Abuja (Fides) – „Die unaufhörlichen gewalttätigen Angriffe und sinnlosen Tötungen im ganzen Land sind unmenschlich, nicht zu rechtfertigen und ein schwerer Angriff auf die Unantastbarkeit des Lebens“, erklärte der katholische Laienrat Nigerias (Catholic Laity Council of Nigeria, CLCN) in einer Stellungnahme im Anschluss an die 157. Versammlung des Vorstands in Akure (Ondo State) am vergangenen Wochenende.
Der größte Verband nigerianischer Laien ruft die politischen und institutionellen Führungskräfte dazu auf, „Leben und Eigentum zu schützen und gleichzeitig nachhaltige Wirtschaftspolitiken umzusetzen, die die Menschenwürde zum Wohle der gesamten Nation in den Vordergrund stellen.“
Die Zunahme bewaffneter Banden und schwerer Formen der Bandengewalt hat verschiedene Ursachen, eine der Hauptursachen liegt jedoch in der Armut eines großen Teils der Bevölkerung in einem Land, das reich an Bodenschätzen ist. Der Rat der Laien prangert deshalb „die Kluft zwischen Arm und Reich sowie die wachsenden Schwierigkeiten an, die das Leid vieler Nigerianer verschärfen“, und ruft die Bevölkerung auf, „Ungerechtigkeiten anzuprangern, den Frieden zu fördern, die Schwächsten zu verteidigen und die Würde jedes Menschen zu schützen.“
Der katholische Laienrat von Nigeria ist überzeugt, dass „wahre Entwicklung in der modernen Gesellschaft nicht allein am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen werden kann“, sondern „auf der effektiven Verbesserung der Lebensbedingungen und der Emanzipation der Menschen beruht“.
Wenn wahre Entwicklung auf der Menschenwürde gründe, „wirkt diese als treibende Kraft für soziale Gerechtigkeit und schafft eine nachhaltige, mitfühlende und stabile Gesellschaft“.
Die Stellungnahme schließt mit der Bekräftigung des Engagements des Rates, „in Zusammenarbeit mit der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria (CBCN) für das Wohl der Bevölkerung zu arbeiten, indem Frieden, Einheit, Gerechtigkeit und verantwortungsvolle Führung in Nigeria gefördert werden.“ „Wir werden uns energisch dafür einsetzen, dass die Regierung ihren Verpflichtungen nachkommt, Möglichkeiten zur Selbstbestimmung schafft und Probleme wie Unsicherheit, Ungleichheit und Ausgrenzung angeht, während wir gleichzeitig die Bildung und das Wachstum der Laien durch Katechese und ein tieferes Verständnis der Soziallehre der katholischen Kirche fördern.“
In Nigeria kommt es weiterhin zu Morden, Raubüberfällen und Angriffen auf Dörfer. Zu den jüngsten Opfern zählt der anglikanische Priester Emmanuel Ezeokwe, der in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages, dem 21. April, von einer Banditenbande ermordet wurde.
Ezeokwe war Pfarrer der anglikanischen Kirche von Zinai im Erzdiakonat der anglikanischen Diözese Yola.
Laut einer Erklärung der anglikanischen Kirche von Nigeria, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, wurde der Geistliche von Banditen getötet, die die Gemeinde Zinai im Distrikt Song des Bundesstaates Adamawa im Nordosten Nigerias überfielen.
(L.M.) (Fides 22/4/2026)