EUROPA/ÖSTERREICH - Pater Karl Wallner: "Der Glaube wächst mit der Bereitschaft zu helfen”

Donnerstag, 25 Juni 2026 päpstliche missionswerke   evangelisierung   missionarische Öffentlichkeitsarbeit  

Wien (Fides) – „Meine Erfahrung ist, dass Fundraising identisch ist mit Faithraising, denn der Glaube wächst mit der Bereitschaft zu helfen“, betont Pater Karl Wallner, ein Zisterzienser, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke („Missio Österreich“) in Österreich. Rückblickend auf die zehnjährige Tätigkeit in der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke erinnert sich Pater Wallner, dass die spirituelle Dimension von „Missio Österreich“ (gegründet 1922) von Beginn seiner Amtszeit an sehr präsent und eng mit dem päpstlichen Auftrag verbunden war. Es galt, die Päpstlichen Missionswerke bei Laien aber auch bei Priestern und Ordensleuten bekannt zu machen und gleichzeitig das Profil zu schärfen und effektiv über die eigene Arbeit zugunsten der Mission zu informieren.
„Die Menschen in Österreich sollten erfahren, in welchen Bereichen Missio hilft und wirkt“, erklärt Pater Wallner und beschreibt die bedeutenden Fortschritte in der Kommunikation während seiner Amtszeit. Kontinuierliche Arbeit in traditionellen Medien wurde mit einer Präsenz in neuen Medien, der Einrichtung eines professionellen Fernsehstudios, das seit Corona täglich eine heilige Messe überträgt, sowie mit Programmen für alle Altersgruppen und einer beachtlichen Reichweite in den sozialen Medien. Zu den erfolgreichsten Initiativen zählt eine Gebets- und Solidaritätsinitiative, die vom Beispiel der seligen Pauline Jaricot, Gründerin des Päpstlichen Missionswerks für die Glaubensverbreitung und des Lebendigen Rosenkranzes, inspiriert ist. Sie setzte auf Gebet, Information und Spenden. Ihre Seligsprechung im Jahr 2022 bot die Gelegenheit, ihr Charisma neu zu entdecken. Eine weitere Initiative sind „Priesterpatenschaften“, wobei jeder Priesterpate täglich für einen Seminaristen betet und einen monatlichen Beitrag spendet.
„Der wichtigste Aspekt all unserer Aktivitäten der vergangenen Jahre war das Bewusstsein für unseren Auftrag zu schärfen“, erklärt Pater Wallner. Heute unterstützt „Missio Österreich“ jährlich mehr als 740 pastorale, medizinische, soziale und Bildungsprojekte in den ärmsten Regionen der Welt.
„Für mich persönlich waren die 10 Jahre eine intensive Erfahrung von Weltkirche. Ich habe die Lebenssituation der Menschen in 25 Ländern live erlebt, darunter Pakistan, Amazonien, Myanmar und natürlich in vielen Ländern Afrikas. Ich durfte dem „Missionspapst“ Franziskus persönlich begegnen, Papst Leo XIV. war selbst Missionar und hat auch einen Sinn für ‚Fundraising‘“, so Pater Wallner, „Als wir ihm mit den „Jesus Bikern“ am 3. September 2025 ein BMW-Motorrad zum Signieren schenkten, hat er sich medienwirksam draufgesetzt. Das Bild ging um die Welt. Die Versteigerung des Motorrads brachte 130.000 Euro, mit denen wir mehrere Schulen in Madagaskar bauen können“.
#Pater Wallner, dessen Nachfolge am 1. September Pfarrer Johannes Laichner antreten wird, gilt auch der Dank des Exekutivkomitees der Päpstlichen Missionswerke, der von Pater Tadeusz Nowak (OMI), Generalsekretär des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung und derzeitiger Interimskoordinator der Päpstlichen Missionswerke, zum Ausdruck gebracht wird: „Heute möchten wir Pater Wallner unseren herzlichen Dank aussprechen, der in den vergangenen zehn Jahren unermüdlich und fruchtbar für die Weltmission tätig war, und wir danken Gott dafür, dass er uns die Gnade geschenkt hat, ihn auf diesem Weg bei uns zu haben.“
(EG) (Fides 25/06/2026)

Sri Lanka©2018PeterGoda


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