AMERIKA/HAITI - Bischofskonferenz dokumentiert Gewalt gegen Ordenseinrichtungen

Samstag, 14 März 2015

Port au Prince (Fides) –Wie aus dem jüngsten Bericht der Konferenz der Haitianischen Ordensleute (CHR) über die Gewalt gegen Ordenseinrichtungen hervorgeht, wurden bisher insgesamt 25 religiöse Häuser und Institute ausgeraubt. Eine Ordensschwester der Monfortaner wurde bei einem Raubüberfall so schwer verletzt, dass sie im Koma liegt und im Krankenhaus St. Raphael behandelt wird.
Die Haitianische Bischofskonferenz lud am 13. und 14. März zu einer 24-stündigen Gebetswache ein: "Es ist eine Geste des Mitgefühls und der tiefen Gemeinschaft und Verbundenheit mit den Ordensleuten und anderen Opfern der Gewalt“, so Kardinal Chibly Langlois, von Les Cayes.
In ihr Gebet schließen die Gläubigen auch die politische und soziale Krise des Landes ein, wo am kommenden 9. August zwei Drittel des Senats und der Abgeordnetenkammer neu gewählt werden, während am 26. Oktober Präsidentschafts- und Kommunalwahlen stattfinden werden, wie die Regierung nach mehrmaliger Verschiebung der Wahltermine und zahlreichen Bürgerprotesten nun mitteilte.
Präsident Michel Martelly wird entsprechend der Verfassung kein weiteres Mal kandidieren können. Unterdessen wirft die Opposition dem Staatsoberhaupt Machtmissbrauch vor, da er nach der Ablauf des Mandats des Parlaments im Januar 2015, die Absicht verfolgt mit Präsidialdekreten weiter zu regieren. (CE) (Fides, 14/03/2015)


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