AMERIKA/USA - Bischöfe fordern Verlängerung des Schutzprogramms für Migranten aus El Salvador und Honduras

Mittwoch, 18 Oktober 2017 menschenrechte   gewalt   migranten   straßenkinder  

Washington (Fides) – Die Verlängerung des Schutzprogramms (Temporary Protected Status, TPS) für Migranten aus El Salvador und Honduras fordert die US-amerikanische Bischofskonferenz angesichts der angekündigten Revision durch den Kongress und die Möglichkeit der Beendigung des Programms. Die Forderung basiert auf einem Bericht des Büros für Migration und Flüchtlinge der Bischofskonferenz mit dem Titel: “Grundlegender Schlüssel für die Entwicklung und den Schutz Mittelamerikas”.
Gegenwärtig gilt für Zuwanderer aus El Salvador und Honduras der Status des temporären Schutzes der von rund 200.000 Einwanderern aus El Salvador und weiteren 57.000 aus Honduras beansprucht wird.
Bischof Joe S. Vásquez von Austin, Texas, Vorsitzender der Kommission für Migration der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) betonte anlässlich der Präsentation des Berichts: "Wir in unserem Bericht dokumentieren besteht Anlass zur Annahme, dass die Migranten, die derzeit TPS beanspruchen und aus Honduras und El Salvador kommen, in diesem Moment in ihre Heimat nicht in Sicherheit leben können“.
Eine Delegation der bischöflichen Kommission besuchte unter Leitung des Weihbischofs von Los Angeles, David O'Connell, Mitte August Honduras und El Salvador, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, ob die beiden Länder in der Lage sind eine angemessene Integration für Migranten, die das Schutzprogramm derzeit in Anspruch nehmen, nach deren Rückkehr in die Heimat zu garantieren.
"Beim Lesen des Berichts sollte man die eigenen Gedanken und Gebet den Menschen aus El Salvador und Honduras widmen“, so Bischof Vásquez in der Einführung, “Ich fordere alle dazu auf, die US-Regierung um eine Verlängerung des TPS für El Salvador und Honduras zu bitten ... und sich dabei an die gewählten Vertreter im Kongress zu wenden und sie um eine Lösung für die Migranten zu bitten, die seit vielen Jahren das Schutzprogramm in Anspruch nehmen".
Der Bericht weist auf das Risiko der gewaltsamen Verfolgung hin, dem viele Familien ausgesetzt wären, wenn man sie zwingt in ihr Land zurückzukehren. Die Gewalt bewaffneter Banden und die Vorherrschaft krimineller Organisationen in einigen Teilen der beiden mittelamerikanischen Länder, führten dazu, dass viele Jugendliche und ganze Familien Zuflucht in den Vereinigten Staaten suchten.
Abschließend fordert der Bericht eine Verlängerung des Schutzprogramms um 18 Monate und bittet die Regierungen in El Salvador und Honduras um politische Maßnahmen zum Schutz für Rückkehrer und die Vereinigten Staaten um die Unterstützung von Entwicklungsprogrammen für Mittelamerika, zur Beseitigung der Migrationsursachen.
Weitere Informationen zur Situation der Migranten sind auf den Internetportalen der Bischofskonferenz (www.usccb.org) und der bischöflichen Kommission (www.justiceforimmigrants.org) zugänglich.
(CE) (Fides, 18/10/2017)


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