AFRIKA/MADAGASKAR - Diözesen des Landes bringen Hilfen für die vom Zyklon „Gezani“ betroffenen Familien auf den Weg

Freitag, 20 Februar 2026

Moramanga (Fides) – „Es war eine sehr schwere Zeit für die Menschen, und das gilt auch für die gesamte christliche Gemeinde, da die meisten Kirchen schwer beschädigt wurden. In einer Kirche in Tamatave wurde das Dach komplett weggerissen und die Abdeckung zerstört“, so Bischof Rosario Vella von Moramanga während seines Besuchs in Rom im Gespräch mit Fides über die Folgen Zyklons „Gezani“, der die Insel kürzlich heimgesucht hatte (vgl. Fides 17/02/2026).
Madagaskar wird jedes Jahr von Wirbelstürmen heimgesucht, und in diesem Jahr richtete „Gezani“ insbesondere im Zentrum der Insel, ausgehend von der Stadt Tamatave, schwere Schäden an. Der Wirbelsturm hatte sich im Pazifik gebildet und traf mit großer Wucht, heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von 240 bis 245 Kilometern pro Stunde auf die Stadt. Dabei wurden 75 bis 80 Prozent der Häuser schwer beschädigt.
„Alle Randgebiete, oder besser gesagt, die armen Viertel der Stadt, wo die Häuser nicht aus Ziegeln, sondern meist aus Holz oder Stroh bestehen“, fährt der Bischof fort, „wurden buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. Wir alle haben sofort gehandelt, nicht nur für die Häuser, sondern vor allem für die Familien, die praktisch alles verloren haben, was sie besaßen. In allen Diözesen wurden über die verschiedenen diözesanen und nationalen Caritas-Stellen Spendenaktionen zur Sammlung von Geld, Lebensmittel, Kleidung und allem anderen, was zum täglichen Leben nützlich ist, auf den Weg gebracht. Selbst die Regierung, die in solchen Fällen normalerweise sehr wenig unternimmt, scheint diesmal wirklich aktiv geworden zu sein, und wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit viele positive Ergebnisse bringen wird.“
„Mein Bistum grenzt an das Katastrophengebiet, aber Gott sei Dank liegt Moramanga etwa 200 Kilometer entfernt und wurde daher weniger stark beschädigt. Einige Kirchen der Diözese wurden komplett zerstört, andere waren völlig verwüstet. Die von Ordensschwestern geführte Schule wurde ebenfalls schwer beschädigt, und einige Gebäude wurden vollständig zerstört“, so Bischof Vella.
Nach seiner Rückkehr in die Diözese wird der Bischof von Moramanga, die betroffenen Gebiete unverzüglich besuchen, um sein Mitgefühl mit den Opfern zum Ausdruck zu bringen und sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen.
(AP) (Fides 20/2/2026)


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