AFRIKA/MOSAMBIK - Provinz Nampula: Humanitäre Krise spitzt sich zu

Donnerstag, 11 März 2021 vertriebene   cholera     hunger   bischöfe  

Maputo (Fides) – In der mosambikanischen Provinz Nampula sehen sich Menschen nicht nur mit Covid-19 sondern auch mit Cholera und Nahrungsmittelknappheit konfrontiert. Am 6. März besuchte Erzbischof Inacio Saure von Nampula das Flüchtlingscam Corrane und begleitete die Lieferung von Lebensmittelnothilfen für die dort lebenden Menschen. Der Erzbischof Saure äußerte sich besorgt über die schwierige Situation der vor allem die in der Einrichtung untergebrachten Kinder leben. Rund 1.700 Kinder im schulpflichtigen Alter, die im Camp unteregebracht sind können derzeit keine Schule besuchen.
Am 25. Februar 2021 meldete die Gesundheitsbehörde der Provinz Nampula insgesamt 361 neue Cholera-Fälle in den Distrikten Meconta und in den Verwaltungsbezirken Namialo und Corrane, wo sich das Aufnahmezentrum für Binnenvertriebene aus der Provinz Cabo Delgado befindet, aus der die Einwohner vor der Gewalt bewaffneter Gruppen fliehen.
Aufgrund geringer Niederschläge herrscht in der gesamten Provinz Nampula Ernährungsunsicherheit.
Lokale Quellen berichten über den Tod von 35 Menschen,im Distrikt Muecate, von denen 25 derselben Familie angehören, die möglicherweise nach dem Verzehr giftiger Wildkräuter gestorben waren.
Unerdessen gibt es in Mosambik im Zusammenhang mit der Coronapandemie insgesamt 62.882 Infiziert und 700 Tote. In der Provinz Nampula wurden 2.235 und 19 Tote gemeldet.
(L.M.) (Fides 11/3/2021)


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