AMERIKA/BOLIVIEN - Missionskreuz mit den Reliquien der seligen Nazaria Ignacia ist “Symbol” des CAM 5

Dienstag, 10 Juli 2018 missionarische Öffentlichkeitsarbeit   päpstliche missionswerke   ortskirchen    

Santa Cruz de la Sierra (Fides) – Santa Cruz ist eine der insgesamt neun Departements Boliviens und liegt im Osten des Landes. Es das größte und bevölkerungsreichste Departement und nimmt ein Drittel des bolivianischen Territoriums ein. Die Region hat die höchste Wachstumsrate des Landes in den vergangenen 50 Jahren. Die Hauptstadt Santa Cruz de la Sierra, verdankt ihren Namen dem spanischen Eroberer, der sie 1561 gründete, Ñuflo de Chaves oder Ñuflo de Chávez (1518-1568), der genau in der spanischen Stadt Santa Cruz de la Sierra in der Region Extremadura geboren wurde.
Die Erzdiözese Santa Cruz de la Sierra wurde am 5. Juli 1605 gegründet. Sie hat heute 2.580.000 Einwohner, von denen 2.033.000 Katholiken sind. Die 83 katholischen Gemeinden werden von 42 Diözesanpriestern, 136 Ordenspriestern 136, 192 Laienbrüdern und 487 Ordensschwestern betreut. In kirchlicher Trägerschaft befinden sich 393 Bildungseinrichtungen und 72 Pflege- und Wohltätigkeitseinrichtungen
Das "Missionskreuz ", das im Vorfeld des CAM 5 in den verschiedenen Gemeinden Amerikas ausgestellt wurde und im Logo des CAM zu sehen ist, soll an "die Erlösung und den Sieg Jesus Christus über das Böse" erinnern. An der Basis des Missionskreuzes befindet sich eine Reliquie der Seligen Nazaría Ignacia March Mesa (1889 - 1943), Gründerin der ersten in Bolivien entstandenen Ordensgemeinschaft. Nazaría Ignacia wurde in Madrid (Spanien) geboren und verspürte bereits bei ihrer Erstkommunion den Ruf des Herrn. Die Familie zog aus wirtschaftlichen Gründen nach Mexiko, wo sie dort in die Schwesterngemeinschaft der Hermanitas de los Ancianos Desamparados eintrat und sich vor allem der Altenpflege widmete. Während einer spirituellen Einkehr hatte sie 1920 den Wunsch, sich mit all ihrer Kraft für die Vereinigung und Erweiterung des Reiches Gottes einzusetzen und zwar unter dem Banner des Kreuzes.
Am 16. Juni 1925 gründete Nazaria die neue Ordensgemeinschaft mit zehn jungen bolivianischen Frauen. Am 12. Februar 1927 wurde die Kongregation der "Hermanas Misioneras de la Cruzada" kanonisch errichtet und am 9. Juni 1947, als Nazaria Ignacia bereits seit mehreren Jahren gestorben war, erhielt das Institut die päpstliche Genehmigung und den Namen "Misioneras Cruzadas de la Iglesia ".
"Zu lieben, zu gehorchen und mit der Kirche bei der Verkündigung des Evangeliums unter allen Geschöpfen zu kooperieren, ist unser Leben“, sagte die Ordensgründerin.
Nazaria Ignacia starb am 6. Juli 1943 in Buenos Aires (Argentinien). Ihre sterblichen Überreste wurden 1972 nach ihrem Willen nach Oruro (Bolivien) übersetzt. Am 27. September 1992 wurde sie in Rom von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
Das Charisma von Mutter Nazaria Ignacia lebt heute in zwei Ordenszweigen fort: die „Misioneras Cruzadas de la Iglesia (MCI)“, die in 17 Ländern Amerikas, Europas und Afrikas präsent sind, und die „Misioneras Seglares de la Iglesia (MSI)“, ein weltliches Säkularinstitut für geweihte Männer und Frauen mit Niederlassungen in Bolivien, Argentinien, Chile und Spanien.
(SL) (Fides 10/7/2017)



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