EUROPA/SPANIEN - “Ich fürchte kein Unheil. Denn du bist bei mir“: Dokumentarfilm zum Glaubenszeugnis der karmelitischen Märtyrerinnen von Guadalajara

Sonntag, 3 Mai 2026 märtyrer  

HM Television

Guadalajara (Fides) – „Ich fürchte kein Unheil. Denn du bist bei mir“, daran inspiriert sich der Titel des Dokumentarfilms „Du gehst mit mir: die karmelitischen Märtyrerinnen von Guadalajara“, der am Samstag, dem 2. Mai, auf dem YouTube-Kanal von HM Television ausgestrahlt wurde.

Das für die Erstausstrahlung gewählte Sendedatum fällt mit dem Jahrestag des Eintritts der Seligen Teresa del Nino Jesus y de San Juan dela Cruz in das Kloster San José in Guadalajara (Spanien) am 2. Mai 1925 zusammen. Die Ordensschwester wurde am 24. Juli 1936 zusammen mit der Seligen María Pilar de San Francisco de Borja und María Ángeles de San José im Zuge der Religionsverfolgung zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs ermordet.

Der Dokumentarfilm schildert das Leben und den Glauben der drei Unbeschuhten Karmelitinnen, die als Vorbilder der Heiligkeit, Treue zum Glauben und Vergebung gelten. Recherchen zufolge staben sie aus Hass auf den Glauben.

An der Dokumentation nehmen mehrerer Experten teil. Pater Fernando Moral Acha, stellvertretender Direktor des Amtes für Selig- und Heiligsprechungsverfahren der Spanischen Bischofskonferenz, betont: „Die Berichte über die Märtyrerinnen schildern nicht nur das Leben, den Tod, die Chronologie von Ereignissen, sondern sind ein wahres Zeugnis des Lebens.“ Pater Jorge López Teulón, Postulator der Selig- und Heiligsprechungsverfahren der Märtyrerinnen der religiösen Verfolgung von 1934–1939, hebt die Bedeutung dieser Ereignisse hervor: „Was in Spanien geschah, war die größte Verfolgung in der Geschichte der Kirche in kürzester Zeit: In nur sechs Monaten verloren zwölf Bischöfe, ein Apostolischer Administrator, mehr als 4.000 Priester und mehr als 3.000 Ordensleute ihr Leben durch Gewalt.“ Antonio Benéitez Domínguez OCD, Prior des Klosters San Benito el Real in Valladolid, stellt die drei Ordensfrauen als „Vorbilder der Antwort auf Gottes Ruf“ vor. Zum Schluss erinnert Schwester Humildad Blanco Ortega, eine Karmelitin aus dem Orden der Heiligen Familie, daran, dass „das Leben eines Märtyrers nicht improvisiert werden kann, sondern Tag für Tag vorbereitet wird“.

Die Sammlung enthält auch Berichte aus dem Kloster in Guadalajara, darunter den einer unbeschuhten Karmelitin aus der Ordensgemeinschaft und Aussagen von Angehörigen der Seligen. Zu den bedeutendsten Zeugnissen zählt der Bericht über die Bekehrung eines der Verantwortlichen für das Martyrium der Nonnen.

Die drei Ordensfrauen gehören zu den Märtyrerinnen, die in den 1930er Jahren während der Gewaltwellen, die katholische Gemeinden in Spanien heimsuchten, getötet wurden. Sie waren die ersten Opfer dieser Zeit, die am 29. März 1987 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wurden. Am 27. April desselben Jahres billigte der Papst neue Dekrete bezüglich des Martyriums von Stanislao Ortega García und 48 seiner Gefährten sowie des Priesters Emanuele Berenguer Clusella, die ebenfalls 1936 aus Hass auf den Glauben ermordet wurden.
(Fides 03/5/2026)


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