AMERIKA/MEXIKO - Bischof Torres verurteilt die so genannte “Blue Whale”-Challenge im Internet

Dienstag, 9 Mai 2017 gewalt   internet   jugendliche  

Ciudad Juarez (Fides) – "Die so genannte Blue-Whale-Challenge ist gefährlich und hat bereits viele Nachahmer", so Bischof Jose Guadalupe Torres Campos, der Eltern auffordet ihre Kinder zu beobachten, wenn sie im Internet surfen und sie vor diesem “Spiel” und dessen tragischen Folgen zu warnen.
'Blue Whale Challenge' heißt der neue gefährliche Trend, der bereits viele, vor allem jugendliche Nachahmer hat. Die Teilnehmer müssen 50 Prüfungen bewältigen und sich dabei selbst verstümmeln bis sie am Ende aufgefordert werden, sich das Leben zu nehmen.
Zuerst wurde das Spiel bei VKontakte, einer Art russischem Facebook veröffentlicht. Wie die russische Tageszeitung “Novaya Gazeta” berichtet, soll das Spiel seit 2016 bereits zahlreiche Todesfälle verursacht haben. Unterdessen verbreitete wich die Challenge auch in anderen Ländern, darunter Kolumbien, Chile, Brasilien, Bolivien und Uruguay.
Wie aus Ciudad Juarez bekannt wird, sollen dort bereits ein Dutzend Suizide in der Region Chihuahua und in anderen Teilen Mexikos in Zusammenhang gebracht werden. Deshalb forderte Bischof Torres Campos in seiner Sonntagspredigt besonderen Schutz für Heranwachsende: “Kinder und Jugendliche sind oft alleine zuhause und beginnen aus Neugier zu spielen. So werden sie eingefangen und missbraucht”.
Bischof Torres Campos erinnert in diesem Zusammenhang auch an den Fall einer 15jährigen, die nach einem Suizidversuch in das Krankenhaus in Parral di Chihuahua eingeliefert wurde und deren Tat mit der Challenge in Zusammenhang gebracht wurde. Wie die mexikanische Presse berichtet gab es in Ciudad Juarez im Jahr 2015 insgesamt 103 Selbstmorde. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl auf 318.
(CE) (Fides, 09/05/2017)


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