AFRIKA/SÜDSUDAN - Bischof von Tombura Yambio dankt Papst Leo XIV. für seinen Besuch: „Die wahre Frucht wird sich darin zeigen, was aus uns wird”

Montag, 27 April 2026

Tombura Yambio (Fides) – Aus dem Südsudan dankt der Bischof der Diözese Tombura-Yambio und Präsident der Kommission zur Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung (Integral Human Development Commission) der Katholischen Bischofskonferenz des Sudan und Südsudans (SSS-CBC), Eduardo Hiiboro Kussala, Papst Leo XIV. für seinen kürzlich beendeten Besuch auf dem afrikanischen Kontinent.
Bischof Hiiboro hebt die tiefgreifende Wirkung hervor, die die verschiedenen Päpste seit dem historischen Besuch von Papst Franziskus vom 3. bis 5. Februar 2023 in Afrika hinterlassen haben (vgl. Fides 27/01/2023). „Seine Liebe zu unserem Kontinent beschränkte sich nicht auf Worte, sondern offenbarte sich in einer Geste, die in die Geschichte eingehen wird“, so der Bischof über Papst Franziskus. „Als er vor unseren politischen Führern niederkniete und ihnen die Füße küsste, verwandelte er Diplomatie in eine prophetische Geste. Diese Geste bleibt ein moralischer Appell an unsere Nation, ein Aufruf zur Umkehr, zur Versöhnung und zu mutigem Friedensaufbau“.
„In der Tradition prophetischer Taten markiert nun auch der erste Auslandsbesuch Papst Leos XIV. in Afrika einen entscheidenden und gnadenreichen Moment für die Kirche und den Kontinent“, so Bischof Hiiboro weiter. „Vom Augenblick seiner Ankunft in Algerien an war seine Richtung klar. Er konzentrierte sich auf die Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium: ‚Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden‘, und legte sie Afrika und der Welt als lebendigen Leitfaden vor“, schreibt der Prälat. „Diese Vision aus dem Evangelium bildet den Kern seiner Botschaft. Sie ist Trost und Auftrag zugleich. Auf einem Kontinent, der reich an Glauben, aber gezeichnet von den Wunden des Konflikts und fragilen Strukturen ist, bieten die Seligpreisungen einen prophetischen Schlüssel, um Führung, Gesellschaft und die Sendung der Kirche neu zu denken. Durch die Seligpreisungen definiert Papst Leo XIV. Macht und Erfolg neu. Er ruft Führungskräfte zur Demut, Nationen zur Gerechtigkeit und Gesellschaften zur Barmherzigkeit auf. Er erinnert uns daran, dass Frieden nicht das Schweigen der Waffen ist, sondern die Frucht von Wahrheit, Gerechtigkeit und Achtung der Menschenwürde. Unser Weg zum Frieden bleibt zerbrechlich. Doch unsere Kirche ist lebendig, wächst und ist voller junger Menschen, deren Glaube ein Zeichen der Hoffnung ist. Wir beten weiterhin für Einheit, Heilung, verantwortungsvolle Führung und Chancen für unsere jungen Menschen“.
„Die Stimmen der Päpste durch die Jahrhunderte vereinen sich in einem einzigen Appell“, betont der Bischof, „Papst Johannes Paul II. sagte: ‚Fürchtet euch nicht‘. Papst Benedikt XVI. rief Afrika auf: „Steh auf und geh deinen Weg‘. Papst Franziskus wies auf den Weg der Demut und Brüderlichkeit hin. Nun schlägt Papst Leo XIV. die Seligpreisungen als Lebensstil vor. Die Herausforderung ist klar: Wir müssen von Worten zu Taten übergehen, die prophetische Stimme der Kirche wiedererlangen und gewissenhafte Führungskräfte ausbilden. Wir müssen junge Menschen begleiten und durch Dialog und Begegnung Frieden schaffen. Vor allem aber müssen wir das leben, was wir verkünden. Die Seligpreisungen sind nun für Afrika der lebendige Weg: ‚Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden‘. Das ist unsere Identität. Das ist unsere Sendung“.
„Dieser Besuch wird nicht nur wegen seiner Momente, sondern vor allem wegen seiner Bedeutung in Erinnerung bleiben. Seine wahre Frucht wird sich darin zeigen, was aus uns wird“, so Bischof Hiiboro abschließend.
(AP) (Fides 27/4/2026)


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