Vatikanstadt (Agenzia Fides) – Aus Afrika, Nordamerika, Asien und Europa kommen die Teilnehmenden des englischsprachigen Fortbildungskurses für Missionare und Missionarinnen sowie Mitarbeitende der Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke, der vom 2. bis 7. März in Rom stattfindet. Der Kurs wird vom Internationalen Sekretariat der Päpstlichen Missionsvereinigung, organisiert, das dem Dikasterium für die Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen) angegliedert ist. Koordiniert wird die Veranstaltung von Pater Dinh Anh Nhue Nguyen, Generalsekretär der Päpstlichen Missionsvereinigung, und Pfarrer Anthony Chantry, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in England und Wales sowie europäischer Kontinentalkoordinator. Die Kurseinheiten finden im Internationalen Zentrum für Missionarische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit (CIAM) unter der Leitung von Pfarrer Alessandro Brandi statt.
Etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Schulungsprogramm, das ihr Verständnis der Inhalte vertiefen, ihnen ein besseres Verständnis der Arbeit des Dikasteriums für die Evangelisierung vermitteln und ihnen Einblicke und Impulse für die missionarische Arbeit und Zusammenarbeit vor Ort geben soll. Gebet, Schulung und Arbeit in Gruppen strukturieren die Tage, die auch Besuche der verschiedenen Einrichtungen des Missionsdikasteriums beinhalten.
Am Montag, dem 2. März, beginnt der Kurs am Nachmittag mit der Vorstellung der Gruppen und der Feier einer heiligen Messe. Am Dienstag hält Pater Dinh Anh Nhue Nguyen einen Einführungsvortrag zur Evangelisierung im Jubiläumsjahr: dabei sollen die Inhalte der Botschaft von Papst Leo XIV. an die Direktoren der Päpstlichen Missionswerke im Jahr 2025 und der Botschaft zum Weltmissionssonntag 2026 vertieft werden. Anschließend spricht Pater Tadeusz Nowak, Interimskoordinator der Päpstlichen Missionswerke und Generalsekretär des Päpstlichen Missionswerks für die Glaubensverbreitung, über die Geschichte und Mission der Päpstlichen Missionswerke mit besonderem Fokus auf das Charisma der Gründer. Am Nachmittag findet ein Besuch der Internationalen Sekretariate der Päpstlichen Missionswerke und des Dikasteriums für die Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und neuen Teilkirchen) im historischen Palazzo „de Propaganda Fide“ statt. Am Mittwochvormittag haben die Kursteilnehmer die Möglichkeit, der Generalaudienz mit Papst Leo XIV. beizuwohnen. Am Nachmittag stehen zwei Vorträge und eine Fragerunde zur Arbeit der Päpstlichen Missionswerke in verschiedenen Ländern auf dem Programm. Am Donnerstag spricht Erzbischof Samuele Sangalli, beigeordneter Sekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und neuen Teilkirchen), zum Thema „Der Evangelisierungsauftrag der Kirche und der Dienst des Dikasteriums für die Evangelisierung“. Anschließend folgt ein Vortrag von Pater Anthony Chantry über die Zukunft der „Missio ad gentes“ im Lichte der Lehren der Päpste von Paul VI. bis Leo XIV., mit besonderem Fokus auf die aktuelle Evangelisierungsmission in der Mongolei. Geplant sind außerdem Besuche des historischen Archivs des Dikasteriums für die Evangelisierung, des Päpstlichen „Collegio Urbano“, der Päpstlichen Universität Urbaniana und des „Collegio San Pietro“.
Am Freitag, dem 6. März, stehen Beratungen zum Thema Kommunikation und Fundraising auf dem Programm, in deren Rahmen der Beitrag der Internationalen Kommission der Päpstlichen Missionswerke für Kommunikation, religiösem Fundraising und digitaler Transformation eingehend beleuchtet wird. Bei einer offenen Diskussionsrunde sollen konkrete Vorschläge für die Gestaltung und Förderung einer neuen Ära der Mission erörtert werden. Diese Ära wurde von Papst Leo XIV. mit seinem Aufruf zur Gründung einer „neuen Missionsbewegung“ eingeleitet, die auch Papst Franziskus nachdrücklich angeregt hatte. Der Kurs schließt offiziell mit einem gemeinsamen Schlussgottesdienst am Morgen des Samstags, dem 7. März.
(EG) (Fides 27/02/2026)