ASIEN/INDIEN - Manipur von sozialen Spannungen geprägt: Geiselkrise dauert an

Dienstag, 26 Mai 2026

Archdiocese of Inphal

Imphal (Fides) – Manipur kommt nicht zur Ruhe. Wie lokale Quellen berichten, eskaliert die Instabilität im Bundesstaat weiter. Bei Protesten wir die Freilassung von 14 Kuki- und 6 Naga-Geiseln gefordert, die von bewaffneten Gruppen entführt wurden. Die Situation ist von sozialen Spannungen geprägt. In mehreren Gebieten finden Straßenblockaden statt, und der Verkehr auf den Autobahnen in den Bergregionen ist unterbrochen.
Die Geiselkrise zwischen den Naga- und Kuki-Zo-Gemeinschaften dauert nun schon zwei Wochen an und ist trotz Verhandlungen, Vermittlungsversuchen von Religionsführern und Sicherheitskräften noch immer nicht beigelegt.
Die Krise begann nach einem Hinterhalt auf einen Konvoi von Baptistenpastoren, bei dem drei Pastoren – Vumthang Sitlhou, Reverend Kaigoulun Lhouvum und Pastor Paogoulen Sitlhou – getötet wurden (vgl. Fides 13/05/2026). Die darauf folgenden Entführungen als Vergeltungsmaßnahme zeigen, wie schnell die Situation von allgemeiner Instabilität geprägt ist.
Trotz der Angriffe haben sich christliche Religionsvertreter direkt als Vermittler in die Krise eingeschaltet, in die zivile Geiseln beider Gemeinschaften sowie Stammesorganisationen, zivilgesellschaftliche Gruppen, lokale Behörden und Sicherheitskräfte verwickelt sind, um die Freilassung der Entführten zu erreichen.
Die Ermittlungen im Zusammenhang mit Mord an den drei Pastoren dauern an. Die Angreifer sind bisher nicht identifiziert, und die Gründe für das Massaker, das Menschen traf, die sich aktiv für Frieden und Versöhnung einsetzten, sind unklar. Fünf Verletzte des Hinterhalts befinden sich weiterhin im Krankenhaus von Imphal.
Der Angriff gibt Anlass zu ernster Besorgnis um die Sicherheit der Religionsvertreter in einem offenen Konfliktgebiet. „Christliche Gemeinden, die sich dem Frieden verschrieben haben, sind zunehmend gefährdet“, sagte ein örtlicher Priester gegenüber Fides. „Gerade jetzt“, betonte er, „müssen wir die Religionsvertreter schützen, die sich im interethnischen Konflikt zwischen den ethnischen Gruppen der Kuki, Meitei und Naga für Versöhnung einsetzen.“
Manipur ist seit 2023 von einem Konflikt betroffen, der zunächst zwischen den Kuki und Meitei ausgetragen wurde und sich später auf die Naga ausweitete.
(PA) (Fides 26/5/2026)


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