AFRIKA/ALGERIEN - Algerien schickt in Absprache mit Niamey Flüchtlinge in den Niger zurück

Donnerstag, 3 August 2017 migranten  

Algier (Fides)- “Zur Lösung des Problems der illegalen Einwanderung und zur Bekämpfung von Schmugglernetzwerke beschlossen, in enger Zusammenarbeit mit den algerischen Behörden und in Absprache mit den zuständigen Stellen in Niger die Rückführung von Flüchtlingen, die sich illegal in Algerien aufhalten, ab dem 1. August wieder aufzunehmen”, heißt es in einer Verlautbarung des algerischen Außenministers Benali Cherif. “Die Rückführungen”, so Cherif, “sind Teil einer Reihe von Maßnahmen, die die algerische Regierung auf den Weg gebracht hat, um die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern südlich der Sahara, insbesondere mit Niger und Mali, zu stärken, wenn es darum geht die illegale Zuwanderung in unsere Land einzuschränken”.
Nach Algerien kommen illegale Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern südlich der Sahara, insbesondere aus Niger, Mali und Burkina Faso. Offizielle Statistiken gibt es nicht. Nach nichtoffiziellen Schätzungen liegt die Zahl der illegalen Zuwanderer in Algerien bei rund 100.000, von denen einige Arbeit in Algerien suchen und andere auf der Durchreise nach Europa sind.
Die algerischen Behörden schicken Zuwanderer aus dem Niger mit Fahrzeugkonvois in ihre Heimat zurück. Ein Flüchtlingscamp in Dar El Beïda, am Stadtrand von Algier wurde bereits aufgelöst. (L.M.) (Fides 3/8/2017)


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