AFRIKA/SUDAN - Immer mehr Zivilisten in den “Krieg zwischen den Generälen” verwickelt

Freitag, 19 Januar 2024 soldaten   vertriebene  

Khartum (Fides) - Der Krieg im Sudan hat sich von einer Auseinandersetzung zwischen der regulären Armee (SAF) unter der Führung von General Abdul Fattah al-Burhan und den „Rapid Support Forces“ (RSF) unter dem Kommando von Mohamed Hamdan Daglo, genannt Hemeti, zu einem Konflikt entwickelt, in den zunehmend auch Zivilisten verwickelt sind. Beide militärischen Formationen haben Kampagnen gestartet, um Zivilisten, darunter auch Kinder, zu rekrutieren und zu bewaffnen und die Zusammenstöße auf ethnischer Basis zu eskalieren.
Eine Situation, die der UN-Experte für die Menschenrechtslage im Sudan, Radwan Nuweiser, anprangerte: "Trotz zahlreicher regionaler und internationaler Vermittlungsinitiativen ist keine friedliche Lösung in Sicht, und die Menschen im Sudan tragen weiterhin die Hauptlast eines endlosen Kreislaufs der Gewalt, der jeden Tag mehr menschliches Leid, Zerstörung und Vertreibung verursacht". Nuweiser äußerte sich besorgt über Berichte über die Rekrutierung von Zivilisten, einschließlich Kindern, zum Kampf in den Reihen der Streitkräfte und forderte beide Konfliktparteien auf, alle Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht dringend zu untersuchen.
Die Armee verteilt in den einzelnen Gouvernements Waffen an die Bevölkerung. Auf den Straßen finden Aufmärsche statt, an denen Hunderte bewaffneter Jugendlicher teilnehmen, begleitet von Slogans, die die Bevölkerung auffordern, sich zu bewaffnen.
Was die Rapid Support Forces betrifft, so wies Radwan Noueiser darauf hin, dass die RSF in Darfur, ihrer Hochburg im westlichen Süden, Angriffe auf ethnischer Basis durchführen: "In West-Darfur haben die Rapid Support Forces und die mit ihnen verbündeten arabischen Milizen wiederholt Mitglieder der afrikanischen Masalit-Gruppe angegriffen“. Andererseits gehen die Armee und die ihr angeschlossenen Milizen gewaltsam gegen Bürger aus Darfur vor, weil sie aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihrer Stammeszugehörigkeit beschuldigt werden, für die RSF zu spionieren, was sie dazu veranlasst, sich den Reihen der RSF anzuschließen.
Il conflitto è ormai entrato nel decimo mese di combattimenti e la situazione umanitaria è così grave che la direttrice dell’Organizzazione Internazionale per le Migrazioni (OIM) ha affermato che in Sudan è in atto “il più grande movimento di popolazione al mondo".
Secondo le stime dell'OIM più di 7,7 milioni di persone sono state costrette a fuggire dalle loro case dall'inizio dei combattimenti il 15 aprile 2023. Sei milioni di loro sono sfollati interni in Sudan. Poco meno di 2 milioni si sono rifugiati in Sud Sudan, Ciad, Etiopia, Egitto, Repubblica Centrafricana e Libia.
Der Konflikt geht nun in den zehnten Monat der Kämpfe, und die humanitäre Lage hat sich so zugespitzt, dass der Direktor der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sagte, dass im Sudan "die größte Bevölkerungsbewegung der Welt" stattfinde.
Die IOM schätzt, dass seit Beginn der Kämpfe am 15. April 2023 mehr als 7,7 Millionen Menschen gezwungen waren, aus ihren Häusern zu fliehen. Sechs Millionen von ihnen sind Binnenflüchtlinge im Sudan. Knapp 2 Millionen sind in den Südsudan, den Tschad, Äthiopien, Ägypten, die Zentralafrikanische Republik und Libyen geflohen.
(L.M.) (Fides 19/1/2023)


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