AFRIKA/SENEGAL - Bischöfe Nordafrikas: “Bei Migranten handelt es sich vor allem um Menschen und nicht um politische Angelegenheiten”

Montag, 6 Februar 2017 bischöfe  

Dakar (Fides) - “In Nordafrika befinden wir uns im Herzen des dramatischen Kampfes vieler Migranten um Leben und Tod. Dabei handelt es sich vor allem um Menschen und nicht um politische Angelegenheiten”, so die Bischöfe der „Conférence des évêques de la Région Nord de l’Afrique“ (CERNA) in einer gemeinsamen Erklärung am Ende ihrer Versammlung in Senegal (Keur Moussa, 2. bis 5. Februar).
Die meisten Mitglieder der katholischen Gemeinden in Algerien, Tunesien, Marokko und Libyen kommen aus den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Dies war auch der Grund für die Auswahl des Veranstaltungsortes der CERNA-Versammlung in Senegal. Unter den Migranten befinden sich auch Kranke, Frauen mit kleinen Kindern und unbegleitete Minderjährige. „Wir wissen, dass die Migranten vor allem dingend jemanden brauchen, der ihnen zuhört“, so die Bischöfe. „Wir müssen vor allem dort helfen, wo Menschen einsam sind und mit inneren Konflikten kämpfen“ und „wir sind zuversichtlich, dass das Gewissen der Völker den Regierenden dabei helfen wird, die Wege zu finden, wie man mit Migranten würdig und gerecht umgeht“, heißt es in der Erklärung weiter.
Die Bischöfe äußern sich auch zu den Beziehungen mit den muslimischen Gemeinden. „Die Begegnung mit Muslimen ist ein wichtiges Thema in ganz Afrika und darüber hinaus. Wir wurden hier in Senegal zeugen eines harmonischen muslimisch-christlichen Zusammenlebens, das bis in die Familien hineinreicht“, so die Bischöfe.
(L.M.) (Fides 6/2/2017)


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