Madrid (Fides) – „Missionare leisten Außergewöhnliches und gehen dabei weit über ihre Pflichten hinaus; sie tragen zum Aufbau der Kirche in den Gebieten bei, in denen sie tätig sind. Daher ist einer ihrer wichtigsten Beiträge die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten, die zu Aposteln in ihrer eigenen Kulturen werden“, so Pfarrer José María Calderón, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke (PMS) in Spanien, anlässlich der gemeinsamen Feierlichkeiten zum Tag der einheimischen Berufungen und zum Welttag des Gebets für geistliche Berufungen in Spanien.
In einer Mitteilung der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Spanien wird darauf hingewiesen, dass das Päpstliche Missionswerk des Heiligen Apostels Petrus rund 751 Priesterseminare (Kleine Seminare, Vorbereitende Seminare und Große Seminare) unterstützt, die sich insbesondere der Ausbildung einheimischer Priester in den vom Dikasterium für Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen) betreuten Gebieten widmen.
Im vergangenen Jahr verteilte das Werk des heiligen Apostels Petrus Zuschüsse in Höhe von 15.793.859,18 € an die verschiedenen Seminare, wovon rund 2 Millionen € aus den in Spanien anlässlich des Tages der einheimischen Berufungen gesammelten Spenden stammten.
Insgesamt 78 Prozent dieser Gelder dienen als jährlicher Zuschuss für die laufenden Kosten der Priesterseminare und die Unterstützung der Seminaristen. Der Rest wird für spezielle Bedürfnisse verwendet, wie den Bau neuer Unterrichtsräume, die Installation von Solaranlagen und die Zahlung von Studiengebühren.
Die Bedeutung der Unterstützung von Priesterseminaren und der Förderung einheimischer Berufungen wird auch durch Erfahrungen wie die von Bischof Vincent Frederick Mwakhwawa, dem ehemaligen Direktor des Priesterseminars in Malawi, deutlich. Er erzählt, wie ihn als Kind das Zeugnis eines italienischen Missionars beeindruckte, der alle vier Monate sein Dorf besuchte, um die Eucharistie zu feiern. Heute ist Vincent Frederick Mwakhwawa Weihbischof von Lilongwe in Malawi und erinnert sich: „Meine Eltern hatten kein Geld, aber dank des Päpstlichen Missionswerks des heiligen Apostels Petrus, die alle diözesanen Priesterseminare in meinem Land unterstützt, durfte ich ab meinem 14. Lebensjahr eine Ausbildung erhalten. Ich bin sozusagen das Ergebnis der Großzügigkeit gütiger Menschen, die für uns gespendet und gebetet haben. Ihnen bin ich zutiefst dankbar.“
Die meisten jungen Männer, die in Malawi ins Priesterseminar kommen, verfügen nicht über ausreichende familiäre finanzielle Mittel, um die Ausbildungszeit zu finanzieren.
(EG) (Fides 26/4/2026)