Lyon (Fides) – Die Ausstellung „Destination Asien, eine Missionsreise mit Legosteinen“, die von den „Missions Étrangères de Paris“ (MEP), der Gesellschaft für Auslandsmissionen von Paris, realisiert wurde, kommt nach Lyon.
Die Ausstellung ist vom 4. Februar bis zum 29. Juni 2026 in Lyon zu sehen und wird in der „Maison de Lorette“ gezeigt. Das „Maison de Lorette“ gehört zu den Päpstlichen Missionswerken in Frankreich und bewahrt nicht nur die Geschichte und Spiritualität der Gründerin des Päpstlichen Werkes für die Verbreitung des Glaubens, der seligen Pauline Jaricot, die dort 1799 geboren wurde, sondern ist auch der Hauptsitz der Päpstlichen Missionswerke in Frankreich .
Die Ausstellung, die von November 2024 bis Juli 2025 im Pariser Sitz der Gesellschaft für die Auslandsmissionen mit großem Publikumserfolg zu sehen war, kommt dank der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Missionsgesellschaft und den Päpstlichen Missionswerken in Frankreich nach Lyon. Einer der Brüder der seligen Pauline Jaricot war Priester bei den Pariser Auslandsmissionen und berichtete seiner Schwester aus China von den Bedingungen und Schwierigkeiten der Missionare, die damals aufbrachen, um das Evangelium in fernen Ländern zu verkünden. Das war der Funke, aus dem Pauline Jaricots Wunsch entstand, die Missionare mit Gebeten und Spenden zu unterstützen. Dort begann die Geschichte der Päpstlichen Missionswerke mit der späteren Gründung des Päpstlichen Werkes für die Verbreitung des Glaubens.
Die Ausstellung, die in Lyon zu sehen sein wird und aus 102.850 Legosteinen besteht, ist eine leicht verkleinerte Version der Ausstellung in Paris, verfolgt jedoch dieselben Ziele. In erster Linie möchte „Destination Asien, eine Missionsreise mit Legosteinen” ein breites Publikum ansprechen, das von Enkelkindern bis zu den Großeltern reicht. Sie möchte eine Brücke zwischen Frankreich, Asien und dem Indischen Ozean schlagen, indem sie ein menschliches Erbe mit einer modernen, generationsübergreifenden und multikulturellen Sprache veranschaulicht.
Als Instrument des zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucks sind die Bausteine mehr als nur ein Spielzeug, sie werden zu einem innovativen Kommunikationsmittel, das Spiel, Erfindungsreichtum und Pädagogik vereint.
Acht Modelle aus Legosteinen führen den Besucher von Japan über China, Vietnam und Indien bis nach Madagaskar. Eine Reise zur Entdeckung der Kulturen, Religionen und Völker des riesigen Kontinents, die auch dank der Ausstellung und Einsichtnahme von Dokumenten aus dem Archiv der Päpstlichen Missionswerke und der Vorführung eindrucksvoller Videos möglich ist.
Der Rundgang durch die Ausstellung gliedert sich in vier Themenbereiche, denen eine Einführung mit dem Titel „Willkommen in Asien” vorangestellt ist. Diese bietet Informationen zum historischen, geografischen, kulturellen und religiösen Kontext und ist mit dem Lego-Modell verbunden, das das „Marina Bay Sands” in Singapur nachbildet. Dabei handelt es sich um einen architektonischen Komplex, der zum Symbol für die futuristische Modernität vieler asiatischer Städte geworden ist. Anschließend wird der Besucher von einem Führer, einem Freiwilligen der MEP, zu den Themenbereichen begleitet.
Der erste Abschnitt mit dem Titel „Auf den Spuren der ersten Brückenbauer” erzählt die Geschichte der Gründung der Gesellschaft für die Auslandsmissionen von Paris, von der Gründung des Seminars bis zu den ersten Missionen in Asien, sowie die Arbeit und den Beitrag im Bereich der Sprachwissenschaft und des Druckwesens zur Verbreitung der Bibel in Asien. Ausdruck dieses Engagements ist das Lego-Modell, das die Druckerei von Nazareth in Hongkong nachbildet, gefolgt vom Modell der Kirche von Oura in Nagasaki, einem symbolträchtigen Denkmal für die Geschichte der sogenannten „verborgenen Christen Japans”. In dieser Kirche fand Pater Bernard Petitjean die Anwesenheit japanischer Christen, die die lange Zeit der Verfolgungen in Japan überstanden hatten.
„Auf dem Weg des Dialogs“ ist hingegen der zweite Abschnitt, der die Vielfalt der Völker Asiens hervorhebt. Der Kontinent war Geburtsort der drei großen monotheistischen Religionen und ist auch die Wiege des Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus und vieler anderer Religionen und spiritueller Traditionen. Die Ausstellung thematisiert den interreligiösen Dialog in seinen asiatischen Besonderheiten (Mission – Dialog – Harmonie). Die Lego-Modelle in diesem Abschnitt stellen die Kathedrale von Myeongdong in Seoul und die Treppenanlagen von Varanasi am Ufer des Ganges in Indien dar.
„An der Seite der Bedürftigen” ist der dritte Bereich, der das soziale Engagement der Missionare von gestern und heute würdigt, insbesondere die Arbeit mit der lokalen Bevölkerung im Bereich Bildung und Gesundheit. Die großartige Arbeit, die in 30 Jahren Mission in Madagaskar geleistet wurde, wird anhand des Lego-Modells von Tsarahasina veranschaulicht, ebenso wie die wesentliche Rolle der Frauenkongregationen, die durch das Kloster „Les Amantes de la Croix“ in Ho-Chi-Minh-Stadt repräsentiert wird.
Das letzte Lego-Modell, das den vierten Abschnitt „Die Frohe Botschaft verkünden“ darstellt, reproduziert das Mosaik der Göttlichen Barmherzigkeit in Port Bergé in Madagaskar.
Alle in der Ausstellung gezeigten Modelle sind auf Transportkisten aus Holz platziert, die den Besucher in die Welt der Missionsreisen eintauchen lassen. Jedes Modell wird durch einen dekorativen Hintergrund in Form eines Tuchs verziert, der an das dargestellte Land erinnert.
Die gesamten Begleitmaterialien zur Ausstellung (Erläuterungstexte und Bilder) und die ergänzenden Ressourcen sind online zugänglich. Schließlich wurde in Zusammenarbeit mit „Les Trésors de Paris“ eine Broschüre für Kinder unter 14 Jahren erstellt, die die Ausstellung besuchen, die auch an Schulklassen und Pfarrgruppen verteilt wird.
(EG) (Fides 1/2/2026)