AMERIKA/MEXIKO - Politik ist „Bereufung zum Dienst am Gemeinwohl“

Donnerstag, 11 März 2021 politik   dienst     aussöhnung   ortskirchen   gewalt   einheit   papst franziskus  

Mexiko (Fides) - Politik dürfe nicht auf die Zugehörigkeit zu einer Partei oreduziert werden, sondern beinhalte vor allem eine "Berufung zum Dienst". Diese könne nur verwirklicht werden durch die Bereitschaft zum Zuhören und zum Dialog und der kreativen such nach Konsens und Vereinbarungen. Dies betont Alfonso Gerardo Miranda Guardiola, Weihbischof von Monterrey und Generalsekretär der mexikanischen Bischofskonferenz, bei einem Forum des Netzwerks "Red de Acción y Etica Política", bei dem Vertreter verschiedener Sektoren der Gesellschaft über die Mission derer dabattierten, die berufen sind, im politischen Bereich aktiv zu sein.
In seinem Beitrag unterstrich der Bischof ein Schlüsselkonzept für die Berufung aller Verantwortlichen im öffentlichen Dienst: das Bemühen um Versöhnung für den Aufbau des Gemeinwohls. „Wir leben in einer turbulenten Zeit in der Geschichte der Menschheit und des Landes”, so der Bischof. “Die pilgernde Kirche, die sich für die Bedürfnisse der Armen, Kranken und in den verschiedensten Bereiche schutzbedürftige Menschen einsetzt, sieht die Realität von Millionen von Menschen, die im gegenwärtigen Kontext unter Schmerzen und Orientierungslosigkeit leiden, umso mehr inmitten der Covid19-Pandemie. Insbesondere wende ich meinen Blick den Menschen in Mexiko zu, die in vielen Bereichen von der Tot, Gewalt, Marginalisierung und der sozialen Polarisierung betroffen sind. Ich sehe mit Besorgnis, dass die mexikanische Nation, die weltweit ein Beispiel für ein geeintes und solidarisches Volk war, aufgrund politischer, wirtschaftlicher oder ideologischer Interessen zunehmend gespalten ist. "
Diese Realität bekräftigte der Bischof, "sollte nicht fruchtlosen Klagen führen, sondern Ansporn sein, anderen einen entscheidenden Dienst zu erweisen", wie auch Papst Franziskus in Bezug auf den Gesundheitskrise bekräftigte. "Ich erlaube mir daher, alle, die an diesem Treffen teilnehmen, zu ermahnen, zum Himmel aufzublicken und durch die Kultur der Begegnung einen Weg der Versöhnung zu finden, der es uns ermöglicht, Brücken zu bauen und gemeinsam zu Frieden, Gerechtigkeit und Gerechtigkeit zu gelangen." .
Der Weg der Versöhnung "ist beschwerlich, gewunden und erfordert einen offenen und weisen Geist", räumte Bischof Miranda Guardiola ein, der betont, dass auch für Mexiko die Worte von Papst Franziskus auf seiner jüngsten Reise in den Irak gelten, ein Land, das geteilt ist durch religiöse Konflikte und Kriege, in denen es keinen Frieden geben kann, wenn wir uns nicht als Brüder und Schwestern anerkennen, die, ohne die Missverständnisse und Wunden der Vergangenheit zu vergessen, vom Konflikt zur Einheit aufbrechen.
Der Generalsekretär der mexikanischen Bischofskonferenz appellierte abschließend an alle Politiker: „Wenn Politik mit grundlegendem Respekt für das Leben, die Freiheit und die Würde von Personen betrieben wird, kann sie wirklich zu einer herausragenden Form der Nächstenliebe werden.“
(SL) (Fides 11/03/2021)


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