Church of Battambang
Battambang (Fides) – „Die Taufen von Jugendlichen und Erwachsenen, die wir dieses Jahr feiern durften, sind ein Zeichen großer Hoffnung. Sie zeigen, dass junge Kambodschaner Gottes Ruf hören und ihm folgen wollen. Für unsere Kirche sind sie eine wahre Quelle der Kraft und des Lebens“, so der Apostolische Präfekt von Battambang, Pater Enrique Figaredo (SJ), gegenüber Fides. Er berichtet, dass in seiner Apostolischen Präfektur am Ostersonntag insgesamt 92 Menschen, überwiegend Jugendliche, getauft wurden. „Auch die Katecheten sind sehr glücklich und begeistert. Für uns in Battambang, die wir so sehr unter der angespannten Lage an der Grenze zu Thailand, unter Binnenvertriebenen, Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Unsicherheit leiden, sind diese jungen Menschen eine Quelle echter Freude und Hoffnung. Die Werte und Ideen, die sie zum Ausdruck bringen – Solidarität, Frieden und Hoffnung auf eine bessere Zukunft – sind außergewöhnlich“, schließt er.
Kambodschas kleine katholische Gemeinde (insgesamt 20.000 Mitglieder, 0,15 % der überwiegend buddhistischen Bevölkerung) feiert traditionell am Ostersonntag Taufen – ein Tag großer Freude für die neuen „Kinder Gottes“. In der Hauptstadt Phnom Penh taufte Bischof Olivier Schmitthaeusler, Apostolischer Vikar, in der Osternacht in der Kirche Unserer Lieben Frau vom Lächeln in Chamkar, Provinz Takeo, 152 Katechumenen. Die Apostolische Präfektur Kampong Cham verzeichnete 131 Taufen an Ostern, womit sich Gesamtzahl der zu Ostern getauften Kambodschaner (darunter Kinder, hauptsächlich aber Jugendliche und Erwachsene) auf 375 beläuft.
In Takeo, 78 Kilometer südlich von Phnom Penh, betonte Bischof Schmitthaeusler die Aufforderung „Fürchtet euch nicht“ als Grundpfeiler des modernen Lebens. In einer von Konflikten, Gewalt und Unsicherheit geprägten Weltlage sei „die Auferstehung Christi ein endgültiger Sieg über Tod und Verzweiflung“, sagte er. „Die Auferstehung ist nicht einfach eine weitere Nachricht unter vielen, sondern das bedeutendste Ereignis der Geschichte, ein Ereignis, das unsere Weltsicht grundlegend verändert“, so der Apostolische Vikar.
Der Bischof rief die christliche Gemeinschaft dazu auf, Boten des Friedens zu werden, angefangen mit gegenseitiger Vergebung innerhalb der Familien und der Gesellschaft sowie mit den Nachbarländern.
Zu den Katechumenen sagte er: „Unser Leben ist kurz, geht also hoffnungsvoll voran, denn Jesus Christus ist mit uns. Er ertrug Grausamkeit, Gewalt und Schmerz, um uns das Leben zu schenken.“ Bischof Schmitthaeusler knüpfte an die Bedeutung des christlichen Osterfestes an und verband sie mit dem bevorstehenden Khmer-Neujahr (14.– 16. April, „Choul Chnam Thmey“, das das Ende der Trockenzeit und den Beginn der Regenzeit markiert). Er ermutigte die katholische Gemeinde, die Festtage als Zeit der Versöhnung zu nutzen, um im Glauben eine „neue Welt zu aufzubauen, die auf Frieden, Vergebung und der gemeinsamen Würde aller Menschen als Kinder Gottes gründet“.
(PA) (Fides 10/4/2026)