AFRIKA/MOSAMBIK - Bischöfe: “Ausländische Unternehmen beuten Ressourcen afrikanischer Völker aus"

Samstag, 6 Mai 2017 land grabbing   bischöfe  

Maputo (Fides) - “Regierungen der Industrieländer versuchen die Krise der Energieversorgung und der Welternährung in Afrika zu lösen, ohne sich um die Probleme der Afrikaner zu kümmern”, so die Bischofskonferenz von Mosambik zum Thema Entwicklung.
“In der Zeit von 2000 bis 2013 wurden 56 Millionen Hektar afrikanisches Land an ausländische Unternehmer verkauft”, so die Bischöfe.
Durch die Ausbeutung der Ressourcen in Afrika entziehe man den einheimischen Völkern Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten, so die Bischöfe.
Ein Phänomen, unter dessen Auswirkungen auch Mosambik leidet, wo 70% der Menschen in ländlichen Gebieten leben. “Die Nichtanerkennung des Landrechts zwingt einheimische Völker dazu, ihr Land zu verlassen, da private Investoren bevorzugt werden”, so die Bischöfe. Demzufolge werde das Modell des „landwirtschaftlichen Familienbetriebs“ in Mosambik zerstört “wo es bereits zu Landrechtskonflikte über kommt, nachdem Großunternehmen ihre Projekte auf den Weg gebracht“.
Deshalb fordern die Bischöfe “lokale Entwicklungsmodelle”, die “authentisch und gerecht” sind und globale Strategien, die die Nutzung des Landes “in den Dienst aller stellen”.
(L.M.) (Fides 6/5/2017)



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