AFRIKA/MADAGASKAR - Nach Zyklon „Gezani“: Bischöfe bitten um Spenden für die Opfer

Dienstag, 17 Februar 2026

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Antananarivo (Fides) – Die durch den Zyklon „Gezani“ verursachten Schäden sind noch nicht vollständig erfasst. Bislang hat er 25 Distrikte in fünf Regionen der Insel im Indischen Ozean verwüstet. Laut einer vorläufigen Einschätzung des Nationalen Büros für Risiko- und Katastrophenmanagement (BNGRC) vom 16. Februar dauern die Lagebeurteilungen vor Ort und die Sofortmaßnahmen an. Insgesamt 49.129 Gebäude, darunter zwei Krankenhäuser und sieben Regierungsgebäude, wurden beschädigt; 59 Menschen kamen ums Leben; 15 werden vermisst; 804 wurden verletzt; 423.986 Menschen (104.706 Familien) sind betroffen; und 27.756 Häuser wurden überflutet. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) schätzt, dass 16.428 Menschen (4.045 Familien) vertrieben wurden. Toamasina, die zweitgrößte Stadt der Insel, wurde am schwersten getroffen. Ihre Einwohner sind weiterhin ohne Wasser und teilweise auch ohne Strom.
Am 11. Februar rief die Bischofskonferenz von Madagaskar in einem von ihrem Sekretär Jean-Claude Rakotoarisoa unterzeichneten Schreiben zur Solidarität mit den Opfern des Zyklons auf. Sie bat alle katholischen Gläubigen, den Opfern des Zyklons zu helfen, der zahlreiche Ortschaften, insbesondere die Diözese Toamasina im Osten der Hauptinsel, verwüstet hatte. Für die Organisation der Hilfsmaßnahmen sind Bischöfen und Verantwortliche in den Diözesen zuständig; alle werden gebeten, ihren Spendenaufrufen zu folgen. Am Sonntag, dem 15. Februar, drückte Papst Leo XIV. am Ende des Angelusgebets seine Verbundenheit mit dem madagassischen Volk aus, das von den verheerenden Zyklonen Fytia und Gezani betroffen ist: „Meine Gedanken sind bei den Menschen in Madagaskar, die innerhalb kurzer Zeit von zwei Zyklonen mit Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht wurden. Ich bete für die Opfer und ihre Familien sowie für alle, die schwere Schäden erlitten haben“, so der Papst.
Laut madagassischen Behörden wurde Madagaskar bereits Anfang Februar im Nordwesten vom tropischen Wirbelsturm Fytia getroffen, der mindestens sieben Todesopfer forderte und über 20.000 Menschen vertrieb. Obwohl der Wirbelsturm am vergangenen Samstag, dem 14. Februar, nicht direkt auf Land traf, verursachte er in den Provinzen Inhambane und Sofala im benachbarten Mosambik vier Todesopfer und Schäden an Infrastruktur und Häusern. Präsident Daniel Chapo bestätigte am Rande des Gipfels der Afrikanischen Union in Addis Abeba die Zahl der Todesopfer und erklärte, die Zahl der Opfer sei dank der Befolgung der Anweisungen der Behörden durch die Bevölkerung relativ niedrig. Provinzgouverneur Francisco Pagula bestätigte Schäden an öffentlicher Infrastruktur und Häusern. Chapo betonte jedoch, dass präventive Evakuierungen und die Beachtung der Frühwarnungen entscheidend für die Minimierung der Schäden gewesen seien.
In Südostafrika kommt es von Oktober bis April immer wieder zu Tropenstürmen, die schwere Sachschäden und zahlreiche Todesfälle verursachen.
(AP) (Fides 17/2/2026)


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