AMERIKA/BOLIVIEN - CAM 5: Präsident der Päpstlichen Missionswerke trifft teilnehmende Bischöfe

Donnerstag, 12 Juli 2018 missionarische Öffentlichkeitsarbeit   päpstliche missionswerke   ortskirchen    

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Santa Cruz de la Sierra (Fides) - Am Nachmittag des 11. Juli traf Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, stellvertretender Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke am Rande des Fünften Amerikanischen Missionskongresses (CAM 5 ) die teilnehmenden Bischöfen, denen er die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke und die damit verbundenen Aspekte der Seelsorge in den Ortskirchen vorstellte. "Ich habe mir dieses Treffen aufgrund meiner eigenen persönlicher Erfahrung gewünscht“, so der Erzbischof. „Vor einigen Monaten wurde ich zum Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke ernannt, aber obwohl ich bereits über 20 Jahre lang in der Kurie gearbeitet hatte, wusste ich nicht um die Tragweite und die Wirksamkeit ihrer Tätigkeit". Der Papst selbst, so der Erzbischof, habe Arbeit der Päpstlichen Missionswerke als "wenig bekannt, aber wichtig“ bezeichnet.
Der Präsident der Päpstlichen Missionswerke erläuterte in seiner Ansprache die Geschichte und Motivationen der vier Päpstlichen Missionswerke, ihre Struktur und ihre Bedeutung für die missionarische Arbeit im Rahmen der Seelsorge in den Ortskirchen. "Die Missionstätigkeit ist ein privilegierter Bereich für die gegenseitigen Bereicherung zwischen der Weltkirche und den Ortskirchen“, so Erzbischof Dal Toso, „Wenn es stimmt, dass die Weltkirche konkret in der Ortskirche zu finden ist, so ist es auch wahr, dass die Ortskirche ohne die Weltkirche nicht existieren kann. Zwischen den beiden besteht jene Beziehung, die verhindert, dass die Ortskirche sich als nationale Kirche verschließt und daher den jeweils Regierenden ausgeliefert ist, wie uns leider die Geschichte gelehrt hat. Je mehr sich die Ortskirche der Mission öffnet, desto mehr entdeckt sie, dass sie eine universale Kirche und die für die Bedürfnisse aller Menschen offen ist. In einer solchen umfassenden Vision können wir verstehen, wie die Tätigkeit der Päpstlichen Missionswerke das pastorale Leben einer Ortskirche unterstützen kann".
Der Erzbischof nannte in diesem Zusammenhang die wichtigsten Aufgaben der Päpstlichen Missionswerke in den einzelnen Ländern: die Förderung des Missionsbewusstseins durch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit; die Förderung des Gebets für die Missionen; das Angebot von Bildungsmöglichkeiten für Priester, Ordensleute und Laien; und schließlich die Durchführung einer Spendenkampagne für die Missionen, insbesondere am Weltmissionssonntag im Oktober, die auf Wunsch des Papstes in ganzem Umfang für Finanzierung des von den internationalen Sekretariaten der Päpstlichen Missionswerke verwalteten Universalen Solidaritätsfonds bestimmt ist. In diesem Zusammenhang fügte Erzbischof Dal Toso hinzu: "Von besonderer Bedeutung ist, dass auch die Diözesen der ärmsten Länder zu diesem Fonds beitragen. So weit ich weiß, ist der dies der einzige institutionell konstituierte Anlass in der katholischen Kirche, bei dem alle geben und den Bedürftigsten gegeben wird. In Anbetracht unserer Pflicht zur Transparenz ist es wichtig, dass die Bischöfe wissen, dass über die Päpstlichen Missionswerke der Bau von Kirchen, der Bau und die Instandhaltung von Seminaren und Instituten, die Ausbildung von Katechisten und allgemein die Ausbildung der getauften Laien finanziert werden. Darüber hinaus können liturgische Bücher und Ausgaben des Katechismus gedruckt werden, und damit alles, was für das Leben einer Diözese in den Missionsgebieten benötigt wird. Ich möchte betonen, dass dies ein großartiger Dienst ist, der die Hilfe gerecht auf alle Kirchsprengel in den Missionsgebieten verteilt und diesen das Mindeste zum Überleben garantiert". Abschließend hob der Präsident der Päpstlichen Missionswerke hervor, dass in jüngster Zeit "Gott sei Dank“, „die Zahl der Gläubigen und Diözesen in den Missionsgebieten wächst und folglich auch die finanziellen Anstrengungen, die von uns verlangt werden, zunehmen".
(SL) (Fides 12/7/2018)


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