AFRIKA/RD KONGO - “Bedingungslose Befreiung unserer Mitbrüder“: Appell des Säkular-Klerus von Butembo-Béni

Dienstag, 25 Juli 2017 bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fidesdienst)-Wir sind tief bestürzt über die Entführung unserer Mitbrüder und fordern ihre bedingungslose Befreiung“. Mit dieser Erklärung haben die Säkular-Geistlichen der Diözese Butembo-Béni an die Entführer der beiden Priester , Don Charles Kipasa und Don Jean Pierre Akilimali, appelliert, die am Sonntag 16.Juli von bewaffneten Männern in der Kirchengemeinde von Bunyuka an der Peripherie von Butembo von bewaffneten Männern gekidnappt wurden (s. Fides 18/7/2017).Der Appell an die Entführer ist in einem Brief veröffentlicht, der zu Ende der alljährlichen spirituellen Einkehr des Säkularklerus der Diözese mit ihrem Bisch, S.E. Mons. Melchisédech Sikuli Paluku verteilt wurde. Die Priester klagen darüber, wie unsicher die Gegend ist „durch die nächtlichen Raids, die Angriffe mit Stich-und Feuerwaffen, die Ermordungen, Raubüberfälle und Vergewaltigungen, das Wiederauftauchen von bewaffneten Banden, die neben den zahlreichen Ermordungen eine massive Abwanderung der Bevölkerung mit sich bringt. Derartige Aktionen sind erniedrigend für den Menschen und schänden sowohl die Personen als auch die geweihten Orte und Güter. Es ist ein Sakrileg , eine Entweihung“.
In dem Schreiben wird an den Blutzoll erinnert, den die Kirche für die Morde seitens der verschiedenen bewaffneten Gruppen in der Diözese zahlen musste: Es geht insbesondere um die Tötung von Don Romain Kahindo Kyavuyirwe (ermordet im Oktober 2002) und Don Christian Mbusa Bakulene (s. Fides 10/11/2010), die Entführung der Assumptionisten-Patres, Jean-Pierre Ndulani, Anselme Wasikundi und Edmond Bamutute, aus ihrer Gemeinde Notre-Dame des Pauvres di Mbau, 22km von Beni entfernt (s. Fides 22/10/2012) und den Mord an einem anderen Assumptionistenpater, Vincent Machozi, der jahrelang die illegale Ausbeutung des Coltan angeprangert hat (s. Fides 22/3/2016).
Angesichts dieser neuen Gewalttat an Priestern richtet sich der Klerus von Butembo-Béni an die Entführer: „Was zu viel ist zu viel“, und verweist auf ihre Verantwortung und appelliert schließlich an ihr Gewissen, „unsere Don Abbé Charles Kipasa e Don Jean-Pierre Akilimali lebend zu befreien, damit sie ihre Pastoralmission weiter ausüben können“.(L.M.) (Fidesdienst 25/7/2017)


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