AMERIKA/MESSICO - Nach Tod von Drogenboss “El Mencho”: Zivile und religiöse Autoritäten bemühen sich um Gewaltlosigkeit und Frieden

Dienstag, 24 Februar 2026

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Mexiko-Stadt (Agenzia Fides) – Kurz nachdem in Mexiko der Anführer des Drogenkartells „Jalisco Nueva Generacion“ (CJNG), Nemesio Oseguera Cervantes „El Mencho“ vom mexikanischen Militär getötet wurde, herrscht im ganzen Land Chaos. Bewaffnete Auseinandersetzungen, Verhaftungen, Brände und Plünderungen sind an der Tagesordnung. Diese brutale Gewaltwelle, die mehrere Gebiete, insbesondere den westlichen Bundesstaat Jalisco und andere Bundesstaaten in Zentral- und Nordzentralmexiko, erfasst, löst große Besorgnis aus. Zehntausend Soldaten wurden landesweit zum Schutz der Bevölkerung, vor allem in Jalisco, eingesetzt.
Am Sonntag, dem 22. Februar, rief die Regierung nach der Gefangennahme und Tötung von „El Mencho“, die Bürger auf, zu Hause zu bleiben und Menschenansammlungen zu meiden. Auch die Bischöfe des Landes appellierten an die Bevölkerung, „die persönlichen und gemeinschaftlichen Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken, sich gegebenenfalls in ihren Häusern aufzuhalten und unnötige Reisen zu vermeiden und den Anweisungen der zivilen Behörden Folge zu leisten.“
„Wir sind uns der schwierigen Zeiten bewusst, vor denen wir als Gesellschaft stehen. Deshalb sprech ich eine Botschaft des Friedens auf und appelliere an alle, zum Wohle aller zusammenzuarbeiten und die so dringend benötigte Gerechtigkeit und den sozialen Frieden zu fördern“, so der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Carlos Aguiar Retes, in einer Ansprache an Priester, Diakone, Ordensangehörige, Mitglieder von Instituten des geweihten Lebens und Laien. Der Kardinal lud dazu ein, „in allen Lebenslagen zu Gott dem Vater zu beten und ihn um Hilfe zu bitten, damit wir die so dringend benötigte Harmonie und soziale Geschwisterlichkeit wiedererlangen. Als pilgernde Kirche in Mexiko setzen wir uns für den Frieden in allen Bereichen unseres Landes ein.“
Nachrichtenagenturen berichten über die Einzelheiten der Festnahme und anschließenden Tötung des Drogenbosses. Nachdem am Freitag, dem 20. Februar, das Versteck im Bundesstaat Jalisco ausfindig gemacht worden war, bereiteten die Sicherheitskräfte die Operation vor, die zwei Tage später beginnen sollte. Von dort aus starteten Militär, Nationalgarde, Luftwaffe und Marine Operationen, die zur Sicherstellung von Waffen, darunter Raketenwerfer und Maschinengewehre, führten. Der mexikanische Sicherheitsminister Omar García Harfuch erklärte, Oseguera Cervantes sei bei seiner Festnahme getötet worden und mindestens 74 Menschen, darunter 25 Offiziere der Nationalgarde, seien in dem Feuergefecht ums Leben gekommen.
„Wir müssen zusammenhalten“, erklärte unterdessen Pablo Lemus, Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, der die Wiederaufnahme aller Aktivitäten für heute, Dienstag, den 24. Februar, ankündigte.
(AP) (Fides 24/2/2026)


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