MYANMAR - Neue Kirche in der Diözese Pathein: "Ein Zeichen für Gottes Wirken, trotz Unsicherheit und Not“

Samstag, 9 Mai 2026

Archdiocese of Pathein

Pathein (Fides) – Die neue katholische Kirche „St. Remigio“ in dem Dorf Taungyagone in der Diözese Pathein im zentralwestlichen Myanmar ist „ein Geschenk des Heiligen Geistes, ein Zeichen für Gottes Wirken, trotz Unsicherheit und Not“, sagte Bischof Henry Eikhlein von Pathein, bei der Weihe und offiziellen Eröffnung des neuen Gotteshauses. Während der feierlichen Messe am 3. Mai, an der Priester, Ordensleute, Katecheten und Katechetinnen sowie zahlreiche Gläubige teilnahmen, empfingen 70 Jugendliche das Sakrament der Firmung. „Der Geist erneuert das Antlitz der Erde. Der Herr sendet seinen Geist; er verlässt uns nicht“, bemerkte Bischof Henry und forderte die Anwesenden auf, „in jeder Lage die Hoffnung nicht aufzugeben“ und Gottes Wirken stets zu erkennen.
„Der Geist Gottes“, sagte er, insbesondere an die Firmlinge gewandt, „macht euch zu Missionaren und Missionarinnen, damit ihr in die entlegensten Orte zu Einsamen, Vertriebenen oder Ausgegrenzten gehen und ihnen ein Wort der Güte und den Trost der Liebe Gottes bringen könnt.“ „Ist Herz verwandelt durch den Heiligen Geist“, fügte er hinzu, „so ist es erfüllt von Liebe und Großzügigkeit und wird so zu einer Quelle der Stärkung für eure Mitmenschen.“
Der Bischof dankte für das Geschenk der neuen Kirche und bemerkte: „Gott hat die Pfarrei Taungyagone gesegnet und wird dies auch weiterhin mit seinem reichen Segen tun.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass – trotz der gegenwärtig schwierigen Lage – „junge Menschen weiterhin den Glauben bezeugen und Liebe und Versöhnung in der von Konflikten und Leid geprägten Gesellschaft und Region verbreiten werden.“
Pfarrer Peter Saw Ngwe von der Pfarrei in Taungyagone erklärte, die Feier sei „ein bedeutender Moment für die katholische Gemeinde vor Ort“ und „ein Zeugnis für das Wachstum und die Lebendigkeit der Kirche im Bistum Pathein, die hoffnungsvoll und vertrauensvoll in die Zukunft auf die erneuernde Kraft des Heiligen Geistes blickt.“
Pathein ist die viertgrößte Stadt Myanmars und die Hauptstadt der Region Ayeyarwady. Sie liegt etwa 190 km westlich von Yangon am Ufer des Pathein-Flusses, dem westlichen Arm des Irrawaddy-Deltas. Wie lokale Quellen berichten, hat sich die Sicherheitslage in der Region Pathein seit Anfang 2026 verschlechtert, da der Bürgerkrieg nun auch dieses vom Zentralstaat kontrollierte und zuvor als stabil geltende Gebiet erreicht hat. Die Unsicherheit rührt daher, dass die „Arakan Army“ und verbündete Widerstandskräfte aus dem benachbarten Bundesstaat Arakan in Richtung Pathein vorrücken und die reguläre Armee zwingen, ihre Verteidigung rasch zu verstärken. In den umliegenden Gemeinden dauern die heftigen Kämpfe an, und Rebellen versuchen, die Kontrolle über die wichtigsten Verkehrswege zu erlangen. Diese Kämpfe haben schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung und führten in den letzten sechs Monaten zur Vertreibung Tausender Menschen. Von den über 7,5 Millionen Einwohnern der Region Pathein sind 65.000 Katholiken.
(PA) (Fides 9/5/2026)


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