Rom (Fides) – Der Beitrag der philippinische Priester, Ordensleute und Laien zum Jubiläum der Hoffnung lässt lassen sich in einem Wort der Tagalog-Sprache zusammenfassen: „Hiraya“. Es drückt Hoffnung aus, die man sich vorstellt, erlebt und bezeugt hat. Der Begriff „Hiraya“ stammt von einem alten Tagalog-Wort ab, das auf dem Ausdruck „hiraya ng isip“ zurückgeht und „was der Geist erschafft“ bedeutet. Ursprünglich bezeichnete „hiraya“ Bilder oder Vorstellungen, die noch nicht verwirklicht waren und im Inneren entstanden. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung über die reine Vorstellungskraft hinaus erweitert, und in der heutigen philippinischen Kultur hat „Hiraya“ eine tiefere Bedeutung angenommen: Sehnsucht und Zukunftsvision, getragen vom Glauben, eine Art „gewisse Hoffnung“.
Das Wort „Hiraya“ inspirierte deshalb auch ein Buch mit 25 ausgewählten Texten, die die Erfahrungen des Jubiläumsjahres widerspiegeln. Verfasst wurden sie von jungen Priestern, Ordensleuten und in Italien lebenden philippinischen Staatsbürgern, darunter auch Studierende und Seelsorger in Rom, eine geweihte Laiin sowie ein besonderer Beitrag des Kaplans des Gemeindezentrums „Sentro Pilipino“ der philippinischen Auslandsgemeinde in Rom.
Pfarrer Andrew Giménez Recepción, Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana und Herausgeber der von „Logos Publications“ (Manila) herausgegebenen Veröffentlichtung, erklärt: „Die Reflexionen erhellen das Geheimnis von Christi Ruf in den mitunter entmutigenden Herausforderungen des Lebens, die zu Kanälen von Gottes grenzenloser Gnade werden.“ „Das Kaleidoskop der in diesen Reflexionen eingefangenen Erfahrungen und Perspektiven“, fährt er fort, „zeigt das Leben und Wirken von Priestern, Ordensleuten und Ordensfrauen in Italien. Einige studieren an päpstlichen und kirchlichen Universitäten; andere arbeiten im Vatikan oder in der Leitung von Ordensgemeinschaften. Diese Vielfalt zeugt vom Reichtum des Wirkens Gottes in der Kirche und den vielfältigen Wegen, auf denen der Heilige Geist Menschen zum Dienst beruft. Diese Sammlung ausgewählter Texte ist ein Zeugnis für die Fruchtbarkeit des Heiligen Geistes im Leben derer, die sich ganz Jesus Christus und der Kirche hingeben.“
Die Beiträge zeigen ein reiches Mosaik von Erfahrungen, geprägt von der täglichen Treue der Menschen, die mit ihrem Leben den „Kreislauf der Mission“ zum Ausdruck bringen und damit den besonderen Beitrag philippinischer Priester, Ordensleute und Laien zum Gefüge der Kirche in Italien verdeutlichen.
Insbesondere die philippinisch-katholische Auslandsgemeinde in Rom zählt mit über 40.000 Mitgliedern zu den größten und am besten organisierten und ist tief in das römische Seelsorgeleben eingebunden. Zu ihren wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Basilika „Santa Pudenziana“ (mit dem Sentro Pilipino), die Kirche „Sant’Alfonso“ (Redemptoristen) und die Gemeinschaft der Garbatella (philippinische Patres), die Gottesdienste in Tagalog und soziale Aktivitäten anbietet. Seit den ersten Einwanderern in den 1970er Jahren hat die philippinische Gemeinde in Rom ihre tief verwurzelte religiöse Tradition genutzt. Die ersten philippinischen Einwanderer siedelten sich in der Nähe von Pfarreien an, und der Bedarf an Priestern und Ordensleuten zur Seelsorge entstand schnell. Als Auslandsgemeinde, die sich nach und nach in der Region etabliert hat, wurde 2006 die Philippinische Volkshochschule in Rom gegründet, um die philippinische Kultur, Traditionen und kulturelle Identität zu fördern. Im Jahr 2025 wurde das 40-jährige Bestehen der philippinischen Auslandsgemeinde in der Kirche „Sant’Alfonso“ der Redemptoristenpatres gefeiert: „Es ist nicht nur ein historisches Gedenken, sondern eine Feier des Lebens, der Widerstandsfähigkeit und der anhaltenden Stärke der in Christus vereinten Gemeinschaft“, bekräftigen die philippinischen Redemptoristen.
(PA) (Fides 14/2/2025)