ASIEN/BAHRAIN - Christen in Bahrain zum Papstbesuch: Das Königreich als Ort des friedlichen Zusammenlebens zeigen

Freitag, 30 September 2022 mittlerer osten   ortskirchen   ostkirchen   dialog   islam   bruderschaft  

Manama (Fides) - Der für Anfang November (3. bis 6. November) angekündigte Besuch von Papst Franziskus im Königreich Bahrain, sei wichtig für das Image der königlichen Familie Al Khalifa, die das Profil des Königreichs als Ort des Dialogs, der toleranten Aufnahme und des friedlichen Zusammenlebens zwischen verschiedenen Identitäten und Glaubensgemeinschaften in einer Welt stärken will, die immer wieder von sektiererischen Konflikten und "Zusammenstößen der Zivilisationen" heimgesucht wird. Dies ist der Tenor der Berichterstattung lokaler Medien in Bahrain wie „Al Ayyam Al Bahraini“ zur Ankündigung des bevorstehenden Papstbesuches, dem sich übereinstimmenden auch Meinungen von Vertretern der lokalen christlichen Gemeinschaften anschließen.
Nach Ansicht von Pfarrer Fayad Charbel, der die Herz-Jesu-Gemeinde in Manama leitet, wird der Besuch des Papstes in Bahrain dazu beitragen, allen zu zeigen, dass Bahrain in einer Welt "voller Konflikte und Kriege" ein Land "des Dialogs und der Koexistenz" ist.
Pfarrer Saba Haidousian, der örtlichen griechisch-orthodoxen Gemeinde leitet, unterstreicht die Bedeutung des Papstbesuches für das Königreich und den gesamten Nahen Osten und weist darauf hin, dass König Hamad bin Isa Al Khalifa seit langem dazu aufruft, Bahrain zu einem Ort des friedlichen und freien Zusammenlebens zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu machen. Das Forum für den Dialog für ein friedliches Zusammenleben (das auch Anlass für den Besuch von Papst Franziskus ist) werde die internationale Aufmerksamkeit auf Bahrain lenken und alle die Standards des "Zusammenlebens zwischen verschiedenen Menschen", die das Leben im Königreich kennzeichnen, hervorheben.
„Das Treffen zwischen Papst Franziskus und König Hamed", betont Hani Aziz, Pfarrer der evangelischen Kirche in Manama, "wird auch eine Gelegenheit sein, eine wichtige Botschaft für einen Nahen Osten zu senden, der frei von den Konflikten ist, die ganze Völker quälen und dabei verhindern, dass man sich eine Zukunft in Wohlstand für alle vorstellen kann“. In weiteren Kommentaren wird insbesondere auch die uneingeschränkte Freiheit hervorgehoben, mit der Christen in Bahrain ihre liturgischen Feiern gestalten und die Sakramente spenden können.
(GV) (Fides 30/9/2022)


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