzuhalten“ . <br /><br /><br /><br />Thu, 07 May 2026 11:28:46 +0200ASIEN/SRI LANKA - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttps://fides.org/de/news/77653-ASIEN_SRI_LANKA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttps://fides.org/de/news/77653-ASIEN_SRI_LANKA_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung , hat am 31. März 2026 Pfarrer Nayagam Roy Clarence aus dem Klerus der Diözese Kandy für die kommenden fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Sri Lanka ernannt. <br />Der neue Nationaldirektor wurde 1977 geboren und empfing 2006 die Priesterweihe. Er erwarb einen Bachelor in Philosophie und einen Bachelor in Theologie in Rom und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Theologie und Religionswissenschaft an der Katholischen Universität Löwen in Belgien .<br />Er war Kaplan in Nawalapitiya und an der Kathedrale von Kandy sowie Pfarrer in Gampola , Ampitiya und Ragala sowie Diözesandirektor des Apostolats für Migranten , der Laien und Familie und des interreligiösen Dialogs , Direktor der Nationalen Katholischen Kommission für die Laien , Kaplan der Gesellschaft des Heiligen Vinzenz von Paul , Kaplan für sri-lankische Migranten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Dozent am Priesterseminar Ampitiya in Kandy .<br /> <br />Wed, 06 May 2026 13:02:44 +0200ASIEN/INDIEN - Stellvertretender Sekretär der Bischofskonferenz zu Schwangerschaft bei Minderjährigen: “Indische Zivilisation würdigt Heiligkeit des Lebens”https://fides.org/de/news/77652-ASIEN_INDIEN_Stellvertretender_Sekretaer_der_Bischofskonferenz_zu_Schwangerschaft_bei_Minderjaehrigen_Indische_Zivilisation_wuerdigt_Heiligkeit_des_Lebenshttps://fides.org/de/news/77652-ASIEN_INDIEN_Stellvertretender_Sekretaer_der_Bischofskonferenz_zu_Schwangerschaft_bei_Minderjaehrigen_Indische_Zivilisation_wuerdigt_Heiligkeit_des_LebensNeu-Delhi – „Wir freuen uns über diese positive Entwicklung im Fall der schwangeren 15-Jährigen, da sie auf eine Abtreibung verzichtet hat. Wir hoffen, dass es ihr und dem Baby weiterhin gut geht und sichern ihr jegliche psychologische und moralische Unterstützung zu“, so Pfarrer Mathew Koyickal, stellvertretender Generalsekretär der Indischen Bischofskonferenz , gegenüber Fides. Bezug nimmt er dabei auf den Fall der 15-Jährigen Schwangeren, deren Eltern beantragt hatten, dass der Fötus im Alter von 30 Wochen freiwillig abgetrieben wird, was vom Obersten Gerichtshof bewilligt wurde. Die katholische Kirche in Indien äußerte sich bestürzt und forderte, dass das lebensfähige Kind gerettet werde, wodurch im Allgemeinen die Frage nach den Rechten des ungeborenen Kindes aufgeworfen wurde . <br />Mithilfe einer Weheneinleitung wurde das Frühchen nun am „All India Institute of Medical Sciences“ in Delhi entbunden. Das Neugeborene wiegt etwa 1,4 kg und befindet sich nun auf der Neugeborenen-Intensivstation, während es der Mutter gut geht und sie bald aus dem Krankenhaus entlassen wird. Das Neugeborene wird auf der Intensivstation künstlich beatmet und hat ein hohes Risiko für schwere und dauerhafte Behinderungen wie Blindheit, Taubheit und Entwicklungsverzögerungen.<br /> „Wir können sagen, dass in diesem Fall das Leben des Kindes und der Mutter gerettet wurde, doch die grundlegende Frage bleibt bestehen und wird angesichts der zahlreichen Fälle ungewollter Schwangerschaften, insbesondere bei Minderjährigen, auch in Zukunft immer wieder aufgeworfen werden“, erklärte der stellvertretende Sekretär der Bischofskonferenz gegenüber Fides.<br />Der Oberste Gerichtshof hat die Politik unterdessen aufgefordert, das Abtreibungsgesetz in Indien zu ändern, um solchen Fällen Rechnung zu tragen. Oft erfahren die Familien der Mädchen erst von der Schwangerschaft, wenn der Fötus bereits mehrere Wochen alt ist und somit die gesetzlich vorgeschriebene Frist für einen Schwangerschaftsabbruch überschritten hat. Der Familie bleibt dann nur die Möglichkeit, eine gerichtliche Genehmigung zu beantragen. Das Gericht bekräftigte im jüngsten Fall, dass es den Eltern obliegt, eine „informierte Entscheidung“ hinsichtlich eines möglichen Schwangerschaftsabbruchs zu treffen, da „ungewollte Schwangerschaften eine Belastung und ein Trauma für das minderjährige Mädchen darstellen können“. In Fällen einer frühen Schwangerschaft könne dies als „Kindesvergewaltigung“ bezeichnet werden, und „das Opfer wird für immer ein Trauma davontragen“, erklärte der Präsident des Obersten Gerichtshofs.<br />In diesem Zusammenhang haben katholische Juristen, Ärzte und Bischöfe auf die „gravierenden rechtlichen und ethischen Implikationen“ der Angelegenheit hingewiesen. Pfarrer Mathew Koyickal bekräftigt: „Indien ist eine Zivilisation, nicht nur ein Staat. Die in den alten indischen Schriften und philosophischen Traditionen verankerte moralische Weisheit spricht mit unmissverständlicher Autorität von der Heiligkeit des Lebens im Mutterleib. Die indische Kirche beruft sich heute auf dieses gemeinsame gesellschaftliche Erbe, um zu bekräftigen, dass der Schutz des ungeborenen Lebens nicht das Monopol einer einzelnen religiösen Tradition ist, sondern das gemeinsame Erbe des gesamten indischen Volkes.“<br />Vor diesem Hintergrund, fährt er fort, „fordern wir das Parlament auf, das Abtreibungsgesetz von 1971 zu überprüfen, um einen klaren und durchsetzbaren Rechtsschutz für ungeborene, aber lebensfähige Kinder zu gewährleisten. Die erste Pflicht des Staates ist der Schutz des menschlichen Lebens. Das Gesetz darf niemals zu einem Instrument der Gewalt gegen die schutzlosesten Mitglieder der Menschheit werden.“<br /> „Unsere Haltung zur Heiligkeit des Lebens bedeutet nicht Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leid“, präzisiert der Geistliche, „Sie entspringt vielmehr dem tiefsten Respekt vor der Würde jedes Menschen, ob geboren oder ungeboren. Das Leid eines Menschen – wie etwa einer jungen Mutter – wird nicht dadurch gelindert, dass ein anderer bewusst getötet wird. Dies ist die immerwährende Weisheit der Kirche, bestätigt sowohl durch das Naturrecht als auch durch die moralische Tradition jeder großen Zivilisation, die die Heiligkeit des Lebens achtet und ehrt.“<br /> Wed, 06 May 2026 12:52:17 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Terroristische Anschläge in Cabo Delgado: Über 700 Menschen fliehen aus Nangadehttps://fides.org/de/news/77651-AFRIKA_MOSAMBIK_Terroristische_Anschlaege_in_Cabo_Delgado_Ueber_700_Menschen_fliehen_aus_Nangadehttps://fides.org/de/news/77651-AFRIKA_MOSAMBIK_Terroristische_Anschlaege_in_Cabo_Delgado_Ueber_700_Menschen_fliehen_aus_NangadeNampula – Neue Terroranschläge, die sich in den letzten Tagen im Bezirk Nangade im Norden von Cabo Delgado ereignet haben, haben zahlreiche Familien zur Flucht gezwungen. Mindestens 776 Menschen, darunter Kinder, sind betroffen. Diese Angaben stammen aus dem jüngsten Bericht der Internationalen Organisation für Migration . Demnach haben die Betroffenen ihre Häuser in den Dörfern Machava, Samora Machel, Muangaza und Nkonga verlassen.<br />Laut einem von der lokalen Presse veröffentlichten Dokument, das sich auf den Zeitraum vom 17. bis 25. April bezieht, haben einige Familien in Mualela und anderen Gebieten des Bezirks Zuflucht gefunden. In einer Mitteilung, die Fides vorliegt heißt es, mehrere Anwohner hätten die Präsenz terroristischer Gruppen auf den Feldern des Dorfes Lijungo und in den tiefer gelegenen Gebieten der Gemeinde Nkonga bestätigt. Berichte über Plünderungen von Lebensmitteln seien in der vergangenen Woche eingegangen. In der Erklärung wird außerdem darauf hingewiesen, dass vor zwei Wochen Terroristen in die Dörfer des Distrikts Nangade zurückgekehrt sind, wo neben den mosambikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräften auch tansanische Streitkräfte im Rahmen der Zusammenarbeit und der nachbarlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern stationiert sind.<br /> Wed, 06 May 2026 11:50:07 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischof bittet im Marienmonat um das Gebet für die Freilassung von Pfarrer Asukawaye und zehn Gemeindemitgliedernhttps://fides.org/de/news/77650-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_bittet_im_Marienmonat_um_das_Gebet_fuer_die_Freilassung_von_Pfarrer_Asukawaye_und_zehn_Gemeindemitgliedernhttps://fides.org/de/news/77650-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_bittet_im_Marienmonat_um_das_Gebet_fuer_die_Freilassung_von_Pfarrer_Asukawaye_und_zehn_GemeindemitgliedernAbuja – „Ich bitte alle, für die Freilassung von Pfarrer Nathaniel Asukawaye und zehn Gemeindemitgliedern zu beten, die seit dem 7. Februar 2026 gefangen gehalten werden“, so Bischof Julius Yakubu Kundi von Kafanchan im Bundesstaat Kaduna in einer Einladung an Priester, Ordensleute und Laien der Diözese zum Gebet für die Freilassung des Pfarrers der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Karku, im Verwaltungsbezirk Kaura des Bundesstaates Kaduna. Der Geistliche und zehn Gemeindemitglieder waren am frühen Morgen des 7. Februar 2026 von bewaffneten Männern entführt worden . Bei dem Überfall kamen mindestens drei Menschen ums Leben.<br />In seinem Hirtenbrief zum Marienmonat bat Bischof Kundi auch um das Gebet „für die Bekehrung der Entführer“.<br />„Pfarrer Asukawaye befindet sich derzeit noch immer in Gefangenschaft“, präzisiert die Diözese und erinnert an seine Marienfrömmigkeit.<br />„Da Pfarrer Nathaniel ist Kaplan der Marianischen Gesellschaft ist und die Andachten im Mai und Oktober koordinierte, bittet der Bischof um besondere Gebete für seine Freilassung und die Bekehrung seiner Entführer während der diesjährigen Maiandachten“. Es wird außerdem um Gebete für die bedingungslose Freilassung weiterer Entführungsopfer gebeten, „insbesondere jener aus unserer Diözese“.<br /> <br />Wed, 06 May 2026 11:09:47 +0200