Abuja (Fides) – „Glaube und Hoffnung in turbulenten Zeiten“. Schon der Titel der Osterbotschaft von Bischof Matthew Hassan Kukah von Sokoto, deutete darauf hin, was während der Osterfeiertage geschehen würde. Mehr als 30 Menschen wurden am Ostersonntag bei koordinierten Angriffen bewaffneter Gruppen in einigen Gebieten des Bundesstaates Benue und im südlichen Teil des Bundesstaates Kaduna getötet.
Im Bundesstaat Benue kamen mindestens 17 Menschen in Mbalom im Verwaltungsbezirk Gwer East gewaltsam ums Leben, während im Bundesstaat Kaduna mindestens weitere 15 Menschen bei verschiedenen Überfällen auf einige Dörfer getötet wurden.
Augenzeugen zufolge handelte es sich um koordinierte Überfälle von mindestens Dutzenden schwer bewaffneter Männer, die gleichzeitig Kirchen und Wohngebiete ins Visier nahmen.
Im Bundesstaat Kaduna gab die Armee bekannt, nach einem Angriff auf das Dorf Ariko während der Osterfeierlichkeiten 31 Geiseln befreit zu haben. Mindestens 5 Menschen wurden tot aufgefunden, während Anwohner berichten, dass mindestens 7 Menschen getötet und weitere entführt wurden. Insbesondere wurden Gläubige ins Visier genommen, die sich zu den Osterfeierlichkeiten in der einheimischen „First Ecwa Church“ und der katholischen St.-Augustinus-Kirche versammelt hatten.
Die Gewalttaten betrafen auch andere Bundesstaaten wie Zamfara, wo am Karsamstag, dem 4. April, bewaffnete Männer in die Dörfer Kurfa Danya und Kurfan Magaji in der Region Bukkuyum einfielen und mehr als 150 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, entführten.
Bischof Kukah betonte in seiner Osterbotschaft, dass die Unsicherheit, unter der Nigeria leidet, zu einer humanitären Notlage geworden sei, mit Tausenden von Toten, Millionen von Vertriebenen und zerrissenen Gemeinschaften. „Nach über 20 Jahren und weit über 20.000 Leichen … wütet der Sensenmann weiterhin ungestört im Land“, erklärte er.
Auch die vom Vorsitzenden katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Matthew Man-Oso Ndagoso von Kaduna, unterzeichnete Osterbotschaft Bischöfe des Landes stellt die schwierige Lage, in der die Nigerianer leben, in den Mittelpunkt. „Gebt jetzt nicht auf, haltet an der Hoffnung fest!“, lautet die Aufforderung der nigerianischen Bischöfe.
„Das Leiden der Nigerianer von heute findet seinen Sinn im Kreuz Christi“, heißt es in der Botschaft, in der betont wird, dass der Tod und die Auferstehung Christi Trost und Hoffnung spenden.
In ihrer Botschaft unterstreichen die Bischöfe, dass die Schwierigkeiten, unter denen die Nigerianer leben, eine direkte Folge jahrelanger Regierungsführung sind, die von Selbstsucht und Gier, Vetternwirtschaft und Tribalismus sowie einem völligen Mangel an Engagement für das Gemeinwohl geprägt war.
Trotz der anhaltenden Gewalt erinnern die Bischöfe daran, dass die Kraft der Auferstehung gewährleistet, dass „das Weinen eine Nacht dauern mag, aber am Morgen die Freude kommt“.
(L.M.) (Fides 8/4/2026)