AMERIKA/USA - Beendigung des Schutzprogramms für Kinder illegaler Einwanderer: Bischöfe bezeichnen Beschluss als “verwerflich” und “herzzerreißend”

Mittwoch, 6 September 2017 straßenkinder   migranten   kindheit   politik  

Washington (Fides) – Die US-amerikanische Bischofskonferenz reagiert rasch auf den Beschluss der Regierung unter Donald Trump, die das von Obama eingeführte Schutzprogramm für Kinder illegaler Einwanderer, die so genannten “Dreamer”, abschafft. Diesen Beschluss bezeichnen die Bischöfe als „verwerflich“ und "herzzerreißend".
Das Schutzprogramm mit dem Namen "The Deferred Action for Childhood Arrivals - DACA" ermöglichte 800.000 Heranwachsenden und Jugendlichen, die als Kinder ohne Dokumente in die Vereinigten Staaten eingewandert waren einen Schulabschluss und garantierte legale Arbeitschancen.
"Heute hat unser Land das Gegenteil von dem getan, zu dem wir von der Schrift berufen sind. Es ist ein Rückschritt für unser Land" so die Bischöfe in ihrer gemeinsamen Erklärung.
Das Dokument der US-amerikanischen Bischofskonferenz wurde von deren wichtigsten Mitgliedern unterzeichnet, darunter der Vorsitzende, Kardinal Daniel N. DiNardo, Erzbischof von Galveston-Houston; dessen Stellvertreter, Erzbischof José H. Gomez von Los Angeles; Bischof Joe S. Vásquez von Austin, Vorsitzender der bischöflichen Kommission für Migranten; und Bischof Joseph J. Tyson di Yakima von Washington, Vorsitzenden der Unterkommission für Migranten, Flüchtlinge und Menschen unterwegs.
Die Bischöfe bedauern den von Generalstaatsanwalt Jeff Sessions bekannten Beschluss und betonen: “Dieser Moment bricht unser Herz in unserer Geschichte, denn er zeugt davon, dass es an Barmherzigkeit und gutem Willen fehlt und stellte eine kurzsichtige Zukunftsvision unter Beweis".
(CE) (Fides, 06/09/2017)


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