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Pourcine Pic Makaya (Fides) – Ein Projekt der Kamillianer-Missionare soll das tägliche Leben der lokalen Bevölkerung grundlegend verändern. „Wir haben erst vor zwei Tagen mit den Arbeiten begonnen, um die Wasserleitung um etwa einen Kilometer in Richtung Talboden zu verlängern“, erklärte Pater Massimo Miraglio (MI), Pfarrer der katholischen Pfarrei in der kleinen Gemeinde Pourcine Pic Makaya, gegenüber Fides.
„Das Wasser der Quelle flussaufwärts wird ausreichen, um zwei neue Verteilerstellen zu versorgen. Dadurch können wir auch drei Weiler in der Nähe des Plateaus, auf dem Pourcine liegt, mit Wasser versorgen. Für viele Familien bedeutet dies eine konkrete Verbesserung: Kinder und Jugendliche, die täglich das Wasser für ihre Häuser tragen müssen, haben künftig kürzere Wege und sind weniger erschöpft“, betont der Kamillianer-Missionar.
„Das Wasser der Quelle flussaufwärts wird ausreichen, um die beiden neuen Wasserstellen zu versorgen. Dadurch wird die Wasserversorgung von drei Weilern in der Nähe des Plateaus, auf dem Pourcine liegt, erleichtert. Für die vielen Kinder und Jugendlichen, die bisher regelmäßig Wasser für ihre Familien holen mussten, wird es eine große Erleichterung sein“, bemerkt der Kamillianer-Missionar.
Pourcine Pic Makaya liegt im bergigen Hinterland des Départements Grand'Anse, nahe Jérémie, etwa 290 Kilometer von Port-au-Prince entfernt. Mehrere Anwohner wurden mit den Aushubarbeiten beauftragt. „Wir sind zuversichtlich, das Projekt innerhalb weniger Wochen abzuschließen. Die neuen Brunnen werden nicht nur den Zugang zu Trinkwasser erleichtern, sondern auch dazu beitragen, zahlreiche Krankheiten zu verhindern, die durch verunreinigtes Wasser verursacht werden“, fügt Pater Miraglio hinzu.
Das Gesundheitswesen zählt weiterhin zu den fragilsten Sektoren des Landes. Ein wichtiger Hoffnungsschimmer war die Einweihung des neuen Krankenhauses „St. Camille“ in Jérémie am 14. Juli, das die Bevölkerung mit grundlegender Gesundheitsversorgung und Dienstleistungen versorgen soll (vgl. Fides, 15/07/2026).
Diese Initiativen wurden in einem nationalen Kontext auf den Weg gebracht, der weiterhin von einer tiefen Krise geprägt ist. Die Nachrichtenlage wird weiterhin von Bandengewalt, politischen Spannungen und der Migrationsfrage dominiert, während gleichzeitig gravierende humanitäre Notlagen fortbestehen, darunter Binnenvertreibung, Hunger und die zunehmende Gefährdung von Frauen und Kindern.
Im Bereich der Einwanderung haben Haitianer in den USA eine befristete Verlängerung des „Temporary Protected Status“ (TPS) erhalten, der planmäßig um den 24. Juli ausgelaufen wäre. Allerdings nehmen die Abschiebungsanordnungen in den Vereinigten Staaten, insbesondere in Städten wie New York, zu, während wöchentliche Flüge zur Rückführung haitianischer Staatsbürger geplant sind. Gleichzeitig breitet sich die Bandengewalt in weiten Teilen des Landes immer weiter aus, sodass einige Gebiete mittlerweile als „Todeszonen“ bezeichnet werden. Um dieser Situation zu begegnen, hat die von den Vereinten Nationen unterstützte multinationale Sicherheitsunterstützungsmission (MSSM) eine zweijährige Verlängerung ihres Mandats beantragt, um die Operationen zur Bekämpfung bewaffneter Gruppen fortsetzen zu können.
Laut den neuesten Daten des Päpstlichen Jahrbuchs (Stand 2024) zählt das Bistum Jérémie, zu dem auch die kleine katholische Gemeinde Pourcine Pic Makaya gehört, 550.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 1.912 km². Von den 375.000 Katholiken sind 3.935 getauft. Das Bistum umfasst 63 Pfarreien oder Pfarrgemeinden, 93 Weltpriester, 5 im Laufe des Jahres geweihte Diözesanpriester, 5 reguläre Priester, 28 Seminaristen der Philosophie und Theologie, 18 Mitglieder männlicher und 60 Mitglieder weiblicher Ordensgemeinschaften, 145 Bildungseinrichtungen und 31 karitative Einrichtungen.
(AP) (Fides 24/7/2026)
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