Catholics in Pakistan
Rom (Agenzia Fides) – „Pakistan agiert als Friedensvermittler zwischen zwei Großmächten, dem Iran und den Vereinigten Staaten, mit Blick auf den Weltfrieden. Das ist eine sehr positive Entwicklung. Ich bin auch überrascht, dass Pakistan plötzlich so positiv von der Welt, von anderen Ländern und der internationalen Gemeinschaft wahrgenommen wird“, sagte Kardinal Joseph Coutts, emeritierter Erzbischof von Karatschi, gegenüber Fides, der mit der Delegation pakistanischer Bischöfe in Rom zum Ad-limina-Besuch anwesend war.
Im Gespräch mit Fides erklärte der Kardinal: „Ich hoffe, wir können weiterhin in diese Richtung denken und handeln und uns nicht auf die Entwicklung von Waffen konzentrieren. Denn ich befürchte, dass beides Hand in Hand geht: Auch Pakistan entwickelt eigene Waffen, Raketen und Schiffe. Wir sollten vielmehr, den Aufruf von Papst Leo zu einem ‚unbewaffneten und entwaffnenden‘ Frieden beherzigen und gemeinsam auf globale Abrüstung hinarbeiten. Wir hoffen und beten, dass Pakistan sich tatsächlich für den Weg eines echten Friedens entscheidet.“
„Vor dem schrecklichen Hintergrund des Krieges im Nahen Osten“, bemerkte Kardinal Coutts, „ist Pakistans Beteiligung an diesen Friedensbemühungen positiv und ein Hoffnungsschimmer für uns alle. Auch wir, die kleine christliche Gemeinde in Pakistan, arbeiten in dieselbe Richtung und wollen Frieden und Harmonie fördern.“
„Ich spreche lieber von ‚harmonischem Zusammenleben‘ als von interreligiösem Dialog“, bemerkt der Kardinal, dessen bischöfliches Motto „Harmonie“ lautet. „Harmonie bedeutet in der Tat gegenseitige Akzeptanz. Dialog kann bedeuten, die eigenen Positionen unverändert darzulegen. Der Zweck jedes Treffens ist jedoch, einander zuzuhören und jene Harmonie zu schaffen, die Frieden ermöglicht. Die Verwendung dieses Wortes ist wichtig, und nun verwendet es auch die pakistanische Regierung in Bezug auf das Ministerium bzw. Amt für religiöse Minderheiten und soziale Harmonie. Soziale Harmonie ist mit religiöser Harmonie verbunden. Diese beiden Elemente lassen sich nicht trennen“, betont er.
„Harmonie liegt mir sehr am Herzen, denn sie bedeutet Geschwisterlichkeit, sie bedeutet, gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben auf dieser Erde zu arbeiten. Dies ist eine Mission, eine spirituelle Mission, die wir als Christen in Pakistan trotz aller Herausforderungen und Schwierigkeiten weiterführen und von der wir hoffen, dass sie auch auf politischer Ebene Wirkung zeigen wird“, schließt er.
(PA) (Fides 16/5/2026)