Kaduna (Agenzia Fides) – Die Serie von Angriffen, Entführungen und Morden in Nigeria hält an und betrifft immer wieder auch christliche Gemeinden.
Vor Kurzem wurde bekannt, dass Victor Paul, ein katholischer Katechet, der aus seinem Haus im Distrikt Kagarko im Bundesstaat Kaduna entführt worden war, in Geiselhaft gestorben ist. Das Erzbistum Kaduna bestätigte dies in einer Pressemitteilung vom 2. Juli und gab darin bekannt, dass neben dem Katecheten vier weitere Personen ums Leben kamen.
Victor Paul war zusammen mit seiner schwangeren Frau, seinem Sohn, der später getötet wurde, und 30 weiteren Personen bei einem Anschlag auf die Gemeinden Kutaho und Kugur am 9. Februar 2026 entführt worden (vgl. Fides, 12/02/2026).
Pfarrer Christian Okewu Emmanuel, Kanzler des Erzbistums Kaduna, erklärte in einer Stellungnahme, der Katechet sei schwer gefoltert worden und man habe ihn verhungern lassen, während die anderen von ihren Entführern brutal ermordet wurden. Die Regierung des Bundesstaates Kaduna und die Polizei haben sich noch nicht offiziell zu den Todesfällen geäußert.
Von den 30 im Februar entführten Personen wurden elf Frauen und Kinder, darunter die Frau des Katecheten, am 5. April freigelassen, nachdem die Gemeinde ein Lösegeld von 30 Millionen Naira und vier Motorräder bereitgestellt hatte. Im Anschluss an ihre Freilassung forderten die Entführer weitere 15 Millionen Naira für die Freilassung der übrigen. Am Freitag, dem 1. Mai 2026, wurden neun weitere Männer freigelassen.
„Wir sind Gott zutiefst dankbar, dass auch die verbleibenden vier Männer am 30. Juni 2026 ihre Freiheit wiedererlangten. Wir freuen uns über ihre sichere Rückkehr, doch unsere Herzen sind weiterhin erfüllt von Trauer über den tragischen Verlust derer, die nicht lebend zurückkehrten“, sagte Pater Emmanuel.
(AP) (Fides 7/7/2026)